Ruanda berappelt sich! Der Aufschwung ist überall spürbar – wenn auch eher in den Ballungsgebieten nahe den großen Städten und Nationalparks, wo die Berggorillas leben. Die meisten Einwohner des Landes sind Selbstversorger und leben von dem, was das Land ihnen gibt: wie Süßkartoffeln, Erbsen, Soja, Bananen und Mais. Ein Besuch in dem Land. Text: Harald Braun

Ruanda ist ein besonderes Land in Afrika. Denn Ruanda ist ein Land …

… für starke Männer

Munyimya kratzt sich träge am Bauch, räkelt sich ein wenig in der Sonne, nimmt einen Happen zu sich. Der Tag ist sein Freund, das ist deutlich zu sehen. Munyimya macht nicht den Eindruck, als ob er mit dem Begriff Stress oder Hektik besonders viel anfangen könnte. Dabei trägt er die Zukunft seines Heimatlandes auf seinen Schultern, glaubt man den Menschen, die ihn schützen und umsorgen. Munyimya ist ein vitales Alphamännchen, niemand in Ruanda macht ihm einen Vorwurf, dass er gleich fünf weibliche Gespielinnen unterhält.

Gorillafamilie in Ruanda

Marian Galovic/Shutterstock.com

Er döst noch ein paar Minuten, dann rappelt sich der Gorilla plötzlich auf und schaut sich kurz um. Dieser Blick genügt. Munyimyas Familie flattert auf wie ein Taubenschwarm und setzt sich ohne Murren ebenfalls in Bewegung. Wahre Führer brauchen nicht viele Worte.

… für große Männer

Wer nicht genauer hinschaut, könnte denken, dass da der Basketball-Gott Michael Jordan auf einen zuschlendert. Dieses charmante Lächeln, diese Länge, die polierte Glatze – doch, das könnte er sein. Aber Manzi Kayihura interessiert sich nicht für Bälle. Er hat in der Nähe von Frankfurt gelebt und ist nun Chef einer Reiseagentur in Kigali, die hauptsächlich Amerikaner und Europäer in Ruanda betreut – auf Wunsch rund um die Uhr. Sein Job besteht auch darin, Menschen zu Munyimya in den Dschungel zu bringen.

»Viele Ausländer glauben ja, dass in Ruanda immer noch Bürgerkrieg herrscht«, sagt er, zeigt mit dem Finger auf die Straßen Kigalis und fragt rhetorisch: »Sieht das etwa gefährlich aus?« Tut es nicht. Auf den Märkten herrscht bunter Trubel, an jeder zweiten Straßenecke wird gebaut, selbst der Verkehr verläuft für afrikanische Verhältnisse weitgehend geordnet. Manzi lacht zufrieden. »Es ist schwer, Vorurteile abzubauen, aber wir sind in Ruanda darauf angewiesen, dass es möglichst schnell passiert.« Manzi weiß auch, wie.

»Das Wichtigste ist, dass sich die Infrastruktur hier schnell entwickelt, ohne Korruption und Vetternwirtschaft zu dulden.«

Er weiß, dass dieses Konzept in Afrika nicht sehr populär ist. In Ruanda sei das anders:  »Wir haben einen starken Führer in Ruanda, er trifft die richtigen Entscheidungen!«

… für ehrgeizige Männer

Serge ist nicht mal dreißig, er trägt eine Ray-Ban und ein Polohemd von Lacoste. »Ein Fake«, grinst er entschuldigend und zeigt die blitzenden weißen Zähne. Nur wenig kann Serge, der neben der ursprünglichen Landessprache Kinyarwanda perfekt Englisch und Französisch spricht und den Ethno-Hip-Hop von »Arrested Development« liebt, richtig wütend machen. Bettelnde Kinder beispielsweise, die sich uns »reichen« Europäern in den Weg stellen und die Hände heben. Und die Frage, ob er denn nun ein Hutu oder ein Tutsi sei.

»Wir sind alle Bürger Ruandas«, sagt er, »wir dürfen da keinen Unterschied machen, nie wieder. Der Genozid war eine schlimme Sache, aber das liegt jetzt mehr als fünfzehn Jahre zurück. Wir müssen nach vorne blicken. Alle zusammen.«

Fast beschwörend sagt er das. Es ist kein Zufall, dass diese Haltung in Ruanda eine offizielle Vorgabe der Regierung ist. Wer dagegen verstößt, macht sich strafbar. Und sich strafbar machen, das heißt in Ruanda: happige lange Haftzeiten, verbunden mit öffentlichen Einsätzen für das Gemeinwohl in bunten Sträflings-Gewändern. Ruanda ist ein sicheres Reiseland für Touristen. Besteht da ein Zusammenhang? Serge lächelt: »Wir haben einen starken Führer!«

Serge arbeitet als PR-Guide. Sein Unternehmen baut in Ruanda mehrere neue Häuser im gehobenen Luxussegment. Das ist nicht unbedingt die Welt, in der Serge aufgewachsen ist. Seine Eltern sind 1994 ums Leben gekommen, er selbst kehrte erst 1998 wieder aus Tansania zurück in seine Heimat. »Ich habe an Schulen gelernt und in meiner Freizeit «, berichtet er stolz, »ich habe mir mein Leben zurückerkämpft.«

Serge hat große Ziele. Er möchte einmal ein kleines Hotel führen, am liebsten ganz in der Nähe von Munyimya und den anderen Gorillas. Deshalb hat er für die bettelnden Kinder am Straßenrand kein Verständnis. »Sie sollten in der Schule sein, sie sollten lernen. In Ruanda muss niemand betteln.« Er scheucht die barfüßige kleine Horde davon und ruft ihnen auf Kinyarwanda etwas nach. Er will lieber nicht übersetzen, was er ihnen mit auf den Heimweg gegeben hat. »Strong Leadership« wiederholt er, das sei es, was das Land brauche – auf jeder Ebene.

… das einen großen, starken Führer hat

Paul Kagame ist Staatschef in Ruanda, und er tut alles dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Seine Vision für Ruandas Zukunft klingt im ersten Moment ein wenig irritierend: »Wir wollen die Schweiz Afrikas werden«, sagt der dürre Fußballfan mit der asketischen Ausstrahlung eines Langstreckenläufers. Das hat nur am Rande damit zu Müde? Beim Berggorilla-Trekking sind zumindest die Touristen hellwach. Ein exklusives Erlebnis, denn pro Tag dürfen nicht mehr als 56 Besucher die Gorillafamilien im Nationalpark beobachten. tun, dass Ruanda sich gern als Land der tausend Hügel bezeichnet und auf geografische Gemeinsamkeiten mit dem europäischen Alpenland anspielt.

Kagame interessiert sich für Tourismus, weil er viel Geld in die Kassen Ruandas spült. Die Schweiz aber ist aus politischen und wirtschaftlichen Gründen sein Vorbild. Der Trend ist Paul Kagames Freund. Seit dem 22. April 2000 ist er Präsident von Ruanda. Die ökonomischen Eckdaten seiner Regentschaft sprechen für ihn: Ruanda berappelt sich. Die jährlichen Wachstumsraten sind beachtlich. Der Aufschwung ist an jeder Ecke des Landes spürbar. Zumindest in den dichter bevölkerten Regionen um die Hauptstadt Kigali und rund um die Nationalparks, da, wo die Affen leben. Paul Kagame gilt im westlichen Ausland als ein Mann, der sich der Demokratisierung seines Landes verweigert und Menschenrechte nicht immer achtet. Auch die Bürger in seinem Land lieben ihn nicht, aber sie respektieren ihn und sind ihm dankbar, das ist überall zu spüren.

… in dem auch Frauen Karriere machen

Astrida Uwara ist so etwas wie eine junge Alice Schwarzer, wenn man so will. Sie ist die Herausgeberin und Chefredakteurin der ersten und einzigen Frauenzeitschrift in Ruanda. Agasaro Women´s Magazine ist nur online verfügbar, richtet sich an »dynamische Frauen« zwischen 22 und 55 und beschäftigt sich mit Themen wie Schönheitstipps, Kochrezepten und Sex. So wie jede andere Frauenzeitung auf der Welt. Zugeschnitten aber auf die Bedürfnisse eines Landes, das sich noch vor 15 Jahren beinahe selbst zerstört hätte. »Natürlich sind auch viele Mädchen und Frauen zu Opfern des Genozids geworden«, sagt Astrida Uwara ernst, »und da rede ich nicht nur von den Toten!«

Kigali in Ruanda

Dereje/Shutterstock.com

In ihrem Magazin werden diese gebrochenen Lebensläufe thematisiert, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Frida Gashumba erzählt etwa, wie sie im Alter von zehn Jahren beinahe totgeschlagen wurde und ihre gesamte Familie verlor. Sie kämpfte sich nach langen, traumatischen Jahren und einem Selbstmordversuch ins Leben zurück – heute dient sie in einer Kirche den Gemeindemitgliedern als Beraterin und Rechtsbeistand. »Ich finde es wichtig, dass ich die Frauen in Ruanda ermuntere, Vertrauen in die eigene Stärke zu gewinnen.« Dann lacht Astrida Uwara: »Und natürlich, wie sie sich gut anziehen können …!«

In dieser Hinsicht muss sie sich um Solange Katarebe keine Gedanken machen. Perfekt gestylt und mit der Grandezza einer selbstbewussten Business-Frau, führt sie eines des populärsten Restaurants und Bars in Kigali, die Republica Lounge. Hier treffen sich europäische Expatriots und einheimische Young Urban Professionals zu afrikanischer Küche für den fortgeschrittenen Genießer. Das halb offene Haus wirkt einladend, lebendig und tolerant. »Die Dekoration und die Küche sind schon Ruanda-Style«, sagt So lange Katarebe, die früher im offiziellen Tourismusbüro von Ruanda Erfahrungen im Umgang mit internationaler Kundschaft sammelte. »Nur der Service, der ist besser!«

… Männer von gestern

Zähne hat Leonidas nicht mehr viele, und man sieht ihm an, dass er noch nie in seinem Leben einen Anzug getragen hat. Singen, Trommeln und Tanzen aber, darin ist der kleinwüchsige Jäger aus dem Traditional Village Iby Iwacu spitze. Übersetzt heißt Iby Iwacu so etwas wie »Die Schätze unseres Erbes«. Leonidas springt wie ein Derwisch auf und ab, seine Augen rollen, der Gesang dazu klingt, als ob sich ein paar gregorianische Mönche und Rammstein für einen Track zusammengerottet hätten. Leonadis hat Spaß, das sieht man dem beinahe Siebzigjährigen an.

Und er hat geregelte Einkünfte, seitdem er in diesem Folklore-Park für Touristen am Fuße des Volcano-Nationalparks in Nyabigoma jeden Tag mit einer kleinen Gruppe von Männern und Frauen seine Tänze aufführt. Von der tragikomischen Atmosphäre, die an solchen Orten oftmals herrscht, ist hier erstaunlich wenig zu spüren. »Die Einkünfte bleiben zu einem großen Teil im Dorf«, verspricht Serge, der uns auf der Reise durch Ruanda begleitet und seine Ray-Ban nur selten ablegt. »So lernen die Menschen, Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gemeinschaft zu übernehmen.«

Volcano Nationalpark in Ruanda

Monika Hrdinova/Shutterstock.com

Als Leonidas noch auf sich allein gestellt war, hätte er übrigens bedenkenlos auf Munyimya und alle anderen Gorillas geschossen. Weil es sein Job war und er es nicht besser wusste. Dass er mit dieser Einstellung die wichtigste touristische Ressource Ruandas beinahe zerstört hätte, ist ihm auch heute nicht wirklich bewusst. Wie auch. Lesen und schreiben hat er nie gelernt. Überleben, das kann er gut. Er greift nach Pfeil und Bogen, der zum Amüsement für die Touristen bereitliegt. Wir haben uns an dem schlappen Holzbogen schon nach Kräften lächerlich gemacht. Leonidas kneift ein Auge zu, spannt kurz an – Treffer. Mitten rein in die provisorische Zielscheibe. Das wiederholt er noch zweimal, dann johlt er wieder kehlig wie ein Indianer auf dem Kriegspfad, seine Augen funkeln. Leonidas liebt auch sein zweites Leben, der kleine tanzende Derwisch mit der abgelaufenen Lizenz zum Töten.

… Menschen mit einem Herz für Tiere

Durch Wilderei und Krankheit reduzierte sich der Bestand der ohnehin vom Aussterben bedrohten Berggorillas im Virunga Volcanoe National Park drastisch. Erst Staatschef Paul Kagame setzte dem Treiben ein Ende und lässt die Wilderer seit einigen Jahren mit großer Härte bekämpfen – und mit Erfolg. Inzwischen steigt die Population der Berggorillas in Ruanda wieder leicht an. Das heißt, dass sich auch in Zukunft zahlungskräftige Touristen aus aller Welt aufmachen, um sich Silberrücken wie Munyimya und seine Familie aus nächster Nähe anzusehen.

Allerdings ist das ein kostspieliges und nicht ganz unkompliziertes Vergnügen. Bis zu einem Jahr im Voraus sind die geführten Touren zu den sieben Gorillafamilien ausgebucht. Maximal acht Personen werden einer Gorillafamilie am Tag von ehemaligen zu Guides umgedrehten Wilderern zugeführt. Näher als sieben Meter darf man sich den Tieren nicht nähern – Gorillas sind anfällig für Keime, die von Menschen übertragen werden. Das kann lebensbedrohlich sein. Für die Silberrücken wie Munyimya sowieso, aber auch für Ruanda selbst. Die Berggorillas im Virunga Volcanoe National Park und die scheuen Schimpansen im Nyungwe-Forest Nationalpark sind die wichtigsten Argumente Ruandas, Touristen aus aller Welt anzulocken.

… für Menschen, die Kindern eine Perspektive bieten

Insider wie Manzi Kayihura schätzen, dass mehr als die Hälfte aller Einwohner Ruandas vom Tourismus profitieren. Paul Kagame weiß das auch. Er tut alles dafür, dass Munyimya und seine sogenannte Hirwa-Familie (die Glücklichen) im Virunga Volcanoe National Park ungestört leben können. Munyimya und seine Artgenossen sind es, die ehemaligen Wilderern wie Leonidas Arbeit und eine Perspektive geben; Anreize schaffen, damit auch großzügig ausgestattete Lounge-Hotels wie die jüngst eröffnete Nyungwe Forest Lodge von internationalen Investoren in Ruanda finanziert werden. Der Silberrücken ist es, der Manzi Kayihura eine Menge staunender Kunden zuführt, die sich für eine Stunde wie in Diane Fossey’s »Gorillas in the mist« fühlen wollen.

Kinder in Ruanda

sifkigali/Shutterstock.com

Und mit Munyimyas Hilfe kann der »starke Führer« Paul Kagame dann auch die 50000 Laptops finanzieren, die er den Schulen seines Landes bis 2020 zur Verfügung stellen will. Dieses bereits weit vorangeschrittene Projekt verschafft auch dem PR-Fachmann Serge die Gewissheit, dass seine Heimat und die Kinder Ruandas tatsächlich eine Perspektive haben. Wenn man so will, ist Munyimya sogar dafür verantwortlich, dass sich in Kigali ein Bar-Restaurant wie die urbane »Republica Lounge« rechnet und für Astrida Uwera überhaupt eine Klientel heranwächst, die sich für modische Stilfragen in ihrem Onlinemagazin interessiert. Man kann darüber streiten, ob ein ganzes Land sich von ein paar Affen abhängig machen sollte. Andererseits haben ja Menschen Ruanda erst an den Abgrund geführt. Warum sollten die Berggorillas im Volcanoes National Park da eine schlechtere Wahl sein?

Infos: Einreise, Reisezeit, Gesundheit

Anreise. Beispielsweise mit Ethiopian Airlines ab Frankfurt a. M. via Addis Abeba nach Kigali. www.ethopianairlines.com.

Einreise. Ohne Visum bei einem Aufenthalt unter drei Monaten. Reisepass muss aber noch sechs Monate gültig sein.

Sicherheit. Vor Reiseantritt sollte man unbedingt die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachten. Im Dezember 2018 warnte das Außenministerium ausdrücklich vor Reisen in das Gebiet des Nationalparks Nyungwe-Forest und von der Nutzung der Verbindungsstraße zwischen Cyangugu, früher Rusizi, und Nyamagabe, früher Gikongoro.

Reisezeit. Zwischen Juni und Mitte September und zwischen Dezember und Januar, ansonsten sind ergiebige Regenfälle zu erwarten.

Gesundheit. Eine Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben, auch Hepatitis A und B sowie Typhus werden empfohlen, dazu ist Malaria-Prophylaxe dringend angeraten, hohes Malaria-Risiko im ganzen Land.

Info. Ruanda Tourismus, COMPASS GmbH, fungiert nicht als Tourismusbüro, hilft aber bei der Vermittlung ruandischer Kontakte. Tel.: 0221 9433 9638.

Die besten Hotels in Ruanda

Unterkunft. Kigali Serena Hotel. Fünf-Sterne-Haus im Zentrum der Stadt. Das beste Haus am Platz. 148 Zimmer, DZ ab € 240 die Nacht. www.serenahotels.com/serenakigali.

Hotel Des Milles Collines. Bekannt geworden als Originalschauplatz und Vorlage für den Film »Hotel Ruanda«, ist das ein wenig in die Jahre gekommene Hotel 2010 frisch renoviert worden immer noch ein Anlaufpunkt für internationale Besucher. Am Wochenende auch ein Treffpunkt für Nachtschwärmer. Das berühmte Schwimmbad ist gegen einen kleinen Obulus auch für Nicht-Hotelgäste verfügbar. 112 Zimmer, DZ ab € 185 die Nacht. www.millecollines.net

Nyungwe Forest Lodge. Fünf-Sterne-Lodge an einer malerischen Teeplantage im Nyungwe Nationalpark gelegen. Von hier aus starten die Expeditionen zu den Affen im Nyungwe Forest. 24 Zimmer und Suiten, DZ ab € 220 die Nacht. www.nyungweforestlodge.com.

Gorillas Nest Lodge. Sensationell: Die Lodge liegt ein wenig abgelegen am Fuße des Virunga Volcanoe Nationalparks mitten in einem Eukalyptuswald. Nach einem Brand ist die Lodge noch nicht vollständig wieder aufgebaut, trotzdem ist sie stets gut besucht: Von hier aus kommt man schnell zu den Berggorillas im Nationalpark. Preis auf Anfrage. www.gorillanestlodge.com

Diese Nationalparks sind es!

Veranstalter. Über Geo-Tours. Spezialisiert auf individuelle »Erlebnisreisen« und Safaris, hat Geo-Tours auch eine 15-tägige Naturrundreise nach Uganda und Ruanda mit Gorilla-Trekking im Programm, ab ca. € 4 000. Tel.: 040 4919832, www.geo-tours.de

Nationalparks. Ruanda verfügt über drei attraktive Nationalparks: Virunga Volcanoes National Park. Der Park liegt im äußersten Nordwesten des Landes an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und zu Uganda. Er ist Heimat und einer der wenigen verbliebenen Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Pro Tag dürfen momentan nur 56 Touristen die sieben zur Beobachtung freigegebenen Gorillafamilien besuchen, acht Besucher pro Familie. Buchungen sind Monate vorab zu leisten, pro Person kostet eine Expedition zu den Gorillafamilien etwa € 380. Dauer der Wandertour im Nationalpark: vier Stunden, davon eine Stunde Beobachtung der Gorillas.

Akagera Nationalpark. Dieser Park, auch Kagera-Nationalpark genannt, liegt im Osten Ruandas an der Grenze zu Tansania. Der Nationalpark bildet mit angrenzenden Schutzgebieten in Uganda und Tansania ein größeres geschütztes Ökosystem. Er beheimatet Büffelherden, Impalas, Topis, Zebras, Wasserböcke, Antilopen und Großwild. Entlang der Seen und Flüsse leben zahlreiche Flusspferde und Nilkrokodile. Beeindruckend ist auch die Zahl von ca. 500 Vogelarten, darunter der Schuhschnabel und der Rotgesicht-Bartvogel. www.rwanda-direct.com/rwanda-akagera-park.

Nyungwe Forest Nationalpark. Der Nyungwe Forest Nationalpark in Ruanda gilt mit einer Gesamtfläche von rund 970 Quadratkilometern als der größte zusammenhängende Bergwald in Ost- und Zentralafrika. Insbesondere Primaten wie Schimpansen und Ruwenzori-Colobus-Affen finden im Nyungwe Forest ideale Lebensbedingungen. Er steht seit 1933 unter Naturschutz. Die Wälder des Nyungwe sind häufig völlig in Wolken gehüllt, was der Region auch den Namen Wolkenwald gab. Hier leben 175 Vogelarten und 120 unterschiedliche Schmetterlingsarten. www.rwanda-direct.com/rwanda-nyungwe-forest

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