Noch vor der Corona-Krise überflog reisen-EXCLUSIV-Autorin Simone Sever den Äquator, um für einige Tage im luxuriösen Shangri-La’s Le Touessrok Resort & Spa auf Mauritius zu entspannen. Dass diese Reise eine derart nachhaltige Wirkung nicht nur auf das Wohlbefinden unserer Reporterin haben würde, konnte zu dem Zeitpunkt noch niemand ahnen.

Der Indische Ozean ist gefühlt nur einen leichten und erfrischenden Hauch kühler als die Morgensonne auf der Südhalbkugel. Ein weißes Boot wiegt kaum sichtbar auf den sanften Wellen. In den Sand hat jemand ein riesengroßes Herz gemalt. Der erste Morgen im Shangri-La’s Le Touessrok Resort & Spa auf Mauritius fühlt sich an, als wäre ich mitten im Paradies gelandet. Und doch habe ich zu dem Zeitpunkt noch keinerlei Vorstellung, was dieser Sehnsuchtsort noch alles kann.

Butleress Bhartee packt aus

Aber der Reihe nach: Knapp 16 Stunden Anreise von meiner Haustür zur Zimmertür an die Ostküste des Inselstaats Mauritius liegen hinter mir, als mich Bhartee, meine Butleress in die Feinheiten der Junior Suite Frangipani Club 210 einweist. Hier darf ich die nächsten sechs Nächte und sieben Tage wohnen. »Alles in der Minibar«, erklärt mir Bhartee »ist im Zimmerpreis inkludiert!« und reicht mir sogleich ein Glas mit gekühltem Kokoswasser. Frisches Obst und eine Flasche Rosé-Champagner sind ein willkommener Willkommensgruß.

Junior Suite im Shangri-La's Le Touessrok

Shangri-La’s Le Touessrok

Wer so begrüßt wird, bei dem katapultiert sich das Wohlgefühl auf einer nach oben offenen Richterskala gleichmal haushoch übers Ziel hinaus. Der Blick auf den Coral Beach, direkt unter meinem Balkon, produziert noch mehr Glücksendorphine. Farben und Formen des knapp 70 Quadratmeter großen Zimmers spiegeln die Natur draußen vor dem Fenster: stilisierte Wellen, die im offenen Badezimmer mit freistehender Badewanne als Sichtschutz an Türen zu Dusche und WC dienen.

So gut wie kein Plastik

Korallenanmutende Kunstobjekte und formschöne Skulpturen aus Treibholz schmücken Wohn- und Schlafbereich. Die natürlichen Sandtöne der Steinfliesen und des sanft geschwungenen Sofas sind akzentuiert mit meerblauen Kissen. Im Badezimmer rund um die freistehende Wanne spenden hölzerne Gefäße Duschgel, Shampoo, Conditioner, außerdem Sonnencreme und Mückenschutz. Die üblichen Accessories wie Wattepads und Nagelfeile sind natürlich verpackt. Auf Plastik wird weitestgehend verzichtet.

Coral Deluxe Oceanview im Shangri-La's Le Touessrok

Shangri-La’s Le Touessrok

Während ich mich auf dem Balkon noch immer nicht satt sehen kann am Indischen Ozean, der gerade unter dunklen Wolken helltürkis aufleuchtet, ist meine Butleress schon dabei, mein Gepäck in die Schränke zu räumen.

»Shangri-La ist ein Synonym für das Paradies oder auch ein idealer Rückzugsort.«

Ein Garten Eden

In der offenen Hotellobby begrüßen Anthurien, prachtvolle Flamingoblumen und Strelizien als raumfüllende Blumenarrangements die neuen Gäste. Wer mag, holt sich kurz ein Eis. Mango und Zitronensorbet sind nur zwei von insgesamt zwölf hausgemachten Sorten und die perfekte Wegenahrung für einen Spaziergang über das 34 Hektar große Gelände.

Luftansicht im Shangri-La's Le Touessrok

Shangri-La’s Le Touessrok

Das Areal des Resorts kommt einem Garten Eden gleich: Palmen, die den strahlend blauen Himmel berühren, Hibiskusblüten in sattem Rot. Zauberhafte Frangipani in leuchtendem Weiß oder in der rosa Edition. Am Erwachsenenpool – es gibt natürlich auch noch einen Familienpool – ist es ruhig, nur der Soundtrack der gelben Webervögel, die ihre Nester hoch oben in der Palmenkrone kunstvoll drapiert haben, ist zu hören. Wenig später vergesse ich beim Schwingen in einer hölzernen Hängeschaukel Zeit und Raum.

»Hospitality from the Heart. Hand aufs Herz ist der kontaktlose Gruß im Shangri-La.«

Es ist diese unendliche Ruhe, die Unaufgeregtheit und die Gastfreundschaft mit der Hand auf dem Herzen und einem angedeuteten Kopfnicken; einer Begrüßung, der ich überall im Hotel, an der Rezeption, am Pool, am Strand, in den Restaurants begegne: herzlich, einzigartig und zu jeder Zeit aufmerksam.

Gäste abends am Strand im Shangri-La's Le Touessrok

Shangri-La’s Le Touessrok

Barthee etwa, ist gleich am ersten Tag aufgefallen, dass ich gern Kokoswasser trinke. Jetzt steht jeden Abend ein frisches Glas in meiner Minibar, obwohl das gesunde Getränk sonst eigentlich nur am Anreisetag offeriert wird.

Zeitlos glücklich im Shangri-La’s Le Touessrok

Bereits nach wenigen Stunden habe ich meinen Terminkalender komplett vergessen. Mein Zuhause im kalten Norddeutschland ist nur noch eine graubewölkte Erinnerung in meiner Gedankencloud. Das scheint auch anderen Gästen in dieser Glücksoase ähnlich zu ergehen und damit niemand etwa seinen Foot Reflexology im Spa »Chi« am Wednesday oder eine Tischreservierung im »Safran«, dem Indian Restaurant am Saturday vergisst, reicht ein vorbeispazierender Blick in formschöne Sandbehälter, die überall auf dem Hotelgelände aufgestellt sind. »Wed« verrät es etwa, Mittwoch. Mir verrät es: terminlos glücklich!

Spa und Pool im Shangri-La's Le Touessrok auf Mauritius

Shangri-La’s Le Touessrok

Geflochtene Ruheinseln, weich gepolsterte Tagesbetten – immer mit genügend Abstand – verschaffen am weitläufigen Hibiskusstrand niemals das Gefühl von Menschenansammlungen. Die Exklusivität ist auch bei ausgeschöpter Kapazität der 200 Zimmer und Suiten und der drei privaten Beachvillen nicht nur ein Wort, sondern ein gefühltes Erlebnis.

Auf einer der Ruheinseln stelle ich meine Tasche ab, frische flauschige Badetücher liegen bereit. Bevor ich es mir gemütlich machen will, geht mir das stets freundliche und zuvorkommende Hotelpersonal bereits zur Hand. Eine Kühlbox mit kaltem Wasser in einer Glasflasche steht nun für mich bereit. Ich muss nur noch ruhen und genießen und kurz nochmal das Gesicht eincremen, als mich Owen, vom Beachcast mit sanfter Stimme fragt, ob meine Sonnenbrille ein Putztuch vertragen könnte. Im Ernst? Mir wird tatsächlich meine Sonnenbrille geputzt? Ich bin so voller Dankbarkeit und kann das Glück jetzt noch viel besser sehen.

Strand auf Mauritius

Shangri-La’s Le Touessrok

Danke für den Fisch!

Das japanische Fine Dining Restaurant »Kushi« verwöhnt am Abend mit allerfeinstem Fisch und Meeresgetier in Sushi und Sashimivariationen: Lobster, Lachskaviar, Thunfisch, Seeigel … eine Crème Brulée von grünem Tee als Dessert. Wer braucht nachts noch Träume, wo hier im Indischen Ozean auf der schönen Insel Mauritius doch Paradies und Schlaraffenland ineinander verschmelzen.

»Shangri-La, so heißt es, ist ein fiktiver Ort, an dem die Menschen in Frieden und Harmonie leben.«

Restaurant Kushi Shangri-La's Le Touessrok

Shangri-La’s Le Touessrok

Robinsonesque

Mit dem hoteleigenen Boot setze ich über auf die Ilot Mangénie, die Privatinsel des Shangri-La’s Le Touessrok Resort & Spa. Der hölzerne Steg im aquamarinefarbenen Ozean, an dem mein Boot anlegt, könnte auch als kitschige Fototapete Karriere machen. Schon die kurze Bootsfahrt produziert körpereigene Glückshormone im Nanosekundentakt. Die wenigen Passagiere, die mit mir die Bootsfahrt geniessen durften, schlurfen nun zum öffentlichen Strandabschnitt des Eilands.

Ich lande in luxuriöser Einsamkeit mit Beach Cabana, frischem Obst und auf eisgelegten Rosé, mit Weezer im Ohr stimme ich ein »On an Island in the sun … and it makes me feel so fine, I can’t control my brain. HipHip« Lautes Singen, Selbstgepräche –hier ist außer meinem Butler für den Tag keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Badewannenwarm ist das Wasser und führt flach und weichsandig in hüfttiefe Glückseligkeit.

Hibiscus Beach im Shangri-La's Le Touessrok

Shangri-La’s Le Touessrok

Vereinzelt ziehen Wolken über das Inselchen. Zum Mittag ist der Tisch gedeckt. Von der Ceviche mit fangfrischem Fisch in Kokosmilch, die im »Ilot Mangénie Beach Restaurant« für mich geordert wurde, werde ich für den Rest meines Lebens träumen. Hand aufs Herz, mein Dank könnte nicht herzlicher sein. Meinen Sehnsuchtsort habe ich auf dieser Reise gefunden.

Infos für eine Reise ins Shangri-La’s Le Touessrok

Nachtrag: April 2020. Die Welt im Corona-Ausnahmezustand. Wenn die Nachrichten zu sehr überfordern, fliehe ich in Gedanken zu meinem Shangri-La. Und wenn ich Bekannten und Freunden auf der Straße begegne, grüße ich Sie mit gebührendem Abstand und mit der Hand auf meinem Herzen.

Info. Air France und Air Mautitius fliegen direkt von Paris. Eine Nacht im Shangri-La’s Le Touessrok Resort & Spa für 2 Personen inklusive Frühstück ab 320 Euro. Auch Halbpension ist möglich. Weitere Informationen und Buchung hier.

DAS NEUE HEFT IST DA

JETZT ERST RECHT: 
ÜBER REISEN LESEN