Wer hier mit der Kamera unterwegs ist, muss nichts mehr nachbearbeiten. Denn die Natur in Südaustralien protzt und prahlt mit allen nur erdenklichen Farben. Wir wissen, welche Orte Fotografen sich vor ihrem Urlaub in Südaustralien auf jeden Fall auf der Karte markieren sollten.
Anna Creek Painted Hills
Die Anna Creek Painted Hills in der Nähe von Coober Pedy können Besucher wegen ihrer Fragilität zwar nur aus der Luft anschauen. Zum Beispiel mit »Wrightsair« ab William Creek, Coober Pedy oder Arkaroola. Aber der Aufwand lohnt sich: Rot-, Orange-, Braun- und Grautöne malen hier ein imposantes Bild in die weite Landschaft!

Foto: Emile Ristevski
Für die Färbung sind Eisenoxid sowie Ton- und Kalkablagerungen verantwortlich. Die markanten Hügel entstanden durch Erosion, die gleichzeitig auch die verschiedenen Gesteinsschichten freigelegt hat.
Caroline Sinkhole
Über das kreisrunde Caroline Sinkhole dürfen sich alle Fans der Farbe Grün freuen. Ursprünglich war das kreisrunde Naturwunder mal eine Höhle, deren Decke dann aber eingestürzt ist. Heute ist der Boden des Kessels über und über bewachsen, von den Rändern hängen Wurzeln und Äste in den Krater hinein. Eine kleine Aussichtsplattform gewährt den besten Blick.
Übrigens: In Südaustralien warten noch mehr Naturspektakel unter der Erde.

Foto: KaZKaptureZ
Coulta
Die sanften Hügel bei Coulta auf der Eyre Peninsula leuchten im Oktober und November (wenn in Australien Frühling ist) in einem kräftigen Gelb. Über hunderte Kilometer erstrecken sich dann Rapsfelder, die einen starken Kontrast zum nahegelegenen tiefblauen Ozean bilden.

Foto: South Australian Tourism Commission/Elise Cook
Wer nach einem besonders guten Spot zum Fotografieren sucht, sollte die Route zwischen Coulta und Wangary abfahren. Oder einen Abstecher an die Küstenklippen des Coffin Bay National Park machen.
Gunyah Beach Sand Dunes
Fotogen wird’s auch an der Westküste der Eyre Peninsula. Die sanft geschwungenen Sanddünen am Gunyah Beach verändern je nach Lichteinfall ihre Farbe: Während tagsüber Gold- und Beigetöne dominieren, überziehen bei Sonnenuntergang kräftige Orange- und Rottöne die Dünen. Die beste Zeit zum Fotografieren ist hier die goldene Stunde, also etwa eine Stunde bevor die Sonne verschwindet.

Foto: South Australian Tourism Commission
Besucher müssen bei den Sanddünen am Gunyah Beach unbedingt beachten, dass diese nur über unbefestigte Allradpisten erreichbar sind. Abgeschiedenheit hat ihren Preis!
Kanku-Breakaways Conservation Park
Wer nach den typischen Farben des Outbacks sucht, sollte den Kanku-Breakaways Conservation Park besuchen. Dieser liegt etwa 33 Kilometer von Coober Pedy entfernt und brilliert durch flache Tafelberge in Gelb, Ocker und Rot. Wobei sich die Farben auch hier je nach Sonnenstand verändern. Besonders schön leuchten sie bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang.

Foto: Elise Cook
Und wer schon mal im Kanku-Breakaways Conservation Park ist, sollte sich auch den 60 heimischen Pflanzenarten widmen, die hier wachsen. Und nach Wildtieren wie dem Roten Riesenkänguru und dem fat-tailed Dunnart Ausschau halten.
Lake Gairdner
Etwa 500 Kilometer nordwestlich von Adelaide liegt der Lake Gairdner, der zu den absoluten Must-sees in Südaustralien gehört. Der viertgrößte Salzsee Australiens bedeckt eine Fläche von rund 4.300 Quadratkilometern – aber das ist nicht das Besondere. Spektakulär ist, dass das Wasser des Sees in den trockenen Monaten, zwischen November und Mai, vollständig verdunstet und eine 1,2 Meter dicke Salzkruste zurücklässt. Diese leuchtet unter der Outback-Sonne so gleißend weiß, dass die Landschaft an die Arktis erinnert. Surreal!

Foto: South Australian Tourism Commission
Auf der ebenen Landschaft, die sich scheinbar endlos bis zum Horizont erstreckt, finden übrigens regelmäßig Auto- und Motorradrennen statt. Nicht nur Fotografen, auch PS-Fans sind hier genau richtig.
Lake MacDonnell
Und es gibt noch einen weiteren See, den Reisende während des Südaustralien-Urlaubs nicht verpassen sollten: den Lake Mac Donnell auf der Eyre Peninsula. Durch die Algen Dunaliella salina und Halobakterien, die bei hoher Salzkonzentration rote Pigmente bilden, leuchtet der See in kräftigem Rosa!

Foto: The Blonde Nomads/Tracy and Rob Morris
Wie kräftig, das hängt allerdings von Niederschlag, Wasserstand und Sonneneinstrahlung ab. Also nicht enttäuscht sein, falls die Färbung beim Besuch eher blass ist. Die beste Zeit, um das Phänomen zu sehen, ist von Dezember bis März.
Mount Lofty Botanic Garden
Im botanischen Garten Mount Lofty, der eine halbe Stunde Autofahrt von Adelaides Stadtzentrum entfernt ist, werden Fotografen sicher nicht enttäuscht. Hier ist es fast immer richtig bunt. Im September und Oktober prägen rosa-weiße Magnolien und Rhododendren das Erscheinungsbild, im Dezember und Januar sind es die tiefgrünen Blätter, und der Herbst bringt erwartungsgemäß intensive Rot-, Orange- und Goldtöne in den botanischen Gärten. Was in Australien aber gar nicht so selbstverständlich ist, da Laubbäume rar sind.

Foto: Jake Wundersitz
Besonders tolle Bilder lassen sich hier am frühen Morgen machen, wenn sich Nebelschleier zwischen den Hängen halten. Viel Spaß beim Südaustralien-Urlaub!
Häufige Fragen zu Südaustralien
Welche Highlights gibt es in Südaustralien für Urlauber?
Südaustralien lockt mit der Great Ocean Road, Flussufer im Murray-Darling Basin, den Weinbergen der Barossa Valley, dem Flinders Chase Nationalpark auf Kangaroo Island und Traumstränden am Spencer Gulf. Kangaroo Island ist besonders für Naturliebhaber interessant mit Koalas, Seeängeln und Walverhältnissen.
Wann ist die beste Reisezeit für Südaustralien?
Die beste Zeit ist von März bis November. Dann sind die Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad, weniger Regen und die Natur besonders farbenfroh. Im australischen Sommer (Dezember bis Februar) können die Temperaturen schnell über 30 Grad steigen.
Was sollte man vor einer Reise nach Südaustralien beachten?
Für Australien wird ein Visum (eVisitor) benötigt, das online beantragt werden kann. Die Entfernungen sind sehr groß, daher sollte man mindestens 3 Tage für Städte und ausreichend Zeit für die Strecken einplanen. Feste Schuhe, lange Hosen, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und ein Universal-Adapter sind im Gepäck unverzichtbar. Im Meer ist ein Rash Guard empfehlenswert, der gegen Quallen und Sonnenbrand schützt.
