»Unsere Erde« war 2008 ein bewegender Film in der Geschichte der Naturdokumentationen. Ab dem 15. März 2018 gibt es in den Kinos eine Fortsetzung mit dem Originaluntertitel »One amazing day«. Ein Gespräch mit TV-Moderator Günther Jauch, der den Film synchronisiert hat.

Herr Jauch, was passiert an diesem einen erstaunlichen Tag auf der Erde und im Film?

Man kann ganz unglaubliche Tiere in Situationen beobachten, wie man sie noch nie gesehen hat. Dabei hat man  fast selbst das Gefühl, ein Käfer, ein Fisch, eine Giraffe, ein Löwe oder ein Zebra zu sein. Man geht berauscht und auch ein bisschen glücksselig aus diesem Film heraus und bekommt auf einmal wieder ein Gefühl dafür, wie wertvoll, aber gleichzeitig auch wie bedroht, doch dieser Planet ist.

 Was hat Sie besonders fasziniert an diesem Film?

Es sind sicherlich die einzigartigen Bilder und die genauen Beobachtungen. Es werden Tiere in Situationen gezeigt, die einerseits alltäglich sind, die ich aber andererseits tatsächlich noch nie im Kino, noch nie im Fernsehen und noch nie im Netz gesehen habe. Das lässt einen wirklich fasziniert zurück.

Wie war die Arbeit im Synchronstudio für Sie?

Diese Arbeit war für mich nicht ganz neu. Ich habe schon mal ein Zebra synchronisiert für den Kinderfilm »Im Rennstall ist das Zebra los«. Aber die Arbeit an »Unsere Erde 2« war für mich dann doch nochmal etwas ganz Anderes. Diese Wucht, die der Film entwickelt, und diese Eindrücklichkeit, auch bei scheinbar alltäglichen Szenen, ist einfach unglaublich.

Günther Jauch im Studio

Universum Film

Haben Sie sich bei der Synchronisation strikt an Ihren Text gehalten oder konnten Sie Ihre eigene Note mit einbringen?

Man kann keinen Text, den jemand anders geschrieben hat, eins zu eins authentisch vortragen und das habe ich auch nicht gemacht. Man muss einem solchen Film auch seine eigene Sprache und damit seinen eigenen Stempel aufdrücken. Ich habe mir die Textvorlage angeschaut und sie mit den Bildern verglichen. Und danach habe ich zu guten Teilen meine ganz eigene Sprache hineingelegt, denn nur so kann ich glaubwürdig verkörpern, was ich empfinde, wenn ich den Film sehe.

 Haben Sie eine Lieblingsszene im Film?

Ich habe sogar mehrere Lieblingsszenen. Großartig finde ich die Szene mit den gerade geschlüpften Leguanen, die sofort vor einer riesigen Armada von Schlangen flüchten müssen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino.

Meerechsen auf den Galapagos-Inseln

Universum Film

Eine andere beeindruckende Szene ist der Kampf zwischen zwei Giraffenbullen, die es tatsächlich schaffen, sich gegenseitig zum Fallen zu bringen. Oder auch ein Faultier, das quer durch einen Fluss schwimmt auf der Suche nach der Liebe.

Was ist Ihr Lieblingstier im Film?

Ich mag jede Art von Katzen sehr gerne. Wir sehen Aufnahmen von Geparden, auch von Löwen und vom Serval, ein Jäger in der Savanne, der mit unglaublichen Sprüngen auf Beutejagd geht. Aber man entdeckt im Film auch Tiere, für die man richtig warme Gefühle entwickelt. Zum Beispiel eine Zebramutter, die mit ihrem kleinen Fohlen einen tiefen und reißenden Fluss überqueren muss und das mit ihm zusammen dann auch tatsächlich schafft. Der Film hält wirklich große Momente bereit.

Weitere Informationen zum Film gibt es hier.

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