Hotel? Zu laut! Ferienwohnung? Zu anstrengend! Wohin also soll man im Urlaub, wenn man wirklich seine Ruhe haben will? Wie wär’s mit einem Aufenthalt in einem Kloster? Text: Verena Wolff

Entschleunigung, Stille, Besinnung: Das wünschen sich viele Menschen in ihrem Urlaub. Doch oft kommt der Freizeitstress dazwischen. Nicht so hinter dicken Klostermauern, dort stört nichts beim Schweigen, Relaxen und Meditieren. Naturgemäß gibt es viele Pilgerwege und Klöster in Bayern – aber nicht nur. Wir stellen euch ein paar Orte vor, wo sich der Urlaub im Kloster realisieren lässt.

Karmel Regina Martyrum, Berlin

So kann man sogar mitten in Berlin in ein Kloster einchecken – in der Nähe der U-Bahn-Station Jungfernheide. »Karmel Regina Martyrum« ist ein kontemplatives Kloster, gegründet 1984, direkt neben der Gedenkkirche der deutschen Katholiken für die Opfer des Nationalsozialismus. Hier leben, arbeiten und beten Karmelitinnen, die »Tage der Stille« für jedermann anbieten, der sich in eines der einfachen Zimmer einmieten will.

Urlaub im Kloster: alte Schlüssel

Pam Walker/Shutterstock.com

Birgittenkloster, Bremen

Im Birgittenkloster in Bremen können Gäste sich ebenfalls hinter die Mauern zurückziehen und Urlaub im Kloster verbringen. Prima kann man sich hier in aller Stille auf sich selbst konzentrieren. Auch der Birgittenorden ist ein kontemplativer Orden, in dem das Chorgebet und die Feier des Gottesdienstes im Mittelpunkt stehen. Das Kloster steht mitten in der Stadt, im ältesten Teil Bremens, dem Schnoorviertel. Zwölf Zimmer haben die Ordensschwestern, die hier leben. Insgesamt 18 Gäste können sie bei sich aufnehmen.

Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienstern, Sachsen

Auch in der Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienstern in der Oberlausitz empfängt man gern weltliche Gäste, die die ruhige Landschaft in Sachsen erleben wollen. Und hier gibt es viel zu entdecken: eine klösterliche Schatzkammer, denn die Abtei kann auf eine mehr als 600-jährige Geschichte zurückblicken. Ein Klosterstüberl und natürlich einen Klosterladen, in dem allerlei Köstlichkeiten angeboten werden. Denn: St. Marienstern ist nicht nur ein Ort, an dem viel gebetet wird – sondern auch ein gesundes Wirtschaftsunternehmen.

Urlaub im Kloster: Kloster Marienstern in Sachsen

Sylvio Dittrich

Kloster Arenberg, Koblenz

In einer etwas anderen Preisklasse befindet man sich im altehrwürdigen Kloster Arenberg in Koblenz. Dort sind nicht nur die Zimmer alles andere als spartanisch eingerichtet, es gibt auch ein Vitalzentrum, einen Meditationsraum und einen riesigen Klosterpark. Die Dominikanerinnen leben und handeln hier nah einem einfachen Motto – das sich mitunter als recht komplex herausstellt: »Jeder Gast – gleich welchen Glaubens und welcher Lebenssituation – soll sich in seinem Suchen und Fragen, in seinen Hoffnungen und Ängsten verstanden, angenommen und aufgenommen wissen.«

Urlaub im Kloster: Kräutergarten in Kloster Arenberg

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Marius Diederich

Kloster Strahlfeld, Kloster Maria Hilf, Benediktinerabtei Ottobeuren, Bayern

Und im Süden der Republik? Dort, wo ohnehin das Gros der Einwohner katholisch ist? Da ist das Angebot für Klosteraufenthalte besonders groß: etwa im Bayerischen Wald, rund um Cham und Roding. In der Oberpfalz und Niederbayern nämlich gibt es vor allem eines: viel Landschaft, oft unberührt, denn die Region war viele Jahre lang Zonenrandgebiet. Tschechien ist nur ein paar Kilometer entfernt. Entlang der zahlreichen Wanderwege laden hier kleine Kirchen und Kapellen zum Innehalten ein.

Rund um Cham etwa finden Stressgeplagte Ruhe – unter anderem an Rast- und Kraft-Plätzen wie dem Rodinger »Haus der Begegnung« im Kloster Strahlfeld mit seinen Klostergärten oder bei der »begleiteten Auszeit« mit Stille, Gebet und Gesprächen im Kloster Maria Hilf in Cham.

Auch die Benediktinerabtei Niederaltaich liegt am Fuß des Bayerischen Waldes, direkt an der Donau. Hier bietet das Gästehaus im Herzen ebenfalls Gelegenheit zum Urlaub im Kloster. Hier findet man Ruhe und Einkehr – und man weiß jederzeit, dass das Gotteshaus nicht weit ist. Denn das Gästehaus ist mittendrin, und wird umrahmt von grünen Innenhöfen, einer altehrwürdigen Basilika, dem Prälatentrakt und der Klosterkirche.

Weiter südlich wird es bayerisch barock und opulent: In der Benediktinerabtei Ottobeuren sind Gäste ebenfalls willkommen – ob für eine kurze Auszeit, oder um an einem der vielen mehrtägigen Angebote des Klosters teilzunehmen. Auf mehr als 1200 Jahre Geschichte blickt man hier zurück und auf allerlei Traditionen, die die Gäste während ihres Aufenthalts direkt erfahren können.

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