Porto ist die Heimat des Portweins und zweitgrößte Stadt Portugals. Hier könnt ihr auf den Torre dos Clérigos klettern, mit dem Boot auf dem Fluss Douro schippern und die portugiesischen Häppchen, die sogenannten Petiscos, naschen. Und sonst? Wir verraten, was man in Porto gesehen haben muss.

Erst einmal eine gute Nachricht für alle, die ab dem Spätsommer aus dem Süden Deutschlands nach Porto fliegen wollen: Die Fluggesellschaft TAP Air Portugal düst ab dem 1. September 2019 täglich von München nach Porto. Die Maschinen von TAP Air Portugal verlassen die bayerische Metropole dann um 16.40 Uhr und landen um 18.30 Uhr in der nordportugiesischen Stadt. Der Rückflug startet um 12.15 Uhr in Porto und landet um 15.55 Uhr in München.

Erst mal einen Überblick verschaffen: Aufstieg zum Torre dos Clérigos

Hoch hinaus geht es auf dem Torro dos Clérigos, Portugals höchstem Kirchturm. 76 Meter nämlich. Der Turm befindet sich im Univiertel der Stadt und gilt als Wahrzeichen Portos. Im Inneren des 1763 fertig gebauten Turms könnt ihr 240 Stufen hinaufkraxeln und anschließend einen irren Blick über die Stadt einschließlich des Duoros genießen. Wer noch Lust hat, kann sich danach natürlich auch die dazugehörige Kirche ansehen.

torre dos clérigos in porto

saiko3p/Shutterstock.com

Und gleich nebenan befindet sich die berühmte Buchhandlung Livraria Lello, durch die die Geschichten von Harry Potter inspiriert wurden.

Livraria Lello in Porto

Charl van Rooy

Das Herz der Stadt: der Kathedralenplatz

Mal ein bisschen Vergangenheit schnuppern: Der Geburtsort Portos liegt auf dem Pena Ventosa. Der Hingucker schlechthin ist die Kathedrale, die Kathedrale Sè. Die im romanischen Stil erbaute Kathedrale mit mächtigen Strebepfeilern wirkt von außen ziemlich wuchtig und erinnerte schon so manchen Besucher an eine Burg. Aber auch Stilelemente des Barocks zeichnen die Kathedrale aus. Das liegt vor allem an dem italienischen Baumeister Nicolau Nasoni, der sich im 18. Jahrhundert an der Kathedrale austoben durfte und unter anderem eine Loggia vor die Nordfassade baute. Einen Besuch wert ist auch der benachbarte Bischofspalast an der Südseite des Vorplatzes.

Kathedrale in Porto

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Blauweiße Kachelkunst

Wenn ihr durch Porto flaniert, kann es sein, dass ihr schon nach wenigen Minuten denkt: ganz schön blau hier. Doch nicht nur der Himmel oder der Douro, der bei Porto in den Atlantik mündet, lässt die Stadt in Blautönen erscheinen. Ob an Hauswänden, im Bahnhof São Bento, an der Igreja de Santo António dos Congregados, in Parkanlagen oder an Aussichtsplattformen: Wer genau hinschaut, erblickt die kunstvollen Fliesen mit langer Tradition an vielen Ecken in der Stadt. Aber auch einfache Wohnhäuser sind mit den Azulejos geschmückt.

Azulejos in Porto

Kévin Langlais

Ab zu den Blumen, in die Straße der Blumen

In Porto gibt es auch eine Straße der Blumen: die Rua das Flores. Für manch einen gar die schönste Straße der Stadt. Andere dagegen sagen: naja, kann man mal drüber flanieren, mehr aber auch nicht. Die Straße, heute eine Fußgängerzone, beheimatet einige Cafés, Restaurants und viele Shops. Leider sind darunter auch viele Geschäfte, die sich auf Touristen spezialisiert haben – weshalb der eine oder andere sich vielleicht fragt, was an dieser Fußgängerzone so besonders »portohaft« sein soll. Blumen könnt ihr hier übrigens auch noch auf einigen Balkonen sehen – allerdings meist nur Kunstblumen.

Kommt man nicht dran vorbei: Avenida dos Aliados

Diesen Platz kennt in Porto jeder. Ob es seiner Größe liegt, an den vielen historisch interessanten Häusern aus der Gründer- und Neobarockzeit oder am Rathaus? Vermutlich ist eine Mischung aus allem. Wer von euch seine Freunde an historischen Gebäuden hat, sollte einmal vorbeischauen. Recht fotogen kommt das Rathaus, die Kirche Igreja de Trindade, die Filiale der Sparkasse Caixa Geral de Depósitos und der Palácio das Cardosas (heute ein Luxushotel) daher. Unbedingt vorbeischauen solltet ihr auch bei der Mc Donald’s. Kein Scherz. Die Niederlassung der Fastfood-Kette gilt aufgrund ihrer Glasmalereien und Kristallleuchter als einer der schönsten Mc-Donald’s-Filialen weltweit.

Avenida dos Aliados in Porto, Portugal

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Kunst im Museu de Arte Contemporânea de Serralves

Portos Kunstszene gilt als jung, kreativ und eigenwillig. Davon könnt ihr auch in einigen Museen und Galerien überzeugen. Der Besuch des Museu de Arte Contemporânea de Serralves sollte ein Muss für euch sein. Wie der Name schon andeutet, ist hier internationale Gegenwartskunst zu sehen. Elf unterschiedlich große Ausstellungsräume beherbergt das Museum, die großzügigen Fenster erlauben einen Blick nach draußen. Der Eintritt beträgt 10 Euro.

Besucher im Museu de Arte Contemporânea de Serralves in Porto

Heracles Kritikos/Shutterstock.com

Und wenn ihr schon einmal hier seid, solltet ihr gleich in den benachbarten Parque de Serralves gehen. Dort könnt ihr nicht nur viele Pflanzen bestaunen, sondern auch Skulpturen. Last but least empfiehlt sich ein Besuch in dem Teehaus (Casa de chá), wo ihr britische Scones und den Schokoladenkuchen probieren solltet.

Shoppen und schlemmen in Bolhão

Ihr steht auf winzig kleine, romantische, alte Shops? Dann solltet ihr unbedingt in den Stadtteil Bolhão. Er ist vor allem bekannt für den Mercado do Bolhão, die Markthalle. Dort könnt ihr Fisch, Fleisch, Gemüse, Blumen, Gebäck, Portwein und selbstgemachte Marmeladen kaufen. Aber auch Snacks gibt es, gegen den kleinen Hunger zwischendurch. Die gute alte Markthalle ist allerdings etwas in die Jahre gekommen, weshalb sie aktuell restauriert wird.

Bolhao Markt in Porto

Stefan Pflaum

In dem Viertel selbst gibt es aber noch einige Kleinode zu entdecken, weshalb ihr also nicht nur in der Markthalle vorbeischauen solltet. Gegenüber der Halle lockt zum Beispiel die Pérola do Bolhão, ein Fachgeschäft, das Würstchen, Käse und Fisch anbietet. Besonders hübsch anzusehen ist die Fassade des Geschäfts.

Bootsfahrt auf dem Douro

Porto ohne Schifffahrt auf dem Douro ist wie Berlin ohne Brandenburger-Tor-Besuch. Geht also nicht. Während der Tour mit dem Boot habt ihr einen schönen Blick auf die Stadt. Vor allem auf die monströsen Brücken, die den Fluss überziehen. Besonders sehenswert sind die Brücken Ponte Dom Luis I., Ponte do Infante und Ponte de Arrábida.Von der Ablegestelle am Cais da Ribeira könnt ihr lostuckern. Verschiedene Anbieter bieten euch rund einstündige Fahrten an, der Preis pro Fahrt beträgt rund 15 Euro.

Blick auf Fluss und Brücke in Porto

Kelvyn Ornettte Sol Marte

Übernachten im Cocorico Luxury Guesthouse

Das Cocorico Luxury Guesthouse hat erst im Sommer vergangenen Jahres eröffnet. Die zehn Zimmer, darunter sieben Doppel- und drei Familienzimmer, wurden nach französisch-portugiesischen Hochzeitspaaren benannt: darunter Alexandra und Felipe sowie José und Joséphine, welche die Beziehung der beiden Länder symbolisieren. Und auch die Gestaltung der Zimmer ist eine Hommage an die Farben der beiden Länder.

Zimmer im Cocorico Porto

Cocorico Porto

Ein weiterer Hingucker ist das hauseigene Restaurant. Dessen Interieur erinnert an das Innere eines Zugs. Die verschiedenen Kabinen mit den Glaswänden geben euch das Gefühl, an Bord des Orientexpresses zu speisen.

Lesetipp: Porto von Jürgen Strohmaier

 

Mal kurz ein Stück Welt entdecken: Einmal Porto erleben, eintauchen – das funktioniert mit dem Reiseführer Porto von Jürgen Strohmaier, erschienen bei DuMont direkt. Der kompakte Reiseführer, 120 Seiten plus großem Stadtplan beeinhaltet er, präsentiert euch alle nützlichen Reiseinfos, die für einen Besuch der Stadt benötigt. Strohmaier zeigt in 15 Kapiteln die verschiedenen Facetten der Stadt und gibt Tipps zu lohnenswerten Hotspots. Der Führer ist in einer recht flotten Sprache geschrieben; wer sich zu Hause schon einmal einlesen möchte, ist hier mit einer kurzweiligen Lektüre gut bedient. 2. Auflage 2019, Preis: 11,99 Euro.

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