Berlin, London oder Paris? Wer einen Städtetrip plant, sollte unbedingt die polnische Stadt Breslau auf die Liste der Städte setzen, die man bereisen sollte. Wir verraten, warum.

Zwerge entdecken

Man muss die Augen zwar offen halten, aber dann findet man sie überall in der Innenstadt: kleine, aus Bronze gegossene Zwerge (»Krasnale«). Sie sind nur 30 Zentimeter groß und zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Ihre verschmitzten Gesichter und Graffiti-Sprüche wie »Für Freiheit und Zwerge« waren in den 1980er Jahren Symbol des außergewöhnlichen Protests der Oppositionsbewegung »Orange Alternative«. Heute gibt es mehr als 300 Krasnale, sie haben sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag und werden von den Bewohnern gehegt und gepfegt!

Gnome Bronze-Statue in Breslau, Polen

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Inselhopping mit dem Wassertaxi

Über 100 Brücken und zwölf Inseln machen Breslau zu einer wahren Wasserstadt und damit Venedig ernsthaft Konkurrenz. Nicht ohne Grund wird Breslau daher auch oft als das »Venedig Polens« bezeichnet. Kleine Wassertaxis chauffieren ihre Gäste zwischen den Oder-Inseln hin und her und vermitteln das besondere Gefühl dieser unkomplizierten und fröhlichen Stadt. Größere Schiffe bieten sogar die Möglichkeit, an Deck zu essen oder diese für Partys zu mieten.

Romantik und Ruhe

Vom trubeligen Marktplatz aus nur einen Katzensprung entfernt, findet man eine kleine Welt für sich: die mitten in der Stadt liegende Dominsel. Besonders schön ist für Verliebte der Weg entlang über die lange Brücke »Most Tumski«; hier spürt man angesichts der vielen Liebesbotschaften und Vorhängeschlössern Romantik pur. Ist man angekommen, erwarten einen acht gotische und barocke Kirchen und eine wunderbare Ruhe – und das trotz der vielen Besucher. Unbedingt anschauen sollte man sich auch den botanischen Garten, der etwas versteckt hinter den zwei Türmen der Backsteinkathedrale liegt.

Dominsel in Breslau

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Zeitreise mit »Juliusz«

Fast 100 Jahre hat sie schon auf dem Buckel – und ist so beliebt wie nie zuvor bei Alt und Jung. Gemeint ist die alte Straßenbahn »Juliusz«, die ihre Fahrgäste sanft ruckelnd von der historischen Altstadt in die neueren Stadtteile bis hin zur »Hala Stulecia«, der Jahrhunderthalle, mitnimmt. Mit »Juliusz« kann man in Ruhe die Aussicht genießen und sich auch mal während des Sightseeings eine Auszeit gönnen. Und wo es einem gefällt, da steigt man einfach aus. Deutschsprachige Stadtrundfahrten mit Juliusz und seinen anderen Straßenbahn-Kollegen kann man schnell und unkompliziert hier buchen.

Stadtführungen in Breslau gibt es ganzjährig.

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