Paris, 22:30 Uhr: Kein Grund, den Abend im Bett ausklingen zu lassen. Hier eine kleine, aber feine Auswahl an Palast-Hotel-Bars, in denen man stilvoll die nächtliche Stadt des Lichts genießen kann. Prost!

Die It-Bar der Haute-Couture in der Avenue Montaigne

Die Bar des Plaza Athénée hat sich ihre Räume und ihre Holzvertäfelungen des 18. Jahrhunderts erhalten und sie erfolgreich neu interpretiert: ein Kleid mit aufgemalten Stecknadeln unter die Decke drapiert, die Theke als Catwalk aus transparentem Kunstharz und Vorhänge aus Fäden, die die Fensteröffnungen zur Avenue Montaigne kleiden.

Am Abend wird die Bar des Plaza Athénée zur Kultstätte des Pariser Nachtlebens, in der die angesagte Generation Y mit den inkognito gekommenen Stars in der Atmosphäre eines exklusiven Clubs verkehrt. After-Work Atmosphäre für die Cloud Six der Haute Couture, angesagter Stadtclub für die Cloud Eleven. Das Muss: die von Thierry Hernandez, dem Leiter der Bar des Plaza Athénée, konzipierten Cocktailgläser. Diese sind für ihn in Murano maßgefertigt und mundgeblasene Einzelstücke, stilistisch und diskret von gleicher Größe, egal welcher Cocktail (small, medium oder large) darin serviert wird.

Die Bar, in der Geschichte auf Surrealismus trifft

Wir befinden uns im Hôtel le Meurice, jener Luxusherberge, in der sehr jeher gekrönte Häupter und brilliante Künstler, unter ihnen Salvador Dalí, abgestiegen sind und in der gemäßigte Eleganz an der Tagesordnung ist.

Die Bar 228 ist ein Englischer Club von extremer architektonischer Raffinesse aus verschiedenen Epochen: Die braunen Holzvertäfelungen des 18. Jahrhunderts werden auf feinste Art von Gold gekrönt, Decke und Wände sind verziert mit originaler Freskenmalerei, während die Chesterfieldsofas und Schwingsessel das Klassische geschickt ergänzen. William Oliveri, Leiter der Bar 228 und seit 1978 im le Meurice beschäftigt, ist das Aushängeschild dieses Hauses, in dem der Sizilianer den Gästen auf außergewöhnlich elegante Weise besondere Aufmerksamkeit widmet.

Die Atmosphäre: informelle Geschäftstermine, schnelle Mittagessen, entspannter Apéritif mit Jazzbegleitung, Late-Night Dining, gekrönt von Surrealisten. Das Muss: William Oliveri erzählt Ihnen von Dalí beim theatralischen Betreten der Bar des Hotels, um dort den Schuh des Grafen von Barcelona zu küssen und den Künstler erneut seiner Ergebenheit zu versichern. Ein Mythos.

Eine Design-Businessbar in der Nähe der Place Vendôme

Die Bar des Park Hyatt Paris-Vendôme ist ein vornehmer Ort mit schokoladenbraunen Wänden, aufgelockert durch die Werke des Künstlers Ed Paschke. Die Tische sind in komfortablem Abstand angeordnet, der Raum ist großzügig angelegt mit Sicht auf den nach oben offenen, vom Tageslicht durchfluteten Innenhof, der je nach Wetterlage beheizt oder oben geschlossen ist.

»Den Kunden erfreuen und ihn überraschen…« sind die Maxime und Ansprüche von Yann Daniel, dem Chef Bartender und seiner Mannschaft. Die Atmosphäre: raffinierte Entspannung mit Lounge-Musik im Hintergrund für Geschäftstermine, elegante After-Work Treffen oder City Breaks mit dem Ziel Schönheit oder Zen. Das Muss: »Express Yourself«, ein exklusiver Cocktail, den der Bartender ganz nach dem Geschmack der Gäste realisiert, dessen Geheimnis er ihnen anvertraut und der vielleicht schon morgen zu ihrem Lieblingsgetränk wird.

Eine einfallsreiche Bar, prickelnd wie Champagner

Die Bar »8« des Mandarin Oriental Paris löst schon beim Eintreten Erstaunen aus: rechts die vertikale Wand aus Murano-Glas, Marmorfels als Theke, moosfarbene Wände mit eingearbeiteten Lalique Kristallen, großzügig angeordnete Tische, erhellt von Standleuchten. Der Raum wird durch eine mit Bäumen bepflanzte, Tageslicht durchflutete Terrasse verlängert.

Originalität spiegelt sich auch im Street Marx Angebot wieder, inspiriert durch die von Thierry Marx und seinen mit haarsträubend natürlicher Kreativität neu interpretierten food trucks. Die Atmosphäre: Lunch Finger Food oder »Street Marx« in der Rue St. Honoré, informelle Nachmittagstermine, kulinarische Verkostungen und Gespräche zur Cocktail-Stunde, elegantes und entspanntes Late-Night Dining.

Das Muss: Cocktails nach Wünschen und Vorlieben der Gäste, mit deren Namen versehen und in der Karte verewigt, zum Verzehr »à deux« in einem VIP Alkoven.

Heiterkeit im kaiserlichen Dekor an einer der Ecken der Place Iéna

In der Shangri-La Bar, in einem herrschaftlichen Stadthaus des Prinzen Roland Bonaparte scheint die Zeit still zu stehen. Hier markieren die Wände in Abstufungen von Sand und Schiefer und die kunstvoll geschnitzten Masten in jeder Ecke den Raum. Darstellungen von Vollblutpferden in azurblau, grün und gold in Freiheit erinnern an das kaiserliche Zelt in der Abgeschiedenheit der Wüste.

Küchenchef und Chef-Konditor verkosten die Cocktails, um Gerichte und Desserts darauf abzustimmen. Arnaud Thirel, Leiter der Bar und sein Team verkosten die Weine des Barangebots persönlich. Die sehr intime Lounge, bestehend aus drei als »historisches Monument« klassifizierten Salons, bietet zum Nachmittagstee eine Alternative zur Bar.

Die Atmosphäre: lockere Geschäftstermine am Morgen, schnelle Mittagessen in Ruhe, Zen Tea Time, Apéritifs und Late-Night Dining, Gelassenheit und Harmonie.

Das Muss: Essbare Blüten in den Cocktails, Stiefmütterchen, Kapuzinerkresse oder Wilde Möhre, am Boden des Glases liegend oder über dem Cocktail schwebend.

Lebensraum Bar, ästhetisch und offen, in Étoile-Nähe

Bücher oben an der Wand, geschützt und doch den Blicken ausgesetzt, Schwindel erregende Leuchten, die von der Decke herabhängen, asymetrische Lampen mit Kalligraphien, ein langer, hoher Tisch zur Verlängerung der Theke bis in die Mitte des Salons – die Bar Long des Hotels Royal Monceau-Raffles in Paris ist eine Räumlichkeit, die für alle offen steht.

Probiert werden kann der Cocktail Raffles Singapore Sling, der 1915 im Raffles in Singapur kreiert wurde; der T.D.Q (Tonka-Daiquirie), ein Cocktail mit Rum aus Barbados, Tonkabohne und Vanille; oder der Chuck and Yoko auf Basis von Sake und kreiert von Frank Abecassis, dem Leiter der Bar, und seinem Team.

Die Atmosphäre: Frühstückslounge, ein kombiniertes, alle drei Monate wechselndes Mittagessen, verschiedene Vorschläge für ein Menü nach Wunsch, präsentiert in einem einzigartigen Korb, am Nachmittag eine Schokoladenbar von Pierre Hermé Paris, Tapas zum Apéritif, ganztägig warme Küche sowie elegantes und entspanntes Late-Night Dining.

Das Muss: Gläser vom Trödelmarkt sind hinter der Bar ausgestellt, damit die Gäste diese nach Gefallen aussuchen können, um sich darin einen Cocktail ihrer Wahl servieren zu lassen.

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Ein zeitloser Ort mit zeitgenössischer Kunst

Um in die Bar des Hotel Bristol zu gelangen, muss man unter dem von natürlichen Licht durchfluteten Glasdach wie durch einen Wintergarten hindurchgehen. Im Innern findet sich eine Mischung aus Bibliothek und Salon wie in einem englischen Club, mit seltenen Holzvertäfelungen, Versailler Eichenparkett und einem monumentalen Aubusson Wandteppich, den Leopardenhockern im neu interpretierten Klassizismus.

Auffallend: die Kronleuchter mit Lüsterbehang und oszillierenden Glühbirnen in Kerzenform sowie ein Großbildschirm hinter der Bar. Maxime Hoerth, Meilleur Ouvrier de France 2011, seines Zeichens Bartender und sein Team sind leidenschaftliche Anhänger der Mixkunst, kreieren Cocktails auf Basis des hauseigenen Sirups für eine je nach Saison überarbeitete Karte.

Die Atmosphäre: zwangloser Apéritif Palace mit Tapas, 3 Sterne im Guide Michelin für Chef Eric Frechon, elegantes und edles Late-Night Dining.

Das Muss: der So British Cocktail, basierend auf Kräutertee, wird in einem Stielglas mit Henkel serviert, wie in einer richtigen Teetasse.

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