Das Mandarin Oriental Paris verbindet asiatische Gastfreundschaft mit Pariser Eleganz und serviert dabei Sternenküche wie von einem anderen Planeten. reisen-EXCLUSIV-Autorin Simone Sever hat angebissen. Eine Menüabfolge.

»Bonjour Madame, bienvenue au Mandarin Oriental Paris.« Die Begrüßung morgens um neun klingt wie Musik, nein, wie ein französischer Chanson von Serge Gainsbourg in meinen Ohren. Dabei bin ich noch gar nicht richtig gelandet in der Stadt der Liebe, denn den Eiffelturm habe ich, wie Meg Ryan im Film »French Kiss« auf meiner Fahrt in das 1te Arrondissement komplett verpasst.

Hors d’œuvre

Diese Nachricht hat offensichtlich bereits ihren Weg ins Hotel gefunden, denn als hätten sie es im MO Paris geahnt, steht eine appetitanregende schokoladene Miniatur des Tour Eiffel auf meinem Zimmer. Das ist ganz und gar nach meinem Geschmack, denn Liebe geht definitiv durch meinen Magen.

Eiffelturm aus Schokolade

Simone Sever

Entrée

Das weiß man auch im Sur Mesure, einem von insgesamt vier Restaurants in meiner eleganten Unterkunft an der altehrwürdigen Rue St. Honoré. Kochgott Thierry Marx verwöhnt im Flaggschiff-Restaurant des Hotels den auch noch so verwöhnten Gaumen mit seinen molekularen Kreationen.

Thierry Cheyrou

Simone Sever

Und die können sich sehen lassen: raffiniert arrangiert auf weißem Porzellan aus der Serie »Minerals« von Thierry Cheyrou oder kopfüber in passenden Kaffeetassen. Gezaubert wird so weit es geht saisonal und regional. Die Kräuter kommen übrigens aus dem eigenen Garten hoch oben auf dem Dach des Hotels, wo man sicherlich einen prima Blick auf den Eiffelturm hätte.

Essen im Mandarin Oriental Paris

Simone Sever

Das Interieur im Sur Mesure ist bewusst zurückhaltend, die Wände in einheitlichem Weiß mit einem Hauch stilisierter Haute Couture gekleidet und auch wenn gleich zwei Michelinsterne den Kochgott krönen, der Star ist hier, was in diversen Gängen zum Mittag oder am Abend auf den Tisch kommt: etwa ein Ei ohne Ei. Das verwirrte Auge isst mit. Das Gehirn sendet Fehlinformationen, und die Geschmacksnerven erleben einen Ritt in eine ferne Galaxy. Mon Dieu, Thierry!

Dessert

Apropos wie von einem anderen Stern. Die Damen sollten sich unbedingt noch beim Ausgang des Restaurants im »RedLight District« die Nase pudern gehen, denn bei all der Eleganz und besonders der farblichen Zurückhaltung im SurMesure verführen farbintensive Hingucker beinahe überall im Haus. Sattblaue Hortensien mit pinkfarbenen Orchideen an der Rezeption.

Lobby im Mandarin Oriental Paris

Mandarin Oriental

Pink und orangen flattern Schmetterlinge auf den Teppichen in den Hotelfluren und weisen den Weg in die 98 Zimmer und 40 Suiten, die zu den geräumigsten in Paris zählen. Auf meinem TV an meinem wolkengleichen Kingsizebett läuft der Image Film des Hauses mit dem unvergleichlich schönen Titel »Moments of Delight at Mandarin Oriental« einem Song der chinesischen Sängerin und Komponistin Sa Ding Ding, der mindestens so entspannend auf mich wirkt wie eine der beinahe hypnotischen Massagen im hauseigenen SPA.

Happy Hour

Der Signature Cocktail mit Gin und verschiedenen Rumsorten wird, so erzählt mir am Abend der Barkeeper der Hotel »Bar 8«, mit dem Honig der hauseigenen Bienenvölker versüßt, die der Beekeeper oben auf dem Dach sicherlich mit Blick auf den Eiffelturm erntet. Aber was soll’s, wer braucht den Eiffelturm, wenn er seine Tage und Nächte genussvoll im Mandarin Oriental Paris verbringen kann?

 

Ein Extra Bonbon

Der Concierge hat mir einen Citroen 2CV, einen Döschewöh, eine knallgrüne Elektro-Ente für meine Sightseeingtour bestellt und mir eine kleine Box mit honigsüßen Bienenbonbons aus dem Cake Shop für die Fahrt eingepackt. Wie süß. Oben ohne, also mit zurückgekrempeltem Faltdach fährt mich mein Chauffeur durch die Seinestadt vorbei am Place Vendome, an der Opera Garnier, den Galeries Lafayette, der Avenue des Champs-Élysées und … da ist er ja endlich, der Eiffelturm.

Info. Air France fliegt täglich von neun deutschen Flughäfen in die französische Metropole. Eine Nacht im Mandarin Oriental Paris kostet ab ca. € 1025,-. Ein Sechs-Gänge-Mittagsmenü im Sur Mesure etwa € 120,- p.P. Weitere Informationen über das Hotel gibt es hier.

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