Kilometerlange Sandstrände, entspannte Badeorte und italienisches Lebensgefühl machen die Adriaküste der Emilia-Romagna bereits seit Jahrzehnten zu einem beliebten Urlaubsziel. Rimini und Riccione kennt wohl jeder. Die Region hat aber noch viel mehr zu bieten!

Wer an die Emilia-Romagna denkt, hat oft zuerst Bologna, Parmaschinken oder Ferrari im Kopf. Für viele Urlauber liegt der größte Schatz der Region jedoch an der Küste. Zwischen den Lidi di Comacchio im Norden und Cattolica im Süden erstrecken sich mehr als 110 Kilometer Sandstrand. Breite Strände, flach abfallendes Wasser und lebendige Badeorte machen die Adriaküste der Emilia-Romagna seit Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Urlaubsziele Italiens.

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Dabei hat die Region deutlich mehr im Angebot als Sonne und Meer. Nur wenige Kilometer hinter der Küste warten mittelalterliche Dörfer, Naturparks und eine Küche, die zu den besten Italiens zählt.

110 Kilometer Sandstrand an der Adria

Das touristische Herz der an der Adria schlägt in Rimini. Der traditionsreiche Badeort zählt zu den bekanntesten Ferienzielen Italiens und lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Kilometerlange Sandstrände, eine brandneue Strandpromenade, Restaurants und das Nachtleben machen die Stadt zum touristischen Zentrum der Emilia-Romagna.

Familien und Badegäste am breiten Sandstrand von Rimini an der Adriaküste. Rosafarbene Sonnenschirme säumen den Weg zum Meer.

Foto: Radio Bakery/APT Servizi Emilia-Romagna

Gleichzeitig überrascht Rimini mit einer historischen Altstadt, römischen Bauwerken und zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Rund um Rimini reihen sich weitere bekannte Badeorte aneinander. Das elegante Riccione liegt nur wenige Kilometer südlich. Cesenatico begeistert mit seinem historischen Hafen. Cervia verbindet Strandurlaub mit Salinen und Naturerlebnissen. Im Norden locken die ruhigeren Lidi di Comacchio.

Und das nicht nur im Sommer: Die Badesaison dauert häufig bis in den Herbst hinein. Viele Strandbäder bleiben bis Anfang November geöffnet.

Mehr als nur Sonnenbaden

Die Strände der Emilia-Romagna haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Neben klassischen Liegen und Sonnenschirmen können sich Besucher in vielen Strandbäder heute über ein recht großes Freizeitprogramm freuen.

Beachvolleyball und Beachtennis gehören längst zum Standard. Hinzu kommen Yogakurse am Strand, Wingfoiling, Stand-up-Paddling und Fitnessangebote. Einige Badeorte setzen sogar auf Trendsportarten wie Hyrox.

Zwei Männer und eine Frau joggen auf der Promenade in Rimini

Foto: Roberto Del Bianco/APT Servizi Emilia-Romagna

Großen Wert legt die Region auf Barrierefreiheit. In Rimini entstand mit »Spiaggia Libera Tutti« ein Strandabschnitt, der speziell auf Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ausgerichtet ist.

Promenaden mit Meerblick

Auch andere Küstenorte investieren in ihre Infrastruktur. Neue Promenaden, Radwege und Grünflächen sollen die Adriaküste attraktiver machen.

Panoramaaufnahme des Parco del Mare in Rimini; auf den Wegen im Park sind einige Menschen auf Fahrrädern unterwegs, andere joggen

Foto: Davide Piras/Ufficio Stampa Comune di Rimini

Zwischen den Lidi di Comacchio und Cattolica entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche neugestaltete Uferbereiche. Breite Fußwege, Fahrradstrecken und moderne Aufenthaltsflächen laden dazu ein, die Küste auch abseits des Strandes zu erkunden.

Für die hohe Wasserqualität erhielt die Emilia-Romagna zuletzt mehrere Blaue Flaggen. Hinzu kommen Auszeichnungen für Familienfreundlichkeit.

Das Hinterland überrascht mit mittelalterlichen Orten

Wer die Küste verlässt, entdeckt eine andere Seite der Emilia-Romagna. Schon wenige Kilometer landeinwärts wechseln sich Weinberge, Hügel und historische Orte ab. Zu den schönsten Dörfern der Region zählt Santarcangelo di Romagna mit seinen verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen. Auch Bertinoro, Longiano und Brisighella gehören zu den sehenswertesten Orten des Hinterlandes. Hoch über der Landschaft thronen Festungen wie San Leo oder Montefiore Conca. Von dort reicht der Blick bei klarem Wetter bis zur Adria.

Auch Cesena lohnt einen Abstecher. Die Stadt besitzt mit der Biblioteca Malatestiana eine der bedeutendsten historischen Bibliotheken Europas. Das Unesco-Weltdokumentenerbe gilt als Meilenstein der humanistischen Bildung und gehört zu den wichtigsten Kulturschätzen der Emilia-Romagna. Rund um die Piazza del Popolo laden Cafés, Arkaden und historische Gebäude zum Verweilen ein.

Luftaufnahme der Altstadt von Cesena in der Emilia-Romagna mit der Piazza del Popolo, dem Palazzo Comunale und der mittelalterlichen Festung Rocca Malatestiana.

Foto: Radio Bakery/APT Servizi Emilia-Romagna

Naturliebhaber zieht es dagegen in den Po-Delta-Park. Das Unesco-Biosphärenreservat zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Europas. Besucher können die Landschaft per Fahrrad oder Boot erkunden und dabei Flamingos, Reiher und zahlreiche andere Vogelarten beobachten.

Genuss gehört zum Alltag: Lecker essen in der Emilia-Romagna

Kaum eine Region Italiens genießt unter Feinschmeckern einen ähnlich guten Ruf. An der Küste dominieren Fischgerichte. Besonders beliebt ist die »Rustida«, bei der frischer Fisch direkt über dem Grill zubereitet wird. In den Badeorten gehört auch die Piadina zu den Klassikern. Das dünne Fladenbrot wird frisch gebacken und mit Käse, Schinken oder Gemüse gefüllt.

Im Hinterland bestimmen hausgemachte Pasta-Gerichte die Speisekarten. Cappelletti und Passatelli gehören zu den regionalen Spezialitäten, die vielerorts noch nach Familienrezepten zubereitet werden. Dazu passen Weine wie Sangiovese, Albana oder die zunehmend beliebte Rebola aus der Gegend von Rimini.

Tagliatelle al Ragù in einer weißen Servierschale auf einem gedeckten Tisch. Das traditionelle Pastagericht stammt aus der Emilia-Romagna.

Foto: Radio Bakery/APT Servizi Emilia-Romagna

Bequeme Anreise aus Deutschland

Die Emilia-Romagna lässt sich inzwischen auch ohne Auto bequem erreichen. Mit dem Railjet von DB und ÖBB gelangen Reisende täglich von München über Bologna bis nach Rimini, Riccione oder Cattolica. Die Fahrt dauert rund acht Stunden. Vor Ort verbindet ein dichtes Bahn- und Busnetz die Küstenorte mit den Sehenswürdigkeiten im Hinterland.

Weitere Informationen gibt es auf der Website der Tourismusregion Emilia-Romagna.

Häufige Fragen

Welche Orte an der Adriaküste der Emilia-Romagna sind besonders beliebt?

Zu den bekanntesten Urlaubsorten zählen Rimini, Riccione, Cesenatico, Cervia, Milano Marittima und Cattolica. Jeder Ort besitzt seinen eigenen Charakter, von familienfreundlich bis lebhaft.

Wann ist die beste Reisezeit für die Emilia-Romagna?

Die Hauptsaison dauert von Juni bis September. Wer angenehme Temperaturen und weniger Besucher bevorzugt, reist im Mai, Juni oder September.

Wie warm wird das Meer an der Adria?

Im Hochsommer erreicht die Wassertemperatur häufig 24 bis 27 Grad.

Ist die Emilia-Romagna für Familien geeignet?

Ja. Breite Sandstrände, flach abfallendes Wasser, zahlreiche Freizeitangebote und viele familienfreundliche Unterkünfte machen die Region zu einem beliebten Ziel für Familien.

Welche Spezialitäten sollte man probieren?

Typisch für die Region sind Piadina, Cappelletti, Passatelli, frischer Fisch von der Adriaküste sowie Weine wie Sangiovese, Albana und Rebola.

Wie weit ist es von Rimini nach San Marino?

Die Altstadt von San Marino liegt rund 25 Kilometer von Rimini entfernt und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.

Kann man die Emilia-Romagna auch ohne Auto erkunden?

Ja. Viele Küstenorte sind per Bahn miteinander verbunden, zudem verkehren Busse ins Hinterland und zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten.