Seit Anfang des Jahres ist Cannabis in Kalifornien legal. Aber darf man damit auch fliegen? Der Flughafen in Los Angeles sagt: ja! Aber ganz so einfach ist es nicht … Text: Leila Möntmann

Seitdem man in Kalifornien legal Marihuana kaufen kann, stellen sich viele Cannabis-Konsumenten die Frage: Darf ich eigentlich Cannabis mit auf die Flugreise nehmen? Anscheinend beschäftigte diese Frage auch den Flughafen Los Angeles – und der entschied jetzt: Ja. Als Reisender darf man insgesamt 28,5 Gramm und acht Gramm konzentriertes Cannabis mit sich führen. Wer mindestens 21 Jahre alt ist, kann also ohne Probleme mit Weed die Sicherheitskontrolle passieren.

Marijuanapflanze in Kanne mit Buddha

Alexandre Chambon/Unsplash.com

Doch nur, weil der Flughafen Los Angeles grünes Licht gibt, bedeutet das nicht, dass man mit Cannabis munter durch die Gegend fliegen kann. Die Gesetzeslage ist nämlich von US-Bundesstaat zu –Bundesstaat anders. In den meisten US-Bundesstaaten ist der Besitz und der Konsum nämlich weiterhin verboten – und somit auch die Einreise. In lediglich neun Bundesstaaten dagegen dürft ihr Cannabis bei euch führen. Als da wären: Colorado, Alaska, Kalifornien, Nevada, Oregon, Washington, Maine, Massachusetts und Vermont.

Anflug auf Los Angeles

Nick Reynolds

Ob man unbedacht mit Cannabis in der Tasche fliegen kann, hängt also von dem Bundesstaat, in dem der Zielflughafen liegt. Ist der Besitz im jeweiligen Staat erlaubt, sollte auch bei der Kontrolle am Flughafen alles glatt laufen. Das gilt zum Beispiel für einen Flug von Los Angeles nach Boston (Massachuseets) oder Denver (Colorado). Allerdings gibt es noch eine kleine Hürde zu überwinden: Fluggesellschaften unterliegen dem Bundesgesetz und können die Mitnahme von Marihuana verbieten.

Wirtschaftsfaktor Cannabis

Die Legalisierung von Cannabis in einzelnen Staaten setzt die Nachbarstaaten unter Druck. Denn die pflanzliche Droge ist nicht nur ein »Lifestyle«-Produkt geworden, sondern verspricht enorme Steuereinnahmen. Wer mitprofitieren möchte, muss mitschwimmen. So entstand das erste Bud & Breakfast für Kiffer oder das jährliche Kiffer-Festival in Denver. Las Vegas widmet der Heilpflanze sogar ein ganzes Museum. Im »Cannabition« gibt es neben der größten Bong der Welt und einem übergroßen, rauchenden Joint eine Marihuana-Plantage.

Smartphone macht Foto von bunter Kulisse

The Vox Agency

Doch aufgepasst: Legal ist nicht gleich legal. Auch innerhalb der US-Bundesstaaten, in denen Besitz und Konsum erlaubt sind, weichen die Gesetze voneinander ab. In vielen Staaten ist beispielsweise nur der Privatgebrauch erlaubt. Das bedeutet: Nur im privaten Rahmen darf der Joint angezündet werden – und nicht in der Öffentlichkeit!

 

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