Neapel ist wie ein riesiges Freilufttheater. An allen Ecken der quirligen kampanischen Hauptstadt gibt es etwas zu staunen. Ob am wuseligen Fischmarkt oder in der eleganten Galleria Umberto, an der weitläufigen Hafenpromenade oder in den engen Gassen der Altstadt. In der Stadt am Fuße des Vesuvs steckt das pralle Leben. Wir haben einige Insider-Tipps.

Auf den Vomero fahren

Vomero, das schicke Wohnviertel Neapels, liegt hoch über der Stadt auf einem Hügel. Man kann es gut zu Fuß, mit der Zahnradbahn oder mit der Seilbahn erreichen. Mit seinen Grünanlagen ist es eine Oase der Ruhe. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf den Vesuv und den gesamten Golf von Neapel. Besonderer Tipp: unbedingt einen Abstecher zum altehrwürdigen Kloster Certosa di San Martino unternehmen. Es thront auf einem Vorsprung des Hügels.

Kloster Certosa di San Martino in Neapel

Zyankarlo/Shutterstock.com

Einen echten Caffé trinken

Der Espresso heißt hier schlicht und ergreifend Caffé und der muss folgendermaßen sein: klein, rabenschwarz, zuckersüß und mit ganz viel »Crema« drauf. Am besten man sucht sich eine kleine gut besuchte Bar, in der die Kaffeemaschine ständig dampft. Dann nämlich schmeckt der kleine Schwarze am besten. Wer ihn besonders stilvoll genießen will, kann das im altehrwürdigen »Caffé Gambrinus« direkt an der Piazza del Plebiscito tun.

Caffe Gambrinus in Neapel

Caffe Gambrinus

Sonntagmittag in Mergellina speisen

Der charmante Hafen von Mergellina liegt im Stadtviertel Chiaia. Hier gehen die Neapolitaner in einem der Hafenlokale sonntags ausführlich Mittag essen. Anschließend gönnt man sich an einem der »chioschi«, den kleinen Kioskbars an der Promenade, eine köstliche, mit Vanillecreme gefüllte Blätterteigsünde namens Sfogliatella.

Sfogliatella

Susanne Wess

Das Blutwunder erleben

San Gennaro wacht über die Geschicke von Neapel. Die Einwohner der Stadt verehren ihren Stadtpatron zutiefst. Kaum ein Neapolitaner, der nicht schon einmal um dessen Hilfe gebeten hätte. Dreimal im Jahr – am Samstag vor dem ersten Mai, am 19. September sowie am 16. Dezember – hoffen die Gläubigen im Dom von Neapel auf das Blutwunder. Hierbei soll sich das sonst verklumpte Blut des Heiligen in einer Ampulle verflüssigen. Passiert dies, bricht bis auf Weiteres kein Unglück über die Stadt herein, so der Volksglaube. Da der Dom bei der Zeremonie stets brechend voll ist, wird diese neuerdings auch ins Freie übertragen.

Neapel: San Gennaro Dom

Zyankarlo/Shutterstock.com

Einen »Cuoppo« essen

Den Cuoppo findet man in den Altstadtgassen an fast jeder Ecke. An Ständen oder speziellen Bars werden die kleinen Tütchen mit frittierten Leckereien verkauft. Ob Fisch, Oliven, Hackfleisch oder Mozzarella – der typisch neapolitanische Cuoppo ist der ideale Snack zum Mitnehmen.

Cuoppo Napoletano

Susanne Wess

Den Fischmarkt besuchen

Direkt in der Nähe des Hauptbahnhofs, zwischen Piazza Garibaldi und der Porta Nolana, brüllen hier vormittags auf dem Markt, dem »Mercato del Pesce« die Fischhändler um die Wette. Hier gibt es von Vongole und Miesmuscheln bis hin zu Calamari und Seppia alles, was das Mittelmeer zu bieten hat. Doch auch wer nur zuguckt und nichts kauft, wird an dem kunterbunten Treiben seine Freude haben.

Verkäufer am Fischmarkt Neapel

Yulia Grigoryeva/Shutterstock.com

DAS NEUE HEFT IST DA

PLANE DEIN PERSÖNLICHES ABENTEUER fÜR 2020