So schön sind die Naturwunder der Philippinen

1. Tubbataha-Riffe – ein Paradies für Taucher 2. Pink Beach – Great Santa Cruz Island3. Reisterrassen von Banaue – die Stufen zum Himmel4. Chocolate Hills – Hügel, wie von Schokolade überzogen (hier allerdings vor der Regenzeit)5. Sabang – der längste schiffbare unterirdische Fluss der Erde6. Taal Vulcano – der kleinste Vulkan der Welt7. Biri Island: spektakuläre Felsen

Kenner der Philippinen wissen, das Land ist eines der schönsten der Welt. Mutter Natur hat es gut gemeint mit dem Land der über 7 000 Inseln. Sandstrände wie aus dem Bilderbuch, Hügel, die aussehen, als wären sie von Schokolade überzogen und Festivals, die bunter nicht sein können.


Am besten überzeugt man sich von der Schönheit des Landes bei einer Rundreise über das Archipel. In unserer kleinen Fotostrecke durch die Naturwunder der Philippinen möchten wir Euch schon einmal einen kleinen Vorgeschmack geben.

1. Tubbataha-Riffe – ein Paradies für Taucher

Auf den Philippinen sagt man »Wer die Philippinen nur von oberhalb der Wasseroberfläche gesehen hat, der hat nur die Hälfte der Philippinen gesehen!« Die größte Fläche des Landes besteht aus Wasser – und unter seiner Oberfläche ruhen Korallengärten, die Megastädte der Meeresbewohner.

Inmitten der Sulu-See liegen beispielsweise die Tubbataha-Riffe, die zu den zehn schönsten Tauchplätzen der Erde zählen. Mantas, Leopardenhaie, Thunfische, Barakkudas, Napoleon-Lippenfische oder Makrelen begrüßen die menschlichen Besucher in der Unterwasserwelt und ziehen gemeinsam mit ihnen ihre Bahnen. Wegen seiner Artendichte sowie Bedeutung für Seevögel und Meeresschildkröten erklärte die Unesco den Tubbataha Reef Marine Park zum Weltnaturerbe.

Die Anreise ist leider nicht ganz einfach, das Unterwasserparadies und die Abgeschiedenheit entbehrt aber allemal. Von Puerto Princessa, der Hauptstadt Palawans, benötigt man etwa zehn Stunden mit dem Boot. Gewöhnlich bleiben die Boote etwa vier bis acht Tage vor Anker, in denen Taucher die Riffe ausgiebig ertauchen können und die Ruhe und Entspannung draußen auf dem Meer genießen können.

Persönlicher Tipp: Bei einem Tauchgang auf den Philippinen kann man auch Walhaie beobachten. Wer ganz seine Chancen erhöhen möchte, die beeindruckenden Tiere zu sehen, der sollte in den Süden von Leyte oder nach Donsol reisen. Im Vergleich zu der Walhai-Hauptstadt Oslob auf Cebu wird hier auf das Wohl der Tiere geachtet.

 2. Pink Beach – Great Santa Cruz Island

Von zartem cremeweiß über rosa bis hin zu pink: So schimmert der Sand des Pink Beach auf Great Santa Cruz Island. Die Farben verdankt der Strand den einheimischen roten Korallen. Diese wurden im Laufe der Zeit pulverisiert und mit dem ursprünglich weißen Sand vermischt.

3. Reisterrassen von Banaue – die Stufen zum Himmel

Die Philippinen sind ein sehr hügeliges Land, vor allem im Norden von Luzon ragen hohe Berge gen Himmel. Hier lebt seit langer Zeit das Bergvolk der Ifuago, die vor gut 2.000 Jahren damit begannen, Reis anzubauen. Treppenartig terrassierten sie die Berge, die Stufen zum Himmel, wie die Reisterrassen von Banaue genannt werden. Heute gelten sie als Achtes Weltwunder und Unesco-Weltkulturerbe. Die Felder schmiegen sich kilometerlang an die Bergflanken, teilweise vom Fuß der Berge bis hinauf zu deren Gipfeln.

Von Banaue und Umgebung starten unzählige Ein- und Mehrtageswanderungen durch das Gebiet. Vor einer Reise in den bergigen Norden der Philippinen sollte man allerdings den Wetterbericht checken – zu Monsunzeiten weichen viele Wege auf und die sonst atemberaubende Sicht wird von Wolken verhangen.

Persönlicher Tipp: Besonders das kleine Bauerndorf Batad liegt wunderbar eingerahmt von den Reisterrassen. Wer noch ein paar Tage Zeit hat, sollte unbedingt noch der Stadt Sagada einen Besuch abstatten. Hier gibt es historische Grabstätten im Felsen und eine Höhle, in der man wandern und sogar schwimmen kann.

4. Chocolate Hills – Hügel, wie von Schokolade überzogen

Ergebnis einer Schlacht zweier Riesen oder doch Auswirkung des Vulkanismus? Um die Entstehung der sogenannten Chocolate Hills auf der Insel Bohol ranken sich viele Mythen. Sicher ist aber, dass sich die Gräser, Farne oder Zuckerrohrarten auf den 1.776 Kalksteinhügeln in den heißen Sommermonaten durch die Austrocknung braun färben und aussehen wie eine Anhäufung des Kakaoprodukts. Die meisten Erhebungen sind zwischen 30 und 50 Metern hoch. Der höchste Chocolate Hill misst rund 120 Meter.

Persönlicher Tipp: Von einer Aussichtsplattform lässt sich das Naturwunder bestaunen. Die touristisch erschlossene Insel Bohol ist außerdem für seine traumhaften Strände bekannt – und für die putzigen, kleinen Tasiers! Die winzige Affenart misst nicht einmal die Größe einer Hand! In verschiedenen Auffangstationen auf der Insel kann man den Tierchen mit ihren riesigen Kulleraugen einen Besuch abstatten.

5. Sabang – der längste schiffbare unterirdische Fluss der Erde

Auf einer Länge von acht Kilometern schlängelt sich der Sabang-Fluss unter dem Mount St. Paul hindurch, bis er im Westphilippinischen Meer endet. Auf seinem Weg hat das Wasser sich ein wunderschönes Höhlensystem voller Tropfsteinen und Grotten gegraben – der längste schiffbare unterirdische Fluss der Welt. Etwa ein Kilometer des Höhlensystems voller Tropfsteinen und Grotten ist für Besucher freigegeben, nicht selten muss man im Bangka-Boot den Kopf einziehen, um sich nicht an einem der herunterhängenden Stalaktiten zu stoßen. Darum besteht Helmpflicht!

6. Taal Vulcano – der kleinste Vulkan der Welt

Ein See, ein Vulkan im See, darin wiederum ein See und darin wiederum ein Vulkan ergibt: ein einzigartiges Panorama. Auf Vulcano Island befindet sich der nur knapp 400 Meter hohe und damit wohl kleinste Feuerberg der Welt. Mit dem traditionellen Motorboot Bangka tuckern Besucher zum Taal-Vulkan. Von der Anlegestelle wandern Entdecker etwa eine Stunde bis zum Krater-Gipfel hinauf um einen Blick in das Innere des aktiven Vulkans zu wagen.

7. Biri Island: Spektakuläre Felsen

Zugegeben, auch diese abenteuerliche Anreise dauert etwas länger, doch das Ziel lohnt. Vom Norden der Insel Samar, dem kleinen Städtchen Lavezares, fahren regelmäßig Boote nach Biri Island, auf der knatternden eineinhalb-Stunden-Fahrt passiert man traumhaft abgelegene Strände. Auf der Hinterseite der kleinen Insel, am besten zu erreichen mit einem Motorrad-Taxi, verbirgt sich nämlich eine Naturschönheit: die sieben Felsen der Biri Rock Formations.

Die Wellen des Pazifischen Ozeans formten die Kalksteinfelsen in einem Zeitraum von über fünf Millionen Jahren. Durch die Spalten und Felsvorsprünge sehen einige Formationen aus wie von modernen Künstlern geschaffen. In dem geschützten Gebiet rund um die Felsen ist zelten, essen, trinken sowie das Zerstören der Biri-Felsen strengstens verboten. Dies hat dazu beigetragen, dass die Felsformationen so gut erhalten sind. Wandern, fotografieren und genießen ist hingegen erwünscht.

Persönlicher Tipp: Schwimmsachen mitbringen! Während meterhohe Wellen lauthals gegen die Felsen klatschen, bilden sich bei Ebbe kleine natürliche Pools im Schatten der Felsen und laden zu einer Abkühlung ein!

Der tropische Archipel lohnt übrigens nicht nur aufgrund seiner Naturwunder einen Besuch. Ein selbst in Asien ziemlich einmaliges Lebensgefühl aus purer Lebensfreude und herzlicher Gastfreundschaft erwartet die Reisenden. Auf Boracay lockt zudem Party am Strand, in Cebu oder Pasay bunte Fiesta-Feiern und -Paraden.

Wenn ihr noch mehr über die Philippinen erfahren wollt, dann schaut doch mal bei unserem Reise-Guide vorbei oder lest unsere Reportagen.

Teilnehmer des Aliwan-Festivals in Pasay auf den Philippinen.

Philippine Department of Tourism

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