Palma de Mallorca, Madrid und natürlich Barcelona sind in aller Munde, weil vielbereist. Doch gibt es eine spanische Stadt, an die man nicht sofort denkt – obwohl sie allemal ein Garant für wunderschöne Tage ist. Welche? Valencia! Text: Jennifer Latuperisa-Andresen

Fensterläden aus dunklem Holz zieren die schmalen Häuschen, und der Duft einer frisch zubereiteten Paella zieht durch die Gassen. Ein wackeliger Gang über das Kopfsteinpflaster. So ungefähr fühlt sich ein Spaziergang durch die Altstadt Valencias an. Leider ist Spaniens drittgrößte Stadt für die meisten Deutschen noch ein unbeschriebenes Blatt. Absolut grundlos, denn Valencia vereint alle Attribute eines gelungenen Städteurlaubs: Exzellente Gastronomie, reichlich Kultur, Shopping und Weltklasse-Architektur. Als i-Tüpfelchen obendrauf sind die breiten Strände. Wir empfehlen einen Aufenthalt von fünf Tagen.

Am ersten Tag sollte man sich der Altstadt widmen, über die Märkte schlendern, eine Horchata trinken (eine typische Mandelmilch) und sich das Unesco-Weltkulturerbe Lonja de la Seda (Seidenbörse) anschauen. Das ist eines der bedeutendsten Gebäude der profanen Gotik.

Lonja de la Seda Valencia

Panaccione Robertino/Shutterstock.com

Danach weiter spazieren zu der Kathedrale von Valencia, die angeblich den Heiligen Gral beherbergt. Zum Abschluss vielleicht eine Paella in einem kleinen Restaurant essen, denn auch diese stammt ursprünglich von hier. Paella Valencia wird mit Hühnchen, Kaninchen, Riesenbohnen, grünen und selbstverständlich gelben Reis serviert.

Den zweiten Tag könnte man vollständig in der Stadt der Wissenschaften verbringen. Diese wiederum ist ein Werk von Santiago Calatrava, der ebenfalls aus der Region stammt und zu den bedeutendsten Architekten unserer Zeit zählt. Unbedingt sollte man die Museo de las Ciencias Príncipe Felipe besuchen, ein interaktives naturwissenschaftliches Museum, und danach im L’Oceanografic den Walrossen und Beluga-Walen beim Planschen zusehen. Sollte das Wetter einmal unerwartet regnerisch sein, wartet im L’Hemisfèric ein Imax-Kino oder im Palau de les Arts Reina Sofia das Opernhaus.

Nur noch drei Tage und so viel zu sehen

Am dritten Tag heißt es dann Shopping. Die spanischen Luxuslabels Loewe und Carolina Herrara locken auf der Carrer del La Pau oder der Calle Marques de Dos Aigues. Während die Geschäfte ihre Siesta einlegen, empfiehlt es sich, ein ausgiebiges Mittagessen im Burdeos in Love in der Calle Mar oder ins Sagardi in der San Vicente Mártir unmittelbar in der Altstadt zu sich zu nehmen. Am Nachmittag dann ein Ausflug in den Botanischen Garten oder mit dem Fahrrad entlang des Turia-Parks radeln.

Wer mit Kindern reist oder Tiere bestaunen will, sollte den Zoo der Stadt besuchen. Ohne Zäune scheinen die Tiere sich beispielsweise wie in der Serengeti zu bewegen. Während der Löwe faul auf einem Felsen döst, ziehen die Giraffen optisch an ihm vorbei. Wer genauer hinsieht, wird feststellen, dass sich ein Graben zwischen den zwei Gehegen befindet. Durch die architektonische Gestaltung des Zoos wird auch bei anderen Tierarten ein außergewöhnlicher Einblick gewährt, was den Zoo zu einem der faszinierendsten Europas macht.

Zoo in Valencia

Giannis Papanikos/Shutterstock.com

Ein Ausflug zum Playa las Arenas darf nicht fehlen

Am vierten Tag dann ein Ausflug zum Strand Playa las Arenas. Am besten man nimmt ein Taxi dorthin, relaxt den Tag am Strand und nimmt zum Sonnenuntergang eine Katamaranfahrt vom neuen Yachthafen, der speziell für den America’s Cup erbaut wurde. Bei einem Longdrink segelt man so der Sonne entgegen und beobachtet, wie die Stadt im tiefen Rot des Sonnenuntergangs entschwindet. Und am Abend lohnt sich ein Dinner bei Kerzenschein in einem der tollen Hafenrestaurants.

Und am letzten Tag? Vielleicht doch noch einmal eine Stadtrundfahrt, um die gesamte architektonische Schönheit zu bewundern, wie beispielsweise das Kongresszentrum, das von Norman Foster erbaut wurde. Und danach? Vielleicht bei einem Fußballspiel des FC Valencias mitfiebern. Das ist immerhin der drittbeste Verein des Landes. Am Abend empfiehlt sich eine Bootsfahrt in Albufera durch den Nationalpark. Und während das Bötchen langsam über die verwunschenen Wasserwege tuckert, und man dabei die Vögel beobachten kann, ist eines ganz gewiss: Kaum eine europäische Stadt bietet so viel Abwechslung wie Valencia.

Infos. http://www.turisvalencia.es/ , http://de-de.facebook.com/VivaValencia

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