Auch wir finden: Dieser Januar war trostlos. Grau in Grau, jeden Tag. Deswegen zeigen wir euch die buntesten Städte der Welt, in die wir gerne entfliehen möchten. Kommt mit!

Burano, Italien

Die Insel in der Lagune von Venedig erstrahlt in den knalligsten Farben – und gehört damit klar zu den buntesten Städten der Welt. Früher sollen Fischer ihre Häuser so farbenprächtig bemalt haben, damit sie auch bei dichtem Nebel wieder zur Insel zurückfinden. Heute sind kunterbunte Farben Pflicht, die Regierung teilt jedem Haus eine Farbe zu. Die bunten Häuserreihen spiegeln sich in den schmalen Kanälen und bieten tolle Fotomotive.

Auf Burano strichen die Fischer ihre Häuser bunt an, um bei Nebel wieder zurückzufinden.

Foto: Adisa/Shutterstock.com

Willemstad, Curaçao

Die schöne Hauptstadt von Curaçao, die mittlere der ABC-Inseln in der Karibik, verdankt ihre Farbenpracht einer amüsanten Geschichte: Nach einer Überlieferung bereiteten die weißen Häuserfassaden im 18. Jahrhundert dem holländischen Befehlshaber der Insel Migräne. Deswegen erließ er ein Gesetz, das verbot, Häuser weiß zu streichen. Das Ergebnis ist eine historische Hafenstadt in buntesten Farben, heute Unesco-Weltkulturerbe.

Willemstad war früher eine niederländische Kolonialstadt.

Foto: emperorcosar/Shutterstock.com

Júzcar, Spanien

Das 200-Seelen-Dorf in Südandalusien lag wie ein weißes Mosaik in den grünen Berghängen. Bis Sony Pictures 2011 vorschlug, das Dorf im Rahmen der Premiere des Schlumpf-Filmes blau anzustreichen, inklusive der Kirche und den Grabsteinen. Die Bewohner stimmten zu – 4000 Liter Farbe verpassten der Stadt einen neuen Anstrich. Nach der Premiere bot Sony an, die Stadt wieder in seinen Ursprungsstatus zu versetzen. Das wollte allerdings niemand mehr so recht. Man genoss die unzähligen Touristen, die nun das Dörfchen besuchten. So bleibt Júzcar der »einzige Schlumpfort der Welt«.

Juzcar in Andalusien erhielt seinen blauen Anstrich zu Ehren der Schlümpfe.

Foto: cineuno/Shutterstock.com

Bo-Kaap, Kapstadt, Südafrika

In der Regenbogen-Nation geht es kunterbunt zu, nicht nur ethnisch. Das muslimische Viertel Boo-Cap im Zentrum Kapstadts liegt zu Füßen des Tafelberges und leuchtet in den knalligsten Farben. Früher wurde es auch das malaiische Viertel genannt, aufgrund der vielen Sklaven aus dem Archipel, die hier früher lebten. Als Demonstration von Freiheit und auch im Rahmen des Ramadan-Festes, bemalen die Bewohner in jüngster Zeit ihre Häuser aus dem 16. Jahrhundert mit fröhlichen Farben.

Bo-Kaap in Kapstadt erstrahlt in den knalligsten Farben.

Foto: MG Africa/Shutterstock.com

Pelourinho, Salvador, Brasilien

Die Küstenstadt im Osten Brasiliens ist eine der ältesten Städte der Amerikas. Im 16. Jahrhundert gründeten die Portugiesen hier eine Siedlung, der Marktplatz wurde zum ersten Sklavenmarkt des Kontinents. Viele der historischen Kolonialbauten stehen heute noch. 1985 wurde die Altstadt Pelourinho zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Die alten Häuser wurden renoviert und erhielten pastellfarbige Anstriche –Touristen aus Nah und Fern strömen seither nach Pelourinho, das auch für sein reichhaltiges Kunst- und Kulturangebot bekannt ist.

Salvador ist eine der ältesten Städte der Amerika, in Pelourinho stehen noch viele alte Kolonialbauten.

Foto: hbpro/Shutterstock.com

Jodhpur, Indien

In der historischen Palaststadt Jodhour im Norden Indiens wohnten viele Bramahnen, die Angehörigen der obersten Kaste im indischen Hinduismus. Traditionell bemalten sie ihre Häuser in einem stechenden Blau, um sich so klar von den niedrigeren Kasten abzusetzen. Doch andere Kasten kopierten die Bemalung – und heute wird die Millionenmetropole Jodhpur wegen ihrer blauen Häuser und Tempel »die blaue Stadt« genannt.

Um ihre Kaste zu zeigen, strichen Brahmanen früher ihre Häuser im indischen Jodhpur blau an.

Foto: Phuong D. Nguyen/Shutterstock.com

Valparaíso, Chile

Willkommen in der Künstlerstadt Chiles! Einst ein bedeutender Seehafen, ist Valparíso heute das kreative Herz des Landes. In den historischen Hafenvierteln der Stadt, die sich an die Hügel schmiegen, haben sich viele Künstler und Musiker niedergelassen. Die schmalen Straßen sind gefüllt mit den Klängen von den vielen Cafés, Straßenmusikern und Clubs, die Fassaden erstrahlen bunt, und Street Art ziert das Stadtbild.

Valparaísp ist Chiles Künstlerstadt, bunt schmiegt sich die Hafenmetropole in die Hügel.

Foto: Jess Kraft/Shutterstock.com

St. John’s, Neufundland und Labrador, Kanada

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff in St. John’s einfährt, die beschauliche Hauptstadt von Neufundland und Labrador ganz im Osten Kanadas, staunt nicht schlecht. In allen Farben prangen die bunten Häuser auf den grünen Hügeln zur Rechten der schmalen Hafenbucht. Die »Jelly Bean Houses«, nach den bunten Süßigkeiten benannt, entstanden in den 1970er Jahren um etwas Fröhlichkeit in die Innenstadt und den kanadischen, grauen Winter zu bringen. Mit Erfolg!

Wenn ihr mehr über die traumhafte Provinz Kanadas erfahren wollt, dann schaut doch mal bei Kanadastisch.de vorbei.

In St. John's., der überschaubaren Hauptstadt von Neufundland und Labradors, erstrahlen die die sogenannten Jelly Bean Houses auch im dunkelsten Winter.

Foto: Ashley Burke/Shutterstock.com

Guatapé, Kolumbien

Eine kleine Stadt im Norden Kolumbiens, idyllisch an einem Stausee gelegen, wird als die bunteste Stadt der Welt gehandelt. Warum? Seht selbst. Man kann die Kamera kaum weglegen bei einem Bummel durch die schöne Stadt. Übrigens gibt es am Stausee einen tollen Aussichtspunkt. Guatapè liegt etwa zwei Stunden östlich von Medellín, der Heimat von Pablo Escobar.

Die kleine Stadt Guatape in Kolumbien ist ein reinstes Fotografen-Paradies.

Foto: sunsinger/Shutterstock.com

Cartagena, Kolumbien

Und noch eine bunte Stadt in Kolumbien lohnt einen Besuch: Cartagena an der Karibikküste im Norden. Die Millionenmetropole gilt als die sicherste Stadt des Landes. Zugleich ist sie einer der beliebtesten Orte bei Touristen, besonders wegen ihrer historischen Händler- und Handwerkerviertel aus der Kolonialzeit, die vollständig mit einer alten Festungsmauer umzogen sind. Bunt bemalte Balkone verzieren die schmalen Gassen, Cafés laden mit Tischen und Stühlen auf den schmalen Gehwegen zum Verweilen ein, oft ziert das Meer oder die große Kathedrale den Hintergrund.

 

Cartagena im Norden Kolumbiens ist die meistbesuchteste Stadt des Landes - nicht zuletzt wegen ihrer historischen und bunt bemalten Häuser!

Foto: jeremykingnz/Shutterstock.com

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