Westschweden ist ein Paradies für Outdoor-Freunde und Familien mit Kindern, die gerne am Meer, im Wald und an Seen spielen. Dazu kommt mit Göteborg eine Metropole, die so ganz anders ist als Schwedens Hauptstadt Stockholm. Hier geht es ein bisschen entspannter zu. Und diese Ruhe merkt man auch im Umland – bei Hummersafaris, Elchtouren und anderen Abenteuern unter freiem Himmel.

Anreise. Mit dem Auto nach Westschweden: Der Landweg aus Deutschland führt über Kopenhagen und Malmö bis nach Göteborg. Von Hamburg aus fahren Sie knapp acht Stunden. Die Schärenküste rund um Grebbestad und der niedliche Küstenort Fjällbacka sind in weiteren anderthalb Stunden zu erreichen.

Mit dem Flugzeug. Tägliche Nonstop-Flüge nach Göteborg gehen mit Lufthansa ab Frankfurt und München, mit Germanwings ab Düsseldorf und Czech Airlines ab Hamburg. Umsteigeverbindungen werden via Amsterdam von KLM und über Kopenhagen oder Stockholm von SAS angeboten.

Mit dem Schiff. Wer mehr Zeit hat, kann auch das Schiff nehmen. Von Kiel aus gibt es eine tägliche Verbindung mit der Stena Line nach Göteborg, die über Nacht geht und 14,5 Stunden dauert.

Übernachtungstipps in Westschweden

Übernachten. Ob im hippen Stadthotel in Göteborg, in einem der niedlichen schwedischen Holzhäuser auf dem Land oder sogar mit Lagerfeuer in einem Tipi-Zelt mitten im Wald – in Westschweden sind den Übernachtungsmöglichkeiten keinerlei Grenzen gesetzt. Wir haben ein paar spezielle Angebote für Sie rausgepickt:

Hotel Flora: Ohne Frage eines der stylischsten Hotels in Göteborg – zentral gelegen und mit einem eigenwilligen Design. Jeder Raum hat ein anderes Thema, so gibt es zum Beispiel den »Royal Swedish Room« oder den »Rock Room«.

Everts Sjöbod: Seit Anfang des Jahrtausends führen die beiden Brüder Lars und Per Karlsson das gelbe Holzhaus an der Schärenküste in Grebbestad. Von hier aus bieten sie Austern- und Hummersafaris an und laden ihre Gäste auch zum Übernachten in das urige Haus ein – das übrigens über dem Wasser auf einer Austernbank steht.

Dalsland Aktiviteter: Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, umgeben von Elchen und Seen mitten im Wald zu übernachten. Diese Gelegenheit bietet der Naturerlebnispark in Dals Långed. An einer offenen Feuerstelle wird das Essen gemacht und in einer »Hot Tub« am See ein wärmendes Bad genommen, bevor es dann zur Nachtruhe in ein ursprüngliches Tipi-Zelt geht. Natur-Abenteuer pur!

Die Natur ist hier die Attraktion

Sehenswürdigkeiten. Die eigentliche Attraktion in Westschweden ist die Natur: das Westufer der mitunter rauen Ostsee, die Wälder und Seen im Landesinneren … hier möchte man aus dem Staunen manchmal gar nicht mehr rauskommen.

Haus um Ufer in Schweden

TTphoto/Shutterstock.com

Klassische Sehenswürdigkeiten hat vor allem Göteborg zu bieten: Von der Prachtstraße Kungsportavenyn, die von Läden und Cafés gesäumt ist, geht es über das Kunstmuseum (von dessen Treppe man gut Leute gucken kann) durch die engen Gassen des ältesten Stadtteils Haga, in dem es sich über Kopfsteinpflaster ganz herrlich schlendern lässt. Besondere Museen sind das Aeroseum, das in einem alten Flugzeughangar die Geschichte der Luftfahrt erzählt, sowie das Maritime Museum.

Klima. Die Sommer in Westschweden sind sonnig und in der Regel über 20 Grad warm, sodass es sich auch am Wasser gut aushalten lässt. Fast immer weht ein Lüftchen. Dafür regnet es an der Westküste etwas mehr als an der Ostküste.

Reisezeit: Was man bei der Planung nicht vergessen darf: Im Sommer wird es dank »Midsommar« kaum dunkel, im Winter dagegen kommt die Sonne nur für wenige Stunden über den Horizont. Deshalb unser Tipp: die Nebensaison im Frühjahr und Herbst nutzen, dann ist es gerne klar und trocken – und dem ganz großen Besucheransturm entkommen Sie so auch.

Mit Englisch kommt man sehr gut durch

Sprache: Da die Schweden ihre Hollywoodfilme seit jeher ohne Synchronisation (sondern nur mit schwedischem Untertitel) schauen, gehören sie im europäischen Vergleich zu denen, die am besten Englisch sprechen. Sie werden hier also überall auch ohne großartige schwedische Sprachkenntnisse zurechtkommen.

Trinkgeld. In Schweden ist es ganz einfach: Eine Zehn-Prozent-Regel wie in Deutschland gibt es nicht, ein Aufrunden des Betrags wird aber auch hier gern gesehen.

Reiseführer. Über Göteborg und Westschweden gibt es keine eigenen Reiseführer, sie werden häufig in Reiseführern über Südschweden behandelt.

Südschweden, Reise Know-How: Ein empfehlenswertes Buch, das unter anderem verschiedene Routen durch die Westschweden vorstellt und sich somit vor allem an Selbstfahrer richtet. 564 Seiten, farbig mit Karten und Bildern, 22,50 Euro, ISBN 978-3831723379.

Südschweden & Stockholm, Marco Polo: Der aktuellste Führer auf dem Markt gibt einen guten Überblick über Südschweden sowie die beiden großen Städte Stockholm und Göteborg. 140 Seiten, farbig mit Bildern und Übersichtskarte, 11,99 Euro, ISBN 978-3829726214.

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