Die Corona-Pandemie hält die Welt auch 2021 weiter in Atem. Wann können wir endlich wieder unbeschwerter verreisen? Das und vieles mehr erfahrt ihr täglich in unserem Corona-Reise-Ticker.

26. Februar: EU-Impfpass kommt, RKI-Studienergebnisse zu Urlaubsreisen

Wird man im Sommer als Inhaber eines Corona-Impfpass Vorteile haben? Diese Frage dürften sich viele stellen, die im Moment mit dem Gedanken spielen, im Sommer in den Urlaub zu fahren. Die Diskussion darüber hat nun mächtig Fahrt aufgenommen. Denn die EU hat gestern beschlossen, dass in den nächsten drei Monaten ein EU-einheitlicher Impfpass entwickelt werden soll. Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Österreich, Länder also, die stark vom Tourismus abhänging sind, wollen Impfpass-Inhabern Urlaubsreisen erleichtern. Deutschland ist da zurückhaltend. Schließlich, so Kanzlerin Angela Merkel, soll eine Zweiklassengesellschaft vermieden werden.

Womit wir bei der schon seit fast einem Jahr diskutierten Frage wären, wie gefährlich Reisen eigentlich in Corona-Zeiten ist? Die Tourismusbranche sagt unentwegt: sehr ungefährlich, schließlich gebe es überzeugende Hygienekonzepte in den Beherbergungsbetrieben. Virologen und Politiker sehen das oft anders. Sie halten Urlaubsreisen, sprich Mobilität, für Gift im Kampf gegen die Coronaausbreitung. Wer hat nun recht? Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat sich nun in einer Studie mit dieser Frage beschäftigt. Einige der Ergebnisse davon geben der Reisebranche gute Argumente an die Hand. 

25. Februar: Söder zu Osterurlaub, Bareiß zu Sommerurlaub, Kurz freut sich auf Sommerurlauber aus Deutschland, Tiroler Wintersportort in Quarantäne

Jetzt hat sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in die Diskussion über den Osterurlaub eingeschaltet. Dabei blieb er aber allerdings mit Blick auf Ostern vage: »Zum Urlaub möchte ich noch keine Versprechen abgeben, aber im Laufe des Jahres geht das bestimmt«, sagte er gestern in »Bild Live«. In der Sendung wurde er von Kindern befragt.

Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hat sich unterdessen optimistisch mit Blick auf den Sommerurlaub geäußert. »Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können«, sagte er der Bild-Zeitung.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz freut sich jetzt schon auf Sommerurlauber aus Deutschland. »Wir werden zur Normalität zurückkehren können und ich freue mich schon auf viele Menschen aus Deutschland, mit denen ich in Kontakt bin, die mir sagen, ja, sie wollen im Sommer endlich mal wieder ihren Urlaub in Österreich verbringen«, sagte erGleichzeitig plädiert er dafür, ähnlich wie in Israel Corona-Geimpften und Getesteten mehr Freiheiten zu geben. Auch die EU in Brüssel will den Tourismus mit Impfausweisen wieder in die Spur bringen.

Mayrhofen im Tiroler Zillertal ist bei vielen in- und ausländischen Skifahrern beliebt. Aber derzeit geht hier gar nichts mehr: Der Ort ist zu einem Corona-Hotspot geworden. Eine Woche lang müssen die Bewohner jetzt in Quarantäne. Ohne negativen PCR-Test darf niemand den Ort verlassen.

24. Februar: Diskussion über Schnelltests, Briten wollen reisen, Marokko stellt Flüge nach Deutschland ein

Könnte der Osterurlaub auf den Nordseeinseln noch klappen, wenn alle Besucher vor Betreten der Inseln einen Corona-Schnelltest machen? Das jedenfalls ist derzeit auf den Inseln im Gespräch. Politiker der ostfriesischen Inseln hatten dazu eine Unterredung mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Wie sich Niedersachsens Landesregierung dazu positionieren wird, steht aber noch in den Sternen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will seinen Landsleuten bis Ende Juni ihre Freiheiten zurückgeben. Dann spätestens sollen sämtliche Corona-Einschränkungen Geschichte sein. Das gilt natürlich auch für die Reisefreiheit. Da ließen sich die Briten nicht zweimal bitten: Bei Easyjet stiegen die Buchungen um das Dreifache, bei TUI um 500 Prozent.

Marokko hat Flüge von und nach Deutschland vorerst ausgesetzt. Grund ist die Sorge in dem Land, dass sich die Corona-Mutationen ausbreiten könnten. Die neue Regel gilt zunächst für etwas länger als drei Wochen, bis zum 21. März 2021. Gleiches gilt für Flüge von und in die Schweiz.

23. Februar: Griechenland setzt auf Geimpfte, Kuba wirbt um Impftouristen, noch wenig los in Reisebüros, Plasberg-Talk über Urlaub 2021

In der Frage, wie der Tourismus wieder in Gang kommen kann, setzt Griechenland auf gegen das Coronavirus geimpfte Urlauber. Entsprechende Abkommen mit Zypern und Israel sind schon in Arbeit. Tourismusminister Charis Theocharis sagte aber auch: »Wir wollen das Reisen natürlich nicht nur auf diejenigen beschränken, die geimpft sind.«

Wir berichteten an dieser Stelle schon ein paar Mal über Reiseveranstalter, die damit werben, im Urlaub gegen Corona geimpft werden zu können. Nun prescht sogar ein Land mit diesem Angebot vor: Kuba. In den staatlichen Medien des Karibikstaates heißt es, Ausländer könnten Urlaub und Impfung verbinden.

Wer derzeit ein Reisebüro aufsucht, um sich beraten zu lassen oder gar um eine Urlaubsreise zu buchen, dürfte eine ziemlich exklusive Beratung bekommen. Denn: Kaum jemand ist da. Darüber berichtet tagesschau.de. »Die Anfragen sind derzeit sehr gering«, so der Tenor.

In der ARD-Talkshow »Hart aber fair« ging es gestern Abend um die Frage, ob dieses Jahr Urlaub möglich sein wird. Unter anderem ging es darum, ob echter Urlaub nur mit Impfung funktionieren wird. Auch Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), nahm an der Diskussionsrunde teil.

22. Februar: Impfreise-Angebote florieren weiter, Kritik an alltours nach Impf-Ankündigung, wieder Ansturm auf Skigebiete in Polen, Schleswig-Holsteins Tourismusminister hält Osterurlaub für möglich

Weltweit florieren Reiseangeboten, in denen versprochen wird, dass sich zahlungskräftige Kunden gegen Corona impfen lassen können. Von »elitären Zirkeln und Reisebüros« ist die Rede, die entsprechende Reisen verkaufen wollen.

Der Reiseveranstalter alltours ist in den sozialen Netzwerken für seine Entscheidung kritisiert worden, ab Ende Oktober nur noch Urlauber in seinen Hotels aufnehmen zu wollen, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Unter dem Hashtag #boykottalltours riefen einige User zum Boykott des Unternehmens auf. Bei Trustpilot lag der alltours-Wert bei nur noch 1,3 (Stand: 22.2.21, 9 Uhr) . Trustpilot setzte bereits einen Hinweis ab, in dem es heißt: »Auf diesem Profil ist ein deutlicher Anstieg der Bewertungen zu verzeichnen. Obwohl wir nachvollziehen können, dass Sie Ihre Meinung zu aktuellen Themen in den Nachrichten und sozialen Medien äußern möchten, ist Trustpilot ein Ort für Feedback zu eigenen Kauf- und Serviceerfahrungen.«

Bereits letztes Wochenende kam es zu einem Riesenandrang auf Polens Skigebiete, und auch an diesem Wochenende wiederholte sich das Spiel. Tausende Ski- und Snowboarder fielen in den Wintersport Zakopane ein und nicht alle hielten sich an die Abstandsregeln. Es gab Staus, die Hotels waren ausgebucht.

Die Debatte über den Osterurlaub hat vergangene Woche vielfach die Schlagzeilen beherrscht. Schlauer war man danach freilich nicht. Die Politik ist höchst zerstritten bei dem Thema. Und was sagt Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz dazu? Er ist optimistisch: »Ich habe die Hoffnung auf einen Ostertourismus noch nicht aufgegeben«, sagte er in einem Interview mit dem Spiegel. Ein paar Tage Urlaub an der Ost- oder Nordsee halte er für möglich.

20. Februar: RKI-Risikogebiets-Update, nur noch Geimpfte in alltours-Hotels ab November, Plädoyer für differenzierten Afrika-Tourismus, Touristen-Boom in Mexiko, Osterurlaub-Buchungstipps

Das Robert-Koch-Institut hat gestern wieder die Liste der weltweiten Risikogebiete aktualisiert. Dieses Mal dominieren die guten Nachrichten: Die Karibikinsel Curacao ist kein Risikogebiet mehr, und Litauen sowie Spanien sind vom Hochinzidenzgebiet zum regulären Risikogebiet runtergestuft worden.

Gäste der alltourseigenen Hotelkette allsun müssen derzeit beim Check-in einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Gestern verkündete alltours dann einen Paukenschlag: Zukünftig soll nur noch ein Urlaub mit Corona-Impfung in den allsun-Hotels möglich sein. Das werde aber vom Verlauf der Impfungen abhängen. Die neue Regelung soll voraussichtlich ab 31. Oktober dieses Jahres gelten. »Wir wollen allen Gästen höchstmögliche Sicherheit bieten, damit sie ihren Urlaub entspannt genießen können«, sagte alltours-Inhaber Willi Verhuven.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat davor gewarnt, die Länder Afrikas wegen der Corona-Pandemie mit einem Reisebann zu überziehen. »Die 54 afrikanischen Länder dürfen nicht pauschal als Risikogebiet eingestuft werden«, sagte Müller. Vielmehr müsse man differenziert schauen, in welchen Ländern Afrikas die Pandemie im Griff sei.

Mexiko scheint in der Corona-Pandemie der große Gewinner zu sein: Einer Statistik der Welttourismusorganisation (UNWTO) zufolge war Mexiko 2020 die meistbesuchte Destination Lateinamerikas. Weltweit erreichte das lateinamerikanische Land sogar Platz 3, hinter Frankreich und Italien.

Wer derzeit noch überlegt, ob und wohin er Ostern in den Urlaub fahren kann, für den stellen sich viele Fragen: Wohin kann ich? Welches Reiseziel kann ich angesichts der Unsicherheiten riskieren? Was sollte ich bei der Buchung beachten? Lieber mit dem Reiseveranstalter oder lieber auf eigene Faust? Hermann-Josef Tenhagen und Nina C. Zimmermann erläutern im Finanztip-Podcast, worauf man jetzt beim Planen und Buchen von Reisen achten sollte.

19. Februar: Coronasicheres Hotel in Singapur, Prostitution auf Mallorca, Estland-Einreisende mit gefälschten Corona-Tests, ZDF über Osterurlaub

Ihre Gäste möglichst sicher vor einer Übertragung des Coronavirus schützen – das dürfte auch 2021 für viele Hoteliers weltweit ganz oben auf der Agenda stehen. In Singapur will man nichts dem Zufall überlassen. Dort wurde der Öffentlichkeit vorgestern ein Hotel vorgestellt, dass höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben will. Primär richtet es sich an Geschäftsreisende, die die sonst verpflichtende zweiwöchige Quarantäne umgehen wollen.

Das Lieblingsreiseziel der Deutschen, die Insel Mallorca, macht derzeit eine schwere Krise durch: kaum Touristen, kaum Einnahmen, hohe Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaftskrise trifft vor allem Frauen. Die Folge: Die Elendsprostitution auf der Insel steigt, wie Medien und Hilfsorganisationen berichten.

Das Geschäft mit gefälschten Coronatest-Ergebnissen aus dubiosen Laboren scheint für Kriminelle lukrativ zu sein. Vor einigen Wochen berichteten wir an dieser Stelle über entsprechende Machenschaften in Mexiko. Nun sind auch am Flughafen Tallinn in Estland fünf Personen mit gefälschten Corona-Testnachweisen aufgeflogen.

Fernsehtipp: Wird das noch was mit dem Osterurlaub in diesem Jahr? Dieser Frage widmet sich morgen um 17:05 Uhr der Länderspiegel im ZDF.

18. Februar: Tourismusexperte warnt vor schneller Öffnung, Iren-Schlupfloch: Tausende verreist, mehrere Pärchen in Kölner Hotel aufgeflogen

Martin Linne, Geschäftsführer der Gesellschaft für Tourismusforschung, hat in einer Analyse für die Inseln Amrum, Föhr, Sylt und Helgoland vor zu schnellen Öffnungsschritten gewarnt. Notwendig seien seiner Meinung nach Planungsvorläufe für Hotels von zwei bis vier Wochen.

Auch die Iren dürfen derzeit nicht in den Urlaub fahren. Eigentlich. Einige sind aber »besonders gewieft« und nutzen eine Gesetzeslücke aus: Reisen sind nämlich dann erlaubt, wenn sie gesundheitlich notwendig sind. Von zahlreichen Zahnarztterminen in Spanien und der Türkei ist beispielsweise die Rede. Vor Ort ist der Ärger groß, weil niemand in den Arztterminen auftaucht.

Abermals haben sich in einem Kölner Hotel Privatreisende als Geschäftsleute ausgegeben – und sind dabei vom Ordnungsamt erwischt worden. Im Stadtteil Ehrenfeld haben demnach mehrere Pärchen den Valentinstag begangen. Insgesamt 31 Verstöße gegen das Prostitutions- und Beherbergungsverbot zählte das Amt in dem Hotel am vergangenen Wochenende.

17. Februar: Bayerns Innenminister optimistisch bei Osterurlaub, NCL-Pause bis Ende Mai, Bonusprogramm-Erleichterungen, Urlaubsguru-Umfrage zu Reiseerleichterungen für Geimpfte

Auch in Bayern in die Diskussion über den Osterurlaub in vollem Gange. Nun hat sich auch Innenminister Joachim Herrmann zu Wort gemeldet. Er sagte, Osterurlaub im Inland sei »durchaus vorstellbar”, wenn Infektionen und Sterberate zurückgingen und mehr geimpft werde.

Kreuzfahrtfreunde müssen sich weiterhin gedulden: Der Kreuzfahrt-Branchenriese NCL, zu dem unter anderem die Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises gehören, gab gestern bekannt, dass es vor Ende Mai keine NCL-Schiffsreisen geben werde.

Viele Unternehmen aus der Tourismusbranche wie Airlines, Hotelketten und Mietwagenfirmen bieten ihren Kunden Bonusprogramme an. Zu den bekanntesten in Deutschland gehört etwa Miles & More. Wer ausreichend Punkte sammelt, kommt in dem Genuss einiger Vorteile. Doch seit rund einem Jahr reist kaum noch jemand. Die Folge: Bei vielen Bonusprogrammen droht ein Statusverlust. Im Zuge der Coronakrise haben viele Bonusprogramme eine Statusverlängerung oder Qualifikationserleichterung für ihre Kunden beschlossen. Das Portal travel-dealz.de hat sie in einer Übersicht zusammengestellt.

Länder wie die Seychellen und Island sowie die Airline Qantas haben bereits angekündigt, dass es deutliche Reiseerleichterungen für Geimpfte geben soll. Was denken die Deutschen darüber? Das Portal Urlaubsguru hat dazu eine Umfrage gemacht. Ergebnis: Die Mehrheit der Befragten (69 Prozent) ist der Meinung, dass Urlaub im Ausland nicht nur für Geimpfte möglich sein sollte. Als Hauptargument wird die Entscheidungsfreiheit darüber, ob man sich impfen lassen möchte, angeführt.

16. Februar: Dehoga und DTV kritisieren Kretschmer, Polizei-Bilanz in Polens Wintersportorten, TUI sieht Kreta beim Sommerurlaub vorn, Madeira lockert Einreisebestimmungen, Impfreisen weiter nicht aus der Welt

In der Debatte über den Osterurlaub in diesem Jahr hat sich jetzt auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zu Wort gemeldet. Chefin Ingrid Hartges sagte den Sendern RTL und ntv, Kretschmers Aussagen seien völlig inakzeptabel. Auch Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) ist verärgert: »Immer wieder neue Spekulationen über Öffnungstermine für den Tourismus an Ostern sind unverantwortlich. Bund und Länder sind gefordert, ihren gemeinsamen Beschluss vom Januar umzusetzen und eine einheitliche Öffnungsstrategie zu entwickeln«, sagte er.

In Polen haben am Wochenende die Wintersportorte wieder geöffnet – da ließen sich Skifahrer und Snowboarder nicht zweimal bitten. Es blieb allerdings nicht beim Skifahren. Am Abend traf man sich auf den Straßen zum Après-Ski. In Zakopane gerieten die Open-Air-Feierlichkeiten gar aus dem Ruder, die Polizei hatte alle Hände voll zu tun.

Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI rechnet in den kommenden Wochen mit vielen Sommerurlaubsbuchungen. Schon jetzt zeichnen sich erste Trends ab, teilte TUI mit. Für welche Ziele sich deutsche Urlauber am meisten interessieren, zeigten die Buchungen in den TUI-Reisebüros und auf TUI.com. Besonders auffällig: Mit Kreta, Rhodos und Kos sichern sich gleich drei griechische Inseln einen Platz in den Top 5 der beliebtesten Reiseziele.

Die Gesundheitsbehörden Madeiras haben neue Einreisebestimmungen erlassen. So dürfen ab sofort Bürger mit vollständiger SARS-CoV-2-Impfung und all jene mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Genesung von einer Corona-Infektion ohne negatives Testergebnis einreisen. Alle anderen müssen nach wie vor einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorweisen oder können sich direkt am Flughafen kostenlos testen lassen. Das Ergebnis liegt dabei innerhalb von zwölf Stunden vor.

Letzte Woche war die Rede von Veranstaltern, die schon bald ins Geschäft mit Impfreisen einsteigen wollten. Daraus wurde aber erst mal nichts, weil derzeit kein Land Impftouristen will. Christian W. Mucha, Verleger aus Österreich, will aber nicht locker lassen. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche sagte er, es hätten sich Tourismusdestinationen bei ihm gemeldet, »die die Gabe von Impfstoff als Zeichen der Gastfreundschaft nutzen, um auf das Tourismusangebot ihrer Länder international aufmerksam zu machen«.

15. Februar: Diskussion über Osterurlaub, Andrang in Polens Skigebieten, Touristen in Chalets in Bodenmais ruft Polizei auf den Plan

Trotz seit Wochen sinkender Corona-Infektionszahlen glaubt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nicht, dass Ostern (erstes April-Wochenende) wieder Urlaubsreisen möglich sein werden. »Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen. Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben«, sagte er der Bild am Sonntag. Man würde alles zerstören, was man seit Mitte Dezember erreicht habe, so Kretschmer. Kretschmers Aussage hat eine breite Debatte über den Osterurlaub entzündet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke stimmte ihm zu, Kritik gab es dagegen von
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sowie von den Linken und der FDP.

Aufatmen bei Skifreunden in Polen: Dort wurden am Wochenende kurzfristig die Skipisten wieder geöffnet. Es dauerte nicht lang und schon gab es einen Ansturm auf Hotels und Pisten. Besonders groß sei der Andrang in der Hohen Tatra im Süden Polens gewesen, meldete der Sender »TVP Info«.

Private Urlaubsreisen sind ja derzeit noch verboten. Auch in Bayern. Das hinderte aber drei Pärchen aus München, Wiesbaden und Rosenheim nicht daran, ihr Glück in einer Chalet-Anlage in Bodenmais im Bayerischen Wald zu versuchen. Dummerweise hatten sie die Rechnung ohne aufmerksame Nachbarn gemacht, die die Polizei informierten. Die Pärchen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen, ebenso der Betreiber der Anlage.

13. Februar: RKI-Update zu Risikogebieten, Trivago-Chef optimistisch bei Sommer-Reisen, Bahnverkehr-Stopp Richtung Tirol und Tschechien

Das Robert-Koch-Institut hat gestern wieder seine Corona-Risikogebietsliste aktualisiert. Ab Sonntag, den 14. Februar um 00:00 Uhr treten folgende Änderungen in Kraft: Neu als Virusvariantengebiet gelten nun Tirol, die Slowakei und Tschechien. Bahrain, die Seychellen, St. Lucia sowie St. Vincent und die Grenadinen sind nun Hochinzidenzgebiete. Als Risikogebiete gelten jetzt die Regionen Mittelfinnland und Österbotten in Finnland und die Region Westgriechenland. Die griechischen Regionen Westmakedonien sind Thessalien dagegen keine Risikogebiete mehr, ebenso wenig wie die Region Midtjylland in Dänemark.

Ob und wann wir 2021 wieder reisen können, beschäftigt derzeit viele Menschen. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hatte sich erst kürzlich mit optimistischen Prognosen für die Zeit nach Pfingsten aus dem Fenster gelehnt. Axel Hefer, Chef des Reiseunternehmens Trivago, schlägt nun in eine ähnliche Kerbe. Je näher man dem Sommer komme, desto stabiler werde die Situation sein, sagte er in »Die Stunde Null«, dem Wirtschaftspodcast von Capital und n-tv. Wer eine Fernreise plane, müsse sich aber noch gedulden.

Nichts geht mehr: Die Deutsche Bahn hat vorläufig den Zugverkehr zwischen Deutschland einerseits und Tirol und Tschechien andererseits eingestellt. Grund sind die strengeren Corona-Maßnahmen. 

12. Februar: Kritik an Impfreise-Angeboten, Corona und die Folgen für den europäischen Flugverkehr, Restaurants bedienen Camper

Einige wenige Länder der Welt sind schon weit vorangeschritten beim Impfen gegen Corona, Israel etwa. Wenn alles gutgeht, so die Hoffnung in diesen Ländern, ist man bis zum Sommer bereits durchgeimpft. Und dann? Bleiben dann etwa noch Impfdosen übrig für Ausländer? Das jedenfalls hoffen die ersten Reiseveranstalter. Sie bieten sogenannte Impfreisen an. Interessenten könnten sich bereits registrieren lassen. Aber die Angebote der Veranstalter stoßen auf Kritik. Ella Zack Solomon, Direktorin des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros für Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagte gestern: »Wir als Vertreter des Ministeriums für Tourismus des Staates Israel betonen, dass es keine Möglichkeiten für Touristen in Israel gibt, sich impfen zu lassen. Es werden keine Impfreisen angeboten.« SPD-Politiker Karl Lauterbach hält die Angebote für »unethisch«.

Die Reiserestriktionen innerhalb Europas haben immer heftigere Folgen für den Flugverkehr. Das verdeutlicht eine Übersicht des Evidence Lab genannten Datendienstes der Schweizer Großbank UBS. Demnach kann man derzeit von 702 untersuchten internationalen Routen auf mindestens 610 nur beschränkt oder gar nicht verreisen.

Not macht erfinderisch: Weil Restaurants derzeit keine Gäste in ihren Räumlichkeiten bedienen dürfen, fehlen den Inhabern Einnahmen. Was soll also tun? Der Außer-Haus-Verkauf reicht vielerorts nicht, um Gewinn zu machen. Einige Hotels und Restaurants haben ihre Parkplätze nun für Camper geöffnet. Serviert wird nun ein Wohnmobil-Dinner. 

11. Februar: Ferienhausverband kritisiert Lockdown-Pläne, Lufthansa verlängert Gratis-Umbuchungen, Impfpass-Diskussionen in Spanien

Eine Öffnung der Beherbergungsbetriebe, insbesondere der Ferienwohnungen und Ferienhäuser ab einem Inzidenzwert von unter 20 ist völlig indiskutabel, kommentiert der Deutsche Ferienhausverband die gestern durch die Medien geisternden Pläne der Bundesregierung. Demnach sollen erst im Cluster zwei mit einer Inzidenz von unter 20 innerhalb von einer Woche, touristische Übernachtungen zugelassen werden. Der Deutsche Ferienhausverband sieht in dieser Maßnahme eine akute Bedrohung, die letztendlich Masseninsolvenzen nach sich ziehen könnte. Der Neustart des Tourismus könnte damit in weite Ferne rücken.

Seit Ende August sind sämtliche Tarife von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings gebührenfrei umbuchbar. Ursprünglich galt dieses Tarifangebot für (Um-)Buchungen bis Februar. Nun wird das Angebot erneut verlängert: Sämtliche Tarife der Airlines sind nun bei einer Ticketausstellung bis zum 31. Mai 2021 beliebig oft gebührenfrei umbuchbar, wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt. Danach ist noch eine weitere gebührenfreie Umbuchung möglich.

Brauchen wir für einen Urlaub in Spanien in diesem Jahr eine Corona-Impfung? In dem Land jedenfalls wird derzeit darüber diskutiert, ob und wie wieder Touristen ab dem Frühjahr ins Land kommen können. Ein Sprecher der spanischen Botschaft sagte der Bild-Zeitung, »man arbeite an der harmonisierten Einführung von Impf-Zertifikaten gegen Covid-19«. Noch aber ist die Diskussion im Gange. Viel wird davon abhängen, ob und wie Impfungen auch gegen Ansteckungen schützen und wie schnell auf europäischer Ebene geimpft wird.

10. Februar: Verdruss im Sauerland, Kreuzfahrt-Gäste auf Gran Canaria in Quarantäne

Viel Schnee und Temperaturen deutlich unter Null: Eigentlich ideale Bedingungen für Wintersportler. Auch im Sauerland liegt derzeit viel Schnee, doch die Skigebiete dürfen nicht öffnen. Vom Andrang um den Jahreswechsel herum ist kaum noch was zu spüren. Immerhin. Langlauf, Rodeln, Ski- und Snowboardfahren ist erlaubt. Nur die Fahrt im Lift nicht. Bei den Betreibern, der Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland-Wittgenstein wächst die Verzweiflung und das Unverständnis. Die Unternehmen seien inzwischen am Limit. »Man muss uns ermögliche Einnahmen zu generieren, damit wir nicht nur auf Hilfen angewiesen sind. Zumal diese bei saisonal tätigen Unternehmen wie den Skigebieten kaum greifen«, fordert Meinolf Pape, Sprecher der Postwiesen-Liftgesellschaft Neuastenberg und Geschäftsführer des Skiliftverbands Sauerland. »Wenn nichts passiert, drohen Insolvenzen.«

Unschönes Ende für Gäste einer Kreuzfahrt auf der »Mein Schiff 2«: Sie sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun sind die vier sowie weitere Passagiere und Crewmitglieder auf Gran Canaria in Quarantäne. Die anderen Gäste, immerhin rund 1.000 Stück, konnten ihre Heimreise antreten.

9. Februar: Zypern und Griechenland drängen auf Impfpass, Österreich warnt vor Tirol, Rio in der Pandemie

Griechenland Regierungschef Kyriakos Mitsotakis macht weiter Druck: Er will, dass möglichst bald ein europäischer Impfpass eingeführt wird, der Reisen unproblematischer machen soll. Nun hat er mit dem zyprischen Staatspräsidenten Nikos Anastasiades einen weiteren Verbündeten für dieses Vorhaben gewonnen. Auch Israel, das schon ziemlich weit mit den Impfungen ist, ist in den Plan eingebunden.

Einmalige, fast schon kuriose Reisewarnung: Österreichs Bundesregierung warnt derzeit vor Reisen in das (eigene) Bundesland Tirol. Grund ist die vermehrte Ausbreitung einer südafrikanischen Coronavirus-Variante in Tirol. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, man solle »auf das unbedingt erforderliche Ausmaß« Reisen in das Bundesland vermeiden. Auch beim nördlichen Nachbarn Bayern ist man besorgt.

Rio de Janeiro ist normalerweise im Februar voll mit Touristen. Kein Wunder, in Rio ist schließlich Sommer, wenn bei uns Winter ist. Aber die Corona-Pandemie hat auch Brasiliens zweitgrößte Stadt stark verändert. Der Journalist Tom Noga war in der Metropole am Zuckerhut unterwegs und berichtet, wie die Pandemie Rio verändert hat.

8. Februar: Bareiß will keine Reise-Privilegien für Geimpfte, TUI optimistisch für Sommer, FDP-Kritik wegen Hotelschließungen

Thomas Bareiß (CDU), Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, hat sich nun auch in die Diskussion über Reiserleichterungen für Corona-Geimpfte eingeschaltet. Seiner Meinung nach soll es keine Ausnahmeregeln für Geimpfte geben: »Das würde ein Zwei-Klassen-Gefühl befördern«, sagte er gegenüber dem Business Insider. Mit Blick auf den Tourismus-Start glaubt er weiter fest an die Zeit ab Pfingsten. Allerdings glaubt er, dass die meisten Deutschen auch 2021 ihren Urlaub in Deutschland verbringen werden.

Deutschlands größter Reisekonzern TUI geht davon aus, dass der Sommer 2021 bei den Deutschen einen Reiseboom auslösen werde. Es gebe eine große Reiselust der Deutschen, sagte ein Sprecher der Bild-Zeitung. Das zeige nicht zuletzt die Auswertung der Suchdaten auf den Internet-Seiten der TUI.

Die FDP fordert rasche Perspektiven für die vom Lockdown betroffenen Unternehmen. “Ab 14. Februar muss es konkrete Öffnungen geben”, sagte der stellvertretende FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Michael Theurer der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung ahgz im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am 10. Februar. Harsch kritisierte er die Hotelschließungen. Das habe er nie verstanden, sagte Theurer. »Da gibt es in vielen Fällen hervorragende Hygienekonzepte. Die wissenschaftlichen Belege für diese konkreten Eingriffe fehlen. Staatseingriffe ohne wissenschaftliche Fundierung sind nicht verhältnismäßig.”

6. Februar: Bundesregierung erwartet Reiseboom im Sommer, Update der RKI-Risikogebiete, Hotel-Quarantäne in Großbritannien, Kanada verlängert Kreuzfahrtstopp um ein Jahr, Karneval in Venedig: Geisterstadt in der Pandemie

Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, geht davon aus, dass es im Sommer einen Reiseboom geben wird. Er glaube auch, dass es Ostern noch nicht so weit sein werde. Pfingsten sehe es schon deutlich besser aus. Reisen seien vermutlich zunächst in Deutschland und Europa wieder möglich, erst später im fernen Ausland, sagte Bareiß.

Das Robert-Koch-Institut hat gestern fünf weitere Länder als Corona-Risikogebiete mit gefährlichen Mutationen eingestuft. Demnach gilt ein Beförderungsverbot für Menschen aus Butsuana, Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe. Deutsche, die sich derzeit in diesen Ländern aufhalten, dürfen aber weiterhin zurückkehren.

Großbritannien rüstet sich weiter gegen die Ausbreitung der mutierten Corona-Varianten: Einreisende aus mehr als 30 Ländern, darunter u.a. Portugal und alle Länder Südamerikas, müssen sich ab dem 15. Februar für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben.

Schock für Kreuzfahrtliebhaber, die gern Kanada erkunden möchten: Die Regierung des Landes hat das Kreuzfahrtverbot wegen der andauernden Corona-Pandemie bis Ende Februar 2022 verlängert.

Der Karneval in Venedig wird ja häufig mit dem in Köln oder Rio de Janeiro in einem Atemzug genannt. Aber in diesem Jahr sind die Feierlichkeiten abgesagt worden – Corona hat alles zunichte gemacht. »Venedig ist momentan eine Geisterstadt«, sagt die Journalistin Petra Reski.

5. Februar: Einreise nach Schweden verschärft, Expedia-Studie: 44 Prozent nach Corona bereit, mehr für Urlaub auszugeben, ADAC: Camping-Boom 2021 unvermindert, David- Guetta-Live-Set in Dubai

Schweden fuhr in der Coronakrise bekanntlich einen ziemlich liberalen Kurs – auch mit Blick auf die Einreisen der Touristen. Damit ist es aber ab kommenden Samstag vorbei. Dann müssen alle Besucher, die nach Schweden einreisen wollen, einen negativen Coronatest vorweisen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Schule daheim, Arbeit daheim, Freizeit daheim – wer 2020 ferne Länder entdecken
wollte, dem blieben oft nur Bücher, Filme oder die eigene Fantasie. Sommer, Sonne, Strand und Meer? Für viele Menschen im letzten Jahr Fehlanzeige. Der Urlaub 2021 soll aber wieder ganz anders werden. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die »Vacation Deprivation-Studie« des Online-Reisebüros Expedia, die sich mit den Tendenzen und Einstellungen rund um das Thema Urlaub und Urlaubsverhalten befasst. Bei vielen habe die unfreiwillig lange Zeit, die sie in den eigenen vier Wänden verbringen mussten, die Reiselust neu entfacht,heißt es. Von den 68 Prozent der Befragten, die laut eigenen Angaben eine Reise-Bucketlist führen, haben ganze 44 Prozent diese Wunschliste seit der Pandemie noch einmal um einige Ziele erweitert. Knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) wäre demnach auch bereit, tiefer als geplant in die Tasche zu greifen.

Auch wenn sich die Urlauber aktuell noch mit der Reiseplanung zurückhalten, rechnet
die ADAC SE im Frühjahr mit einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Wohnmobilen und Campingplätzen. Sobald Reisen wieder möglich seien, spreche vieles für die erneute Favorisierung des individuellen, distanzbewussten Campingurlaubs, heißt es. Als bevorzugtes Reiseziel dürfte Deutschland wieder hoch im Kurs stehen. Uwe Frers, Geschäftsführer der ADAC Camping GmbH, empfiehlt auch für die kommende Saison, sich möglichst frühzeitig zu entscheiden: »Wir erwarten 2021 eine extrem hohe Nachfrage für Camping. Wir raten zur Vorabreservierung im Internet. Wer ohne Vorabbuchung losfährt, läuft Gefahr, seinen Campingurlaub auf dem Parkplatz eines voll belegten Campingplatzes zu verbringen.«

Mitten in der Cornakrise tun sich die Stadt Dubai und Nummer 1-DJ, Superstar und Produzent David Guetta die #UnitedAtHome Dubai-Edition-Show zusammen und verwandeln den Hubschrauberlandeplatz des Burj Al Arab Jumeirah in eine DJ-Bühne. Mit dem Konzert möchte David Guetta Spenden sammeln, um UNICEF und die „Education Uninterrupted”-Kampagne von Dubai Cares zu unterstützen – eine landesweite Spendenkampagne, die sich mit den Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Bildung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Wer den DJ-Auftritt live verfolgen möchte, kann dies am Samstag, dem 6. Februar 2021 um 15 Uhr MEZ kostenlos online tun: https://youtu.be/xaurMcGqZHU

4. Februar: Aus für Ryanairs Impf-Werbung, Dänemark entwickelt digitalen Corona-Impfnachweis, Umfrage: 80 Prozent wollen bessere Behandlung durch Airlines, Wirbel um Wandergruppe

Ryanair hatte im Dezember und Januar eine Werbekampagne laufen. Sie trug den Titel »Jab and Go«. Darin versprach die Airline einen unbeschwerten Sommerurlaub für alle, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Doch mit der Werbung hatte Ryanair die Rechnung ohne die britische Aufsichtsbehörde Advertising Standards Authority gemacht. Wegen Irreführung der Verbraucher muss die Airline die Werbung jetzt einstampfen.

Ein Impfpass, der dokumentiert, ob man bereits gegen Corona geimpft ist und somit mehr Freiheiten genießen kann – er spaltet derzeit die Gemüter. In Dänemark ist man schon weiter, dort soll der Impfpass im Sommer Realität werden. Damit sollen unter anderem auch Reisen erleichtert werden.

Infolge der Corona-Pandemie erwarten acht von zehn Deutschen eine bessere Behandlung und mehr Respekt ihrer Rechte –- und würden dafür sogar bei einer anderen Airline buchen. Das ergab eine Umfrage von AirHelp. Sie zeige, dass der Umgang der Fluggesellschaften mit ihren Kunden während der Pandemie einen immensen Einfluss auf die Erwartungen der Passagiere für 2021 habe, heißt es weiter. Die Nachlässigkeit der Fluggesellschaften gegenüber den Fluggastrechten könne wirtschaftliche Folgen haben: über 85 Prozent der Deutschen würden lieber mit einer Fluggesellschaft reisen, die ihre Kunden während der Pandemie fair behandelt habe. Ein Viertel der Befragten würde aus diesem Grund sogar bei einer anderen Fluggesellschaft buchen. 75 Prozent der Deutschen geben an, für eine faire Behandlung mehr für ihr Flugticket bezahlen zu wollen – jeder dritte bis zu 50 Euro mehr!

Die verschneite Winterlandschaft in den letzten Wochen lockte viele Menschen ins Freie. So auch im Donautal, wo am 16. Januar eine 14-köpfige Wandergruppe losmarschierte. Anschließend kehrte die Gruppe in eine Hütte ein. Der Ausflug blieb nicht ohne Folgen. Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen, sagte in einer Video-Botschaft auf Facebook: »Aus dieser Wanderung sind – Stand heute – bereits 25 positive Fälle hervorgegangen.« Die Empörung über die Wandergruppe ist im Kreis hoch.

3. Februar: Deutsche Tourismusverband mit Vorschlägen für Tourismus-Neustart, Niedersachen prüft Tourismus-Comeback, Dänemark bleibt bei strenger Einreiseregel, doppelte Meilen bei Miles & More 2021

Wann und wie können wir endlich wieder reisen? Darüber zerbrechen sich derzeit viele die Köpfe – auch beim Deutschen Tourismusverband (DTV). Der Verband hat nun Vorschläge unterbreitet, wie es bald losgehen könnte. Dazu hat der Verband ein Ampelsystem vorgeschlagen. So könnte in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 Tourismus ermöglicht werden.

Auch in Niedersachsen denkt man über den Tourismus-Neustart nach. Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann: »Wir müssen runter unter 50, dann haben wir auch wieder die klare Perspektive für den Tourismus.« Ein Entwurf dazu liegt offenbar schon vor, festgezurrt ist das Ganze aber noch nicht.

Urlaub in Dänemark – das geht aktuell nicht. Einreisen darf nur, wer einen triftigen Grund dazu hat. Auch auch diejenigen, die trotzdem mit dem Flugzeug einreisen dürfen, können das nur mit einem maximal 24 Stunden alten negativen Coronatest. Die Regelung wurde gestern bis Ende des Monats verlängert.

Miles & More legt in diesen Coronazeiten ein Angebot für alle Meilensammler vor: Für alle Flüge, durchgeführt von den Airlines der Lufthansa-Gruppe im Jahr 2021, werden doppelt so viele Statusmeilen gutgeschrieben wie bisher – und zwar unabhängig von der Buchungsklasse. In der First- und Business Class können Kunden jetzt auch erstmals doppelte HON-Circle-Meilen sammeln. Das geschehe automatisch, auch rückwirkend für seit 1. Januar 2021 getätigte Flüge. Es sei keine Registrierung notwendig, teilte Miles & More Team in einer E-Mail an ihre Kunden mit.

2. Februar: Stornotarife der Reiseveranstalter im Vergleich, Frankreichs Skilifte bleiben geschlossen, Portugal zieht Corona-Bilanz für 2020, Camping trotzt Corona

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, bald seinen Sommerurlaub zu buchen, wird sich vermutlich fragen: Und wie sieht das mit den Stornobedingungen aus, wenn der Urlaub wegen Corona nicht angetreten werden kann? Trotz aller Hoffnungen auf Besserung im Sommer dürfte schließlich noch so manch Unsicherheit zu umschiffen sein. Die Süddeutsche Zeitung vergleicht die verschiedenen Stornogebühren der großen Reiseveranstalter und erläutert, welche finanzielle Einbußen aus dem Reisevertrag drohen könnten.

Skifahrer in Frankreich haben weiterhin schlechte Karten: Premierminister Jean Castex kündigte gestern an, dass die Skigebiete des Landes weiter geschlossen bleiben werden. »Die gesundheitliche Situation lässt die Wiedereröffnung der Skilifte in unseren Skigebieten nicht zu«, teilte er mit. Er nannte auch keinen denkbaren Termin für die Wiedereröffnung.

Dass Portugals Tourismusbranche im Corona-Jahr 2020 litt, steht außer Frage. Aber wie heftig? Die Statistikbehörde INE in Lissabon veröffentlichte nun die Zahlen für das abgelaufene Jahr.

Deutlich besser durch die Krise kam die Campingbranche. Nach den jüngsten Schätzungen wird die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen nur etwa 5 % hinter dem Rekordjahr 2019 liegen, während die gesamte Tourismusbranche hingegen mit Einbußen von rund 40 % rechnet. Das teilte gestern der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland mit. Das Jahresergebnis 2020 nehme demnach mit über 34 Millionen Übernachtungen nach den zwei Rekordjahren 2019 und 2018 den dritten Platz der Campinggeschichte ein.

1. Februar: Bundespolizei-Kritik an Airlines, Haselhoff zu Osterurlaub, Razzia in Sankt Anton, weniger Tagestouristen im Harz

Wer in letzter Zeit aus Corona-Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen wollte, musste ein negatives Testergebnis bei der Einreise vorlegen. Daran haben sich aber offenbar eine ganze Menge Leute nicht gehalten. Das sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann gestern der Bild am Sonntag. Allein in der vergangenen Woche seien rund 600 Verstöße bei der Einreise nach Deutschland festgestellt worden, so Romann. Er übte harsche Kritik an den Airlines, die das vor Abflug hätten prüfen müssen.

Wann können wir endlich wieder in den Urlaub fahren? Im März, Ostern oder gar erst Pfingsten? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Viel hängt von der Entwicklung der Infektionszahlen und der Impffortschritte ab. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff glaubt, Ostern könne es so weit sein.

Die offenbar illegalen Aufenthalte zahlreicher junger Skifahrer aus ganz Europa in Tirol hat am Wochenende auch die Polizei auf den Plan gerufen. Bei einer Razzia in Sankt Anton und im Stanzertal stellte sie 96 Verstöße gegen die Corona-Verordnungen fest.

Die Appelle der Politik und die verstärkten Kontrollen der Behörden scheinen Wirkung entfaltet zu haben: Am Wochenende jedenfalls waren deutlich weniger Tagestouristen im Oberharz unterwegs als noch vor einigen Wochen.

30. Januar: Bundesregierung verhängt Einreisestopps, gefälschte Coronatests in Mexiko, Australian Open mit Zehntausenden Zuschauern

Wie bereits seit Tagen vermutet, hat die Bundesregierung ein Einreisestopp für Menschen aus sieben Ländern beschlossen. Das Verbot betrifft Reisende aus Irland, Großbritannien, Portugal, Südafrika und Brasilien sowie die Afrika-Länder Lesotho und Eswatini. Grund für die Maßnahme sind die Coronavirus-Mutationen in diesen Ländern. Wichtig: Deutsche und Ausländer, die in Deutschland leben, sind davon nicht betroffen. Die Regelung tritt am Wochenende in Kraft und soll zunächst bis zum 17. Februar gelten. Innenminister Horst Seehofer sprach davon, dass Reisen in diese Gebiete »töricht« seien. Kritik an dem Verbot kommt dagegen von der Opposition. Die Grünen kritisieren den Alleingang Deutschlands, die FDP hält pauschale Einreiseverbote nicht für den richtigen Weg.

Der Tourismus in Mexiko boomt ja derzeit, wir berichten an dieser Stelle vor einigen Wochen darüber. Nichtsdestotrotz benötigen Urlauber nach ihrer Rückkehr einen negativen Coronatest. Das ruft Kriminelle auf den Plan. Sie bieten online den Kauf gefälschter Coronatest-Ergebnisse an. Für 35 Euro ist man dabei – ein Schnäppchen im Vergleich zu den Kosten für einen »richtigen« Test in Krankenhäusern oder Teststationen.

Am 8. Februar starten die Australian Open in Melbourne. Es ist das traditionell erste Tennis-Grand-Slam-Turnier des Jahres. Dass es überhaupt stattfindet, wunderte im Vorfeld einige Bedenkenträger. Jetzt kündige Martin Pakula, Sportminister des australischen Bundesstaats Victoria, sogar an, dass bis zu 30.000 Zuschauer täglich das Turnier besuchen dürfen.

29. Januar: Einreisestopp-Debatte geht weiter, Hilfen für Flughäfen, Caravaningindustrie boomt, illegale Party auf Thai-Insel mit vielen Ausländern

Die Bundesregierung will heute offenbar ernst machen mit ihrem Vorhaben, die Einreise aus Portugal, Großbritannien, Südafrika und Brasilien zu verbieten. In diesen Ländern hat sich das mutierte Coronavirus stark verbreitet. Ärger macht allerdings, dass die Bundesregierung allein vorgehen will – ohne auf eine Entscheidung der EU zu warten. Sollte das Verbot in Kraft treten, sollen deutsche Staatsangehörige aber weiterhin aus diesen Ländern einreisen dürfen.

Den Flughäfen geht es derzeit sehr schlecht: leere Terminals, kaum Flüge. Das drückt sich immer stärker in den Bilanzen aus. Einige Airports kämpfen bereits ums Überleben. Jetzt will der Staat helfen: Geplant sind von Bund und Ländern Corona-Hilfen in einer Höhe von rund einer Milliarde Euro. Peter Gerber, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, fordert unterdessen: »Wir halten es für erforderlich, die kaum kontrollierbaren Quarantänepflichten durch eine wirksame Teststrategie zu ersetzen, auch im Sinne eines effektiven Gesundheitsschutzes. Wir setzen darauf, dass Bund und Länder diesen Weg einschlagen werden, damit mit diesen Maßnahmen ab Ostern die Reisebeschränkungen aufgehoben werden können.«

Des einen Freud, des anderen Leid: Während viele Unternehmen und potentielle Reisende in der Corona-Zeit leiden, freut sich eine Branche über glänzende Zahlen: die Caravaningindustrie. Die große Mehrheit der Fahrzeughersteller rechne 2021 mit einer weiter steigenden Binnennachfrage – obwohl gerade erst im vergangenen Jahr ein neuer Rekord erreicht wurde, teilte der Caravaning Industrie Verband gestern mit.

Auf der thailändischen Insel Koh Phangan hat die Polizei eine illegale Party aufgespürt. Rund 100 Teilnehmer sollen anwesend gewesen sein, darunter mehrere Dutzend Ausländer.

28. Januar: Kommen drastische Flugverkehrsbeschränkungen?, Spekulation über Briten in Hotel-Quarantäne, NRW prüft Möglichkeiten zur Besucherlenkung in Naturregionen

Was plant die Bundesregierung nun im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus? Nachdem in den letzten Tagen bekannt wurde, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel der internationale Flugverkehr ein Dorn im Auge ist, verdichten sich nun die Spekulationen darüber, dass es schon bald zu weiteren Reisebeschränkungen kommen soll. Die Rede ist von einer starken Reduzierung des Flugverkehrs aus Corona-Hochrisikogebieten, darunter fallen etwa Länder wie Großbritannien, Südafrika und Brasilien. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, warnte unterdessen vor einem solchen Schritt.

Auch in Großbritannien plant die Regierung drastische Schritte. Dort wird derzeit erwogen, britische Staatsbürger nach ihrer Rückkehr aus bestimmten Ländern, rund 30 sollen es sein, für 10 Tage in Quarantäne zu stecken. Allerdings, und das ist die Besonderheit, sollen sie sich dafür in Hotels begeben. Auf eigene Kosten …

Der Ansturm auf viele Tagesausflugsziele in der Eifel und im Sauerland in den Weihnachtsferien dürfte diese Untersuchung befördert haben: Tourismus NRW lässt aktuell prüfen, welche Möglichkeiten es für neuartige umweltsensitive Leitsysteme in der Nationalparkregion Eifel und den zwölf Naturparken im Land geben könnte. Gutachter vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) in Kiel sollen bis Ende Mai 2021 untersuchen, wie sich überfüllte Parkplätze, Staus und ein für die Natur belastender Besucheransturm durch digitale Lösungen vermeiden lassen.

27. Januar: Merkel hadert mit Reisen, heimliche Ski-Urlauber in St. Anton

Trotz seit Tagen sinkender Infektionszahlen denkt Bundeskanzlerin Angela Merkel offenbar darüber nach, die Lockdown-Maßnahmen weiter zu verschärfen. Nun hat sie den Reiseverkehr im Visier. Wie Medien berichten, nahm sie Anstoß an den vielen Menschen, die über Weihnachten in den Urlaub geflogen sind. »Warum können wir die Reisen nicht verbieten?«, soll sie demnach gefragt haben. Wolfgang Kubicki (FDP) kritisierte das Vorhaben scharf. »Es helfen in der aktuellen Situation keine Flug- oder Reiseverbote«, sagte er. Statt Lösungen anzubieten agiere die Bundesregierung mit Symbolpolitik. Der Virologe Christian Drosten dagegen hält die Einschränkung des Reiseverkehrs für sinnvoll.

Wintersporturlauber aus dem Ausland, die derzeit in Österreich ihre Ferien verbringen möchte, schauen derzeit in die Röhre. Wegen Corona ist das nicht erlaubt. Das scheint aber einige Dutzende junge Engländer, Schweden und Dänen nicht zu interessieren: Sie scheinen sich in St. Anton am Arlberg heimlich als Arbeiter einquartiert zu haben. Nun ist die Aufregung in dem Ort groß.

26. Januar: EU-Appell: »Reisen Sie nicht«, Portugal jetzt Corona-Hochinzidenzgebiet, Anerkenntnisurteil wegen Lufthansa-Erstattungen, ADAC: bei Reiseplanung auf kurzfristige Stornierbarkeit achten, Deutsche Wildtier Stiftung: Touristenansturm auf Wälder stresst Tiere

Die Sorge um das neue, mutierte Coronavirus hält auch die EU in Atem. Deshalb appelliert sie an die EU-Bürger, dass derzeit kein guter Zeitpunkt für Reisen sei. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson sagte: »Die erste Empfehlung ist: Reisen Sie nicht.« Die EU-Kommission erwägt darüber hinaus, für bestimmte Länder und Regionen die Regeln für Tests und Quarantäne weiter zu verschärfen.

Auch das Robert-Koch-Institut zieht weitere Konsequenzen aus dem mutierten Coronavirus. Es stuft Portugal nun als »Hochinzidenzgebiet« ein.

Die Ticketerstattungspraxis der Airlines in der Coronazeit hat viele Reisende verärgert. Wir berichteten an dieser Stelle häufig darüber. Auch der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg platzte Ende September der Kragen, als sie Klage gegen die Lufthansa einreichte. Konkret wurde der Airline vorgeworfen, nach Absage von Flügen die Kunden nicht darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass sie einen Anspruch auf Erstattung des Flugpreises hätten. Nun hat die Lufthansa offenbar eingelenkt.

Urlauber, die für das Frühjahr oder den Sommer eine Reise buchen, sollten auf eine möglichst kurzfristige und kostenlose Stornierbarkeit achten. Darauf macht der ADAC aufmerksam. Viele Reiseanbieter reagieren auf die Corona-Krise zwar mit großzügigeren Storno- und Umbuchungsregeln, dennoch empfiehlt der Club, die Konditionen des Angebots immer genau zu prüfen. Bei Reiseveranstaltern gelten bestimmte Stornobedingungen zuweilen nur für einzelne Reiseformen, zum Beispiel Flug-Pauschalreisen, nicht aber für Kreuzfahrten. Urlauber, die individuelle Vereinbarungen zum Beispiel direkt mit dem Anbieter einer Ferienwohnung treffen, sollten sich diese immer schriftlich bestätigen lassen.

Lockdown-Müde zog es die Menschen in den letzten Wochen während der Covid-Pandemie trotz gegenteiliger Appelle, Warnungen und Straßensperrungen der Behörden in die Naherholungsgebiete. Der Massenansturm von Rodlern, Wanderern und Freizeitsportlern schien nicht zu stoppen. Das stresst nicht nur die Anwohner und die Behörden, sondern auch die Wildtiere in unseren Wäldern. »Es ist zwar schön, dass die Menschen in den schweren Zeiten des Lockdowns die Natur wieder entdecken«, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. »Doch der Mensch sollte sich dort wie ein Gast benehmen. Der Wald ist auch die Wohnung der Wildtiere.« Sein Tipp: »Meiden Sie vor allem die Dämmerung; das ist die Zeit, in der viele Wildtiere die Ruhe im Wald nutzen, um nach Nahrung zu suchen. Bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Hunde kurz angeleint und verfolgen Sie keine fliehenden Wildtiere für ein Handyfoto – und erklären Sie Kindern, dass die Beobachtung von Wildtieren auch ohne Lärm spannend sein kann.«

25. Januar: Ibiza dicht, weiter Uneinigkeit in Bayern, keine Quarantäne mehr: erste Länder erlauben Einreise nach Impfung

Auf der Baleareninsel Ibiza sind die Corona-Infektionszahlen extrem in die Höhe geschnellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 930. Deshalb darf derzeit niemand mehr auf die Insel reisen – es sei denn, man hat einen triftigen Grund. Das Besuchsverbot gilt vorerst bis zum Monatsende.

Bayern Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger lässt nicht locker: Er will möglichst zügig aus dem Lockdown und forderte abermals, dass etwa Hotels »Mitte Februar« wieder öffnen sollen. Bei einer Inzidenz von etwa 100 sei dies vertretbar, so Aiwanger. Ministerpräsident Markus Söder hatte Aiwangers Ansinnen erst am Wochenende eine Absage erteilt.

Wer gegen Corona geimpft ist, darf wieder verreisen – im Moment ist das noch politisch umstritten und Zukunftsmusik. Vor allem in der EU. Einige Länder aber preschen schon vor und erlauben die Einreise ohne Quarantänepflicht, wenn man gegen Corona geimpft ist: die Seychellen, Moldau, Island und Polen.

23. November: Lockdown-Knatsch in Bayern wegen Hotels, Belgien verbietet nicht nötige Reisen, Balearen gehen gegen Alk-Flatrates in Hotels vor, Meliá bietet kostenlose Corona-Tests in Karibik-Hotels, neue Maskenpflicht bei der Lufthansa

In Bayerns Regierung ist ein Streit über die Dauer der Corona-Maßnahmen entbrannt. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert, dass Hotels und Skilifte so schnell wie möglich wieder öffnen sollen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel sollten »akzeptieren, dass man sich in einem Hotel nicht infiziert«, sagte er. Sein Chef, Ministerpräsident Markus Söder, wies die Forderung zurück.

Wegen der neu aufgetretenen Mutation des Coronavirus greift unser Nachbarland Belgien zu einer drastischen Maßnahme: Von kommenden Mittwoch bis zum 1. März ist es den Belgiern verboten, Urlaubsreisen und Ausflüge zu unternehmen.

Während der Corona-Pandemie sind vor allem Urlaubsorte ins Visier geraten, die eines versprechen: Party ohne Ende. Schließlich gelten sie vielerorts als Corona-Infektions-Hotspots. Dieses Schicksal ereilte etwa Ischgl in Tirol, aber auch auf Mallorca stellte man im Sommer fest, dass bei den Alkoholexzessen die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten wurden. Nun ziehen die Spanier die Konsequenzen. In der »Balearic Agenda 2030« wurde festgelegt, den Hotels die Alkohol-all-inclusive-Angebote in Zukunft zu untersagen. Betroffen sind u.a. die Hotels rund um den Ballermann.

Die größte spanische Hotelkette Meliá Hotels International (MHI) reagiert auf die veränderten Reisebestimmungen während der Corona-Pandemie und bietet in den 10 Hotels in Mexiko und der Dominikanischen Republik kostenfreie Antigen-Tests für internationale Gäste an, die bei Rückreise in ihr Heimatland einen negativen Covid-19-Test vorlegen müssen. Bereits beim Check-in können Urlauber, die mindestens drei Übernachtungen gebucht haben, ihren Test terminieren. Das Angebot sei kostenlos und freiwillig, teilte die Hotelkette mit.

Die Airlines der Lufthansa-Gruppe führen auf ihren Flügen von und nach Deutschland eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Schutzmaske ein. Die Regelung tritt am 1. Februar in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind Passagiere dazu verpflichtet, während des Boardings, des Fluges und beim Verlassen des Flugzeuges entweder eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske beziehungsweise Maske mit dem Standard KN95/N95 zu tragen. Alltagsmasken sind dann nicht mehr erlaubt.

22. Januar: Diskussion über EU-Impfpass in vollem Gange, strengere Einreiseregeln in Frankreich, Karneval in Rio endgültig abgesagt

Die Diskussion über die Einführung eines europäischen Impfpasses beschäftigt zunehmend die EU. Das wurde gestern auf einer Videokonferenz der 27 EU-Staats- und Regierungschefs deutlich. Klassische Urlaubsländer wie etwa Spanien, Griechenland und Malta wollen ihn möglichst schnell eingeführt wissen, um den Tourismus in ihren Ländern wieder anzukurbeln. Zwar scheint eine Mehrheit den Impfpass zu befürworten, unklar ist allerdings, ob der Inhaber eines solchen Passes in Zukunft Privilegien haben soll, sollte er oder sie gegen Corona geimpft worden sein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, noch seien zu viele Fragen offen, etwa die, ob eine geimpfte Person noch ansteckend sei. Unabhängig davon soll das Reisen innerhalb der EU eingeschränkt werden.

Wer ab Sonntag nach Frankreich reisen will, muss ein negatives Corona-PCR-Testergebnis vorzeigen, das nicht älter als 72 Stunden sein darf. Bisher reichte ein Antigen-Tests.

Der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro fällt in diesem Jahr aus. In einer Reihe von Beiträgen in den sozialen Netzwerken teilte Bürgermeister Eduardo Paes mit, es sei unmöglich, die Feierlichkeiten vorzubereiten, selbst wenn die Impfung gegen Covid-19 im Gange sei. Eigentlich sollte der Karneval in Rio in diesem Jahr vom 13. bis 16. Februar stattfinden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurden die Paraden jedoch zunächst auf Juli verschoben. »Ich habe meine Leidenschaft für den Karneval und die wirtschaftliche Bedeutung dieses kulturellen Ereignisses für unsere Stadt nie verborgen. Es scheint mir jedoch sinnlos, mir an diesem Punkt vorzustellen, dass wir den Karneval im Juli abhalten können«, sagte Paes.

21. Januar: KLM fliegt nicht mehr Langstrecke, Singapore Airlines wieder in München, Söder offen für EU-weiten Impfpass

Die niederländische Fluggesellschaft KLM wird bis auf Weiteres nicht mehr Langstreckenziele bedienen. Grund sind die verschärften Einreisebestimmungen, die aufgrund der Mutation des Coronavirus erlassen worden sind. Die neue Regelung gilt ab Freitag (22. Dezember).

Singapore Airlines hat seit gestern den Flugbetrieb von und nach München wieder aufgenommen. Flug SQ 328 war gestern früh um 06:43 Uhr aus Singapur gelandet, bedient wird die Strecke dreimal wöchentlich, jeweils mittwochs, freitags und sonntags. Der Rückflug mit der Flugnummer SQ327 von München nach Singapur findet jeden Montag, Donnerstag und Samstag statt.

Heute kommt die EU zu einem Videogipfel zusammen. Darin geht es unter anderem darum, ob und wie ein EU-weiter Impfpasss auf den Weg gebracht werden soll. Einige Länder fordern das, etwa Portugal und Griechenland, um den Tourismus im Frühjahr wieder anzukurbeln. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder scheint dem Vorhaben nicht abgeneigt zu sein: »Wenn er funktioniert, ist das eine Idee. Gut wäre, wenn er dann fälschungssicher ist«, sagte der Söder gestern Abend in der Talkshow »Maischberger. Die Woche«.

20. Januar: BER-Massenauflauf mit Folgen, Corona-Party in Düsseldorfer Luxushotel, Bali: Liegestützen für Maskenmuffel

Wer in diesen Zeiten fliegt, kann eigentlich damit rechnen, dass im Flughafen die Abstandsregeln prima eingehalten werden können. Schließlich ist ja kaum was los. Nicht so am vergangenen Wochenende am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER). Dort kam es bei der Passkontrolle am Terminal 5 zu einem Massenandrang, weil zwei Flieger aus Albanien und Moldau zeitnah landeten. Es kam zu einem Gedränge an der Passkontrolle. Nun sucht das Gesundheitsamt der Region nach den Verantwortlichen. Ermittelt wird gegen Passagiere, Bundespolizei und Flughafen.

Derweil gehen die Behörden in NRW einem Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung im Hyatt Regency Düsseldorf nach. Dort soll am Wochenende in einer Suite eine rauschende Party gefeiert worden sein. Das Hotel erklärte derweil: »Wir, das Hyatt Regency Düsseldorf, möchten uns von den Geschehnissen am vergangenen Wochenende auf einer unserer Suiten in aller Form distanzieren und schämen uns für die entstandenen Bilder/Videos.« Wie der WDR berichtet, habe der Gast der Suite ein Schreiben vorgelegt, wonach der Aufenthalt beruflich begründet sei.

Wer keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, wird normalerweise ermahnt oder muss eine Geldstrafe zahlen. Normalerweise. Auf Bali hat man sich eine etwas – nun ja – andere Form der Sanktion entschieden: Wer dort ohne Maske erwischt wird, muss umgerechnet sechs Euro zahlen. Wer aber das Geld nicht zahlen kann, muss 50 Liegestützen machen. Dutzende Touristen wurden bereits dazu verdonnert.

19. Januar: Impfausweis-Diskussion erreicht die EU, Trump-Biden-Streit über US-Einreise von Europäern, Luxushotels in St. Moritz unter Quarantäne, Südtirol geht Sonderweg

Die Frage, ob wir in Zukunft nur noch mit Corona-Impfausweis verreisen dürfen, dominiert weiter die Diskussion. Portugal und Griechenland wünschen ein solches EU-Impfzertifikat, damit der Tourismus möglichst schnell wieder in Gang kommt. In der EU hält man dagegen wenig von dem Vorpreschen. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen. Das aber sei momentan schwierig. EU-Diplomaten zufolge sei das ganze Thema »toxisch«, berichtet die FAZ.

US-Präsident Donald Trump ist nur noch einen Tag im Amt. Viel soll in den letzten Tagen nicht mehr entschieden werden. Eine Entscheidung aber lässt nun aufhorchen: Die Trump-Regierung will ab dem 26. Januar das Einreiseverbot für Europäer kippen. Jeder, der ab dann einreisen will, muss allerdings einen negativen Corona-Test vorlegen. Eine anschließende Quarantäne ist nicht verpflichtend, wird aber empfohlen. Ob die Regelung aber auch tatsächlich in Kraft treten wird, ist sehr fraglich: Trumps Nachfolger Joe Biden hat sich bereits dagegen ausgesprochen. Demnach soll es beim Einreiseverbot bleiben.

Riesenschreck für Gäste und Personal der Luxushotels »Badrutt’s Palace« und »Grand Hotel des Bains Kempinski« im illustren St. Moritz: Vor allem Angestellte hatten sich mit Corona infiziert. Das Gesundheitsamt Graubünden stellte deshalb die beiden Hotels unter Quarantäne und ordnete in beiden betroffenen Betrieben Massentests an.

Im Moment herrscht auch in Italien ein Lockdown. Mit einer Ausnahme: Südtirol. Die norditalienische Provinz hatte wie angekündigt den Lockdown am 7. Januar beendet. Viel los ist aber trotzdem nicht. Die Pisten sind leer, viele Hotels geschlossen. Vielerorts mache man sich keine Illusionen: Die Wintersaison sei gelaufen, heißt es. 

18. Januar: Frankfurter Flughafen zieht 2020-Bilanz, Reisen nach Australien 2021 fraglich, volle Strände in Rio

Diese Bilanz kommt nicht überraschend: Im Jahr 2020 zählte der Flughafen Frankfurt nur rund 18,8 Millionen Passagiere. Das ist ein Minus von 73,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit Beginn der Corona-Pandemie gingen die Passagierzahlen ab Mitte März massiv zurück. Zwischen April und Juni kam der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen – mit Rückgängen von bis zu 98 Prozent auf Wochenbasis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nach einer leichten Erholung im dritten Quartal sorgten ab September wieder steigende Infektionszahlen und damit einhergehende Reisebeschränkungen für einen erneuten und anhaltenden Einbruch der Passagierzahlen, teilte der Frankfurter Flughafen heute morgen mit.

Eine Reise nach Australien wird womöglich auch in diesem Jahr für Touristen nicht möglich sein. Brendan Murphy, Chefmediziner der australischen Regierung, geht davon aus, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Grenze in diesem Jahr wieder geöffnet werde, selbst wenn die meisten Menschen gegen Coronavirus geimpft werden sollten. Murphy äußerte sich in einem Interview des TV-Senders ABC. »Selbst wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist, wissen wir nicht, ob dies die Übertragung des Virus verhindern wird«, fügte er hinzu.

Auch in Brasilien hält die Corona-Pandemie Politik und Behörden weiter auf Trapp. Fast achteinhalb Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Virus infiziert. Die hohen Zahlen schrecken aber offenbar sehr viele Menschen nicht ab: In Rio de Janeiro waren die Strände am Wochenende überfüllt.

16. Januar: Bareiß ruft Reisewillige zu Geduld auf, Bahn-Chef gegen Privilegierung Geimpfter, Dertour-Umfrage zum Urlaub 2021, Pilot bricht Start wegen Maskenverweigerer ab, Wintersportorte rüsten sich fürs Wochenende

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ruft die Menschen hinsichtlich zukünftiger Reisepläne zu Geduld auf: »Wir müssen jetzt noch etwas Geduld haben, bis wir dann auch im zweiten Quartal sehr, sehr viele Menschen geimpft haben und dann auch die Sicherheit haben, wieder reisen zu können.« Bareiß betonte, dass die Lust auf das Reisen der Menschen in Deutschland groß sei. Auf die Frage, ob bereits geimpfte Menschen bei zukünftigen Reisen privilegiert werden könnten, zeigte sich Bareiß zurückhaltend: »Ich halte wenig von diesem Vorschlag«, sagte er. Es sei noch nicht bewiesen, dass bereits geimpfte Menschen nicht andere anstecken könnten. Bareiß äußerte sich am Freitag im ARD-Mittagsmagazin.

Sollten gegen das Coronavirus geimpfte Bahnreisende in Zukunft das Recht haben, ohne Mund-Nasen-Schutz Zug zu fahren? Konzernchef Richard Lutz hat eine klare Meinung dazu: »Niemand wird deshalb vorerst auf eine Maske verzichten können, nur weil er einen Impfausweis hochhält«, sagte er in einem Interview der Süddeutschen Zeitung.

Für mehr als die Hälfte der Deutschen ist eine Urlaubsreise im Jahr 2021 wichtig – trotz Corona. Besonders Jüngere wollen nicht auf eine Auszeit verzichten: 65 Prozent der Befragten zwischen 25 und 34 Jahren stufen Urlaub im laufenden Jahr als wichtig ein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes INSA-CONSULERE im Auftrag von Dertour. Mehr als die Hälfte der Befragten wäre bereit, corona-bedingte Einschränkungen am Reiseziel in Kauf zu nehmen. Das Coronavirus hat auch Einfluss auf die Wahl des Urlaubslandes: Knapp jeder dritte Deutsche plant 2021 eine Reise innerhalb Europas.

Die Maskenpflicht in Flughäfen und Flugzeugen wird von vielen Reisenden akzeptiert – aber längst nicht von allen. Oft reicht es, wenn die Maskenmuffel an die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erinnert oder ermahnt werden. Aber nicht immer. So auch auf dem Münchner Flughafen, wo am Donnerstagabend eine Maschine auf dem Weg nach Südafrika war. In der Maschine saß ein 51-jähriger Mann, der sich partout weigerte, eine Maske zu tragen. Als der Pilot davon erfuhr, rollte er zurück ans Gate und ließ den Mann mit Hilfe der Polizei aus dem Flieger abführen.

Jedes Wochenende das gleiche Spiel: In vielen Wintersportorten Deutschlands wächst wieder einmal die Sorge vor zu vielen Tagestouristen. Im Harz ist ein Großaufgebot von Polizei und Ordnungsamt-Mitarbeitern im Einsatz.

15. Januar: RKI warnt vor Reisen, Sachsen beendet Skisaison 2020/2021, TUI Cruises sagt Karibik- und Mittelamerika-Kreuzfahrten im März ab

Die neuen Coronavirus-Mutationen bereiten Teilen der Politik und Wissenschaft große Sorgen. Aus diesem Grund sagte Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI): »Wer nicht unbedingt muss, sollte im Moment nicht verreisen

In den sächsischen Wintersportorten hatten sie bis zuletzt gehofft, dass es bald endlich losgehen wird. Aber daraus wird nun nichts: Die Skilifte bleiben in Sachsens Skigebiete in diesem Winter geschlossen. Das gab gestern Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch gestern bekannt. Angesichts der optimalen Schnee- und Winterverhältnisse in Sachsen in diesem Winter ist der Ärger und die Trauer groß.

Im März sollten sie starten, aber daraus wird nun nichts: Die Kreuzfahrten der »Mein Schiff 1« und »Mein Schiff 2« in Mittelamerika und der Karibik sind von TUI Cruises abgesagt worden. Betroffen sind rund ein Dutzend Kreuzfahrten, die zu unterschiedlichen Terminen im März hätten starten sollen. »Bitte haben Sie Verständnis, dass wir für alle weiteren Frühjahrs-Reisen derzeit noch keine Auskunft über mögliche Fahrplanänderungen treffen können«, teilte TUI Cruises weiter mit.

14. Januar: CSU-Vize für Reise-Privilegierung von Corona-Geimpften, Naomi Campbell trommelt für Kenia, 2020 miserables Jahr für Hotels in Deutschland, ZDF-Reportage über Skifahren trotz Corona

Vorgestern war es Griechenlands Ministerpräsident, gestern CSU-Vize-Chef Manfred Weber: Auch er fordert, dass Corona-Geimpfte in Zukunft Vorteile beim Reisen haben sollen. »Wenn die Menschen geimpft sind, müssen sie mit einem entsprechenden Papier in der EU reisen können«, sagte Weber, der gleichzeitig auf Chef der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament ist. Doch das Vorpreschen Griechenlands und Webers ist brisant. Die EU will nächste Woche über den Vorschlag beraten.

Auch in Kenia warten viele Menschen derzeit sehnsüchtig auf Touristen. Aber es sieht (noch nicht) gut aus. Um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen, hat sich die Regierung des ostafrikanischen Landes jetzt eine weltbekannte Botschafterin ins Boot geholt: Supermodel Naomi Campbell. Sie soll in den kommenden Wochen für das Brand »Magical Kenya« trommeln, kündigte Kenias Tourismusminister Najib Balala an.

Im Jahr 2020 wird die Zahl der Übernachtungen laut ersten Schätzungen voraussichtlich 299 Millionen erreichen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Minus um 40 Prozent. Dieses vorläufige Ergebnis ist eine Prognose auf Basis der für den Zeitraum Januar bis November 2020 vorliegenden Werte und der Dezemberergebnisse der Jahre 2007 bis 2019, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das Jahr 2020 dürfte damit einen Rekord-Tiefstwert seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse im Jahr 1992 (318,4 Millionen) erreichen.

In den Alpen liegt viel Schnee – beste Bedingungen für die Skisaison. Doch Corona hat auch das Skifahren fest im Griff. Dass es trotz geschlossener Pisten zahlreiche Menschen zum Rodeln oder Winterwandern in die Skigebiete zog, war zuletzt über den Jahreswechsel zu erleben. Über die zurückliegenden Wochen in den verschiedenen Wintersportgebieten berichtet am kommenden Sonntag die ZDF-Reportage: Piste ohne Party – Skifahren trotz Corona. Der Film von Annette von Donop steht ab Samstag, 16. Januar 2021, 9.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

13. Januar: Ferienhausverband not amused über Bareiß, Griechen fordern EU-einheitliche Impfbescheinigungen, Spahn plant strengere Einreiseregeln, IATA kritisiert Einreisebestimmngen zahlreicher Länder

Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hatte am Montag in einem TV-Interview erklärt, dass Reisen in den nächsten Monaten schwer vorstellbar seien und sich die Lage voraussichtlich erst Pfingsten bessern werde. Diese Aussage hat den Deutschen Ferienhausverband auf die Palme gebracht: »Das ist ein verheerendes Signal für die gesamte Branche«, erklärte der Verband. »Mitte Januar bereits die Ostersaison abzuschreiben, ist das falsche Signal. Unsere Erwartung an den Tourismusbeauftragten ist, sich an die Seite der Branche zu stellen und sich für einen baldigen Wiedereinstieg einzusetzen«, sagte Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Verbandes.

Sollen gegen das Coronavirus Geimpfte etwa gegenüber anderen Reisenden bevorzugt werden? Das jedenfalls könnte man aus der Forderung des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis lesen, der in einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert, EU-einheitliche Impfbescheinigungen in Erwägung zu ziehen. Geimpfte könnten damit schließlich »frei reisen«.

Die Sorge um die Verbreitung des mutierten Coronavirus umtreibt weiterhin die Bundesregierung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deshalb strengere Einreiseregeln. So soll es in Zukunft eine generelle Testpflicht vor Abflug aus Ländern geben, in denen die Mutation sich bereits ausgebreitet hat oder in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei über 200 liegt.

Die Airlines bekommen weiter keinen Boden unter den Füßen. Das Weihnachtsgeschäft lief miserabel, und auch die Buchungen für die Monate Februar und März verheißen nichts Gutes. Darauf wies gestern Alexandre de Juniac, Chef des Airlineverbandes IATA hin. Harsche Kritik übte er an die Einreisegesetze zahlreicher Länder, die sowohl Coronatests als auch Quarantäne für Reisende anordneten.

12. Januar: Bareiß erwartet Reise-Comeback im Sommer, TUI setzt auf flexible Pauschalreisen-Preise

Viele, die bald endlich wieder in den Urlaub fliegen wollen, fragen sich derzeit: Wann geht es endlich los? Das hat viel mit Kaffeesatzleserei zu tun, denn niemand weiß so recht, wann die Infektionszahlen wieder sinken und die Impfungen ausreichend sind. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, wagt dennoch eine Prognose: Pfingsten könne es so weit sein. Den Durchbruch erwartet Bareiß im Sommer: »Ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird.«

Laut TUI steht der Wunsch nach Sicherheit und Flexibilität auch bei der Reiseplanung 2021 für Urlauber an erster Stelle. Dabei gehe es vor allem um flexible Umbuchungs- und Stornomöglichkeiten. Aus diesem Grund werde TUI ab sofort genau diese Flexibilität für Flugpauschalreisen anbieten, kündigte Marek Andryszak, Vorsitzender der Geschäftsführung bei TUI Deutschland an. Mit dem neuen Flex-Tarif können TUI- und airtours-Kunden bis 14 Tage vor Anreise weltweite Flugpauschalreisen gebührenfrei umbuchen oder stornieren. Die Aufschläge für den Flex-Tarif gelten pro Reisebuchung und sind preislich gestaffelt. Bei einer Reise bis 2.500 Euro liegt der Aufschlag für den Flex-Tarif gegenüber dem Normalpreis bei 39 Euro.

11. Januar: Seychellen wollen schnell durchimpfen, Touristen-Stopp in Regen, Tagesausflügler-Boom im Sauerland abgeebbt, Initiative für Reisen ohne Flugzeuge

Die Seychellen sind eines der beliebtesten Fernreiseziele. Seit August können auch wieder Touristen in das Land einreisen. Aber die Corona-Krise macht den vom Tourismus stark abhängigen Inselstaat schwer zu schaffen. Deshalb will das Land so schnell wie möglich zurück in die Normalität. Präsident Wavel Ramkalawan kündigte an, man wolle »als erstes Land der Welt« 70 Prozent der Bevölkerung geimpft haben.

Der Arber im Bayerischen Wald ist ein beliebtes Tagesausflugsziel. Damit soll ab Dienstag aber erst einmal Schluss sein. Denn: Der Landkreis Regen, in dem das Ausflugsziel liegt, will touristische Tagesausflüge verbieten. Grund ist die 15-Kilometer-Regel, die wohl ab heute in dem Landkreis in Kraft tritt.

Auch im Sauerland hatte man in letzter Zeit mit zu vielen Tagesausflüglern zu kämpfen (wir berichteten). Fürs letzte Wochenende kündigten die Behörden starke Kontrollen an. Das zeigte offenbar Wirkung. In und rund Schmallenberg war kaum was los. Behörden, Polizei und Anwohner zeigten sich zufrieden.

2020 war das Jahr, indem nur sehr wenige Menschen geflogen sind. Corona legte den Flugverkehr lahm. Umweltschützer nahmen die Krise vielerorts zum Anlass für die Fragen: Wie werden wir nach Corona fliegen? Birgt die Krise eine Chance für einen nachhaltigeren Tourismus? Der Verein »terran« will eine Bewegung für nachhaltiges Unterwegssein anstoßen. Welche Ideen der Verein hat und was hinter der Initiative steckt, hat Mitglied Anselm Pahnke dem ZDF erläutert.

9. Januar: Viele Winter-Ausflugsziele in NRW gesperrt, Tourismusexperte: Ansturm auf Winterregionen nicht überraschend, Aida pausiert bis Anfang März, Urlauber-Boom in Cancun, Umfrage: knappe Mehrheit für Impfnachweis beim Fliegen

In NRW ist es derzeit kalt, ungewöhnlich kalt. Selbst im Rheinland und am Niederrhein sollen es am Wochenende kaum mehr als 2 bis 3 Grad werden. In den Wintersportgebieten im Sauerland und der Eifel liegt sogar Schnee. Das dürfte auch an diesem Wochenende wieder für zahlreiche Tagesausflügler verlockend sein. Damit sich aber das Verkehrschaos der vergangenen Wochenenden nicht wiederholt, haben zahlreiche Städte und Kommunen vorsorglich Zufahrtsstraßen und Parkplätze gesperrt. Die Stadt Sundern dagegen geht einen Sonderweg.

Für den Tourismusexperten Jürgen Schmude kommt der Andrang auf die Wintersportregionen in Deutschland nicht überraschend. »Naturorientierte und Outdoor-Aktivitäten gab es schon vor Corona. Jetzt wird Corona wie zu einem Katalysator«, sagte er in WDR 5. Die Menschen konnten vielfach schon im Sommer nicht verreisen und seien in ihrer Bewegung eingeschränkt. »Jetzt liegt endlich mal Schnee und da will man mal raus. So überraschend war das für mich nicht, was wir letztes Wochenende erlebt haben«, so Schmude weiter.

Eigentlich wollte die Reederei Aida Cruises schon nächste Woche wieder mit ihren Schiffen rund um die Kanarischen Inseln unterwegs sein. Aber wegen der andauernden Corona-Pandemie wird das erst mal nichts. Das Unternehmen kündigte gestern an, man strebe nun einen Neustart am 6. März an. Dann soll es Richtung Kanaren, Nordeuropa und Mittelmeer gehen.

Dem tristen Corona-Lockdown-Alltag entfliehen und ein paar Tage Sonne tanken – wer will das nicht? Aber die weltweiten Reisewarnungen und Einreiseverbote für Touristen machen der Überlegung vielerorts einen Strich durch die Rechnung. Nicht so in Cancun in Mexiko. Seit November kommen mehr und mehr Urlaubsflüge in der Region an. Vor allem US-Amerikaner, aber auch Europäer machen dort aktuell Urlaub.

Müssen wir in Zukunft gegen Corona geimpft sein, um ins Flugzeug steigen zu dürfen? Australiens Airline Qantas kündigte das bereits an, die riesengroße Mehrheit der Airlines will das (bisher) nicht. Argument: Es dürfe keine »Impfpflicht durch die Hintertür« geben. Und was sagen die Deutschen? Eine repräsentative Civey-Umfrage für Tagesspiegel Background ergab: Eine knappe Mehrheit kann dem Vorschlag, nur noch Geimpfte fliegen zu lassen, etwas abgewinnen.

8. Januar: TUI-Chef Joussen: Reiserestriktionen nach »signifikanten« Impfungen nicht mehr verhältnismäßig, Taunus wappnet sich fürs Wochenende, Studie zur Corona-Sicherheit an Bord

Je mehr sichere Impfstoffe zugelassen sind, desto mehr Menschen können geimpft werden und hoffentlich bald wieder auf Reisen gehen. Das jedenfalls ist die Hoffnung der Tourismusbranche und vieler Reisender. Anlässlich der Zulassung des Impfstoffs Moderna in der EU sagte TUI-Chef Fritz Joussen gestern: »Wenn erst einmal eine signifikante Zahl Menschen geimpft ist, dann sinkt das durchschnittliche Sterblichkeitsrisiko so deutlich ab, dass wir zwar weiterhin vorsichtig und achtsam sein müssen, aber umfangreiche Reiserestriktionen und erst recht ein kompletter Lockdown wären dann nicht mehr verhältnismäßig.« Joussen plädiert außerdem dafür, das Potenzial der Schnelltests stärker zu nutzen. TUI habe bereits bei Kreuzfahrten sehr gute Erfahrungen mit Schnelltests verschiedener Anbieter gemacht, sagte er weiter.

Ob im Sauerland, Harz, Taunus oder in der Eifel: Der Knatsch um die vielen Tagestouristen, die die klassischen Wintersportregionen in den letzten zwei Wochen gestürmt haben, ist weiterhin groß. Zwar hat sich die Lage in den letzten Tagen beruhigt, aber vielerorts traut man dem Braten nicht. Vielmehr geht man davon aus, dass am kommenden Wochenende das Tagesausflugs-Theater in die nächste Runde geht. Aber dieses Mal will man besser gewappnet sein. Aus dem Taunus heißt es, Polizei und Ordnungsamtsmitarbeiter werden gegen Falschparker vorgehen. Auch im Sauerland sperrt man vorsorglich die Pisten und Parkplätze.

Wie hoch ist die Corona-Ansteckungsgefahr an Bord? Die Airlines sagen: ziemlich gering. Permanent werde Luft ausgetauscht und Viren durch Spezialfilter der Garaus gemacht. Die neuseeländische Behörde für die öffentliche Gesundheit (CDC) hat nun eine Studie zu dieser Frage vorgestellt. Konkret ging es darum, was Testungen vor dem Abflug bringen. Das Ergebnis dürfte den Airlines nicht gefallen.

7. Januar: Leiter der schwedischen Katastrophenschutzbehörde MSB tritt zurück nach Kanaren-Urlaub, FDP-Politiker im Skiurlaub, Goslar verbietet Verleih von Skiern und Schlitten

Schweden hat lange Zeit auf eine im Vergleich zu vielen anderen Staaten der Welt eher lockere Strategie im Kampf gegen Corona gesetzt. Während vielerorts Geschäfte, Restaurants und Bars geschlossen waren, waren sie in Schweden weiter geöffnet. Seit einiger Zeit aber hat auch Schweden die Leine angezogen. Zwar gibt es keinen harten Lockdown, doch haben die Behörden dringende Empfehlungen ausgegeben. So soll unter anderem auf nicht notwendige Reisen verzichtet werden. Das hielt den Leiter der schwedischen Katastrophenschutzbehörde MSB aber nicht davon ab, auf die Kanaren zu fliegen. Anschließend hagelte es Kritik. Nun ist er zurückgetreten. Auch Mitglieder des Kabinetts gerieten wegen Weihnachtsshopping in die Kritik.

Auch bei uns in Deutschland hat sich ein Politiker für seine Urlaubsreise entschuldigt: Der FDP-Bundestagsabgeordnete Carl-Julius Cronenberg bedauerte eine Reise, die er zwischen den Jahren mit seiner Familie im Schweizer Kanton Wallis verbrachte. Er war dort zum Skifahren.

Im Harz will man nun mit noch schärferen Maßnahmen gegen Tagestouristen vorgehen. Der Landkreis Goslar hat beschlossen, dass der Verleih von Skiern und Schlitten an Feiertagen und an Wochenenden verboten wird. Landrat Thomas Brych appellierte abermals an die Menschen, auf Tagesausflüge in den Harz zu verzichten.

Auch in Olpe im Sauerland will man stärker durchgreifen. Dort sollen am Wochenende die Zufahrtsstraßen zu den Hängen am Fahlenscheid gesperrt werden.

6. Januar: Deutsche Bahn: weniger Fernverkehrsfahrten, Straßen-Sperrungen zu Ausflugszielen, Promis auf Karibik-Insel St. Barth

Die gestern von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung des Lockdowns in Deutschland hat nun auch Konsequenzen für den Fahrplan der Bahn. Ab Donnerstag (7. Januar) will die Bahn einem Sprecher zufolge nur noch 85 Prozent der sonst üblichen Fernverkehrszüge auf die Gleise schicken.

Immer mehr Regionen und Gemeinden haben die Faxen dicke von den vielen Tagestouristen. Nachdem vielerorts Appelle nicht fruchteten, sollen vielerorts die Zufahrtsstraßen zu beliebten Winter-Ausflugszielen gesperrt werden.

Verreisen ist gerade nicht? Nun, kommt drauf an. Wer genug Zeit und Geld hat, kann natürlich auf eine Karibikinsel fliegen und sich dort in einem Hotel oder einer Luxusyacht von den Corona-Strapazen erholen. Das gilt auch für einige Promis, die die Bild-Zeitung auf St. Barth in der Karibik aufgespürt hat.

5. Januar: Ski-Übersicht für die Alpen, Harte Zeiten für Ryanair, TV-Bericht über Reise-Stornierungsrechte in Corona-Zeiten

Ob das noch was wird mit dem Skiurlaub in den Wochen? Angesichts immer neuer Corona-Lockdown-Verlängerungen haben viele Zweifel. Italien will in rund zwei Wochen die Skisaison eröffnen. Ist der Termin haltbar? Welche Alternativen gibt es in den Alpen? Spiegel online hat sich umgehört.

Die Lockdowns in vielen europäischen Ländern haben dem Billigflieger Ryanair im Dezember abermals schwer zugesetzt. Vergangenen Monat zählte die Airline 83 Prozent weniger Fluggäste im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Einige Reiseveranstalter verzichten derzeit bei Neubuchungen weitgehend auf Stornogebühren. Bei TUI zum Beispiel können bis zum 10. Januar abgeschlossene Buchungen bis 14 Tage vor Reiseantritt ohne Angabe von Gründen kostenlos storniert werden. Und danach? Dann sollen sogenannte Flex-Tarife eingeführt werden. Wenn die Kunden ab 11. Januar kostenfrei stornieren wollen, müssen sie dafür eine zusätzliche Gebühr zahlen. Wie hoch die sein wird, steht wohl noch nicht fest. Darüber und welche gesetzlichen Anspruch Reisende auf pandemiebedingte kostenlose Stornierung haben, berichtete das rbb-Verbrauchermagazin SUPER.MARKT gestern Abend.

4. Januar: Wintersportorte dicht, Italien verschiebt Ski-Opening auf 18. Januar, TUI-Chef Joussen rechnet schon 2021 mit »normalen Sommer«, Briten wollen Entschädigung von der Schweiz

Ob in der Eifel, im Sauerland, Taunus oder Schwarzwald: Seit Weihnachten werden die populären Wintersportorte in Deutschland von Tagesausflüglern überrannt. Parkplätze liefen voll, Straßen waren verstopft. Vielerorts richteten die Behörden daher Appelle an die Menschen, nicht zu kommen. Aber es nutzte nichts. Der Wunsch, einen Tag im Schnee zu wandern oder zu rodeln, war bei vielen Menschen größer; sie kamen trotzdem. Nun reicht es einigen Städten. Die Stadt Winterberg im Sauerland verfügte ein Betretungsverbot, am Feldberg im Taunus sperrte die Polizei die Zufahrtsstraßen. Viel geholfen hat es aber anscheinend nicht: Der WDR berichtet, viele Parkplätze außerhalb der gesperrten Gebiete seien bereits Sonntagvormittag belegt.

Skifahrer, die gern auf Italiens Pisten unterwegs sind, scharren schon seit Wochen mit den Hufen. Eigentlich sollte es kommenden Donnerstag (7. Januar) endlich losgehen. Am Wochenende aber gab Gesundheitsminister Roberto Speranza bekannt: Die Coronazahlen sind noch zu hoch, der Skisaison-Start wird auf den 18. Januar verschoben.

Die angelaufenen Impfungen gegen das Coronavirus wecken vielerorts Begehrlichkeiten und Hoffnungen. Auch bei Europas größtem Reisekonzern TUI. Deren Chef Fritz Joussen glaubt, dass viele Menschen 2021 wieder in den Urlaub fliegen werden. Er rechne damit, dass bereits der kommende Sommer »weitgehend normal« laufen werde. Schon jetzt seien die Flieger im Mai zu 50 Prozent ausgelastet. Auch sei zu beobachten, dass »Kunden 5- statt das 4-Sterne-Hotel buchen«.

Die angeordnete Quarantäne britischer Touristen in den Schweizer Skigebieten soll ein Nachspiel haben. Mehrere betroffene Skiurlauber aus Großbritannien fordern eine Entschädigung für die entgangenen Urlaubsfreuden, wie die Zeitung »The Telegraph« berichtet. Auch beschwerten sie sich darüber, wie sie in der Schweiz behandelt worden seien. Sie seien in den Schweizer Hotels «dämonisiert» und wie Aussätzige behandelt worden. Unterdessen gibt es Zweifel an der Meldung, dass in Verbier 200 oder mehr Briten in einer Nacht- und Nebelaktion heimlich abgereist sein sollen.

2. Januar: Deutsche an dänisch-schwedischer Grenze abgewiesen, Tagestouristen-Probleme in Oberstaufen, Berlin rechnet nicht mit Touristen-Comeback vor Sommer, Iberostar-Rückblick aufs Corona-Jahr und Ausblick auf 2021

Urlauber aus Deutschland, die mit dem Auto über Dänemark nach Schweden reisen wollten, erlebten eine unschöne Überraschung: Die Schweden ließen sie nicht einreisen. Grund ist das Einreiseverbot von Dänemark nach Schweden wegen der neu entdeckten Coronavirus-Variante. Das Einreiseverbot gilt vorläufig bis zum 21. Januar dieses Jahres.

Einige beliebte Ausflugsorte in NRW wie etwa im Sauerland und der Eifel wurden zwischen den Jahren von Tagesausflüglern überrannt (wir berichteten). Auch im Allgäu kennt man das Problem. Oberstaufens Tourismus-Chefin Constanze Höfinghoff appellierte daher an die Menschen: »Bitte kommen Sie nicht.«

Nicht nur an Nord- und Ostsee oder in den Alpen wartet man sehnlichst wieder auf neue Gäste. Auch im gebeutelten Berlin, wo man 2020 nur rund 30 Prozent der Übernachtungszahlen von 2019 erreichte. Aber bis es so weit ist, dürfte noch viel Wasser die Spree hinunterfließen. Man gehe von der Formel »Impfung plus sechs Monate aus«, sagte Burkhard Kieker, Chef von Visit Berlin, der offiziellen Organisation für Tourismus- und Kongressmarketing, in einem Interview mit der Berliner Morgenpost.

In den letzten neun Monaten wurde in den Medien viel über die Situation der Airlines, Flughäfen, Reisebüros, Reiseveranstalter und natürlich der Reisenden berichtet. Stichwort gestrandete Urlauber. Relativ wenig las man über die großen Hotelgruppen. Wie haben sie die Coronakrise gemeistert? Finn Ackermann, Verkaufsdirektor der Hotelkette Iberostar, die vor allem in Spanien und der Karibik stark vertreten ist, gibt in einem Gespräch mit der Mallorca Zeitung einen interessanten Einblick in die Arbeit der letzten Monate. So berichtet er beispielsweise, dass ihn das Schicksal der Angestellten in der Karibik besonders berührt habe: »Es gibt dort keine staatlichen Absicherungen. Wir haben den Leuten unter anderem angeboten, dass sie in die Hotels zum Essen kommen können.«

31. Dezember: Diskussionen in Österreich und Italien über Skifahren im Lockdown, kein Tagesausflugsverbot in Winterberg, Feature über Reisen nach Corona

Skifahren ist trotz allgemeiner Ausgangssperre in Österreich weiterhin erlaubt. Daran haben die Bilder und Videos von Menschenmengen vor den Skiliftstationen nichts geändert. Einige Skigebiete wie etwa Bodental in Kärnten und die Rodelwiesen in Semmering hatten angesichts des Andrangs von sich aus die Reißleine gezogen und die Pisten geschlossen. In der Kritik steht weiter Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch in Südtirol will schon bald die Skigebiete öffnen – trotz Bedenken der Regierung in Rom.

Den Behörden in Winterberg in Sauerland macht der ungeheure Andrang von Tagestouristen weiter zu schaffen. Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt, bat die NRW-Landesregierung sogar darum, Tagestouristen den Besuch seiner Gemeinde zu verbieten. Die aber lehnte ab.

Wird sich das Reisen nach Corona verändern? Werden wir da weitermachen, wo wir Anfang 2020 aufgehört haben? Oder wird Corona das Reisen in Zukunft nachhaltig verändern? In einem rund 20-minütigen Wissenspodcast geht der WDR dieser Frage nach.

30. Dezember: Heftiger Tagestouristen-Boom im Sauerland und der Eifel, DRV optimistisch für den Sommer 2021

Während des Lockdown zwischen den Jahren scheint vielen Leuten die Decke auf den Kopf zu fallen. Viele wollen raus, in die Natur. So auch in Winterberg im Sauerland. Dort lädt derzeit eine Schnee-Kulisse zum Spazieren und Rodeln ein. Das lockt extrem viele Tagesausflügler an. Die Rede ist von Blechlawinen aus dem Ruhrgebiet in Richtung Winterberg. Vielerorts bildeten sich Staus. Der Menschenandrang ist Politik und Behörden in diesen Coronazeiten allerdings ein Dorn im Auge. Sie appellierten an die Menschen, auf Tagesausflüge nach Winterberg zu verzichten. Die Appelle fruchteten aber nicht. Jetzt greift die Stadt zu drastischen Maßnahmen. Ähnliche Szenen melden Gemeinden aus der Eifel. Auch dort werden die populären Winterorte von Tagestouristen überrannt.

Für die deutsche Tourismusbranche war 2020 ein katastrophales Jahr. Wird 2021 alles besser? Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband DRV ist optimistisch. »Ein sicheres Reisen ist möglich«, sagte er in einem Interview des Radiosenders WDR5. Er habe keine Zweifel, dass die Reiselust ungebrochen sei: »Alle Umfragen zeigen das.« Seitdem der Impfstoff gegen Corona angekündigt sei, stiegen die Buchungen für den Som30merurlaub 2021, berichtet er.

29. Dezember: Weitere Beschränkungen auf Mallorca, Corona-Rückhaltaktion: 60 Klagen gegen Kostenbeteiligung, erste Touristen auf Sri Lanka nach neun Monaten, neue Ski-Regeln in Österreich

Mallorca bekommt die hohen Corona-Infektionszahlen nicht in den Griff. Aus diesem Grund werden ab heute die Alltagsbeschränkungen abermals verschärft. Das teilte die Regionalregierung der Balearen mit. Demanch müssen Bars und Restaurants bereits um 18 Uhr (statt bis 22 Uhr) schließen, der Einzelhandel um 20 Uhr (statt bis 22 Uhr). Die Ausgangsperren-Zeit um 22 Uhr bleibt bestehen. Sie gilt auch für Silvester.

Ihr erinnert euch: Im Frühling gab es eine beispiellose Rückholaktion der Bundesregierung. Sie holte zehntausende Deutsche und EU-Bürger, die im Urlaub gestrandet waren, nach Hause. Im Sommer dann verschickte die Bundesregierung die Rechnungen für die Flugkosten. Jetzt wurde bekannt: Erst ein Viertel der Rechnungen wurde bezahlt, 60 Personen klagten gar gegen den Zahlungsbescheid des Auswärtigen Amtes.

Auf Sri Lanka sind die ersten Touristen seit Beginn der Corona-Pandemie gelandet. Die Rede ist von mehr als 180 Passagieren, die an Bord einer Chartermaschine aus der Ukraine waren, und auf dem Mattala International Airport nahe Hambantota landeten. Das Flugzeug der Airline SkyUp wurde mit einer Wasserfontäne begrüßt, im Flughafen begrüßte eine Tanzgruppe die Gäste. Nach ihrer Ankunft mussten sie sich die Gäste in Quarantäne begeben.

Nachdem es am langen Weihnachtswochenende in einigen Skiorten Österreich zu größeren Andrängen kam, werden die Abstands- und Hygieneregeln verschärft. Die Rede ist von weniger Parkplätzen und größen Abständen an den Eingängen zu den Skiliften. Außerdem soll mehr Security-Pesonal eingesetzt werden, um die Regeln durchzusetzen.

Unterdessen schreibt die Süddeutsche Zeitung: Längst nicht überall herrschte Chaos. In den Skigebieten der Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg hatte man die Situation gut im Griff.

28. Dezember: Lufthansa-Prognose: Flüge 2021 nur mit Test oder Impfung, Schlichtungstelle: 2020 Beschwerderekord über Airlines und Bahn, Bahn droht Maskenverweigerern mit Fahrverbot, Riesenandrang auf Österreichs Skipisten, Tagestouristen stürmen Winterberg, Schweiz: 200 Briten in Nacht-und-Nebelaktion verschwunden

Wie und wann wir 2021 wieder in den Urlaub fliegen können, beschäftigt derzeit viele Menschen. Die ersten Impfungen sind gestern gestartet, aber bis die alte Unbeschwertheit wiederkehrt, dürfte es noch eine Weile dauern. Carsten Spohr, Chef der Lufthansa, wagt schon mal eine Prognose. Er rechne künftig mit verbindlichen Corona-Tests oder Impfnachweisen auf Langstreckenflügen. Eine Impfpflicht aber, wie sie Australiens Airline Quantas plant, sei nicht geplant, sagte er.

In diesem Jahr gab es unfassbar viele Kunden-Beschwerden über die mangelnde Rückerstattungsbereitschaft von Airlines und Bahn. Wir haben in diesem Ticker seit Beginn der Corona-Krise häufig darüber berichtet. Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr bestätigte am Wochenende diesen Eindruck. Man gehe davon aus, dass bis bis zum 31. Dezember 41.000 Beschwerdefälle eingegangen sein werden. 84 Prozent davon betreffen Airlines.

Es ist zwar nur eine Minderheit, dennoch verursachen sie bei vielen Mitreisenden und der Bahn Ärger: Bahn-Passagiere, die sich weigern, im Zug einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Bahn hat nun offenbar die Faxen dicke von den notorischen Maskenverweigerern und droht damit, sie dauerhaft von der Beförderung auszuschließen. Das sagte ein Sprecher der Bahn der »Welt am Sonntag«.

In Österreich ist Skifahren trotz allgemeiner Ausgangssperre weiterhin erlaubt. In vielen Wintersportorten führte das vorgestern und gestern zu einem Riesenandrang. Rund um einige Orte kam es langen Autoschlangen, es kam zu langen Wartezeiten. Anderenorts waren die Warteschlangen vor den Skiliften enorm.

Ähnliche Bilder gab es aus Winterberg im Sauerland. Viele Tagestouristen, vornehmlich aus dem Ruhrgebiet, reisten an, um in winterlicher Kulisse spazieren zu gehen oder um zu rodeln. Zwischenzeitlich appellierte die Stadt an Besucher, den Ort nicht mehr anzufahren. Wie es nun weitergeht, will die Stadt heute beraten.

Das war letzte Woche ein Riesen-Schock für Skiurlauber aus Großbritannien, die in der Schweiz auf den Pisten unterwegs waren: Nachdem in Großbritannien ein mutiertes Coronavirus entdeckt wurde, verordneten die Schweizer Behörden den Skiurlaubern aus Großbritannien eine Quarantäne. In dem Walliser Skiort Verbier hielten sich zu dem Zeitpunkt 400 Touristen aus Großbritannien auf. Doch die Hälfte von ihnen hatte offenbar keine Lust auf Quarantäne. In einer Nacht- und Nebelaktion verschwanden 200 von ihnen heimlich in der Dunkelheit. 

26. Dezember: Miese Stimmung auf den Kanaren, Niederlande erklären Deutschland zum Risikogebiet, Türkei-Einreise nur noch mit Test

Auf den Kanaren ist die Stimmung im Eimer. Nachdem Deutschland die Kanaren zum Risikogebiet erklärt hatte, folgte der nächste Nackenschlag: Wegen des mutierten Coronavirus verfügte Spaniens Regierung ein Verbot für Flüge aus Großbritannien. Es hagelte Stornierungen. Nun herrscht auf den Inseln wieder gähnende Leere. Viele Hoteliers sind ihrer Existenz gefährdet.

Die Niederlande haben Deutschland zum Corona-Risikogebiet erklärt. Und das Folgen: Wer ab Dienstag, den 29. Dezember in unser Nachbarland einreisen will, benötigt ein negatives Coronatest-Ergebnis, das nicht älter als 72 Stunden sein darf. Das teilte das Auswärtige Amt mit. Die Regelung gelte für Reisende, die mit dem Flugzeug Zug, Bus oder Schiff in die Niederlande einreisen wollen.

Nicht nur Reisende in die Niederlande, auch Urlauber, die ab Montag (28.12.) in die Türkei reisen wollen, benötigen nun ein negatives Coronatest-Ergebnis. Bereits beim Boarding muss das Testergebnis vorgezeigt werden. Wer das nicht kann, dem wird die Flugreise verweigert.

24. Dezember: Holpriger Skisaison-Start in Österreich, Testpflicht für Reiserückkehrer nach NRW, Südafrika-Heimkehrer mit kreativen Rückflügen

Wie angekündigt fällt heute in vielen Gemeinden Österreichs der Startschuss für die Skisaison 2020/2021. Somit sind vielerorts die Pisten über Weihnachten geöffnet. Allerdings mit schärferen Hygienemaßnahmen: Skifahrer ab 14 Jahren sind vor und während der Fahrt mit einer Gondel angewiesen, eine FFP2-Maske zu tragen. Doch nicht überall ist man mit der verschärften Maskenpflicht einverstanden. In Saalbach-Hinterglemm bleiben aus Protest die Seilbahnen der rund 50 Anlagen des Wintersportortes geschlossen. Isabella Dschulnigg, Chefin der Saalbacher Bergbahnen, sagte den Salzburger Nachrichten: »Irgendwann reicht es«. Auch Ischgl hält die Skipisten geschlossen.

Nun also auch in NRW: Die Landesregierung in Düsseldorf hat eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten beschlossen. Wer aus einem Risikogebiete aus dem Ausland (!) nach NRW einreist, ist verpflichtet, sich höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Ankunft testen zu lassen. Die Neuregelung soll am 28. Dezember in Kraft treten.

Wegen des neuartigen mutierten Coronavirus hat die Bundesregierung ein Einreiseverbot für Personen aus Südafrika verfügt. Es soll bis zum 1. Januar gelten. Das heißt: Wer dieser Tage in Südafrika Urlaub macht und nun zurück nach Deutschland will, hat ein Problem. Nun ja, zumindest auf dem Papier. Viele Passagiere werden nämlich kreativ, wenn es darum geht das Einreiseverbot auszuhebeln. So ließen sie sich von ihren Lufthansa-Flügen auf Austrian-Airlines-Flüge nach Wien umbuchen – in Österreich gibt es keine Einreisesperre für Rückkehrer aus Südafrika. Andere buchten Tickets von Südafrika nach Windhoek in Namibia und flogen von dort nach Deutschland.

23. Dezember: Lufthansa und Austrian fliegen weiter nach Südafrika, EU-Kommission will keine Flugverbote von und nach Großbritannien, Bayern verschärft Einreisebestimmungen für Reiserückkehrer, Schweiz sucht Skitouristen aus Großbritannien, Tristesse auf Mallorca

Wegen des neu entdeckten mutierten Coronavirus erlaubt die Bundesregierung derzeit keine Einreisen aus Südafrika. Gleiches gilt in der Schweiz. Deshalb haben die Schweizer Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss ihre Flüge nach Südafrika eingestellt. Nicht so die Lufthansa und Austrian Airlines. Sie fliegen weiter nach Südafrika, nehmen aber niemanden mehr mit zurück. Am Montagabend flog die letzte Lufthansa-Maschine mit Passagieren zurück nach Deutschland.

Die verbotenen Flugreisen aus Großbritannien bereiten derweil auch der EU-Kommission in Brüssel Sorgen. »Verbote von Flug- und Zugreisen sollten angesichts der Notwendigkeit, essenzielle Reisen zu gewährleisten und Unterbrechungen der Versorgungskette zu vermeiden, ausgesetzt werden«, teilte die Kommission gestern mit. Die ersten Länder sehen das offenbar auch so. So sollen Flüge aus Frankreich und den Niederlanden von und nach Großbritannien wieder möglich sein.

Wer aus einem Corona-Hotspot nach Bayern zurückkehrt, muss sich auf schärfere Einreisebestimmungen gefasst machen. In Zukunft gelte eine Testpflicht für alle Urlaubs- und Familienrückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Diese müssen binnen 72 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen.

Kuriose Suche in der Schweiz: Weil die Behörden des Landes verfügt haben, dass alle Personen, die seit dem 14. Dezember aus Großbritannien eingereist sind, sich nun in Quarantäne begeben müssen, ist das Land auf der Suche nach Touristen aus dem Vereinigten Königreich. Wie viele Personen genau im Land sind, weiß jedoch niemand. Nun wird auf den Skipisten nach Briten gesucht, die entweder nichts davon wissen – oder nichts davon wissen wollen …

Auf Mallorca ist gerade still. Sehr still. Nur ein paar Urlauber verlieren sich zwischen den verrammelten Strandbuden. Das stürzt die Einheimischen in eine tiefe Krise, schließlich leben sie fast ausschließlich von den Touristen. Viele sind arbeitslos oder in Kurzarbeit. Hilfsorganisationen, die Lebensmittelspenden verteilen, haben alle Hände voll zu tun.

22. Dezember: Verschärfte Einreisebestimmungen für Rückkehrer aus Großbritannien und Südafrika, Helgoland: ernüchterndes Corona-Jahr-Fazit

Wer derzeit Urlaub in Großbritannien oder Südafrika macht und bald zurück nach Deutschland will, dem droht Ungemach: Der Reiseverkehr aus diesen Ländern nach Deutschland wird eingeschränkt, Rückkehrer müssen einen negativen Corona-Test bei der Einreise nach Deutschland vorlegen. Die Lufthansa kündigte an, sie werde weiter nach Passagiere nach Großbritannien fliegen, aber ohne Reisende zurückkehren.

So wie in vielen anderen Städten und Regionen hat man sich auch auf der Nordsee-Insel Helgoland über die Besucherzahlen im Corona-Jahr 2020 gebeugt. Man ahnt es schon: Die Zahlen geben wenig Anlass zur Freude. Bis Ende November 2019 gab es 333.300 Übernachtungen auf der Insel, bis Ende November 2020 nur 241 500. Nur ein einziger Monat lief 2020 besser als 2019. Auch im benachbarten Niedersachsen sehen die Zahlen für den Oktober 2020 nicht gut aus – mit einer Ausnahme: Camping.

21. Dezember: Einreisende aus Großbritannien empört über Nacht im Flughafen, Spahn verwundert über Südafrika-Reisende, Tirol verärgert über Söders »Ischgl-Bashing«

Gestern verfügte die Bundesregierung, dass der Flugverkehr aus Großbritannien eingestellt wird. Grund ist ein in Großbritannien entdecktes mutiertes Coronavirus, das deutlich ansteckender sein soll als das bisher bekannte. Gestern Abend aber kamen noch Flieger aus England in Deutschland an, unter anderem in Hannover. Die Passagiere mussten nach der Landung einen Coronatest machen und durften anschließend den Flughafen nicht verlassen. Im Flughafen kam es zu erschütternden Szenen, berichtet die Bild-Zeitung. Reisende seien empört darüber, wie mit ihnen umgegangen werde.

Nicht nur Großbritannien, auch Südafrika ist vom Flugstopp wegen des mutierten Coronavirus betroffen. Dort scheinen mehr Deutsche als gedacht ihren Weihnachtsurlaub zu verbringen. Das wiederum wundert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. »Ich bekomme jetzt viele Meldungen, wir dürften doch die Rückreisen aus Südafrika nicht einschränken, weil so viele Deutsche dort im Urlaub wären.« Er frage sich, ob diese Menschen die Botschaften nicht gehört hätten, dass »das jetzt nicht die richtige Zeit für Urlaubsfernreisen ist«, sagte er gestern Abend in der ARD.

Mit Blick auf die Gefahren durch das Coronavirus hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in den letzten Wochen oft mahnende Worte im Gepäck. Als Beleg für die potentielle Verbreitungsgefahr führte er oft die Vorgänge im Tiroler Wintersportort Ischgl an. Das wiederum verärgert Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol. In einem Interview warf er Söder vor, Tirol permanent schlecht zu reden. Platter warf Söder vor, auf einem »Egotrip zu sein«. Die »ständige und abschätzige Erwähnung von Ischgl« sei nicht in Ordnung.

19. Dezember: Kanaren wieder Risikogebiet, neue Regeln für Reiserückkehrer geplant, Union will Fluggastrechte stärken

Riesenschock für alle, die in den Weihnachtsferien auf den Kanarischen Inseln Urlaub machen wollen: Das Robert-Koch-Institut hat die Kanaren wieder zum Risikogebiet erklärt. Grund sind die hohen Corona-Infektionszahlen auf Teneriffa und – mit Einschränkung – auf La Gomera. Insgesamt lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auf den Kanaren innerhalb einer Woche zuletzt bei 127.

Wer derzeit aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss in Quarantäne – kann sich aber nach dem fünften Tag der Rückkehr mit einem Corona-Test aus der Quarantäne befreien. Ausnahme ist NRW, dort hatte ein Gericht die Quarantäne-Pflicht gekippt (wir berichteten). Nun erwägt die Bundesregierung eine neue Regelung für Reiserückkehrer: die Zeit für einen Corona-Test wird verkürzt, auch eine etwaige schon bestehende Impfung gegen Corona spielt eine Rolle.

Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hat in diesem Jahr wegen coronabedingter Reisestornierungen so viele Beschwerden registriert wie nie zuvor. Allein bis Mitte Dezember gingen bei der Schlichtungsstelle rund 40.000 Beschwerden ein. Gerade im Flugverkehr konnte man allerdings schon länger und besonders in den letzten Monaten den Eindruck gewinnen, dass Erstattungen gezielt verzögert wurden, obwohl die Ansprüche der Reisenden offensichtlich berechtigt waren, kritisiert die Union-Fraktion im Bundestag. »Sollte sich der Eindruck einer systematischen Verzögerung erhärten, werden wir als Gesetzgeber zum Schutz der Verbraucher regulativ eingreifen. Vorstellbar wäre beispielsweise, dass Verbraucher zukünftig bei Flugbuchungen nur eine Buchungsgebühr zahlen und der volle Ticketpreis erst beim Check-in fällig wird«, sagte Jan-Marco Luczak, rechts- und verbraucherpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

18. Dezember: Teneriffa bleibt offen für Touristen, Studiosus verzichtet auf Anzahlungen, Eurowings widmet Belegschaft einen Flieger

In den vergangenen Tagen machte im Internet die Nachricht die Runde, Teneriffa nähme wegen der hohen Corona-Infektionszahlen keine Touristen mehr auf. Gestern die Entwarnung: Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit negativem PCR-Testergebnis dürfen nach wie vor einreisen. Dies verkündete die kanarische Regierung vorgestern Abend und erließ ein entsprechendes offizielles Dekret. Die Ein- und Ausreise zu touristischen Zwecken von und nach Teneriffa funktioniere weiterhin wie in der Verordnung vom 11. Dezember 2020 festgelegt, heißt es. Das bedeutet konkret für alle, die nach Teneriffa wollen: Es muss ein negativer PCR-Test oder ein molekularer Covid-Test – auch als TMA-Test bekannt – bei Ankunft auf Teneriffa vorgelegt werden. Der Test darf bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein. Antigen-Schnelltests werden nicht anerkannt.

Keine Anzahlungen bei der Reisebuchung sowie ein kostenloses Umbuchungs- und Stornorecht bis vier Wochen vor Abreise: Der Reiseveranstalter Studiosus hat ein neues Corona-Kulanzpaket bekanntgegeben. Gültig sei es für alle Reisen mit Abreise im Jahr 2021 und es gelte auch für die zur Studiosus-Gruppe gehörende Veranstaltermarke Marco Polo, teilte das Unternehmen gestern mit. Allerdings ist die Anzahlungspraxis nicht komplett entfallen. So müsse der komplette Reisepreis am 20. Tag vor Reiseantritt bezahlt werden, so Studiosus.

Als »Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für das Engagement im Krisenjahr 2020« bietet die Fluggesellschaft Eurowings ihre 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Jahresausklang ein Präsent: Sie widmet der Belegschaft einen sonderlackierten Airbus A320 aus der aktuellen Flotte und bedankt sich auf diese Weise symbolisch beim »besten Team der Welt«. Für die Laudatio lässt Eurowings den Airbus A320 mit der Kennung D-AIZS persönlich sprechen: »Was mich antreibt?«, steht in riesigen Lettern auf dem Rumpf des Flugzeugs – und darunter: »Das beste Team der Welt.«

17. Dezember: Coronatests für Reiserückkehrer nicht mehr gratis, Hamburger Hotel beherbergt Obdachlose, Urlaubsguru-Umfrage: Deutsche wollen 2021 nur noch weg, ERGO-Umfrage zur Impfpflicht am Reiseziel: ein Viertel will dann woanders hin

Urlauber, die aus einem Risikogebiet zurückkehrten, konnten sich bisher kostenlos auf Corona testen lassen, um die obligatorische Quarantäne-Zeit zu verkürzen. Damit ist es seit vorgestern vorbei: Die reisefreundliche Regelung ist am Dienstag ausgelaufen, jetzt müssen die Urlauber den Test selbst bezahlen. So steht es in einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. NRW ist derzeit das einzige Bundesland, in dem keine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt. Ministerpräsident Laschet kündigte aber vergangenen Sonntag eine neue Regelung für NRW an.

Die Corona-Zeit macht in der Not erfinderisch: Eine Hamburger Hotelmanagerin beherbergt in ihrem Hotel und ihrem Hostel statt »normaler« Gäste derzeit insgesamt knapp drei Dutzend Obdachlose. Die Übernachtungskosten übernehmen soziale Obdachloseninitiativen, aber auch die Diakonie Hamburg. Die Obdachlosen dürfen bis Frühjahr kommenden Jahres bleiben, berichtet Managerin Myléne Delattre in einem berührenden Interview, das sie Spiegel online gab.

Die Sehnsucht nach einem erholsamen Urlaub oder einer aufregenden Reise war wohl noch nie so groß wie nach diesem Jahr. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Portals Urlaubsguru. Demnach sei es 69 Prozent der Befragten relativ egal, wohin es nächstes Jahr geht. Wichtig sei, dass es einfach nur weg geht. Das Fernweh sei nach einem Jahr, in dem wohl so wenig wie schon lange nicht mehr verreist wurde, größer denn je, heißt es weiter. Doch mit einer Reise in eine bewährte Urlaubsregion geben sich nur 24 Prozent der Teilnehmer zufrieden. 76 Prozent wollen die Welt entdecken und vor allem fremde Länder kennenlernen. Klar sei: Die meisten ziehe es bei ihrer nächsten Reise in die Natur. Nur 20 Prozent möchten eine Metropole besuchen.

Einige Reiseunternehmen und Airlines haben bereits eine Impfpflicht für Urlauber ins Spiel gebracht. Was ist davon zu halten? Die ERGO Reiseversicherung hat in einer Umfrage bei den Personen, die einer Impfung grundsätzlich eher abgeneigt gegenüberstehen, genauer nachgefragt. Das Ergebnis: Wenn an ihrem Wunsch-Reiseziel eine Impfpflicht herrschen würde, würde sich ein Viertel der Befragten lieber für ein anderes Ziel ohne vorgeschriebene Impfung entscheiden. Besonders flexibel zeigen sich die jüngeren Reisenden: 31 Prozent der 18- bis 24-Jährigen würden bei einer Impfpflicht ein anderes Ziel buchen. Nur zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer könnte eine Impfpflicht im gewünschten Reiseland dazu veranlassen, sich doch impfen zu lassen. 22 Prozent der Befragten haben für 2021 sowieso keine Reisepläne geschmiedet, 13 Prozent wollen ihren Urlaub ohnehin in Deutschland verbringen.

16. Dezember: Hotels in Hessen dürfen Weihnachtsgäste beherbergen, TUI erwartet 2021 viele Urlauber in Spanien und Griechenland, Key West setzt UV-Desinfektionsroboter gegen Corona am Flughafen ein, Mann fährt mit Jet-Ski zur Isle of Man – Haft!,

Gute Nachricht für alle, die über Weihnachten Verwandte in Hessen besuchen und vorher oder nachher im Hotel übernachten möchten: Die hessische Landesregierung erklärte gestern, Übernachtungen aus diesem Anlass seien erlaubt. Die Ausnahmeregelung gilt von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtsfeiertag.

Der Reiseveranstalter TUI erwartet für Spanien und Griechenland einen starken Sommer. Erste Tendenzen zeigen, dass insbesondere Griechenland von Familien sehr stark nachgefragt werde. Kreta, Rhodos und Kos lägen in der Beliebtheit vorne, sagte Marek Andryszak, Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland, gestern. Die TUI rechnet aber auch damit, dass der Deutschland-Urlaub 2021 weiter hoch im Kurs steht. Die deutsche Ostseeküste werde auch 2021 beliebteste Urlaubsregion innerhalb Deutschlands bleiben, heißt es. Rund ein Viertel aller Deutschlandurlauber verbringen hier ihre Ferien, Tendenz steigend. Sehr gefragt seien auch der Schwarzwald, der Bayerische Wald, das Allgäu und die Ostfriesischen Inseln.

Ein Roboter zur Bekämpfung von Coronaviren ist seit vorgestern nach Geschäftsschluss in den Innenräumen des Key West International Airport unterwegs. Der Roboter soll hochintensives ultraviolettes Licht der Wellenlänge UV-C ausstrahlen, das schädliche Krankheitserreger in der Luft und auf Oberflächen abtöten, heißt es. Richard Strickland, Flughafendirektor des Monroe County in den Florida Keys sagte: »Die Passagiere sollen wissen, dass wir, wenn sie zum Key West International Airport reisen und die Einrichtungen hier nutzen, alle möglichen Maßnahmen gegen COVID-19 ergriffen haben, um die Sicherheit der Passagiere zu schützen.«

Von Schottland in viereinhalb Stunden rüber zur Isle of Man mit dem Jet-Ski – das ist schon in normalen Zeiten ein ziemlich ungewöhnliches Unterfangen. Aber in Corona-Zeiten erst recht. Denn die Isle of Man hat wegen Corona dichtgemacht. Einreisen auf die Insel sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Die aber lagen bei einem jungen Mann nicht vor, der mit dem Jet-Ski am Wochenende seine Freundin auf der Insel besuchte. Er wurde geschnappt, vor Gericht gestellt und zu einer Haftstrafe verurteilt.

15. Dezember: Nepal wieder offen, Frankfurter Zukunftspläne für Nach-Corona-Zeit, ADAC: Lockdown bremst Weihnachts-Reiseverkehr

Nepals Regierung erlaubt es Touristen wieder, in das Land einzureisen. »Nepals diplomatischen Vertretungen im Ausland erteile15n wieder Touristenvisa«, sagte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde. Allerdings sollten Urlauber, die eine Reise nach Nepal erwägen, beachten, dass derzeit eine Einreise nur mit dem Flugzeug möglich ist und dass nach Ankunft eine siebentägige Quarantäne in einem Hotel Pflicht ist.

Frankfurt ist vor allem als Stadt der Finanzen bekannt. Viele Kreditinstitute haben in der Mainmetropole ihren Sitz. Entsprechend viele Geschäftsleute übernachteten in der Stadt, um an Meetings teilzunehmen. Aber wird das auch noch so sein, wenn die Corona-Pandemie überstanden sein wird? Daran hat man in Frankfurt Zweifel. Deshalb arbeitet man jetzt an einem Masterplan: Frankfurt will angesagte Kunst- und Kulturmetropole werden.

Wer trotz gegenteiliger Appelle der Politik auf einen Besuch von Verwandten oder Freunden an Weihnachten nicht verzichten will und dafür die Autobahn nutzen will, kann mit Blick auf drohende Staus beruhigt sein: Der ADAC rechnet zum Beginn der Weihnachtsferien am vierten Adventswochenende, an Weihnachten selbst und zum Ende der Feiertage angesichts des Corona-Lockdowns und den daraus resultierenden Einschränkungen mit deutlich weniger Verkehr und Staus auf den Autobahnen als in den Vorjahren.

14. Dezember: Spekulationen über frühere Bali-Öffnung, NRW kippt Weihnachts-Hotelübernachtungen wieder, Pilawa vermisst Kanada

Kann man etwa noch vor Weihnachten nach Bali reisen? Eigentlich sollte das erst 2021 möglich sein. Jetzt aber gibt es Spekulationen, dass noch vor Weihnachten die ersten Touristen wieder auf die Insel reisen dürfen. Ein Mitarbeiter der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO), die zur Zeit auf Bali ist, und das Tourismus-Comeback der Insel mit vorbereitet, sagte, er wäre nicht überrascht, wenn es schon Weihnachten losgehen würde.

Das Hin und Her bei den Hotelübernachtungen an Weihnachten geht weiter. Nachdem einige Bundesländer, u.a. NRW, angekündigt hatten, dass Hotels über die Weihnachtstage Gäste beherbergen dürfen, gibt es jetzt die ersten Rückzieher. »Da jetzt die Zahl auf den allerengsten Familienkreis reduziert ist, wird auch für Hotels klargestellt, dass keine Übernachtungen stattfinden sollten«, sagte NRW-Ministerpräsident Laschet.
Derzeit herrscht ein großes Durcheinander bei dem Thema: In einigen Bundesländern bleibt es erlaubt, in anderen nicht. Die Diskussion ist aber im Fluss. Es ist gut möglich, dass es in den nächsten Tagen noch zu Verschärfungen kommt.

Auch TV-Moderator Jörg Pilawa hat es zur Zeit nicht leicht. Der Hamburger hat sich vor Jahren vor der Küste Kanadas eine Privat-Insel gekauft. 36.000 Quadratmeter ist sie groß und liegt in Nova Scotia. In diesem Jahr aber konnte Pilawa die Insel wegen Corona nicht besuchen. »Das Ausklinken fehlt schon«, sagte Pilawa der Bild-Zeitung.

12. Dezember: Verwirrung um Corona-Tests für Einreise auf Kanaren, Katalonien und Tschechien vor Öffnung der Skigebiete

Am Donnerstag versandte das Spanische Fremdenverkehrsamt in Deutschland eine E-Mail. Es ging darin um die aktuellen Corona-Einreisebestimmungen für Urlauber aus Risikogebieten, die nach Spanien einreisen wollen. Darin heißt es: »Die diagnostischen Tests, die erforderlich sein werden, sind die Tests PCR (COVID-19 RT-PCR), TMA, LAMP, sowie andere Tests, die auf äquivalenten molekularen Techniken basieren. Antigen- oder Schnelltests werden zum jetzigen Zeitpunkt nicht akzeptiert.« Die Deutsche Presse-Agentur hakte daraufhin bei der Corona-Infostelle der Kanarischen Inseln nach. Die aber sagt: Für die Einreise ist der schnellere und billigere Corona-Schnelltests ausreichend.

Viele Skigebiete in Europa sind derzeit noch geschlossen. Zwar ist die Ansteckungsgefahr auf den Pisten nahezu null, aber in den Gondeln und Hotels sieht das vielleicht schon anders aus. Die Schweiz hat sich dagegen entschieden, die Pisten und Lifte zu schließen. Auch im spanischen Katalonien hält man nichts von einer Schließung. Dort werden die Skigebiete nächste Woche den Betrieb aufnehmen. Auch Tschechien hatte letzte Woche angekündigt, die Skigebiete ab 18. Dezember zu öffnen.

11. Dezember: Fehlalarm auf »Quantum of the Seas«, Ischgl: 50 weitere Amtshaftungsklagen gegen Österreich in Vorbereitung, Expedia lockt Home-Office-Müde mit Sonderaktion, Ärger wegen drohendem Shopping-Tourismus aus Sachsen

War der Abbruch der Kreuzfahrt der »Quantum of the Seas« etwa für die Katz? Das Schiff brach Anfang der Woche seine Reise wieder ab, nachdem ein 83-Jähriger positiv auf Corona getestet wurde. 1.700 Passagiere mussten in ihren Kabinen bleiben, der Dampfer fuhr zurück nach Singapur. Jetzt stellt sich heraus: Der Test lieferte ein falsches Ergebnis, der Mann war gar nicht positiv.

Der Corona-Ausbruch in Ischgl im Spätwinter dieses Jahres beschäftigt vermutlich in größerem Maße die Justiz. Österreichs Verbraucherschutzverein (VSV) hat jetzt angekündigt, vermutlich schon bald 50 weitere Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich einzureichen. Der VSV ist der Meinung, dass die Behörden zu spät auf den Coronavirus-Ausbruch in Ischgl reagiert hätten und dabei möglicherweise dem Druck der Tourismusverantwortlichen nachgegeben hätten.

Was anfangs noch neu, aufregend und abwechslungsreich erschien, hat mittlerweile für einige Arbeitnehmer bereits deutlich an Reiz verloren: das Arbeiten im Home Office. Der Wunsche nach einer Arbeitsumgebung steigt. Dass ein solcher Tapetenwechsel kein Wunschtraum bleiben und zwingend nicht viel Geld kosten muss, zeigt nun das Reiseportal Expedia. In einer Aktion bietet es zweiwöchige Luxus-Workation-Trips für 20,20 EUR zu buchen. Ab dem 14. Dezember um 20:20 Uhr können Interessierte die Probe aufs Exempel machen eine der insgesamt vier Luxus-Workation-Trips zum Preis von nur 20,20 EUR buchen. Die Schnellsten erhalten dafür im April 2021 einen zweiwöchigen Aufenthalt für zwei Personen in einem Expedia-VIP-Hotel. Auswählen können sie zwischen einem Aufenthalt im SO/ Berlin Das Stue in Berlin oder im Excelsior Hotel Ernst, direkt am Kölner Dom.

Sachsen gehört zu jenen Ländern, die mit harten Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus vorgehen wollen. So müssen ab Montag alle Geschäfte mit Ausnahme der Supermärkte schließen. In den benachbarten Bundesländern Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt ist das (noch) nicht geplant. Dort fürchtet man nun einen Shopping-Tourismus der Sachsen in ihre Geschäfte.

10. Dezember: Reiserücktrittsversicherungen in Corona-Zeiten, Kölner Hotel abermals wegen Touristen und Prostitution in den Schlagzeilen

Wer nächstes Jahr in den Urlaub fliegen will, den belastet womöglich der Gedanke, dass die Corona-Pandemie 2021 trotz anlaufender Massen-Impfungen vielleicht noch eine größere Rolle spielt als gedacht. Versicherungsunternehmen kennen das Problem, das mit Reisen und Krankheiten verbunden ist. Neben den Auslandsreisenkrankenversicherungen bieten sie Reiserücktrittsversicherungen an. Sie greift dann, wenn der Urlaub langfristig gebucht ist, und man kurz vor der Abreise erkrankt. Wer im Voraus eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat, bekommt in einem solchen Fall die Stornokosten erstattet. Allerdings schützt nicht jede Versicherung gleich gut – auch nicht in Zeiten von Covid-19. Das hat die Stiftung Finanztest in einer aktuellen Untersuchung festgestellt.

Leser unseres Corona-Tickers erinnern sich vielleicht noch: Im November nahm die Polizei in Köln ein 3-Sterne-Hotel hoch, weil dort trotz Beherbergungsverbot Touristen übernachtet hatten und auch eine Prostituierte ihrer Arbeit nachging. Jetzt fiel das Hotel schon wieder auf. In der Nacht auf Montag wurde die Polizei gerufen, wieder gab es Ärger mit einer Prostituierten. Und schon wieder fiel der Polizei auf, dass sich ungewöhnlich viele Gäste in dem Hotel aufhielten. Offenbar konnte sich das Personal dieses Mal zunächst mit der Ausrede retten, es beherberge nur Freunde, die schon wegen Weihnachten angereist seien. Eine Überprüfung der Gäste konnte diese Aussage aber nicht stützen. Die Stadt hatte anschließend die Nase voll: Das Hotel wurde per Verfügung geschlossen.

9. Dezember: Weihnachtsappelle der Politik, Weihnachtsferien vor Verlängerung, TUI Ferienhaus gewährt kostenfreies Storno bis Ende 2021, Quantum of the Seas bricht Kreuzfahrt ab

Kurz vor oder an Weihnachten verreisen, um die lieben Verwandten zu besuchen und gemeinsam in großer Runde das Weihnachtsfest begehen – das ist ein Ritual, das für viele seit Jahren gang und gäbe ist. Aber in diesem Jahr scheint vieles anders zu sein. Zwar hatten sich Bund und Länder neulich erst darauf geeinigt, dass man Weihnachten auch in größerer Runde zusammenkommen könne, doch diese Einigung steht zunehmend auf tönernen Füßen. Immer mehr Politiker und Experten sagen nun: Die Weihnachtsfeier in großer Runde ist keine gute Idee. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn stimmt in diesen Chor ein. Er fordert die Deutschen auf, in diesem Jahr an Weihnachten nicht zu verreisen.

Werden die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie verlängert? Das sieht jedenfalls so aus, denn immer mehr Bundesländer erwägen das. Gestern wurde bekannt, dass das Bundesland Berlin eine Verlängerung der Weihnachtsferien um eine Woche bis einschließlich 10. Januar 2021 prüft. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert gar vier Wochen Weihnachtsferien.

Wer sich bis zum 31. Dezember 2020 für einen TUI-Ferienhaus-Urlaub zwischen dem 15. Dezember 2020 und dem Jahresende 2021 entscheidet, kann relativ entspannt dem Urlaub entgegensehen. Denn der Ferienhaus-Anbieter garantiert Buchenden in Deutschland bis 31 Tage vor Anreise eine kostenlose Stornierung. Dies gelte auch für alle europäischen Destinationen innerhalb einer bestimmten Zeit, teilte das Unternehmen mit.

Es sollte eine mehrtägige Schiffsreise ohne Landgänge werden, die Kreuzfahrt der Quantum of the Seas ab Singapur mit 1.700 Passagieren an Bord. Doch die Cruise währte nicht lange, nachdem ein Passagier an Bord positiv auf Covid-19 getestet wurde. Notfallpläne wurden aktiviert, einschließlich sofortiger Isolierung enger Kontakte und gründlicher Reinigung des Schiffes. Das Schiff kehrt nun nach Singapur zurück, damit die Passagiere von Bord gehen und bei Bedarf medizinische Unterstützung erhalten können.

8. Dezember: Lufthansa: »extrem hohe« Nachfrage über Weihnachten, Spekulationen über Sri-Lanka-Öffnung, Umfrage: Deutsche zurückhaltend bei Reiseplänen für 2021, Berlin fördert Nebenbezirke

Im Gegensatz zum November präsentiert sich der Dezember in vielen Teilen Deutschlands derzeit ziemlich ungemütlich. Es ist kalt, vielerorts fällt Regen. Viel unternehmen kann man auch nicht, denn wegen der Corona-Maßnahmen sind viele Freizeiteinrichtungen geschlossen. Da scheint für viele Urlaubswillige der Zeitpunkt gekommen zu sein, um Nägel mit Köpfen zu machen und Reißaus zu nehmen. Die Lufthansa jedenfalls meldet derzeit eine »extrem hohe« Nachfragen nach Flügen in der Weihnachtszeit. Neben den Kanaren stünden Südafrika und Namibia hoch im Kurs.

Sri Lanka will im nächsten Jahr wieder Touristen ins Land lassen. Tourismusministerin Prasanna Ranatunga wurde in Medienberichten mit den Worten zitiert, Sri Lanka sei dabei, neue Richtlinien zu erörtern, die vom Covid-19-Expertenausschuss des Ministeriums für Gesundheit und Tourismus in Sri Lanka ausgearbeitet worden seien. Doch die bisher durchgesickerten Details dürfen bei potentiellen Sri-Land-Reisenden auf wenig Begeisterung stoßen. Von Mindestaufenthalten, regelmäßigen Corona-Tests und örtlich begrenzten Korridoren, in denen man sich aufhalten darf, ist die Rede.

Unter allen europäischen Befragten sagen Deutsche derzeit am häufigsten (34 Prozent), dass sie innerhalb der nächsten 12 Monate keine Reisen, national oder international, privat oder beruflich, einplanen. In Europa treffen nur die Spanier diese Aussage genauso häufig. Weltweit führt Kanada in dieser Äußerung mit 40 Prozent. Unter Deutschen planen wiederum 40 Prozent nationale Urlaubsreisen innerhalb der kommenden 12 Monate ein, 31 Prozent internationale. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von YouGov Global Travel Profiles, für die ca. 14.700 Personen aus 25 Märkten weltweit befragt wurden. Weiter heißt es, dass drei von fünf (60 Prozent) der Deutschen der Meinung sind, dass die gesundheitlichen Risiken des Reisens für sie eine Ba08riere darstellen, während fast ebenso viele (57 Prozent) glauben, dass die Reisebeschränkungen, denen sie ausgesetzt sind, ein Hindernis sind.

Die Corona-Krise »beschert« Berlin weiter leere Hotels, Pensionen und Jugendherbergen. Diese Zeit nutzt die Stadt damit, neue Tourismusattraktionen zu schaffen. Es geht um Orte, die außerhalb des Zentrums liegen. Auf der Agenda stehen etwa ein Pilgerweg, ein Radrundweg und ein Kunstroutengang – allesamt in Außenbezirken wie Spandau, Reinickendorf oder Treptow-Köpenick gelegen.

7. Dezember: Skigebiets-Betreibern drohen Riesen-Verluste, Tristesse am Toten Meer

Ob das noch was wird mit dem Skifahren in diesem Winter? Aktuell sieht es nicht gut aus. In Bayern sind die Skigebiete noch geschlossen. Und wer mit dem Gedanken spielt, nach Österreich oder Tschechien zu fahren, der muss sich weiter in Geduld üben. Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte rechnet angesichts der miserablen Aussichten für die kommenden Wochen und Monate mit einem Riesen-Minusgeschäft. Von 400 Millionen Euro Schaden ist die Rede, in Österreich noch viel mehr.

Auch am Toten Meer in Israel ist derzeit wenig los. Der Grund liegt auf der Hand: Corona. Dennoch versuchen die Tourismusverantwortlichen in Israel, das Beste aus der Situation zu machen. Ein Instrumentarium sind regelmäßige Corona-Schnelltests für Mitarbeiter und Anwohner. Touristen müssen ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen, bevor sie einreisen dürfen. Wie lange die Hotels am Toten Meer geöffnet bleiben dürfen, steht aber in den Sternen.

5. Dezember: Tschechien öffnet Skigebiete, Update der Corono-Risikogebiete, SunExpress testet Covid-19-Antigentests auf Strecke Düsseldorf-Antalya

Ungeachtet der Appelle europäischer Regierungschefs, Europas Skigebiete wegen Corona geschlossen zu halten, wird Tschechien am 18. Dezember den Startschuss fürs Opening der Skisaison 2020/21 geben. Gesundheitsminister Jan Blatny sagte, die Menschen würden wegen des Sports in die Berge fahren und nicht um abends Party zu machen. Das Skiangebot richte sich in erster Linie an die Tschechen. Wer aus Deutschland kommend dort Urlaub machen will, benötigt u.a. einen negativen Coronatest. Tschechien gilt immer noch als Corona-Riskiogebiet.

Womit wir beim nächsten Thema wären: dem wöchentlichen Corona-Risikogebiets-Update des Robert-Koch-Instituts. Eins vorweg: Viel hat sich nicht getan. Einige Regionen in Finnland und Estland sind nun auch Corona-Riskikogebiete, andere in Griechenland und Irland nicht mehr.

SunExpress, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, wird am kommenden Dienstag (8. Dezember) ein Pilotprojekt für Covid-19-Antigen-Schnelltests auf allen Flügen von Düsseldorf nach Antalya starten. In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Flughafen und dem Malteser Medizinischen Versorgungszentrum bietet die Fluggesellschaft Kunden ab sofort die Möglichkeit, sich vor dem Abflug freiwillig und kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen. Beim Einchecken können die SunExpress-Gäste wählen, ob sie an dem Pilotprojekt teilnehmen möchten. Passagiere, die sich testen lassen möchten, erhalten ihre Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten. Das Check-in-Personal des Flughafens schaltet die Bordkarte nur dann final frei, wenn der teilnehmende Passagier am Schalter ein negatives Testergebnis vorlegt.

4. Dezember: Schlupfloch für Tagesausflügler in Bayern?, Hotel-Übernachtungen an Weihnachten: wer was erlaubt, Lufthansa: starker Buchungszuwachs über Weihnachten und Neujahr

Die Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer ähneln sich stark, in Details sind sie aber zuweilen unterschiedlich ausgestaltet. So auch in Bayern und Baden-Württemberg mit Blick auf Tagesausflüge. Während im Südwesten Wintersportler und andere Tagestouristen, die in ein Corona-Risikogebiet ins Ausland reisen, anschließend nicht in Quarantäne müssen, ist genau das in Bayern der Fall. Das nährte die Spekulation, ob denn nun Ski-Ausflügler für ihren Tagesausflug nach Österreich über Baden-Württemberg ein- und ausreisen könnten, ohne in Quarantäne zu müssen.

Wer derzeit plant, Weihnachten Verwandte zu besuchen und dabei eine Nacht im Hotel zu verbringen, sieht womöglich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Grund ist die unterschiedliche Handhabung der Bundesländer. Während etwa Hessen, NRW und Berlin dazu grünes Licht erteilt haben, ist in anderen Bundesländern noch keine finale Entscheidung gefällt worden.

Die Lufthansa verzeichnet nach eigenen Angaben für die bevorstehende Weihnachts- und Neujahrsreisezeit einen sprunghaften Anstieg von interkontinentalen und innereuropäischen Buchungen. In der vergangenen Woche hätten bis zu 400 Prozent mehr Menschen Ziele in Übersee sowie Süd- und Nordeuropa gebucht als in der Vorwoche. Besonders gefragt seien dabei Flugziele in Südafrika (Kapstadt, Johannesburg), Namibia (Windhoek), auf den Kanarischen Inseln, Madeira sowie Sonnenziele im Mittelmeerraum, aber auch schneesichere Gebiete in Nordfinnland, so dkie Airline.

3. November: Teil-Lockdown bis 10. Januar, Österreich öffnet Heiligabend Skigebiete, Laschet fordert Reiseverzicht für Dezember, Bahn setzt Weihnachten mehr Züge ein

Damit war gerechnet worden: Bund und Länder haben gestern beschlossen, den Teil-Lockdown mindestens bis zum 10. Januar zu verlängern. Damit bleiben Beherbergungsbetriebe weiterhin geschlossen. Mecklenburg-Vorpommern behält sich allerdings das Recht vor, früher auszusteigen. Wie in Schleswig-Holstein ist dort die Situation dank der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz deutlich besser als im übrigen Bundesgebiet.

Trotz gegenteiliger Bitten europäischer Regierungschef wird Österreich am 24. Dezember die Skigebiete öffnen. Allerdings hat die Öffnung für Skifahrer aus Deutschland einen Haken. Oder besser gesagt zwei: Zum einen bleiben die Hotels und Pensionen im Dezember geschlossen, zum anderen müssen Besucher aus Risikogebieten, das Deutschland derzeit ist, für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Unterdessen hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Bürger dazu aufgerufen, auf Reisen im Dezember zu verzichten. »Zu diesem Weihnachten und zum Jahreswechsel passen keine Skiferien«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Volle Züge mit eng aneinander sitzenden Fahrgästen – das will die Bahn Weihnachten vermeiden. Aus diesem Grund setzt sie zwischen dem 18. und 27. Dezember rund 100 zusätzliche Züge ein. Bereits jetzt können Fahrgäste nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz buchen.

2. Dezember: Dehoga Sachsen: Weihnachts-Hotelöffnungen lohnen sich nicht, Schweiz glaubt nicht an zweites Ischgl, wieder mehr Besucher in Machu Picchu erlaubt, Easyjet mit neuen Handgepäck-Regeln

Auch Sachsen will es Weihnachten den Hotels erlauben, für einige Tage zu öffnen. Die Begeisterung darüber hält sich aber beim sächsischen Hotel- und Gaststättenverband in Grenzen. Das abgespeckte Weihnachtsgeschäft werden sich für die wenigsten Hoteliers lohnen, so Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Sachsen. Man rechne nur mit wenigen Gästen.

In der Schweiz wird darüber diskutiert, ob und wie die Ski-Saison in diesem Winter stattfinden kann. Über allem schwebt die Erfahrung aus dem Tiroler Ischgl, wo sich im vergangenen Spätwinter viele Menschen mit Corona infizierten. Das dürfen sich nirgends wiederholen, so der Tenor. Martin Nydegger, Direktor der Marketing-Organisation Schweiz Tourismus, sagt: »Bei uns wird ja mehr gelounget und deshalb können wir eine angenehme Wintersaison garantieren«.

Gute Nachrichten aus Südamerika: In der Inkastätte Machu Picchu darf fortan täglich mehr als 1.100 Menschen Einlass gewährt werden. Das teilte das peruanische Kulturministerium mit. Grund seien die positiven Erfahrungen mit den Hygiene- und Abstandsmaßnahmen, die seit Wiedereröffnung der Inkastätte vor rund einem Monat gelten. Der Eintritt bleibt laut Kulturministerium bis zum 31. Dezember 2020 frei.

Im Windschatten der Corona-Krise haben in den vergangenen Wochen Ryanair und Easyjet ihre Regelungen zur Gepäckmitnahme an Bord geändert. Wie das aussieht? Das lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Der Bord-Trolley muss in Zukunft kleiner sein. Wer weiterhin mit seinem konventionellen Bord-Koffer in die Kabine will, muss mehr zahlen.

1. Dezember: Merkel will Weihnachten keine Hotelöffnungen, Mehrheit der Deutschen gegen Ski-Opening, Kanada verlängert Einreisestopp für Touristen, Corona-Trübsal in Kenia, Scandic Hotel mit Monatspackages für Studenten

Nachdem sie letzte Woche wissen ließ, dass sie von der baldigen Öffnung der Skigebiete nichts hält, äußert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nun abermals zu einer Tourismus-Angelegenheit: Dieses Mal geht es um die Hotelöffnungen während der Weihnachtsfeiertage, die einige Bundesländer wie etwa NRW, Hessen oder Berlin planen. Das lehnt Merkel ab. Es habe ihr die Phantasie gefehlt, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten, wurde sie zitiert, berichtet die WELT.

Über die Frage, ob schon bald alle Skigebiete in Europa wieder öffnen können, entzündete sich vergangene Woche ein Streit zwischen Deutschland und Österreich. Die Bundesregierung in Berlin ist dagegen, die in Wien dafür. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der »Augsburger Allgemeinen« halten es 73,8 Prozent der Befragten für richtig, dass die Skigebiete europaweit weiter geschlossen bleiben.

Wer bald nach Kanada in den Urlaub fliegen will, muss sich weiter in Geduld üben. Kanadas Regierung kündigte an, das Einreiseverbot für Touristen zu verlängern. In einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung kündigten der Minister für öffentliche Sicherheit Bill Blair und Gesundheitsministerin Patty Hajdu an, die Beschränkungen für Reisende bis zum 21. Januar 2021 auszudehnen.

Viele Hotels in Kenia stehen weiter leer. Trotz sehr günstiger Angebote für Urlauber und ausgefeilten Hygienekonzepten reisen nur sehr wenige Touristen nach Kenia. Das ist verheerend für die Bevölkerung. Rund 2,5 Millionen Kenianer haben durch die wegen Corona ausgelöste Krise ihren Job verloren. In einer Reportage berichtet der Spiegel aus dem Land und schildert, wie Betroffene versuchen, sich über Wasser zu halten.

Scandic Hotel lockt derzeit Studenten mit einem Sonderangebot. In den Häusern in Berlin, Hamburg und Frankfurt können Studenten ein Zimmer zum Preis ab 690 Euro pro Monat mieten. Eine aktuelle Studienbescheinigung muss vorgelegt werden. Das Frühstück ist nicht inklusive. W-Lan schon.

30. November: Unions-Kritik an Merkel und Söder wegen Ski-Verbote, NRW prüft Weihnachts-Ski-Stopp im Sauerland, Mecklenburg-Vorpommern öffnet Hotels an Weihnachten, Island lockt Besserverdienende

Die harte Linie von Kanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder gegenüber dem Ski-Urlaub stößt auch in den eigenen Reihen auf Kritik. So sagt Wolfgang Steiger (56), Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, gegenüber der Bild-Zeitung: »Die Skiurlauber sind alle an der frischen Luft und können in den Übernachtungsbetrieben auf Distanz gehalten werden.« NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist auf Merkel-Linie. Er lässt derzeit prüfen, den Ski-Tourismus im Sauerland in den Weihnachtsferien auszusetzen.

Auch Mecklenburg-Vorpommern will Hotelaufenthalte für Festtagsbesuche erlauben. Drei Übernachtungen seien erlaubt, teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Wochenende mit. Demnach sollen die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Dezember bis zum 1. Januar geöffnet sein dürfen.

Wer ein paar Wochen oder Monate nach Island reisen will, hat dazu ab jetzt die Gelegenheit. Bis zu sechs Monate will es Island ausländischen Staatsbürgern erlauben, auf der Insel zu bleiben. Voraussetzung ist, dass man sein Homeoffice auf die Insel verlegt. Allerdings ist die Hürde hoch: Das Visum wird nur erteilt, wenn man ein Einkommen in Höhe von einer Million isländischen Kronen im Monat nachweisen kann. Das sind mehr als 6.000 Euro im Monat.

28. November: Schwarzwald will am Ski-Opening festhalten, weiter Diskussion über Hotelöffnungen an Weihnachten

Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland formiert sich Widerstand gegen die Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Skisaison in der EU zu verschieben. »Ich halte es für unrealistisch, dass europaweit die Lifte abgestellt werden«, sagte Adrian Probst, Bürgermeister in St. Blasiens am Feldberg, im SWR. Sollten die Lifte erst am 10. Januar geöffnet werden, befürchte er Chaos im Schwarzwald. Unterstützung erhielt er vom Verband Deutscher Seilbahnen.

Nach Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin wollen nun auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen es den Hotels erlauben, über die Weihnachtstage Gäste aufzunehmen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßt das, Regierungssprecher Steffen Seibert dagegen nicht. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges fordert eine bundesweit einheitliche Regelung. Unterdessen ergab eine Umfrage des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, an der rund 350 Unternehmen – darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen und Campingplätze – teilgenommen haben, dass eine zeitweise Wiedereröffnung des Tourismus über die Feiertage bis zum Jahresende für mehr als 80 Prozent der Unternehmen nicht wirtschaftlich sei.

27. November: Merkel: Ski-Clinch mit Österreich, Sonnenklar TV plant Corona-Impfkampagne, Hessen, NRW und Berlin erlauben Weihnachten Hotelübernachtungen, Delta Air Lines mit Mehrfach-Corona-Tests, Corona-Desaster in Kapverden, Singapur launcht internationale Tourismuskampagne »SingapoReimagine«

Dass Politiker sehr besorgt sein können, wenn es um den Urlaub geht, haben wir in diesem Jahr schon oft erlebt. Mal ging es um das Beherbergunsverbot, mal um die Reise ins Nachbarland, aber meist ging es ums Reisen generell. Das, so der Tenor einiger Politiker, ist in Corona-Zeiten nicht gut. Und schon gar nicht in Zeiten hoher Infektionszahlen. Also jetzt.

Nun ist es aber so, dass dieser Tage die Skisaison in den Alpen beginnt. Oder besser gesagt beginnen sollte. Frankreich mag aber nicht die Pisten öffnen, Italien auch nicht. Das hört Bundeskanzlerin Angela Merkel gern, denn auch sie hält nichts davon, dass sich Urlauber schon bald wieder auf den Skipisten tummeln. Aber ein Ski-Verbot in Deutschland reicht ihr nicht. »Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten. Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen«, sagte Merkel gestern im Bundestag. Unser südlicher Nachbar Österreich ist über das Vorpreschen Merkels, zurückhaltend ausgedrückt, wenig angetan. »Diesem Vorstoß kann ich nichts abgewinnen. Das liegt auch nicht in der europäischen Zuständigkeit. Ich wüsste nicht, auf welcher Rechtsgrundlage die EU die Schließung von Skigebieten verordnen sollte«, ließ Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger gestern über den Spiegel wissen. Die Schweiz hält sich aus der Diskussion heraus – und könnte am Ende der lachende Dritte sein. Dort haben einige Skigebiete den Betrieb bereits aufgenommen.

Die Diskussion über die Notwendigkeit einer Corona-Impfung für Reisende nimmt Fahrt auf. Nachdem Mitte der Woche die australische Fluggesellschaft Qantas ankündigte, bald nur noch Passagiere zu befördern, die gegen Corona geimpft sind, will der Reiseveranstalter Sonnenklar TV eine Deutschland-Kampagne unter dem Motto »Erst impfen, dann reisen!« ins Leben rufen. Andreas Lambeck, Geschäftsführer von Sonnenklar.TV, sagte, obwohl man um die Kontroverse des Themas Impfen wisse, rufe man ganz klar als Reise-Sender dazu auf, sich impfen zu lassen. Das Reisen, so Lambeck, solle wieder selbstverständlich werden und das scheine die einzige Garantie momentan. »Denn ich bin mir sicher, dass neben Airlines wie Qantas auch Länder auf die Idee kommen, dass eine Einreise nur mit einer Impfung möglich ist. Wir haben zwar keinen Einfluss darauf, was und wie die jeweiligen Regierungen weltweit entscheiden, setzen aber ein klares Signal mit unserer Aussage. Wir glauben, eine Impfung ist der einzige richtige Weg, um Reisen für den Gast wieder in vollem Umfang und mit höchster Sicherheit möglich zu machen«, sagte Lambeck. Der WDR hatte zuerst darüber berichtet.

Wer über die Weihnachtstage Verwandte besuchen möchte, aber bei ihnen nicht übernachten kann, steht vor einem Problem. Schließlich sind Hotelübernachtungen nur aus geschäftlichen Gründen erlaubt. Was also tun? NRW, Hessen und Berlin wollen über Weihnachten eine Ausnahme machen und für solche Fälle Übernachtungen erlauben. »Wer eine Verwandtenreise macht, muss irgendwo übernachten können«, so Hessen Ministerpräsident Volker Bouffier. Kanzleramtsminister Helge Braun ist damit nicht einverstanden.

Die Airlines werden immer kreativer, um das Beste aus der aktuell für sie miserablen Situation zu machen. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? Die US-amerikanische Airline Delta kommt nun mit einem neuen Vorschlag um die Ecke: Auf dem Flug von Atlanta nach Rom sollen Passagiere gleich mehrfach auf das Coronavirus getestet werden. Ab dem 19. Dezember müssen Fluggäste vor dem Abflug einen höchstens drei Tage alten Corona-Test mit negativem Ergebnis vorlegen. So weit, so bekannt. Nun die Neuerung: Vor dem Abflug in Atlanta werden sie dann nochmals per Schnelltest gecheckt – und dann noch einmal bei der Ankunft in Rom. Damit soll die Quarantänepflicht aufgehoben werden. »Sorgfältig ausgearbeitete Covid-19-Testprotokolle sind der beste Weg, um internationale Reisen sicher und ohne Quarantäne wieder aufzunehmen, bis die Impfungen weit verbreitet sind«, sagte Steve Sear von Delta.

Die Kapverdischen Inseln sind ein Urlaubsparadies im Westen der westafrikanischen Küste vor Senegal. Zwar ist Massentourismus hier Fehlanzeige, viele Menschen leben aber vom Tourismus. Die Corona-Krise hat das Archipel wie so viele andere exotische Urlaubsregionen auf der Welt mit voller Wucht erwischt. Auf der Insel Boa Vista, die stark auf den Tourismus fokussiert ist, sei die Stimmung katastrophal, berichtet der Korrespondent der Deutschen Welle.

Das Singapore Tourism Board launcht offiziell seine neue internationale Kampagne »SingapoReimagine«. Ziel sei es, »das Reisen in Singapur und weltweit gemeinsam mit seinen Partnern neu zu denken«. So solle ein neuer Standard für das Reisen geschaffen werden. Um was geht es konkret? So wurde zum Beispiel das Hygienesiegel »SG Clean« ins Leben gerufen. Um dieses Gütesiegel zu erhalten, müssen Tourismusunternehmen strenge Sauberkeits- und Sicherheitsstandards sowie die sogenannten »Safe Management Measures« (SMMs) einhalten. Auch Technologie spielt eine wichtige Rolle. Zu nennen sind hier die Einführung von kontaktloser Technologie und Reinigungsrobotern bis hin zur TraceTogether-App und dem TraceTogether-Token. Last but not least verfolgt Singapur das Ziel, in Zukunft das nachhaltigste urbane Reiseziel der Welt zu sein. Der südostasiatische Stadtstaat sieht sich bereits auf einem guten Weg, diese Vision umzusetzen, beispielsweise durch Naturkonzepte an beliebten Orten wie dem Jewel Changi Airport und den Gardens by the Bay. Auch die Entwicklung des neuen Jurong Lake District sei ein gutes Beispiel hierfür: Das neue Viertel werde eine »erstklassige Lifestyle-Destination sein«, die die Themen Nachhaltigkeit, Innovation, Natur und Wissenschaft miteinander verbinde.

26. November: US-Einreiseverbot für Europäer vor dem Aus?, Zoff um Ski-Opening geht weiter, Luftfahrtexperte rechnet mit höheren Flugticketpreisen

Schon seit März dürfen Europäer nicht mehr in die USA einreisen. US-Präsident Donald Trump hatte den Einreisestopp seinerzeit wegen der Corona-Pandemie verfügt. Nun aber verdichten sich die Hinweise, dass das Einreiseverbot aufgehoben werden wird. Konkret geht es um Bürger aus Großbritannien, Irland und 26 weiteren europäischen Ländern des sogenannten Schengen-Raums, darunter also auch Deutschland. Allerdings steht die Lockerung noch auf tönernen Füßen. Ob und wann sie tatsächlich umgesetzt wird, ist ungewiss.

Mit seiner Forderung, Zurückhaltung beim Öffnen der Skigebiete walten zu lassen, hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder keine Freunde gemacht. Sein Koalitionspartner, Tourismusvertreter und auch die Regierung in Österreich halten davon nämlich herzlich wenig. Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sagte gestern den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Winterurlaub in Österreich werde sicher sein: »Unsere Betriebe haben bereits umfassende Sicherheitskonzepte für den Skiurlaub.« Die Signale aus Wien wiederum kommen in Italien gar nicht gut an. Dort erwägt man die Schließung der Grenze, sollten die Österreicher tatsächlich die Wintersportorte für Touristen öffnen.

Dass die Corona-Krise nicht spurlos an den Airlines vorbeigehen wird, das scheint sicher. Aber wie schlimm wird es kommen? Und welche Folgen hat das für Urlaubsreisende? Luftfahrtexperte Roland Conrady glaubt: »Wir werden sicherlich weltweit Pleiten von Airlines erleben. Nicht alle Airlines können überleben«, sagte er in einem Interview mit dem WDR. Eine Folge: steigende Ticketpreise. Er rechne damit und glaubt, »dass die Kunden das mitmachen werden«. Die Corona-Zeit habe dazu geführt, dass die Menschen vermutlich »dem Produkt Reise eine höhere Wertschätzung gegenüber bringen«.

25. November: Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Touristen in Mecklenburg-Vorpommern, Alpen-Ski-Regionen uneins über Saisonstart

Laut der Corona-Landesverordnung in Mecklenburg-Vorpommern sind touristische Aufenthalte in dem Bundesland derzeit nicht erlaubt. Das hält aber einige Zeitgenossen nicht davon ab, ihr Glück trotzdem zu versuchen. So auch in den vergangenen Tagen. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne die Behörden des Landes gemacht – und wurden ertappt. Von gleich mehreren Fällen berichtet die lokale Presse. Gegen alle unerwünschten Touristen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Snowboard- oder Skifahren in diesem Corona-Winter – ob das noch was wird? Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte jedenfalls machte gestern alle Hoffnungen derjenigen zunichte, die in den nächsten Wochen über die Pisten jagen möchten. Vor dem 10. Januar werde das nichts in Italien, ließ er verlauten. Er strebt mit Frankreich und Deutschland ein gemeinsames Vorgehen in Sachen Ski-Opening an. Österreich dagegen hält nichts davon. Offenbar will die Regierung in Wien Mitte Dezember grünes Licht für die Skigebiete geben. 

24. November: Qantas will Nachweis über Corona-Impfung verlangen, Azoren: Zwangs-Quarantäne deutscher Touristen war rechtswidrig, Bayern zieht Weihnachtsferien vor, Bareiß: Skiurlaub möglich

Die Spatzen pfeifen es schon länger von den Dächern, jetzt prescht die erste Airline vor: Qantas, Australiens nationale Fluggesellschaft, will von allen Passagieren auf Interkontinentalflügen einen Nachweis über eine Impfung gegen das Coronavirus verlangen. Das sagte Alan Joyce, Chef der Airline, gegenüber dem australischen Sender Nine News. »Wir versuchen, unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen für internationale Reisende zu ändern. Wir werden die Menschen bitten, sich impfen zu lassen, bevor sie in das Flugzeug einsteigen können«, sagte er. Ob die Impfpflicht auch für inneraustralische Reisende gelten wird, ließ er offen.

Wer während des Urlaubs im Ausland auf Corona getestet wird und anschließend ein positives Ergebnis erhält, dem droht Quarantäne. Dieses Schicksal ereilte eine vierköpfige Touristengruppe aus Deutschland, die im August auf den Azoren Urlaub machte. Einer der vier Urlauber wurde positiv getestet, die anderen drei negativ. Daraufhin mussten gemäß einer Aufforderung des örtlichen Gesundheitsamtes alle vier Urlauber 16 Tage lang (!) in Quarantäne. Die Justiz stoppte die Quarantäne, das Berufungsgericht in Lissabon bestätigte das Urteil: Die Quarantäne-Maßnahmen waren rechtswidrig.

NRW preschte bereits vor einigen Wochen vor, jetzt zieht auch Bayern nach: Auch dort sollen die Weihnachtsferien vorgezogen werden. Statt am 23. wird am 21. Dezember Beginn der Weihnachtsferien sein. Damit wird Freitag, der 18. Dezember der letzte Schultag sein. In den anderen Bundesländern beginnen die Weihnachtsferien auch schon am 21. Dezember.

Wird das noch was mit dem Skiurlaub in diesem Winter? Angesichts der Verlängerung der Corona-Maßnahmen in Deutschland, aber auch in Österreich, haben viele Ski- und Snowboardurlauber Zweifel. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftrager der Bundesregierung, macht aber Hoffnung. »Ich bin sicher, dass Skifahren möglich sein wird. Nur unter anderen Bedingungen, mit mehr Abstand beispielsweise«, sagte er in einem Interview der Heilbronner Stimme.

23. November: Terminal 5 am BER vor Schließung, tiefstes Tauchbecken der Welt eröffnet

Wie in anderen Flughäfen der Welt auch, sieht es derzeit auch am brandneuen BER-Airport in Berlin mies aus. Gerade einmal ein paar Dutzend Flieger verlassen täglich den Flughafen. Istanbul, London und Stuttgart werden am meisten angeflogen, heißt es. Aber das reicht nicht. Nun soll gespart werden. Im Gespräch ist, den früheren Flughafen Schönefeld, heute Terminal 5 des BER, zu schließen. Ab März 2021 soll er ein Jahr lang dichtgemacht werden.

In Corona-Zeiten gibt es nicht nur schlechte und traurige Nachrichten. Einige Menschen nutzen die Zeit – wenn auch zwangsweise – damit, ihr Unternehmen auf Vordermann zu bringen: Hotels bekommen eine neue Inneneinrichtung verpasst, Restaurants eine neue Wandfarbe oder einen neuen Fußboden. In Polen geht man sogar einen Schritt weiter. Mitten in der Corona-Krise wurde in der Nähe von Warschau das 45,5 Meter tiefe Tauchbecken des »Deepspot« eingeweiht. Wegen Corona ist das Tauchbecken zwar noch für Otto Normalverbraucher geschlossen, ein paar Tauchlehrer durften aber schon abtauchen – seht selbst:

21. November: NRW: Aus für Quarantänepflicht für Reiserückkehrer, Corona-Schnelltests bei der Lufthansa, Reisebüro-Mitarbeiterinnen helfen Gesundheitsamt

Die Quarantäneregeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten – sie sind eine Neverending-Story. Kritiker haben sie schon immer für einen ziemlichen Humbug gehalten, denn, so ihr Argument: Reisen an sich sei nicht gefährlich, es komme vielmehr darauf an, dass man auch auf Reisen die Abstands- und Hygieneregeln einhalte. Das hielt die Befürworter aber nicht davon ab, an den Quarantäneregeln für Reiserückkehrer festzuhalten. So auch die Politik. Mit den in Deutschland steigenden Corona-Infektionszahlen kam es aber zu einer ziemlich absurden Situation: Wer beispielsweise von Köln nach Mallorca in den Urlaub fuhr, reiste von Risikogebiet zu Risikogebiet – und musste nach der Rückkehr in Quarantäne. Wer aber, um bei dem Beispiel zu bleiben, die ganze Zeit im Risikogebiet Köln blieb, der musste nicht in Quarantäne. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat diesem Spuk nun ein Ende bereitet. Es entschied: Das Land NRW habe nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Sie gaben dem Kläger damit recht. Konkret ging es in dem Fall um einen Bielefelder, der zur Zeit in Spanien ist und morgen (22. November) zurückfliegen will. Er wehrte sich dagegen, dass er danach in Quarantäne hätte gehen müssen. Aufgrund der Gerichtsentscheidung hat das NRW-Gesundheitsministerium die Corona-Einreiseverordnung des Landes nun außer Kraft gesetzt.

Nun erfolgt der Test in der Praxis: Die Lufthansa testet auf der Strecke München-Hamburg (und zurück) derzeit die Corona-Schnelltests. Und, wie läuft’s so, wird sich manch einer vielleicht fragen? Die Süddeutsche ist zum Flughafen München gefahren, hat sich das Procedere angeschaut und mit Passagieren gesprochen. Ihre Beobachtung: Nicht alle Passagiere sind einverstanden, doch andere buchen die Verbindung gerade deswegen.

Das Lufthansa City Center Reisebüro Schlagheck ist eine Instiution in Coesfeld. Schon in dritter Generation wird es erfolgreich geführt. Aber die Corona-Pandemie hat auch das Reisebüro hart getroffen. Statt Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken oder sie gar zu entlassen, hatte Chefin Laura Brokamp eine Idee: Sie bot dem Gesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung ihre Hilfe an. Das war einverstanden. Nach einer kurzen Schulung sind die Mitarbeiter des Reisebüros nun für das Kontaktmanagement der auf Corona positiv Getesteten im Kreis Coesfeld zuständig.

20. November: Corona-Fazit: Deutschland 2020, Flughafen München schließt Terminal 1, Klassenzimmer in Jugendherbergen?

Auch wenn viele Deutsche in diesem Jahr ihren Urlaub in der Heimat verbracht haben: Für viele Tourismusregionen in Deutschland lief das Geschäft im zu Ende gehenden Jahr schlecht. Zwischen Januar bis August 2020 sank die Zahl der Gäste um rund 45 Prozent auf 70,4 Millionen. Alle Bundesländer litten in der Zeit unter einen heftigen Gästerückgang. In fast allen Bundesländern betrug der Verlust mehr als 40 Prozent, in manchen gar 50 Prozent. Einzige Ausnahme: Mecklenburg-Vorpommern. Hier betrug der Gästerückgang »nur« rund 29 Prozent. Besser sieht es bei den Campingplatz-Betreibern aus. Trotz der Zugewinne im Sommer sank die Zahl der Gäste aber immer noch um rund 11 Prozent.

Eine Ahnung, wie viele Fluggäste der Münchner Flughafen aktuell noch abfertigt? Na? Rund 10.000! Im Vergleich dazu: Im November 2019 waren es täglich noch 120.000. Das ist natürlich viel zu wenig, um den Airport noch wirtschaftlich zu betreiben. Aber keine Sorge, dichtgemacht wird Deutschlands zweitgrößer Flughafen nun nicht. Dennoch zieht man jetzt in Terminal 1 den Stecker. Die Passagierabfertigung in dem Terminal wird vorläufig eingestellt.

Wenn in den nächsten Wochen oder Monaten, wer weiß das schon, die Corona-Maßnahmen mit Blick aufs Reisen wieder gelockert werden, könnte es sein, dass Jugendherbergen weiter für Übernachtungsgäste geschlossen bleiben. Der Grund: Das Deutsche Jugendherbergswerk spielt mit dem Gedanken, die bundesweit 450 Häuser für den Schulunterricht zu öffnen. Ob Politiker auf dieses Angebot eingehen werden, ist indes noch offen.

19. November: Malediven-Luxusresort lockt 2021 mit Jahrespaket, Einreiseerleichterung für Paare, Lufthansa streicht Gratis-Verpflegung auf Europaflügen

Das Anantara Veli Maldives Resorts liegt auf der Privatinsel Veliganduhuraa auf den Malediven. Das Luxusresort ist, wie so viele andere Hotels auf der ganzen Welt, von der Corona-Pandemie gebeutelt: Nur noch wenige Gäste verlieren sich in dem Resort. Nun will das Anantara Veli Maldives Resorts mit einer ungewöhnlichen Angebot 2021 Gäste ins Resort locken: Für einen Festpreis von 30.000 US-Dollar (umgerechnet ca. 25.300 Euro) können Insel-Urlauber einen Überwasser-Bungalow für zwei Personen anmieten. Für das Geld dürfen sie bis zum 23. Dezember den Bungalow nutzen – egal, wie oft sie an- oder abreisen.

Paare, von denen ein Partner im Nicht-EU-Ausland wohnt, hatten es bisher schwer, sich zu treffen. Grund waren die strikten Einreisebestimmungen in Zeiten der Corona-Pandemie. Seit gestern nun sind die Einreisebestimmungen gelockert worden. Notwendig ist jetzt eine Einladung des Partners, in der versichert werden muss, dass man sich auch wirklich kennt.

Auch die Airlines sind wegen der Corona-Pandemie mächtig unter Druck. Sie müssen an allen Ecken und Enden Kosten sparen. Der Lufthansa-Konzern, zu dem u.a. SWISS und Austrian gehören, will ab dem Frühjahr keine kostenlose Verpflegung mehr auf den Kurz- und Mittelstrecken anbieten. Das Glas Cola und der Sandwich sollen dann der Vergangenheit angehören.

18. November: Thailand lockert Einreise, Diskussion über Schnelltests an Airports

Reisen nach Thailand sind ja nun wieder möglich. Seit dem 9. November erlaubt die Regierung des Landes Touristen wieder die Einreise. Allerdings muss man sich dazu ein sogenanntes Certificate of Entry (COE) besorgen. Um das zu erhalten, ist ein Touristenvisum notwendig. Und um das zu bekommen, muss man einige Anforderungen erfüllen. Eine der Anforderungen: der Nachweis eines Kontostands in Höhe von 15.000 Euro in den letzten sechs Monaten. Dieses Kriterium aber sorgte in den sozialen Netzwerken für Kritik und Spott. Nun zieht die Regierung des Landes die Reißleine: Diese Anforderung soll nun gestrichen werden. Alle anderen Bedingungen (u.a. Corona-Test und Krankenversicherung) bleiben bestehen.

Die Airline ächzen derzeit ganz schön unter der Corona-Pandemie: Kaum einer fliegt noch. Neben der womöglich herrschenden Angst, sich während der Reise anzustecken, ist ein weiterer Aspekt für die Reisezurückhaltung verantwortlich: die Quarantänepflicht nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet. Das, so die Beobachtung der Airlines, wirke wie ein Lockdown für die Luftfahrtindustrie. Deshalb sympathisieren viele Airlines mit Corona-Schnelltest. Sie sollen das Geschäft wieder in Schwung bringen. Aber die Politik spielt da nicht mit: Viele EU-Länder lehnen eine gemeinsame Regelung für Schnelltests ab, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

17. November: ADAC: Wohin man derzeit noch reisen kann, kein »kleiner Grenzverkehr« mehr von Sachsen in Nachbarländer, Knatsch im Schwarzwald wegen ausbleibender Corona-Hilfen

Die weltweite Corona-Pandemie hält viele, viele Reisende derzeit davon ab, die Koffer zu packen und sich in den Flieger zu setzen – entweder, weil für viele Reiseziele eine Reisewarnung gilt oder weil Länder, die ungefährlich sind, keine Touristen ins Land lassen. Geht also gar nichts mehr? Doch. Der ADAC listet auf, wo derzeit »mit vertretbaren Einschränkungen« Urlaub gemacht werden kann.

Wer in Sachsen wohnt und beim Einkaufen oder Tanken ein paar Euro sparen will, kann problemlos nach Polen oder Tschechien fahren. Aber ist das derzeit eine gute Idee? Sachsens Regierung meint: auf keinen Fall! Es hat gestern Abend den sogenannten kleinen Grenzverkehr verboten. Nun gilt: Nur wer einen triftigen Grund habe, darf ohne Quarantänepflicht und nur noch für maximal zwölf Stunden im Nachbarland aufhalten. Einkaufen und tanken fallen nicht in diese Kategorie.

Viele Hoteliers und andere Betreiber von Beherbergungsstätten wie etwa Ferienhaus-Besitzer stehen derzeit mit dem Rücken zur Wand. So auch im Schwarzwald. Sie haben nicht nur finanzielle Probleme, sie sind auch sauer auf die Politik. Denn die hatte ihnen für die Ausfälle im November Hilfen zugesagt. Doch die lässt auf sich warten. Bei der Dachorganisation Schwarzwald Tourismus GmbH wächst das Unverständnis über die Politik.

16. November: Landurlaub-Boom in Mecklenburg-Vorpommern, Seadream I bricht Karibik-Kreuzfahrt ab, Österreich-Winterurlaub in der Warteschleife

Derzeit steht der Tourismus in Deutschland ja still. Wegen des Teil-Lockdowns sind u.a. touristische Übernachtungen verboten. Aber wie schon vor dem Teil-Lockdown sieht es für ein Segment auch in der Vorschau für 2021 gut aus: den Landurlaub. Das teilte der Verband Landurlaub Mecklenburg-Vorpommern mit. Die Buchungen für das kommende Jahr lägen schon jetzt auf Rekordniveau, heißt es.

Das Kreuzfahrtschiff SeaDream I ist derzeit in der Karibik unterwegs. Weil aber Gäste des Schiffes positiv auf Corona getestet wurden, kehrte das Schiff zurück nach Barbados. Das medizinische Personal des Schiffes hat zudem alle Besatzungsmitglieder getestet. Alle Tests sind dabei negativ ausgefallen. SeaDream testet derzeit alle Gäste erneut. »Wir arbeiten eng mit den örtlichen Gesundheits- und Regierungsbehörden zusammen, um diese Situation bestmöglich zu lösen. Unsere Hauptpriorität ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Crew, Gäste und der Gemeinden, die wir besuchen«, erklärte Andreas Brynestad, Vize-Chef von SeaDream Yacht Club.

Wer mit dem Gedanken spielt, in den nächsten Wochen zum Skifahren nach Österreich zu fahren, muss sich weiter in Geduld üben. Denn: In unserem Nachbarland werden die Maßnahmen gegen Corona massiv verschärft. Viele Skigebiete wie Ischgl, Ski Arlberg und Serfaus-Fiss-Ladis hatten ihren Saisonstart aufgrund der unsicheren Lage bereits auf den 17. und 18. Dezember verlegt.

14. November: Schweden und Kanada neue Risikogebiete laut RKI, PCR-Tests und Antigen-Tests: Zoff zwischen Madrid und Kanaren

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat gestern eine Neueinstufung der Corona-Risikogebiete vorgenommen. Demnach gelten ganz Schweden und Kanada nun als Risikogebiete. Betroffen sind außerdem Regionen in Griechenland, Großbritannien, Norwegen, Lettland und Estland. In Finnland dagegen existiert nun kein Risikogebiet mehr – das Land ist somit das einzige in Europa ohne Riskogebietsregionen.

Gestern haben wir an dieser Stelle darüber berichtet: Ab dem 23. November muss jeder Urlauber aus einem Risikogebiet, der nach Spanien einreist, zuvor einen PCR-Test gemacht haben. Das Ergebnis muss negativ sein, und der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Auf den Kanaren ist man damit nicht einverstanden. Dort müssen Gäste, die in einem Hotel oder kommerziellen Apartment-Betrieb übernachten, beim Einchecken zwar auch einen Test vorweisen. Dies kann neben einem PCR-Test aber auch ein Antigen-Schnelltest sein. Und der letztgenannte kann auch nach der Ankunft auf den Kanaren gemacht werden. Dort werden die Gäste noch am Flughafen zur Teststelle gebracht, bevor es dann nach rund 30 Minuten mit dem Ergebnis in der Tasche ins gebuchte Hotel geht. Diese Regelung wollen die Kanaren beibehalten. Sie verhandeln derzeit mit der Regierung in Madrid darüber. Ausgang ungewiss.

13. November: Coronatests für Einreise nach Spanien, Malta und Griechenland, Reisen nach Südafrika wieder möglich – aber auch nur mit Test

Immer mehr Länder, in denen viele Deutsche ihren Urlaub verbringen, verlangen bei der Einreise einen negativen Corona-Test. Konkret geht es aktuell um Spanien, Malta und Griechenland.

Beginnen wir mit der Iberischen Halbinsel: »Ab dem 23. November ist ein diagnostischer Test für alle internationalen Passagiere erforderlich, die aus einem Risikoland oder -gebiet kommen, deren Endziel ein Hafen oder Flughafen in Spanien ist, unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem Wohnort«, teilte das spanische Fremdenverkehrsamt gestern mit. Der PCR-Test muss innerhalb von 72 Stunden vor der Ankunft in Spanien durchgeführt werden. Passagiere, die aus Risikoländern wie etwa Deutschland kommen, erhalten beim Ausfüllen des Gesundheitskontrollformulars einen QR-Code des spanischen Reisegesundheitssystem SpTH. Die Fluggesellschaften und Reedereien prüfen vor dem Boarding, ob sie über den QR-Code verfügen. Ausnahmsweise kann das Papierformular jedoch beim Boarding vorgelegt werden, wenn das Dokument den negativen Nachweis erbringt.

Für eine Reise nach Malta benötigt man ab heute »bei der Einreise einen negativen COVID-19-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Falls kein Negativ-Test vorgelegt werden kann, müssen Reisende einen Test bei Einreise am Flughafen durchführen oder sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben«, teilt das Auswärtige Amt mit.
Eine ähnliche Regelung hat Griechenland seit dem 11. November eingeführt. Wie bei Reisen nach Spanien müssen auch Griechenland-Reisende vor der Abreise ein Online-Formular ausfüllen, auch hier bekommt man dann einen QR-Code zugesandt. Wichtig: Das Formular muss spätestens 24 Stunden vor der Abreise ausgefüllt werden.

Am 1. Oktober hatte Südafrika wieder seine Grenze für Urlauber aus Deutschland geöffnet. Nur etwas weniger als drei Wochen später wurde der Schritt wieder zurückgezogen, nachdem in Deutschland die Zahl der positiv auf Corona Getesteten stark stieg. Nun folgte die nächste Kursänderung: Deutsche dürfen seit gestern wieder einreisen. Aber es gibt einige Auflagen. So muss ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden, das zum Zeitpunkt des Abflugs nicht älter als 72 Stunden ist. Außerdem müssen sich Reisende die App »COVID Alert South Africa« auf ihr Handy laden.

12. November: Lufthansa testet Schnelltests, NRW startet früher in die Weihnachtsferien, Drive-In-Weihnachtsmarkt am Niederrhein

Die Passagiere kurz vor Abflug auf Corona testen lassen – das könnte die Rettung für viele Airlines sein. Die Lufthansa hat deshalb heute damit begonnen, diese Tests probeweise zu testen. Alle Passagiere, die heute morgen von München nach Hamburg fliegen, wurde getestet. Die sogenannten Antigen-Schnelltests ähneln den Schwangerschaftstest, sind aber nicht so genau wie die konventionellen Corona-Tests.

Wegen der Corona-Pandemie sollen die Schüler in NRW früher in die Weihnachtsferien starten. Den Familien soll so ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest ermöglichet werden, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer gestern. Damit wird Freitag, der 18. Dezember, der letzte Schultag in diesem Jahr sein.

Vielerorts wurden die Weihnachtsmärkte bereits abgesagt – ob kurzfristig überhaupt einer stattfinden kann, wird sich wohl erst Anfang Dezember zeigen. Viel hängt von der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen ab. Ein Freizeitpark am Niederrhein plant derweil einen Drive-In-Weihnachtsmarkt.

11. November: Harsche Verbraucherschützer-Kritik an Airlines, mehr Hotel-Kontrollen notwendig?, Club-Med-Eröffnungen trotz Corona

Die Airlines und die Zurückzahlung der Gelder für Flüge, die wegen der Corona-Pandemie storniert werden mussten – eine nicht enden wollende Story. Es gab in den letzten Wochen immer wieder Kritik an den Airlines, weil sie sich ewig lang Zeit für die Zurückzahlung ließen und immer noch lassen. Wir berichteten an dieser Stelle häufig darüber. Klaus Müller, Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), legte jetzt noch einmal nach und sagte in einem Gespräch mit der Rheinischen Post, das Verhalten der Airlines sei »peinlich und skandalös«. Als Konsequenz fordert er, dass in Zukunft Tickets erst wenige Tage vor Flugantritt bezahlt werden müssen.

Der Fall in einem Kölner Hotel, in dem trotz Verbots zahlreiche Touristen übernachteten, lenkt den Blick auf die womöglich zu laschen Kontrollen in Beherbergungsbetrieben. Die Mitarbeiter der Ordnungsämter seien vor allem damit beschäftigt, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in Fußgängerzonen zu kontrollieren, zitiert der WDR eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Aachen. Hotels seien bisher »keine Kontrollschwerpunkte«.

Der Cluburlaub-Anbieter Club Med will trotz der anhaltenden Corona-Pandemie Renovierungen und Neueröffnungen seiner Resorts weltweit fortsetzen. So können mit der Buchungseröffnung für den Sommer 2021 ab dem 17. November 2020 das neue Eco-Chic Resort auf den Seychellen, das neu renovierte La Palmyre Atlantique an der französischen Atlantikküste und das ab Dezember 2020 neu eröffnende Winterresort La Rosière in den französischen Alpen gebucht werden, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus verfolge Club Med für 2021 weitere Expansionpläne in Marroko mit Renovierungsarbeiten und dem Bau des neuen Resorts Essaouira.

10. November: Fast 14 Prozent weniger Übernachtungen im September, Verschärfte Quarantäne-Pflicht in Tunesien, viele Touristen in Kölner Hotel trotz Übernachtungsverbot

Die Corona-Krise macht den Beherbergungsbetrieben in Deutschland weiter schwer zu schaffen. Im September zählte das Statistische Bundesamt 13,7 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahresmonat. Vor allem das Ausbleiben der Touristen aus dem Ausland drückt die Quote der Übernachtungen weiter nach unten.

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, seinen Urlaub in Tunesien zu verbringen, muss mit Ungemach rechnen: Seit gestern nämlich müssen alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vorlegen, der bei Abreise aus Deutschland nicht älter als 72 Stunden und bei Ankunft in Tunesien nicht älter als 120 Stunden sein darf. Außerdem müssen sich Reisende anschließend in eine siebentägige Quarantäne begeben bis ein weiterer Corona-Test negativ ausfällt. Das gelte auch für Pauschaltouristen, so das Auswärtige Amt.

Die für Hotels aktuell geltenden Bestimmungen in der Corona-Schutzverordnung NRW sind eindeutig: Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind verboten. Das scherte den Betreiber eines Drei-Sterne-Hotels in Köln aber wenig. Er ließ in seinem Hotel weiter Touristen übernachten. Aufgeflogen war der Verstoß durch einen Mann, der eine unschöne Begegnung mit einer Prostituierten in dem Hotel hatte und anschließend bei der Polizei Anzeige wegen Betrugs stellte. Als die Beamten anrückten, wunderten sie sich über den regen Gäste-Betrieb in dem Hotel und verständigten das Ordnungsamt. Dem Hotelbetreiber droht nun eine Geldstrafe.

9. November: Neue Regeln für Reiserückkehrer, Tourismus-Comeback in Valadero, Scharmützel zwischen Italien und San Marino wegen Corona-Sperrstunden

Ab gestern gelten neue Regeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Dabei geht es vor allem um die Zeit, in der man sich in Quarantäne begeben muss. Bisher musste man sich 14 Tage nach der Rückkehr in Quarantäne begeben. Der Zeitraum wird nun verkürzt auf 10 Tage. Zudem hat man die Möglichkeit, die Quarantäne nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test zu verkürzen. Allerdings gibt es einige Ausnahmen von der Quarantänepflicht.

Sechs Monate lang stand der internationale Tourismus in Kuba still. Wegen Corona ließ der Karibik-Inselstaat keine Touristen aus dem Ausland mehr ins Land. Doch damit ist es seit rund drei Wochen vorbei. Die ersten Besucher sind bereits angekommen und werden in den 4- und 5-Sterne-Hotels von einem Ärzteteam betreut. Mit der Wiedereröffnung des Tourismus in Kubas haben sich Tourismus- und Gesundheitsverantwortliche bewusst Zeit gelassen, berichtet die taz.

In Italien gelten aktuell wieder massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Bereits um 18 Uhr müssen die Restaurants schließen, um 22 Uhr tritt eine Ausgangssperre in Kraft. Anders in dem bei Rimini gelegenen Zwergstaat San Marino: Dort haben die Restaurants bis 22 Uhr geöffnet. Die Folge: Viele Italiener setzen sich abends ins Auto und fahren nach San Marino, um sich dort in den Restaurants zu vergnügen. Das wiederum ärgert den Bürgermeister Riminis und weitere Stadtoberhäupter der Region. In San Marino ist man über die Einmischung »not amused«.

7. November: RKI aktualisiert Risikogebiete, Diskussionen über Quarantäne-Zeit im Hotel und Zahl der Flughäfen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut hat gestern wieder die Liste der Risikogebiete im Ausland aktualisiert. Kurz zusammengefasst: ganz Italien ist nun dabei, ebenso sehr große Teile Schwedens und Dänemarks, außerdem die Algarve in Portugal.

Wer in Quarantäne muss, bleibt zu Hause. Gut, wenn man in einem solchen Fall allein wohnt. Wer aber mit weiteren Personen in einem Haushalt lebt, kann sich nicht komplett isolieren. Vor allem, wenn etwa Küche oder Bad gemeinsam genutzt werden. In solchen Fällen ist die Gefahr groß, dass sich auch Angehörige mit Corona infizieren. Deswegen regt die Ärztegewerkschaft Marburger Bund eine Isolation positiv Getesteter im Hotel an. Das habe schließlich gleich mehrere Vorteile, so die Gewerkschaft.

An vielen Flughäfen in Deutschland ist derzeit nur noch wenig los. Wir haben an dieser Stelle schon unzählige Male über die stark gesunkenen Passagierzahlen in der Corona-Zeit berichtet. Dass sich Flughäfen wie die in Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln, Hamburg oder Berlin nach der Corona-Zeit wieder berappeln werden, steht wohl außer Frage. Aber was ist mit den kleinen Flughäfen? Werden sie dauerhaft überleben? Thomas Jarzombek (CDU), Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, ist sich da nicht so sicher: »In der Menge, wie die Flugplätze heute aufgestellt sind, glaube ich, sind es tatsächlich zu viele«, sagte er dem WDR. Konkret nannte er keinen Flughafen, der seiner Ansicht nach geschlossen werden sollte. Er fügte aber hinzu: »Ein Flughafen wie Kassel-Calden, der vor der Pandemie einmal pro Tag angeflogen wurde, aufrechtzuerhalten, war schon vor der Corona-Zeit ein ausgesprochen sportliches Vorgehen.«

6. November: Thailand ab 9. November für Touristen offen – mit hohen Hürden, BDL: 87 Prozent Passagierrückgang im Oktober, DTV-Untersuchung: Berlin großer Verlierer, OVG in Schleswig-Holstein lehnt Klage ab

Gute Nachrichten für alle, die im Winter in Thailand ihren Urlaub verbringen wollen: Ab kommenden Montag (9. November) ist das möglich. Allerdings ist die Reise nach Thailand mit heftigen Unannehmlichkeiten verbunden. Zum einen benötigt man ein Touristenvisum. Das ist aber keineswegs eine formale Angelegenheit. Vielmehr muss man die Buchung eines staatlichen Quarantäne-Hotels nachweisen, in dem man 14 Tage nach Einreise bleiben muss. Außerdem muss man Kontoauszüge der letzten sechs Monate vorlegen – und einen ziemlich hohen Mindestkontostand nachweisen.

Die Passagierzahlen an Flughäfen in Deutschland sind erneut eingebrochen. Das zeigten Zahlen zur Entwicklung der deutschen Luftverkehrswirtschaft in den ersten drei Quartalen des Jahres, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft gestern mit. Seit Oktober verschärfe sich diese Tendenz weiter. Seit der Ankündigung von Bund und Ländern, das Testen an den Flughäfen zugunsten einer Quarantäneregelung aufzugeben, seien die Passagierzahlen wieder stark rückläufig. Mitte Oktober lag der Passagierrückgang an den deutschen Flughäfen bereits bei 87 Prozent. In den kommenden Wochen werden sich die Passagierzahlen aller Voraussicht nach weiter verschlechtern, so der Verband.

Und weitere Zahlen, dieses Mal aus den Großstädten in Deutschland, die das Ausmaß der Corona-Krise für den Tourismus deutlich machen: Während Wandern und Radreisen an Bedeutung gewannen, haben Touristen in diesem Jahr Städte mit ihren Fußgängerzonen und kulturellen Angeboten gemieden, so das Ergebnis einer Untersuchung des Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr (DWIF) im Auftrag des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Besonders Berlin sei stark davon betroffen, heißt es weiter.

Der neuerliche Corona-Teil-Lockdown ärgert viele Menschen. Vor allem jene, die unmittelbar von den Folgen betroffen sind. So auch ein Ehepaar aus Österreich, das derzeit seinen Urlaub auf Sylt verbringt und bald abreisen soll. Das will das Paar aber nicht. Es klagte vor dem schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgericht gegen die drohende Zwangsabreise. Das aber lehnte den Antrag des Ehepaars als unbegründet ab.

5. November: Luftfahrt-Bundesamt verhängt Bußgelder, Mein-Schiff-1-Kreuzfahrten abgesagt, Motel-One-Stornierungen wegen Querdenker-Demo in Leipzig

In den vergangenen Monaten lieferten viele Airlines ein trauriges, gar ein erschütterterndes Bild ab: Trotz klarer Rechtslage erstatteten viele von ihnen die Ticketkosten für coronabedingte Stornierungen nicht oder viel zu spät zurück. Das ist natürlich auch dem Luftfahrt-Bundesamt nicht entgangen. Es zog jetzt die Reißleine und verdonnerte in 21 Fällen gegen Fluggesellschaften Bußgelder.

Eigentlich wollte TUI Cruises mit dem Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 1 bald wieder in See stechen. Doch daraus wird nichts. Die Reederei darf von deutschen Häfen aus nicht ablegen. »Das Verbot bedauern wir sehr, insbesondere da es sich um internationale Kreuzfahrten und nicht um Inlandsreisen handelt und wir mit einem strengen Hygienekonzept inklusive verpflichtendem COVID-19-Test fahren«, schreibt TUI Cruises auf seiner Website.

Am kommenden Samstag wollen in Leipzig Gegner der Corona-Einschränkungen demonstrieren. Die Demonstration hat das Motto »Gemeinsam Geschichte schreiben. Friedliche Evolution« und wurde von der Querdenker-Initiative angemeldet. Es wird damit gerechnet, dass die Demonstranten aus vielen Orten Deutschlands anreisen werden. Einige von ihnen wollen vor oder nach der Demonstration in Leipzig übernachten, unter anderem in den Hotels von Motel One. Die Hotelgruppe aber will die Corona-Demonstranten nicht beherbergen. In einem Twitter-Tweet vom 2. November teilte Motel One zunächst mit, dass die Teilnahme an einer Demonstration kein »geschäftlicher Reisegrund« sei. Einen Tag später dann eine andere Begründung:

Rechtlich spräche nichts gegen die Übernachtungen. Laut dem MDR Sachsen teilte das Sächsische Sozialministerium mit, dass die Teilnahme an einer angemeldeten, genehmigten Versammlung nicht zu »touristischen Zwecken« zähle. Personen, die in einem Hotel übernachten wollten, um an einer solchen Versammlung teilzunehmen, dürften damit auch beherbergt werden.

4. November: Zahl der Touristen in Spanien 2020 stark gesunken, Reiseverzicht-Appell der Niederlande und NRW, Dortmunder Weihnachtsbaum wird wieder abgebaut

Wegen der Corona-Pandemie sind bisher in diesem Jahr deutlich weniger Touristen nach Spanien als gereist als 2019. Zwischen Januar und September betrug der Rückgang rund 75 Prozent. Das gab die spanische Statistikbehörde INE gestern bekannt. In Touristenzahlen heißt das: Statt 67 Millionen kamen nur noch 16,8 Millionen Urlauber nach Spanien.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul und der niederländische Minister für Justiz und Sicherheit, Ferd Grapperhaus, haben die Menschen in ihren Ländern dazu aufgerufen, unnötige Reisen in das jeweilige Nachbarland zu vermeiden. »Dies ist einfach nicht die Zeit für Geselligkeit, Freundschaftspflege und Shoppingtouren. Niederländer und Deutsche sollten jetzt Abstand halten. Das hilft beiden Ländern im Kampf gegen Corona und rettet Leben«, sagte Reul. Grapperhaus sagte: »Ein Ausflug oder Einkaufstouren im Nachbarland verstärken nur die weitere Verbreitung des Virus auf beiden Seiten der Grenze.« Die Grenze zwischen Deutschland und Holland bleibe aber offen.

Im Advent ist Dortmund normalerweise für viele Menschen ein beliebtes Tagesausflugsziel. Das liegt unter anderem an dem Weihnachtsmarkt – und dem riesigen Weihnachtsbaum am Hansaplatz. Er gilt als »größter Weihnachtsbaum der Welt«. Sage und schreibe 17.000 Fichten machen ihn aus. Aber wegen der coronabedingten Absage des Weihnachtsmarktes wird nun auch der Weihnachtsbaum nicht weiter aufgebaut.

3. November: Ruhiger Fährbetrieb von Ostfriesischen Inseln, Corona-Fälle auf Fluss-Kreuzfahrtschiff in Potsdam, Machu Picchu wieder geöffnet, Air Malta mit garantiertem Mindestflugplan im Winter

Seit gestern ist in Deutschland das Übernachtungsverbot für Touristen in Kraft. Glück haben die Touristen, die sich aktuell in Niedersachsen aufhalten. Denn sie dürfen ihren Urlaub wie geplant zu Ende bringen – auch, wenn der noch etwas andauert. Und das scheinen auch viele zu machen, denn die Fährbetriebe an der ostfriesischen Nordseeküste melden aktuell, dass sie nicht mehr Reisende von den Inseln befördern als sonst.

Auf einem Fluss-Kreuzfahrtschiff in Potsdam sind mehrere Crew-Mitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Rede ist von insgesamt zehn Personen. Sie müssen nun in Quarantäne. Die 26 Passagiere durften das Schiff verlassen.

Eine erfreuliche Nachricht aus Peru: Dort ist die weltberühmte Inka-Stätte Machu Picchu nach monatelangem Lockdown wieder geöffnet. Sie war seit März wegen Corona geschlossen. Ganz so wie früher wird die Inbetriebnahme aber nicht ablaufen: Nur 675 Menschen pro Tag dürfen die Inka-Stätte besuchen. Das sind etwa 30 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.

Air Malta hat jüngst den Winterflugplan 2020/21 vorgestellt, der 21 Ziele mit 156 Flügen pro Woche abdeckt. Die Airline sagt zu, mindestens 50 Prozent dieses Flugplans durchzuführen. Zudem verzichtet die Air Malta weiterhin auf Umbuchungsgebühren. Außerdem kündigte Air Malta einen garantierten Mindestflugplan für mindestens 15 Ziele mit 82 wöchentlichen Flügen an: Mit dem “Business Guaranteed”-Flugplan will der Nationalcarrier seinen Kunden “Planungssicherheit und Verlässlichkeit in den derzeit unsicheren Zeiten” bieten. Der garantierte Flugplan wurde so angepasst, dass Destinationen für Geschäftsreisende regelmäßig angeflogen werden; für Urlaubsziele wurde darauf geachtet, dass kurze Reisen am Wochenende und in der Wochenmitte möglich sind.

2. November: Abreisetage für Touristen in Deutschland, Flughafen Düsseldorf schließt Flugsteig, Landgasthof-Sterben in Niedersachsen befürchtet

Nachdem sich Bund und Länder dazu entschossen hatten, Urlaubsübernachtungen in Deutschland zu verbieten, müssen viele Touristen heute abreisen. So zum Beispiel in Bayern. Anderenorts, sprich in anderen Bundesländern, haben Urlauber noch ein paar Tage Zeit. In Mecklenburg-Vorpommern müssen Touristen spätestens bis zum 5. November abreisen. Ein ziemliches Durcheinander also. RTL listet auf, wo welcher Abreisetermin aktuell gilt.

Auch am Flughafen Düsseldorf herrscht derzeit Flaute. Das Passagieraufkommen bewegt sich derzeit bei rund einem Fünftel des für diese Jahreszeit üblichen Volumens. In den kommenden Wochen rechnet der größte Airport Nordrhein-Westfalens mit insgesamt 100 bis 150 Starts und Landungen pro Tag. An normalen Tagen sind es täglich rund 600 Flugbewegungen. Daraus zieht der Airport nun Konsequenzen: Ab morgen (3. November) wird Flugsteig B vorübergehend nicht mehr genutzt. Die Abfertigung der Passagiere erfolgt künftig nur noch über die Flugsteige A und C. Die Hugo-Junkers- sowie die Open-Sky-Lounge bleiben geschlossen.

Weil von heute an bundesweit u.a. Restaurants und Landgasthöfe schließen müssen, befürchten Branchenvertreter verheerende Folgen. Der Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Niedersachsen rechnet damit, dass in naher Zukunft 7.000 Betriebe in dem Bundesland werden schließen müssen, davon viele Landgasthöfe. Es gebe bereits die ersten Insolvenzen.

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