Die Corona-Pandemie hält die Welt auch 2021 weiter in Atem. Wann können wir endlich wieder unbeschwerter verreisen? Das und vieles mehr erfahrt ihr täglich in unserem Corona-Reise-Ticker.

28. Oktober: Thailand: Appell an Nachbarländer, Reiseveranstalter noch lange nicht aus Krise, Corona-Test-Buchung über Lufthansa-Website

Thailand wird nächste Woche wieder seine Grenzen für Touristen aus dem Ausland öffnen. Wir haben an dieser Stelle bereits darüber berichtet. Andere Länder in der Region zögern danach noch – das finden die Thailänder nicht so gut. In einem Appell fordert Thailands Regierung die Nachbarstaaten nun auf, dem Beispiel zu folgen und bald wieder Touristen ins Land zu lassen.

Die vergangenen anderthalb Jahre sind nicht spurlos an den Reiseveranstaltern vorbeigegangen. Noch immer ächzen sie unter den Verwerfungen, die die Corona-Krise mit sich brachte. Obwohl der Sommer wieder ganz gut für sie lief, beträgt der Umsatzrückgang gegenüber 2019 fast 70 Prozent. Viele Befragte aus der Reisebranche rechnen damit, dass erst 2023 wieder das Niveau von Vor-Corona erreicht werden sein wird.

Das Testen auf eine akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bleibt auch weiterhin eine Voraussetzung für die Einreise in viele Länder der Welt. Eurofins, ein Unternehmen für klinische Diagnostik, und die Lufthansa Group Airlines (Austrian Airlines, Lufthansa und SWISS) bieten Reisenden deshalb ab sofort die Möglichkeit, direkt bei der Buchung eines Fluges über die Lufthansa Group Airlines Webseiten (austrian.com, lufthansa.com und swiss.com) einen Corona Antigen- oder PCR-Test zu buchen. Flugreisende können sich unter anderem in Deutschland oder an Flughäfen in Ibiza, Bilbao, Valencia, Barcelona und Palma de Mallorca testen lassen. Weitere Stationen in Europa würden demnächst folgen, teilte die Lufthansa mit.

27. Oktober: USA-Einreise: Kinder unter 18 ohne Impfung, Frankfurter Flughafen mit vielen Winterziel-Comebacks, Studie zu Urlaub 2022: Knapp die Hälfte der Deutschen noch verunsichert, Kuckucksuhren-Verkaufseinbruch

Ab dem 31. Oktober 2021 gilt am Flughafen Frankfurt (FRA) der neue Winterflugplan. In der Wintersaison bieten 83 Fluggesellschaften Passagierflüge zu weltweit 244 Reisezielen in 92 Ländern an, teilte der Airport heute mit. Insbesondere die Grenzöffnung der USA für geimpfte und zusätzlich getestete ausländische Gäste ab 8. November 2021 sorge für ein stark wachsendes Angebot, heißt es weiter.

Die USA haben unter anderem ihre Einreisebestimmungen für Minderjährige konkretisiert. Demnach müssen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geimpft sein, um in das Land einreisen zu dürfen – und das ist nicht die einzige Ausnahme, die es von der Pflicht zum Nachweis einer Impfung gibt.

Die Corona-Krise scheint einigen Deutschen noch tief in den Knochen zu sitzen. So nimmt sich beinahe die Hälfte der Bundesbürger (48 Prozent) vor, zuerst die Entwicklungen der Corona-Krise abzuwarten, bevor an eine Urlaubsbuchung 2022 gedacht wird, wie eine aktuelle Studie des Versicherungsmanagers Clark zeigt. Obwohl vor der Pandemie viele gern auf Frühbucherangebote eingegangen sind, haben nur 17 Prozent der Befragten der Clark-Studie bereits einen Urlaub für 2022 geplant. Zu groß sei die Sorge, auf die schon gebuchte Reise verzichten zu müssen und dennoch auf den Kosten sitzen zu bleiben, heißt es weiter.

Die Corona-Pandemie hatte viele Verlierer, besonders die Tourismusbranche ächzte unter den Verwerfungen. Dabei traf es auch Branchen, die man auf den ersten Blick nicht auf den Schirm hat im Zusammenhang mit Corona und Tourimus: die Hersteller von Kuckucksuhren etwa. Die Produktion ging um mehr als 50 Prozent zurück. Einer der Hauptgründe: die fehlenden Touristen (im Schwarzwald).

26. Oktober: Wie Reiseveranstalter mit Ungeimpften umgehen, Einreiseregel-Hin-und-Her in Tunesien, Bahn: Zugangebot steigt wieder

Der Winter steht vor der Tür, und manch einer spielt mit dem Gedanken, in den Urlaub zu fliegen. Für Geimpfte und Genesene stehen die Türen vierlerorts mittlerweile wieder weit offen – wer aber noch nicht gegen Corona geimpft ist, für den bleiben manche Länder verschlossen. Daraus haben nun einige Reiseveranstalter Konsequenzen gezogen: Sie lassen Ungeimpfte (bald) nicht mehr mitfahren. Wer als Ungeimpfte an Gruppen-Rundreisen teilnehmen möchte, hat besonders schlechte Karten.

Wieder einen Schritt zurück: Tunesien fordert ab morgen von allen Einreisenden ab 12 Jahren wieder einen PCR-Test bei Einreise. Erst vor weniger als 14 Tagen hatte das Land die Testpflicht für Geimpfte aufgehoben.

Seitdem die Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland deutlich gelockert worden sind, geht es auch bei den Fahrgastzahlen der Bahn wieder deutlich aufwärts. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen: Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember werden wieder mehr Züge durchs Land rollen. Auch Weihnachten will die Bahn gewappnet sein.  

25. Oktober: England: Schnelltest reicht, USA-Reisen: Höhere Preise erwartet, A-380-Comeback in Düsseldorf

England macht die Einreise nun etwas leichter: Wer gegen Corona geimpft ist, muss nun keinen (teuren) PCR-Test nach der Einreise machen. Seit gestern reicht es, wenn man einen Schnelltest macht. Den darf man allerdings nicht irgendwo machen, sondern nur an einem von den Behörden zertifizierten Test-Centern. Die neue Regel gilt zunächst nur für England. Es wird aber erwartet, dass Wales, Nordirland und Schottland bald nachziehen.

Nachdem die USA angekündigt haben, ab dem 8. November wieder Touristen ins Land einreisen zu lassen, rechnen Reiseveranstalter mit höheren Preisen für den nächsten US-Urlaub. Das berichtet das Portal Reise vor 9. Grund sei die stark gestiegene Nachfrage und Angebotsengpässe. Der Tipp: rechtzeitig buchen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie, also seit März 2020, ist am Düsseldorfer Flughafen kein A380 mehr gelandet. Damit ist es seit Samstagabend wieder vorbei: Mit einer Wasserfontäne hieß die Flughafenfeuerwehr den Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates willkommen. Ab sofort wird der A380 die Strecke von und nach Dubai sechsmal pro Woche bedienen. »Die Freude über die Rückkehr des Airbus A380 ist groß. Wir haben den Anblick des Superjumbos auf unserem Vorfeld in den vergangenen Monaten sehr vermisst«, sagte Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens.

23. Oktober: Kroatien wieder Corona-Hochrisikogebiet, Thailand-Öffnung: Reisende aus 46 statt aus 10 Ländern dürfen nun rein, Übernachtungszahlen: Schleswig-Holstein im August wieder auf 2019-Niveau

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut haben gestern wieder die Liste der Hochrisikogebiete aktualisiert. Wenig erfreulich: mit Kroatien und Bulgarien wurde zwei Länder aus der EU wieder zu Hochrisikogebieten erklärt, unter den Fernreisezielen traf es Singapur.

Thailand macht nun Tempo: Nachdem die Regierung des Landes vor einigen Wochen ankündigte, Reisende aus 10 Ländern ab dem 1. November die Einreise wieder zu ermöglichen, wurde die Zahl der Ländern nun massiv ausgeweitet: Touristen aus insgesamt 46 Ländern dürfen nun rein.

In den Beherbergungsstätten und auf den Campingplätzen Schleswig-Holsteins sind im August dieses Jahres 1,179 Millionen Gäste angekommen. Damit ist das Gästeaufkommen gegenüber dem August des Vorjahres um 3 % gestiegen. Im Vor-Corona-August 2019 kamen mit 1,180 Millionen Übernachtungsgästen nahezu gleich viele Gäste in das nördlichste Bundesland. »Nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie und den vielen Monaten der Schließung ist die aktuelle Entwicklung sehr positiv zu bewerten. Wir freuen uns für unsere Betriebe über das gute Sommer-Geschäft und die vielen Gäste, die nach Schleswig-Holstein gekommen sind, um hier Urlaub zu machen«, sagte Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz.

22. Oktober: Israel-Öffnung am 1. November, Madagaskar ab 6. November

Nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause wird Israel wohl ab dem 1. November wieder Touristen aus dem Ausland empfangen. Wie in mittlerweile vielen Ländern auch, müssen Einreisende gegen Corona geimpft oder von Corona genesen sein. Weitere Details stehen noch aus, die Entscheidung über die Öffnung muss noch final von der Regierung bestätigt werden.

Auch in Madagaskar bereitet man sich auf die Wiederkehr ausländischer Touristen vor. Wie das Schweizer Portal Out Travel berichtet, sollen ab dem 6. November zunächst nur wenige Flieger aus Europa auf dem Flughafen in der Hauptstadt Antananarivo landen dürfen. Wer einreist, muss vor und nach Ankunft einen PCR-Test machen. Informationen darüber, ob Einreisende geimpft sein müssen, liegen derzeit nicht vor.

21. Oktober: Marokko macht dicht, Ischgl-Lehren aus 2020

Böse Überraschung für alle, die in den nächsten Wochen nach Marokko in den Urlaub fliegen wollen: Das Land hat überraschend den Flugverkehr nach Deutschland untersagt. Grund: die nach Meinung der Marokkaner zu hohen Corona-Infektionszahlen hierzulande. Die Kappung der Flieger gilt »bis auf Weiteres«.

Der Wintersportort Ischgl war im Spätwinter 2020 international in den Schlagzeilen, als sich dort viele Urlauber mit dem Coronavirus infizierten – und es anschließend in ihrer Heimat verbreiteten. Viele Vorwürfe wurden damals gegen die Verantwortlichen laut, ein erster Prozess lief bereits in der Angelegenheit. In der kommenden Wintersaison soll nun alles besser werden – durch ein umfangreiches Anti-Corona-Maßnahmen-Paket.

20. Oktober: Flughafen Frankfurt-Hahn insolvent, Kuba-Öffnung im November, Australiens Einreiseregeln erreichen Tennisprofi-Szene

Die Corona-Pandemie setzte weltweit den Flughäfen schwer zu: Überall brachen die Passagierzahlen drastisch ein. Vielerorts geht es nun wieder aufwärts, aber noch immer leiden viele Airports. Einen hat es besonders hart getroffen: den Flughafen Frankfurt-Hahn. Er hat gestern Insolvenz angemeldet.

Kuba wird ab dem 15. November wieder den Tourismus im Land hochfahren. Das kündigte Tourismusminister Juan Carlos García gestern auf einer Pressekonferenz in Havanna an. Wer nach Kuba reisen will, sollte gegen Corona geimpft sein. Denn: Ein PCR-Test und eine Quarantäne nach Einreise ist für Geimpfte nicht mehr nötig. Wer nicht geimpft ist, muss ein negatives Ergebnis eines höchstens 72 Stunden alten PCR-Testes vorlegen. Auf die Frage, wie hoch die Einbußen in den vergangenen anderthalb Jahren waren, antwortete Garcia nicht, sagte aber, dass »jede kleine Abnahme der touristischen Aktivität eine große Wirkung für ein Land wie Kuba hat«.

Noch dürfen Touristen aus dem Ausland nicht nach Australien reisen, aber das Ende der coronabedingten Abschottung naht. Aber schon jetzt ist eine Debatte über die Einreiseregeln entbrannt. Grund ist die Aussage von Dan Andrews, Premierminister des Bundesstaates Victoria. Er kündigte an, dass nur gegen Corona Geimpfte ins Land werden reisen dürfen. Andrews adressierte seine Aussage an die Teilnehmer des Tennis-Grand-Slam-Turniers Australian Open, die ab Mitte Januar in Melbourne ausgetragen werden. Der Weltranglistenerste Novak Djoković ist von der Ankündigung alles andere als begeistert …

19. Oktober: Thailand-Einreise: noch offene Detailfragen, Australien-Öffnung weiter unklar, Israel-Furcht vor Varianten

Ab 1. November will Thailand wieder Touristen empfangen. Zunächst allerdings nur aus fünf Ländern, Deutschland ist dabei. Doch noch sind einige Details offen. Die genauen Regeln werden derzeit ausgearbeitet.

Das Hin und Her in Sachen Tourismus-Comeback in Australien geht in die nächste Runde. Tourismusminister Dan Tehan sagte nun in einem Gespräch mit einem TV-Sender, er könne sich vorstellen, dass Weihnachten wieder Touristen aus dem Ausland Australien besuchen könnten. Premierminister Scott Morrison trat aber wenig später auf die Bremse. Für alle, die bald nach Australien wollen, heißt es daher: abwarten.

In Israel sollen Ende des Jahres wieder Touristen ins Land reisen dürfen. Sollen. Denn hinter der Öffnung stehen weiter Fragezeichen. Schon in der Vergangenheit kündigte das Land die baldige Öffnung der Grenze an, machte dann aber doch wieder einen Rückzieher. Grund: In Israel ist die Furcht vor eingeschleppten Coronavirus-Varianten durch Touristen groß.

18. Oktober: RKI-Risikogebiets-Update: Entwarnung für Tunesien und Marokko, Skandinavien: Maskenpflicht in Fliegern weg, Delta-Airlines-Comeback im Dezember, Miles & More korrigiert Umbuchungsmöglichkeit bei Meilenschnäppchen, Herbstferien-Andrang in Mecklenburg-Vorpommern

Gute Nachrichten für alle, die im Herbst nach Marokko, Tunesien, Sri Lanka oder die Fitschi-Inseln reisen wollen: Alle Länder sind am Freitag vom Robert-Koch-Institut von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen worden.

Innerhalb Skandinaviens müssen Fluggastpassagiere in Zukunft keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Darauf haben sich die vier Airlines SAS, Norwegian, Widerøe und Flyr geeinigt.

Ab 8. November dürfen Touristen aus vielen Ländern, darunter Deutschland, ja wieder in die USA reisen. Dadurch wird die Einreise in die USA für viele ausländische Staatsangehörige zum ersten Mal seit 18 Monaten wieder möglich. Delta Airlines wird aus diesem Grund wieder ab dem 14. Dezember 2021 die Verbindung von Frankfurt am Main nach New York-JFK wieder aufnehmen. Nach einer pandemiebedingten Aussetzung der Flüge zum zweitgrößten deutschen Flughafen wird Delta im Dezember auch nach München zurückkehren: Ab 14. Dezember wird die bayerische Landeshauptstadt zunächst viermal wöchentlich wieder an das Drehkreuz der Fluggesellschaft in Atlanta angebunden.

Das Lufthansa-Meilensammelprogramm Miles & More bietet monatlich sogenannte Meilenschnäppchen an. Damit kann man für deutlicher weniger Meilen als üblich Freiflüge buchen. Gezahlt werden müssen dann nur die Steuern und Gebühren. Allerdings ist der angebotene Reisezeitraum eng umrissen. Änderungen und Stornierungen waren vor Ausbruch der Corona-Pandemie nicht möglich. In der Coronazeit ging das dann aber doch. Wer z.B. ein Meilenschnäppchen für einen Flug in die USA im Januar buchte, konnte das Ticket anschließend umbuchen und erst im Sommer fliegen. Nun ist damit Schluss. Seit dem 14. Oktober hat Miles & More die Umbuchungsregeln wieder geändert.

Auch in diesem Herbst scheinen viele Deutsche ihren Urlaub in der Heimat zu verbringen. So auch in Mecklenburg-Vorpommern. Dort herrscht derzeit reger Betrieb, viele Touristen sind zu Besuch. So viele, dass die Regionalzeitung Nordkurier bereits fragt: Gibt’s überhaupt noch Zimmer?

16. Oktober: USA-Start am 8. November, Indien-Öffnung am Mitte November

Wer vor hat, noch im November in die USA zu fliegen, kann nun endlich zur Tat schreiten: Ein Sprecher des Weißen Hauses teilte gestern endlich das Datum mit, ab wann geimpfte Touristen wieder in das Land reisen dürfen: am 8. November.

Und noch ein Land, das wieder Touristen aus anderen Ländern einreisen lässt: Indien. Los geht es ab sofort für Reisende, die ein Ticket für einen »Charterflug« haben, ab dem 15. November dann für alle, die individuell einreisen. Die Voraussetzungen zur Einreise sind ähnlich wie in den USA: Man muss geimpft sein und einen Corona-Test vor Einreise machen.

15. Oktober: Tunesien schafft Testpflicht für Geimpfte ab, Personalmangel in Brandenburg

Wer bisher als Geimpfter nach Tunesien in den Urlaub flog, musste dennoch bei Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen. Damit es ab morgen (16. Oktober) vorbei. Dann müssen nur noch Ungeimpfte ein entsprechendes Testergebnis vorliegen. Was für alle geblieben ist: die Pflicht zum Ausfüllen des Einreiseformulars.

Die wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Maßnahmen haben dem Tourismus schwer zugesetzt. Wir haben an dieser Stelle unzählige Male darüber berichtet. Seit Ende des Lockdowns aber ziehen die Geschäfte vielerorts wieder an: den vielen Touristen sei Dank. So auch in Brandenburg. Besonders gut läuft es derzeit in den Herbstferien. In der Region Oder-Spree etwa gibt es kaum noch Übernachtungsplätze. Doch so rosig wie vor Corona ist die Situation in vielen Tourismusbetrieben noch nicht. Der Grund: Personal fehlt.

14. Oktober: Thailand-Öffnung am 1. November für Deutsche, Touristen-Ebbe auf Bali nach Öffnung, Ryanair-Kunden: Ärger wegen Ticketerstattungen

Thailands Regierung hat seine Tourismus-Comeback-Pläne weiter konkretisiert. So dürfen ab dem 1. November wieder gegen Corona Geimpfte aus Deutschland das Land besuchen. Die Regelung soll für Touristen aus mindestens neun weiteren Ländern gelten, darunter für jene aus den USA. Allerdings müssen sich auch Geimpfte zweimal einem PCR-Test unterziehen, vor Einreise und nach der Ankunft.

Bali, die wohl populärste Urlaubsinsel Indonesiens, hat seit heute wieder den internationalen Flughafen geöffnet. Somit können wieder Urlauber aus zunächst 19 Ländern die Insel wieder besuchen. Deutschland ist nicht darunter. Aber am ersten Tag gleich die große Ernüchterung: Von Touristen weit und breit nichts zu sehen.

Die Fluggesellschaft Ryanair macht in Großbritannien und Irland derzeit Schlagzeilen wegen eines ungewöhnlichen Vorgehens. Was ist passiert? Während der Corona-Pandemie konnten einige Flüge nicht starten, die Kunden blieben auf den Kosten für die Tickets sitzen. Weil Ryanair diese nicht erstattete, stornierten einige Kunden die Abbuchung von der Kreditkarte wieder. Als sie nun am Flughafen auftauchten und wieder mit Ryanair abheben wollten, erlebten sie eine unangenehme Überraschung

13. Oktober: Immer mehr los am Frankfurter Flughafen, Urlaubsvorbereitung: was Corona-Tests jetzt kosten

Im September zählte der Flughafen Frankfurt rund 3,1 Millionen Fluggäste. Gegenüber dem sehr schwachen Vergleichsmonat des Vorjahres entsprach dies einem Plus von 169,1 Prozent. Grund für die positive Entwicklung waren weiterhin Reisen von Touristen, teilte der Flughafenbetreiber Fraport heute mit. Wie bereits im Monat August wurde annähernd die Hälfte des Vorkrisenniveaus erreicht – dem steht allerdings immer noch ein sattes Minus von 54 Prozent gegenüber September 2019 gegenüber.

Trotz sichtbarer Erfolge im Kampf gegen die Coronapandemie verlangen viele Urlaubsländer weiterhin von Touristen bei Einreise einen negativen Coronatest. Vor allem Ungeimpfte müssen ihn vorlegen, in einigen Urlaubsländern aber auch bereits Geimpfte. Einige Länder verlangen sogar einen PCR-Test, der deutlich teurer als ein Antigentest ist. Letztgenannte sind bekanntlich seit dem 11. Oktober nicht mehr gratis. Die Frage, die sich nun viele stellen, die einen Coronatest machen müssen: Wie viel muss man derzeit dafür auf den Tisch legen? Grob gesagt lässt sich sagen: Wer an seinem Wohnort einen Antigentest machen kann, kommt am günstigsten davon. Wer dagegen kurz vor Abflug am Flughafen einen PCR-Test macht, zahlt am meisten.

12. Oktober: Corona beschleunigt Trend zur kurzfristigen Buchung, Thailand: Quarantäne für geimpfte Reisende entfällt – PCR-Tests bleiben, Fiji-Öffnung im Dezember, American Airlines nimmt weitere Deutschland-Flüge auf

Urlaubsreise für den Herbst schon gebucht? Falls nicht: Damit ist man in guter Gesellschaft. Denn: Immer mehr Deutsche buchen ihre Urlaubsreise ziemlich kurzfristig. Veranstalter oder Fluggesellschaften müssen deswegen besonders flexibel sein. 

Dieser Schritt war erwartet worden: Thailand streicht die bisherige Quarantänepflicht für gegen Corona geimpfte Touristen. Die Regelung gilt allerdings in einem ersten Schritt nur für Einreisende aus sogenannten Niedrigrisikoländer. Deutschland gehört dazu. Dennoch müssen weiterhin vor und nach Einreise PCR-Tests durchgeführt werden. 

Das Inselparadies Fiji öffnet sich ab Dezember für internationale Besucher. Erlaubt wird dies allerdings nur Geimpften aus einem Land der »Grünen Liste« (definiert als Länder mit hohen Impfraten und niedrigen positiven Testergebnissen, darunter: Deutschland und die Schweiz) und ein negativer PCR-Test, der weniger als 72 Stunden vor der Ankunft in Fiji durchgeführt wurde. Auch ungeimpfte Kinder unter 18 Jahren können frei reisen, sofern sie von einem geimpften Elternteil oder Erziehungsberechtigten begleitet werden. Weitere Mehr zu den länderspezifischen Reisebestimmungen gibt es unter Corona-Infos auf der Website von Tourism Fiji.

American Airlines wird ab Ende Oktober wieder weitere Flüge in die USA anbieten. Ab dem 31. Oktober wird die Strecke Frankfurt-Charlotte und ab dem 17. Dezember die Verbindung München-Charlotte wieder durchgeführt, teilte die Fluggesellschaft mit. Derzeit bietet American Airlines nur die Strecke von Frankfurt nach Dallas an.

11. Oktober: Was Flugreisende jetzt beachten sollten, Abflug-Chaos am BER, Flightright beklagt erneut Erstattungspraxis vieler Airlines, Insel Wangerooge hebt Testpflicht für Ungeimpfte auf, USA akzeptieren WHO-Impfstoffe, russischer Impftourismus nach Serbien

Vielerorts haben die Herbstferien schon begonnen, der ein oder andere wird nun mit seiner Familie in den Urlaub fliegen. Wer unabhängig von den Schulferien losdüsen kann, will sich vielleicht im November oder Dezember noch ein paar Tage in der Sonne gönnen. An Angeboten mangelt es derzeit nicht, nahezu alle Urlaubsländer in Europa erlauben wieder die Einreise, die USA ziehen schon bald nach. Generell gilt in diesem Herbst (und wohl auch noch längere Zeit danach): Wer gegen Corona geimpft, hat mit Blick auf die Hürden, die es vor der Einreise, aber auch bei der Rückkehr, zu nehmen gilt, beste Karten.

Wer bisher als Ungeimpfter auf die Insel Wangerooge wollte, musste vorher einen Corona-Schnelltest machen. Damit es ab heute vorbei. Der zuständige Kreis Friesland hob die Pflicht dazu auf. Dafür gibt es zwei Gründe.

So hatten sich viele Berliner und Brandenburger den Start in die Herbstferien-Urlaub sicher nicht vorgestellt: Am Flughafen BER herrschten am Samstag »chaotische Zustände« bei der Abfertigung der Check-ins. Ob das allein an den aufwändigeren Kontrollen wegen der erforderlichen Corona-Nachweisen gelegen hat, ist allerdings fraglich. Die BZ berichtet, seit Monaten gäbe es »lange Schlangen«. 

In der Coronazeit stieß die Praxis zahlreicher Airlines, das Geld für ausgefallene Flüge nicht oder viel zu spät zu erstatten, übel auf. Die Fluggesellschaften gelobten Besserung. Viel passiert scheint aber nicht zu sein. Wie die Welt am Sonntag gestern berichtete, hätten diverse Fluglinien erneut nur einen Bruchteil der Tickets für ausgefallene Flüge der Sommersaison erstattet. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen des Flugrechteportals Flightright.

Wer bald eine Reise in die USA unternehmen möchte, muss gegen Corona geimpft sein. Fraglich war allerdings in den letzten Wochen, ob die USA alle Impfstoffe akzeptieren, die von der WHO anerkannt sind. Ein – wenn auch sehr kleines Fragezeichen – stand bei dem Impfstoff von Astrazeneca. Nun stellten die USA klar, welche Impfstoffe akzeptiert werden. 

Russland hat ja einen Impfstoff gegen Corona entwickelt, Sputnik V. Das Problem: Viele Länder der Welt akzeptieren den nicht. Ein Problem für viele Russen, die verreisen wollen. Nun haben sich hunderte Russen nach Serbien begeben, wo sie ein Vakzin gespritzt bekamen, dass international deutlich anerkannter ist, etwa der Impfstoff von Biontech.

9. Oktober: Tourismus in Deutschland deutlich im Aufwind, RKI-Hochrisikogebiets-Update: Baltikum betroffen

Aufatmen bei allen, die in der Tourismusbranche in Deutschland arbeiten: Es geht wieder deutlich aufwärts. Und das lässt sich mittlerweile auch an den Zahlen ablesen: Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Übernachtungen in Deutschlands Beherbergungsbetrieben gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 56,1 Millionen. Das ist nur noch rund drei Prozent weniger als 2019, vor Corona. Es sind vor allem die Touristen aus dem eigenen Land, die die Zahlen in den beliebten Reisezielen wie etwa an der Küste oder in den Alpen nach oben treiben. In den Städten sieht es zwar auch deutlich besser aus, dort ist die Aufholjagd aber längst nicht so erfolgreich: In Berlin etwa gab es im August 45,8 Prozent mehr Übernachtungen als im August 2020, aber noch deutlich weniger als in den Jahren vor der Corona-Krise.

Wie jeden Freitag hat das Robert-Koch-Institut gestern die Liste der Hochrisikogebietsliste aktualisiert. Kurz, aber unvollständig zusammengefasst: Estland und Lettland tauchen nun in der Liste auf, die französischen Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy und St. Martin sowie Indonesien nicht mehr.

8. Oktober: Urlaub in Herbstferien: Was wo derzeit in Europa gilt, ADAC-Sprecher: Reiselust der Deutschen nimmt zu, Bangkoks Wolkenkratzer wieder geöffnet, Indien-Öffnung ab Mitte November, Chile hebt Quarantäne für geimpfte Einreisende auf

Wer in den Herbstferien ins europäische Ausland verreisen möchte, stellt sich vermutlich die Frage, wie unkompliziert das denn sein würde. Nun, es kommt drauf an. Generell gilt: In vielen Ländern Europas hat sich die Corona-Situation entspannt. Das heißt aber nicht, dass überall die gleichen Einreise- und Alltagsregeln gelten. Ganz im Gegenteil: Jedes Land kocht sein eigenes Süppchen. Hier gibt es eine Übersicht, was derzeit in den populärsten Urlaubsländern Europas gilt.

In Nordrhein-Westfalen starten heute die Herbstferien. ADAC-Nordrhein-Sprecher Thomas Müther rechnet daher am Wochenende mit vielen Staus. Das liege auch daran, dass viele Deutsche nach dem langen Lockdown und dem teilweise noch unsicheren Sommer nun im Herbst wieder Urlaub machen wollen: »Das Sicherheitsgefühl nimmt zu«, sagt er.

Es ist eine der Hauptattraktionen in Bangkok: die Aussichtsplattform im Wolkenkratzer King Power Mahanakhon. Während der Corona-Pandemie war sie geschlossen, ab heute ist sie wieder geöffnet.

Lust auf Strandurlaub in Goa? Das ist bald wieder möglich, denn Indien kündigte gestern an, dass man ab dem 15. Oktober wieder Touristenvisa ausstellen werde. Details darüber, ob man geimpft und/oder getestet sein muss, sind derzeit noch nicht bekannt.

Chile hebt die Quarantäne für Reisende auf, die nach dem »vollständigen Impfschema geimpft« sind und einen negativen PCR-Test im Land vorweisen können. Das Staatssekretariat für öffentliche Gesundheit wies darauf hin, dass die Impfbescheinigung vor jeder Reise auf der Website yomevacuno.cl beantragt werden muss und nicht über Reisebüros erhältlich ist. Es dauert zwei Wochen, um dieses Dokument zu erhalten. Außerdem müssen Reisende eine Krankenversicherung abgeschlossen haben, die die Kosten für medizinische Hilfe, Krankenhausbehandlung und Rückführung während des Aufenthalts im Land abdeckt, einschließlich der Deckung von Kosten, die durch Covid-19 entstehen. Die Mindestdeckung für Gesundheitsleistungen muss 30.000 US-Dollar betragen. Die Versicherungsbescheinigung muss der eidesstattlichen Erklärung des Reisenden vor der Einreise in das Land beigefügt werden.

6. Oktober: Australien bleibt 2021 dicht, Thailand lockert weiter, Wie Mecklenburg-Vorpommern auf den Herbst setzt

Australien wird nun doch nicht in diesem Jahr wieder Touristen ins Land lassen. Das sagte gestern Premierminister Scott Morrison. Einzige Ausnahme seien qualifizierte Zuwanderer und Studenten. Sie sollen ab November ins Land dürfen. Wann genau 2022 wieder Touristen aus dem Ausland nach Australien reisen dürfen, sagte Morrison allerdings nicht.

Seit Anfang Oktober haben es vollständig geimpfte Reisende leichter, Thailand zu bereisen. Die Einreisebestimmungen wurden durch verkürzte Quarantänezeiten weiter gelockert: Ab sofort können vollständig geimpfte Reisende nach einer nur noch sieben Nächte dauernden Quarantäne durch das gesamte Land reisen. Ausnahmen sind Phuket, Koh Samui sowie Teile von Phang-nga und Krabi, die im Rahmen der Sandbox-Modelle komplett quarantänefrei zu bereisen sind. Zugelassen sind Impfstoffe von AstraZeneca, Sinovac, Biontech-Pfizer, Johnson & Johnson, Moderna, Sinopharm und Sputnik V. Auch eine Einreise mit einer Kreuzimpfung ist möglich. Dabei muss die Impfung mindestens 14 Tage vor Einreise stattgefunden haben. Zwei RT-PCR-Tests sind weiterhin verpflichtend vor Ort durchzuführen, jeweils am Ankunftstag sowie an Tag 6 oder 7. Kinder unter 18 Jahren, die nicht geimpft sind, müssen in Begleitung einer geimpften Person reisen, damit jene vereinfachenden Regelungen auch für sie gelten. Für nicht oder nicht vollständig geimpfte Reisende gilt eine Quarantänezeit von zehn Nächten bei Einreise per Flugzeug, beziehungsweise 14 Nächten bei Einreise über Land.

Vielerorts wurde ja schon in Deutschland eine Bilanz dieses Corona-Jahres gezogen. Dabei war in den ersten Monaten dieses Jahres überall eins zu hören: ein Alptraum. Kein Wunder, die Lockdown-Maßnahmen und die anschließende Bundesnotbremse legten den Tourismus in Deutschland still. Seit dem Frühsommer geht es aber aufwärts, vor allem bei den Destinationsklassikern an der Küste und in den Alpen. Aber auch Ferienregionen wie etwa die Eifel profitierten in diesem Sommer von dem Bedürfnis vieler Deutscher, in diesem Jahr noch mal Urlaub im eigenen Land zu machen. Nun steht der Herbst vor der Tür. In Mecklenburg-Vorpommern blickt man verhalten positiv auf die Jahreszeit. Das ergab nun eine Umfrage des Landestourismusverbandes unter mehr als 350 Unternehmen, darunter Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sowie rund 90 Freizeitanbieter. Demnach hat sich die wirtschaftliche Lage seit dem Spätsommer weiter entspannt und ist so gut wie nie im Pandemiegeschehen. »Die Stimmung in der Branche ist verbessert, aber alles andere als euphorisch. Die Unternehmer bauen darauf, auch in den kommenden Monaten ohne weitere Rückschritte arbeiten zu können. Die 2G-Regelung wird als Wahlmöglichkeit begrüßt, wenn mit ihr wesentliche Beschränkungen fallen«, sagte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Bezüglich der 2G- oder 3G-Regelung zeichnet sich folgendes Bild: Jeder dritte Beherberger (35 Prozent) und sogar jeder zweite Freizeitanbieter möchte die Wahl haben, sich entweder für die 2- oder für die 3G-Regel entscheiden zu können.

5. Oktober: Lufthansa: Hohe Nachfrage nach Sonnenzielen im Herbst, neue Einreiseregeln in England, Rio de Janeiro hofft auf normalen Karneval

Die Deutschen scheinen nach dem Sommer auch im Herbst Lust auf Urlaub in der Sonne zu haben. Die Nachfrage nach Flügen zu Sonnenzielen sei jedenfalls auch für die anstehenden Herbstferien ungebrochen, berichtet die Lufthansa. Der Oktober zeige nach dem August den höchsten Anstieg von Buchungen zu europäischen Sonnenzielen. Deshalb baut die Airline ihr Flugprogramm zu beliebten Sonnendestinationen weiter aus. Mehr als 80 zusätzliche Flüge vom Frankfurter Rhein-Main Flughafen und über 50 zusätzliche Flüge aus München seien geplant, heißt es weiter.

Wer geimpft ist und einen Trip nach England unternehmen möchte, für den gibt es gute Nachrichten: Der bisher obligatorische Coronatest vor Einreise entfällt. Allerdings muss spätestens zwei Tage nach Einreise ein teurer PCR-Test gemacht werden. Für Ungeimpfte sind die Einreiseregeln noch strenger. 

In wenigen Monaten ist es schon wieder so weit: Der Karneval steht dann vor der Tür. Auch in den brasilianischen Metropolen scharren sie schon mit den Hufen. Aber wird das was 2022? Letztes Jahr fielen die Feierlichkeiten ja der Pandemie zum Opfer. Eduardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro, ist jedenfalls gewillt, 2022 einen Anlauf zu wagen. Grund sei die hohe Impfrate in der Stadt.

4. Oktober: RKI-Hochrisikogebiets-Update, Erfahrungsbericht aus Thailands Pilotprojekt-Insel Phuket

Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag wieder die Hochrisikogebietsliste aktualisiert. Dieses Mal war die Liste der Aktualisierung überschaubar. Viel ist nicht passiert: Belarus, El Salvador, Litauen und Rumänien tauchen neu in der Liste auf, Mosambik wurde gestrichen.

In Thailand läuft ja derzeit immer noch das Tourismus-Comeback-Pilotprojekt namens Sandbox. Damit will das Land wieder mehr Touristen ins Land holen. Der bürokratische Aufwand ist allerdings nicht ohne, weshalb sich die Zahl der Besucher noch in Grenzen hält. Aber wie läuft das eigentlich vor Ort? Der Journalist David Pfeifer hat es für die Süddeutsche Zeitung getestet.

2. Oktober: Kein 3G in Zügen der Bahn, nach Kündigungsdrohung: mehr United-Mitarbeiter lassen sich impfen, Spekulationen über Australien-Öffnung Ende 2021, Malta lockert Einreise-Regeln weiter

Vor einigen Wochen stand sie in der Bundesregierung zur Debatte: die 3G-Regel in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn. Vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte viel Sympathie für die Idee, nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete mitfahren zu lassen. Nun ist der Vorschlag endgültig vom Tisch: nicht umsetzbar, heißt es.

Die Drohung der Fluggesellschaft United Airlines, allen Crew-Mitarbeitern zu kündigen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, zeigt offenbar bei einigen Wirkung: Wie das Unternehmen nun mitteilte, habe sich rund die Hälfte der betroffenen 593 Mitarbeiter bereit erklärt, sich nun doch impfen zu lassen.

Wird Australien nun doch noch in diesem Jahr seine Grenze für Touristen aus dem Ausland öffnen? In Medienberichten ist davon die Rede, dass dies vor Weihnachten geschehen könnte. Einreisende müssen dann vollständig geimpft sein. Allerdings werde die Öffnung nicht für Besucher aus allen Ländern der Welt in Erwägung gezogen. In einem Pilotprojekt sollen zunächst nur Touristen aus bestimmten Ländern einreisen dürfen.

Bereits seit einigen Monaten erlaubt Malta vollständig mit EMA-zugelassenen Covid19-Impfstoffen geimpften Personen die Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sofern die letzte Impfabgabe mehr als 14 Tage vor Einreise verabreicht wurde. Auch Kreuzimpfungen gelten als offiziell anerkannt. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen werden nun noch weitere Regeln gelockert: Nach den ab dem 1. Oktober gültigen Einreisebestimmungen dürfen einmal geimpfte Genesene nun ebenfalls ohne die Pflicht zur Quarantäne in das Land reisen. Hierbei wird eine anerkannte Impfstoffbescheinigung, die eine Dosis eines von der EMA zugelassenen Impfstoffs belegt, plus die Genesung von COVID-19, ebenfalls akzeptiert. Die Genesung darf dabei nicht länger als sechs Monate vor Reisebeginn zurück liegen.

1. Oktober: Erstattungen: Airlines lenken ein, Frankfurter Airport appelliert: sorgfältige Reisevorbereitung weiter unerlässlich, Ausblick auf den Corona-Winter 2021/2022, Experte rechnet mit Pilger-Ansturm auf Jakobsweg 2022

In der Corona-Pandemie war es eine Katastrophe: die Erstattungspraxis vieler Airlines bei gestrichenen Flügen. Etliche Kunden, die betroffen waren, ärgerten sich über die Fluggesellschaften, die nicht, viel zu spät oder in Form von Gutscheinen die gestrichenen Flüge erstatteten. Jetzt haben sich Verbraucherschützer, Airlines und die EU-Kommission zusammengesetzt und vereinbart, dass in Zukunft vieles besser werden soll.

Hessen und einige andere Bundesländer starten bald in die Herbstferien. Viele Reisende zieht es wieder per Flugzeug in die Ferne. Wie schon im Sommer rät der Flughafenbetreiber Fraport dringend zu einer sorgfältigen Reisevorbereitung: »Diese ist wegen der vielfältigen Corona-Sonderregelungen besonders wichtig. Dennoch kann es in Tagesspitzen an entscheidenden Prozessstellen wie dem Check-in und der Sicherheitskontrolle sowie bei der Ein- und Ausreise zu Wartezeiten kommen«, teilte Fraport mit. Davon seien phasenweise auch die Gepäckausgabe bei der Reiserückkehr betroffen. Infektionsschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsgebot und Handhygiene würden unverändert gelten.

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, im kommenden Winter einen Ski- oder Snowboardurlaub zu unternehmen, dürfte sich die Frage stellen, unter welchen Corona-Bedingungen das wo erlaubt ist. Hier gibt es einen Überblick, was in Österreich, Frankreich, Italien, Tschechien, Österreich und den Skigebieten Deutschlands möglich ist.

Wegen der Corona-Pandemie waren auch auf dem Jakobsweg in den letzten anderthalb Jahren deutlich weniger Menschen unterwegs als sonst. Das dürfte sich nächstes Jahr wieder ändern. Jakobsweg-Kenner und Buchautor Francisco Contreras rechnet sogar damit, dass 2022 so viele Pilgerer wie noch nie auf dem Jakobsweg unterwegs sein werden.

30. September: Digitaler Impfpass: Was taugt der IATA Travel Pass?, United Airlines will 600 Impf-Neinsager feuern, DIW-Studie: Urlauber lassen sich nur von strengen Reisebeschränkungen abschrecken

Wer in einem anderen Land der Welt seinen Urlaub verbringen möchte, muss mittlerweile vielerorts geimpft sein. Zwar gibt es noch einige Länder, in die man auch als Ungeimpfter einreisen darf, der Trend scheint aber in die Richtung zu gehen, dass man gegen Corona geimpft sein muss. Nun stellt man sich als Reisender die Frage, wie man am bequemsten die Impfung nachweisen kann. Das beginnt schon beim Einchecken bei der Airline. Einige der Airlines akzeptieren zum Nachweis der Impfung den Gesundheitspass IATA Travel Pass. Taugt er was? Die Verbraucherzentrale steht dem Pass skeptisch gegenüber. 

Die US-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat angekündigt, alle Mitarbeiter zu feuern, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Betroffen sind rund 600 Mitarbeiter, heißt es. Von der harten Maßnahme sind nur jene befreit, die sich etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können oder wollen.

In der Corona-Pandemie versuchte die Politik mit unterschiedlichen Maßnahmen, das Reiseverhalten deutscher Urlauber zu beeinflussen. Eine neue Studie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt nun: Nicht alle davon waren effektiv. Zwar konnten Einreiseverbote nach Spanien und Quarantäneregeln den Flugverkehr erheblich verringern. Eine ganze Reihe von Ansätzen zeigte jedoch keine Wirkung, etwa Appelle aus der Politik, nicht zu reisen, oder die Veröffentlichung von Inzidenzraten der Urlaubsregion. Auch von den Corona-Regeln am Reiseziel ließen sich TouristInnen nicht abschrecken. »Unsere Studienergebnisse legen nahe, dass die Politik nur mit sehr strengen Reisebeschränkungen das Reiseverhalten beeinflussen kann«, erläuterte Jo Seldeslachts, vom DIW Berlin.

29. September: Swiss droht Ungeimpften mit Kündigung, Mauritius: keine Quarantäne mehr für Geimpfte, Explosion bei Mietwagenpreisen

Harte Zeiten für Crew-Mitarbeiter der Airline Swiss, die bisher nicht gegen Corona geimpft ist: Die Fluggesellschaft will sie rauswerfen, wenn sie sich nicht bald impfen lassen. Man werde eine Frist bis Ende Januar 2022 setzen, heißt es. Dann drohe die Kündigung.

Wer gegen Corona geimpft ist und bald seinen Urlaub auf der Insel Mauritius verbringen möchte, für den gibt es gute Nachrichten: Vermutlich ab dem 1. Oktober 2021 entfällt die Pflicht, sich nach Ankunft in Quarantäne zu begeben. Allerdings sind für Geimpfte damit nicht alle Hürden entfallen: Bei Einreise muss weiter ein negatives PCR-Testergebnis vorgelegt werden, während des Aufenthalts auf der Insel folgen zwei weitere Antigentests.

Wer sich derzeit nach einem Mietwagen umschaut, dürfte beim Blick auf die Preise sein blaues Wunder erleben: Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent sind keine Seltenheit. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Eine Ursache: die Folgen der Corona-Pandemie.

28. September: Thailand lockert weiter, Spekulationen über Malaysia-Öffnung, Nachtleben auf Balearen nimmt Fahrt auf, ADAC-Prognose: Deutsche verbringen Herbstferien in der Heimat

Die Öffnung Thailands für Urlauber aus dem Ausland schreitet weiter voran. In mehreren Modellregionen dürfen sie ja schon in dem Land ihren Urlaub verbringen, wenn auch unter zum Teil unter abenteuerlichen bürokratischen Auflagen. Nun hat die Regierung weitere Lockdown-Lockerungen bekanntgegeben. Sie betreffen unter anderem die Quarantäne-Regelungen.

Auch in einem anderen asiatischen Land steigen die Chancen, dass man schon dort wieder seinen Urlaub verbringen kann: Malaysia. Einem Medienbericht zufolge will die Regierung wohl noch in dieser Woche darüber entscheiden, ob geimpfte Reisende wieder ins Land einreisen dürfen.

Leider ist die Sommersaison ja schon so gut wie beendet, aber wer es noch in den nächsten Tagen auf die Balearen schafft und Lust auf Party hat, für den gibt es gute Nachrichten: Clubs, Diskotheken und Nachtlokale auf Mallorca, Ibiza & Co. dürfen nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause wieder öffnen. Einige Einschränkungen gibt es aber noch.

Noch keine Tendenz Richtung Auslandsurlaub: Ein Großteil der Deutschen wird nach Ansicht des ADAC seinen Herbsturlaub wegen der Corona-Pandemie in Deutschland verbringen. Deshalb warnt der ADAC vor vielen Staus rund um die Herbstferien. Besonders staugefährdet seien die Straßen in die Wanderregionen der Alpen und Mittelgebirge und zu den Küsten. Am bundesweiten Feiertag am Sonntag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit), werde sich dort bei schönem Wetter das Verkehrsaufkommen entsprechend erhöhen, so der ADAC.

27. September: Nepal-Öffnung für Geimpfte, wie Corona den Tourismus in der Türkei verändert, Sommer-Bilanz der Flughäfen

Wer gegen Corona geimpft ist, kann wieder nach Nepal reisen und dort seinen Urlaub verbringen. Nepals Tourismusministerium teilte mit, dass internationale Reisende, die vollständig geimpft sind, aber weiterhin einen negativen PCR-Testbericht vorlegen müssen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Außerdem müssen Besucher bei der Ankunft am Tribhuvan International Airport in Nepal einen Antigen-Schnelltest durchführen. Wer ungeimpft ist, muss nach Ankunft in Quarantäne.

Aufatmen in der Türkei: Nach der langen Corona-Durststrecke kommen wieder deutlich mehr Urlauber ins Land. Die, die in dem Land Urlaub machen, buchen deutlich höherwertige Unterkünfte, zitiert die FAZ Deniz Ugur, CEO des Türkei-Spezialisten Bentour Reisen.

An den Flughäfen in Deutschland war in diesem Sommer deutlich mehr los als noch im Frühjahr – kein Wunder, viele wollten endlich wieder in den Urlaub fliegen. Vom 19. Juni bis 12. September 2021 nutzten 28,6 Millionen Reisende einen deutschen Flughafen als Start- oder Zielpunkt für ihre Ferien. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) heute mit. Das ist ein Plus von 14,9 Millionen Passagieren während der Sommerferienzeit gegenüber 2020. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 wurde etwas mehr als die Hälfte der Passagiere (52 Prozent) erreicht.

25. September: RKI: Cote d’Azur kein Risikogebiet mehr, Thailand immer noch weit unter Vor-Pandemie-Niveau

Das Robert-Koch-Institut hat gestern die bei Urlaubern beliebte Ferienregion Cote d’Azur in Frankreich von der Liste der Hochrisikogebiete wieder gestrichen. Slowenien dagegen wurde neu in die Liste aufgenommen.

Thailand hat ja vor einigen Wochen einige Regionen zu sogenannten Pilotregionen erklärt. Seitdem können Touristen das Land wieder besuchen, allerdings unter einigen bürokratischen Auflagen. Die strenge Einreisepolitik bleibt für die Tourismusbranche des Landes nicht ohne Folgen: Sie liegt am Boden.

24. September: Reisen mit ungeimpften Kindern: Was man wissen muss, USA-Reise-Boom erwartet, Fidschi-Inseln: Öffnung im Dezember

Die vielerorts geltenden 2-G-Regeln verursachen bei Familien Sorgen. Denn viele Kinder und Jugendliche sind noch nicht geimpft. Fällt deshalb der Urlaub aus? Das wohl nicht, denn viele Länder, gerade in Europa, haben kinderfreundliche Corona-Regeln erlassen. Wichtig ist es aber, sich vor der Buchung genau zu informieren.

Mit der anstehenden Öffnung der USA für Urlauber aus dem Ausland Anfang November wird unter bestimmten Voraussetzungen eines der beliebtesten Fernreiseziele wieder bereisbar sein. Die Veranstalter Dertour und Meiers Weltreisen haben ihre USA-Programm seit Jahren ausgebaut und auch während der Einreisebeschränkungen aufrechterhalten. Die beiden DER-Touristik-Veranstalter würden speziell für USA-Reisen ein gesondertes Einreise-Informationscenter einrichten und eine eigene Internetseite mit einer Ausfüllhilfe zur Verfügung stellen, teilte DER Tourisitik mit. Mit Podcasts, Informations-Flyern und Live-Übertragungen aus den USA würden Kunden durch den Veranstalter bei den Einreise-Modalitäten unterstützt. »Wir sehen bereits die hohe Nachfrage für Urlaub in den USA. Viele Gäste haben ihre Reisepläne verschoben und lange auf ihren Traumurlaub in den USA warten müssen«, sagte Sven Schikarsky, Chief Product Officer der DER Touristik.

Wer in den Wintermonaten in die Südsee reisen will, für den gibt es gute Nachrichten: Die Fidschi-Inseln wollen ab Dezember wieder Touristen aus dem Ausland empfangen. Diese müssen allerdings geimpft sein, heißt es in einem Medienbericht. Offiziell bestätigt sind die Öffnung und die Details der Einreise freilich noch nicht.

23. September: Immer mehr Reisen nur noch für Geimpfte und Genesene, Argentinien-Öffnung im November, England-Einreisen: Probleme mit Schnelltests, Get-your-Guides-Umfrage zu Urlaubstrends in Herbstferien

Wer sich bisher nicht gegen Corona hat impfen lassen, für den kommen mit Blick auf in Frage kommenden Urlaubsreisen schwere Zeiten zu. Denn: Immer mehr Reiseveranstalter verlangen von ihren Kunden, dass sie geimpft oder genesen sind. Alltours preschte vor einiger Zeit bereits vor, nun ziehen peu à peu weitere Reiseveranstalter nach und führen ebenso die sogenannte 2-G-Regel ein.

Und das nächste Land, das schon bald seine Pforten für Touristen aus dem Ausland wieder öffnen wird: Argentinien. Am 1. November soll es so weit sein, meldet das Portal Latina Press. Nach derzeitigem Stand müssen allerdings auch Geimpfte vorab einen PCR-Test machen. Wer ungeimpft ist, darf trotzdem rein, muss aber in Quarantäne und sich häufiger testen lassen.

Wer noch im Herbst nach England reisen will und geimpft ist, der hätte eigentlich gute Karten. Denn die bis Oktober geltende Pflicht (auch für Geimpfte), bei Einreise einen PCR-Test zu machen, sollte dann entfallen. Ab Oktober sollte ein Schnelltest reichen. Aber da gibt es nun unerwartete Probleme … 

Wie und wohin die Deutschen im Herbst 2021? Welche Ziele stehen für dieses Jahr noch auf der persönlichen Bucketlist? Zu diesem Thema hat die Buchungsplattform GetYourGuide kurz vor den Herbstferien aktuelle Daten erhoben. Für insgesamt 70,3% der Befragten stehen Kurzurlaube im eigenen Land und der näheren Umgebung sowie innerhalb Europas noch auf dem Reiseplan für 2021 – 48,4% davon planen einen Kurzurlaub in Deutschland sowie Ausflüge in die eigene Region, 21,9% haben eine Reise in Europa geplant. Dem Thema Fernreise stehen die Deutschen allerdings nach wie vor eher skeptisch gegenüber. Obwohl aktuell bereits über 63,4% der Deutschen vollständig geimpft seien, käme nur für 4,4% eine internationale Reise außerhalb Europas in Frage. 39,9% schmieden aktuell noch keine Reisepläne bis zum Jahresende. Dabei sei zu beobachten, dass sich das Verhalten fast gleichmäßig durch alle Altersgruppen ziehe, heißt es weiter.

22. September: USA-Comeback: noch Einreise-Details offen, Canusa Touristik berichtet von Boom bei US-Reiseanfragen, Hamburg: Touristenzahlen im Juli gestiegen

Die Ankündigung der USA, im November wieder Bürger aus der EU einreisen zu lassen, hat große Freude ausgelöst. Endlich wieder nach New York, endlich wieder nach Kalifornien. Allerdings ist die Öffnung mit einigen Fallstricken behaftet. So sollen nur gegen Corona Geimpfte einreisen dürfen, wir berichteten. Nun wurden weitere Details bekannt – oder auch nicht. Das beginnt bereits bei den Impfungen: Werden auch diejenigen ins Land gelassen, die eine sogenannte Kreuzimpfung erhalten haben? Das ist momentan noch unklar. Ebenso in der Schwebe ist die Antwort auf die Frage, wie die Amerikaner mit ungeimpften Kindern umgehen werden.

Nach der angekündigten Grenzöffnung der USA für vollständig Geimpfte erlebt der Spezialveranstalter Canusa Touristik einen Nachfrage-Boom. »Wir haben innerhalb der vergangenen Nacht unzählige Anfragen aus ganz Deutschland erhalten«,sagte Canusa-Chef Tilo Krause-Dünow. Er wundert sich freilich nicht über die spontane Reaktion der USA-Fans. »Viele haben diese Nachricht herbeigesehnt und möchten für das kommende Jahr endlich konkret planen«, so seine Beobachtung. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Nachfrage und damit auch die Preise nach der Ankündigung rasant steigen.

In Hamburg zeigt man sich recht zufrieden über die Besucherzahlen im Juli. Rund 430.000 Menschen hätten im Juli in Hamburg in einem Hotel, einer Jugendherberge oder auf einem Campingplatz übernachtet, berichtet der NDR. Das sind deutlich mehr als 2020, aber immer noch deutlich weniger als in der Vor-Corona-Zeit.

21. September: USA-Reisen: Comeback für Geimpfte, Bangkok-Öffnung im November, aktuelle Reisebestimmungen für Portugal

Darauf haben USA-Freunde sehr lange warten müssen: Der Einreisestopp für Europäer wird bald aufgehoben werden. Das teilte das Weiße Haus in Washington gestern mit. Die Neuregelung sollen vermutlich Anfang November in Kraft treten. Allerdings dürfen dann nur gegen Corona Geimpfte ins Land einreisen. Der Schritt sei lange erwartet worden und nun eine gute Nachricht für Kunden und Reiseanbieter, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Auch bei den Airlines ist die Freude groß.

Ebenfalls im November können Touristen aus dem Ausland wieder Thailands Hauptstadt Bangkok besuchen. Gouverneur Aswin Kwanmuang macht die Öffnung aber von einer erfolgreichen Fortsetzung der Impfkampagne in Bangkok abhängig.

Durch die Neueinstufung seitens des Robert-Koch-Instituts reisen vollständig Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 12 Jahren seit Sonntag ohne Auflagen aus Portugal zurück nach Deutschland. Lediglich ungeimpfte Personen müssen nach wie vor ein negatives Testergebnis vorweisen. Für die Einreise nach Portugal gilt weiterhin unverändert, dass alle ankommenden Reisenden dazu angehalten werden, einen höchstens 72 Stunden alten, negativen PCR-Test vorzuweisen. Für bis zu 48 Stunden vor dem Boarding ist alternativ ein Antigen-Schnelltest ausreichend. Kinder unter 12 Jahren müssen keinen Test vorweisen. Bereits vollständig Geimpfte oder kürzlich Genesene mit einem gültigen, digitalen Covid-Zertifikat der EU sind von dieser Regelung ausgenommen. Alle ankommenden Passagiere müssen außerdem die Passenger Locator Card ausfüllen. Für Urlauber in Richtung Madeira und Azoren gelten Sonderregelungen.

20. September: Debatte über Après-Ski-Partys, neue Einreiseregeln in der Schweiz

Werden in diesem Winter etwa wieder Après-Ski-Partys gefeiert werden können? Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz jedenfalls kann sich das vorstellen. Das sagte er in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe. Nur: Unter welchen Bedingungen? In Österreichs Skigebieten soll wohl die 3G-Regel auch in diesem Winter gelten. Das heißt: Wer geimpft, genesen oder getestet, darf auf die Pisten. Und was ist mit den Partys? Sollten die Corona-Infektionszahlen in die Höhe schnellen, kann sich Kurz dort die 1G-Regel vorstellen. Dann dürften nur noch Geimpfte zu den Après-Ski-Partys. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung in Berlin, unterstützt Kurz’ Argumente, SPD-Politiker Karl Lauterbach dagegen ist skeptisch.

Wer ab heute in die Schweiz reisen will und nicht gegen Corona geimpft oder von Corona genesen ist, muss sich einen negativen Test vorweisen. Nach vier bis sieben Tagen müssen sie sich nochmals testen lassen. Dafür ist ein Antigentest ausreichend. Die neue Regelung wurde vom Schweizer Bundesrat am Freitag beschlossen.

18. September: Urlauberboom auf den Kanaren, leichtere Einreise für Geimpfte nach England

Für die Kanarischen Inseln waren die letzten anderthalb Jahre von einem Auf und Ab geprägt. Je nach Corona-Situation waren mal mehr, mal weniger Touristen auf der Insel. Nun scheint es aber in eine Richtung zu gehen: Die Hotels seien diesen Monat wohl bis zu 70 Prozent ausgelastet, heißt es aus Branchenkreisen. Hoteliers, die ihre Betriebe eigentlich noch geschlossen haben, denken über eine Wiedereröffnung nach.

Wer schon gegen Corona geimpft ist und im Herbst oder Winter nach England reisen will, für den gibt es gute Nachrichten: Ab dem 4. Oktober muss bei Einreise kein negatives Testergebnis mehr vorgelegt werden. Die neue Regelung gilt nur für England, nicht für den Rest Großbritanniens.

17. September: Zypern, ganz Portugal und Brasilien keine Corona-Hochrisikogebiete mehr, strenge Corona-Regeln in Rio, nur noch Geimpfte auf Aids-Schiffen

Und wieder zwei beliebte europäische Urlaubsreiseziele weg von der ungeliebten Corona-Hochrisikogebietsliste: Das Robert-Koch-Institut hat heute die Algarve von der Liste gestrichen, somit ist ganz Portugal kein Hochrisikogebiet mehr. Das gleiche gilt für Zypern. Ebenfalls gute Nachrichten gibt es für alle, die nach Brasilien wollen – das südamerikanische Land wurde ebenfalls von der Liste gestrichen. Bemerkenswert – noch bis vor einigen Wochen war Brasilien Virusvariantengebiet.

Apropos Brasilien: Lieblingsreiseziel vieler Brasilien-Touristen ist die Stadt Rio de Janeiro. Wer aber dort demnächst seinen Urlaub verbringen möchte und Sehenswürdigkeiten sich anschauen möchte, sollte gegen Corona geimpft sein. Denn die Stadt hat strenge Corona-Regeln aufgestellt – selbst für Open-air-Hotspots.

Für Kreuzfahrtliebhaber, die noch nicht gegen Corona geimpft, wird die Luft immer dünner: Nun kündigte auch die Rostocker Reederei Aida Cruises eine 2G-Regelung für viele ihrer Kreuzfahrt-Reisen an. Ungeimpfte dürfen somit nicht mitreisen. Auch Kinder unter 12 Jahren brauchen eine Impfung auf einigen Reisen.

16. September: TUI stockt Angebot für Herbstferien auf, EU-Impfnachweise: immer mehr Länder an Bord, Broadway-Comeback in New York

Die TUI sieht derzeit einen Run auf die Urlaubsziele am Mittelmeer. Stefan Baumert, touristischer Geschäftsführer TUI Deutschland, sagt dazu: »Der Herbst ist eine der beliebtesten Reisezeiten – nicht nur bei Familien aufgrund der Ferien. Lockerungen bei der Ein- und Ausreise sowie die Streichung Spaniens und der letzten Regionen Griechenlands von der Liste der Hochrisikogebiete treiben die Nachfrage weiter in die Höhe. Aktuell hat Antalya zwar noch die Nase vorn, aber der Vorsprung ist nur noch gering und Mallorca und Kreta holen zügig auf.« Aufgrund der steigenden Nachfrage für das Mittelmeer werde TUI fly im Herbst die Kapazitäten aufstocken. Rund 16.000 zusätzliche Flugsitzplätze würden ab den Flughäfen Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, München und Stuttgart in den Markt gestellt, teilte TUI heute mit.

In immer mehr Ländern ist es nun möglich, mit dem EU-Impfnachweis zu belegen, dass man gegen Corona geimpft, von Corona genesen ist oder einen aktuellen Coronatest mit negativem Testergebnis gemacht hat. Sogar schon 15 Länder außerhalb der EU akzeptieren den Nachweis. EU-Justizkommissar Didier Reynders teilte darüber hinaus mit, dass schon über 400 Millionen Zertifikate ausgeteilt worden seien.

Darauf haben Musical-Fans in New York lange warten müssen: Gleich vier Hit-Musicals feierten ihre Premiere nach der endendig langen Pandemie-Pause, die sich seit März 2020 hinzog. Auch Bürgermeister Bill de Blasio war höchst erfreut über das Broadway-Comeback.

15. September: Thailand: Quarantäne weg für Geimpfte, Türkei-Urlaub: das gilt nun, Thüringen-Fazit fürs erste Halbjahr 2021

Thailand will sich weiter für Touristen öffnen. Nachdem in ersten Modellregionen in den letzten Wochen einige Urlauber aus dem Ausland empfangen wurden, soll es nun zügig in anderen Regionen des Landes weitergehen. Profitieren werden davon vermutlich in erster Linie gegen Corona Geimpfte. Für sie sollen die Quarantäneregeln in Zukunft entfallen.

Die Türkei gilt mittlerweile wieder als Hochrisikogebiet. Manch einer, der mit einem Urlaub in dem Land liebäugelt, dürfte sich da fragen: Was gilt denn nun? Was muss ich beachten? Hier erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, wenn ihr nun in die Türkei reisen wollt.

In immer mehr Urlaubsregionen und -ländern zieht man kurz vor Ende des kalendarischen Sommers ein Fazit des Tourismusjahres 2021. So auch in Thüringen. Auch dort sah es vielerorts nicht gut aus. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Landesamtes in Erfurt. Demnach sank in der ersten Jahreshälfte die Zahl der gebuchten Übernachtungen um mehr als ein Drittel auf rund 1,6 Millionen.

14. September: Lernidee nur noch für Geimpfte und Genesene, Urteil zu Reisekosten-Erstattung nach Corona-Absage durch Schule, erster Ischgl-Gerichtsprozess, Kritik an Vorkasse-Praxis im Reisegewerbe, ADAC-Fazit zum Corona-Sommer 2021

Nun auch Lernidee: Der Reiseveranstalter wird ab November nur noch gegen Corona geimpfte oder von Corona genesene mit auf seinen Reisen mitnehmen. Grund sei, dass die Reisebedingungen in vielen Ländern für nicht geimpfte Gäste deutlich verschärft worden seien.

Das Oberlandesgericht Hamm hatte einen heiklen Fall zu entscheiden: Eine Schule buchte Anfang 2020 eine Reise nach England. Dann kam Corona, und die Reise wurde im März 2020 wieder abgesagt. Den Reisepreis in Höhe von 10.000 Euro wollte der Reiseveranstalter aber nicht zurückzahlen, nur 1.000 Euro Erstattung gab es. Damit war die Schule nicht einverstanden und zog vor Gericht – und das OLG Hamm gab ihr recht.

Viele dürften sich noch daran erinnern: In Ischgl gab es im Spätwinter 2020 einen heftigen Corona-Ausbruch. Viele Skifahrer hatten sich in dem Tiroler Wintersport infiziert. In den Folgemonaten wurde die Frage diskutiert, ob das hätte verhindert werden können. Mit dieser Frage muss sich nun auch das Wiener Landesgericht beschäftigen. Hinterbliebene eines Verstorbenen klagen auf 100.000 Euro Schadensersatz.

Im Pandemiejahr 2020 hatten nach Auffassung der Verbraucherzentrale Brandenburg die Sorgen der Verbraucher oft mit Corona zu tun. Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2020/21 sagte VZB-Geschäftsführer Dr. Christian A. Rumpke : »Die Pandemie hat bestehende Fehler im System wie mit einem Brennglas verstärkt. So stieg der Beratungsbedarf zu Anfang der Corona-Zeit besonders beim Reiserecht deutlich. Hatten wir im Jahr 2019 noch vier Prozent Beratungen zum Reiserecht, machte die Beratung rund um Stornierung, Gutscheinregelung und Rückerstattung im Corona-Jahr beachtliche 20 Prozent aus.« Ein Grund sei, dass die Reise-Branche weitgehend auf Pump funktioniere, indem künftig Reisende aktuelle Leistungen durch die Vorkasse-Regelung vorfinanzierten. Komme das System wie in der Pandemie zum Erliegen, seien die Verbraucher die Leidtragenden, die teilweise über Monate oder vergeblich ihrem Geld hinterherliefen.

Das Bedürfnis nach einer Auszeit auch jenseits der unmittelbaren Heimatregion war nach Meinung des ADAC in diesem Sommer besonders hoch. Deutlich mehr Menschen seien im Vergleich zum Vorjahr in den Urlaub gereist. Der Verkehr in Deutschland sei in den Sommermonaten Juli und August sogar höher als vor Ausbruch der Pandemie gewesen, so der ADAC. Gleichzeitig blieb die Pandemie eine bestimmende Einflussgröße bei der Wahl der Urlaubsform, der Anreise sowie der Modalitäten. Der ADAC macht folgende übergeordnete Trends aus: Buchungen wurden deutlich kurzfristiger getätigt. Eine ADAC- Umfrage hat ergeben, dass rund die Hälfte der Befragten ihren Haupturlaub knapp vor dem Reiseantritt oder gar nicht vorab buchen wollte. Die Eigenanreise wurde gegenüber Flug und Bahn deutlich bevorzugt. Reisen innerhalb Deutschlands oder ins europäische Ausland waren überdurchschnittlich beliebt. Und der PKW war für viele Menschen das Verkehrsmittel der Wahl für die Fahrt in den Urlaub, was sich auch in den Stauzahlen niederschlägt.

13. September: Gros der Einreisenden hält sich an Testpflicht, Flughafen Dortmund fast auf 2019-Niveau

Wer aus dem Urlaub zurückkehrt und nicht gegen Corona geimpft oder von Corona genesen ist, muss sich seit dem 1. August testen lassen. Vielerorts wurde die Befürchtung laut, dass sich daran wohl einige nicht halten werden. Dem scheint aber nicht so zu sein. Mittlerweile wurden mehr als 2,8 Millionen Personen stichprobenartig kontrolliert. Ergebnis: Die meisten Einreisenden halten sich an die Pflicht, berichtet die »Welt am Sonntag« unter Berufung auf die Bundespolizei.

Der Dortmunder Airport hat es in den Sommermonaten nicht nur geschafft, an das Rekordjahr 2019 anzuknüpfen. Er ist auch mit Abstand der Flughafen in Deutschland, der sich prozentual gesehen am schnellsten erholt hat. »Bereits im Juni 2021 zog das Passagierniveau auf 64 Prozent des Rekordniveaus von 2019 an. Im Juli gelang uns ein riesiger Sprung auf 95 Prozent! Die positive Passagierentwicklung war auch im August ungebrochen. Mit 98 Prozent des Rekordniveaus haben wir in den Sommerferien 2021 fast wieder an das Vor-Krisenjahr 2019 anknüpfen können«, sagte Flughafen-Chef Ludger van Bebber.

11. September: RKI-Update: Gute Nachrichten für Griechenland und Frankreich, schlechte für Region Oslo, Freude über Gästezahlen auf Helgoland, was ungeimpfte Reisende in Österreich erwartet

Das Robert-Koch-Institut hat gestern neun Länder oder Regionen von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen: Argentinien, Bolivien, Ecuador, Griechenland, Namibia, Oman, Paraguay und Peru. In Frankreich betrifft dies die Regionen Korsika, Okzitanien und das Übersee-Departement Réunion. So weit die guten Nachrichten. Auf der anderen Seiten wurden Bosnien und Herzegowina, Grenada, Nicaragua sowie die norwegischen Regionen Oslo und Viken zu Hochrisikogebieten erklärt.

Helgoland gehört zu den großen Gewinnern im Corona-Jahr 2021 – jedenfalls mit Blick auf die Zahl der Touristen, die die Nordsee-Insel besuchen. Zwar sei das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht, die Zahlen von 2021 seien aber deutlich besser als die von 2020, sagte der Chef des Tourismusverbandes.

Wer in den nächsten Wochen in Österreich seinen Urlaub zu verbringen möchte, aber nicht gegen Corona geimpft ist, muss sich auf Ungemach gefasst machen. Denn: Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, treten am 15. September verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen in Kraft.

10. September: Quarantäne-Sommer-Fazit auf Mallorca, Israel-Gruppenreisen ab 19. September, USA-Reisen: hohe Strafen für Maskenverweigerer, Besuchereinbruch in deutschen Schlössern und Gärten

In diesem Sommer war Mallorca mit Blick auf die Corona-Infiziertenzahlen ein Dauerbrenner in den Medien. Immer wieder war dabei die Rede von positiv getesteten Urlaubern, die anschließend in eines der Quarantäne-Hotels eingezogen waren. Jetzt hat der Gesundheitsdienst der Balearen Zahlen eine Bilanz vorgelegt: 757 Urlaubsgäste mussten in den Sommermonaten in Quarantäne.

Das israelische Tourismusministerium nimmt ab dem 19. September sein Pilotprogramm für Touristen wieder auf, das organisierten Reisegruppen von fünf bis dreißig Personen aus sogenannten grünen, gelben und orangen Ländern ermöglicht, Israel zu besuchen. Die Zahl der ausländischen Touristengruppen, die im Rahmen dieses Programms nach Israel einreisen dürfen, ist nicht begrenzt. Ausländische Reisende müssen in dem Fall eine zweite, vom israelischen Gesundheitsministerium anerkannte, vollständige Impfung innerhalb der letzten sechs Monate oder eine dritte Impfung nachweisen, um nach Israel einreisen zu können. Zudem müssen sie einen negativen PCR-Test vorweisen, der maximal 72 Stunden vor ihrer Ankunft durchgeführt wurde. Bei Ankunft am Flughafen Ben Gurion wird ein weiterer PCR- sowie ein serologischer Test durchgeführt. Nach Erhalt der Ergebnisse dieser beiden Tests in Israel können Besucher das Land uneingeschränkt bereisen, teilte das Israelische Verkehrsbüro in Deutschland mit.

Noch können wir nicht in die USA reisen, aber wenn es wieder so weit ist, sollte man sich tunlichst an die Maskenvorschriften während der Reise halten. Die US-Regierung hat nämlich die Bußgelder für alle drastisch erhöht, die in Flughäfen, Bahnhöfen, beim Reisen in Flugzeugen, Zügen und Bussen keine Masken tragen.

Auch die Burgen, Schlösser und Gärten in Deutschland haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie schwer gelitten. Darauf wies nun Michael Hörrmann, Chef des Vereins Schlösser und Gärten Deutschland, hin. Ob im nächsten Jahr wieder die Besucherzahlen von 2019 erreicht werden würden, sei fraglich. Und das liege nicht nur an Corona …

9. September: Zähes Tourismus-Comeback in Deutschland, Corona-Folgen an der Geltinger Birk, Brüsseler Marketing-Aktion

Im Frühsommer war noch alles geschlossen, danach ging er wieder los, der Tourismus in Deutschland. Im Juli lief das Geschäft sogar besser als im Vorjahresmonat: Sechs Prozent mehr Gäste gab es. Von den Zahlen aus 2019 sind die Beherbergungsbetriebe aber immer noch weit entfernt. Im Juli 2019 gab es 18 Prozent mehr Übernachtungsgäste. Die Zahlen teilte das Statistische Bundesamt heute morgen mit.

Während viele Städte Touristen herbeisehnen, haben einige Natur-Urlaubsregionen in Deutschland von der Coronazeit sogar profitiert. Die Geltinger Birk an der schleswig-holsteinischen Ostsee gehört dazu. Allerdings sind nicht alle mit den Besuchermassen zufrieden. Denn: Einige Touristen ließen den Respekt vor dem Naturschutzgebiet vermissen und sorgten für Ärger …

In Brüssel sind sie dagegen über jeden Touristen froh, der die Stadt besucht. Um das Geschäft anzukurbeln, bekommt nun jeder Besucher einen digitalen Touristenpass mit einem Wert-Gutschein.

8. September: Eurowings-Comeback-Pläne 2022, Kuba-Öffnung Mitte November, wie ein Hotel in Minden die Corona-Krise meistert

Die Airline Eurowings will 2022 wieder richtig durchstarten. Anlass dafür gebe nach Angaben der Fluggesellschaft die steigende Nachfrabe. Airlinechef Jens Bischof will 2022 mehr als 100 Flugzeuge in seiner Flotte haben, aktuell seien es 81. Wenn alles nach Plan laufe, habe man dann 90 bis 100 Prozent des Vorkrisenniveaus wieder erreicht.

Kuba will ab Mitte November wieder peu à peu Touristen ins Land lassen. Wenn sich bis dahin – so der Plan – 90 Prozent der Bevölkerung gegen Corona habe impfen lassen, spräche nichts mehr gegen eine Öffnung. Als Starttermin für das Tourismus-Comeback nannte das Tourismusministerium Mintur den 15. November.

Die Corona-Pandemie hat der Tourismusbranche schwer zugesetzt. Das gilt ganz besonders für Hotels. Im Lindgart Hotel in Minden hat man nun aus der Not eine Tugend gemacht: Aus dem Geschäftsreisenden-Hotel wurde eine Herberge, die nun viele radfahrende Touristen aufsuchen.

7. September: Private Nacht-Partys auf Mallorca wieder erlaubt, Hoffen auf Australien-Öffnung im Dezember, DTV warnt vor erneute Lockdown-Diskussionen

Für ein paar Wochen gab es harte Einschränkungen für alle, die auf Mallorca die Nacht zum Tag machen wollten – aber damit ist es nun wieder vorbei. Nun dürfen wieder Personen aus verschiedenen Haushalten zu nächtlichen Treffen zusammenkommen. Allerdings nur im privaten Räumlichkeiten, für Bars und Clubs gilt das Partyverbot in der Nacht weiter.

Ähnlich wie in den USA heißt es derzeit auch in Australien: Touristen dürfen immer noch nicht einreisen. Und daran wird sich auch in den nächsten Wochen nichts ändern: Die australischen Grenzen bleiben bis mindestens 17. Dezember dicht. Aber dann könnte es so weit sein. Ein Indiz: Die Airline Qantas bietet einen Tag später bereits wieder einige internationale Flüge an.

Ein Drittel weniger Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum – so lautet die Tourismus-Bilanz des ersten Halbjahres 2021 in Deutschland. Alles andere als gut. Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, ist deshalb besorgt über die neuerlichen Diskussionen über Lockdown-Maßnahmen im Herbst: »Der Tourismus läuft langsam wieder an. Vieles geht wieder. Das Schlimmste, was jetzt kommen könnte, wäre eine erneute Lockdown-Diskussion. Die Branche sorgt für sicheres Reisen, unterstützt die 3G-Regel und wirbt für die Impfung.«

6. September: Mallorca-Boom dauert an, NRW-Weihnachtsmärkte mit 3G-Regeln

Ungeachtet der Diskussion der vergangenen Wochen über Reiserückkehrer und Corona-Inzidenzzahlen in Spanien verläuft die Urlaubssaison auf Mallorca weiterhin gut. Der Flughafen in Palma de Mallorca habe bereits etwa 80 Prozent des Passagieraufkommens von 2019 erreicht, heißt es von der Balearen-Insel.

Noch genießen wir den Spätsommer, aber schon in zweieinhalb Monaten dürften die Ersten von uns auf den Weihnachtsmärkten Glühwein trinken. Denn die sollen nach der Corona-Zwangspause 2020 in diesem Jahr wieder stattfinden. Nur wie? In den Städten NRWs will man die Besucher durch breitere Straßen und Gassen führen sowie stichprobenartige Kontrollen der 3G-Regeln durchführen.

4. September: RKI-Update zu Serbien, Albanien & Co., 3G-Regel in RDC-Nachtzügen

Das gestrige Update des Robert-Koch-Instituts zu den Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten fiel aus touristischer Sicht recht unspektakulär aus: Die Nischen-Urlaubsländern Serbien, Albanien, Aserbaidschan, Guatemala, Sri Lanka, Japan werden zu Hochrisikogebieten erklärt, Kuwait wurde von der Liste gestrichen.

Das private Bahnunternehmen RDC hat gestern angekündigt, in seinen Zügen in Zukunft die 3G-Regel anzuwenden. Das heißt: Wer nun mit dem Alpen-Sylt Nachtexpress fahren will, muss gegen Corona geimpft, bereits genesen oder getestet sein. »Gern greifen wir den Wunsch der Bundesregierung auf, die 3G-Regel auch in Fernzügen umzusetzen. Zumal das organisatorisch und technisch mittlerweile für uns kein Hexenwerk mehr ist und Reisende diese Nachweise für Hotels und Gastronomie ohnehin benötigen«, erklärte Markus Hunkel, Geschäftsführer der RDC-Gruppe.

3. September: USA-Öffnung: Lufthansa spekuliert auf Weihnachtszeit, Uganda: Doppel-PCR-Testung bei Einreise, Äthiopien lässt wieder Touristen ins Land, Tourismus-Bilanz in Schleswig-Holstein

Wann endlich sind wieder Urlaubsreisen in die USA möglich? In den letzten Wochen und Monaten wurde viel darüber gemutmaßt. Vor allem, als Kanzlerin Angela Merkel Mitte Juli bei US-Präsident Joe Biden zu Besuch war, dachten viele, nun sei es so weit. Passiert ist seitdem aber nichts. Bei der Lufthansa geht man derweil davon aus, dass es in der Weihnachtszeit wohl so wie sein könnte.

Uganda ändert die Einreisebestimmungen. Dann gilt für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Folgendes: Bei Ein- und Ausreise muss jeder ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen. Der Abstrich für den PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Reisende müssen deshalb einen negativen PCR-Nachweis vor Reiseantritt am Abflughafen vorlegen. Der zweite PCR-Test erfolgt bei der Ankunft in Uganda. Die neue Regelung betrifft alle Reisenden, unabhängig vom Alter – auch Kinder, Impfstatus und Herkunftsland. Wer am Flughafen in Entebbe anreist, wird mit einem Shuttle-Bus zum nahegelegenen Testzentrum (4 Fahrminuten) gefahren. Dort unterziehen sich Touristen einer Fiebermessung bevor der zweite PCR-Abstrich erfolgen kann. Erst nach einem negativen Ergebnis können Touristen in das Land einreisen. Die Kosten in Höhe von 55 Dollar für den PCR-Test müssen Reisende selbst zahlen.

Die äthiopische Einwanderungsbehörde hat die Ausstellung von eVisa wieder aufgenommen. Das teilte die Niederlassung von Ethiopian Airlines in Deutschland gestern mit. Die Einreise in Äthiopien ist somit wieder uneingeschränkt möglich. Passagiere können das eVisum wie gewohnt auf der Website der äthiopischen Immigrationsbehörde beantragen. Die Erteilung der Visa bei Ankunft (Visa on Arrival) ist dagegen weiterhin ausgesetzt. Alle Passagiere, die in Äthiopien einreisen, müssen aktuell ein negatives PCR-Testzertifikat (nicht älter als 120 Stunden) vorweisen, bevor sie an Bord gehen. Für Reisende, die eine vollständige Impfung nachweisen können oder einen Genesenennachweis vorlegen, der nicht älter als 90 Tage ist, entfällt die siebentägige Quarantäne. Bei Reisenden ohne Impf- bzw. Genesenennachweis wird ggf. ein weiterer PCR-Test bei Ankunft durchgeführt. Im Falle eines negativen PCR-Testergebnis entfällt die Quarantäne ebenfalls.

Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist wieder im Aufwind. Das jedenfalls belegen die Besucherzahlen, die die Tourismusagentur des Bundeslandes gestern vorlegte. Ein Grund, warum das Land im Vergleich zu anderen so gut abschneidet, seien die touristischen Modellprojekte, die schon im April die ersten Urlauber anlockte, so Tourismusminister Bernd Buchholz.

2. September: Thailand-Komplett-Öffnung rückt näher, FTI-Rückkehr nach Ägypten, Irland hebt Corona-Beschränkungen auf, Italien: grüner Gesundheitspass häufiger Pflicht

Thailand geht nun mit großen Schritten in Richtung eines kompletten Tourismus-Comebacks. Am 1. Oktober sollen auch Bangkok und die Provinz Chon Buri mit dem Badeort Pattaya öffnen, weitere 21 Provinzen sollen Mitte Oktober folgen. Das meldet die Zeitung »Bangkok Post« unter Berufung auf Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn.

Der Reiseveranstalter FTI wird ab morgen wieder Pauschalreisen nach Ägypten durchführen. Die Erstflüge von Leipzig und Düsseldorf nach Hurghada seien ausgebucht, sagte Elia Gad, Group Head of Destination Egypt bei FTI. Und weiter: »Wir freuen uns, dass unsere Premieren-Flüge mit Airline-Partner European Air Charter voll sind und stellen auch eine sehr starke Nachfrage für die nächsten Monate fest. Das zeigt, dass die Destination mit 360 Sonnentagen im Jahr bei Urlaubern hoch im Kurs steht.«

Gestern berichteten wir über die Aufhebung fast aller Anti-Corona-Maßnahmen in Dänemark, nun zieht im Oktober das nächste Land nach: Irland. Ab dem 22. Oktober sollen die Maßnahmen aufgehoben werden, heißt es.

Italien dagegen hat die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft. Dort muss nun jeder, der Langstreckenbusse, Inlandsflüge oder den Bahnfernverkehr nutzen will, den grünen Gesundheitspass vorlegen.

1. September: Lufthansa auf der Bremse, Thailand: Hua-Hin-Öffnung am 1. Oktober

Zwar fliegen mittlerweile mit der Lufthansa schon wieder viel mehr Passagiere als noch vor ein paar Monaten, ein Ende der Durststrecke ist aber für die Airline noch nicht in Sicht. Lufthansa-Chef Carsten Spohr richtet sich jedenfalls auf einen »langen, harten Winter« ein. Vor allem auf der Langstrecke gibt es noch einige harte Nüsse zu knacken.

Es werden immer mehr: Nach dem Tourismus-Comeback in Phuket und Ko Samui hat jetzt der nächste populäre thailändische Urlaubsort seinen Restart angekündigt: der Badeort Hua hin. Nach aktuellem Stand soll es am 1. Oktober dieses Jahres wieder losgehen. 

31. August: 3G in Fernzügen: Merkel lässt nicht locker, Dänemark streicht alle Anti-Corona-Maßnahmen ab September, Corona-Lockerungen auf Mallorca, CovPass-App mit Erleichterungen für Auslandsreisende

Die Diskussion über die Einführung der 3G-Regel in Fernzügen geht in die nächste Runde. Noch immer scheint in der Bundesregierung die Frage nicht abschließend geklärt zu sein, welche Corona-Auflagen in Zukunft für Bahnfahrer gelten sollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sympathisiert Medienberichten zufolge weiterhin für die Einführung der 3G-Regel in Fernzügen, obwohl mehrere Ministerien Bedenken dagegen haben.

In unserem Nachbarland Dänemark werden ab dem 10. September alle Corona-Einschränkungen aufgehoben. Für eine Gruppe allerdings gelten weiterhin relativ strenge Regeln: für Einreisende aus dem Ausland.

Auf Mallorca werden die Anti-Corona-Regeln gelockert. So seien auf der Insel nächtliche Zusammentreffen von Personen aus verschiedenen Haushalten bis 2 Uhr nachts wieder erlaubt, berichtet das Mallorca Magazin. Auch die Regeln für Restaurants und Bars werden etwas gelockert.

Wer gegen Corona geimpft oder genesen ist und ins Ausland reist, muss dies in vielen Ländern auch nachweisen. Wie das im Zielland am besten geht, darüber sollte man sich vorab genau informieren. Mit Hilfe der CovPass-App kann man nun schon vor einer Auslandsreise prüfen, ob das Corona-Zertifikat im jeweiligen Land anerkannt wird, berichtet das Magazin Chip.

30. August: 3G für Bahn wieder vom Tisch, Studiosus-Reisen nur noch für Geimpfte und Genesene, Ukraine: Aufschwung durch Touristen aus Saudi-Arabien

Am Freitag berichteten wir an dieser Stelle, dass es Überlegungen in der Bundesregierung gibt, die sogenannte 3G-Regel für die Nutzung der Bahn einzuführen. Das ist aber mittlerweile wieder Schnee von gestern: Ungetestete dürfen weiter mit der Bahn fahren. Eine Prüfung habe ergeben, dass eine Kontrolle der 3G-Regel bei der Bahn in der Praxis nicht machbar sei.

Der Studienreiseveranstalter Studiosus wird ab dem 1. Oktober nur noch Reisen für Geimpfte und Genesene anbieten. Als Grund teilte der Veranstalter auf seiner Website mit, man rechne mit weiteren Verschärfungen der behördlichen Bestimmungen bei Ein- und Rückreise und der zunehmenden organisatorischen Schwierigkeiten für nicht Geimpfte. Für Neubuchungen gelte die neue Regel bereits ab dem 1. September, heißt es weiter.

Die Ukraine war vor Corona vor allem ein Reiseziel von jungen Leuten, die das Nachtleben in Kiew erkunden wollten. Aber auch der Besuch von Tschernobyl lockte den ein oder anderen ins Land. Mittlerweile kommen aber immer mehr Touristen aus Saudi-Arabien, berichtet der MDR. Ein Grund: Die Corona-Auflagen in der Ukraine seien weniger streng als in vielen EU-Ländern, heißt es.

28. August: RKI: Spanien kein Hochrisikogebiet mehr, Touristen-Boom in Niedersachsen,

Die Infektionszahlen sind gesunken, das Robert-Koch-Institut zieht die Konsequenz: Spanien ist ab morgen kein Hochrisikogebiet mehr. Die Einstufung war nicht von langer Dauer, rund einen Monat lang war Spanien Hochrisikogebiet. Das hatte vor allem für Ungeimpfte negative Folgen: Sie mussten sich zehn Tage in Quarantäne begeben, von der sie sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien konnten. Auch Portugal profitiert vom RKI-Update: Mittlerweile gilt nur noch die Algarve als Hochrisikogebiet.

Freude in Niedersachsen: Viele Urlaubsregionen erlebten in den letzten Wochen einen regelrechten Boom. An der Küste, in der Lüneburger Heide und im Harz sei man mit den Besucherzahlen sehr zufrieden, heißt es. Gäste hätten teilweise das gebucht, was noch zu haben war.

27. August: Bild-Zeitung: Merkel will 3G-Regel in Zügen, Aufschwung an Frankreichs Küste

Bundeskanzlerin Angela Merkel will einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge die Nutzung der Bahn nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete erlauben. Gleiches solle bei Inlandsflügen gelten. Gegenwind für den Vorschlag kommt von CSU, FDP und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Hauptkritikpunkt: Wer soll das kontrollieren?

Freude an Frankreichs Küstenregionen: Sowohl an der Atlantikküste als auch in der Bretagne betrug der Touristenzuwachs in diesem Sommer rund 10 Prozent. Grund für den kräftigen Aufschwung waren Besucher aus dem Inland und dem angrenzendem Ausland. Unter der weiter andauernden Krise im Städtetourismus litten dagegen Paris und Straßburg.

26. August: Lufthansa will Impfpflicht für Crews, Flughafen München: nach Durststrecke wieder 70.000 Passagiere am Tag, KLM und Air France: weiter großzügige Storno- und Erstattungsregeln, Mauritius lockert Einreiseregeln für Geimpfte, IHK: Lob und Kritik für neue Corona-Verordnung Niedersachsens

Zeitenwechsel bei der Lufthansa: Die Airline möchte Medienberichten zufolge eine Impfpflicht für ihre Crews durchsetzen. Fluggesellschaften wie United Airlines oder Qantas, aber auch die eigene Tochter-Airlines Swiss haben das bereits gemacht. Doch eine Impfpflicht für die gesamte fliegende Belegschaft ist nicht so einfach durchzusetzen.

Steigende Fluggastzahlen am Münchner Flughafen: Erstmals seit dem Beginn der Pandemie wurden an Bayerns internationaler Luftverkehrsdrehscheibe am vergangenen Samstag wieder mehr als 70.000 Passagiere an einem Tag gezählt. Zuletzt wurde dieser Wert am 9. März 2020 überschritten. Die Flughafen München GmbH (FMG) rechnet im laufenden Monat mit rund 1,8 Millionen Fluggästen: Damit würde der August 2021 das beste Monatsergebnis seit dem Februar 2020 aufweisen, teilte der Airport gestern auf seiner Website mit.

Die SkyTeam-Schwester-Fluggesellschaften Air France und KLM haben ihre bisher großzügigen Stornierungs- und Erstattungsregeln für für Reisen bis zum 31. März 2022 verlängert. Das meldete gestern das Portal travel-dealz.

Mit dem Voranschreiten der Impfkampagne auf Mauritius werden die Corona-Bestimmungen für geimpfte Einreisende weiter gelockert. Ab dem 1. September verbringen geimpfte Gäste nur noch 7 anstatt 14 Tage in einem sogenannten »Resort Bubble«-Hotel, teilte das Fremdenverkehrsamt von Mauritius mit. Die zugelassenen »Covid-19-safe« Resorts sind auf www.mauritiusnow.com aufgeführt.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg hat die neue Corona-Verordnung des Landes begrüßt. Aus Sicht der IHK weise die Verordnung in die richtige Richtung. Allerdings halte sie den Schwellenwert der 50er-Inzidenz, der auch in der neuen Verordnung noch enthalten ist, für überholt, teilte die IHK gestern mit.. »Vor allem aus Sicht der Tourismusbranche ist es sehr zu begrüßen, dass die Landesregierung mit der neuen Corona-Verordnung von ihrem bisherigen Stufenplan abrückt und eine Grundlage schafft, um einen weiteren Lockdown zu verhindern. Die grundsätzliche Abkehr von den Inzidenzzahlen als einziger Bewertungsgrundlage ist ein von der Branche lange geforderter Schritt«, so Kerstin Kontny, Referentin für Tourismus bei der IHK. Die IHK kritisiert allerdings, dass – ohne inhaltliche Begründung – dieses neue Konzept durch die eingebaute Grenze von 50 Neuinfizierten durchbrochen werde.

25. August: Lufthansa-Ziele: Komplett-Comeback im September, Italien: Knatsch um Restaurant-Sitze im Freien

Die Lufthansa fliegt mittlerweile immer mehr Ziele auf der ganzen Welt an: 280 sind es mittlerweile, das sind 88 Prozent der Ziele aus der Zeit vor Corona. Schon bald strebt der Konzern die 100-Prozent-Marke an. Bereits im September soll es so weit sein. Einen Makel aber gibt es noch: Einige Strecken werden noch nicht so häufig bedient wie noch 2019.

Italien hat recht strenge Corona-Regeln, vor allem für Restaurant-Besucher. Wer nicht gegen Corona geimpft ist, darf zum Beispiel nicht in den Innenräumen Platz nehmen. Im Winter ein Ärgernis, im Sommer aber gar nicht schlimm. Denn wer sitzt nicht gern an einem lauen Sommerabend draußen und genießt dabei die italienische Küche? Einige italienische Gastronomen haben nun eine Sitzplatz-Regelung eingeführt, die Geimpften gar nicht schmeckt: Während die Außenplätze für Ungeimpfte reserviert bleiben, müssen die Geimpften drinnen Platz nehmen. Das sorgt bei geimpften Touristen für Unmut.

24. August: US-Gesundheitsbehörde warnt ältere Kreuzfahrt-Reisende, Touristen-Boom in Schlei und die Folgen, wieder Wachwechsel am Buckingham-Palast

The Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die US-amerikanische Gesundheitsbehörde, warnt ältere Menschen und jene mit Vorerkrankungen vor den Corona-Gefahren bei Teilnahme an einer Kreuzfahrt – auch wenn sie bereits geimpft sind. Die neue Richtlinie, die am Freitag von der CDC herausgegeben wurde, gilt sowohl für große Schiffskreuzfahrten als auch für kleinere Flusskreuzfahrten. »Das Virus verbreitet sich leicht zwischen Menschen in enger Nachbarschaft an Bord von Schiffen, und die Wahrscheinlichkeit, Corona auf Kreuzfahrtschiffen zu bekommen, ist hoch«, schrieb die Agentur in ihrer Empfehlung.

Erinnert ihr euch noch? Die Schlei an der Ostsee in Schleswig-Holstein gehörte im Frühsommer zu den Modellregionen des Landes, wo die ersten Touristen nach dem langen Winterlockdown wieder Urlaub machen konnten. Der Hype um den Ort schlug sich in den Besucherzahlen nieder. Doch nicht alle sind happy darüber: zu viele Autos, zu viele Menschen, ist von einigen zu hören. Nun gibt es online eine Bevölkerungsbefragung. Die Verantwortlichen wollen wissen, was die Einheimischen über den Touristen-Boom und die Folgen denken.

London hat eine Touristenattraktion zurück: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie fand wieder ein Wachwechsel vor dem Buckingham-Palast statt. Die »State Ceremonial Musicians of The Band of the Household Division« spielte, zahlreiche Touristen wohnten dem Auftritt bei.

23. August: Vorerst kein Tourismus-Comeback in Pattaya, Corona-Risikogebiete: DRV fordert Abkehr von reiner Inzidenzbetrachtung

Thailand will ja in immer mehr Tourismus-Regionen wieder Urlauber aus dem Ausland willkommen heißen. Am Freitag berichteten wir ausführlich darüber. Mit im Boot sollte eigentlich ab dem 1. September der Badeort Pattaya sein. Sollte. Denn daraus wird erst einmal nichts. Der Grund: In der Provinz Chon Buri sind die Corona-Infektionszahlen immer noch zu hoch. 

Das Robert-Koch-Institut stuft in Griechenland die Regionen Kreta und südliche Ägäis (darunter Rhodos und Mykonos) von kommenden Dienstag 0:00 Uhr neu zum Hochrisikogebiet ein, wir berichten an dieser Stelle am Samstag darüber. Für die Einstufung von Zielgebieten fordert der Deutsche Reiseverband (DRV) nun die Abkehr von der reinen Inzidenzbetrachtung. »Stattdessen muss stärker die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt werden«, so DRV-Präsident Norbert Fiebig. Reisewirtschaft und die Urlauber brauchen Planungssicherheit und eine Perspektive. Nach Schätzung des Deutschen Reiseverbandes halten sich derzeit rund 150.000 Gäste mit Pauschalreiseveranstaltern im Land auf. Hinzu komme eine unbekannte Anzahl an Gästen, die selbstorganisiert das Land bereisen.

21. August: Update des Robert-Koch-Instituts: Brasilien kein Virusvariantengebiet mehr, Teile Griechenlands nun Hochrisikogebiet, Reisefreiheit: Welcher Impfstoff nutzt am meisten?

Für Liebhaber des Urlaubslandes Brasilien war das eine sehr lange Zeit: Seit Anfang des Jahres schon galt das südamerikanische Land als Virusvariantengebiet – mit der Folge, dass kaum noch jemand hinreiste. Nun das Ende: Das Robert-Koch-Institut strich das Land gemeinsam mit Uruguay von der Liste. Beide Länder werden nun »nur noch« als Hochrisikogebiete ausgewiesen. Gute Nachrichten gibt es auch für einige Regionen in Spanien, wie etwa Katalonien und die Kanaren. Sie gelten nun nicht mehr als Hochrisikogebiete. Dagegen landeten die Insel Kreta sowie die Regionen Südliche Ägäis und Ionische Inseln auf der Liste der Hochrisikogebiete.

Wer gegen Corona geimpft ist, der genießt deutlich mehr Reisefreiheit als derjenige, der nicht geimpft ist. Das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber bedeutet das nun, dass man mit jedem in Deutschland zugelassenen Impfstoff die ganze Welt bereisen kann? Die Antwort ist ernüchternd, denn: Es ist kompliziert. Während Astrazeneca aus Europa, Vaxzevria, mittlerweile in 143 Ländern der Welt die Tür zur Einreise öffnet, sieht es bei Biontech/Pfizer schon leicht schlechter und bei Moderna und Johnson & Johnson deutlich schlechter aus. Wer in die USA reisen will – sollte das in naher Zukunft möglich sein –, hat aber auch mit Astrazeneca schlechte Karten: Der Impfstoff wird bisher in den USA nicht anerkannt.

20. August: Wie Thailands Öffnungsweg aussieht, Singapur: Öffnung nur für Geimpfte und mit PCR-Tests, Sachsen im Aufwind, Aufregung um Europapark Rust

Thailand wagt derzeit Schritt für Schritt den Weg zurück in die Normalität. Das dürfte alle freuen, die gern in dem Land ihren Urlaub verbringen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Es geht nur langsam und ziemlich bürokratisch voran. Nachdem auf der Insel Phuket ein Modellprojekt gestartet ist, ziehen nun weitere Modellregionen nach. Wohin man derzeit nach Thailand verreisen kann und welche Modalitäten man beachten muss, erfahrt ihr hier.

Ab 8. September tritt in Singapur die »Vaccinated Travel Lane (VTL)« in Kraft, die es geimpften Reisenden aus Deutschland ermöglicht, auch für touristische Zwecke wieder nach Singapur einzureisen. Im Rahmen der sogenannten VTL-Programms können vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Reisende mit dem einmalig gültigen »Vaccinated Travel Pass (VTP)« dann ohne eine 14-tägige Quarantäneauflage nach Singapur einreisen. Allerdings ist es mit der Impfung nicht getan: dazu gehören ein PCR-Test innerhalb von 48 Stunden vor dem geplanten Abflug, ein PCR-Test bei der Ankunft und zwei weitere PCR-Tests am dritten und siebten Tag des Aufenthalts in Singapur. Anträge für den VTP können ab dem 1. September 2021 für Reisen ab dem 8. September 2021 gestellt werden.

Dass Urlaubsregionen in Deutschland, die vor Corona eher von weniger Touristen besucht wurden, nun einen Aufwind erleben – damit haben viele gerechnet. So auch Sachsen. Dort ist die Freude darüber groß, dass in diesem Sommer wieder mehr Besucher aus dem Ausland kommen. Bei der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen jedenfalls schaut man optimistisch auf die nächsten Monate. Auch im benachbarten Sachsen-Anhalt zogen die Besucherzahlen aus dem Ausland im Vergleich zum Vorjahr leicht an.

Wirbel im Freizeitpark Rust in Baden-Württemberg: Der Park hatte sich dazu entschlossen, Armbändchen an alle Besucher auszugeben. So weit, so gut. Allerdings in unterschiedlichen Farben: Weiße für alle gegen Corona Geimpfte und Genese, buntfarbene für alle Nichtgeimpften. Doch dann hagelte es Beschwerden: Die Kritik reichte von Verstößen gegen den Datenschutz bis hin zu Vergleichen mit dem Dritten Reich. Jetzt ruderte der Park zurück: Es wird keine Armbänder mehr mit unterschiedlichen Farben geben.

19. August: alltours fordert Rückkehr zur Normalität, Reisemobil-Nachfrage weiter hoch, nächtliche Ausgangssperren in Teilen Kretas, hohe Hotel-Rabatte auf Mallorca

alltours-Inhaber Willi Verhuven fordert angesichts der andauernden Anti-Reise-Corona-Maßnahmen eine Rückkehr zur Normalität. Inzidenzen als ausschlaggebendes Entscheidungskriterium für die Einstufung eines Landes als Risiko- oder Hochrisikogebiet seien überholt. Mindestens genauso wichtig seien die zunehmende Impfquote, die Zahl der Genesenen und die getroffenen Hygienemaßnahmen. Daher besteht nach Überzeugung des alltours-Chefs kein Grund mehr, vor Reisen selbst in Hochrisikogebiete zu warnen.

Die Corona-Pandemie kennt sehr viele Verlierer in der Tourismusbranche. Einige aber profitieren davon, unter anderem die Reisemobil-Branche. Kein Wunder, nirgends sonst kann man so gut Abstand zu anderen Urlaubern halten. Außerdem ist man ziemlich unabhängig mit Blick auf das Reiseziel. Die riesige Nachfrage nach Reisemobilen bereitet der Branche allerdings Probleme: Sie kommt kaum noch hinterher. 

Auch in Teilen Kretas sind die Corona-Infektionszahlen nicht so, wie es sich die Regierung wünscht. Deshalb zog sie nun die Notbremse und verordnete der Region Rethymnon ein Partyverbot in allen Restaurants, Bars und Nachtklubs. Musik darf dort nicht mehr gespielt werden. Außerdem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 1 bis 6 Uhr.

Wer noch kurzfristig im August nach Mallorca in den Urlaub fliegen will, kann vielerorts auf Hotel-Rabatte hoffen. Wie das Mallorca Magazin berichtet, seien nur rund 50 Prozent der Hotelbetten derzeit belegt. Deshalb böten einige Hotels Rabatte von bis zu 40 Prozent an. 

18. August: Tourismus NRW begrüßt neue Corona-Strategie der Landesregierung, Qantas-Impfpflicht, Türkei in der Corona-Falle

Die neue Corona-Schutzverordnung der NRW-Landesregierung sieht keine neuerlichen inzidenzabhängigen Schließungen vor. Alle Einrichtungen und Angebote sollen grundsätzlich inzidenzunabhängig Geimpften, Genesenen und Getesteten zur Verfügung stehen. Wer in Clubs oder Diskotheken gehen oder an sonstigen Tanzveranstaltungen teilnehmen will, braucht als Nicht-Geimpfter oder Nicht-Genesener künftig einen negativen PCR-Test. Achim Schloemer, Vorstandsvorsitzender des touristischen Landesverbands begrüßt die neuen Regeln: »Der Schritt ist angesichts des Impffortschritts und der vorhandenen Testmöglichkeiten richtig und insbesondere für unsere Branche überaus wichtig. Einen dritten Lockdown würden viele unserer Betriebe nicht überleben«, sagte er.

Vor einiger Zeit haben wir an dieser Stelle schon darüber berichtet, jetzt wird es konkret: Australiens größte und international bekannteste Airline Qantas hat Piloten, Flugbegleiter und das Bodenpersonal verbindlich aufgefordert, sich bis zum 15. November dieses Jahres gegen Corona impfen zu lassen.

Als die Bundesregierung die Reisewarnung für die Türkei Anfang Juli aufhob, war die Freude groß bei Türkei-Urlaubsliebhabern – und natürlich auch in dem Land. Die Türkei schien gut gerüstet zu sein, viele Türken wurden bereits geimpft. Doch die Freude währte nicht lange: Mittlerweile gilt die Türkei als Hochrisikogebiet. Für die Tourismusbranche kommt die Einstufung zur Unzeit.

17. August: Weiter Nacht-Party-Verbot auf Mallorca, Miles & More verlängert Status, Reportage aus dem Taunus

Die Corona-Zahlen auf Mallorca sind nach Meinung der Balearen-Regierung weiterhin zu hoch. Aus diesem Grund beschloss die Regierung gestern, das nächtliche Versammlungsverbot, das von 1 bis 6 Uhr gilt, bis zum 15. September zu verlängern. In dieser Zeit darf man sich nur mit Mitbewohnern treffen. Die Regelung zielt vor allem auf Partys, die den Behörden auf der Insel seit Längerem ein Dorn im Auge sind.

Wer viel mit Airlines der Star Alliance fliegt, kann über das Lufthansa-Kundenbindungsprogramm Miles & More neben Prämienmeilen auch Statusmeilen sammeln. Erreicht man ein bestimmtes Meilen-Level, erhält man einen neuen Status, etwa den des Frequent Travellers. Damit darf man z.B. einige Lounges der Lufthansa und anderer Airlines weltweit benutzen. Wegen der Corona-Pandemie ist aber kaum noch jemand geflogen – und konnte ergo die Vorteile des Status nicht wirklich nutzen. Nun teilte Miles & More offenbar mit, dass kein Status im Februar 2022 auslaufen werde, sondern dass der derzeit bestehende Status für alle um ein Jahr verlängert werde.

Viele Urlaubsregionen in Deutschland, die vor Corona nur wenige Touristen anzogen, erleben gerade eine Blütezeit. Oder zumindest einen Aufschwung. Der Taunus im Hessen gehört dazu. Zwar seien die meisten Besucher nur Tagesausflügler oder unternähmen einen Kurztrip, aber die Zahl der Anfragen, die sich für einen mehrtägigen Aufenthalt interessierten, hätte zugenommen, berichtet die FAZ in einer Reportage aus der Region.

16. August: Türkei und USA nun Hochrisikogebiete, 1AVista lässt nur noch Geimpfte an Bord, Umfrage: Deutsche wollen in Zukunft weniger verreisen

Derzeit steigt die Corona-Inzidenz in vielen Ländern der Welt wieder. Betroffen davon sind unter anderem die bei vielen Deutschen beliebten Urlaubsländer Türkei und die USA. Sie wurden am Freitag vom Robert-Koch-Institut neu als Hochrisikogebiet ausgewiesen. Gleiches gilt für Kenia und Montenegro. Wer aus diesem Ländern heimkehrt und nicht geimpft oder genesen ist, muss anschließend in Quarantäne.

Der Kölner Flussreise-Veranstalter 1AVista Reisen nimmt nur noch Buchungen nach dem »2G-Prinzip« an. Die Gäste müssten zum Buchungszeitpunkt bestätigen, dass Sie zum Reiseantritt vollständig geimpft oder von einer Coronainfektion genesen sind, teilte das Unternehmen mit. Ein Nachweis müsse zum Reiseantritt vorgezeigt werden. Bestehende Flussreisebuchungen blieben unverändert. Gäste, die Ihre Reise bereits gebucht hätten und nicht geimpft seien, hätten die Möglichkeit, durch Vorlage eines negativen Testergebnisses an ihrer gebuchten Reise teilzunehmen.

Viele Deutsche wollen einer Umfrage zufolge in Zukunft nicht mehr so häufig verreisen. Das teilte die Stiftung für Zukunftsfragen heute mit. Zwar wolle trotz einer allgemeinen Unsicherheit dieses Jahr die Mehrheit der Bundesbürger ihre Koffer packen und verreisen. Dennoch stelle sich die Frage, ob dies auch in Zukunft so bleiben werde. Denn: »Fast zwei Drittel der Bundesbürger planen, in Zukunft nicht mehr jedes Jahr zu verreisen, sondern den Urlaub auch mal daheim zu verbringen.« Die Gründe für die zunehmende Zurückhaltung beim Verreisen seien vielfältig, heißt es weiter.

13. August: Corona-Party-Spione auf Ibiza, Nationalpark Eifel bietet wieder Ranger-Touren, Touristen-Begrenzung in Amsterdam

Das ist eine ziemlich ungewöhnliche Aktion im Kampf gegen die Nicheinhaltung der Corona-Regeln: Auf Ibiza sind ausländische »Spione« unterwegs, die die Locations illegaler Partys aufspüren sollen. Die Behörden beauftragten eine Detektivfirma, die wiederum Ausländer anheuerte, um die Örtlichkeiten der in Privathäusern veranstalteten Partys aufzuspüren.

Darauf haben Eifel-Naturliebhaber anderthalb Jahre warten müssen: Geführte Ranger Touren durch den Nationalpark Eifel. Nun finden sie endlich wieder statt, montags bis freitags. Und auch die Hochwasser-Schäden sind mittlerweile größtenteils beseitigt.

Den Luxus muss man sich als Städtereise-Destination in Corona-Zeiten leisten können: In Amsterdam dürfen künftig »nur« noch 20 Millionen Touristen jährlich die Stadt besuchen. Vielen Bewohnern wurden die Menschenmassen zu viel auf den Straßen der Hauptstadt. Auf die neue Regelung hatte schließlich eine Bürger-Initiative gedrungen – und war damit erfolgreich.

12. August: Wieder mehr Passagiere am Flughafen Frankfurt, TUI-Chef Joussen fordert Abkehr von Fokussierung auf Inzidenzwerte, Neuseeland-Urlaub ab 2022, Impressionen aus Phuket

Der Flughafen Frankfurt zählte im Juli rund 2,85 Millionen Passagiere und verbuchte damit den höchsten Monatswert seit Beginn der Corona-Pandemie. Gegenüber Juli 2020 entspreche dies einem Plus von 115,8 Prozent, teilte der Airport mit. Der Vorjahresmonat weise allerdings einen niedrigen Vergleichswert auf, da der Flugverkehr infolge des steigenden Infektionsgeschehens stark eingebrochen war. Vor dem Hintergrund niedriger Inzidenzwerte und steigender Impfraten verzeichneten insbesondere traditionelle Urlaubsdestinationen eine steigende Nachfrage. An einzelnen Spitzentagen wurden bereits rund 60 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht. Den höchsten Wert verzeichnete Fraport mit rund 126.000 Passagieren am 31. Juli – dem Tageshöchstwert seit Beginn der Corona-Krise.

TUI-Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen hat eine Kursänderung in der Pandemie-Bekämpfung verlangt: »Es ist notwendig, von der starren Betrachtung von Inzidenzwerten als Gradmesser der Pandemie wegzukommen. Mit Covid werden wir vermutlich leben, wie mit anderen Infektionskrankheiten. Es geht darum die Ansteckungen, die Schwere eines Verlaufs und die Folgen einer Erkrankung abzumildern«, sagte Joussen heute. Wer nicht oder kaum gefährdet sei, sollte seine Freiheitsrechte jetzt umfassend zurückerhalten. Das gelte auch für Kinder und Jugendliche, für die es keine Impfempfehlung gebe.

Seit März 2020 ist Neuseeland nun schon für Touristen aus dem Ausland tabu. Eine ziemlich lange Zeit. Manch einer fragte sich da schon: Wird das noch mal was? Premierministerin Jacinda Ardern macht nun Hoffnung: Anfang nächsten Jahres soll es so weit sein. Dann dürfen die ersten ausländischen Touristen wohl wieder ins Land einreisen. Aber nicht jeder: Nur Geimpfte und nur jene, die aus Niedriginzidenz-Ländern kommen. 

Die Insel Phuket gehört ja zu jenen Tourismusregionen in Thailand, in denen derzeit ein Corona-Modellprojekt läuft. Seit 1. Juli läuft das Projekt, in dem es darum geht, das Comeback des Tourismus im ganzen Land zu testen. Mittlerweile hat sich Ernüchtung breitgemacht. Die Zahl der Touristen, die derzeit da sind, sei weit hinter jener zurückgeblieben, die man sich erhofft habe. Das könnte auch an dem bürokratischen Aufwand liegen, den Touristen über sich ergehen lassen müssen.

11. August: Kleine Hotels in Frankreich rebellieren gegen Buchungsportale, Ausgangssperre in Heraklion

Die Corona-Pandemie war und ist auch für die Hotellerie in Frankreich eine harte Zeit. Da war und ist jede Unterstützung willkommen. Aber nicht jeder half so, wie man es vielleicht erwartet hat. Das jedenfalls ist die Meinung der Besitzer kleiner französischer Hotels. Sie fühlten sich während der Corona-Zeit von den großen Hotelbuchungsportalen im Stich gelassen – und begehren nun auf.

Auf Kreta sind in den letzten Wochen wieder die Corona-Infektionszahlen gestiegen. So stark, dass die Inselregierung nun zu einer drastischen Maßnahme greift: der nächtlichen Ausgangssperre in der Inselhauptstadt Heraklion. Sie tritt morgen in Kraft und gilt zwischen 1 und 6 Uhr nachts.
Wie sich die Situation in ganz Griechenland für Touristen derzeit darstellt, erfahrt ihr hier.

10. August: Martinique fordert Touristen zum Verlassen der Insel auf, Florida: Reedereien dürfen Impfungen verlangen, Passagierluftverkehr im ersten Halbjahr auf historischem Tiefstand

Das hat es wohl noch nie gegeben: Das französische Überseegebiet Martinique hat wegen hoher Corona-Zahlen alle Urlauber aufgefordert, die Insel zu verlassen. Hotels und Ferienunterkünfte würden für Urlauber geschlossen werdem, heißt es weiter.

Knatsch in Florida zwischen der Regierung und den Kreuzfahrt-Reedereien: Letztere verlangen von ihren Passagieren, dass sie gegen Corona geimpft sind. Das wiederum gefiel der Florida-Regierung überhaupt nicht. Sie hatte ein sogenanntes Impfpass-Verbot aufgelegt. Demnach darf niemand diskriminiert werden, der nicht geimpft ist. Ergo dürften die Reedereien nicht nach dem Impfstatus fragen. Nun entschied ein Gericht und urteilte: Die Reedereien dürfen nur Geimpfte an Bord lassen.

Die Auswirkungen der Coronapandemie haben den weltweiten Passagierluftverkehr in der ersten Jahreshälfte weiter am Boden gehalten. Nachdem die Nachfrage im ersten Halbjahr 2020 bereits um 58 Prozent eingebrochen war, ist der weltweite Rückgang gegenüber 2019 im laufenden Jahr mit 67 Prozent noch größer. Denn 2021 drückten Reisebeschränkungen und der coronabedingte Nachfrageeinbruch auf das komplette Halbjahr, während sich die Pandemie im vergangenen Jahr erst ab Mitte März spürbar auswirkte. Zu der Halbjahresbilanz sagt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): »So wenig Passagiere an den deutschen Flughäfen hatten wir zuletzt im Jahr 1971.«

9. August: Carnival und Royal Caribbean verschärfen Corona-Regeln, Wegfall fast aller Corona-Regeln in Schottland

Wer mit den Reedereien Carnival und Royal Caribbean eine Kreuzfahrt unternehmen will, muss sich in Zukunft auf strengere Corona-Regeln gefasst machen. So müssen auf den Schiffen der beiden Reedereien nun Masken getragen werden. Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Coronatests vor Antritt der Reise bleibt bestehen.

Nach England streicht nun auch Schottland fast alle Corona-Regeln. Die Nachtklubs dürfen wieder öffnen, die Kapazitätsgrenzen für Restaurants, Kneipen und Events entfallen, eine Maske muss nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Vor rund drei Wochen entschied sich England ebenfalls dazu, die Corona-Regeln weitestgehend abzuschaffen, Wales folgte am Wochenende.

7. August: RKI: Teile Frankreichs ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete, Storno-Gebühren: 30 Prozent pauschal kann schon zu viel sein, United Airlines macht Impfungen für Mitarbeiter zur Pflicht, Hoffen in Simbabwe

Das Robert-Koch-Institut hat gestern – wie immer freitags – die Liste der Risikogebiete aktualisiert. Teile Frankreichs, die Provence-Alpes-Côte d’Azur und die Insel Korsika wurden zu Hochrisikogebieten erklärt. Gute Nachricht dagegen für Besucher der Niederlande: Unser Nachbarland ist kein Hochrisikogebiet mehr. Die Änderungen treten am Sonntag, dem 8. August in Kraft.

Wie hoch darf eine Stornogebühr sein, wenn man mehrere Monate vor Reisebeginn beim Reiseveranstalter erklärt, dass man die Reise nun doch nicht antreten will? Darüber hatte kürzlich das Amtsgericht Bochum zu befinden. In dem Streitfall verlangte ein Reiseveranstalter 30 Prozent Storno-Pauschale. Das ist zu viel, urteilte das Gericht. 

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat ihre Mitarbeiter aufgefordert, sich bis Herbst gegen Corona impfen zu lassen. Damit ist United die erste Airline, die ihre Mitarbeiter dazu verpflichtet, sich gegen Corona impfen zu lassen – ein heikler Schritt.

Wie viele andere Länder in Afrika leidet auch Simbabwe unter der Corona-Pandemie. Gerade die zahlungskräftigen Touristen aus Europa und USA kommen nicht mehr. Aber das Land blickt nach vorn – und hat seine Hauptattraktion, die Victoriafälle, nun wieder für Besucher geöffnet.

6. August: Vorschlag: Impfstationen an Bahnhöfen und Flughäfen, München: Warten auf Hotelgäste, wann gute Reiserücktrittsversicherungen einspringen, Club-Party-Comeback in Berlin

Aus dem Urlaubsflieger gestiegen, Koffer abgeholt – und noch vor Weiterfahrt nach Hause ab zum Impfen: Das könnte bald wahr werden. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt jedenfalls hat das jetzt gefordert. Daneben werden viele andere Anreize diskutiert, wie man mehr Menschen davon überzeugen kann, sich gegen Corona impfen zu lassen.

Während viele ländliche Regionen in Deutschland von Touristen wieder besucht werden, dümpeln die Großstädte weiter vor sich hin. Zwar hat auch hier ein zarter Aufschwung eingesetzt, die Touristenmassen von einst bleiben aber weiter aus. So auch in München. Dort wurde jetzt beobachtet, dass vor allem Tagestouristen kämen. Die Zahl der Übernachtungen dagegen habe sich im Vergleich zu vor zwei Monaten kaum verändert, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Während der Corona-Pandemie ist die Urlaubsplanung unsicherer als sonst. Wer plötzlich und schwer erkrankt, kann seine Reise nicht wie geplant antreten. Um nicht auf Tausenden Euro sitzen zu bleiben, kann es sich für Reisende lohnen, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Diese übernimmt die Kosten, wenn die Reise aus triftigen Gründen nicht stattfinden kann. Das Problem: Nicht alle Versicherer tragen die Stornokosten, wenn die Reise wegen Corona ins Wasser fällt. Der Geldratgeber Finanztip hat die Konditionen von Reiseversicherungen unter die Lupe genommen und empfiehlt zuverlässige Tarife.

Das berühmte Berliner Nachtleben liegt seit Beginn der Pandemie brach. An diesem Wochenende aber wird es ein Comeback geben. Zumindest ein kleines. Sechs bekannte Berliner Nachtclubs werden dann ihre Pforten öffnen. Es handelt sich um einen »wissenschaftlich begleiteten Testlauf für die Ermöglichung von Tanzveranstaltungen in Clubs durch ein PCR-getestetes Publikum auch unter pandemischen Bedingungen«, heißt es in einer Mitteilung der Clubcommission. Der Berliner Senat und die Charite sind mit von der Partie und erhoffen sich von dem Pilotprojekt neue Erkenntnisse. Berlins berühmtester Nachtklub Berghain ist nicht dabei, dafür der Kitkat-Club und das SO36, wo unter dem Motto »Dancing with Tears in your Eyes – Xberg finest 80ies Party« gefeiert wird.

5. August: Kritik an Schleierfahndung wegen Coronatest-Prüfung, USA-Urlaub nur für Geimpfte, 60 Prozent weniger Flieger 2020

Die Kritik an der Überprüfung von Reiserückkehrern reißt nicht ab. Nun haben auch FDP und Grüne die Maßnahme ins Visier genommen: Sie kritisieren besonders die Schleierfahndung im grenznahen Raum. Die Union wies die Kritik zurück.

Nun scheint doch Bewegung in die Sache zu kommen: Medienberichten zufolge will die US-Regierung in Zukunft wieder Touristen ins Land lassen. Eine entscheidende Frage aber ist noch ungeklärt: ab wann das wieder der Fall sein wird. Eine andere Frage scheint dagegen entschieden zu sein: Es sollen nur noch vollständig gegen Corona Geimpfte ins Land gelassen werden dürfen. 

Dass die Luftverkehrsbranche ganz besonders von der Corona-Pandemie betroffen ist, darüber haben wir an dieser Stelle schon mehrfach berichtet. Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat nun detaillierte Zahlen vorgelegt. Ergebnis: 2020 flogen weltweit 60,2 Prozent weniger als noch 2019. In Europa war der Einbruch sogar noch höher.

4. August: Bundespolizei: kaum Verstöße gegen Einreise-Testpflicht, wie Spanien vom Tourismus-Comeback profitiert, Köln-Düsseldorfer Tourismus-Kooperation

Die Bundespolizei muss seit letzten Sonntag prüfen, ob auch alle Ungeimpften, die nach Deutschland einreisen, negativ gegen Corona getestet sind. Das Bundespolizeipräsidium in Potsdam zog nach 48 Stunden ein erstes Fazit: Fast alle Überprüften hätten sich an die neuen Testvorschriften gehalten, heißt es.

Nachdem die meisten Länder Europas ihre coronabedingten Reisebeschränkungen wieder aufgehoben haben, sind viele Europäer wieder in den Urlaub geflogen. Ein beliebtes Ziel: Spanien. Davon profitiert nun auch die spanische Wirtschaft: Die neuesten Arbeitsmarktzahlen zeigen eine deutliche Entspannung.

In der Not stehen Konkurrenten zusammen: Nachdem wegen Corona die Besucherzahlen in Köln und Düsseldorf in den Keller gerauscht sind, suchen die beiden benachbarten Großstädte am Rhein nun den Schulterschluss. Am 21. und 22. August wird es den »Entdecke Düsseldorf Tag«, am 4. und 5. September den »Entdecke Köln Tag«. Unter anderem sind 45 Stadtführungen geplant.

3. August: Qantas stellt Mitarbeiter frei, Dänemark: Corona-Tests weiter kostenlos, Vergleichsportal: 800-prozentiger Nachfrageanstieg an Koffern

Durch die Corona-Krise geraten auch immer mehr Airlines unter Druck: Strecken wurden stillgelegt, Flugzeuge vorübergehend eingemottet, Personal entlassen oder freigestellt. Für die letzte Variante hat sich die australische Airline Qantas entschieden. Für rund zwei Monate wurden circa 2.500 Mitarbeiter jetzt freigestellt.

Die geänderte Einreiseverordnung Deutschlands sieht seit Sonntag eine Testpflicht für Ungeimpfte bei der Rückkehr nach Deutschland vor. Ausgenommen sind lediglich Genesene und Kinder unter 12 Jahren. In Dänemark sind die für die Rückreise benötigten Tests – im Gegensatz zu den meisten anderen Urlaubsländern – für Einwohner und Touristen kostenlos. Darauf weist das dänische Fremdenverkehrsbüro in Deutschland hin. In 579 Testcentern im ganzen Land könnten Antigen-Tests und PCR-Tests kostenlos vorgenommen werden, heißt es weiter. Eine Liste der Testcenter gibt es auf https://en.coronasmitte.dk. Für einen Antigen-Test sei keinerlei Registrierung notwendig, bei Vornahme eines PCR-Tests müsse lediglich ein Profil unter covidresults.dk angelegt werden.

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, aber das Bedürfnis, dem Alltag zu entfliehen und einfach mal rauszukommen, ist groß. Trotz leicht steigender Inzidenzzahlen ist die Reiselust der Deutschen wieder erwacht. Wie das Preisvergleichsportal billiger.de in einer Analyse feststellte, ist die Nachfrage nach Koffern in Richtung Sommer, aber auch im Vergleich zum Vorjahr, um teilweise bis zu knapp 800 Prozent angestiegen. »Während die Kategorie im letzten Jahr nicht sehr nachgefragt war, scheinen sich die Menschen aufgrund der Impfungen zunehmend sicherer zu fühlen und möchten dieses Jahr nicht auf ihren Urlaub verzichten«, sagt Thilo Gans, Geschäftsführer der solute GmbH, die das Preisvergleichsportal billiger.de betreibt.

2. August: Wie die Bundespolizei Reiserückkehrer kontrollieren will, Franzosen urlauben daheim, Bundesverband der Campingwirtschaft: Campingurlaub auch 2021 ungebrochen

Auf die Bundespolizei kommt nun viel Arbeit zu: Sie soll an den Grenzen nicht geimpfte Reiserückkehrende kontrollieren, ob sie auch einen negativen Coronatest dabeihaben. Nicht so einfach, wenn die Ressourcen dazu fehlten, sagt Andreas Roßkopf, GdP-Vorsitzender für die Bundespolizei, im Gespräch mit dem WDR. Flächendeckende Kontrollen werde es daher nicht geben können, sagt er.

Die Corona-Krise geht auch an der französischen Tourismusbranche nicht spurlos vorbei. Zwar rechne man in diesem Jahr mit rund 50 Millionen Touristen aus dem Ausland, sagte Tourismus-Staatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne. Das sind aber noch immer 40 Millionen weniger als 2019. Einen gutes Stück des Einbruchs könnten aber die Franzosen wettmachen: 80 Prozent der Franzosen-Urlauber bleiben dieses Jahr im eigenen Land.

Nach Einschätzungen des Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. gab es nach Ende der Beherbergungsverbote in den meisten Bundesländern eine sehr hohe Nachfrage und somit auch eine sehr gute Belegung der Campingplätze. Der schon seit langem anhaltende Campingboom sei nach wie vor ungebrochen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Dies zeigten auch die hohen Verkaufszahlen von Freizeitfahrzeugen. Allerdings würden die Ergebnisse der nächsten Monate in einigen Regionen Deutschlands durch die Starkregenereignisse und Hochwasserschäden negativ beeinflusst werden. Auch seien deutsche Campingreisende wieder vermehrt in das Ausland gefahren.

31. Juli: Harsche Kritik nach Einreise-Test-Beschluss, Einreiseregeln: schon über 180.000 Verstöße 2021, RKI streicht u.a. Südafrika von Virusvariantengebiets-Liste

Die morgen in Kraft tretende Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer stößt auf harsche Kritik bei Polizei und Bahn. Die Kritik entzündet sich einerseits an den äußerst kurzfristig anberaumten Termin der Einführung. Andreas Roßkopf, bei der Gewerkschaft der Polizei Vorsitzender für die Bundespolizei, moniert die deutlich zu kurze Vorbereitungszeit. Von anderer Seite heißt es, man frage sich, wie man mit Personen umgehen solle, die bei der Einreise keinerlei Corona-Test-Nachweise vorlegen können. Auch bei der Bahn ist man not amused: Klaus-Dieter Hommel, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, sagte, die Schaffner der Bahn seien keine Corona-Test-Kontrolleure. Das sei eine hoheitliche Aufgabe. Klaus Geiger, Ressortleiter Außenpolitik bei der WELT, kritisiert derweil in einem Artikel den »Mythos von den gefährlichen Urlaubsrückkehrern«.

Diese Zahl dürfte ein Vorgeschmack dafür sein, wie wirkungsvoll die neue Testpflicht für Reiserückkehrer sein wird: Laut Bundespolizei gab es seit Beginn dieses Jahres schon 180.000 Verstöße gegen die Coronavorgaben für Reiserückkehrer. Die zurückkehrenden Urlauber konnten teils keine Tests oder Impfnachweise vorweisen, teils hatten sie ihre Rückreise nicht wie vorgeschrieben angemeldet.

Letzte Woche Freitag war die Beachtung noch riesengroß, als das Robert-Koch-Institut Spanien und die Niederlande in ihrem wöchentlichen Bericht hochstufte. Gestern dagegen war die mediale Beachtung ziemlich gering – kein Wunder, waren doch eher »touristische Leichtgewichte« betroffen. Vor allem Länder in Afrika wurden von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen und gelten nun als Hochrisikogebiete. Aber auch für die Dominikanische Republik gibt es gute Nachrichten.

30. Juli: Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer ab Sonntag, RKI präsentiert Reise-Statistik, Islands Tourismus in der Corona-Krise, Umfrage: eigene Ferienimmobilien beliebter denn je

Seit Tagen wird darüber diskutiert, nun kommt sie tatsächlich ab kommenden Sonntag (1. August): die Testpflicht für Reiserückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind. Aber nicht überall stößt die neue Maßnahme auf Freude. So lehnt die FDP die Pflicht ab. »Eine generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland ist unverhältnismäßig. Es macht einen gravierenden Unterschied, ob man aus einem Hochinzidenzgebiet einreist oder aus einem Land mit einer niedrigen Inzidenz. Außerdem ließe sich eine generelle Testpflicht kaum kontrollieren«, kritisiert die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Christine Aschenberg-Dugnus.

Reisen und Corona – ein Dauerbrenner in den vergangenen Wochen in den Medien. Insbesondere die Frage, ob und wie Urlaubsreisende mit dazu beitragen, das Pandemiegeschehen in Deutschland negativ zu beeinflussen. Das Robert-Koch-Institut hat nun dazu eine Statistik präsentiert. Tenor: Ansteckungen auf Urlaubsreisen spielen eine zunehmende Rolle beim Infektionsgeschehen in Deutschland.

Die Corona-Krise hat den Wunsch nach einer eigenen Ferienimmobilie offenbar verstärkt: In einer von der Berliner Co-Owning-Plattform MYNE Homes in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage geben rund ein Fünftel der Befragten (20,3%) an, dass die Pandemie ihr Interesse am Besitz eines Ferienhauses spürbar gesteigert habe. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen sei dieser Wunsch sogar noch stärker ausgeprägt (28,7%). Gerade bei dieser Altersgruppe, so die Umfrage, habe die Corona-Krise das Interesse am eigenen Ferienhaus stark ansteigen lassen.

29. Juli: Reiserückkehrer im Fokus, Hotel in Garmisch-Partenkirchen: Zimmer nur für Geimpfte, AIDA Cruises setzt zweites Kreuzfahrtschiff ab Kiel ein, mehr Polizei auf Griechenlands Urlaubsinseln, ZDF mit Reportagen über Urlaub in Coronazeiten

Die Debatte über die Testpflicht für Reiserückkehrer nimmt immer mehr Fahrt auf. Kaum ein bedeutender Politiker, der sich aktuell nicht dazu äußert – und fast alle stoßen ins gleiche Horn: Die geplante generelle Coronatestpflicht für alle, die aus dem Urlaub zurückkehren und nicht genesen oder geimpft sind, wird mittlerweile von fast allen unterstützt. Vor allem unter den Ministerpräsidenten der Länder ist die Unterstützung für das Vorhaben groß.

Können in einigen Hotels nur noch Geimpfte übernachten? Das Hotel »Obermühle Boutique Resort« in Garmisch-Partenkirchen jedenfalls prescht vor und will nur noch Gäste beherbergen, die gegen Corona geimpft sind. Die Regelung soll ab dem 1. Oktober gelten. CSU-Politiker Alexander Dobrindt findet das in Ordnung.

Am 5. September 2021 startet mit AIDAluna bereits das siebte Schiff der AIDA-Flotte in die Saison 2021. Bis einschließlich 14. Oktober 2021 stehen verschiedene Reisetermine für drei- und viertägige Ahoi Touren ab Kiel zur Auswahl. Auf der viertägigen Kurzreise läuft AIDAluna nach einem Seetag, der u.a. an der Insel Gotland vorbeiführt, den polnischen Hafen Gdynia an. »Scenic Cruising« steht auch am ersten Tag der dreitägigen Ahoi Tour auf dem Programm, die in die schwedische Metropole Göteborg führt. Beide Kurzreisen werden im Wechsel angeboten. Auf allen Reisen mit AIDAluna bietet AIDA Cruises seinen Gästen die Möglichkeit, auf geführten AIDA-Ausflügen Land und Leute zu entdecken. AIDA Cruises hatte bereits im Mai mit AIDAprima die Kreuzfahrtsaison in Kiel eröffnet. Noch bis zum 23.Oktober 2021 werden immer samstags auf siebentägigen Ostseekreuzfahrten Göteborg, Visby auf Gotland oder die schwedische Hauptstadt Stockholm angelaufen.

Griechenlands Regierung ist besorgt über die steigende Zahl an Corona-Infizierten, besonders auf den bei Touristen beliebten Urlaubsinseln. Um dafür zu sorgen, dass die Coronaregeln eingehalten werden, sollten die Polizisten besonders im Nachtleben eingesetzt werden.

Das Sommergefühl 2021 – und wie die Deutschen in diesem zweiten Jahr unter Corona-Einschränkungen Urlaub machen – beleuchten vier »ZDF.reportagen« im August. Den Auftakt macht das Stück »Baden, Grillen, Träumen – Sommer zu Hause«. Es läuft am kommenden Sonntag um 17:55 Uhr im ZDF.

28. Juli: Tests für Reiserückkehrer eventuell schon ab Sonntag, Aus dem Urlaub in die Quarantäne – was nun gilt, Malta: 14-tägige Quarantäne für nicht vollständig Geimpfte und Genesene, Großbritannien vor Öffnung

Jetzt kommt Tempo in die Debatte: Reiserückkehrer müssen sich womöglich schon ab kommenden Sonntag (1. August) darauf gefasst machen, nur noch mit einem negativen Coronatest einreisen zu dürfen. Das soll dann auch für alle gelten, die mit dem Auto oder der Bahn zurückkehren. Derzeit gilt die Testpflicht nur für Menschen, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen. Derweil spekuliert die WELT über die Gründe der neuen Regelung. In dem Artikel, der die Überschrift »Das Angst-Kalkül hinter der neuen Testpflicht« trägt, heißt es mit Blick auf die Frage, wie das Ganze überhaupt zu kontrollieren sei, die »Politik wolle gar keine flächendeckende Kontrolle, es gehe eher um psychologische Effekte«.

Bald aus dem Urlaub direkt in Quarantäne – keine schöne Vorstellung für alle, die derzeit ungeimpft aus Großbritannien und Spanien heimkehren. Aber was gilt dann eigentlich mit Blick auf die Rückkehr am Arbeitsplatz? Wie sieht es aus, wenn die Kinder wieder in die Schule müssen? Das sollte man beachten. 

Malta erlaubt vollständig geimpften Personen mit EMA-zugelassenen Covid19-Impfstoffen die Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sofern die letzte Impfgabe mehr als 14 Tage vor Einreise verabreicht wurde. Nicht geimpfte Reisende und Genesene mit nur einer Dosis des Impfstoffs müssen sich bei Ankunft direkt in Quarantäne in ein dafür ausgewiesenes Quarantänehotel begeben. Das teilte das Fremdenverkehrsamt Malta gestern mit. Die aktuell gültigen Einreisebestimmungen wurden für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zuletzt am 16. Juli aktualisiert. Seither gelten auch Kreuzimpfungen als offiziell anerkannt. Neu ist die Einführung einer 14-tägigen Quarantäne für nicht vollständig Geimpfte und Genesene. Wichtig: Wer geimpft ist, muss als Nachweis die digitalen COVID-Zertifikate der EU vorlegen. Nicht akzeptiert wird der gelbe Internationale Impfausweis der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der in Deutschland geläufig ist.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will die Einreise für Bürger aus der EU und den USA erleichtern. Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, soll von kommender Woche an wieder nach Großbritannien einreisen dürfen. Das berichtet die Financial Times.

27. Juli: Spahn erwägt Tests für alle Reiserückkehrer, Lufthansa: Rückkehr der Umbuchungsgebühr, USA bleiben dicht, Europa-Comeback für Scenic Luxury Cruises

Wer bis dato aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland heimgekehrt, muss sich auf Corona testen lassen – sofern er oder sie nicht geimpft oder genesen ist. Diese Testpflicht will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bald ausweiten – und zwar auf alle Reiserückkehrer. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Justizministerin Christine Lambrecht hält aber wenig von dem Vorstoß. Ausgang offen …

Bei der Lufthansa konnte man während der Corona-Pandemie Flüge recht einfach umbuchen. Die sogenannte Umbuchungsgebühr entfiel in dieser Zeit. Seit März 2020, um genau zu sein. Aber damit soll es ab dem 2. August vorbei sein. Allerdings nicht für alle Umbuchungen, manche bleiben gratis. Wer wissen möchte, was genau ab dem 2. August gilt, klickt hier.

Als Kanzlerin Angela Merkel vor rund zwei Wochen zu Besuch bei US-Präsident Joe Biden war, da machten sich viele USA-Fans Hoffnungen. Hoffnungen darauf, schon bald wieder in die USA reisen zu dürfen. Jedenfalls kündigte Biden an, schon in wenigen Tagen eine Entscheidung über die Aufhebung des Einreiseverbots für Europäer zu treffen. Diese Entscheidung ist nun gefallen. Aber sie fällt anders aus, als erhofft: Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses sagte gestern: Alles bleibt vorerst beim Alten. 

Scenic Luxury Cruises & Tours und Emerald Cruises, die beide zur Scenic Group gehören, fahren ab Ende Juli wieder auf mehreren europäischen Flüssen. Nach dem Start auf dem Douro in Portugal sind beide Flotten ab August auch wieder auf dem Rhein unterwegs. Ebenfalls im August nimmt Emerald Cruises die Donau auf, während Scenic ab Bordeaux wieder Kreuzfahrten auf den französischen Flüssen Garonne, Gironde und Dordogne anbietet. Darüber hinaus beginnt Scenic im September mit den Abfahrten auf der Donau.

26. Juli: Debatte über Reiserückkehrer, TUI: Gros der Urlauber bleibt auf Mallorca, Reisebeschränkungen wegen Corona: Stornorechte bei Pauschalreisen, Condor fliegt wieder nach Kanada

Wie schon im vergangenen Sommer nimmt die Politik die Reiserückkehrer aus den Urlaubsgebieten ins Visier. Der Verdacht, der im Raum steht: Sie treiben die Corona-Infektionszahlen durch die Reisen in die Höhe. Einige Ministerpräsidenten fordern bereits, die Regeln für Reiserückkehrer zu verschärfen. Im Gespräch sind mehr Tests und sogar Quarantäne-Tage.

Nachdem ganz Spanien am Freitag von der Bundesregierung zum Hochinzidenzgebiet eingestuft wurde, vermutete man vielerorts, dass viele Deutschen so schnell wie möglich wieder nach Deutschland zurückfliegen möchten. Die TUI kann das allerdings nicht bestätigen, jedenfalls nicht für deren Gäste auf Mallorca. Die meisten Deutschen blieben trotzdem weiter auf der Insel, teilte der Reiseveranstalter am Wochenende mit.

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt in Europa für erneute Reisebeschränkungen. Für Reisende stellt sich die Frage, ob und unter welchen Bedingungen der gebuchte Urlaub stattfinden kann. Insbesondere die Frage: Kann ich nun meine Pauschalreise kostenlos stornieren. Wenn eine Pauschalreise (z. B. Flug + Hotel) gebucht wurde, kann die Reise in der Regel kostenlos storniert werden, sofern »außergewöhnliche und unvermeidbare Umstände am Bestimmungsort vorliegen, die die Reise erschweren oder unmöglich machen« (Richtlinie 2015/2302). Darauf weist das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland in einer Mitteilung hin. Inwieweit Virusvarianten und Einreisebeschränkungen im zweiten Jahr der Pandemie noch als außergewöhnliche Umstände anzusehen sind, sei aber noch nicht höchstrichterlich entschieden. Schließlich wussten Verbraucher, anders als im vergangenem Jahr, schon bei Reisebuchung von der Corona-Pandemie und den sich teilweise sehr schnell ändernden Gegebenheiten in den einzelnen Ländern.

Zu Kanadas Grenzöffnung fliegt die Airline Condor Reisende ab dem 7. September 2021 wieder nach Toronto in Ontario und Halifax in Nova Scotia. Von Frankfurt fliegt Condor montags, donnerstags und samstags nach Toronto sowie montags und donnerstags nach Halifax. Von dort aus können Gäste mit dem Condor-Partner WestJet zehn weitere Ziele in Kanada erreichen. »Innerhalb weniger Stunden erhielten wir so viele Anfragen für Condor-Flüge, dass wir kurzfristig entschieden haben, ab September fünf Verbindungen pro Woche von Frankfurt nach Kanada anzubieten«, sagt Ralf Teckentrup, CEO von Condor.

24. Juli: Spanien und Niederlande nun Hochinzidenzgebiete, Gerichtsurteil zu Urlaub in Quarantäne, Söder besorgt über Ferienzeit, Kroatien verschärft Regeln an Adria-Küste, wie die Luftfahrt wieder auf die Beine kommen will, Tourismusforscher sieht Urlaub im eigenen Land als langfristigen Trend, Indonesien: Mann verkleidet sich wegen Corona als Frau und steigt in Flieger

Schock für alle Spanien- und Holland-Urlauber: Beide Länder wurden gestern von der Bundesregierung zu Hochinzidenzgebieten erklärt. Das heißt: Wer aus diesen Ländern heimkehrt, und nicht vollständig gemipft oder genesen ist, muss zehn Tage in Quarantäne! Die Zeit kann man dann nur verkürzen, wenn man nach fünf Tagen ein negatives Corona-Test-Ergebnis vorlegen kann. DRV-Präsident Norbert Fiebig kritisierte die Entscheidung. Auch auf Mallorca ist man über die Entscheidung – wenig überraschend – alles andere als erfreut.

Man fliegt in den Urlaub und muss plötzlich in Quarantäne – das ist alles andere als erfreulich. Vor allem, wenn man dann im Ausland festhängt. Aber was ist eigentlich mit den Urlaubstagen, die man für diese Zeit erhalten hat? Kann man die Urlaubstage dann nachholen oder hat man einfach nur Pech gehabt? Mit dieser Frage beschäftigte sich nun das Arbeitsgericht Bonn – und urteilte: Man sollte sich unbedingt vom Arzt arbeitsunfähig schreiben lassen. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder glaubt, dass die Ferienzeit keinen guten Einfluss auf die Entwicklung der Corona-Fallzahlen haben werde. Ganz im Gegenteil: »Die Ferien werden der Corona-Treiber sein« , sagte Söder. Er plädierte dafür, die neue Einreiseverordnung schneller zu aktualisieren.

Nun sieht sich auch Kroatien gezwungen, die Zügel anzuziehen: Weil die Corona-Infektionszahlen in den Regionen an der Adria – dort also, wo es viele Urlauber aus Deutschland im Sommer hinzieht – weitherhin hoch sind, werden die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft. Die Verschärfungen halten sich für Touristen freilich in Grenzen.

In den letzten Wochen konnten die Airlines aufatmen: Viele Urlauber machten sich auf den Weg in den Urlaub und nutzten dafür die Flugzeuge. Alles also wieder gut für die Fluggesellschaften? Kommt drauf an. Im Vergleich zu 2020 sieht es natürlich schon viel besser aus, aber bis das Vorkrisenniveau erreicht ist, dürfte noch viel Wasser den Rhein runterfließen. Heute.de widmet sich der Frage, wie der Neustart ablaufen könne und was die Herausforderungen für die Airlines seien.

Was wurde in den letzten Wochen und Monaten nicht alles geschrieben über die Renaissance des Urlaubs im eigenen Land. Kein Wunder angesichts der Unwägbarkeiten, die die Corona-Pandemie für Reisende im Gepäck hat. Aber ist das wirklich so? Wird das auch in Zukunft so bleiben? Der Tourismusforscher Edgar Kreilkamp glaubt: ja! Der Grund, so Kreilkamp, sei aber nicht nur Corona …

Und zum Schluss eine kuriose Meldung: In Indonesien ist ein Mann vollverschleiert als Frau in den Flieger gestiegen – inklusive des negativen Corona-Test-Ergebnisses seiner Frau. Aufgeflogen ist er bei der Ankunft am Flughafen, als er sich umzog. Er wurde dann auch auf Corona getestet. Ergebnis: positiv.

23. Juli: Mehr Auswahl an Thailand-Inseln, Delta-Varianten-Sorgen in Griechenland, Hotel-Stornierungen auf Mallorca

Thailand geht ja derzeit einen sehr vorsichtigen, manche sagen, sehr bürokratischen Weg, in Sachen Tourismus-Öffnung. Bisher ist nur ein Aufenthalt auf Phuket gestattet. Das ändert sich bald: Ab dem 1. August sollen weitere Inseln hinzustoßen und ab dann wieder Touristen empfangen dürfen.

Und noch ein Land, das mit Sorge auf die Delta-Variante des Coronavirus blickt: Griechenland. Das lässt sich gut auf Mykonos beobachten: Dort wurden die Coronaregeln verschärft (wir berichteten), das Quarantänehotel der Insel ist bereits voll. Derweil versucht die Regierung in Athen, gegenzusteuern. Die Sommersaison muss gerettet werden, irgendwie.

So hatten sich die Menschen auf Mallorca wohl nicht das Tourismus-Comeback vorgestellt: die Corona-Infektionszahlen steigen, die Anti-Corona-Maßnahmen wurden verschärft, einige Urlauber sind verunsichert. Und das sieht man mittlerweile an den Zahlen: Fast 30 Prozent aller bereits gebuchten Hotelübernachtungen seien storniert worden, sagte die Vorsitzende des Hoteliersverbandes FEHM, Maria Frontera, vor Kurzem einem Radiosender.

22. Juli: Sorge auf Mallorca, Bundesregierung verlängert Corona-Einreiseregeln, Entsetzen in Flutgebieten

Auf der Deutschen liebsten Insel, auf Mallorca, wächst angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen die Sorge, dass das Robert-Koch-Institut die Insel womöglich bald zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Die Regionalregierung der Balearen hat inzwischen die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft: Ab kommenden Samstag werden Versammlungen von Personen unterschiedlicher Haushalte sowohl im Freien als auch in Innenräumen zwischen 1 und 6 Uhr morgens verboten. Die Zahl der Urlauber, die aufgrund eines positiven Coronatest-Ergebnisses in einem Quarantänehotel untergebracht sind, ist unterdessen auf mehr als 200 gestiegen.

Eigentlich wären sie am 28. Juli, also Mittwoch nächster Woche ausgelaufen: die aktuell geltenden Einreiseregeln unter Pandemiebedingungen. Weil aber in vielen Urlaubsländern die Corona-Infektionszahlen steigen, hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Regeln bis zum 10. September weitergelten. Eine Maßnahme wurde aber gelockert: Wer gegen Corona geimpft ist und aus einem Virusvariantengebiet einreist, kann die Quarantäne-Zeit durch einen Test verkürzen.

Viele Beherbergungsbetriebe, Campingplatzbetreiber und Gastronomen atmeten im Mai auf, als nach der langen Corona-Zwangspause endlich der Tourismus wieder erlaubt wurde. So auch im Ahrtal, an der Mosel und in der Eifel. Aber nach den verheerenden Überflutungen vergangene Woche herrscht vielerorts Katastrophen-Stimmung. Laut Dehoga in Rheinland-Pfalz gibt es etwa im Ahrtal kaum noch Hotels oder Gasthäuser, die in den nächsten 12 Monaten öffnen können.

21. Juli: Frankreich verschärft Anti-Corona-Maßnahmen, Costa Rica: Reisekrankenversicherung keine Pflicht mehr,  Hamburger Gesundheitsbehörde zu Reiserückkehrern, Lockerungen in Schleswig-Holstein, Touristenboom in Mecklenburg-Vorpommern

Wer in den nächsten Tagen oder Wochen in Frankreich seinen Urlaub verbringen wird, muss mit schärferen Anti-Corona-Regeln im Alltag rechnen. Wer etwa populäre Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, muss einen sogenannten Gesundheitspass vorzeigen. Dies kann man auch mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy tun – jedenfalls muss man nachweisen können, dass man entweder geimpft, genesen oder negativ getestet ist.

Ab dem 1. August wird die Einreise nach Costa Rica für Urlauber erleichtert: Das Land erlaubt Minderjährigen unter 18 Jahren und vollständig gegen COVID-19 geimpften Touristen dann die Einreise ohne die bis dato geforderte Reisekranken- und Hotelquarantäneversicherung. Unabhängig vom Alter oder vom Impfstatus müssen Reisende weiterhin den digitalen Gesundheitspass mindestens 72 Stunden vor der Reise nach Costa Rica ausfüllen. Vollständig Geimpfte müssen den Impfnachweis dem Formular beifügen.

Auch in Hamburg ist die Zahl der Corona-Infizierten gestiegen – wenn auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Gesundheitsbehörde der Stadt hat sich über die Zahlen gebeugt und dabei nun festgestellt, dass rund ein Viertel aller Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen seien, heißt es. Vor allem jene Urlauber, die aus Spanien zurückgekommen seien, hätten das Virus mitgebracht.

Im Nachbarland Schleswig-Holstein hat Ministerpräsident Daniel Günther derweil angekündigt, dass es ab kommenden Montag zur Aufhebung vieler Anti-Corona-Maßnahmen kommen werde. Eine wichtige Änderung: Wer ein Restaurant oder eine Bar besuchen will, muss sich ab dann nicht mehr vorher testen lassen.

Freude in Mecklenburg-Vorpommern: Das Land zieht derzeit sehr viele Touristen an. Tobias Woitendorf, Chef des Landestourismusverbands, berichtet, dass Mitte August viele Betriebe in vielen Regionen des Landes »stark ausgelastet« seien. Auch die Campingplätze seien sehr gut besucht.

20. Juli: Kanada ab 7. September für Geimpfte offen, Wie die Corona-Situation in den Urlaubsländern die Buchungen beeinflussen, Sorgen in Kroatien, Island: Coronatests bei Einreise auch für Geimpfte, Easyjet mit deutlich höherer Auslastung

Auf diese Nachricht haben Kanada-Liebhaber lange warten müssen: Sie dürfen das Land schon bald wieder besuchen. Internationale Reisende, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, können ab dem 7. September dieses Jahres wieder in Kanada Urlaub machen. US-Amerikaner dürfen sogar schon deutlich früher einreisen. Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte bereits vor einigen Tagen die bevorstehende Grenzöffnung im Frühherbst angedeutet.

Als die Bundesregierung vor rund zwei Wochen Spanien zum Risikogebiet erklärte, dauerte es nicht lange, bis sich das auf die Urlaubsbuchungen auswirkte: Viele Urlauber suchten die Reisebüros auf und erkundigten sich, was jetzt zu tun sei. Andere kehrten dem Land sofort den Rücken und buchten stattdessen ihren Urlaub in Italien oder Kroatien. Das berichtet das Magazin Focus, das sich bei Reisebüros umhörte. Auch die Insel Mykonos ist betroffen: Nachdem dort eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde, suchten viele Urlauber das Weite und reisten ab.

Vor ein paar Tagen berichteten wir an dieser Stelle über das große Unbehagen in Spanien und Portugal über die steigenden Corona-Infektionszahlen und die damit einhergehende Befürchtung, dass weniger Touristen die Länder besuchen werden. Auch in Kroatien blickt man mit Sorgenfalten auf die Coronazahlen. Vor allem, seitdem das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am vergangenen Donnerstag den grünen Corona-Status von Kroatiens Küstengebieten auf Orange korrigierte.

Auch in Island steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Aus diesem Grund hat die Regierung die Einreisebestimmungen verschärft. Ab kommenden Montag müssen nun auch Geimpfte ein negatives Coronatest-Ergebnis bei der Einreise vorlegen.

Seitdem viele coronabedingte Reisebeschränkungen in Europa im Mai aufgehoben wurden, geht es für die Airlines deutlich bergauf. Flugstrecken werden wieder angeboten, die Flugsequenzen steigen an. So auch beim Billigflieger Easyjet. Zwischen April und Juni lag die Kapazitätsauslastung bei 60 Prozent des Vorkrisenniveaus, teilte die Airline mit.

19. Juli: Spekulationen über Gründe für andauernden US-Einreisestopp, Italien erwägt Corona-Nachweis für Restaurant-Besuche, Party-Stopp auf Mykonos, Check24: Flugpreise deutlich höher

Letzte Woche war Kanzlerin Merkel ja zu Besuch bei US-Präsident Biden in Washington. In dem Gespräch ging es unter anderem um den sogenannten Travel Ban, den Einreisestopp für Europäer in die USA. Merkel kam mit leeren Händen nach Hause, von einer baldigen Aufhebung des Einreisestopps war zwar die Rede, aber wann – das steht weiter in den Sternen. Derweil spekuliert die WELT über die wahren Hintergründe. Diese seien womöglich weniger in der Furcht vor Corona zu sehen als in innenpolitischen Hakeleien.

Die griechische Insel Mykonos ist besonders beliebt bei Partytouristen. Bei der Einhaltung der Corona-Regeln wurde aber offenbar nicht so genau hingeschaut. Bei Kontrollen der Bars wurde festgestellt, dass auch Corona-Positive im Nachtleben unterwegs waren. Nun zog Griechenlands Regierung die Notbremse: Zwischen 1 und 6 Uhr nachts darf niemand mehr auf die Straßen.

Wer in den nächsten Wochen während des Italien-Urlaubs ein Restaurant im Innenbereich besuchen möchte, muss möglicherweise ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen. Entsprechende Überlegungen gibt es derzeit in der italienischen Regierung. 

Die Lust auf Urlaub ist weiter hoch. Ein Blick auf die Flugbuchungen zeigt, wie sich das auf die Preise auswirkt. Im Schnitt über die zehn am häufigsten gebuchten Ziele sei das Preisniveau für einen Hin- und Rückflug aktuell 29 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2019, teilte CHECK24 mit. »Die zunehmende Nachfrage treibt die Flugpreise nach oben«, sagt Sebastian Sager, Geschäftsführer Flüge bei CHECK24. Wer noch einen Urlaub für den Spätsommer oder Herbst plane, sollte sich bald um die Flüge kümmern, bevor die Preise weiter stiegen oder die bevorzugte Verbindung ausgebucht sei. Da die Fluggesellschaften aufgrund der Coronapandemie vorsichtiger geplant hätten, stünden generell weniger Kapazitäten zur Verfügung.

17. Juli: USA-Urlaub: Entscheidung in wenigen Tagen, RKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete, Umfrage: Zwei Drittel gegen Urlaub in Risikogebieten

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel bei US-Präsident Joe Biden zu Gast war, ging es auch um eine Frage: Wann werden die USA endlich den sogenannten Travel Ban beenden? Wann können wir also wieder in den USA Urlaub machen? Eine Entscheidung gab es noch nicht, allerdings wird es bald so weit sein: Die US-Regierung werde sich in »wenigen Tagen« dazu äußern, heißt es aus dem Weißen Haus.

Das Robert-Koch-Institut hat gestern – wie immer freitags – die Corona-Risikogebietsliste aktualisiert. Es gibt nun weitere Risikogebiete: Griechenland, die Niederlande, Thailand, Myanmar und die Region Hovedstaden sowie die Färöer-Inseln in Dänemark. Noch härter die Einstufung Kubas: Das Land gilt nun sogar als Hochinzidenzgebiet.

Die Debatte über den Urlaub in Corona-Risikogebieten hat in den letzten Tagen wieder Fahrt aufgenommen – und das bei vielen Menschen die Sorgen über einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen befeuert. Eine neue Umfrage von YouGov im Auftrag der dpa ergab nun, dass zwei Drittel der Deutschen einen Urlaub in Corona-Risikogebieten ablehnt. Dazu zählen aktuell auch Länder wie Spanien oder die Türkei.

16. Juli: Deltavariante: Spanien und Portugal unter Druck, New York: Warten auf Touristen, Mauritius wieder offen, wie München wieder Touristen anlocken will

Die Deltavariante des Coronavirus bleibt weiter in aller Munde. Vor allem die bei den Deutschen beliebten Länder Spanien und Portugal ächzen unter der aktuellen Entwicklung. Längst kommen nicht so viele Touristen ins Land, wie erwartet. Da hülfen auch viele Rabatte derzeit wenig, berichtet das Handelsblatt.

Mauritius hat seit gestern seine Grenzen für internationale Reisende wieder geöffnet. Phase 1 der Wiedereröffnung der Grenzen für die Insel im Indischen Ozean, die bis zum 30. September 2021 läuft, ermögliche Gästen den Aufenthalt in einem der 14 ausgewählten »Resort Bubbles«, teilte das Fremdenverkehrsamt der Insel mit. Die Urlauber könnten die Einrichtungen des von ihnen gewählten Hotels, einschließlich des Pools und des Strandes, nutzen. Wenn Gäste 14 Tage blieben und während ihres Aufenthalts im Resort negative PCR-Tests haben, können sie das Hotel verlassen und für den Rest ihres Aufenthalts frei auf der Insel reisen und die Insel erkunden. Alle Details zu den Einreisebestimmungen und Sicherheitsprotokollen gibt es auf der offiziellen Tourismus-Website der Insel.

Eine Städtereise zum Big Apple: Das ist der Traum aller USA-Liebhaber. Doch seit fast anderthalb Jahren ist das wegen Corona nicht mehr möglich – die US-Grenze bleibt für Touristen weiterhin dicht, auch wenn US-Präsident Joe Biden gestern im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel die Hoffnung schürte, dass das bald vorbei sein könnte. Darauf hofft man ganz besonders in New York. Die Stadt braucht Touristen aus der ganzen Welt, um New York zu sein – und um wirtschaftlich zu überleben.

Derweil macht man sich auch in München Gedanken darüber, wie man möglichst rasch wieder Touristen begrüßen kann. 200 Unternehmen aus Gastronomie, Hotellerie und Kultur haben nun eine Sonderaktion aufgelegt, um die Touristen von einem Besuch der Stadt zu überzeugen. An Ideen jedenfalls mangelt es nicht: Gratis Eis, freie Eintritte oder ein Aperol Sprizz zur Begrüßung soll es geben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

15. Juli: Unsicherheiten bei Sommerurlaubsplanungen, Slowenien: doch keine Tests bei Transit

Dieser Sommer ist mit Blick auf die Planung kein leichter – weder für Urlauber noch für Reiseveranstalter. Die Delta-Variante des Coronavirus dominiert in immer mehr Ländern, die sich ständig wechselnden Einreiseregeln machen die Urlaubsplanungen schwierig. Davon können mittlerweile auch die Reiseveranstalter ein Lied singen, berichtet die FAZ . Mit vielen flexiblen Tarifen versuchen sie, die Kunden bei der Stange zu halten.

Gestern melden wir an dieser Stelle, dass Slowenien nun auch einen negativen Coronatest bei der Durchreise verlangt. Am Nachmittag dann der Rückzieher der Regierung: Wer durch das Land reist und sich dabei maximal 12 Stunden in Slowenien aufhält, braucht nun doch keinen Test. Kritiker hatten lange Warteschlangen an den Grenzen befürchtet.

14. Juli: Risikogebiets-Einstufungen auf der Kippe, Slowenien verschärft Ein- und Durchreiseregeln, Rom verbannt Mega-Kreuzfahrtschiffe in Venedig, Studie: fast jeder Dritte konnte wegen Corana Urlaub 2021 nicht antreten

Die Corona-Einreiseregeln stiften zuweilen ja ganz schön Verwirrung. Mal gilt ein Land als Risikogebiet, ein anderes als Hochinzidenzgebiet, ein wiederum anderes als Virusvariantengebiet. Jetzt will die Bundesregierung aufräumen und die Einstufung als einfaches Risikogebiet streichen. Unter Dach und Fach ist die Reform allerdings noch nicht.

Auch Slowenien verschärft ab morgen die Einreiseregeln: Wer ins Land will, muss entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Das gilt auch für diejenigen, die das Land nur zum Transit nutzen, etwa weil sie nach Kroatien oder Serbien weiterreisen wollen. Nur noch heute kann man somit ohne Auflagen nach Slowenien einreisen.

Die Mega-Kreuzfahrtschiffe, die noch bis vor Ausbruch der Corona-Pandemie durch Venedigs Lagunen tuckerten, haben die Stadt schon seit Längerem gespalten. Kritiker argumentierten: Sie sind zu laut und zu umweltschädlich. Als dann in den letzten 16 Monaten wegen Corona Ruhe einkehrte, flammte die Diskussion über die großen Cruiseliner wieder auf. Nun hat die Regierung in Rom ein Einfahrverbot in die Lagunenstadt beschlossen. 

Während im vergangenen Jahr bereits fast jeder Fünfte (19 Prozent) einen geplanten Urlaub aufgrund des Coronavirus nicht antreten konnte, sind Reisende 2021 noch stärker betroffen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie des digitalen Versicherungsmanagers Clark, welche in Kooperation mit YouGov durchgeführt wurde. Das Ergebnis konkret: 2021 konnte fast jeder dritte Deutsche (29 Prozent) einen geplanten Urlaub nicht antreten. 

13. Juli: Banger Blick auf Entwicklung der Hochinzidenzgebiete, Flughafen Stuttgart: Impfen vor Abflug, Hotel-Preiskampf auf Mallorca, Phoenix Reisen: zwei Kreuzfahrten nur für Geimpfte

Zypern, Portugal und Großbritannien – diese drei Länder in Europa stehen derzeit auf der Liste der Hochinzidenzgebiete. Das ist wegen der damit verbundenen Auflagen problematisch für Urlauber. Aber bleibt es bei den drei Ländern? Wohl eher nicht, glauben Beobachter. Hier erfahrt ihr, welche Länder noch auf der Kippe stehen.

Um mehr Menschen dazu einzuladen, sich gegen Corona impfen zu lassen, hat die baden-württembergische Landesregierung ein neues Impfangebot gemacht. Ab morgen (Mittwoch, 14. Juli) können sich alle Passagiere, die von Stuttgart aus in den Urlaub fliegen, vor Abflug impfen lassen. Das teilte Gesundheitsminister Manne Lucha gestern mit. Mit dem Ticket oder einem anderen Nachweis könnten sich Fluggäste ohne Anmeldung im Impfzentrum auf der Landesmesse impfen lassen. Zeit genug sollte man aber vor Abflug mitbringen.

Wer derzeit plant, auf Mallorca ein paar Tage oder Wochen Urlaub zu machen, wird bei der Recherche einer Unterkunft vermutlich feststellen: ganz schön günstig. Der Grund: Viele Hotels auf der Insel haben wieder geöffnet, die Rede ist von rund 82 Prozent, aber noch fehlen die Gäste. Das Überangebot an Hotelbetten macht sich somit bei den Übernachtungspreisen bemerkbar. 

Wer noch nicht gegen Corona geimpft ist, hat bei zumindest zwei Kreuzfahrten des Anbieters Phoenix Reisen schlechte Karten: Wenn die MS Artania im Juli und August in See sticht, sollen nur gegen Corona geimpfte Gäste daran teilnehmen dürfen.

12. Juli: Kassenarztchef: Ungeimpfte nicht mehr reisen lassen, Mallorca bleibt optimistisch, Wie NRW Touristen ins Land locken will

Diese Forderung schlug am Wochenende ein wie eine Bombe: Peter Heinz, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, forderte in einem Interview, dass gegen Corona Ungeimpfte nicht mehr verreisen sollen dürfen. In sozialen Netzwerken wie etwa bei Twitter erhielt er dafür viel Kritik.

Die Inzidenzahlen steigen wieder, die Bundesregierung in Berlin erklärte ganz Spanien zum Risikogebiet: keine guten Aussicht für den Tourismus auf der Iberischen Halbinseln. Auf Mallorca ist man allerdings (noch) gelassen. Die Urlauber, die zurzeit auf der Insel sind, und Gastronomen gingen entspannt mit der Situation um, berichtet das Handelsblatt.

Wegen der Corona-Zwangspause lag der Tourismus in NRW ziemlich am Boden. Fast dreiviertel weniger Gäste besuchten das Bundesland als noch vor Ausbruch der Pandemie. Nun hat das Land eine Kampagne aufgelegt, sie trägt den Namen »Sicher sehen wir uns wieder«. Damit sollen wieder Urlauber angelockt werden. Vor allem die Ferienregionen im Sauerland, Siegerland und der Eifel hoffen, dass nun viele Touristen ihren Urlaub bei ihnen verbringen werden.

10. Juli: Unmut über Spanien-Einstufung, nur noch Geimpfte: Malta und Slowakei verschärfen Einreiseregeln, Ägypten in den Startlöchern

Gestern wurde ganz Spanien von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuft. Praktische Folgen hat das für Urlauber allerdings nicht – wie bisher muss nach der Rückkehr nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Symbolisch sieht die Sache allerdings schon anders aus. Schließlich rät die Bundesregierung somit offiziell von touristischen Reisen nach Spanien ab. In dem Land wurde die Entscheidung aus Berlin denn auch mit herzlich wenig Begeisterung aufgenommen. 

Wer bisher noch nicht gegen Corona geimpft ist und überlegt, ein paar Tage Urlaub in der Slowakei zu machen, muss vermutlich umdenken: Das Land hat seine Einreiseregeln verschärft. Die Regierung in Bratislava gab bekannt, dass jeder 14 Tage nach der Einreise in Quarantäne muss, wenn er oder sie nicht gegen Corona geimpft ist.

Einen Schritt weiter geht sogar Malta: Dort darf niemand mehr ins Land, der nicht gegen Corona geimpft ist. Die Regelung gelte ab kommenden Mittwoch, teilte Gesundheitsminister Chris Fearne mit. Aber selbst wer geimpft ist, sollte aufpassen: Maltas Regierung erklärte erst Mitte der Woche, dass es Kreuzimpfungen nicht akzeptieren werde.

Lange nichts aus Ägypten gehört, dabei gehören Orte wie Hurghada, Marsa Alam und Scharm el-Scheich zu den beliebtesten Strandurlaubsregionen der Deutschen – wenn auch vornehmlich im Winterhalbjahr. Der Hauptgrund für die Flaute ist natürlich Corona. Das Auswärtige Amt hat das ganze Land als Hochinzidenzgebiet eingestuft – verheerend für den Tourismus. Tourismus- und Antikenminister Chalid al-Anani hält dagegen: Die Urlaubsregionen seien extrem sicher, sagte er der dpa. 

9. Juli: Lufthansa-Comeback im Spätsommer, Türkei freut sich über viele Touristen, Spekulationen über Verschärfung der Einstufungen Spaniens und Zyperns, Studie: Art des Reisen verändert sich

Wer hätte gedacht, dass das so schnell geht? Die Lufthansa will ab September wieder fast so viele Ziele fliegen wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie. »Wir haben entschieden, dass wir bis September nahezu alle Flugziele wieder anbieten«, sagte LH-Netzplaner Heiko Reitz dem Magazin Capital in einem Interview.

Lange Zeit herrschte in den Touristenhochburgen der Türkei tote Hose. Aber seit Mai, seitdem sich die Corona-Situation in Europa entspannt, ist das vorbei. Unter den Anbietern für Türkei-Reisen könnte die Stimmung derzeit besser nicht sein, berichtet die FAZ. Viele Reisende buchten sogar gleich zweimal ihren Türkei-Urlaub, einmal für den Sommer, einmal für den Herbst. In Sachen Stornierung gingen viele aber auf Nummer sicher und buchten die Flex-Tarife, heißt es weiter.

In der Bundesregierung und beim Robert-Koch-Institut ist man offenbar besorgt über die Entwicklung der Corona-Infiziertenzahlen in Spanien und Zypern. Und zwar so sehr, dass man überlegt, die Einstufungen in Sachen Corona-Risikogebiete zu verschärfen. Spanien soll demnach zum Risikogebiet werden, Zypern sogar zum Hochinzidenzgebiet. 

Die Neuauflage der internationalen Studie »Travel Trends 2021« der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners zeigt: Fast 40 Prozent der Befragten weltweit wollen noch einen Urlaub für diesen Sommer buchen, 30 Prozent haben das bereits getan. Der Blick auf die deutschen Ergebnisse der Studie: 29 Prozent der Deutschen hätten ihren Sommerurlaub dieses Jahr bereits gebucht, 35 Prozent planten, dies noch zu tun, heißt es. Doch die Art des Reisens werde sich verändern, so die Studie: Zwar sei der Preis nach wie vor ein zentrales Kriterium beim Buchen einer Reise (38 %), doch für die Verbraucher spielten durch den Einfluss der Pandemie auch Faktoren wie mögliche Einschränkungen am Reiseziel (30 %), staatliche Beschränkungen (25 %) und das Vertrauen in das Gesundheitssystem der Destination (23 %) eine große Rolle. Für 27 Prozent sei vor allem eine Stornierungsmöglichkeit der Reise besonders relevant.

8. Juli: Massive Lockerungen in NRW, kein Ansturm am Ballermann, bald wieder Urlaubsreisen nach England, USA weiter dicht, Eurowings erweitert Streckennetz, Umfrage: Berge und Meer weiter deutlich vor Städtereisen

In NRW werden ab morgen die Coronaregeln massiv liberalisiert. Wer dann etwa nach Köln oder Düsseldorf reist, muss in Restaurants keine Kontaktdaten mehr hinterlassen und kann anschließend sogar wieder Diskotheken besuchen – die dürfen nach sehr langer Durststrecke wieder öffnen. Auch Volks- oder Straßenfeste werden wieder erlaubt. Für Arbeitnehmer in NRW gilt: Wer fünf Tage lang nicht im Büro war, weil er etwa Urlaub hatte, muss anschließend – nach der Rückkehr – ein negatives Testergebnis vorlegen.

Wer denkt, am Ballermann wird wieder wild Party gefeiert, wird aktuell eines Besseren belehrt: Ziemlich ruhig geht es dort derzeit zu. Zwar schallt die Partymusik der bekannten Bars und Clubs durch die Schinkenstraße, der Andrang der Partytouristen hält sich aber in Grenzen.

Wer derzeit aus Deutschland kommend nach Großbritannien reist, darf sich erst einmal in Quarantäne begeben. Damit wird es vermutlich bald vorbei sind – zumindest dann, wenn man gegen Corona geimpft ist. Die Regierung in London will eine entsprechende Einreiseregel-Änderung am 19. Juli in Kraft treten lassen. Näheres soll heute bekanntgegeben werden, berichtet die Times.

Eine Urlaubsreise in die USA – die ist weiterhin nicht drin. Obwohl viele US-Unternehmen, auch aus der Tourismusbranche in den letzten Tagen den Druck auf die Regierung in Washington erhöht haben, will man in Washington weiter keine Touristen ins Land lassen. Das sagte ein Sprecher des Weißen Hauses gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor dem Hintergrund weiterer Reiseerleichterungen entspannt sich in Europa die Pandemie-Situation. Dies macht wieder viele Urlaubsreisen möglich. Eurowings hat jetzt neben weiteren Urlaubszielen auch Verbindungen nach Osteuropa, Südosteuropa und Nordafrika neu aufgenommen. Das umfangreichste Programm an neuen Strecken hat Eurowings an ihrem größten Standort Düsseldorf aufgelegt. Von der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens ist bereits ab dem Sommerflugplan zum Beispiel die georgische Hauptstadt Tiflis jeweils mittwochs und sonntags erreichbar. Ab dem 31. August bietet die Airline Flüge von Düsseldorf nach Zagreb an. Ab dem 31. Oktober gibt es die neue Verbindung nach Bergamo. Ab Köln/Bonn können Eurowings-Fluggäste ab dem 6. August 2021 neu nach Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, fliegen. Marrakesch im Südwesten Marokkos ist ab dem 12. Dezember dieses Jahres wieder erreichbar.

Um der Frage auf den Grund zu gehen, wie sich das Reiseverhalten während der Coronakrise verändert hat, befragte das unabhängige Institut Ipsos Public Affairs im Auftrag von Europ Assistance im Mai 2021 online 14.000 Menschen aus 14 Ländern. Die Studie jährt sich damit zum 20. Mal. Während die Befragten weltweit einerseits mit Vorfreude auf ihre nächste Reise blickten, bestünden andererseits nach wie vor Covid-19-bezogene Bedenken, heißt es. Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, beabsichtigten die Europäer bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, etwa die Vermeidung von Reisen in bestimmte Länder (76 Prozent) oder die Vermeidung von überfüllten Orten (72 Prozent). Während das Meer als Sommerreiseziel insgesamt immer noch dominiert (55 Prozent der deutschen Urlauber haben vor ans Meer zu fahren) bevorzugt ein wachsender Anteil der europäischen Urlauber andere natürliche und abgelegene Orte, wie z.B. die Berge (26 Prozent).

7. Juli: Portugal-Einreisedetails, Island-Lockerungen nicht für Ungeimpfte, Thailand: Ko Samui zieht nach, Mallorca-Erfahrung von positiv Getesteten,  Großveranstaltungen vor Comeback

Seit gestern wird Portugal nicht mehr als Virusvariantengebiet, sondern als Hochrisikogebiet geführt, wir berichteten. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen nun nicht mehr in Quarantäne, wenn sie nach Deutschland zurückkehren. Alle anderen können sich nach fünf Tagen mit einem negativen Test freitesten. Für die Einreise aus Deutschland nach Portugal ist weiterhin ein negativer RT-PCR-Test (maximal 72 Stunden alt), ein NAAT-Antigentest (maximal 24 Stunden alt) oder der digitale EU-Covid-Pass erforderlich. Sonderregeln gelten für die Azoren und Madeira. Hier müssen Reisende, die keinen EU-Covid-Pass besitzen, einen RT-PCR-Test vorweisen oder diesen bei Ankunft kostenlos durchführen lassen.

Island ist nach den Worten des Landes-Tourismusbüros bereit für die Urlaubssaison und erleichtert mit einer neuen Verordnung der isländischen Regierung die Einreisebestimmungen für Geimpfte und Genesene deutlich. Für ungeimpfte Reisende bleiben die Bestimmungen jedoch gleich. Seit dem 1. Juli ist nun auch die Einreise für vollständig geimpfte und nachweislich genesene Reisende wesentlich einfacher möglich. Wer ein Zertifikat über eine abgeschlossene Impfung mit den Impfstoffen BioNTech, Johnson & Johnson, Moderna oder AstraZeneca oder eine überstandene Erkrankung vorweisen könne, müsse keinen PCR-Test mehr bei der Einreise vornehmen, heißt es. Auch Kinder, die im Jahr 2005 oder später geboren wurden, seien von der Testpflicht bei Einreise befreit. Anders dagegen die Situation für Umgeimpfte. Neben einer Online-Registrierung, der Vorlage eines negativen PCR-Testergebnises muss man sich nach einem weiteren Test bei Ankunft unmittelbar danach für fünf Tage in Quarantäne begeben.

Urlaub in Phuket ist ja mittlerweile wieder möglich, wenn auch unter strengen Auflagen. Nun folgt ein zweites populäres Urlaubsziel in Thailand: Ko Samui. Kommende Woche dürfen Touristen wieder die zweitgrößte Insel des Landes besuchen. Aber ähnlich wie auf Phuket müssen sich Urlauber an strengen Auflagen halten, so dürfen sie die ersten drei Tage die Hotelanlage nicht verlassen.

Im Urlaub plötzlich positiv auf Corona getestet werden – das braucht wohl niemand in der schönsten Zeit des Jahres. Zwei jungen Mallorca-Urlaubern aus Deutschland ist aber genau das passiert. Nachdem sie das Ergebnis erfuhren, wussten sie allerdings nicht, was sie nun tun sollten. »Sie warteten allein vor der Unterkunft – und über zehn Stunden lang passierte nichts!«, berichtet die Bild-Zeitung.

Großveranstaltungen sind ja auch für den ein oder anderen ein Anlass zum Verreisen. Das war allerdings seit Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr möglich. Nun kommt Bewegung in die Sache: Für »große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter«, gemeint sind wohl vor allem Fußball-Bundesligaspiele, soll es bald grünes Licht geben – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

6. Juli: Bundesregierung lockert Einreisebeschränkungen, Urlaubspläne: Delta-Variante schreckt nicht ab, verhaltenes Phuket-Comeback, Polizei warnt vor Hausboot-Betrugswebsite

Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal – für diese Länder lockert die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen. Sie gelten ab morgen »nur noch« als Hochinzidenzgebiet. Wer gegen Corona geimpft oder von Corona genesen ist, muss nun nicht mehr in Quarantäne.

Die Delta-Variante des Coronavirus dominiert vielerorts die Schlagzeilen. Aber wird die Variante auch den Sommerurlaub verhageln? Wohl eher nicht, glaubt man den Aussagen der Reiseveranstalter. Es gebe aktuell keine Stornierungen im großen Stil aus Angst vor dem Virus, teilten mehrere Veranstalter mit.

Auf der Insel Phuket in Thailand läuft ja gerade ein großer Tourismus-Comeback-Versuch. Die bürokratischen Aufwände für Touristen sind allerdings hoch. Zu hoch, wie es scheint: Doch der große Andrang bleibt aus.

Hausboot-Urlaube sind seit Beginn der Corona-Pandemie schwer im Kommen. Kein Wunder, Abstand zu anderen kann dabei problemlos gewahrt bleiben. Den Hype um die Boote scheint aber leider auch Betrüger auf den Plan zu rufen. Die Polizei an der Mecklenburgischen Seenplatte warnt nun eindringlich vor einer ganz bestimmten Website, deren Betreiber Bootstouristen um ihr Geld bringen.

5. Juli: Tumulte am Flughafen Düsseldorf, Griechenland verschärft Corona-Schutzmaßnahmen auf Fähren, Tourismusexperte: Kirchen können Reisenden Impulse geben, Umfrage: Jeder Zweite plant Sommerferien in Deutschland

So hatten sich der Flughafenbetreiber Düsseldorf und viele Passagiere den Start in die NRW-Sommerferien nicht vorgestellt: Am Wochenende kam es zu sehr langen Warteschlangen bei der Abfertigung. Grund war offenbar die Prüfung der negativen Corona-Tests, berichtet der WDR. Als dann noch Flüge der türkischen Pegasus-Airline ausfielen, kam es sogar zu Tumulten. Die Bundespolizei musste einschreiten.

Wer derzeit die Fähren in Griechenland benutzen möchte, braucht einen negativen Corona-Test. Das kann ein Schnell- oder PCR-Test sein. Grund sind die deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen in dem Land.

Für Prof. Dr. Harald Pechlaner, Inhaber des Lehrstuhls für Tourismus an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), gehören auch die Kirchen zu wesentlichen Impulsgebern, um die Reisebranche nach der Corona-Zeit zukunftssicher zu machen: »Wir haben in der letzten Zeit die Tiefe des Reisens etwa durch Pauschalangeboten verloren. Es war häufig egal, wohin man reist, vor allem billig musste es sein. Kirche kann auch inhaltlich dazu beitragen, wieder Tiefe in das Reisen zu bringen«, sagte Pechlaner.

In den ersten Bundesländern fiel in den vergangenen Wochen der Startschuss für die Sommerferien. Eine repräsentative Umfrage von LichtBlick, einem Anbieter für Ökostrom und Öko-Wärme, zeigt: Jeder zweite Deutsche macht in diesem Jahr Urlaub im eigenen Land – ob Zuhause (25%) oder in einem anderen deutschen Feriengebiet (30%). Nur knapp 24% zieht es ins europäische Ausland. Vor Corona im Jahr 2019 hatte sich noch jeder Dritte dafür entschieden (32%).

3. Juli: Zypern und Katalonien nun Risikogebiete, Norwegen-Urlaub ab 5. Juli, Tschechien verschärft Einreiseregeln, keine Testpflicht mehr für Tagesbesucher auf Helgoland, Deutschlands Ferienregionen stark nachgefragt, Flughafen Düsseldorf rüstet sich für Urlauberansturm

Ausgerechnet die beiden beliebten Urlaubsziele: Zypern und Katalonien wurden gestern von der Bundesregierung als neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Die konkreten Folgen halten sich für Reisende zwar in Grenzen – ein Test muss bei der Rückkehr so oder so vorgelegt werden –, die Bundesregierung rät aber durch die Einstufung von Reisen in das Land oder die Region ab.

Nun auch Norwegen: Das Land erlaubt Touristen aus Deutschland ab dem 5. Juli wieder die Einreise. Voraussetzung für die Einreise in das Land ist eine Einreiseanmeldung und ein negativer Corona-Test.

Den gegenteiligen Weg beschreitet dagegen Tschechien. Ab dem 9. Juli sollen dort nämlich die Einreiseregeln verschärft werden. Demnach müssen sich Urlauber aus Deutschland vorher online anmelden und bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen.

Die Insel Helgoland verlangt künftig von Tagesbesuchern keinen aktuellen Corona-Test mehr. Das teilte der Kreis Pinneberg gestern mit. Wer allerdings auf der Insel übernachten möchte oder in Innenräumen speisen will, muss weiterhin einen negativen Test vorlegen.

Dass der Urlaub in Deutschland auch in diesem Sommer bei den Bundesbürgern hoch im Kurs steht, haben bereits zahlreiche Meinungsumfragen gezeigt. t-online hat sich nun bei vielen Tourismusorganisationen im ganzen Land umgehört und gefragt, wie das Geschäft läuft. Ergebnis: Vielerorts sind kaum noch Hotelzimmer oder Ferienwohnungen zu haben. 

Am Flughafen Düsseldorf, nach Frankfurt und München der drittgrößte Airport der Republik, macht man sich am Wochenende auf einiges gefasst. Denn in NRW beginnen die Sommerferien, die Buchungszahlen seien zuletzt nahezu »explodiert«.

2. Juli: Fallen Reisebeschränkungen für Portugal und Großbritannien?, Knatsch um Kroatien-Einreise, Balearen sehen Touristen-Ansturm mit gemischten Gefühlen, Epidemiologe mahnt zur Vorsicht, Bareiß lehnt No-Covid-Strategie ab

Die Entscheidung, scharfe Einreisebeschränkungen für Urlauber in Portugal zu erlassen, hat zu gehörigem Aufruhr gesorgt. Hunderte Deutsche verließen in den letzten Tagen geradezu fluchtartig das Land, um noch rechtzeitig vor Einführung der Quarantänepflicht wieder in Deutschland zu sein. War das alles für die Katz? Denn wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hierzulande werden Portugal und Großbritannien möglicherweise schon bald nicht mehr als Virusvariantengebiete eingestuft werden.

Damit konnte keiner rechnen: Kroatien hat gestern völlig überraschend seine Einreiseregeln für viele Touristen verschärft. Nun müssen alle Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat (den sogenannten Grünen Pass) vorzeigen. Und zwar unabhängig davon, woher sie kommen. Der überraschende Kursänderung für Verstimmungen gesorgt, unter anderem bei der Regierung in Prag.

Auf den Balearen, vornehmlich auf Mallorca, kommen immer mehr Touristen an, auch und vor allem aus Deutschland. Einerseits freue man mich sich über sie, sagt Alexandra Wilms, die für die Regionalregierung der Balearen arbeitet. Auf der anderen Seite sei man angesichts der Corona-Situation »ein bisschen besorgt«, sagte sie dem Radiosender WDR5.

Im gleichen Radiosender kam heute Morgen auch der Epidemiologe Hajo Zeeb zu Wort. Es ging um den anstehenden Sommerurlaub und die sich daraus möglicherweise ergebenden Gefahren in Sachen Corona. Zeebs Rat an die Reisenden: Umsicht und Vorsicht walten lassen.

Nachdem die Bundesregierung gestern die Reisewarnung für mehr als 80 Corona-Risikogebiete aufgehoben hat, ist der Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), trotz der Ausbreitung der Delta-Variante in Europa optimistisch, dass die Inzidenzen in Deutschland nicht wieder ansteigen. Gerade die letzten paar Monate hätten gezeigt, dass »die Einreiseverordnung funktioniert und dass wir sicheres Reisen gewährleisten können«, so Bareiß am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin. Die aktuell niedrigen Inzidenzen seien »ein gutes Signal«. Perspektivisch müsste man sich im Tourismus mit der Pandemie arrangieren, denn »es wird keine ‘Zero-Covid-Strategie’ geben können. Wir werden nicht ohne Krankheit leben in den nächsten Jahren«, so der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung.

1. Juli: Thailands Tourismus-Comeback: Phuket im Fokus, weiter Warten auf Bali, Frankreich: Touristen müssen für Tests bald zahlen, Umfrage: Urlaub mit dem Auto weiter im Trend

Thailand hat nach der langen Corona-Durststrecke seine ersten Touristen aus dem Ausland empfangen. Auf der Insel Phuket sind heute die ersten Urlauber gelandet. Zur Feier des Tages ließ sich sogar Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha vor Ort blicken. Geht das Experiment gut, sollen bald weitere touristische Regionen des Landes ihre Pforten wieder öffnen dürfen.

Eine andere populäre Touristeninsel in Asien muss sich dagegen weiter in Geduld üben: Bali. Dort sollten eigentlich Ende Juli, Anfang August die ersten Touristen wieder begrüßt werden. Aber daraus wird erst mal nichts – die Zahl der Neuinfektionen ist noch zu hoch. Einen neuen Starttermin gibt es noch nicht.

Wer sich als Tourist aus dem Ausland in Frankreich in Zukunft auf Corona testen lassen will, muss dafür zahlen. Das kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal gegenüber der Zeitung »Les Echos« an. Ab dem 7. Juli soll die neue Regelung in Kraft treten. 

Die Pläne der Bundesbürger sehen dieses Jahr durch die Pandemie anders aus als gewohnt. Vor allem beim Thema Mobilität punktet Individualität. Das beleuchtet eine repräsentative Online-Umfrage von infas quo im Auftrag der EURO Kartensysteme. Im Trend lägen, ähnlich wie im letzten Jahr, flexible Individualreisen und kürzere Strecken. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) mit konkreten Urlaubsplänen wolle in Deutschland bleiben. Zieht es deutsche Urlauber eher ins benachbarte Ausland, so wollten mit 16 Prozent die meisten nach Italien, 14 Prozent nach Österreich und 6 Prozent in die Schweiz. Zur flexiblen Planung passe auch, dass das Verkehrsmittel der Wahl für rund drei Viertel das Auto (68 Prozent) oder Wohnmobil (7 Prozent) sei.