Die Corona-Pandemie hält die Welt auch 2021 weiter in Atem. Wann können wir endlich wieder unbeschwerter verreisen? Das und vieles mehr erfahrt ihr täglich in unserem Corona-Reise-Ticker.

30. Juli: Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer ab Sonntag, RKI präsentiert Reise-Statistik, Islands Tourismus in der Corona-Krise, Umfrage: eigene Ferienimmobilien beliebter denn je

Seit Tagen wird darüber diskutiert, nun kommt sie tatsächlich ab kommenden Sonntag (1. August): die Testpflicht für Reiserückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind. Aber nicht überall stößt die neue Maßnahme auf Freude. So lehnt die FDP die Pflicht ab. »Eine generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland ist unverhältnismäßig. Es macht einen gravierenden Unterschied, ob man aus einem Hochinzidenzgebiet einreist oder aus einem Land mit einer niedrigen Inzidenz. Außerdem ließe sich eine generelle Testpflicht kaum kontrollieren«, kritisiert die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Christine Aschenberg-Dugnus.

Reisen und Corona – ein Dauerbrenner in den vergangenen Wochen in den Medien. Insbesondere die Frage, ob und wie Urlaubsreisende mit dazu beitragen, das Pandemiegeschehen in Deutschland negativ zu beeinflussen. Das Robert-Koch-Institut hat nun dazu eine Statistik präsentiert. Tenor: Ansteckungen auf Urlaubsreisen spielen eine zunehmende Rolle beim Infektionsgeschehen in Deutschland.

Die Corona-Krise hat den Wunsch nach einer eigenen Ferienimmobilie offenbar verstärkt: In einer von der Berliner Co-Owning-Plattform MYNE Homes in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage geben rund ein Fünftel der Befragten (20,3%) an, dass die Pandemie ihr Interesse am Besitz eines Ferienhauses spürbar gesteigert habe. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen sei dieser Wunsch sogar noch stärker ausgeprägt (28,7%). Gerade bei dieser Altersgruppe, so die Umfrage, habe die Corona-Krise das Interesse am eigenen Ferienhaus stark ansteigen lassen.

29. Juli: Reiserückkehrer im Fokus, Hotel in Garmisch-Partenkirchen: Zimmer nur für Geimpfte, AIDA Cruises setzt zweites Kreuzfahrtschiff ab Kiel ein, mehr Polizei auf Griechenlands Urlaubsinseln, ZDF mit Reportagen über Urlaub in Coronazeiten

Die Debatte über die Testpflicht für Reiserückkehrer nimmt immer mehr Fahrt auf. Kaum ein bedeutender Politiker, der sich aktuell nicht dazu äußert – und fast alle stoßen ins gleiche Horn: Die geplante generelle Coronatestpflicht für alle, die aus dem Urlaub zurückkehren und nicht genesen oder geimpft sind, wird mittlerweile von fast allen unterstützt. Vor allem unter den Ministerpräsidenten der Länder ist die Unterstützung für das Vorhaben groß.

Können in einigen Hotels nur noch Geimpfte übernachten? Das Hotel »Obermühle Boutique Resort« in Garmisch-Partenkirchen jedenfalls prescht vor und will nur noch Gäste beherbergen, die gegen Corona geimpft sind. Die Regelung soll ab dem 1. Oktober gelten. CSU-Politiker Alexander Dobrindt findet das in Ordnung.

Am 5. September 2021 startet mit AIDAluna bereits das siebte Schiff der AIDA-Flotte in die Saison 2021. Bis einschließlich 14. Oktober 2021 stehen verschiedene Reisetermine für drei- und viertägige Ahoi Touren ab Kiel zur Auswahl. Auf der viertägigen Kurzreise läuft AIDAluna nach einem Seetag, der u.a. an der Insel Gotland vorbeiführt, den polnischen Hafen Gdynia an. »Scenic Cruising« steht auch am ersten Tag der dreitägigen Ahoi Tour auf dem Programm, die in die schwedische Metropole Göteborg führt. Beide Kurzreisen werden im Wechsel angeboten. Auf allen Reisen mit AIDAluna bietet AIDA Cruises seinen Gästen die Möglichkeit, auf geführten AIDA-Ausflügen Land und Leute zu entdecken. AIDA Cruises hatte bereits im Mai mit AIDAprima die Kreuzfahrtsaison in Kiel eröffnet. Noch bis zum 23.Oktober 2021 werden immer samstags auf siebentägigen Ostseekreuzfahrten Göteborg, Visby auf Gotland oder die schwedische Hauptstadt Stockholm angelaufen.

Griechenlands Regierung ist besorgt über die steigende Zahl an Corona-Infizierten, besonders auf den bei Touristen beliebten Urlaubsinseln. Um dafür zu sorgen, dass die Coronaregeln eingehalten werden, sollten die Polizisten besonders im Nachtleben eingesetzt werden.

Das Sommergefühl 2021 – und wie die Deutschen in diesem zweiten Jahr unter Corona-Einschränkungen Urlaub machen – beleuchten vier »ZDF.reportagen« im August. Den Auftakt macht das Stück »Baden, Grillen, Träumen – Sommer zu Hause«. Es läuft am kommenden Sonntag um 17:55 Uhr im ZDF.

28. Juli: Tests für Reiserückkehrer eventuell schon ab Sonntag, Aus dem Urlaub in die Quarantäne – was nun gilt, Malta: 14-tägige Quarantäne für nicht vollständig Geimpfte und Genesene, Großbritannien vor Öffnung

Jetzt kommt Tempo in die Debatte: Reiserückkehrer müssen sich womöglich schon ab kommenden Sonntag (1. August) darauf gefasst machen, nur noch mit einem negativen Coronatest einreisen zu dürfen. Das soll dann auch für alle gelten, die mit dem Auto oder der Bahn zurückkehren. Derzeit gilt die Testpflicht nur für Menschen, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen. Derweil spekuliert die WELT über die Gründe der neuen Regelung. In dem Artikel, der die Überschrift »Das Angst-Kalkül hinter der neuen Testpflicht« trägt, heißt es mit Blick auf die Frage, wie das Ganze überhaupt zu kontrollieren sei, die »Politik wolle gar keine flächendeckende Kontrolle, es gehe eher um psychologische Effekte«.

Bald aus dem Urlaub direkt in Quarantäne – keine schöne Vorstellung für alle, die derzeit ungeimpft aus Großbritannien und Spanien heimkehren. Aber was gilt dann eigentlich mit Blick auf die Rückkehr am Arbeitsplatz? Wie sieht es aus, wenn die Kinder wieder in die Schule müssen? Das sollte man beachten. 

Malta erlaubt vollständig geimpften Personen mit EMA-zugelassenen Covid19-Impfstoffen die Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sofern die letzte Impfgabe mehr als 14 Tage vor Einreise verabreicht wurde. Nicht geimpfte Reisende und Genesene mit nur einer Dosis des Impfstoffs müssen sich bei Ankunft direkt in Quarantäne in ein dafür ausgewiesenes Quarantänehotel begeben. Das teilte das Fremdenverkehrsamt Malta gestern mit. Die aktuell gültigen Einreisebestimmungen wurden für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zuletzt am 16. Juli aktualisiert. Seither gelten auch Kreuzimpfungen als offiziell anerkannt. Neu ist die Einführung einer 14-tägigen Quarantäne für nicht vollständig Geimpfte und Genesene. Wichtig: Wer geimpft ist, muss als Nachweis die digitalen COVID-Zertifikate der EU vorlegen. Nicht akzeptiert wird der gelbe Internationale Impfausweis der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der in Deutschland geläufig ist.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will die Einreise für Bürger aus der EU und den USA erleichtern. Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, soll von kommender Woche an wieder nach Großbritannien einreisen dürfen. Das berichtet die Financial Times.

27. Juli: Spahn erwägt Tests für alle Reiserückkehrer, Lufthansa: Rückkehr der Umbuchungsgebühr, USA bleiben dicht, Europa-Comeback für Scenic Luxury Cruises

Wer bis dato aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland heimgekehrt, muss sich auf Corona testen lassen – sofern er oder sie nicht geimpft oder genesen ist. Diese Testpflicht will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bald ausweiten – und zwar auf alle Reiserückkehrer. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Justizministerin Christine Lambrecht hält aber wenig von dem Vorstoß. Ausgang offen …

Bei der Lufthansa konnte man während der Corona-Pandemie Flüge recht einfach umbuchen. Die sogenannte Umbuchungsgebühr entfiel in dieser Zeit. Seit März 2020, um genau zu sein. Aber damit soll es ab dem 2. August vorbei sein. Allerdings nicht für alle Umbuchungen, manche bleiben gratis. Wer wissen möchte, was genau ab dem 2. August gilt, klickt hier.

Als Kanzlerin Angela Merkel vor rund zwei Wochen zu Besuch bei US-Präsident Joe Biden war, da machten sich viele USA-Fans Hoffnungen. Hoffnungen darauf, schon bald wieder in die USA reisen zu dürfen. Jedenfalls kündigte Biden an, schon in wenigen Tagen eine Entscheidung über die Aufhebung des Einreiseverbots für Europäer zu treffen. Diese Entscheidung ist nun gefallen. Aber sie fällt anders aus, als erhofft: Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses sagte gestern: Alles bleibt vorerst beim Alten. 

Scenic Luxury Cruises & Tours und Emerald Cruises, die beide zur Scenic Group gehören, fahren ab Ende Juli wieder auf mehreren europäischen Flüssen. Nach dem Start auf dem Douro in Portugal sind beide Flotten ab August auch wieder auf dem Rhein unterwegs. Ebenfalls im August nimmt Emerald Cruises die Donau auf, während Scenic ab Bordeaux wieder Kreuzfahrten auf den französischen Flüssen Garonne, Gironde und Dordogne anbietet. Darüber hinaus beginnt Scenic im September mit den Abfahrten auf der Donau.

26. Juli: Debatte über Reiserückkehrer, TUI: Gros der Urlauber bleibt auf Mallorca, Reisebeschränkungen wegen Corona: Stornorechte bei Pauschalreisen, Condor fliegt wieder nach Kanada

Wie schon im vergangenen Sommer nimmt die Politik die Reiserückkehrer aus den Urlaubsgebieten ins Visier. Der Verdacht, der im Raum steht: Sie treiben die Corona-Infektionszahlen durch die Reisen in die Höhe. Einige Ministerpräsidenten fordern bereits, die Regeln für Reiserückkehrer zu verschärfen. Im Gespräch sind mehr Tests und sogar Quarantäne-Tage.

Nachdem ganz Spanien am Freitag von der Bundesregierung zum Hochinzidenzgebiet eingestuft wurde, vermutete man vielerorts, dass viele Deutschen so schnell wie möglich wieder nach Deutschland zurückfliegen möchten. Die TUI kann das allerdings nicht bestätigen, jedenfalls nicht für deren Gäste auf Mallorca. Die meisten Deutschen blieben trotzdem weiter auf der Insel, teilte der Reiseveranstalter am Wochenende mit.

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt in Europa für erneute Reisebeschränkungen. Für Reisende stellt sich die Frage, ob und unter welchen Bedingungen der gebuchte Urlaub stattfinden kann. Insbesondere die Frage: Kann ich nun meine Pauschalreise kostenlos stornieren. Wenn eine Pauschalreise (z. B. Flug + Hotel) gebucht wurde, kann die Reise in der Regel kostenlos storniert werden, sofern »außergewöhnliche und unvermeidbare Umstände am Bestimmungsort vorliegen, die die Reise erschweren oder unmöglich machen« (Richtlinie 2015/2302). Darauf weist das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland in einer Mitteilung hin. Inwieweit Virusvarianten und Einreisebeschränkungen im zweiten Jahr der Pandemie noch als außergewöhnliche Umstände anzusehen sind, sei aber noch nicht höchstrichterlich entschieden. Schließlich wussten Verbraucher, anders als im vergangenem Jahr, schon bei Reisebuchung von der Corona-Pandemie und den sich teilweise sehr schnell ändernden Gegebenheiten in den einzelnen Ländern.

Zu Kanadas Grenzöffnung fliegt die Airline Condor Reisende ab dem 7. September 2021 wieder nach Toronto in Ontario und Halifax in Nova Scotia. Von Frankfurt fliegt Condor montags, donnerstags und samstags nach Toronto sowie montags und donnerstags nach Halifax. Von dort aus können Gäste mit dem Condor-Partner WestJet zehn weitere Ziele in Kanada erreichen. »Innerhalb weniger Stunden erhielten wir so viele Anfragen für Condor-Flüge, dass wir kurzfristig entschieden haben, ab September fünf Verbindungen pro Woche von Frankfurt nach Kanada anzubieten«, sagt Ralf Teckentrup, CEO von Condor.

24. Juli: Spanien und Niederlande nun Hochinzidenzgebiete, Gerichtsurteil zu Urlaub in Quarantäne, Söder besorgt über Ferienzeit, Kroatien verschärft Regeln an Adria-Küste, wie die Luftfahrt wieder auf die Beine kommen will, Tourismusforscher sieht Urlaub im eigenen Land als langfristigen Trend, Indonesien: Mann verkleidet sich wegen Corona als Frau und steigt in Flieger

Schock für alle Spanien- und Holland-Urlauber: Beide Länder wurden gestern von der Bundesregierung zu Hochinzidenzgebieten erklärt. Das heißt: Wer aus diesen Ländern heimkehrt, und nicht vollständig gemipft oder genesen ist, muss zehn Tage in Quarantäne! Die Zeit kann man dann nur verkürzen, wenn man nach fünf Tagen ein negatives Corona-Test-Ergebnis vorlegen kann. DRV-Präsident Norbert Fiebig kritisierte die Entscheidung. Auch auf Mallorca ist man über die Entscheidung – wenig überraschend – alles andere als erfreut.

Man fliegt in den Urlaub und muss plötzlich in Quarantäne – das ist alles andere als erfreulich. Vor allem, wenn man dann im Ausland festhängt. Aber was ist eigentlich mit den Urlaubstagen, die man für diese Zeit erhalten hat? Kann man die Urlaubstage dann nachholen oder hat man einfach nur Pech gehabt? Mit dieser Frage beschäftigte sich nun das Arbeitsgericht Bonn – und urteilte: Man sollte sich unbedingt vom Arzt arbeitsunfähig schreiben lassen. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder glaubt, dass die Ferienzeit keinen guten Einfluss auf die Entwicklung der Corona-Fallzahlen haben werde. Ganz im Gegenteil: »Die Ferien werden der Corona-Treiber sein« , sagte Söder. Er plädierte dafür, die neue Einreiseverordnung schneller zu aktualisieren.

Nun sieht sich auch Kroatien gezwungen, die Zügel anzuziehen: Weil die Corona-Infektionszahlen in den Regionen an der Adria – dort also, wo es viele Urlauber aus Deutschland im Sommer hinzieht – weitherhin hoch sind, werden die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft. Die Verschärfungen halten sich für Touristen freilich in Grenzen.

In den letzten Wochen konnten die Airlines aufatmen: Viele Urlauber machten sich auf den Weg in den Urlaub und nutzten dafür die Flugzeuge. Alles also wieder gut für die Fluggesellschaften? Kommt drauf an. Im Vergleich zu 2020 sieht es natürlich schon viel besser aus, aber bis das Vorkrisenniveau erreicht ist, dürfte noch viel Wasser den Rhein runterfließen. Heute.de widmet sich der Frage, wie der Neustart ablaufen könne und was die Herausforderungen für die Airlines seien.

Was wurde in den letzten Wochen und Monaten nicht alles geschrieben über die Renaissance des Urlaubs im eigenen Land. Kein Wunder angesichts der Unwägbarkeiten, die die Corona-Pandemie für Reisende im Gepäck hat. Aber ist das wirklich so? Wird das auch in Zukunft so bleiben? Der Tourismusforscher Edgar Kreilkamp glaubt: ja! Der Grund, so Kreilkamp, sei aber nicht nur Corona …

Und zum Schluss eine kuriose Meldung: In Indonesien ist ein Mann vollverschleiert als Frau in den Flieger gestiegen – inklusive des negativen Corona-Test-Ergebnisses seiner Frau. Aufgeflogen ist er bei der Ankunft am Flughafen, als er sich umzog. Er wurde dann auch auf Corona getestet. Ergebnis: positiv.

23. Juli: Mehr Auswahl an Thailand-Inseln, Delta-Varianten-Sorgen in Griechenland, Hotel-Stornierungen auf Mallorca

Thailand geht ja derzeit einen sehr vorsichtigen, manche sagen, sehr bürokratischen Weg, in Sachen Tourismus-Öffnung. Bisher ist nur ein Aufenthalt auf Phuket gestattet. Das ändert sich bald: Ab dem 1. August sollen weitere Inseln hinzustoßen und ab dann wieder Touristen empfangen dürfen.

Und noch ein Land, das mit Sorge auf die Delta-Variante des Coronavirus blickt: Griechenland. Das lässt sich gut auf Mykonos beobachten: Dort wurden die Coronaregeln verschärft (wir berichteten), das Quarantänehotel der Insel ist bereits voll. Derweil versucht die Regierung in Athen, gegenzusteuern. Die Sommersaison muss gerettet werden, irgendwie.

So hatten sich die Menschen auf Mallorca wohl nicht das Tourismus-Comeback vorgestellt: die Corona-Infektionszahlen steigen, die Anti-Corona-Maßnahmen wurden verschärft, einige Urlauber sind verunsichert. Und das sieht man mittlerweile an den Zahlen: Fast 30 Prozent aller bereits gebuchten Hotelübernachtungen seien storniert worden, sagte die Vorsitzende des Hoteliersverbandes FEHM, Maria Frontera, vor Kurzem einem Radiosender.

22. Juli: Sorge auf Mallorca, Bundesregierung verlängert Corona-Einreiseregeln, Entsetzen in Flutgebieten

Auf der Deutschen liebsten Insel, auf Mallorca, wächst angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen die Sorge, dass das Robert-Koch-Institut die Insel womöglich bald zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Die Regionalregierung der Balearen hat inzwischen die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft: Ab kommenden Samstag werden Versammlungen von Personen unterschiedlicher Haushalte sowohl im Freien als auch in Innenräumen zwischen 1 und 6 Uhr morgens verboten. Die Zahl der Urlauber, die aufgrund eines positiven Coronatest-Ergebnisses in einem Quarantänehotel untergebracht sind, ist unterdessen auf mehr als 200 gestiegen.

Eigentlich wären sie am 28. Juli, also Mittwoch nächster Woche ausgelaufen: die aktuell geltenden Einreiseregeln unter Pandemiebedingungen. Weil aber in vielen Urlaubsländern die Corona-Infektionszahlen steigen, hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Regeln bis zum 10. September weitergelten. Eine Maßnahme wurde aber gelockert: Wer gegen Corona geimpft ist und aus einem Virusvariantengebiet einreist, kann die Quarantäne-Zeit durch einen Test verkürzen.

Viele Beherbergungsbetriebe, Campingplatzbetreiber und Gastronomen atmeten im Mai auf, als nach der langen Corona-Zwangspause endlich der Tourismus wieder erlaubt wurde. So auch im Ahrtal, an der Mosel und in der Eifel. Aber nach den verheerenden Überflutungen vergangene Woche herrscht vielerorts Katastrophen-Stimmung. Laut Dehoga in Rheinland-Pfalz gibt es etwa im Ahrtal kaum noch Hotels oder Gasthäuser, die in den nächsten 12 Monaten öffnen können.

21. Juli: Frankreich verschärft Anti-Corona-Maßnahmen, Costa Rica: Reisekrankenversicherung keine Pflicht mehr,  Hamburger Gesundheitsbehörde zu Reiserückkehrern, Lockerungen in Schleswig-Holstein, Touristenboom in Mecklenburg-Vorpommern

Wer in den nächsten Tagen oder Wochen in Frankreich seinen Urlaub verbringen wird, muss mit schärferen Anti-Corona-Regeln im Alltag rechnen. Wer etwa populäre Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, muss einen sogenannten Gesundheitspass vorzeigen. Dies kann man auch mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy tun – jedenfalls muss man nachweisen können, dass man entweder geimpft, genesen oder negativ getestet ist.

Ab dem 1. August wird die Einreise nach Costa Rica für Urlauber erleichtert: Das Land erlaubt Minderjährigen unter 18 Jahren und vollständig gegen COVID-19 geimpften Touristen dann die Einreise ohne die bis dato geforderte Reisekranken- und Hotelquarantäneversicherung. Unabhängig vom Alter oder vom Impfstatus müssen Reisende weiterhin den digitalen Gesundheitspass mindestens 72 Stunden vor der Reise nach Costa Rica ausfüllen. Vollständig Geimpfte müssen den Impfnachweis dem Formular beifügen.

Auch in Hamburg ist die Zahl der Corona-Infizierten gestiegen – wenn auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Gesundheitsbehörde der Stadt hat sich über die Zahlen gebeugt und dabei nun festgestellt, dass rund ein Viertel aller Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen seien, heißt es. Vor allem jene Urlauber, die aus Spanien zurückgekommen seien, hätten das Virus mitgebracht.

Im Nachbarland Schleswig-Holstein hat Ministerpräsident Daniel Günther derweil angekündigt, dass es ab kommenden Montag zur Aufhebung vieler Anti-Corona-Maßnahmen kommen werde. Eine wichtige Änderung: Wer ein Restaurant oder eine Bar besuchen will, muss sich ab dann nicht mehr vorher testen lassen.

Freude in Mecklenburg-Vorpommern: Das Land zieht derzeit sehr viele Touristen an. Tobias Woitendorf, Chef des Landestourismusverbands, berichtet, dass Mitte August viele Betriebe in vielen Regionen des Landes »stark ausgelastet« seien. Auch die Campingplätze seien sehr gut besucht.

20. Juli: Kanada ab 7. September für Geimpfte offen, Wie die Corona-Situation in den Urlaubsländern die Buchungen beeinflussen, Sorgen in Kroatien, Island: Coronatests bei Einreise auch für Geimpfte, Easyjet mit deutlich höherer Auslastung

Auf diese Nachricht haben Kanada-Liebhaber lange warten müssen: Sie dürfen das Land schon bald wieder besuchen. Internationale Reisende, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, können ab dem 7. September dieses Jahres wieder in Kanada Urlaub machen. US-Amerikaner dürfen sogar schon deutlich früher einreisen. Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte bereits vor einigen Tagen die bevorstehende Grenzöffnung im Frühherbst angedeutet.

Als die Bundesregierung vor rund zwei Wochen Spanien zum Risikogebiet erklärte, dauerte es nicht lange, bis sich das auf die Urlaubsbuchungen auswirkte: Viele Urlauber suchten die Reisebüros auf und erkundigten sich, was jetzt zu tun sei. Andere kehrten dem Land sofort den Rücken und buchten stattdessen ihren Urlaub in Italien oder Kroatien. Das berichtet das Magazin Focus, das sich bei Reisebüros umhörte. Auch die Insel Mykonos ist betroffen: Nachdem dort eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde, suchten viele Urlauber das Weite und reisten ab.

Vor ein paar Tagen berichteten wir an dieser Stelle über das große Unbehagen in Spanien und Portugal über die steigenden Corona-Infektionszahlen und die damit einhergehende Befürchtung, dass weniger Touristen die Länder besuchen werden. Auch in Kroatien blickt man mit Sorgenfalten auf die Coronazahlen. Vor allem, seitdem das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am vergangenen Donnerstag den grünen Corona-Status von Kroatiens Küstengebieten auf Orange korrigierte.

Auch in Island steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Aus diesem Grund hat die Regierung die Einreisebestimmungen verschärft. Ab kommenden Montag müssen nun auch Geimpfte ein negatives Coronatest-Ergebnis bei der Einreise vorlegen.

Seitdem viele coronabedingte Reisebeschränkungen in Europa im Mai aufgehoben wurden, geht es für die Airlines deutlich bergauf. Flugstrecken werden wieder angeboten, die Flugsequenzen steigen an. So auch beim Billigflieger Easyjet. Zwischen April und Juni lag die Kapazitätsauslastung bei 60 Prozent des Vorkrisenniveaus, teilte die Airline mit.

19. Juli: Spekulationen über Gründe für andauernden US-Einreisestopp, Italien erwägt Corona-Nachweis für Restaurant-Besuche, Party-Stopp auf Mykonos, Check24: Flugpreise deutlich höher

Letzte Woche war Kanzlerin Merkel ja zu Besuch bei US-Präsident Biden in Washington. In dem Gespräch ging es unter anderem um den sogenannten Travel Ban, den Einreisestopp für Europäer in die USA. Merkel kam mit leeren Händen nach Hause, von einer baldigen Aufhebung des Einreisestopps war zwar die Rede, aber wann – das steht weiter in den Sternen. Derweil spekuliert die WELT über die wahren Hintergründe. Diese seien womöglich weniger in der Furcht vor Corona zu sehen als in innenpolitischen Hakeleien.

Die griechische Insel Mykonos ist besonders beliebt bei Partytouristen. Bei der Einhaltung der Corona-Regeln wurde aber offenbar nicht so genau hingeschaut. Bei Kontrollen der Bars wurde festgestellt, dass auch Corona-Positive im Nachtleben unterwegs waren. Nun zog Griechenlands Regierung die Notbremse: Zwischen 1 und 6 Uhr nachts darf niemand mehr auf die Straßen.

Wer in den nächsten Wochen während des Italien-Urlaubs ein Restaurant im Innenbereich besuchen möchte, muss möglicherweise ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen. Entsprechende Überlegungen gibt es derzeit in der italienischen Regierung. 

Die Lust auf Urlaub ist weiter hoch. Ein Blick auf die Flugbuchungen zeigt, wie sich das auf die Preise auswirkt. Im Schnitt über die zehn am häufigsten gebuchten Ziele sei das Preisniveau für einen Hin- und Rückflug aktuell 29 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2019, teilte CHECK24 mit. »Die zunehmende Nachfrage treibt die Flugpreise nach oben«, sagt Sebastian Sager, Geschäftsführer Flüge bei CHECK24. Wer noch einen Urlaub für den Spätsommer oder Herbst plane, sollte sich bald um die Flüge kümmern, bevor die Preise weiter stiegen oder die bevorzugte Verbindung ausgebucht sei. Da die Fluggesellschaften aufgrund der Coronapandemie vorsichtiger geplant hätten, stünden generell weniger Kapazitäten zur Verfügung.

17. Juli: USA-Urlaub: Entscheidung in wenigen Tagen, RKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete, Umfrage: Zwei Drittel gegen Urlaub in Risikogebieten

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel bei US-Präsident Joe Biden zu Gast war, ging es auch um eine Frage: Wann werden die USA endlich den sogenannten Travel Ban beenden? Wann können wir also wieder in den USA Urlaub machen? Eine Entscheidung gab es noch nicht, allerdings wird es bald so weit sein: Die US-Regierung werde sich in »wenigen Tagen« dazu äußern, heißt es aus dem Weißen Haus.

Das Robert-Koch-Institut hat gestern – wie immer freitags – die Corona-Risikogebietsliste aktualisiert. Es gibt nun weitere Risikogebiete: Griechenland, die Niederlande, Thailand, Myanmar und die Region Hovedstaden sowie die Färöer-Inseln in Dänemark. Noch härter die Einstufung Kubas: Das Land gilt nun sogar als Hochinzidenzgebiet.

Die Debatte über den Urlaub in Corona-Risikogebieten hat in den letzten Tagen wieder Fahrt aufgenommen – und das bei vielen Menschen die Sorgen über einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen befeuert. Eine neue Umfrage von YouGov im Auftrag der dpa ergab nun, dass zwei Drittel der Deutschen einen Urlaub in Corona-Risikogebieten ablehnt. Dazu zählen aktuell auch Länder wie Spanien oder die Türkei.

16. Juli: Deltavariante: Spanien und Portugal unter Druck, New York: Warten auf Touristen, Mauritius wieder offen, wie München wieder Touristen anlocken will

Die Deltavariante des Coronavirus bleibt weiter in aller Munde. Vor allem die bei den Deutschen beliebten Länder Spanien und Portugal ächzen unter der aktuellen Entwicklung. Längst kommen nicht so viele Touristen ins Land, wie erwartet. Da hülfen auch viele Rabatte derzeit wenig, berichtet das Handelsblatt.

Mauritius hat seit gestern seine Grenzen für internationale Reisende wieder geöffnet. Phase 1 der Wiedereröffnung der Grenzen für die Insel im Indischen Ozean, die bis zum 30. September 2021 läuft, ermögliche Gästen den Aufenthalt in einem der 14 ausgewählten »Resort Bubbles«, teilte das Fremdenverkehrsamt der Insel mit. Die Urlauber könnten die Einrichtungen des von ihnen gewählten Hotels, einschließlich des Pools und des Strandes, nutzen. Wenn Gäste 14 Tage blieben und während ihres Aufenthalts im Resort negative PCR-Tests haben, können sie das Hotel verlassen und für den Rest ihres Aufenthalts frei auf der Insel reisen und die Insel erkunden. Alle Details zu den Einreisebestimmungen und Sicherheitsprotokollen gibt es auf der offiziellen Tourismus-Website der Insel.

Eine Städtereise zum Big Apple: Das ist der Traum aller USA-Liebhaber. Doch seit fast anderthalb Jahren ist das wegen Corona nicht mehr möglich – die US-Grenze bleibt für Touristen weiterhin dicht, auch wenn US-Präsident Joe Biden gestern im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel die Hoffnung schürte, dass das bald vorbei sein könnte. Darauf hofft man ganz besonders in New York. Die Stadt braucht Touristen aus der ganzen Welt, um New York zu sein – und um wirtschaftlich zu überleben.

Derweil macht man sich auch in München Gedanken darüber, wie man möglichst rasch wieder Touristen begrüßen kann. 200 Unternehmen aus Gastronomie, Hotellerie und Kultur haben nun eine Sonderaktion aufgelegt, um die Touristen von einem Besuch der Stadt zu überzeugen. An Ideen jedenfalls mangelt es nicht: Gratis Eis, freie Eintritte oder ein Aperol Sprizz zur Begrüßung soll es geben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

15. Juli: Unsicherheiten bei Sommerurlaubsplanungen, Slowenien: doch keine Tests bei Transit

Dieser Sommer ist mit Blick auf die Planung kein leichter – weder für Urlauber noch für Reiseveranstalter. Die Delta-Variante des Coronavirus dominiert in immer mehr Ländern, die sich ständig wechselnden Einreiseregeln machen die Urlaubsplanungen schwierig. Davon können mittlerweile auch die Reiseveranstalter ein Lied singen, berichtet die FAZ . Mit vielen flexiblen Tarifen versuchen sie, die Kunden bei der Stange zu halten.

Gestern melden wir an dieser Stelle, dass Slowenien nun auch einen negativen Coronatest bei der Durchreise verlangt. Am Nachmittag dann der Rückzieher der Regierung: Wer durch das Land reist und sich dabei maximal 12 Stunden in Slowenien aufhält, braucht nun doch keinen Test. Kritiker hatten lange Warteschlangen an den Grenzen befürchtet.

14. Juli: Risikogebiets-Einstufungen auf der Kippe, Slowenien verschärft Ein- und Durchreiseregeln, Rom verbannt Mega-Kreuzfahrtschiffe in Venedig, Studie: fast jeder Dritte konnte wegen Corana Urlaub 2021 nicht antreten

Die Corona-Einreiseregeln stiften zuweilen ja ganz schön Verwirrung. Mal gilt ein Land als Risikogebiet, ein anderes als Hochinzidenzgebiet, ein wiederum anderes als Virusvariantengebiet. Jetzt will die Bundesregierung aufräumen und die Einstufung als einfaches Risikogebiet streichen. Unter Dach und Fach ist die Reform allerdings noch nicht.

Auch Slowenien verschärft ab morgen die Einreiseregeln: Wer ins Land will, muss entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Das gilt auch für diejenigen, die das Land nur zum Transit nutzen, etwa weil sie nach Kroatien oder Serbien weiterreisen wollen. Nur noch heute kann man somit ohne Auflagen nach Slowenien einreisen.

Die Mega-Kreuzfahrtschiffe, die noch bis vor Ausbruch der Corona-Pandemie durch Venedigs Lagunen tuckerten, haben die Stadt schon seit Längerem gespalten. Kritiker argumentierten: Sie sind zu laut und zu umweltschädlich. Als dann in den letzten 16 Monaten wegen Corona Ruhe einkehrte, flammte die Diskussion über die großen Cruiseliner wieder auf. Nun hat die Regierung in Rom ein Einfahrverbot in die Lagunenstadt beschlossen. 

Während im vergangenen Jahr bereits fast jeder Fünfte (19 Prozent) einen geplanten Urlaub aufgrund des Coronavirus nicht antreten konnte, sind Reisende 2021 noch stärker betroffen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie des digitalen Versicherungsmanagers Clark, welche in Kooperation mit YouGov durchgeführt wurde. Das Ergebnis konkret: 2021 konnte fast jeder dritte Deutsche (29 Prozent) einen geplanten Urlaub nicht antreten. 

13. Juli: Banger Blick auf Entwicklung der Hochinzidenzgebiete, Flughafen Stuttgart: Impfen vor Abflug, Hotel-Preiskampf auf Mallorca, Phoenix Reisen: zwei Kreuzfahrten nur für Geimpfte

Zypern, Portugal und Großbritannien – diese drei Länder in Europa stehen derzeit auf der Liste der Hochinzidenzgebiete. Das ist wegen der damit verbundenen Auflagen problematisch für Urlauber. Aber bleibt es bei den drei Ländern? Wohl eher nicht, glauben Beobachter. Hier erfahrt ihr, welche Länder noch auf der Kippe stehen.

Um mehr Menschen dazu einzuladen, sich gegen Corona impfen zu lassen, hat die baden-württembergische Landesregierung ein neues Impfangebot gemacht. Ab morgen (Mittwoch, 14. Juli) können sich alle Passagiere, die von Stuttgart aus in den Urlaub fliegen, vor Abflug impfen lassen. Das teilte Gesundheitsminister Manne Lucha gestern mit. Mit dem Ticket oder einem anderen Nachweis könnten sich Fluggäste ohne Anmeldung im Impfzentrum auf der Landesmesse impfen lassen. Zeit genug sollte man aber vor Abflug mitbringen.

Wer derzeit plant, auf Mallorca ein paar Tage oder Wochen Urlaub zu machen, wird bei der Recherche einer Unterkunft vermutlich feststellen: ganz schön günstig. Der Grund: Viele Hotels auf der Insel haben wieder geöffnet, die Rede ist von rund 82 Prozent, aber noch fehlen die Gäste. Das Überangebot an Hotelbetten macht sich somit bei den Übernachtungspreisen bemerkbar. 

Wer noch nicht gegen Corona geimpft ist, hat bei zumindest zwei Kreuzfahrten des Anbieters Phoenix Reisen schlechte Karten: Wenn die MS Artania im Juli und August in See sticht, sollen nur gegen Corona geimpfte Gäste daran teilnehmen dürfen.

12. Juli: Kassenarztchef: Ungeimpfte nicht mehr reisen lassen, Mallorca bleibt optimistisch, Wie NRW Touristen ins Land locken will

Diese Forderung schlug am Wochenende ein wie eine Bombe: Peter Heinz, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, forderte in einem Interview, dass gegen Corona Ungeimpfte nicht mehr verreisen sollen dürfen. In sozialen Netzwerken wie etwa bei Twitter erhielt er dafür viel Kritik.

Die Inzidenzahlen steigen wieder, die Bundesregierung in Berlin erklärte ganz Spanien zum Risikogebiet: keine guten Aussicht für den Tourismus auf der Iberischen Halbinseln. Auf Mallorca ist man allerdings (noch) gelassen. Die Urlauber, die zurzeit auf der Insel sind, und Gastronomen gingen entspannt mit der Situation um, berichtet das Handelsblatt.

Wegen der Corona-Zwangspause lag der Tourismus in NRW ziemlich am Boden. Fast dreiviertel weniger Gäste besuchten das Bundesland als noch vor Ausbruch der Pandemie. Nun hat das Land eine Kampagne aufgelegt, sie trägt den Namen »Sicher sehen wir uns wieder«. Damit sollen wieder Urlauber angelockt werden. Vor allem die Ferienregionen im Sauerland, Siegerland und der Eifel hoffen, dass nun viele Touristen ihren Urlaub bei ihnen verbringen werden.

10. Juli: Unmut über Spanien-Einstufung, nur noch Geimpfte: Malta und Slowakei verschärfen Einreiseregeln, Ägypten in den Startlöchern

Gestern wurde ganz Spanien von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuft. Praktische Folgen hat das für Urlauber allerdings nicht – wie bisher muss nach der Rückkehr nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Symbolisch sieht die Sache allerdings schon anders aus. Schließlich rät die Bundesregierung somit offiziell von touristischen Reisen nach Spanien ab. In dem Land wurde die Entscheidung aus Berlin denn auch mit herzlich wenig Begeisterung aufgenommen. 

Wer bisher noch nicht gegen Corona geimpft ist und überlegt, ein paar Tage Urlaub in der Slowakei zu machen, muss vermutlich umdenken: Das Land hat seine Einreiseregeln verschärft. Die Regierung in Bratislava gab bekannt, dass jeder 14 Tage nach der Einreise in Quarantäne muss, wenn er oder sie nicht gegen Corona geimpft ist.

Einen Schritt weiter geht sogar Malta: Dort darf niemand mehr ins Land, der nicht gegen Corona geimpft ist. Die Regelung gelte ab kommenden Mittwoch, teilte Gesundheitsminister Chris Fearne mit. Aber selbst wer geimpft ist, sollte aufpassen: Maltas Regierung erklärte erst Mitte der Woche, dass es Kreuzimpfungen nicht akzeptieren werde.

Lange nichts aus Ägypten gehört, dabei gehören Orte wie Hurghada, Marsa Alam und Scharm el-Scheich zu den beliebtesten Strandurlaubsregionen der Deutschen – wenn auch vornehmlich im Winterhalbjahr. Der Hauptgrund für die Flaute ist natürlich Corona. Das Auswärtige Amt hat das ganze Land als Hochinzidenzgebiet eingestuft – verheerend für den Tourismus. Tourismus- und Antikenminister Chalid al-Anani hält dagegen: Die Urlaubsregionen seien extrem sicher, sagte er der dpa. 

9. Juli: Lufthansa-Comeback im Spätsommer, Türkei freut sich über viele Touristen, Spekulationen über Verschärfung der Einstufungen Spaniens und Zyperns, Studie: Art des Reisen verändert sich

Wer hätte gedacht, dass das so schnell geht? Die Lufthansa will ab September wieder fast so viele Ziele fliegen wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie. »Wir haben entschieden, dass wir bis September nahezu alle Flugziele wieder anbieten«, sagte LH-Netzplaner Heiko Reitz dem Magazin Capital in einem Interview.

Lange Zeit herrschte in den Touristenhochburgen der Türkei tote Hose. Aber seit Mai, seitdem sich die Corona-Situation in Europa entspannt, ist das vorbei. Unter den Anbietern für Türkei-Reisen könnte die Stimmung derzeit besser nicht sein, berichtet die FAZ. Viele Reisende buchten sogar gleich zweimal ihren Türkei-Urlaub, einmal für den Sommer, einmal für den Herbst. In Sachen Stornierung gingen viele aber auf Nummer sicher und buchten die Flex-Tarife, heißt es weiter.

In der Bundesregierung und beim Robert-Koch-Institut ist man offenbar besorgt über die Entwicklung der Corona-Infiziertenzahlen in Spanien und Zypern. Und zwar so sehr, dass man überlegt, die Einstufungen in Sachen Corona-Risikogebiete zu verschärfen. Spanien soll demnach zum Risikogebiet werden, Zypern sogar zum Hochinzidenzgebiet. 

Die Neuauflage der internationalen Studie »Travel Trends 2021« der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners zeigt: Fast 40 Prozent der Befragten weltweit wollen noch einen Urlaub für diesen Sommer buchen, 30 Prozent haben das bereits getan. Der Blick auf die deutschen Ergebnisse der Studie: 29 Prozent der Deutschen hätten ihren Sommerurlaub dieses Jahr bereits gebucht, 35 Prozent planten, dies noch zu tun, heißt es. Doch die Art des Reisens werde sich verändern, so die Studie: Zwar sei der Preis nach wie vor ein zentrales Kriterium beim Buchen einer Reise (38 %), doch für die Verbraucher spielten durch den Einfluss der Pandemie auch Faktoren wie mögliche Einschränkungen am Reiseziel (30 %), staatliche Beschränkungen (25 %) und das Vertrauen in das Gesundheitssystem der Destination (23 %) eine große Rolle. Für 27 Prozent sei vor allem eine Stornierungsmöglichkeit der Reise besonders relevant.

8. Juli: Massive Lockerungen in NRW, kein Ansturm am Ballermann, bald wieder Urlaubsreisen nach England, USA weiter dicht, Eurowings erweitert Streckennetz, Umfrage: Berge und Meer weiter deutlich vor Städtereisen

In NRW werden ab morgen die Coronaregeln massiv liberalisiert. Wer dann etwa nach Köln oder Düsseldorf reist, muss in Restaurants keine Kontaktdaten mehr hinterlassen und kann anschließend sogar wieder Diskotheken besuchen – die dürfen nach sehr langer Durststrecke wieder öffnen. Auch Volks- oder Straßenfeste werden wieder erlaubt. Für Arbeitnehmer in NRW gilt: Wer fünf Tage lang nicht im Büro war, weil er etwa Urlaub hatte, muss anschließend – nach der Rückkehr – ein negatives Testergebnis vorlegen.

Wer denkt, am Ballermann wird wieder wild Party gefeiert, wird aktuell eines Besseren belehrt: Ziemlich ruhig geht es dort derzeit zu. Zwar schallt die Partymusik der bekannten Bars und Clubs durch die Schinkenstraße, der Andrang der Partytouristen hält sich aber in Grenzen.

Wer derzeit aus Deutschland kommend nach Großbritannien reist, darf sich erst einmal in Quarantäne begeben. Damit wird es vermutlich bald vorbei sind – zumindest dann, wenn man gegen Corona geimpft ist. Die Regierung in London will eine entsprechende Einreiseregel-Änderung am 19. Juli in Kraft treten lassen. Näheres soll heute bekanntgegeben werden, berichtet die Times.

Eine Urlaubsreise in die USA – die ist weiterhin nicht drin. Obwohl viele US-Unternehmen, auch aus der Tourismusbranche in den letzten Tagen den Druck auf die Regierung in Washington erhöht haben, will man in Washington weiter keine Touristen ins Land lassen. Das sagte ein Sprecher des Weißen Hauses gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor dem Hintergrund weiterer Reiseerleichterungen entspannt sich in Europa die Pandemie-Situation. Dies macht wieder viele Urlaubsreisen möglich. Eurowings hat jetzt neben weiteren Urlaubszielen auch Verbindungen nach Osteuropa, Südosteuropa und Nordafrika neu aufgenommen. Das umfangreichste Programm an neuen Strecken hat Eurowings an ihrem größten Standort Düsseldorf aufgelegt. Von der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens ist bereits ab dem Sommerflugplan zum Beispiel die georgische Hauptstadt Tiflis jeweils mittwochs und sonntags erreichbar. Ab dem 31. August bietet die Airline Flüge von Düsseldorf nach Zagreb an. Ab dem 31. Oktober gibt es die neue Verbindung nach Bergamo. Ab Köln/Bonn können Eurowings-Fluggäste ab dem 6. August 2021 neu nach Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, fliegen. Marrakesch im Südwesten Marokkos ist ab dem 12. Dezember dieses Jahres wieder erreichbar.

Um der Frage auf den Grund zu gehen, wie sich das Reiseverhalten während der Coronakrise verändert hat, befragte das unabhängige Institut Ipsos Public Affairs im Auftrag von Europ Assistance im Mai 2021 online 14.000 Menschen aus 14 Ländern. Die Studie jährt sich damit zum 20. Mal. Während die Befragten weltweit einerseits mit Vorfreude auf ihre nächste Reise blickten, bestünden andererseits nach wie vor Covid-19-bezogene Bedenken, heißt es. Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, beabsichtigten die Europäer bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, etwa die Vermeidung von Reisen in bestimmte Länder (76 Prozent) oder die Vermeidung von überfüllten Orten (72 Prozent). Während das Meer als Sommerreiseziel insgesamt immer noch dominiert (55 Prozent der deutschen Urlauber haben vor ans Meer zu fahren) bevorzugt ein wachsender Anteil der europäischen Urlauber andere natürliche und abgelegene Orte, wie z.B. die Berge (26 Prozent).

7. Juli: Portugal-Einreisedetails, Island-Lockerungen nicht für Ungeimpfte, Thailand: Ko Samui zieht nach, Mallorca-Erfahrung von positiv Getesteten,  Großveranstaltungen vor Comeback

Seit gestern wird Portugal nicht mehr als Virusvariantengebiet, sondern als Hochrisikogebiet geführt, wir berichteten. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen nun nicht mehr in Quarantäne, wenn sie nach Deutschland zurückkehren. Alle anderen können sich nach fünf Tagen mit einem negativen Test freitesten. Für die Einreise aus Deutschland nach Portugal ist weiterhin ein negativer RT-PCR-Test (maximal 72 Stunden alt), ein NAAT-Antigentest (maximal 24 Stunden alt) oder der digitale EU-Covid-Pass erforderlich. Sonderregeln gelten für die Azoren und Madeira. Hier müssen Reisende, die keinen EU-Covid-Pass besitzen, einen RT-PCR-Test vorweisen oder diesen bei Ankunft kostenlos durchführen lassen.

Island ist nach den Worten des Landes-Tourismusbüros bereit für die Urlaubssaison und erleichtert mit einer neuen Verordnung der isländischen Regierung die Einreisebestimmungen für Geimpfte und Genesene deutlich. Für ungeimpfte Reisende bleiben die Bestimmungen jedoch gleich. Seit dem 1. Juli ist nun auch die Einreise für vollständig geimpfte und nachweislich genesene Reisende wesentlich einfacher möglich. Wer ein Zertifikat über eine abgeschlossene Impfung mit den Impfstoffen BioNTech, Johnson & Johnson, Moderna oder AstraZeneca oder eine überstandene Erkrankung vorweisen könne, müsse keinen PCR-Test mehr bei der Einreise vornehmen, heißt es. Auch Kinder, die im Jahr 2005 oder später geboren wurden, seien von der Testpflicht bei Einreise befreit. Anders dagegen die Situation für Umgeimpfte. Neben einer Online-Registrierung, der Vorlage eines negativen PCR-Testergebnises muss man sich nach einem weiteren Test bei Ankunft unmittelbar danach für fünf Tage in Quarantäne begeben.

Urlaub in Phuket ist ja mittlerweile wieder möglich, wenn auch unter strengen Auflagen. Nun folgt ein zweites populäres Urlaubsziel in Thailand: Ko Samui. Kommende Woche dürfen Touristen wieder die zweitgrößte Insel des Landes besuchen. Aber ähnlich wie auf Phuket müssen sich Urlauber an strengen Auflagen halten, so dürfen sie die ersten drei Tage die Hotelanlage nicht verlassen.

Im Urlaub plötzlich positiv auf Corona getestet werden – das braucht wohl niemand in der schönsten Zeit des Jahres. Zwei jungen Mallorca-Urlaubern aus Deutschland ist aber genau das passiert. Nachdem sie das Ergebnis erfuhren, wussten sie allerdings nicht, was sie nun tun sollten. »Sie warteten allein vor der Unterkunft – und über zehn Stunden lang passierte nichts!«, berichtet die Bild-Zeitung.

Großveranstaltungen sind ja auch für den ein oder anderen ein Anlass zum Verreisen. Das war allerdings seit Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr möglich. Nun kommt Bewegung in die Sache: Für »große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter«, gemeint sind wohl vor allem Fußball-Bundesligaspiele, soll es bald grünes Licht geben – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

6. Juli: Bundesregierung lockert Einreisebeschränkungen, Urlaubspläne: Delta-Variante schreckt nicht ab, verhaltenes Phuket-Comeback, Polizei warnt vor Hausboot-Betrugswebsite

Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal – für diese Länder lockert die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen. Sie gelten ab morgen »nur noch« als Hochinzidenzgebiet. Wer gegen Corona geimpft oder von Corona genesen ist, muss nun nicht mehr in Quarantäne.

Die Delta-Variante des Coronavirus dominiert vielerorts die Schlagzeilen. Aber wird die Variante auch den Sommerurlaub verhageln? Wohl eher nicht, glaubt man den Aussagen der Reiseveranstalter. Es gebe aktuell keine Stornierungen im großen Stil aus Angst vor dem Virus, teilten mehrere Veranstalter mit.

Auf der Insel Phuket in Thailand läuft ja gerade ein großer Tourismus-Comeback-Versuch. Die bürokratischen Aufwände für Touristen sind allerdings hoch. Zu hoch, wie es scheint: Doch der große Andrang bleibt aus.

Hausboot-Urlaube sind seit Beginn der Corona-Pandemie schwer im Kommen. Kein Wunder, Abstand zu anderen kann dabei problemlos gewahrt bleiben. Den Hype um die Boote scheint aber leider auch Betrüger auf den Plan zu rufen. Die Polizei an der Mecklenburgischen Seenplatte warnt nun eindringlich vor einer ganz bestimmten Website, deren Betreiber Bootstouristen um ihr Geld bringen.

5. Juli: Tumulte am Flughafen Düsseldorf, Griechenland verschärft Corona-Schutzmaßnahmen auf Fähren, Tourismusexperte: Kirchen können Reisenden Impulse geben, Umfrage: Jeder Zweite plant Sommerferien in Deutschland

So hatten sich der Flughafenbetreiber Düsseldorf und viele Passagiere den Start in die NRW-Sommerferien nicht vorgestellt: Am Wochenende kam es zu sehr langen Warteschlangen bei der Abfertigung. Grund war offenbar die Prüfung der negativen Corona-Tests, berichtet der WDR. Als dann noch Flüge der türkischen Pegasus-Airline ausfielen, kam es sogar zu Tumulten. Die Bundespolizei musste einschreiten.

Wer derzeit die Fähren in Griechenland benutzen möchte, braucht einen negativen Corona-Test. Das kann ein Schnell- oder PCR-Test sein. Grund sind die deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen in dem Land.

Für Prof. Dr. Harald Pechlaner, Inhaber des Lehrstuhls für Tourismus an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), gehören auch die Kirchen zu wesentlichen Impulsgebern, um die Reisebranche nach der Corona-Zeit zukunftssicher zu machen: »Wir haben in der letzten Zeit die Tiefe des Reisens etwa durch Pauschalangeboten verloren. Es war häufig egal, wohin man reist, vor allem billig musste es sein. Kirche kann auch inhaltlich dazu beitragen, wieder Tiefe in das Reisen zu bringen«, sagte Pechlaner.

In den ersten Bundesländern fiel in den vergangenen Wochen der Startschuss für die Sommerferien. Eine repräsentative Umfrage von LichtBlick, einem Anbieter für Ökostrom und Öko-Wärme, zeigt: Jeder zweite Deutsche macht in diesem Jahr Urlaub im eigenen Land – ob Zuhause (25%) oder in einem anderen deutschen Feriengebiet (30%). Nur knapp 24% zieht es ins europäische Ausland. Vor Corona im Jahr 2019 hatte sich noch jeder Dritte dafür entschieden (32%).

3. Juli: Zypern und Katalonien nun Risikogebiete, Norwegen-Urlaub ab 5. Juli, Tschechien verschärft Einreiseregeln, keine Testpflicht mehr für Tagesbesucher auf Helgoland, Deutschlands Ferienregionen stark nachgefragt, Flughafen Düsseldorf rüstet sich für Urlauberansturm

Ausgerechnet die beiden beliebten Urlaubsziele: Zypern und Katalonien wurden gestern von der Bundesregierung als neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Die konkreten Folgen halten sich für Reisende zwar in Grenzen – ein Test muss bei der Rückkehr so oder so vorgelegt werden –, die Bundesregierung rät aber durch die Einstufung von Reisen in das Land oder die Region ab.

Nun auch Norwegen: Das Land erlaubt Touristen aus Deutschland ab dem 5. Juli wieder die Einreise. Voraussetzung für die Einreise in das Land ist eine Einreiseanmeldung und ein negativer Corona-Test.

Den gegenteiligen Weg beschreitet dagegen Tschechien. Ab dem 9. Juli sollen dort nämlich die Einreiseregeln verschärft werden. Demnach müssen sich Urlauber aus Deutschland vorher online anmelden und bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen.

Die Insel Helgoland verlangt künftig von Tagesbesuchern keinen aktuellen Corona-Test mehr. Das teilte der Kreis Pinneberg gestern mit. Wer allerdings auf der Insel übernachten möchte oder in Innenräumen speisen will, muss weiterhin einen negativen Test vorlegen.

Dass der Urlaub in Deutschland auch in diesem Sommer bei den Bundesbürgern hoch im Kurs steht, haben bereits zahlreiche Meinungsumfragen gezeigt. t-online hat sich nun bei vielen Tourismusorganisationen im ganzen Land umgehört und gefragt, wie das Geschäft läuft. Ergebnis: Vielerorts sind kaum noch Hotelzimmer oder Ferienwohnungen zu haben. 

Am Flughafen Düsseldorf, nach Frankfurt und München der drittgrößte Airport der Republik, macht man sich am Wochenende auf einiges gefasst. Denn in NRW beginnen die Sommerferien, die Buchungszahlen seien zuletzt nahezu »explodiert«.

2. Juli: Fallen Reisebeschränkungen für Portugal und Großbritannien?, Knatsch um Kroatien-Einreise, Balearen sehen Touristen-Ansturm mit gemischten Gefühlen, Epidemiologe mahnt zur Vorsicht, Bareiß lehnt No-Covid-Strategie ab

Die Entscheidung, scharfe Einreisebeschränkungen für Urlauber in Portugal zu erlassen, hat zu gehörigem Aufruhr gesorgt. Hunderte Deutsche verließen in den letzten Tagen geradezu fluchtartig das Land, um noch rechtzeitig vor Einführung der Quarantänepflicht wieder in Deutschland zu sein. War das alles für die Katz? Denn wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hierzulande werden Portugal und Großbritannien möglicherweise schon bald nicht mehr als Virusvariantengebiete eingestuft werden.

Damit konnte keiner rechnen: Kroatien hat gestern völlig überraschend seine Einreiseregeln für viele Touristen verschärft. Nun müssen alle Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat (den sogenannten Grünen Pass) vorzeigen. Und zwar unabhängig davon, woher sie kommen. Der überraschende Kursänderung für Verstimmungen gesorgt, unter anderem bei der Regierung in Prag.

Auf den Balearen, vornehmlich auf Mallorca, kommen immer mehr Touristen an, auch und vor allem aus Deutschland. Einerseits freue man mich sich über sie, sagt Alexandra Wilms, die für die Regionalregierung der Balearen arbeitet. Auf der anderen Seite sei man angesichts der Corona-Situation »ein bisschen besorgt«, sagte sie dem Radiosender WDR5.

Im gleichen Radiosender kam heute Morgen auch der Epidemiologe Hajo Zeeb zu Wort. Es ging um den anstehenden Sommerurlaub und die sich daraus möglicherweise ergebenden Gefahren in Sachen Corona. Zeebs Rat an die Reisenden: Umsicht und Vorsicht walten lassen.

Nachdem die Bundesregierung gestern die Reisewarnung für mehr als 80 Corona-Risikogebiete aufgehoben hat, ist der Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), trotz der Ausbreitung der Delta-Variante in Europa optimistisch, dass die Inzidenzen in Deutschland nicht wieder ansteigen. Gerade die letzten paar Monate hätten gezeigt, dass »die Einreiseverordnung funktioniert und dass wir sicheres Reisen gewährleisten können«, so Bareiß am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin. Die aktuell niedrigen Inzidenzen seien »ein gutes Signal«. Perspektivisch müsste man sich im Tourismus mit der Pandemie arrangieren, denn »es wird keine ‘Zero-Covid-Strategie’ geben können. Wir werden nicht ohne Krankheit leben in den nächsten Jahren«, so der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung.

1. Juli: Thailands Tourismus-Comeback: Phuket im Fokus, weiter Warten auf Bali, Frankreich: Touristen müssen für Tests bald zahlen, Umfrage: Urlaub mit dem Auto weiter im Trend

Thailand hat nach der langen Corona-Durststrecke seine ersten Touristen aus dem Ausland empfangen. Auf der Insel Phuket sind heute die ersten Urlauber gelandet. Zur Feier des Tages ließ sich sogar Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha vor Ort blicken. Geht das Experiment gut, sollen bald weitere touristische Regionen des Landes ihre Pforten wieder öffnen dürfen.

Eine andere populäre Touristeninsel in Asien muss sich dagegen weiter in Geduld üben: Bali. Dort sollten eigentlich Ende Juli, Anfang August die ersten Touristen wieder begrüßt werden. Aber daraus wird erst mal nichts – die Zahl der Neuinfektionen ist noch zu hoch. Einen neuen Starttermin gibt es noch nicht.

Wer sich als Tourist aus dem Ausland in Frankreich in Zukunft auf Corona testen lassen will, muss dafür zahlen. Das kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal gegenüber der Zeitung »Les Echos« an. Ab dem 7. Juli soll die neue Regelung in Kraft treten. 

Die Pläne der Bundesbürger sehen dieses Jahr durch die Pandemie anders aus als gewohnt. Vor allem beim Thema Mobilität punktet Individualität. Das beleuchtet eine repräsentative Online-Umfrage von infas quo im Auftrag der EURO Kartensysteme. Im Trend lägen, ähnlich wie im letzten Jahr, flexible Individualreisen und kürzere Strecken. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) mit konkreten Urlaubsplänen wolle in Deutschland bleiben. Zieht es deutsche Urlauber eher ins benachbarte Ausland, so wollten mit 16 Prozent die meisten nach Italien, 14 Prozent nach Österreich und 6 Prozent in die Schweiz. Zur flexiblen Planung passe auch, dass das Verkehrsmittel der Wahl für rund drei Viertel das Auto (68 Prozent) oder Wohnmobil (7 Prozent) sei.

30. Juni: Österreichs Tourismusbranche fehlen Saisonkräfte, Overtourism in Metropolen – kommen die Massen zurück?, Reisen in die USA weiter nicht in Sicht

Wer dieser Tage in Österreich Urlaub macht und sich vielleicht wundert, dass im Hotel oder Restaurant nicht so viel Personal da ist, sollte nicht überrascht sein: In Österreichs Tourismusbetrieben sind Arbeitskräfte derzeit rar. Der Grund: Viele Saisonarbeitskräfte, besonders jene aus dem Ausland, haben sich in Corona-Zeit wohl beruflich umorientiert.

Bevor die Corona-Pandemie über die Welt hineinbrach, litten viele beliebte Metropolen wie etwa Venedig, Barcelona oder Prag unter den Touristenmassen. Während der Corona-Zeit war dann schlagartig alles anders: Kaum ein Tourist verlor sich noch in den Straßen der Metropolen. Nun aber springt der Tourismus wieder an, in den Städten deutlich langsamer als in ländlichen Regionen, aber eine Frage stellen sich viele in den ehemals überlaufenen Metropolen: Kehren die Massen wieder zurück? 

Wer in diesem Jahr seinen Urlaub in den USA verbringen will, muss sich weiter in Geduld üben. Die EU und die USA beraten seit einiger Zeit über die Frage, wann Europäer wieder in die USA reisen dürfen. Jetzt gab es wieder ein Arbeitstreffen der zuständigen Ministerien. Das ernüchternde Ergebnis: ein Durchbruch zeichnet sich weiter nicht ab.

29. Juni: Keine Regel-Verschärfung für Reiserückkehrer, Mallorca verschärft Einreiseregeln für Gruppenreisende, Luftfahrtbranche verärgert wegen EU-Impfpass, TUI sieht exotische Reiseziele im Aufwind

Die sich in Europa weiter verbreitendende Delta-Variante des Coronavirus und der Umgang mit Reiserückkehrern ist weiter Gegenstand politischer Diskussionen. Mehrere Ministerpräsidenten forderten strengere Regeln (wir berichteten), aber daraus wird nichts: Bund und Ländern haben sich darüber beraten und beschlossen, dass man keine schärferen Einreiseregeln einführen will. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. In das gleiche Horn stieß zuvor auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß. Er warnt davor, Urlauber durch solche Diskussionen weiter zu verunsichern.

Mitte des Monats waren Schülergruppen auf Mallorca und haben es dabei offenbar mit den Coronaschutz-Maßnahmen nicht sonderlich ernst genommen: Fast 1.000 steckten sich während ihres Mallorca-Urlaubs mit Corona an. Die Regionalregierung der Balearen nahm den Vorfall nun zum Anlass, die Einreiseregeln für größere Gruppen zu verschärfen. Teilnehmer von Gruppenreisen (ab 20 Personen) müssen nun einen negativen PCR-Test oder eine Impfung nachweisen.

Ab Donnerstag kann man ihn benutzen für Reisen in der EU: den digitalen EU-Impfpass. Schön und gut, aber die Luftfahrtbranche ist von der Einführung noch nicht überzeugt. Grund ist der Flickenteppich an unterschiedlichen Regelungen in den jeweiligen EU-Ländern. Sie warnen vor einem Chaos an den Airports.

Viele deutsche Urlauber sehnen sich nach Fernreisen – das jedenfalls sieht man bei der TUI so. »Für den Winter sehen wir ganz klar den Wunsch nach mehr Exotik im Urlaub. Fernreisen legen zu und die Malediven sind erstmals unter den TOP 3 Reisezielen unserer Kunden«, sagte Marek Andryszak, Vorsitzender der TUI Deutschland Geschäftsführung, anlässlich der Vorstellung der Winterneuheiten 2021/22.

28. Mai: Portugal-Urlauber reisen fluchtartig ab, Kommt Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten?, Schwarzwald: Diskussion über Gebühr für Tagestouristen, wieder Kreuzfahrten ab Barcelona und Fort Lauderdale

Die Deltavariante des Coronavirus dominiert weiterhin die aktuelle Situation für Reisende in bestimmte Urlaubsländer. Betroffen sind aktuell Urlauber in Portugal. Dort macht die Deltavariante schon 50 Prozent der Infektionen aus – was die Bundesregierung dazu veranlasste, das Land als Virusvariantengebiet einzustufen. Mit Folgen: Wer ab Dienstag aus Portugal zurückkommt, muss 14 Tage lang in Quarantäne. Darauf hat kaum einer Lust – weshalb derzeit hunderte deutsche Touristen das Land fluchtartig verlassen.

Mehrere Ministerpräsidenten fordern angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante strengere Einreiseregeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. So etwa Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Er sagte der Welt, es sei sinnvoll, wenn ungeimpfte Reiserückkehrer aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten grundsätzlich in Quarantäne müssten, die frühestens nach fünf Tagen durch ein negatives PCR-Test-Ergebnis beendet werden kann. Die NRW-Landesregierung lehnt den Vorstoß dagegen ab.

Eines hat seit Beginn der Corona-Pandemie stark zugenommen: der Tagesausflug. Einige haben keine Lust auf Flugreisen, eine Übernachtung muss es anderenorts auch nicht sein – also unternimmt man mit dem Auto oder der Bahn einen Tagesausflug. Ein beliebtes Ziel ist der Schwarzwald. Das Problem für die Besuchten: Viele Tagesausflügler bringen ihren Proviant selbst mit, konsumieren kaum etwas. Hochschwarzwald-Tourismuschef Thorsten Rudolph schlug deshalb vor einigen Wochen eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen vor – über das Für und Wider wird derzeit in der Region diskutiert, berichtet der SWR.

Die Kreuzfahrthäfen in Barcelona und Fort Lauderdale gehören zu den bedeutendsten der Welt. Seit 15 Monaten aber ging dort nichts mehr. Am Wochenende waren es dann vorbei mit dem coronabedingten Dornröschenschlaf: Die ersten Schiffe stachen wieder in See.

26. Juni: Strenge Einreiseregeln für Rückkehrer aus Portugal und Russland, AIDA Cruises startet Kreuzfahrtsaison in Hamburg am 31. Juli

Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat nun auch Folgen für alle, die in Portugal ihren Urlaub verbringen möchten: Die Bundesregierung beschloss eine Quarantäne für alle, die aus dem Land nach Deutschland zurückkehren. Das RKI stufte neben Portugal auch Russland als Virusvariantengebiete ein. Wer aus diesen Ländern nach Deutschland einreist, muss 14 Tage in Quarantäne. Eine Freitestung ist nicht möglich.

Am 31. Juli startet die Reederei AIDA Cruises mit dem Schiff AIDAmar in die Kreuzfahrtsaison ab Hamburg. Die Hansestadt sei immer samstags Start- und Zielhafen für siebentägige Reisen, die zunächst zu den niederländischen Metropolen Amsterdam (IJmuiden) und Rotterdam führen, teilte das Unternehmen mit. In beiden Häfen bleibe AIDAmar über Nacht, sodass die Gäste Zeit für von AIDA organisierte Landausflüge in Amsterdam und Rotterdam haben. Sobald weitere Destinationen für den Kreuzfahrttourismus öffneten, plane das Unternehmen, diese Reisen auch mit dem Besuch weiterer Häfen zu ergänzen. Buchungsstart für die neuen Kreuzfahrten mit Reisebeginn ab 31. Juli bis 16. Oktober 2021 ist am 25. Juni 2021.

25. Juni: Geimpfte dürfen wieder in die EU reisen, COVID-Zertifikat und EU-Reisen: was man wissen muss, Phuket-Öffnung im Juli

In den nächsten Wochen und Monaten dürfte man in Deutschlands Tourismusregionen wieder deutlich mehr Besucher aus Nord- und Südamerika und aus Asien sehen. Es dürfen nämlich nun wieder Touristen aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland reisen. Bedingung: Die Touristen müssen mit einem der Impfstoffe, die von der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema zugelassen sind, geimpft worden sein.

Ab 1. Juli soll das einheitliche COVID-Zertifikat das Reisen in der EU erleichtern. Wer vollständig geimpft ist, erhält in Impfzentren, Arztpraxen oder Apotheken einen digitalen Impfnachweis. Bürgerinnen und Bürger wird ein COVID-Zertifikat mit QR-Code ausgestellt, das auf dem Smartphone gespeichert werden kann (z. B. in der CovPass-App). Das Zertifikat gibt es kostenlos. Bei Einreise in andere EU-Länder muss der QR-Code auf Verlangen vorgezeigt werden. Inwieweit im europäischen Ausland Zugang zu Restaurants und kulturellen Veranstaltungen gewährt wird, ist nicht bekannt. Denn Betreiber von privaten und öffentlichen Einrichtungen müssten mit dem EU-Gateway verbunden sein, um den QR-Code des Zertifikats lesen und überprüfen zu können. Touristen könnten es aber mit dem Papierausdruck ihres Zertifikats versuchen. Denn auf diesem seien die Angaben zum Impfstatus in der Landessprache und auf Englisch aufgeführt, teilte das Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland mit.

Darauf haben Thailand-Liebhaber lange warten müssen: Das Land lässt ab dem 1. Juli wieder Touristen ins Land. Los geht es mit einem Modellprojekt auf der Insel Phuket. Kommen darf nur, wer gegen Corona geimpft ist oder wer ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen kann. Allerdings dürfen Touristen nur in ausgewählten Hotels übernachten und müssen sich obendrein die thailändische Corona-Warn-App herunterladen. Geht alles gut, sollen 14 Tage später weitere Urlaubsregionen Touristen aus dem Ausland wieder willkommen heißen.

24. Juni: Buchungsboom bei Reiseveranstaltern, Deutscher Tourismusverband sieht große Nachfrage nach Urlaub in der Natur in Deutschland, Check24: Preise bei Hotels und Ferienwohnungen steigen in ganz Europa

Wer bald in den Urlaub fliegen will, könnte Pech bei der Buchung haben: Die Nachfrage ist nämlich riesengroß, und das gewünschte Reiseziel oder Hotel könnte ausgebucht sein. Viele Reiseveranstalter berichten, dass die Nachfrage momentan sehr hoch sei. Bei DER Touristik und FTI sind die Umsätze sogar höher als 2019, also vor Ausbruch der Pandemie. TUI stellt fest: Die Leute seien sogar bereit, mehr Geld für den Urlaub auszugeben.

Aber nicht jeder will sich in den Flieger setzen und ins Ausland düsen. Viele Deutsche wollen auch dieses Jahr ihren Urlaub lieber in der Heimat verbringen. Das bestätigt auch der Deutsche Tourismusverband (DTV). Dessen Präsident, Reinhard Meyer, geht davon aus, dass es in diesem Sommer in den Alpen und am Meer ziemlich voll werden könnte. Aber auch andere Regionen in Deutschland, die mit einer attraktiven Natur punkten, würden profitieren. Städtereise dagegen seien weniger gefragt.

Nach Angaben des Online-Vergleichsportals Check24 sind die Preise für Ferienwohnungen und Hotels in ganz Europa gestiegen. Zahlten Kunden im August 2019 noch durchschnittlich 91 Euro pro Nacht in einem deutschen Hotel, stieg der Preis im August 2020 bereits auf 101 Euro. Urlauber, die aktuell für den August 2021 einen Hotelaufenthalt in Deutschland buchten, zahlten im Schnitt 118 Euro pro Nacht. Das seien 30 Prozent mehr als im August 2019. Wer in Coronazeiten auf Nummer sicher gehen wolle, reist mit dem eigenen Auto in ein Ferienhaus und wahrt so Abstand zu anderen Urlaubern. Aber auch hier zeige der Preistrend nach oben. Bei Ferienwohnungen in Deutschland bewegte sich das Preisniveau von 96 Euro pro Nacht im August 2019 über 107 Euro im August 2020 zu 111 Euro im August 2021. Damit stiegen die Preise um 16 Prozent gegenüber 2019, so Check24. Bei Ferienwohnungen sei Kroatien Spitzenreiter beim Preisanstieg. Hier zahlten Urlauber im Schnitt 68 Prozent mehr als 2019. Im Durchschnitt der zehn beliebtesten Länder stiegen die Kosten um 25 Prozent.

23. Juni: Israel verschärft wieder, weiter Appelle zur Vorsicht während Sommerurlaubs, weiter kein Ungarn-Urlaub möglich, Norwegen-Urlaub ab Donnerstag, BER erwartet deutlich mehr Flugauswahl

In Israel tritt vermehrt eine »gefährlichere Variante« des Coronavirus auf. Aus diesem Grund hat die Regierung die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft. Wer nach Israel reist, muss nun wieder am internationalen Flughafen Ben Gurion eine Maske tragen. Außerdem ist nun selbst bei Genesen und Geimpften wieder eine Quarantäne möglich, wenn er oder sie in Kontakt mit einer Person war, die mit der Variante infiziert ist.

Gestern warnte die Bundesärztekammer, heute auch die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar: Wer in den Urlaub fährt, sollte wegen Corona besonders achtsam sein. »Wir alle haben uns einen Urlaub verdient, allerdings rate ich davon ab, in Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete zu reisen«, sagte sie der dpa.

Ganz schön verwirrend: Ungarn erlaubt derzeit Touristen, die auf dem Landweg kommen, wieder die Einreise. Wer als Tourist mit dem Flugzeug kommt, darf dagegen nicht einreisen. Aber selbst wer mit dem Auto oder Zug anreist, hat Probleme: Gewerbliche Übernachtungen für Touristen, unter anderem aus Deutschland, sind weiterhin untersagt.

Anders dagegen die Situation in Norwegen: Ab morgen (24. Juni) kann man dort wieder seinen Urlaub verbringen. Ab dann wird die Einreise aus EU-Staaten unter Vorlage des QR-Codes des digitalen Covid-Zertifikats der EU ohne Quarantänepflicht grundsätzlich möglich sein.

Die Sommerferien in Berlin und Brandenburg beginnen in dieser Woche. Damit werde am Flughafen Berlin Brandenburg das Passagieraufkommen merklich ansteigen, teilte der Airport mit. Mit Beginn der Sommerferien werden regelmäßig zwischen 30.000 und 40.000 Passagiere täglich erwartet. Der positive Trend lasse sich auch am Flugangebot ablesen. Im Juli und August werden rund 70 Airlines zu mehr als 160 Zielen in 50 Ländern fliegen. Damit erreiche der Flugplan ab Berlin fast das Angebotsniveau des Sommerflugplans 2019, als 86 Fluggesellschaften 183 Ziele in 57 Ländern ansteuerten, heißt es weiter.

22. Juni: Spanien und Italien heben Maskenpflicht im Freien auf, Ärztekammer mahnt zur Vorsicht wegen Delta-Variante, Abu Dhabi: Gratis-Impfungen für Touristen, Frankreichs Clubs öffnen wieder, ADAC-Stauprognose für nächstes Wochenende

Zwei der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen, Spanien und Italien, haben noch in diesem Monat die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien auf. Italiens Gesundheitsminister Speranza teilte via Twitter mit, die Regelung gelte ab dem 28. Juni. Bereits zwei Tage zuvor, am 26. Juni, wird es auch in Spanien nicht mehr nötig sein, draußen eine Maske zu tragen.

Doch nicht überall auf der Welt ist die Corona-Entwicklung so positiv wie in vielen Ländern Europas. Anderenorts grassiert die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Deshalb appelliert die Bundesärztekammer an Reisende: Besser nicht in diese Länder reisen.

Mit einem besonderen Angebot macht derzeit Abu Dhabi von sich reden: Dort können sich Touristen gegen Corona impfen lassen. Zur Verfügung stünden die Impfstoffe von Biontech und Sinopharm. Voraussetzung ist aber ein gültiges Visum.

Lust auf Party- und Cluburlaub? Ging ja verdammt lange nicht mehr. In Frankreich aber bald schon. Dort sollen ab dem 9. Juli die Clubs wieder ihre Pforten öffnen dürfen. Eine Pflicht zum Tragen einer Maske wird es nicht geben. Rein kommt aber nur, wer genesen, geimpft oder getestet ist.

Am zweiten Sommerferien-Wochenende der Saison erwartet der ADAC viel Verkehr und reichlich Staus auf den Autobahnen, vor allem im Norden des Landes. In Berlin, Brandenburg und Hamburg schließen jetzt die Schulen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben bereits eine Ferienwoche hinter sich. In Richtung Meer oder in den Süden unterwegs seien auch Autourlauber aus Nordeuropa und Reisende, die nicht an Ferientermine gebunden seien. Der Club geht davon aus, dass es ähnlich wie im Vorjahr als Folge der Corona-Krise keinen typischen Reiseverkehr wie in früheren Jahren geben werde. Mehr Menschen dürften Urlaub im eigenen Land bzw. in angrenzenden Nachbarländern machen und weniger auf Fernreisen gehen. Allerdings würden wohl auch viele Urlauber in Anbetracht des begrenzten Übernachtungsangebots in den Touristenregionen auf Fahrten ganz verzichten. Einen großen Anteil am Staugeschehen am Wochenende hätten bei schönem Wetter auch Tagesausflügler oder kurzentschlossene Urlauber. Auf den Zufahrtsstraßen in die Berge und Seenlandschaften sollten deutlich längere Fahrzeiten eingeplant werden.

21. Juni: Ansturm auf Nordfriesische Inseln, Spahn: nicht nach London reisen, Finnland wieder offen, Tourismusforscher rechnet mit nachhaltig Reisenden

In Schleswig-Holstein haben schon die Ferien begonnen. Da ließen sich die Bewohner des Bundeslandes nach der langen Corona-Zwangspause nicht zweimal bitten: Schon am Samstag waren die Fähren zu den Urlaubsinseln voll. So gab es an der Autozugverladung nach Sylt lange Schlangen. Ähnlich sah es auf den Schiffen nach Föhr und Amrum aus.

Angesichts der Ausbreitung der Corona-Delta-Variante hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch einmal an die Deutschen appelliert, derzeit nicht nach Großbritannien zu reisen. »Jeder Rückkehrer muss zwei Wochen in Quarantäne«, sagte Spahn in der ARD. Anlass seiner Äußerung ist das Fußball-EM-Finale, das in London stattfinden wird. Spahn fürchtet, dass sich die Fans der DFB-Elf auf den Weg machen könnten.

Nachdem Finnland seine Grenzen für zehn Monate aufgrund der Corona-Pandemie schließen musste, dürfen ab dem heutigen Montag, dem 21. Juni, wieder Touristen aus EU- und Schengen-Ländern nach Finnland unter bestimmten Gesundheitsvoraussetzungen einreisen. Bei Ankunft muss eine Bescheinigung vorliegen, die nachweist, dass der Reisende entweder 14 Tage zuvor die vollständige Covid-19-Impfung erhalten hat, von Corona genesen ist und mindestens eine Woche vor Ankunft bereits eine Impfung erhalten hat oder vor weniger als sechs Monaten durch Corona erkrankt war. Bei Erfüllung dieser Gesundheitskriterien entfällt die obligatorische Testpflicht und die Quarantäne.

Wie wird sich die Corona-Pandemie in Zukunft auf unser Reiseverhalten auswirken? Wird weniger gereist? Oder wird sich überhaupt nichts ändern? Jürgen Schmude, Professor für Tourismuswirtschaft und Nachhaltigkeit, glaubt: »Höchstens ein Viertel wird nachhaltig reisen.« Klingt nicht viel. Für Schmude ist das allerdings schon eine Menge.

19. Juni: RKI streicht zahlreiche Reisewarnungen, Tourismusbeauftragter Bareiß hofft auf starken Sommer, TUI hält lange Sommersaison für möglich, Deutsche Bahn: deutlich weniger Reisender in den ICEs, Tank & Rast öffnet wieder Raststätten-Restaurants

Die Auswahl an Reisezielen, die man unbeschwerter besuchen kann, wird immer größer: Das Robert-Koch-Institut hat gestern abermals die Liste der Risikogebiete zusammengestrichen. So gelten Belgien, Estland, Griechenland, Litauen, Norwegen und die Schweiz ab morgen nicht mehr als Risikogebiete. Einer der wenigen Wermutstropfen: Namibia wurde als neues Virusvariantengebiet eingestuft.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß (CDU) blickt optimistisch auf die kommende Reisesaison: »Ich freue mich auf eine hoffentlich gute Sommersaison nach einem ganz, ganz schwierigen Jahr für die Tourismusbranche, und ich glaube, dass wir im Sommer wirklich wieder reisen können – sowohl Geschäftsreisen natürlich, aber auch wieder das Reisen in den Urlaub«, sagte Bareiß im phoenix-Interview. Die Tourismusbranche sei gut vorbereitet, gerade was die Sicherheit in den Unterkünften angehe.

Viele Reiseveranstalter berichten, dass das Geschäft wieder angelaufen sei. Zum Teil sogar recht gut – viele Menschen fliegen wieder in den Urlaub. Einige aber sind noch zurückhaltend und warten ab, wie sich die Situation entwickelt. Sie könnten erst später in den Urlaub fliegen. Davon geht auch TUI-Finanzvorstand Sebastian Ebel aus. Den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX sagte er: »Ich würde mich nicht wundern, wenn zunächst einmal auch die Sommersaison 2021 länger wird.«

Die Deutsche Bahn ächzt dagegen weiter unter der Coronakrise. Die Zahl der Passagiere im Fernverkehr (u.a. ICEs) brach im Vergleich zum Vorjahr um etwa 50 Prozent ein. Das berichtet exklusiv die Süddeutsche Zeitung. Jetzt sollen günstige Angebote die Passagiere zurück in die Züge locken.

Pünktlich mit dem Beginn der Hauptferienzeit weitet Tank & Rast das Gastronomieangebot an der Autobahn jetzt aus und öffnet zum 1. Juli die Raststätten mit ihren Restaurants. Das teilte das Unternehmen mit. Reisende könnten ab Juli wieder mit einem deutlich erweiterten Angebot an vielen Standorten im Netz von Tank & Rast rechnen.

18. Juni: Vierte Welle: Sorge vor Reiserückkehrern, Lufthansa zum digitalen Impfpass, Europäer wollen wieder deutlich häufiger verreisen

Viele Reisende machen sich in den Sommerferien auf den Weg in den Urlaub. Nicht jeder hat ein gutes Gefühl dabei. Denn die Frage, die im Raum steht, lautet: Droht mit der Reisewelle ein Rückschlag in der Pandemiebekämpfung? Tagesschau.de hat vier Experten gefragt und um Ratschläge gebeten, wie das Risiko einer vierten Welle verringert werden könnte.

Mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung ist inzwischen zweifach gegen Covid-19 geimpft. Seit wenigen Tagen geben Apotheken, Mediziner und Impfzentren QR-Codes für Geimpfte aus, die sogenannten digitalen Impfzertifikate. Fluggäste der Lufthansa können mit dem digitalen Impfpass wieder schneller einchecken und ihre Bordkarte erhalten. Und so geht’s: Reisende zeigen den digitalen Impfpass, der den vollständigen Impfschutz nachweist, entweder per App oder auf einem Ausdruck beim Check-In am Flughafen vor. Dort wird er abgelesen und der Boarding Pass direkt ausgestellt. Damit entfällt das Jonglieren mit verschiedenen Papieren und Nachweisen. Außerdem wird so ein Missbrauch durch gefälschte Impfzertifikate deutlich erschwert, da das System die Daten des QR-Codes mit Buchung und Passagierdaten abgleicht.

Die Zahl der Europäer, die in den kommenden Monaten wieder Auslandsreisen unternehmen möchten, steigt kräftig. Laut dem aktuellen »Monitoring Sentiment for Domestic and Intra-European Travel« der European Travel Commission wollten 70 Prozent der Befragten in den kommenden sechs Monaten verreisen. Darauf weist die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) aktuell hin. Die Reiseabsichten lägen damit in der siebten Befragungswelle vom Mai 2021 deutlich über den Vergleichswerten der vorherigen Umfragen vom Dezember 2020 (54 Prozent) und Februar 2021 (56 Prozent).

17. Juni: Corona-Tests sollen rund um Urlaubsreisen bleiben, Autoreisen 2021 im Trend, Ungarn-Urlaub weiter unklar, Litauen-Öffnung mit Impfung oder Test, TV-Tipp: MDR zum Sommerurlaub 2021

Wer angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen und der steigenden Impfquoten glaubt, die Corona-Tests seien wohl bald Geschichte, der irrt: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen – bis auf Weiteres jedenfalls – an den Coronatests rund um Flugreisen festhalten.

Wohin geht die Reise in diesem Sommer? Experten glauben: Jedenfalls wird vielerorts mit dem Auto verreist. Denn: Der Urlaub im eigenen Land steht auch 2021 bei vielen Reisehungrigen hoch im Kurs. Schon bald beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien. Wird’s dann voll auf den Autobahnen? Der ADAC beruhigt: so voll wie 2019 wird’s nicht.

Ungarn machte gestern Schlagzeilen, als es verkündete, die Grenzkontrollen aufzuheben. Am 24. Juni soll es so weit sein. Kann der Urlaub in Ungarn also kommen? Mitnichten. Es sei immer noch unklar, was die Aufhebung der Kontrollen an den Schengen-Binnengrenzen für Urlauber, die gern kommen würden, bedeutet, heißt es.

Anders dagegen sieht es in Litauen aus. Das baltische Land gab bekannt, dass Touristen aus EU-Ländern, die sich wie Deutschland in der grünen Zone befinden, ohne verpflichtende Quarantäne bei der Ankunft, wieder nach Litauen einreisen können. Somit können negativ auf COVID-19 getestete oder geimpfte bzw. genesene Reisende aus Ländern, die sich in der orangenen und grünen Zone befinden, wieder frei nach Litauen einreisen.

Der zweite Sommerurlaub in der Pandemie steht kurz bevor. Was ist in diesem Jahr möglich? Über Tipps und Trends vom Caravan-Boom bis Wandern berichtet eine Extra-Ausgabe der Umschau am Dienstag, 22. Juni, um 20.15 Uhr, im MDR-Fernsehen.

16. Juni: EU will Lockerungen für US-Touristen, Urlaub ohne Test in Slowenien, Mecklenburg-Vorpommern lockert Test-Regeln, Finanztest zur Auslandsreisekrankenversicherung in Corona-Zeiten

Touristen aus den USA sollen in Zukunft wieder leichter in die EU einreisen können. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft. Davon profitieren sollen auch Touristen, die nicht gegen Corona geimpft worden sind. Wie die Details aussehen und ab wann sie in Kraft treten sollen, ist indes noch nicht bekannt.

Wer in diesem Sommer nach Slowenien reisen möchte, kann sich über eine ziemlich unbürokratische Einreise freuen: Das Land lässt Urlauber aus Deutschland künftig ohne negatives Corona-Testergebnis einreisen.

Auch Deutschlands populärstes Urlaubsbundesland Mecklenburg-Vorpommern liberalisiert seine Coronatest-Regelungen. Bisher galt: Touristen müssen sich jeden dritten Tag testen lassen. Das soll jetzt entfallen. In Zukunft reicht es, wenn man bei der Einreise negativ getestet wurde.

Experten raten schon immer dazu: Wer im Ausland Urlaub macht, sollte eine Auslandsreisekrankenversicherung haben. Die gilt meist für ein Jahr und ist für wenig Geld zu haben. In Corona-Zeiten sollte man erst recht eine haben. Darauf hat jetzt die Zeitschrift Finanztest abermals hingewiesen. Wichtig: Die Versicherung sollte auch eine Corona-Erkrankung abdecken. 

15. Juni: EU-Staaten mit Reise-Lockerungen, Frankfurter Airport: 350 Prozent mehr Passagiere als im Mai 2020, Warten auf Touristen in Venedig, Celestyal Cruises in Kreuzfahrtsaison gestartet

Wer innerhalb der EU verreisen möchte, soll dies in Zukunft wieder leichter tun können. Die EU entschied deshalb, Regionen künftig erst bei wesentlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen.

Trotz der weiterhin massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie zeichnet sich bei den Fluggastzahlen am Frankfurter Flughafen ein Aufwärtstrend ab: Der Aiport zählte im Mai rund 1,25 Millionen Passagiere. Gegenüber Mai 2020 entspricht dies einem Plus von 356,9 Prozent. Der Vorjahresmonat weist allerdings einen sehr niedrigen Vergleichswert auf, da der Flugverkehr infolge der steigenden Infektionszahlen im vergangenen Frühjahr weitestgehend zum Erliegen kam. Verglichen mit Mai 2019 war das Passagieraufkommen entsprechend um 80 Prozent weiter deutlich rückläufig.

Erinnert sich noch jemand? 2020 diskutierte man angesichts der Touristenmassen in Venedig darüber, Eintrittsgeld von den Besuchern zu verlangen. Dann aber brach Corona über die Welt hinein, und schlagartig war es auch in Venedig menschenleer. Obwohl viele Reisende mittlerweile wieder unterwegs sind, ist in der Gondelstadt immer noch ziemlich wenig los. n-tv war dieser Tage in Venedig und fragte unter anderem einen Gondelier, was denn der Umsatz mache. Die Antwort: »Nichts. Absolut nichts.«

Celestyal Cruises, eine Reederei für Kreuzfahrten zu den griechischen Inseln und ins östliche Mittelmeer, hat den Betrieb mit der klassischen Sieben-Nächte-Route »Idyllische Ägäis« auf der Celestyal Crystal wieder aufgenommen. Teil der Route sind Kusadasi (Türkei), Rhodos, Santorini, Lavrion, Mykonos, Milos und Kreta. »Nach einem äußerst herausfordernden Jahr sind wir mehr als begeistert, diesen Sommer wieder Gäste an Bord unserer beliebtesten griechischen Inselroute begrüßen zu dürfen: der ‚Idyllischen Ägäis‘. Dies war keine leichte Aufgabe und ist dem unermüdlichen Einsatz und der vereinten Teamarbeit der Celestyal-Crew an Land und an Bord sowie der Unterstützung durch unsere großen und kleinen strategischen Partner zu verdanken«, sagte Chris Theophilides, CEO von Celestyal Cruises.

14. Juni: Reisewarnung für Risikogebiete weg, Portugal: kein PCR-Test mehr, Israel öffnet für Geimpfte, Türkei: Hoffen auf Urlauber aus Deutschland

Die lange Reise-Durststrecke geht ihrem Ende entgegen: Die Bundesregierung wird ab dem 1. Juli ihre Reisewarnung für Tourismus-Reisen in Corona-Risikogebiete aufheben. Sie rät dann auch nicht mehr von Urlaubsreisen generell ab, wie sie es bisher getan hat. »Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen«, sagte Außenminister Heiko Maas.

Spanien hat es schon vorgemacht, nun ist auch Portugal nachgezogen: Wer das Land besuchen möchte, muss nicht mehr zwingend ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen. Ein Antigen-Test ist ausreichend. Dieser darf allerdings nicht älter als 24 Stunden sein.

Alle Touristen können voraussichtlich ab dem 1. Juli wieder nach Israel einreisen. Das gab das israelische Tourismusministerium bekannt. Dies schließe sowohl Gruppen- als auch Individualreisende ein. Voraussetzung für die Einreise sei allerdings eine zweifache Corona-Schutzimpfung, deren letzte bis zur Einreise mindestens zwei Wochen her sein muss. Über weitere eventuelle Einreisebedingungen und das genaue Procedere beratschlagten die Ministerien aktuell, heißt es weiter. Ob Touristen, die lediglich negativ auf Corona getestet wurden – aber nicht geimpft sind – auch einreisen dürfen, ist nicht bekannt.

Auch in der Türkei ist die Sommer-Urlaubssaison gestartet. Seit dem 6. Juni ist das Land kein Hochrisikogebiet mehr. Ferienanlagen- und Hotelbetreiber hoffen nun darauf, dass in den nächsten Wochen und Monaten viele Urlauber aus Deutschland das Land besuchen werden.

11. Juni: Hotels in Berlin wieder offen, Marokko-Urlaub ab nächste Woche, Warten auf Russen und Chinesen in Frankreich, Infratest-Dimap-Umfrage: immer mehr Reisewillige

Nach Berlin, Deutschlands Städtereiseziel Nummer eins, ist ab heute wieder ein Trip drin – zumindest für jene, die auf ein Hotel angewiesen sind. Denn die sind nach langer Zeit ab heute wieder für Touristen geöffnet. Auch Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge auf der Spree sind wieder möglich.

Um Marokko war es in den letzten Monaten ziemlich still. Das nordafrikanische Land hatte sich aus Angst wegen der verschiedenen Corona-Mutationen abgeschottet und dabei den Flugverkehr u.a. nach Deutschland ausgesetzt. Nun die Kehrtwende: Ab dem 15. Juni will das Marokko wieder Gäste empfangen.

Auch Urlaub in Frankreich ist wieder möglich. Das freut natürlich alle, die in diesem Sommer in unserem Nachbarland ihren Urlaub verbringen wollen. Aber auch in Frankreichs Tourismusbranche ist die Freude natürlich groß. Ganz so groß wie vermutet ist der Jubel aber nicht. Das hat einen Grund: Chinesen und Russen bleiben Frankreich weiter fern. Und das ist ein Problem … 

Mehr Menschen als noch vor einem Jahr planen in diesem Sommer eine Urlaubsreise. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Im Juni 2020 sagte jeder zweite Deutsche (51 Prozent), er plane keine Urlaubsreise. Für 2021 trifft das aktuell nur noch auf 39 Prozent zu. Die meisten der Reisewilligen planen demnach einen Urlaub im eigenen Land: 38 Prozent wollen innerhalb Deutschlands verreisen (+3 im Vgl. zu Juni 2020), 23 Prozent ins europäische Ausland (+6) und 6 Prozent außerhalb Europas (+4). In dieser Frage waren Mehrfachnennungen bei den Reisezielen möglich.

10. Juni: Digitaler Impfpass kommt, keine PCR-Testpflicht mehr für Reisen in die Niederlande, USA-Urlaubsreisen rücken näher, Ferienhausverband: keine höheren Preise

Wer schon gegen Corona geimpft ist und bald in den Urlaub fahren will, muss als Nachweis nicht mehr den gelben Impfausweis bei sich führen. Ab heute nämlich soll der digitale Impfpass in Deutschland eingeführt werden. Den alten gelben Pass kann man aber weiterhin benutzen.

Mittlerweile ist der Sommer da – Temperaturen von bis zu 30 Grad in den nächsten Tagen dürften vor allem im Westen Deutschlands den Wunsch wecken, an die Küste der Niederlande zu fahren. Die sinkenden Corona-Infektionszahlen machen das ab heute noch leichter. Denn: Die Niederlande verlangen nun keinen PCR-Test mehr. 

Auch eine Urlaubsreise in die USA dürfte schon bald wieder möglich sein. Die US-Regierung kündigte an, u.a. mit der Europäischen Union eine Arbeitsgruppe gründen zu wollen, die Vorschläge erarbeiten soll, wie und ab wann wieder Reisen möglich sein können.

Ende April hat der Deutsche Ferienhausverband gemeinsam mit dem Deutschen Tourismusverband 10.528 Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäuser befragt, ob sie ihre Mietpreise angehoben haben, um beispielsweise die hohen Verluste aus den beiden Lockdowns zu kompensieren und auf die Urlaubsgäste umzulegen. Die Schlussfolgerung liegt nahe, ließ sich aber nicht bestätigen. 75 Prozent der Vermieter haben die Mieten gleich gelassen. Zwei Prozent haben ihre Mieten abgesenkt. Auch zukünftig haben 72,1 Prozent der Gastgeber keine Preiserhöhung geplant. »Wir können trotz des gestiegenen Hygieneaufwands keine allgemeine Preissteigerung aufgrund der Corona-Pandemie beobachten. Wenn die Vermieter ihre Preise erhöht haben, dann weil sie in Ausstattung oder technische Infrastruktur investiert haben und sich das Ferienobjekt nun in einem anderen Preissegment befindet. Die Mietsteigerungen liegen durchschnittlich bei moderaten sechs Prozent«, sagte Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin beim Deutschen Ferienhausverband.

9. Juni: Studiosus startet wieder, CoviMedical baut Testzentren auf Balearen aus, Quarantäne-Knatsch: Briten verlassen eilig Portugal

Nach einer mehrmonatigen Pause nimmt der Studienreise-Veranstalter Studiosus seine Reisetätigkeit schrittweise wieder auf. Möglich sei dies durch die zunehmende Entspannung der Corona-Lage und die damit verbundenen Reiseerleichterungen in zahlreichen europäischen Ländern, teilte das Unternehmen mit. Die erste Studiosus-Reise führe ab dem 18. Juni nach Hamburg. Noch im Juni folgten Reisen an den Niederrhein und nach Island. Im Juli stünden dann Reisen in Polen, Bulgarien und Rumänien auf dem Programm. Die erste Italienreise von Studiosus sei für Anfang August geplant, die erste Portugalreise Ende August.

Die Hochreisesaison steht vor der Tür und durch die europaweiten Lockerungen ziehen die Buchungen für Reisen innerhalb Deutschlands und Europa stark an. Bei vielen beliebten Urlaubszielen ist ein dokumentiertes negatives Testergebnis weiterhin notwendig. Das Unternehmen CoviMedical hat über 140 Testzentren in ganz Deutschland, unter anderem am Frankfurter Flughafen. Aber auch auf den Balearen ist CoviMedical vertreten. Über 30 Teststellen in Hotels oder öffentlichen Testcentern mit einer Kapazität von über 10.000 PCR- oder Schnelltests hat das Unternehmen bereits eröffnet. Zusätzlich zu Mallorca folgten noch in diesem Monat weitere Testzentren in Malaga sowie auf Ibiza und Menorca, teilte das Unternehmen nun mit.

So haben sich viele Briten, die in Portugal ihren Urlaub verbrachten, wohl nicht das Ferienende vorgestellt: Sie mussten rasch das Land verlassen, wenn sie anschließend in Großbritannien – nach ihrer Rückkehr – nicht in Quarantäne sein wollten. Der Frust bei den Urlaubern war groß. 

8. Juni: Kein PCR-Test mehr für Frankreich-Reisen, Tschechien-Urlaub ab 21. Juni möglich, Airbnb-Gründer sieht Boom für ländlichen Raum, Massenimpfung in Thailand

Angesichts der seit Wochen sinkenden Infektionszahlen lockert die französische Regierung ab Mittwoch die Einreisebestimmungen für alle EU-Bürger. Zudem treten am 9. Juni weitere Lockerungen im öffentlichen Raum in Kraft. Laut einer Erklärung des Staatssekretärs für Tourismus, Jean-Baptiste Lemoyne, brauchen EU-Bürger ab diesem Mittwoch keinen PCR-Test mehr für die Einreise nach Frankreich. Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen lediglich einen entsprechenden Impf- oder Genesungsnachweis. Menschen, die noch nicht geimpft sind, genügt zur Einreise nach Frankreich ein normaler Antigen-Schnelltest, welcher max. 72 Stunden zurückliegt. Maximal 72 Stunden alte PCR-Tests sind natürlich weiterhin gültig.

Wer mit dem Gedanken spielt, in Tschechien seinen Urlaub zu verbringen, sollte sich den 21. Juni im Kalender markieren. Ab dann öffnet das Land seine Grenzen für Touristen aus allen EU-Staaten und aus Serbien. Das kündigte Gesundheitsminister Adam Vojtech gestern an. 

Dass die Corona-Pandemie das Reiseverhalten ändert, haben wir schon 2020 gesehen: Immer mehr Urlauber zog es aufs Land. Städtetrips dagegen waren weniger angesagt. Diese Beobachtung macht auch Airbnb-Gründer Nathan Blecharczyk. »Früher haben die zehn Top-Städtedestinationen wie New York, London oder Berlin zehn Prozent unserer gesamten Buchungen ausgemacht. Der Anteil hat sich halbiert«, sagte er in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Wer das gesamte Interview lesen möchte, klickt hier.

Thailand möchte möglichst bald wieder möglichst viele Touristen aus der ganzen Welt anlocken. Helfen soll dabei eine geimpfte Bevölkerung. Deshalb läuft derzeit in dem Land eine Massenimpfung. Sechs Millionen Thailänder sollen noch in diesem Jahr gegen Corona geimpft werden. Besonderes Tempo wird in den Touristenorten gemacht, wie etwa auf Phuket. 

7. Juni: Überlegungen über Testpflicht-Ende in Mecklenburg-Vorpommern, warum Spanien vor allem auf Touristen aus Deutschland setzt

Wer in Mecklenburg-Vorpommern seinen Urlaub verbringen möchte, muss sich vor Anreise auf Corona testen lassen. Das negative Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Die sehr gute Entwicklung bei den Coronazahlen, das Bundesland hatte gestern eine Inzidenz von 8,2, weckt allerdings auch Begehrlichkeiten: Die Tourismusbranche setzt auf ein Ende der Testpflicht. Schon Mitte Juli könnte es so weit sein.

In den spanischen Urlaubsregionen hat die Sommersaison begonnen. Die Tatsache, dass ab heute keine PCR-Tests vor der Einreise gemacht werden müssen (ein negative Ergebnis eines Antigentests reicht), dürfte für einen weiteren Schub sorgen. Und der wird vermutlich eher aus Deutschland als aus Großbritannien kommen. Der Grund: die strengen Quarantäneregeln für Reiserückkehrer in Großbritannien.

5. Mai: RKI-Risikogebiets-Update: viele gute Nachrichten, keine PCR-Tests mehr für Reisen nach Spanien nötig, große Open-air-Party am Ballermann, TUI wieder mit Reisen an die türkische Ägäis, Bahn-Züge deutlich voller

Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Ländern der Welt rauschen die Corona-Infektionszahlen in den Keller. Das Robert-Koch-Institut hat deshalb in seiner aktuellen Corona-Risikogebietsliste viele Länder und Regionen herabgestuft – vor allem in Europa. So sind große Teile Österreichs sowie einige Kantone der Schweiz kein Risikogebiet mehr. Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann hier nachschauen.

Das dürfte den Run auf die spanischen Urlaubsziele noch einmal befeuern: Ab Montag (7. Juni) ist für die Einreise nach Spanien kein PCR-Test mehr nötig. Es reicht dann, ein negatives Antigentestergebnis vorzulegen – der bekanntlich deutlich schneller, unkomplizierter und vor allem geldbeutelschonender zu haben ist.

Schon mitbekommen? Das oberste spanische Gericht hat am Donnerstag die Ausgangssperre und die Beschränkungen privater Zusammenkünfte auf den Balearen für rechtswidrig erklärt und mit unmittelbarer Wirkung aufgehoben. Hunderte Touristen, viele davon aus Deutschland, ließen sich am Donnerstabend da nicht zweimal bitten und feierten rund um den Ballermann eine Party. In diesem Artikel sind Videos vom Geschehen verlinkt.

Seit gestern bietet TUI neben Reisen an die türkische Riviera auch wieder die Urlaubsziele an der türkischen Ägäis an. Rund um Antalya seien bereits zahlreiche Hotels geöffnet, nun zögen die Urlaubsregionen Bodrum, Dalaman und Izmir nach, teilte der Reiseveranstalter mit. Erste Hotels würden bereits ab nächster Woche wieder Gäste empfangen, der Großteil öffne Anfang Juli. Dann starte auch TUI fly wieder sukzessive mit Direktflügen nach Dalaman ab Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, München und Stuttgart.

Seit Pfingsten kann man vielerorts in Deutschland wieder seinen Urlaub verbringen. Das merkt auch die Bahn. Deren Chef Richard Lutz berichtet nun, dass die Züge wieder deutlich voller seien. »Man spürt, dass die Menschen raus wollen, wenn die Möglichkeit dazu besteht«, sagte er in einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

3. Juni: Forsa-Umfrage: zwei Drittel wollen verreisen, Übernachtungspreise in Mecklenburg-Vorpommern ziehen moderat an, Lauterbach warnt vor Reiserückkehrern, IATA fordert Flug-Lockerungen für Ungeimpfte, Spanien: Nachtclubs dürfen wieder öffnen

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv planen 31 Prozent der Befragten in diesem Sommer eine Urlaubsreise innerhalb Deutschlands, 15 Prozent wollen ins Ausland reisen und 18 Prozent wollen ihren Urlaub sowohl in Deutschland als auch im Ausland verbringen. 33 Prozent der Befragten planen in diesem Sommer keine Urlaubsreise. 45 Prozent derjenigen, die in diesem Sommer eine Urlaubsreise planen, haben diese auch bereits gebucht. Über die Hälfte (55%) hat das laut Umfrage noch nicht getan. Die meisten (67%) derjenigen, die ihre geplante Urlaubsreise noch nicht gebucht haben, haben dies noch nicht getan, weil sie zunächst die weitere Entwicklung in der Corona-Pandemie abwarten wollen. 13 Prozent warten noch auf ein passendes Angebot bzw. Schnäppchen, 32 Prozent haben aus anderen Gründen noch nicht gebucht. Von denjenigen, die in diesem Sommer derzeit keine Urlaubsreise geplant haben, will rund die Hälfte (53 %) aufgrund der unsicheren Corona-Lage nicht verreisen. Etwa jeder vierte Befragte gibt an, ohnehin keine Pläne für eine Urlaubsreise gehabt zu haben (28%) oder aus finanziellen Gründen auf eine Urlaubsreise zu verzichten (24%). 20 Prozent haben andere Gründe.

Wer in diesem Sommer einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern plant, muss möglicherweise etwas mehr Geld für die Übernachtung bezahlen als noch 2020. Das ist das Ergebnis einer Abfrage des NDR-Ostseestudios Rostock, das die Preise für 10 Beherbergungsbetriebe im mittleren Segment an der Küste des Landes abgefragt und verglichen hat.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach beobachtet mit Sorge die anstehende Sommer-Reisesaison. Grund dafür ist die Indien entdeckte Corona-Mutante Delta. Sie könne sich schnell durch die vielen Reiserückkehrer in Europa ausbreiten. »Es muss davon ausgegangen werden, dass am Ende dieses Sommers deswegen eine neue Infektionswelle drohen könnte«, sagte Lauterbach in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe.

Die International Air Transport Association, eine Interessenvertretung vieler Airlines, hat mehr Freiheiten für Ungeimpfte gefordert. Mit Blick auf in vielen Ländern immer noch strengen Quarantänebedingungen für Ungeimpfte forderte IATA-Chef Willie Walsh einen verstärkten Einsatz von Coronatests.

Wer bald nach Spanien in den Urlaub fliegt und sich für einen Ort entschieden hat, in dem eine niedrige Corona-Infektionsrate herrscht, kann dort schon bald wieder einen Nachtklub besuchen. Das kündigte Gesundheitsministerin Carolina Darias an. 

2. Mai: Sommer 2021 weckt Reiselust der Deutschen, Mecklenburg-Vorpommern lockert weiter für Touristen, ADAC: reger Autobahnverkehr am langen Fronleichnam-Wochenende, wenig los auf Jakobsweg in Spanien, Osteuropäer in Tunesien

Nun schnellen die Zahlen in die Höhe: Immer mehr Deutsche buchen ihren Sommerurlaub. »Die wöchentlichen Neubuchungsumsätze steigen jetzt von Woche zu Woche an – in der dritten Maiwoche (KW 20) übertreffen sie sogar das Umsatzniveau, das vor Corona im Vergleichszeitraum 2019 gebucht wurde«, teilte das Analysehauses Travel Data + Analytics (TDA) mit. Viele Bundesbürger säßen sozusagen auf gepackten Koffern und würden zugreifen, sobald Reiseoptionen und -freiheiten winken. Ebenso ausgeprägt bleibe auch das Frühbucheraufkommen. Für den nächsten Winter, den Sommer kommenden Jahres oder sogar darüber hinaus buchten umsatzanteilig 37 Prozent. Dies entspreche im Vergleich zum April 2019 einem Zuwachs um 17 Prozentpunkte.

Ab kommenden Freitag (4. Juni) dürfen wieder Touristen aus allen Teilen Deutschlands nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Wer dann eine Ferienwohnung oder ein Urlaubshäuschen gemietet hat, für den gibt es gute Nachrichten: Die Verpflichtung zur Wiederholung des Corona-Tests, wie sie etwa für Hotelgäste gilt, ist nicht mehr nötig. Lediglich bei Anreise muss noch ein negativer Corona-Test vorgelegt werden.

Am langen ersten Juni-Wochenende ist nach ein Einschätzung des ADACs auf Deutschlands Autobahnen erneut mit regem Urlauberverkehr zu rechnen. In Bayern und Baden-Württemberg endeten die Pfingstferien, in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland würden viele den regionalen Feiertag Fronleichnam (Donnerstag, 3. Juni) zu einem verlängerten Wochenende nutzen, so der ADAC. Da nach der Öffnung der Hotels und Ferienwohnungen in vielen Regionen Deutschlands wieder generell mehr Urlauber unterwegs seien, dürfte es vor allem am Samstag und Sonntag, teilweise aber auch bereits am Donnerstag auf zahlreichen Autobahnen lebhaft zugehen. Wichtige Reiseziele seien neben den Alpen vor allem die Mittelgebirge sowie die Küsten von Nord- und Ostsee.

Urlaub in Spanien ist wieder möglich, doch die Pilgerer scheinen bisher verhalten darauf zu reagieren: Auf dem berühmten Jakobsweg ist bis jetzt nur wenig los, heißt es vom Pilgerbüro in Santiago de Compostela.

Wird Tunesien in diesem Sommer eines der Lieblingsurlaubsziele der Osteuropäer? Darauf jedenfalls setzen die Tunesier. In dem Land sind derzeit nicht viele Touristen unterwegs. Die, die derzeit da sind, kommen überwiegend aus Osteuropa. Und das hat Gründe … 

1. Juni: Qantas will Geimpfte privilegieren, Mallorca streicht Ausgangsbeschränkungen, Luftverkehrsbranche fliegt sich aus der Krise, Lufthansa öffnet First-Class-Lounge in Frankfurt wieder, American Airlines verbannt Alkoholausschank dauerhaft in Economy

Wer gegen das Coronavirus geimpft ist, soll bei der australischen Airline Qantas künftig bessergestellt werden. Denkbar seien für Reisende künftig Rabatte und anderen Anreize, sagte Alan Joyce, Chef der Fluggesellschaft, dem australischen Fernsehsender »9News«.

Den weiterhin niedrigen Corona-Inzidenzzahlen sei Dank: Auf der Ferieninsel Mallorca werden die seit sieben Monaten geltenden Ausgangsbeschränkungen gestrichen. Ab kommenden Sonntag (6. Juni) kann man sich somit wieder nach Mitternacht frei bewegen. Das teilte Iago Negueruela, Sprecher der Balearen-Regierung, gestern mit. 

In der Luftverkehrsbranche bessert sich die Stimmung deutlich. Immer mehr Urlauber buchen Flüge, vor allem im Sommer scheinen viele wegfliegen zu wollen. Für Juli und August sei die Nachfrage zehn- bis elfmal so hoch wie noch vor vier Wochen, heißt es etwa von der Lufthansa. Spanien, Griechenland, Italien und die Türkei laufen im August besonders gut.

Die Lufthansa wird ab heute ihre First-Class-Lounge im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens wieder eröffnen.Das Produktangebot in den Lounges werde unter Berücksichtigung aktueller Auflagen angepasst, teilte die Airline mit. Der Verzehr von Speisen und Getränken sei übergangsweise nur außerhalb der Lounges erlaubt. In der First-Class-Lounge gebe es ein Take-Away-Angebot. Sobald die behördlichen Auflagen es zulassen, werde der A-la-carte-Service wiederaufgenommen. Die First-Class-Lounge habe nun wieder täglich von 6 Uhr bis 21:30 Uhr geöffnet.

Wegen des Verweises auf die Corona-Regeln hatte American Airlines vor einiger Zeit den Ausschank von Alkohol in der Economy Class eingestellt. Eigentlich sollte es damit heute vorbei sein, dann sollte wieder Alkohol ausgeschenkt werden. Nun teilte die Airline mit, dass es bei dem Alkoholverbot bleiben werde. Mit Corona hat das (unbefristete?) Alkoholverbot aber nichts mehr zu tun … 

31. Mai: Mecklenburg-Vorpommern sieht sich gut gerüstet, Kreuzfahrt-Comeback in Spanien, kostenlose Coronatests auf Madeira, Malediven versteigern Inseln

Am kommenden Wochenende erwartet Mecklenburg-Vorpommern wieder viele Touristen aus ganz Deutschland. Dann nämlich fällt das Beherbergungsverbot für Besucher aus anderen Bundesländern. Vorgestern und gestern tummelten sich bereits die ersten einheimischen Touristen an der Küste. Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbands, sprach von einem ruhigen Wochenende. Mit Blick auf die vielen Besucher blicke er optimistisch auf die kommenden Wochen.

Das war eine lange Durststrecke: Seit dem 23. Juni vergangenen Jahres dürfen in Spaniens Häfen keine Kreuzfahrtschiffe mehr anlegen. Seit heute nun ist es wieder erlaubt. Wie früher ist alles allerdings noch nicht. Die Corona-Auflagen müssten auch in Zukunft eingehalten werden.

Madeira bietet ab sofort Kooperationen mit privaten Krankenhäusern an, von denen auch Touristen profitieren. So könnten sich Besucher einfach, unbürokratisch und schnell vor Abreise testen lassen und somit auf eine Quarantäne im Heimatland verzichten, teilte das Fremdenverkehrsbüro der Insel mit. Für Besucher der Blumeninsel, die bereits mit negativem PCR-Test angereist seien, sei das Testangebot vor Rückflug kostenlos. Zusätzlich setze Madeira weiterhin auf die App Madeirasafe.com, über die Testergebnisse, Testbuchungen und Befinden verwaltet werden können. Alle ankommenden Touristen sind nach wie vor dazu angehalten, bei Ankunft ein höchstens 72 Stunden altes, negatives PCR-Testergebnis vorzuweisen. Alternativ werden kostenlose Tests direkt am Flughafen in Funchal angeboten, bis zu dessen Ergebnis (max. zwölf Stunden) sich die Gäste in Selbstisolation begeben müssen. Bereits Geimpfte oder kürzlich Genesene sind im Rahmen des grünen Korridors von dieser Regelung ausgenommen.

16 sind im Angebot – so viele Inseln haben die Malediven derzeit zum Verpachten im Angebot. 50 Jahre lang darf man im Falle eines Zuschlags eine Insel sein eigenes Reich nennen. Wobei: Ganz allein wird man nicht auf der Insel bleiben dürfen. Denn einen Haken hat das Angebot: Die Insel muss zum Urlaubsresort umgebaut werden. Die ungewöhnliche Versteigerungsaktion ist eine Antwort der Regierung auf die Folgen der Coronakrise – so soll der Tourismus wieder angekurbelt werden.

29. Mai: RKI-Update: Polen, Ungarn und Bulgarien keine Risikogebiete mehr, Hotel-Öffnungen auf Mallorca schreiten voran, Irland-Öffnung am 19. Juli, Phantasialand öffnet am 10. Juni

In ganz Europa sinken die Corona-Infiziertenzahlen, und das bleibt nicht ohne Folgen für das wöchentliche Risikogebiets-Update des Robert-Koch-Instituts: Polen, Ungarn, Bulgarien, Liechtenstein und Monaco wurden komplett von der Liste gestrichen. Die Niederlande und Zypern sind Hochinzidenzgebiet mehr.

Wer dieser Tage ein paar Tage Urlaub auf Mallorca verbringen möchte, hat eine immer größere Auswahl an Hotels. Mehr als 300 und damit knapp 40 Prozent aller Beherbergungsbetriebe auf der Balearen-Insel seien mittlerweile wieder geöffnet, so der mallorquinische Hotelierverband FEHM.

Die lange Zeit des Wartens für Irland-Liebhaber ist bald vorbei: Gestern teilte die Regierung in Dublin mit, dass die Öffnung für den internationalen Tourismus ab dem 19. Juli 2021 geplant sei. Niall Gibbons, Geschäftsführer von Tourism Ireland, sagte dazu: »Die heutige Ankündigung ist eine äußerst willkommener und wichtiger Schritt auf dem Weg der Erholung für unsere Branche und für diejenigen, die sich darauf freuen, dieses Jahr Irland zu besuchen. Zum ersten Mal seit vielen Monaten haben wir Anlass dazu, optimistisch in die Zukunft zu blicken.«

Das Phantasialand bei Köln, einer der größten deutschen Freizeit- und Vergnügungsparks, wird schon bald seine Corona-Zwangsunterbrechung beenden können: Am Donnerstag, dem 10. Juni werde der Park wieder seine Pforten öffnen, teilte der Park seiner Website mit.

28. Mai: Corona-Impfpass: Pilotprojekt der Airlines, Finnland-Sommerurlaub lässt auf sich warten, Barcelona-Neustart, Urlaubssaison in der Dominikanischen Republik nimmt langsam Fahrt auf, eBay-Umfrage zum Sommerurlaub: 82 Prozent planen schon

Die Einführung eines europäischen Impfpasses lässt weiter auf sich warten. Zwar gehen Beobachter davon aus, dass es nur noch wenige Wochen dauern wird, bis er eingeführt wird, den Airlines allerdings dauert das zu lang. 20 von ihnen haben nun ihre eigene Impfpass-App zum Download bereitgestellt.

Mit den anstehenden Lockerungen wächst bei vielen die Hoffnung auf einen Sommerurlaub. Während einige Länder im Juni bereits ihre Grenzen öffnen, führt Finnland seine Grenzkontrollen aber bis mindestens 15. Juni fort. Touristische Reisen in das nordische Land seien damit weiterhin nicht erlaubt, stellte der Finnland-Reiseveranstalter fintouring nun noch einmal klar. Und ab Mitte Juni? Fintouring ist optimistisch: »Blickt man jedoch auf die Entwicklungen im letzten Jahr, so ist davon auszugehen, dass ein Urlaub in Finnland im Sommer möglich ist«, so die Einschätzung des Veranstalters.

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie ächzte Barcelona über zu viele Touristen. Die Kreuzfahrtschiffe spülten täglich Menschenmassen durch die Innenstadt, die Preise für Mietwohnungen stiegen u.a. wegen der Vermietungen an Tagestouristens ins Astronomische. Dann kam Corona – und die Touristen blieben fort. Nun hat das Tourismusbüro der Stadt erstmals seit 2016 wieder einen Werbespot gedreht. Allerdings sei nicht jeder Tourist willkommen, ist zu hören …

Wer dagegen eine Fernreise in die Karibik unternehmen möchte, sollte einen Blick auf die Dominikanische Republik werfen. Dort läuft der Tourismus langsam wieder an, berichtet die WELT. Doch wie früher sei es noch nicht ganz.

Für den aktuellen »Sommerurlaub Report 2021« hat eBay Ads mit Unterstützung des Meinungsforschungsunternehmens Civey 2.503 Konsumenten in Deutschland zu ihren diesjährigen Urlaubsplänen befragt. Das zentrale Ergebnis der repräsentativen Umfrage: Rund 82 Prozent der Deutschen befänden sich bereits mitten in der Planung ihres diesjährigen Sommerurlaubs, heißt es. Mehr als jeder Zweite bleibe 2021 jedoch bei allem Fernweh lieber im eigenen Land – Urlaub innerhalb Deutschlands (30 Prozent) und Ferien im eigenen Zuhause (26 Prozent) hätten in diesem Jahr Hochkonjunktur. Lediglich 22 Prozent planten eine Reise ins europäische Ausland, rund 4 Prozent wollten weiter weg.

27. Mai: Sommerurlaub in Europa: Was jetzt wo gilt, Bulgarien will Familien locken, weitere Mecklenburg-Vorpommern-Details, Brandenburg: Oberlandesgericht verhandelt über Schlosshotel-Klage

Die Sommerferien rücken immer näher und so mancher hat Lust, schon bald irgendwo in Europa den Urlaub zu verbringen. Spanien, Italien, Kroatien oder Österreich? Vieles ist möglich. Allerdings gelten mancherorts immer noch Einschränkungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen oder geschlossene Innengastronomie. Hier eine Übersicht, was wo momentan geht.

Bulgarien will nach den Worten von Tourismusministerin Stela Baltova in diesem Sommer ein Urlaubsziel für Familien werden. Man plane die Einreise für Familien zu vereinfachen und erarbeitete derzeit mit dem Gesundheitsminister und Berufsverbänden vereinfachte Corona-Maßnahmen, heißt es in einer Mitteilung der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer. Derzeit sei die Einreise für Kinder bis 6 Jahre PCR-Test frei. Baltova kündigte an, dass Bulgarien als Reiseziel für Familien einen Schritt weiter gehen wolle als andere EU-Länder. So werde diskutiert, dass die Einreise für Kindern unter 15 Jahren ohne PCR-Test ermöglicht werden solle, sofern begleitende Eltern geimpft seien. Große Hotelketten hätten ihre Unterstützung angekündigt, indem sie die Kosten für die PCR-Testung für Erwachsene vor der Rückreise in ihr Heimatland übernähmen, heißt es weiter.

Gestern berichten wir: Mecklenburg-Vorpommern lässt nun doch schon deutlich früher wieder Touristen ins Land. Einheimische und Zweitwohnungsbesitzer dürfen schon ab morgen (28. Mai) anreisen, eine Woche später auch Urlauber aus anderen Bundesländern. Vom 11. Juni an ist wieder privates Reisen und Tagestourismus möglich. 

Die Betreiber des Schlosses Diedersdorf in Brandenburg, das unter anderem ein Hotel und Restaurant beherbergt, war wegen Corona in den letzten Monaten geschlossen. Eine Menge Geld ist da verloren gegangen. Die Betrieber haben deshalb das Land Brandenburg auf 27.000 Euro verklagt. Nachdem die erste Instanz das Begehren ablehnte, wird sich nächste Woche das Brandenburgische Oberlandesgericht damit beschäftigen.

26. Mai: Flughafen Frankfurt öffnet wieder Terminal 2, neues Coronatestzentrum in Terminal 1, Mecklenburg-Vorpommern: Saisonstart am 28. Mai

Nach über einem Jahr Schließung wird der Frankfurter Flughafen am 1. Juni wieder sein Terminal 2 öffnen. Das teilte der Betreiber Fraport gestern mit. Passagiere sollten bei Abflügen ab dem 1. Juni vor Anreise an den Flughafen prüfen, von welchem Terminal ihre Airline abfliege. Um die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten, seien insgesamt 3.000 Bodenmarkierungen und 480 Infektionsschutzscheiben an den Check-in-Schaltern angebracht, jede zweite Sitzfläche abgesperrt und 30 Desinfektionsmittelspender aufgestellt worden. Auch einige Restaurants und Services seien ab 1. Juni dort wieder für Fluggäste und Besucher verfügbar. Die Öffnungen orientierten sich – wie auch in Terminal 1 – an aktuellen gesetzlichen Vorgaben und zunächst an den grundsätzlichen Bedürfnissen Reisender. Die Versorgung mit Speisen und Getränken sei somit sichergestellt. Diese würden allerdings bis auf Weiteres nur zur Mitnahme angeboten.

Ebenfalls gestern gab der in Düsseldorf ansässige internationale Healthcare-Anbieter EcoCare bekannt, ab sofort im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt 24 Stunden täglich für alle Reisenden die Eröffnung eines neuen Coronatestzentrums bekannt. In dem neuen Testzentrum auf der Empore des Terminals 1 stünden sowohl PCR-Tests, Antigen-Schnelltest als auch virologische Antikörpertests zur Verfügung. Die Ergebnisse des Standard-PCR-Tests stünden je nach gewähltem Testtarif innerhalb von 24 Stunden nach dem Test zur Verfügung. Die Ergebnisse des Antikörpertests würden innerhalb von 15-20 Minuten nach der Blutprobe mitgeteilt, das Ergebnis eines Antigen-Schnelltests sei ebenfalls innerhalb von 15-20 Minuten verfügbar. Um den Anforderungen des internationalen Flughafens gerecht zu werden, könnten die Testzertifikate in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch, Griechisch und Chinesisch ausgestellt werden.

Mecklenburg-Vorpommern wird nun doch deutlich früher wieder Touristen empfangen als gedacht. Bereits am kommenden Freitag (28. Juni) dürfen die Beherbergungsbetriebe des Landes wieder Gäste empfangen – zunächst aber nur solche, die auch in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Bereits eine Woche später können dann Touristen aus allen anderen Bundesländern ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verbringen.

25. Mai: Erste Kreuzfahrten starteten wieder ab Deutschland, NRW-Run auf Ostfriesische Inseln, Warten auf Touristen in München, TUI: Mallorca und Kanaren gefragt, Balearen: teure Mietwagen, zartes Ballermann-Comeback, Tristesse in Bulgarien

In einigen europäischen Regionen sind bereits seit einiger Zeit Kreuzfahrtschiffe unterwegs. Ab Deutschland ging aber über mehrere Monate nichts. Damit ist es jetzt vorbei. Am Pfingstwochenende schickten Aida Cruises und Tui Cruises ihre ersten Dampfer ab Deutschland wieder auf hohe See.

Über eine mangelnde Zahl an Urlaubern konnten sich die Ostfriesische Inseln über Pfingsten nicht beklagen: An Fährhäfen in Harlesiel und Bensersiel, von wo aus die Schiffe Kurs auf die Inseln nahmen, bildeten sich bereits am Freitag lange Schlangen. Vor allem Besucher aus NRW verbrachten ihren Urlaub auf den Inseln, etwa auf Langeoog und Wangerooge. Auch in den Urlaubsregionen Schleswig-Holsteins war am langen Pfingstwochenende viel los. An der Lübecker Bucht und auf Sylt tummelten sich viele Touristen. Überlaufen sei es aber nicht gewesen. 

Ganz anders dagegen sieht es in den deutschen Großstädten aus. Kaum jemand unternimmt derzeit einen Städtetrip nach Berlin, München oder Hamburg. Vor allem so so gut wie niemand aus dem Ausland. In München will man nun gegensteuern. Das städtische Tourismus-Marketing konzentriert sich dabei vor allem auf inländische Besucher.

Viele Reiseveranstalter bieten wieder Reisen in südeuropäische Länder an. Und wohin geht’s vor allem? Marktführer TUI berichtet nun: vor allem nach Mallorca und auf die Kanarischen Inseln. Sie gehörten zu den am stärksten gebuchten Urlaubsregionen, berichtet Deutschland-Chef Marek Andryszak.

Vor einiger Zeit berichteten wir an dieser Stelle bereits über die Meldung einiger Mietwagen-Portale, dass die Preise in die Höhe geschossen seien. Diese Erfahrung mussten jetzt zahlreiche Urlauber auf den Balearen machen. Auf Mallorca etwa muss man 250 Euro auf den Tisch legen, wenn man für zwei Wochen ein Auto mieten will, berichtet die Tagesschau. Der Grund: In einigen Touristenorten sind nach dem coronabedingten Abbau der Fuhrparks nur noch wenige Autos im Angebot, die Preise schießen entsprechend in die Höhe.

Am Ballermann auf Mallorca gibt es ein erstes zartes Lebenszeichen: Der bei Partyurlaubern aus Deutschland populäre »Bierkönig« hat kurz vor Pfingsten wieder aufgemacht. Bereits um die Mittagszeit bildete sich eine lange Schlange vor dem Lokal. Gefeiert wie in alten Zeiten wurde allerdings nicht: Die Zahl der Gäste ist auf zehn Prozent limitiert, Tanzen ist verboten, Getränkebestellungen sind nur am Tisch möglich.

Ob das noch was wird mit dem Bulgarien-Urlaub in diesem Sommer? Derzeit jedenfalls sieht es gar nicht gut aus in dem Land. Die Strände sind leer, die Lokale und viele Hotels geschlossen – kaum ein Urlauber verliert sich derzeit in dem Land. Die Regierung in Sofia will jetzt gegensteuern, aber die Probleme, die es binnen weniger Wochen noch zu lösen gilt, sind groß …

22. Mai: Risikogebiete: RKI stuft viele Länder Europas runter, Dutzende Deutsche in Nepal gestrandet, Tourismusexperte erwartet keinen unbeschwerten Reisesommer

Gute Nachrichten für alle, die in nächster Zeit ihren Urlaub in Europa verbringen wollen: Das Robert-Koch-Institut hat gestern zahlreiche Länder Europas zu einem Risikogebiet heruntergestuft – oder sind nun kein Risikogebiet mehr. Finnland, Rumänien, die Slowakei und Jamaika etwa sind keine Risikogebiete mehr. Schlecht sieht es dagegen für alle aus, die nach Großbritannien wollen. Das Land wurde wegen der Ausbreitung der aus Indien kommenden Corona-Mutation als Virusvariantengebiet eingestuft.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Nepal Anfang Mai den internationalen Flugverkehr fast komplett eingestellt – und noch immer sind mehr als 100 Deutsche in dem Land. Das teilte das Auswärtige Amt mit.

In vielen Ländern Europas kann man nun wieder seinen Urlaub verbringen. Wer noch vorsichtig ist, bleibt in Deutschland und verbringt seinen Ferien hierzulande – spätestens in der zweiten Junihälfte sollte das in sehr vielen Regionen Deutschlands möglich sein. Und so ist die Freude über einen tollen Urlaubssommer groß. Der Tourismusforscher Jürgen Kagelmann ist dagegen skeptisch. »Die Probleme, die man momentan hat, die so einzigartig sind, die sind so groß, dass es kaum noch möglich ist, irgendwann in diesem Jahr einen normalen Tourismus zu haben«, sagte er im Gespräch mit WDR 5.

21. Mai: ZDF-Politbarometer: 57 Prozent wollen 2021 in Urlaub fahren, TUI stockt Pfingsten-Flüge nach Griechenland auf, ADAC rechnet mit viel Pfingsten-Verkehr gen Norden, Reiseversicherungs-Knatsch, Zugspitzbahn rollt wieder

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hat im Auftrag des ZDFs wieder Umfragen durchgeführt. Vorwiegend ging es um politische Fragen. Eine Frage aber beschäftigte sich auch mit den Urlaubsplänen der Deutschen in diesem Jahr. Das Ergebnis: 28 Prozent wollen den Sommerurlaub in Deutschland verbringen, 19 Prozent im europäischen Ausland. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) will gar nicht verreisen, knapp ein Fünftel überlegt noch.

Wer über Pfingsten ganz spontan nach Griechenland will, sollte sich sputen: Die Flüge dorthin sind nämlich stark nachgefragt, entspechend eng und teuer könnte es werden. Der Reiseveranstalter TUI hat jetzt reagiert und weitere Flüge in das südosteuropäische Land aufgelegt. »Die Sehnsucht nach der griechischen Gastfreundschaft ist deutlich größer als gedacht. Unsere Buchungen für Griechenland sind in den letzten Tagen überproportional angestiegen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, haben wir unser Angebot für Pfingsten nochmals kurzfristig aufgestockt und allein für Kreta sechs Zusatzflüge ab Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Stuttgart aufgelegt«, sagte Marek Andryszak, Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland. Am bevorstehenden Pfingstwochenende fliegt TUI fly über 50 Mal von Deutschland nach Griechenland.

Der ADAC geht davon aus, dass über Pfingsten deutlich mehr auf Deutschlands Autobahnen los sein wird, als vielleicht gedacht. Viele würden die freien Tage für Fahrten an die See, die Seen oder in den Harz nutzen, ob mit Auto oder Camper. Entsprechend steige die Staugefahr, schreibt der ADAC.

Der Ombudsmann für Versicherungen hat gestern seinen Jahresbericht vorgelegt. Überraschenderweise sorgte 2020 eine Sparte, die eigentlich eher ein Nischendasein fristet, für deutlich mehr Ärger: die Reiseversicherung. Man ahnt schon, warum: Die Corona-Pandemie und der Zoff über die Stornokosten waren der Grund.

Endlich wieder auf die Zugspitze: Ab heute nimmt die Zugspitzbahn wieder ihren Betrieb auf. Wer rauf will, muss entweder gegen Corona geimpft sein oder einen negativen Corona-Test vorzeigen, teilte der Verband Deutscher Seilbahnen mit.

20. Mai: Was Pfingsten in Bayern geht, Rügen will am 1. Juni loslegen, Ryanair: viele Flüge für Sommer nun buchbar, Spanien buhlt um Sommertouristen

Lust auf einen Trip nach Bayern über Pfingsten? Das ist möglich. Schon ab morgen (Freitag, 21. Mai 2021) startet der Tourismus in Bayern wieder durch. Allerdings nur dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Da heißt es also: genau schauen, was wo gilt und anschließend den Urlaub planen. 

Eigentlich sollen erst ab dem 14. Juni wieder Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern reisen dürfen. Im Landkreis Vorpommern-Rügen möchte man aber nicht mehr bis dahin warten. Stattdessen soll es bereits am 1. Juni losgehen. Der Kreis hat der Landesregierung jetzt Vorschläge gemacht, wie das funktionieren kann. Nach Pfingsten soll entschieden werden. 

Der Sommerurlaub steht vor der Tür – da lässt sich auch Ryanair nicht zweimal bitten. Der Billigflieger hat nun – rechtzeitig vor Beginn des Reisesaisonstart – 250 Flugverbindungen von 10 Abflughäfen in Deutschland zur Buchung freigegeben.

Auch die Spanier stehen in den Startlöchern. Sie wollen in diesem Sommer möglichst viele Touristen für einen Urlaub in ihrem Land begeistern. Auf Mallorca etwa scheint dieser Wunsch in Erfüllung zu gehen. Zwar fülle sich die Insel langsam, aber stetig.

19. Mai: EU: Zeit drängt beim Grünen Pass, Italien-Zeitplan für den Sommer, Berlin-Städtetrip wohl nicht vor Mitte Juni möglich, Oberverwaltungsgericht: Niedersachsen-Urlaub für alle ab sofort

Der sogenannte Grüne Pass soll im Sommer das Reisen innerhalb der EU erleichtern. Ab dem 21. Juni soll es so weit sein. Aber es gibt noch einige Probleme innerhalb der EU, die es zu lösen gilt. Diese sind so groß, dass mittlerweile Zweifel aufkommen, ob der Zeitplan noch zu halten ist. 

Der Sommer steht vor der Tür – und dem Urlaub in Italien immer weniger im Weg. Die Regierung in Rom hat nun dazu ihren Fahrplan für die Rücknahme der Anti-Corona-Maßnahmen vorgestellt. Der angedachte nationale Impfpass ist jetzt vom Tisch, die Testpflicht für Urlauber vor der Einreise bleibt. Am 21. Juni sollen die Ausgangsbeschränkungen am späten Abend endgültig vorbei sein.

Wer angesichts der weiter sinkenden Corona-Infektionszahlen mit dem Gedanken spielt, endlich mal wieder einen Städtetrip nach Berlin zu unternehmen, muss sich weiter in Geduld üben. Finanzsenator Matthias Kollatz sagte gestern, die Beherbergungsbetriebe in Berlin dürften vermutlich erst am 18. Juni öffnen.

Wer dagegen lieber Urlaub in Niedersachsen machen will, kann sofort die Koffer packen. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat das Beherbergungsverbot für Touristen aus anderen Teilen Deutschlands mit sofortiger Wirkung gekippt. Somit können Touristen von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren. Geklagt hatte ein Urlauber aus NRW.

18. Mai: Österreich-Urlaub ohne Quarantäne, Flugpreise ziehen an, Disneyland Paris öffnet Mitte Juni

Wer ab morgen in Österreich Urlaub machen möchte, für den gibt es eine gute Nachricht: Die bis dato geltende Pflicht zur Quarantäne nach Einreise entfällt. Allerdings war es das dann auch schon mit der Liberalisierung. Der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung bleibt Pflicht. Das teilte Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gestern mit.

Immer mehr Länder öffnen sich dieser Tage wieder für Touristen – und das hat Folgen für die Urlaubskasse. Denn: Die anziehende Nachfrage sorgt für höhere Flugpreise. Das Buchungsportal Check 24 analysierte die Nachfrage- und Buchungszahlen und kommt zu dem Schluss: Für Urlauber werden einzelne Flugtickets wie auch Pauschalreisen schnell teurer. 

Gute Nachricht für Freunde von Freizeit- und Vergnügungsparks: Disneyland Paris wird nach monatelanger Schließung wieder seine Pforten öffnen. Am Donnerstag, dem 17. Juni soll es so weit sein. Einfach hinfahren und reingehen, wird aber nicht funktionieren: Die Zahl der Besucher ist begrenzt, eine Online-Buchung ist zwingend nötig.

17. Mai: China: keine Touren auf Mount Everest, US-Busanbieter Greyhound stellt Kanada-Betrieb ein, Mecklenburg-Vorpommern: Entscheidung am 31. Mai, Riesen-Nachfrage nach Campingurlaub in NRW

Eine Klettertour auf den Mount Everest – für viele Bergsteiger ein Traum. Aber die Coronakrise machte die Erfüllung dieses Wunsches schwierig. Und das wird auch erst einmal so bleiben; zumindest für alle, die es von chinesischer Seite aus versuchen wollen. China hat nämlich aus Angst vor Ansteckungen die Touren vorläufig verboten. 

Wer in Nordamerika weite Strecken zurücklegen will, tut dies normalerweise mit dem Flugzeug. Angesichts des mauen Zugnetzes ist Bahnfahren eher keine Alternative. Busfahren dagegen schon. Einer der Bus-Platzhirsche in Kanada ist der US-Anbieter Greyhound. Oder besser gesagt: war. Denn das US-Unternehmen zieht sich wegen der Coronakrise auch dem Nachbarland komplett zurück: »Ein volles Jahr ohne Umsatz hat es leider unmöglich gemacht, den Betrieb fortzusetzen«, teilte das Unternehmen mit.

Wann kann es endlich wieder in den Urlaub an die Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern gehen? Darauf warten derzeit viele Ferienreisende. Zuletzt teilte die Landesregierung mit, am 14. Juni solle es Gäste aus anderen Bundesländern so weit sein. Das ist aber einigen im Land zu spät. Jetzt teilte die Regierung mit: Am 31. Mai wird geschaut, ob es nicht doch schon früher losgehen kann. 

Nachdem immer mehr Bundesländer Tourismus-Lockerungen schon umgesetzt oder zumindest für die nächsten Wochen angekündigt haben, zieht die Nachfrage nach Urlaubsreisen deutlich an. Das merken auch die Campingplatzbetreiber. »Wir werden wirklich überrannt«, sagte der NRW-Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Leo Ingenlath.

15. Mai: Hotelöffnungen auf Mallorca, RKI streicht Kanaren von Coronaliste, Türkei-Ärger wegen Werbespot, Österreich-Öffnung am 19. Mai – was gilt, Regel-Chaos am Bodensee, British Airways erwägt neue Corona-Schnelltests, ADAC-Warnung an Camper

Jetzt geht alles ziemlich schnell: Auf Mallorca öffnen nach der langen Corona-Flaute immer mehr Hotels. Der mallorquinische Hotelierverband FEHM teilte gestern mit, dass bereits 188 Hotels (22 Prozent aller Hotels auf der Insel) geöffnet haben. Das Mallorca Magazin geht davon aus, dass in den nächsten vier Wochen 200 weitere Hotels öffnen werden.

Das Robert-Koch-Institut hat die Kanarischen Inseln komplett von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. In der Praxis hat das allerdings keine Relevanz mehr. Grund: Die Quarantänepflicht für von dort zurückkommende Urlauber ist mit Inkrafttreten der neuen Einreiseverordnung in Deutschland bereits seit vorgestern entfallen. Welche Länder in der aktuellen Liste der Risikogebiete überarbeitet wurden, erfahrt ihr hier. 

Wenige Wochen vor Beginn des Sommers stehen viele Länder in den Startlöchern. Sie wollen möglichst viele Urlauber in ihr Land locken. So auch die Türkei. Das Tourismusministerium veröffentlichte deshalb einen Werbefilm. Der Spot entfaltete in der Türkei aber nicht die erhoffte Wirkung – ganz im Gegenteil … 

Ab kommenden Mittwoch (19. Mai) kann man wieder in Österreich Urlaub machen. Aber was ist unter welchen Bedingungen erlaubt? Wer darf kommen? Hier gibt’s alle Infos für den Trip in unser Nachbarland. 

Am Bodensee sieht man den kommenden Tagen mit Sorge entgegen. In der Vierländerregion droht nämlich ein großes Regel-Chaos. Während Urlauber in der Schweiz und in wenigen Tagen auch in Österreich ihren Urlaub verbringen können, sieht es in Deutschland mau aus. »Der Gast geht da hin, wo er hingehen darf«, sagt Horst Müller, Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Bodenseekreis. Auch bei der Allgäu GmbH ist der Unmut groß. 

British Airways prüft derzeit den Einsatz von neuen Corona-Schnelltests. Dabei handelt es sich um einen Speichel-Test des Unternehmens Canary Global. Binnen 25 Sekunden soll bereits ein Testergebnis vorliegen.

Die Corona-Infektionszahlen sind im Sinkflug, viele Bundesländer erlauben den Tourismusbetrieben wieder, zu öffnen. Da dürfte sich mancher Camper sagen: Dann mal los! Ganz so einfach sollten es sich Camper allerdings nicht machen. Darauf weist der ADAC aktuell hin. Grund sei die Corona-Notbremse, die in vielen Kreisen und Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 weiterhin strenge Regeln wie die Ausgangssperre zur Folge habe.

14. Mai: Maas will keine zweite Rückholaktion mehr, erste deutsche Touristen auf Kreta, kein Partyurlaub auf Mallorca 2021, ADAC-Trip-Apps jetzt mit Corona-Infos

Bundesaußenminister Heiko Maas schließt eine zweite große Rückholaktion gestrandeter Corona-Urlauber aus. Sollte es noch einmal zu einer solchen Lage kommen, sei die Situation dieses Mal anders, so Maas. Niemand dürfe dann darüber überrascht sein. »Auch die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften hatten Gelegenheit, sich auf die Situation einzustellen«, sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Griechenland-Liebhaber mussten lange warten, heute nun ist es so weit: Das südosteuropäische Land hat nach langer Corona-Durststrecke wieder die ersten Touristen empfangen. TUI machte den Auftakt und eröffnete heute mit dem TUI fly Flug X3 4106 von Hannover nach Kreta die Urlaubsaison in Griechenland. Nach über einem halben Jahr landeten heute um 10:10 Uhr wieder die ersten TUI-Gäste in Heraklion. Fast im Stundentakt folgen weitere TUI-fly-Ankünfte aus Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg und München. Mit X3 4932 startete am Mittag auch der erste Flug von Düsseldorf nach Patras auf der Peloponnes.

Wer mit dem Gedanken spielt, es im Sommer am Ballermann auf Mallorca wieder krachen zu lassen, für den gibt es schlechte Nachrichten: Francina Armengol, Regierungschefin der Balearen, erteilte dem Partyurlaub auf den spanischen Inseln vorerst eine Absage. Erst mit einer höheren Impfrate könne man das Nachtleben wieder zulassen, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Kurz vor Pfingsten haben einige Bundesländer angekündigt, wieder touristische Übernachtungen zu ermöglichen. Auch weitere Öffnungen von Gastronomie, Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen sind geplant. Damit Reisende und Ausflügler nicht nur alles zur Planung ihres Urlaubs auf einen Blick finden, sondern auch die wichtigsten und tagesaktuelle Informationen rund um Corona erhalten, gibt es jetzt neu in der ADAC Trips-App das »Corona-Radar«. Darin erfasst seien die 7-Tages-Inzidenzwerte in den deutschen Landkreisen, aktuelle Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und touristische Beherbergungen. Regional und überregional gebe es Informationen darüber, ob Kurztrips, Museumsbesuche oder Sport am jeweiligen Standort möglich seien. Damit ließen sich Ausflüge und Reisen ohne coronabedingte Unsicherheiten planen, so der ADAC.

13. Mai: Urlaub kann kommen: Massive Lockerung der Quarantänepflichten nach Einreise, DRV begrüßt Reise-Liberalisierung, Dänemark öffnet für Touristen, vorsichtige Schritte in NRW, AIDA Cruises erweitert Kreuzfahrtangebot für Sommer, Impftourismus in Miami und San Marino

Die Bundesregierung hat eine neue Einreiseverordnung erlassen: Ab heute ist die Quarantänepflicht nach einer Reise in mehr als 100 Länder Geschichte. Künftig reicht es, sich negativ testen zu lassen – das Ergebnis muss vor dem Boarding vorgelegt werden. Die Regelung betrifft populäre Urlaubsländer wie Spanien, Italien oder Griechenland. Wer von Corona genesen ist oder vollständig geimpft ist, genießt noch mehr Privilegien.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) begrüßt die neuen Regeln. »Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht und ein Signal der Zuversicht. Das eröffnet Urlaubern und auch den Unternehmen der Reisewirtschaft wieder eine positive Perspektive«, erklärt dessen Präsident Norbert Fiebig. »Mit diesem Beschluss kommt die Bundesregierung unserem bereits im vergangenen Jahr ausgearbeiteten Vorschlag ‚Test statt Quarantäne‘ nach. So haben auch diejenigen, die noch keine Möglichkeit hatten geimpft zu werden, die Möglichkeit, ohne Quarantäne zu verreisen. Dem Sommerurlaub am Mittelmeer, nach dem sich so viele Menschen sehnen, steht nichts mehr im Weg.«

Ein paar Tage Urlaub in der Eifel oder im Sauerland gefällig? Wer sich dafür eine Stadt oder einen Landkreis in NRW aussucht, dessen/deren Wocheninzidenz unter 100 liegt, kann dies nun tun. Die neue Regel tritt am kommenden Samstag (15. Mai) in Kraft. 

Wer ab morgen seinen Urlaub in Dänemark verbringen möchte, kann schon mal die Koffer packen: Die Regierung in Kopenhagen hat die Einreiseverordnung liberalisiert. Touristen dürfen nun wieder ins Land – ohne sich wie eigentlich notwendig in Quarantäne begeben zu müssen. Dafür müssen Urlauber aber einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Wer genesen oder geimpft ist, braucht keinen Test.

Ergänzend zu den bereits bestehenden Urlaubsangeboten mit AIDAperla rund um die Kanaren ab/bis Gran Canaria und mit AIDAblu in Griechenland ab/bis Korfu, wird AIDA Cruises sein Kreuzfahrtangebot ab Kiel erweitern. Dank der Öffnung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern plant AIDA Cruises, am 1. Juli 2021 auch die Kreuzfahrtsaison in Rostock-Warnemünde zu eröffnen. Die Ahoi-Touren mit AIDAsol ab/bis Kiel gehen bis zum 26. Juni 2021 in die Verlängerung, teilte das Unternehmen mit. Im Anschluss sei vom 26. Juni bis 1. Juli 2021 eine Transreise von Kiel nach Rostock-Warnemünde geplant. AIDAsol werde dann zwischen dem 1. und 18. Juli 2021 ab Rostock-Warnemünde zu 3- bis 4-tägigen Kurzreisen starten, die auch zu einer einwöchigen Kreuzfahrt kombiniert werden können. Ab dem 3. Juli 2021 plant AIDA Cruises ab Kiel 7-tägige Ahoi-Touren mit AIDAprima, die bis 23. Oktober 2021 angeboten werden sollen. Alle Ahoi-Touren finden zunächst ohne Anlauf eines Hafens statt. Sobald die ersten Destinationen in Nord- und Ostsee wieder für den Kreuzfahrttourismus geöffnet seien, würden diese Reisen auch mit dem Besuch von Häfen angeboten, so AIDA.

Nach dem Frühstück im Hotel schnell zum Strand in Miami Beach, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Klingt verrückt? In der Tat, ist aber so. Die Florida-Metropole erfreut sich derzeit Beliebtheit bei Lateinamerikanern, die sich im Urlaub gegen Corona impfen lassen wollen. Verabreicht wird der Impfstoff von Johnson & Johnson – dessen Vakzin muss nur einmal gespritzt werden.

Auch in San Marino, dem kleinen Land in der Nähe von Rimini, kann man sich als Tourist gegen Corona impfen lassen. Für 50 Euro gibt’s den russischen Impfstoff Sputnik V.

12. Mai: Medienbericht: Bundesweit einheitliche Urlaubsregeln geplant, Ernüchterung in der Lüneburger Heide, Frankfurter Airport sieht Tiefpunkt überschritten, Impf-Tempo auf Griechenlands Inseln, Balearen: Seitenhieb gegen Lauterbach, TV-Tipp: Phoenix-Talk zum Sommerurlaub in Europa, Söder vermisst das Reisen

Darauf haben sehr viele gewartet: Ab Mitte Juni sollen in ganz Deutschland einheitliche Urlaubsregeln gelten. Die Chefs der Senats- und Staatskanzleien der Länder hätten sich darauf verständigt, berichtet der »Business Insider«. Schon zuvor könnten in den Hotels in ganz Deutschland wieder Gäste aus dem In- und Ausland beherbergt werden.

Nachdem monatelang nichts im Tourismus ging, haben die ersten Beherbergungsbetriebe in Niedersachsen wieder ihre Pforten geöffnet. Eigentlich eine gute Nachricht. Eigentlich. Denn: Viel los ist nicht. In der Lüneburger Heide etwa ist die Zahl der Urlaubsbuchungen über Pfingsten ernüchternd. Ulrich von dem Bruch, Chef der Lüneburger Heide GmbH, glaubt, nicht wenige Touristen scheuen die Corona-Tests.

Der Frankfurter Flughafen ist bekanntlich der größte Airport Deutschlands – und dessen Passagierzahlen ein ziemlich guter Seismograph in Sachen Reiselust der Deutschen. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, erklärte gestern, dass man davon ausgehe, den »Tiefpunkt nun überschritten zu haben«. Die Lust auf Reisen sei ungebrochen, sagte er weiter. »Insofern gehen wir davon aus, dass wir im Sommer wieder deutlich steigende Passagierzahlen sehen werden – zunächst vor allem im Europaverkehr, aber perspektivisch dann auch auf Interkontinentalstrecken«, so Schulte.

Griechenland will so schnell wie möglich wieder Touristen empfangen – und das möglichst coronasicher. Deshalb werden derzeit auf den Inseln des Landes, die traditionell von vielen Touristen besucht werden, Einheimische geimpft. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sagte, bis Ende Juni sollen alle Bewohner der Inseln geimpft worden sein.

Francina Armengol, die Regierungschefin der Balearen, ist dieser Tage zu Gast in Berlin. Dort gab sie der Bild-Zeitung ein Interview. Es ging, wenig überraschend, um den Sommerurlaub auf den Balearen in diesem Jahr. Armengol sagte, der Urlaub den Inseln sei sicher. Die Inzidenzzahl sei gering, die Gesundheitsversorgung vor Ort gut. In dem Gespräch ging es dann auch noch einmal um die Behauptung des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach, der vor einigen Wochen Zweifel an den Corona-Zahlen auf Mallorca äußerte. »Vielleicht sollte Senyor Lauterbach uns einfach bald mal besuchen kommen, er wäre jedenfalls willkommen. Dann kann er unser Gesundheitssystem besser kennenlernen«, sagte Armengol.

Die Inzidenzen sinken langsam, die Hoffnung auf einen Sommerurlaub wird größer. Während Spanien seine Einreisebestimmungen schon gelockert hat, wollen andere Urlaubsländer nachziehen. Auch Spitzenpolitiker zeigen sich optimistisch, dass es im Juni schon einen Impfeffekt geben wird und damit Lockerungen in greifbare Nähe kommen. Welchen Erfolg haben andere Länder mit ihrer Corona-Politik? Auf welche Einschränkungen sollte man sich gefasst machen? Darüber diskutiert heute Abend um 22:15 Uhr eine Expertenrunde im TV-Sender Phoenix.

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, war in den letzten Monaten einer der Hauptakteure im Kampf gegen Corona. Mittlerweile würde er sich gern mal eine Auszeit gönnen, sagte er der Bunten. Am liebsten am Meer: »So schön Bayern ist, ich würde gern mal wieder am Meer sitzen und den salzigen Duft einatmen«, so Söder.

11. Mai: Urlaub in Bayern bald wieder möglich, deutlicher Anstieg bei Nachfrage nach Urlaubsreisen, Untersuchung: Preise für Mietwagen und Ferienwohnungen ziehen deutlich an, New York City lockt mit Impfungen

Nun auch in Bayern: Ab Freitag, den 21. Mai und damit rechtzeitig vor Pfingsten sind Urlaubsreisen nach Bayern wieder möglich. Voraussetzung dafür ist, dass die Corona-Infektionszahlen in den jeweiligen Städten oder Landkreisen niedrig sind. Das heißt: Die Sieben-Tage-Inzidenz muss stabil unter 100 liegen.

Die Impfungen schreiten voran, die täglich veröffentlichten Corona-Infektionszahlen kennen derzeit nur einen Weg: nach unten. Viele Politiker und Experten machen daher Hoffnung auf einen unbeschwerten Sommerurlaub. Die Botschaft scheint angekommen zu sein: Die Zahl der Urlaubsbuchungen steige, heißt es von Reisebüromitarbeitern und Reiseveranstaltern.

Wer sich in den nächsten Monaten für eine Urlaubsreise entscheidet, muss möglicherweise tiefer in die Tasche greifen als gedacht. Wer sich eine Ferienwohnung oder einen Mietwagen besorgt, muss mit bis zu 30 Prozent höheren Preisen rechnen als noch 2019. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Suchmaschine Holidu. 

Über Impfurlaubsreisen nach Russland haben wir an dieser Stelle schon einmal berichtet. Nun will auch die Stadt New York Touristen mit Angeboten zur Impfung in die Metropole locken. Demnach seien mobile Impfteams für Touristen an Sehenswürdigkeiten wie dem Times Square oder dem Central Park geplant, heißt es.

10. Mai: Italien-Öffnung mit Unbekannten, Mecklenburg-Vorpommern vor Tourismus-Entscheidung

Italien will bereits am kommenden Samstag (15. Mai) wieder Touristen empfangen. Wer genesen, geimpft oder getestet ist, kann kommen. Die bisher geltende Quarantäne von fünf Tagen soll dann entfallen. Allerdings sind noch einige Punkte unklar – und dem baldigen Italien-Urlaub entgegenstehen.

Während in Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Tourismus wieder Fahrt aufnimmt, tut sich in Mecklenburg-Vorpommern noch sehr wenig. Das könnte sich aber bald ändern. Wirtschaftsminister Harry Glawe kündigte an, dass sich die Landesregierung bereits morgen mit Lockerungen beschäftigen werde. Ob damit schon bald dem Urlaub an der Ostsee nichts mehr entgegensteht, ist allerdings noch unklar.

8. Mai: RKI: Albanien, Malta und die Algarve keine Risikogebiete mehr, Spahn zum Sommerurlaub: Nordsee statt Südsee, Duty-Free-Schwergewicht Heinemann mit hohen Umsatzeinbrüchen, Waldspaziergänger: Wildtiere in Bedrängnis, Travelzoo-Umfrage: Urlaubstrend geht Richtung Spätsommer/Frühherbst

Gute Nachrichten für alle, die bald an der Algarve, in Albanien oder auf Malta ihren Urlaub verbringen wollen: Die drei Urlaubsdestinationen sind keine Risikogebiete mehr, teilte das Robert-Koch-Institut gestern mit. Das heißt: Wer von da nach Deutschland zurückkehrt und noch nicht gegen Corona geimpft wurde, muss anschließend nicht mehr in Quarantäne. Neue Hochinzidenzgebiete sind dagegen ab Sonntag Costa Rica, Georgien, die Malediven und Nepal.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich in einem Interview der Rheinischen Post zum Sommerurlaub geäußert. In dem Gespräch sagte er, dass Menschen innerhalb der EU auch ohne Impfung reisen könnten – wenn sie denn negativ auf Corona getestet wurden. Ihn selbst ziehe es nicht in die Ferne, sagte Spahn: »In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi.«

Es gibt eine Branche innerhalb der Tourismusszene, über die in den letzten Monaten sehr wenig gesprochen wurde, obwohl sie heftig von den Lockdown-Maßnahmen betroffen ist: die Duty-Free-Shops in den Flughäfen. Der Chef des Branchenriesens Heinemann, Max Heinemann heißt er, hat sich nun in einem Gespräch mit der Welt geäußert. Demnach habe das Unternehmen zwei Drittel seines Umsatzes eingebüßt. 2020 habe sich Heinemann von einem Drittel seiner Beschäftigten in Deutschland trennen müssen.

Wir haben an dieser Stelle schon häufig über das Phänomen berichtet: Viele Menschen zieht es derzeit in die Wälder – zum Spazierengehen. Vor allem Großstädter haben in der Zeit des Lockdowns diese Art der Freizeitbeschäftigung für sich entdeckt. An sich eine prima Sache, gäbe es da nicht ein Problem: die Wildtiere. Sie leiden unter den vielen Menschen im Wald. Vor allem die Jungtiere.

In einer neuen Umfrage hat das Portal Travelzoo seine Mitglieder zu ihrer aktuellen Stimmungslage in Bezug auf Reisen und kommende Urlaubspläne befragt. Während 41 Prozent der Teilnehmer angaben, dass sie gerne reisen möchten, sich aber aktuell noch nicht trauten, hätten 39 Prozent keine Angst zu reisen und würden ihre nächste Reise so schnell wie möglich planen. Zu den gefragtesten Reisemonaten zählten September (50 Prozent), gefolgt von Oktober (40) und August (31). Generell zeichne sich ein klarer Trend für die Sommer- und Herbstmonate ab, heißt es weiter.

7. Mai: Lufthansa-Comeback im Sommer, Pfingsten-Befürchtungen im Schwarzwald, Hotelier-Proteste in Niedersachsen, NRW-SPD-Politiker: Brief-Knatsch wegen abgesagtem Italien-Urlaub

In wenigen Wochen schon starten in den ersten Bundesländern die Sommerferien, und manch einer dann in den Urlaub fliegen wollen. Für diesen Fall sieht sich die Lufthansa gut gerüstet. Sie wird dann über 30 neue Urlaubsdestinationen in ihr Streckennetz aufnehmen. Das sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. 

In einigen Regionen Deutschlands kann man vermutlich Pfingsten wieder Urlaub machen. Unsicher ist dagegen die Situation in Baden-Württemberg. Die Landesregierung mag sich noch nicht so recht entscheiden. Das sorgt angesichts der vielen Urlauber, die gern kommen würden, zunehmend für Verdruss im Land. Wolfgang Weiler, Sprecher der Schwarzwald Tourismus GmbH, Wolfgang Weiler, sagte gestern: »Es ist leider ein sehr chaotisches Bild.«

Hoteliers, Vermieter von Ferienwohnungen und Campingplatzbetreiber haben gestern in Niedersachsen gegen die neuen Tourismus-Regelungen protestiert. Unter dem Motto »Wir zeigen Flagge« wurden die rund 25.000 Beherbergungsbetriebe in Niedersachsen aufgefordert, weiße Laken aus den Fenstern zu hängen. Auch vor dem Landtag kam es zu einer ungewöhnlichen Demonstration. 

Rüdiger Weiß ist ein Abgeordneter der SPD im NRW-Landtag. Im vergangenen September buchte er einen Urlaub in Italien und mietete sich dafür eine Ferienwohnung für den kommenden Juli. Die aber stornierte er wegen Corona im Dezember wieder – und verlangte 200 Euro Anzahlung zurück. Der Politiker entschied sich dann, seiner Forderung auf einem offiziellen Briefkopf in seiner Funktion als Mitglied des NRW-Landtags Nachdruck zu verleihen. Dann wurde der Fall öffentlich …

6. Mai: Tourismus-Öffnungen: was wo in Deutschland geplant ist, TUI rechnet mit Deutschland-Urlaubs-Run, ZDF-Reportage über Sehnsüchte an der Ostsee in Corona-Zeiten, Reise-Trendbarometer: 75 Prozent der Deutschen wollen bald verreisen

Nachdem einige Bundesländer angekündigt haben, schon bald wieder Hotels und andere Beherbergungsbetriebe zu öffnen, fragt sich manch einer: Wo kann ich denn jetzt hinfahren? Geht etwa Pfingsten schon was?

Urlaub in der Heimat ist nach den Worten des Reiseveranstalters TUI so populär wie nie zuvor. TUI erwarte auch in diesem Jahr einen starken Sommer für Inlandsreisen, sagte Nicole Sohnrey, Leiterin für Auto-, Städte- und Bausteinreisen bei TUI: »Sobald Urlaub in Deutschland wieder möglich ist, rechnen wir mit einem sprunghaften Anstieg des Buchungsvolumens. Insbesondere in den Küstenregionen und in den Bergen wird es einen Run auf Urlaubshotels geben.«

Die Ostseestrände Mecklenburg-Vorpommerns, seit Jahren das Lieblingsreiseziel der Deutschen, sind wegen Corona weitgehend geschlossen. Dabei ist die Sehnsucht nach Seeluft, Strand und Meer im entbehrungsreichen zweiten Jahr der Pandemie besonders groß. Doch weite Teile der Ostseeküste wurden im Frühjahr 2021 zu einer Verbotszone erklärt. Die »ZDF.reportage: Sehnsucht Ostsee – Hoffen auf Urlaub« begleitet am Sonntag, 9. Mai 2021 um 17.55 Uhr im ZDF Menschen durch eine Zeit voller Ungewissheit an den breiten Sandstränden der Ostsee. Der Film von Felix Krüger steht ab Freitag, 7. Mai 2021, 9.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung. 

Drei Viertel der Deutschen will in den nächsten sechs Monaten verreisen. Das zeigt das Ergebnis des Reise-Trendbarometers Q2 2021 von Criteo. Das Technologieunternehmen analysiert nach eigenen Worten einmal im Quartal die Website-Besuche von 815 Anbietern aus dem Bereich Reise und Touristik und befragt 1.222 Deutsche bevölkerungsrepräsentativ zu ihren Reiseplänen für die kommenden Monate. Obwohl das Einhalten von Abstandsregeln kaum möglich sei, wollen 46 Prozent der Befragten per Flugzeug zu ihrem nächsten Urlaubsort. 39 Prozent reisen mit dem eigenen Auto und 29 Prozent planen mit der Bahn zu fahren. Ein Mietwagen oder Carsharing komme für 21 Prozent in Frage (Mehrfachnennungen möglich).

5. Mai: Diskussion über Deutschland-Urlaubsstart voll im Gange, Ferienhaus-Vermieter: jeder Vierte vor dem Aus, Griechenland buhlt um deutsche Touristen, Italien Mitte Mai so weit, Kuba plant Impftourismus

Reif für den Urlaub? Dann gibt es eine gute Nachricht: In wenigen Tagen könnte das an deutlich mehr Orten wieder möglich sein. Zumindest im Inland. Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wollen schon bald wieder die ersten Touristen begrüßen. Wer wann wohin unter welchen Bedingungen kommen darf, ist aber noch nicht einheitlich geregelt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, der auch derzeit Chef der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist, fürchtet daher einen Flickenteppich. Er will erreichen, dass sich die Länder abstimmen. Das könnte schon am Donnerstag der Fall sein, wenn die Ministerpräsidenten gemeinsam beraten. 

Kommt jetzt die Quittung für den monatelangen Lockdown? Viele Ferienhausvermieter in Deutschland stehen jedenfalls vor dem Aus. Das hat eine Umfrage des Deutschen Ferienhausverbands und des Deutschen Tourismusverbands ergeben. Demnach erwägt jeder vierte Besitzer, die Ferienhausvermietung aufzugeben.

Harry Theoharis ist Tourismusminister in Griechenland. Er tut momentan alles, um möglichst schnell wieder möglichst viele Touristen im Land begrüßen zu können. Derzeit ist er in Berlin und rührt dort die Werbetrommel. Dort trifft er Vertreter von Reiseveranstaltern und Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung. Wie der Urlaub in Griechenland aussehen könnte, sagte er im ZDF-Interview.

Auch ein anderes südeuropäisches Land bereitet sich auf Hochtouren auf das Tourismus-Comeback vor: Italien. Ministerpräsident Mario Draghi ist optimistisch, dass bereits Mitte Mai die ersten Touristen ins Land kommen können. Der sogenannte grüne Pass soll dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Kuba geht derweil einen anderen Weg: Der Karibikstaat will Touristen mit einem Impfangebot ins Land locken. Bis es so weit, dürfte es aber noch eine Weile dauern. Zunächst muss die Wirksamkeit des eigens in dem Land entwickelten Corona-Impfstoffes unter Beweis gestellt werden.

4. Mai: EU plant erleichterte Einreise für Geimpfte, Lauterbach gegen Tourismus-Öffnungen, Luftverkehrsexperte erwartet keinen andauernden Deutschland-Urlaubs-Boom, DER Touristik startet mit Griechenland am 14. Mai

Seit März vergangenen Jahres, als die Corona-Pandemie ihren Lauf nahm, hat die Europäische Union den internationalen Reiseverkehr stark eingeschränkt. Kaum noch jemand darf seitdem noch einreisen. Doch damit dürfte es im Sommer vorbei sein: Die EU will Menschen aus Drittstaaten wieder die Einreise erlauben – so sie denn geimpft sind.

In Deutschland nimmt die Diskussion über die Wiedereröffnung von Gastronomie und Tourismus immer stärker Fahrt auf. Kein Wunder: Immer mehr Menschen sind geimpft, die Infektionszahlen sinken immer weiter. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß hält Inlandsreisen ab Juni für gut möglich. Auf die Bremse tritt dagegen der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Dem WDR sagte er, die Diskussion darüber sei »hochriskant«. Er sprach von einem »Lockerungswettlauf«.

Schon mitbekommen? Der Flughafen Tegel ist jetzt endgültig dicht. Seit November diente er noch als Ausweichflughafen für den neuen BER. Aber damit ist es jetzt vorbei. Aus TXL wird nun ein Wohnquartier. Womit wir bei der Frage wären, wie es derzeit um die Luftverkehrsbranche bestellt ist. Der Luftverkehrsexperte Frank Fichert geht nicht davon aus, dass in Zukunft weniger Touristen fliegen werden. Er glaube nicht, dass derjenige, der sich jetzt mal gefreut habe, dass er einmal im Inland Urlaub gemacht habe, das auch auf Dauer machen werde: »Da ist man dann wieder neugierig auf andere Länder«, sagt er.

Griechenland startet ab 14. Mai in die Sommersaison und ermöglicht ab dann die Einreise ohne Quarantänepflicht für alle Touristen, die bereits vollständig geimpft sind oder einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen können. Der Reiseveranstalter DER Touristik bietet für den Sommer 750 Hotels aller Kategorien in allen griechischen Destinationen an, von denen eine Vielzahl direkt zu Beginn der Saison öffne, teilte das Unternehmen mit. Das Flugangebot sei mit rund 20 Prozent mehr Flügen als im Vorjahr und vielen neuen Verbindungen aus Deutschland in alle griechischen Destinationen so breit wie nie zuvor.

3. Mai: Bareiß skeptisch mit Blick auf Pfingsten, RKI-Risikogebiets-Update, erste Touristen wieder auf Sylt, Corona in Tansania, Reederei Costa am Wochenende wieder gestartet, Disneyland in Kalifornien wieder offen

Pfingsten wieder in den Urlaub fahren? Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, ist skeptisch. »Das wird in vielen Urlaubsregionen leider wieder ins Wasser fallen«, sagte er in der heutigen Ausgabe der Bild-Zeitung.

Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag wieder die Liste der Risikogebiete aktualisiert. Die beste Nachricht: Es werden keine neuen Virusvariantengebiete ausgewiesen. Bulgarien und Tschechien sind nun »nur noch« Risikogebiete (vorher Hochinzidenzgebiete). Keine Risikogebiete mehr sind Großbritannien und die Britischen Jungferninseln.

Während viele Reiseregionen in Deutschland unter der Bundesnotbremse ächzen, hat Sylt am Wochenende wieder die ersten Touristen empfangen. Nordfriesland samt der Inseln und Halligen gehört zu jenen touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein, die wieder Gäste empfangen dürfen. Viele ließen sich da nicht bitten. Bereits am Samstagmittag herrschte reger Passagierverkehr nach Sylt.

Über die Corona-Situation in Tansania und was das für die Menschen, die in dem Land vom Tourismus leben, bedeutet, haben wir letztes Jahr ausführlich berichtet. Mittlerweile hat sich die Situation gebessert. Coronamüde Touristen aus Russland und West-Europa besuchen wieder das Land – wenn auch nicht so viele wie in der Vor-Corona-Zeit. Der Verdruss über die Situation ist immer noch groß. Ein Leipziger Afrika-Veranstalter kritisiert die deutsche Berichterstattung über das Land. 

Die italienische Reederei Costa hat am Samstag auf dem Schiff Costa Smeralda wieder Gäste empfangen. Sie gingen im Hafen von Sanova an Bord. Alle Crew-Mitglieder und Passagiere an Bord mussten vor einen Corona-Test machen.

Darauf haben Freizeit- und Vergnügungspark-Fans lange warten müssen: Disneyland im kalifornischen Anaheim hat nach 13 Monaten Corona-Pause wieder seine Pforten geöffnet.

30. April: EU-Parlament billigt grünen Pass, Thailand verschärft Einreiseregeln, wie Malta Touristen umgarnt, Polen: Details zu Öffnungen, Oceania Cruises kündigt Neustart für August an, wie Corona die meistgenutzten Flugrouten verändert hat

Nun soll es also kommen, das EU-weite Impfzertifikat, auch grüner Pass genannt. Das Europaparlament hat sich dafür ausgesprochen. Mit dem Pass sollen gegen Corona Geimpfte, Genesene und negativ Getestete in Zukunft leichter verreisen können. Viele Details sind allerdings noch unklar, etwa wer für die Kosten der Corona-Tests aufkommen soll und ob die Quarantänepflicht dann überhaupt noch angewandt werden darf.

Diese Öffnungsschritte waren nicht von langer Dauer: Thailand wird ab morgen wieder seine Einreiseregeln verschärfen. Jeder, der in das südostasiatische Land einreisen wird, muss dann wieder 14 Tage in Quarantäne. Sogar wenn man schon gegen Corona geimpft ist.

Malta bereitet sich auf die Tourismus-Sommersaison vor. Am 1. Juni soll es so weit sein. Um das Geschäft anzukurbeln, hat sich die Regierung ein besonderes Geschenk für Reiseinteressenten einfallen lassen: So will sie etwa Besuchern einen Gutschein über bis zu 200 Euro für ihre Reise ausstellen. In den Genuss der finanziellen Urlaubsförderung kommen aber nur Individualtouristen. 

In Polen können Hotels ab dem 8. Mai wieder öffnen. Das ist Teil einer Öffnungsstrategie, die von der polnischen Regierung jetzt vorgestellt wurde – wir haben gestern an dieser Stelle darüber berichtet. Nun sind weitere Details bekanntgeworden. Bereits ab 1. Mai sollen nach dem Plan der Regierung landesweit die Sportanlagen im Freien wieder geöffnet werden, ab dem 4. Mai dürfen neben Shoppingcentern auch Kunstgalerien und Museen unter Beachtung strenger Hygieneauflagen wieder Gäste empfangen. Hotels werden am 8. Mai folgen. Sie dürfen zunächst nur bis zu 50 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen, auch Restaurants und Wellnessbereiche müssen anfangs noch geschlossen bleiben. Eine Woche später sollen weitere Schritte erfolgen, vorausgesetzt, dass sich die Zahl der Neuinfektionen bis dahin unter einem Wert von täglich 15 pro 100.000 Einwohner bewegt. Dann soll wieder eine Außengastronomie möglich sein, auch Kinos und Theater dürften im Freien starten. Bei einer weiter positiven Entwicklung der Inzidenzzahlen dürfen ab 29. Mai auch wieder bis zu 50 Prozent der Plätze in den Restaurants belegt werden. Auch Kinos und Theater, Indoor-Sportananlagen und Schwimmbäder können dann wieder mit bis zu 50 Prozent der Besucher starten.

Ab August 2021 nimmt die Reederei Oceania Cruises wieder den Kreuzfahrtbetrieb auf. Dann sticht mit der Marina (1.250 Gäste) das erste von insgesamt sechs Boutique-Schiffen der internationalen Reederei in See. Die Routen führen dabei nach Skandinavien und Westeuropa. Ab dem 29. August wird das Schiff der Oceania-Klasse wieder den ursprünglichen Fahrplan mit Abfahrt in Kopenhagen aufnehmen. Die Termine für die gestaffelte Wiederinbetriebnahme der restlichen Flotte von Oceania Cruises werde die Reederei in Kürze bekanntgeben, heißt es. In der Zwischenzeit würden die Reiserouten auf die Verfügbarkeit der Häfen überprüft und bei Bedarf angepasst.

Einige Flugstrecken waren vor Ausbruch der Corona-Pandemie besonders populär. Dazu zählten die Verbindungen Bangkok–Hongkong oder London–New York. Das aber hat sich mittlerweile verändert. Die meist geflogenen »internationalen Strecken« sind in diesem Monat Orlando– San Juan (Puerto Rico) und Moskau–Simferopol. In West-Europa schafft es mittlerweile keine einzige Strecke mehr in die die Top Ten der internationalen Verbindungen.

29. April: Helgoland coronafrei – trotzdem Bundesnotbremse, Polen öffnet Hotels am 8. Mai, Malta am 1. Juni, Duisburger Ordnungsamt schließt Hotel

Auf Helgoland beträgt aktuell die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz null. Die Insel ist coronafrei. Das hilft den Menschen auf der Insel aber wenig. Denn: Helgoland gehört zum Kreis Pinneberg, wo zuletzt eine Inzidenz von über 100 ausgewiesen wurde. Folge: Die Bundesnotbremse gilt auch auf der Insel. Während sich Bürgermeister Jörg Singer noch diplomatisch zurückhält, kritisiert Wolfgang Kubicki, Vize-Chef der Bundes-FDP, den »regulatorischen Irrsinn«, mit dem die Bundesregierung das Land überzogen habe.

Auch in unserem östlichen Nachbarland Polen stehen die Zeichen auf Öffnung: Dort dürfen ab Samstag, dem 8. Mai Hotels wieder Gäste beherbergen. Allerdings nur mit einer Auslastung von 50 Prozent. Bereits vier Tage früher, am 4. Mai, dürfen Geschäfte wieder ihre Pforten öffnen. Die Öffnung der Außengastronomie folgt nur eine Woche nach den Hotels.

Auch Malta lockert und öffnet schrittweise wieder: Ab sofort öffnen Geschäfte und Dienstleister wieder für ihre Kunden. Ab 10. Mai 2021 werden weitere der bisher geltenden Einschränkungen aufgehoben oder erleichtert. Ab dann heißen auch Restaurants und Bars wieder Besucher willkommen und dürfen bis 17 Uhr Service am Tisch anbieten. Auch Open-Air-Märkte dürfen dann wieder stattfinden. Die Reisebeschränkungen zwischen Malta und Gozo werden aufgehoben. Ab dem 1. Juni öffnet das Land wieder für den internationalen Tourismus.

In Duisburg haben Kräfte des Ordnungsamts und der Polizei ein Hotel geschlossen. Der Grund: In dem Haus gingen Prostituierte ihrer Arbeit nach. Die Behörden hatten vor einer Woche einen Hinweis darauf erhalten.

28. April: WDR: Keine Ausgangssperren-Kontrollen am CGN-Airport, Tourismusstart auf Sylt am 1. Mai, DER Touristik verlängert Flexpakete, Lockdown in Türkei gilt nicht für Touristen, Lockdown-Ende in den Niederlanden, Reise-Boom innerhalb Chinas

Die Frage, ob man in der Zeit der Ausgangssperre zum und vom Flughafen an- oder abreisen darf, bleibt vielerorts unbeantwortet. Juristen, Ordnungsbehörden und Reiseanbieter geben keine klare Antwort auf die Frage. Und wie sieht’s in der Praxis aus? Der WDR begab sich zum Flughafen Köln/Bonn (CGN) und beobachtete das Geschehen. Gegen 1 Uhr in der Früh landete ein Ryanair-Flieger, zwei Maschinen flogen in der Nacht in die Türkei. Es war viel los im und am Flughafen. Kontrolliert wird aber nicht.

Kommenden Samstag ist es so weit: Sylt darf wieder Touristen empfangen. Die Vorfreude in den Tourismusbetrieben ist groß. Unkompliziert wird es für Besucher aber nicht: So muss bei Anreise ein negativer Corona-Schnelltest oder ein PCR-Labortest vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Während des Aufenthalts auf der Insel muss der Test alle 48 Stunden aktualisiert werden. Welche Regeln noch gelten, erfährt man hier.

Die DER Touristik verlängert ihre Aktion »Flexpakete zum Einheitspreis«: Sie gilt bis auf Weiteres für alle Neubuchungen von Flugpauschalreisen, Hotels weltweit und Rundreisen bei den Veranstaltern Dertour, ITS, Jahn Reisen und Meiers Weltreisen. Auch der Reisezeitraum wurde verlängert und gilt nun für Abreisen bis zum 30. April 2022. Mit dem Flexpaket können Gäste ihre Buchung bis 14 Tage vor Abreise ohne Angabe von Gründen kostenfrei umbuchen oder stornieren. Während der Aktion beträgt der Preis für ein Flexpaket 59 Euro – unabhängig vom Reisepreis. Für eine vierköpfige Familie ergebe sich bei einem Gesamtreisepreis von 6.001 Euro lediglich ein Aufpreis von 14,75 Euro pro Person, teilte das Unternehmen mit.

Die Nachricht hatte allen, die bald einen Urlaub in der Türkei planen, einen Schrecken eingejagt: Ab morgen tritt ein knapp dreiwöchiger (bis 17. Mai) harter Lockdown in Kraft. Dieser beeinhaltet unter anderem strenge Ausgangsbeschränkungen. Für Touristen gilt das aber nicht. Sie sind von den Regelungen ausgenommen, sagte Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy.

Aus und vorbei für den Lockdown: Die Niederlande kehren ab heute ein Stück zurück in die Normalität. Geschäfte und Außenbereiche von Restaurants und Cafés dürfen wieder öffnen. Die Maßnahme ist in unserem Nachbarland nicht unumstritten. Auch in den deutschen Grenzregionen beobachtet man die Maßnahme skeptisch. Die Kreise Heinsberg und Borken appellierten an ihre Bürger, auf Tagesausflüge in die Niederlande zu verzichten. 

In China scheinen die Menschen wieder so unbeschwert zu verreisen wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Millionen Menschen werden am kommenden Wochenende im Land unterwegs sein.

27. April: Merkel zurückhaltend in Sachen Sommerurlaub, Verwaltungsgericht: keine Bevorzugung Geimpfter für Ferienwohnungen, US-Touristen im Sommer wieder in Europa, Rheinkirmes in Düsseldorf abgesagt, auch Oktoberfest auf der Kippe

Gestern debattierten Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder abermals miteinander. Es ging vor allem um die Impfstrategie. Nach dem Gipfel wurde Merkel in einer Pressekonferenz gefragt, wie ihre Einschätzung zum Sommerurlaub sei. Die Kanzlerin wollte sich nicht festlegen. »Aber wann wir jetzt wieder darüber nachdenken können, Hotels zu öffnen, das kann ich heute nicht sagen«, sagte sie.

Die Debatte über Erleichterungen für Geimpfte nimmt immer mehr Fahrt auf. So steht immer häufiger die Frage im Raum, ob Geimpfte früher als Nicht-Geimpfte wieder unkomplizierter verreisen dürfen. Diese Frage beschäftigte nun auch das Verwaltungsgericht in Greifswald. Konkret ging es um Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, die eine Ausnahmegenehmigung für ihre Unterkünfte auf Usedom haben wollten. Das Gericht urteilte nun: Die Ferienwohnungen dürfen nicht vermietet werden. 

Weder dürfen derzeit Europäer in den USA ihren Urlaub verbringen noch US-Amerikaner in Europa. Das könnte sich im Sommer ändern – zumindest für diejenigen, die gegen Corona geimpft sind. EU-Kommissionschefin von der Leyen erwägt, ab dem Sommer jenen US-Bürgern wieder die Urlaubsreise nach Europa zu ermöglichen. Einen genauen Zeitpunkt nannte von der Leyen aber nicht.

Das größte Volksfest Deutschlands, das Oktoberfest in München, dürfte in diesem Jahr wohl abermals ausfallen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hält die Absage des Oktoberfestes jedenfalls für immer wahrscheinlicher. Auch in NRW zog man den Kirmes-Stecker: Wegen der Corona-Pandemie wurde die für den 16. bis 25. Juli geplante Düsseldorfer Rheinkirmes nun abgesagt.

26. April: Indien-Einreisestopp beschlossen, Lufthansa sieht keine Auswirkungen wegen Ausgangssperre, Italien: Ärger wegen Capri-Vorpreschen, Falschmeldung über gestrandete BER-Passagiere entfacht Wirbel

Die Nachrichten zur Corona-Situation in Indien sind verstörend: Wegen einer doppelten Mutation des Coronavirus kam es zu einem massiven Anstieg der Infektionszahlen, die Krankenhäuser sind überlastet. Nun zog die Bundesregierung in Berlin die Konsequenzen: Die Einreise nach Deutschland ist nur noch in Ausnahmesituationen erlaubt. 

Die am Samstag in Kraft getretene Bundesnotbremse inklusiv der Ausgangssperren in der Nacht hat nach Auskunft der Lufthansa bisher keine Auswirkungen auf deren Flugbetrieb. Der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hatte zuvor von der Politik Klarheit darüber gefordert, dass die An- und Abreise zum Flughafen nicht regionalen und wechselnden Ausgangssperren unterliegen dürfe.

Politiker auf der italienischen Insel Capri kündigten an, dass die Bewohner schnellstmöglich durchgeimpft werden und schon bald wieder Touristen kommen dürfen. Spätestens Anfang Mai sollte es so weit sein. Aber daraus wird wohl nichts. Besonders in anderen Urlaubsorten, aber auch bei der Regierung in Rom reagierte man verschnupft über das Vorpreschen Capris. Alleingänge einzelner Inseln werde man nicht erlauben, heißt es. 

Gestern machte auf Twitter eine Meldung die Runde, wonach am frühen Sonntagmorgen wegen der Ausgangssperre 650 Passagiere am Hauptstadtflughafen BER festsitzen würden. Eine Userin berichtete, Hundertschaften der Polizei würden jeden anzeigen und von jedem Bußgeld kassieren, der das Flughafengebäude vor 5 Uhr in der Früh verlassen würde. Die Meldung verbreitete sich unter sehr vielen Usern rasch im Netz. Im Laufe des Tages stellte sich aber heraus: An der Nachricht ist nichts dran.

 

24. April: Reisen in der Nacht künftig verboten – und was das konkret bedeutet, Österreich öffnet Mitte Mai, weitere Liberalisierungen auf Mallorca, Indien-Reise-Verbot gefordert, Aktionsbündnis Tourismusvielfalt: »Bundesregierung schafft Urlaub ab«

Heute tritt in Deutschland die Bundesnotbremse in Kraft. Diese hat auch Folgen für alle, die in den späten Abendstunden oder in der Nacht (zwischen 22 und 5 Uhr) von A nach B reisen wollen. Das ist nämlich künftig verboten – sofern die Reise aus privaten Gründen unternommen wird. Zuweilen kann der Zeitkorridor sogar noch enger sein, denn einige Städte und Landkreise haben bereits ab 21 Uhr eine Ausgangssperre ausgesprochen. Die Notbremse gilt auch für Transitreisen. Auch wer mit dem Auto oder Zug reist und sich aufgrund von Bahnverspätungen oder Staus verspätet, ist nicht unbedingt aus dem Schneider. Unklar ist auch, was passiert, wenn man sich vor fünf Uhr oder nach 22 Uhr auf den Weg zum Flughafen macht, um einen Flug in den Urlaub anzutreten.

Während in Deutschland seit heute die Bundesnotbremse gilt, hat Österreich gestern angekündigt, ab dem 19. Mai in einem ersten Schritt zurück zur Normalität zu kehren. Nahezu alle Bereiche dürfen wieder öffnen, so Bundeskanzler Sebastian Kurz. Für Touristen bedeutet das: Sie sind ab dem 19. Mai wieder willkommen. Gänzlich problemlos ist die Reise nach Österreich allerdings nicht. Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt, muss in Quarantäne. Wer aus Deutschland kommt, muss einen negativen Corona-Test vorlegen oder Inhaber eines sogenannten grünen Passes sein.

Auch auf Mallorca und den anderen Inseln der Balearen werden die Corona-Maßnahmen entschärft. So wird die nächtliche Ausgangssperre auf 23 Uhr verlegt. Montags bis donnerstags wird es den Gastronomie-Betrieben erlaubt sein, bis 22:30 Uhr Gäste im Außenbereich zu bewirten. Grund für die Lockerungen sind die weiterhin niedrigen Inzidenzwerte auf den Inseln.

Die Bundesregierung hat Indien zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Gleiches gelte für Tunesien, Kap Verde sowie die Golfstaaten Katar und Oman, so das Robert-Koch-Institut in seiner aktuellen Risikogebietsmitteilung. Gute Nachrichten gibt es dagegen für viele Staaten in der Karibik, sie wurden runtergestuft. Unterdessen hat Manfred Weber (CSU), Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament, die sofortige Einstellung aller Flugverbindungen aus Indien in die EU gefordert.

In einem Brandbrief an Kanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung hat das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt (ATV), ein Bündnis aus 28 touristischen Branchenverbänden, auf die Zustimmung des Bundestags und Bundesrats zum 4. Bevölkerungsschutzgesetz reagiert. Darin kritisiert das Aktionsbündnis »die anhaltende politische Inkonsequenz und Inkonsistenz, die der Tourismusbranche seit Monaten ein beispielloses Opfer abverlangt und zahlreiche Existenzen gefährdet«. Die Politik sei offenkundig nicht bereit, der Tourismusbranche dieselben Möglichkeiten einzuräumen wie anderen Branchen, die mit Tests und Hygieneauflagen öffnen können. Man könne das mangelnde Vertrauen in die Branche nicht nachvollziehen«, heißt es in einer Mitteilung der Verbände.

22. April: Sonnenziele im Mittelmeere werben mit unbesorgtem Urlaub, ZDF-Reportage über Urlaub trotz Corona, Visa-Reform: leichter nach Russland reisen, Gerichtsurteil zur Quarantäne nach Urlaub

In wenigen Wochen startet die Feriensaison. Millionen von Urlaubern würden dann gern Richtung Süden fliegen. Aber wohin? Für viele Urlauber ist die Antwort auf die Frage wichtig, wie es um die Corona-Infektionszahlen vor Ort aussieht. Hat man die Situation vor Ort im Griff? Einige Destinationen bejahen dies. Tourismusverbände, Politiker und Hotels werben daher um Touristen. Mittlerweile ist am Mittelmeer ein Wettlauf um die Gunst der Urlauber entbrannt. 

Ostsee geht nicht – dann eben Balearen: So stellte es sich beim Osterurlaub nach einem Jahr Pandemie dar. Kaum war die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben, waren die Flüge ausgebucht. Doch der Ärger ließ nicht lange auf sich warten: Die einen befürchteten ein Superspreading-Event, die anderen konnten nicht verstehen, warum eine Auslands-Flugreise möglich sein sollte, eine Fahrt in eine Ferienwohnung im Inland jedoch nicht. »Alle nach Malle?« fragt die »ZDF.reportage« am Sonntag, 25. April 2021, 17.55 Uhr, und beleuchtet den »Urlaub trotz Corona«. Der Film von Oliver Koytek und Anna-Sofia Angelis steht ab Sonntag, 25. April 2021, 9.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Russlands Präsident Vladimir Putin hat in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt, nach Ende der Corona-Pandemie die Visavergaberegeln für Ausländer zu lockern. »Dann werden wir ganz sicher noch geltende Einschränkungen aufheben, und zu uns werden wieder Millionen Touristen von allen Enden der Welt kommen«, sagte Putin.

Wer gegen Corona geimpft ist, soll – wenn es nach dem Willen einiger Politiker und Experten geht – deutlich unkomplizierter verreisen können. So soll etwa in vielen Urlaubsländern die Quarantäne entfallen nach der Ankunft. In Deutschland sieht man das (noch) anders: Zwei Urlauber, die bereits gegen Corona geimpft waren, sollten nach ihrer Rückkehr aus Dubai in Quarantäne. Damit aber waren sie nicht einverstanden. Das Verwaltungsgericht Frankfurt gab ihnen recht. 

21. April: Italien-Comeback im Frühsommer, Auswärtiges Amt zu Indien, Norwegen bleibt dicht

In Italien gewinnt die Diskussion, wann wieder ausländische Touristen ins Land gelassen werden sollen, deutlich an Fahrt. In den ersten Regionen des Landes werden die Corona-Regeln wieder liberalisiert, so sollen die Gastronomiebetriebe in Neapel nächste Woche wieder öffnen. Noch recht unübersichtlich ist der Zeitplan für Touristen aus dem Ausland. Tourismusminister Massimo Garavaglia brachte vergangene Woche den 2. Juni als Starttermin ins Spiel. Ob und inwieweit ein Impfpass als Bedingung für die Einreise eine Rolle spielen wird, ist indes noch unklar.

Wegen der in Indien grassierenden Corona-Mutation N501Y haben zahlreiche Länder ihre Indien-Reisehinweise verschärft. Auch Deutschland. Das Auswärtige Amt schreibt, im indischen Gesundheitssystems sei der Zugang zu in­tensivmedizinischer Versorgung vielerorts sehr stark eingeschränkt. Deshalb sollten Deutsche, die noch nicht geimpft seien, »eine temporäre Rückkehr nach Deutschland bis zur Stabilisierung der medizini­schen Versorgungslage erwägen«.

Norwegen wird weiterhin keine Touristen ins Land lassen. Die Regierung in Oslo teilte gestern mit, dass die Einreisesperre zunächst bis zum 12. Mai verlängert werde.

20. April: Reise-Rückkehr-Privilegien für Geimpfte, Mallorca: Corona-Zahlen konstant, Wieder Touristen in Eckernförde, Sammelklage gegen Verbot von Dauercamping in Baden-Württemberg

Reisende, die bereits gegen Corona geimpft sind, und in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wohnen, müssen nach ihrer Rückkehr nicht mehr in Quarantäne. Welche Regeln nun wo gelten, erfährt man hier.

Mehrere Zehntausend Deutsche waren über Ostern auf Mallorca. Das gefiel nicht allen, vor allem nicht einigen Politikern. Aber wie fällt nun die Bilanz aus? Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der Insel liegt seit zwei Monaten bei etwa 25 bis 30 – die befürchteten negativen Folgen sind nicht eingetreten.

Einige Regionen und Städte in Schleswig-Holstein dürfen ja im Rahmen eines Modellprojekts wieder Touristen empfangen. Der beliebte Urlaubsort Eckernförde gehört mit dazu. Gestern trafen die ersten Urlauber ein. Von einem Touristen-Ansturm kann man aber nicht sprechen. 

Mit Unterstützung vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD) und dem Landesverband Baden-Württemberg e.V. (BVCD-BW) klagen 14 Campingplatzbetreiber aus Baden-Württemberg im Normkontrollverfahren gegen das corona-bedingte Verbot von Dauercamping. Gefordert wird eine Öffnung für Dauercamper in Baden-Württemberg unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen. »Seit Beginn der Pandemie setzen wir uns für die Öffnung des Dauercamping in allen Bundesländern ein. Das Regelungschaos der Länder ruft bei der Bevölkerung neben der generellen Lock-Down-Ermüdung weitere Negativ-Gefühle von Unzufriedenheit und Ungleichbehandlung bzw. Diskriminierung hervor – und das aufgrund einer in diesem Fall unverhältnismäßigen Maßnahme«, sagte Christian Günther, Geschäftsführer des BVCD.

19. April: Alaska will Touristen mit Impfungen locken, Camper-Demonstration in Berlin, Tourismus-Öffnungen in Europa, Umfrage: Deutsche verhalten bei Urlaubsplanung

In Alaskas Tourismusbranche sieht es derzeit nicht gut aus. Wie vielerorts auf der Welt sind kaum Besucher da. Alaskas Gouverneur Mike Dunleavy kommt nun mit einer ungewöhnlichen Idee um die Ecke: Er will Touristen, die nach Alaska kommen, mit einer Impfung gegen Corona belohnen. Am 1. Juni soll es losgehen.

In Berlin haben am Samstag mehrere Hundert Camper mit ihren Wohnmobilen und -wagen für die Öffnung der Stell- und Campingplätze in Deutschland demonstriert. Rund 1.000 Wagen zogen vom Olympiastadion zum Reichstagsgebäude. Auf Sprüchbändern war etwa »Wir reisen coronakonform« zu lesen. Organisiert hatte die Demonstration die Initiative »Campen mit Abstand«.

Während wir in Deutschland über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen debattieren, haben mehrere Länder angekündigt, schon bald wieder Touristen empfangen zu wollen. Den Auftakt machen bereits heute Griechenland, Belgien und Tunesien. Weitere Länder wollen im Mai und Juni folgen.

Ob allerdings tatsächlich viele Deutsche in diesem Jahr ins Ausland reisen werden, um dort ihren Urlaub zu verbringen, ist fraglich. Einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC zufolge wissen 31 Prozent der Befragten derzeit nicht, ob sie überhaupt verreisen werden, 28 Prozent wollen dies nicht.

17. April: Risikogebiet-Update des RKI, Impfreisen nach Moskau, Mecklenburg-Vorpommern verschärft Corona-Reise-Regeln, Österreich: Tourismusbetriebe öffnen wohl im Mai, Aida Cruises: neue Kreuzfahrten im Mai

Die Regionen Azoren und Algarve in Portugal sowie Kastilien-La Mancha in Spanien sind leider wieder Corona-Risikogebietedas gab das Robert-Koch-Institut gestern bekannt. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Barbados, Großbritannien, die Region Pirkanmaa in Finnland und die Regionen Mid-West und South-East in Irland sind kein Risikogebiet mehr. Last but not least wurden die Vereinigten Arabischen Emirate vom Hochinzidenzgebiet zum regulären Risikogebiet herabgestuft.

Die Coronaschutz-Impfungen in Deutschland verlaufen nach Ansicht vieler Beobachter schleppend. Viele dürften sich noch Monate gedulden müssen, bis sie an der Reihe sind – so sie sich denn impfen lassen wollen. Da kommt dem ein oder anderen das Angebot eines Reiseveranstalters gelegen, der Impfreisen nach Russland organsiert, wo das Vakzin Sputnik V gespritzt wird. Die ersten Deutschen waren schon da, berichten die Tagesthemen.

Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe sind schon seit Monaten geschlossen, selbst Tagesausflüge von Personen aus anderen Bundesländern sind in Mecklenburg-Vorpommern untersagt. Jetzt zieht die Schweriner Landesregierung noch weiter die Zügel an: Wer in einem anderen Bundesland wohnt und seinen Zweitwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern hat, muss diesen bis spätestens Freitag nächster Woche verlassen.

Wir erinnern uns: Auch im April 2020 war es unser Nachbarland Österreich, das für den Monat Mai die Wiederöffnung der Tourismusbetriebe angekündigt hatte. Und so kam es 2020 dann auch. In diesem Jahr scheint sich das Spiel zu wiederholen: Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte gestern, man sei »auf den letzten Metern, was den Sieg über die Pandemie betrifft«. Den genauen Mai-Termin für die Öffnungen im Tourismus nannte er noch nicht.

Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises wird ab 23. Mai 2021 neue Reisen in Griechenland anbieten. Die 7-tägigen Kreuzfahrten starten ab Korfu und führen durch die griechische Inselwelt nach Kreta und Rhodos sowie nach Katakolon (Olympia) und Piräus (Athen). Buchungsstart ist am 20. April 2021. Es stehen 22 Termine zwischen dem 23. Mai und 17. Oktober 2021 zur Auswahl. Die Griechenland-Kreuzfahrten können auch als 14-tägige Reise gebucht werden. Griechenland ist eines der beliebtesten Urlaubziele für deutsche Reisende. Spätestens ab dem 14. Mai 2021 ist das Mittelmeerland wieder für den Tourismus geöffnet.

15. April: Griechenland: Quarantänepflicht entfällt womöglich schon früher, Dänemark-Einreiselockerungen in mehreren Schritten, Passagier-Zahlen in Frankfurt weiter im Keller

Wer derzeit nach Griechenland fliegt, muss anschließend in Quarantäne. Vor ein paar Tagen gab die Regierung bekannt, dass diese Regelung ab dem 14. Mai entfallen soll. Dann sollen alle, die gegen Corona geimpft sind oder einen negativen Corona-Test vorzeigen können, nicht mehr in Qurantäne müssen. Heute wurde bekannt: Die Neuregelung tritt möglicherweise schon am kommenden Montag, dem 19. April in Kraft.

Wer in den nächsten Wochen in Dänemark seinen Urlaub verbringen will, sollte sich mit Blick auf die Einreisebestimmungen tunlichst vorher schlau machen. Aktuell müssen noch trifftige Gründe für die Einreise vorliegen. Das ändert sich aber bald. Die Eineise-Beschränkungen sollen in vier Phasen gelockert werden; die erste davon beginnt bereits am kommenden Mittwoch, den 21. April 2021.

Die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Verkehrszahlen setzten sich am Frankfurter Flughafen auch im März fort: Der Airport zählte 925.277 Passagiere. Dies entspricht einem Minus von 56,4 Prozent gegenüber dem März des Vorjahres, in dem das Verkehrsaufkommen aufgrund der beginnenden Corona-Krise bereits deutlich reduziert war. Im Vergleich zu März 2019 ging das Verkehrsaufkommen im Berichtsmonat entsprechend noch stärker zurück: um 83,5 Prozent.

14. April: Covid-Zertifikat der EU kommt Ende Juni, noch mehr als zwei Dutzend in Quarantäne-Hotel auf Mallorca, Umfrage: Corona beeinflusst weiter Urlaubsplanung, Israel öffnet am 23. Mai

Die Rufe Griechenlands, Spaniens und anderer Reiseländer nach Reise-Erleichterungen für Geimpfte scheinen immer mehr Gehör in der EU zu finden. Ab Ende Juni soll es ein »einheitliches Covid-Zertifikat für einfacheres Reisen in Europa« geben. Darin soll vermerkt werden, ob jemand geimpft ist oder schon mal infiziert war. Auch bisher gemachte Corona-Tests sollen darin dokumentiert werden. Was die Länder damit machen, soll ihnen überlassen bleiben.

Mittlerweile dürften alle Deutschen, die rund um Ostern ihre Ferien auf Mallorca verbracht haben, wieder zu Hause sein. Sollte man meinen. Tatsächlich stecken aber noch mehr als zwei Dutzend auf der Baleareninsel fest. Der Grund: Sie wurden positiv auf Corona getestet und mussten anschließend in Quarantäne.

Nachdem die Urlaubssaison 2020 aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie für viele ausgefallen ist, blickt Deutschland gespannt auf die Reisezeit 2021. Dass Corona immer noch unsere Urlaubspläne bestimmt, bestätigt nun auch eine neue bevölkerungsrepräsentative Studie des digitalen Versicherungsmanagers Clark in Zusammenarbeit mit YouGov: Jeder zweite Befragte (49 Prozent) gibt an, dass die Pandemie die Urlaubsplanung 2021 stark beeinflusse.

Ab dem 23. Mai 2021 lässt Israel nach mehr als einem Jahr wieder internationale Reisende ins Land. Tourismusministerin Orit Farkash-Hacohen und Gesundheitsminister Yuli Edelstein einigten sich auf einen Rahmen für die Öffnung des Landes für geimpfte Gruppen ausländischer Touristen. Die Wiederaufnahme des internationalen Tourismus erfolgt in zwei Phasen. Dem Entwurf zufolge wird ab dem 23. Mai eine begrenzte Anzahl von geimpften Gruppen in Israel Urlaub machen dürfen. Alle Besucher müssen sich vor dem Flug nach Israel einem PCR-Test unterziehen und bei Ankunft am Ben-Gurion-Flughafen einem serologischen Test vor Ort zum Nachweis ihrer Impfung. In einer zweiten Phase dürfen auch individuelle Touristen nach Israel einreisen. Auch hier gelten die entsprechenden Bedingungen eines negativen PCR-Tests vor Anreise und einer serologischen Untersuchung bei Ankunft.

13. April: Griechenland-Start am 14. Mai, Lufthansa will bei Vorkasse bleiben, wie Eckenförde das Tourismus-Comeback vorbereitet

Gute Nachricht für alle, die ab Mitte Mai ihren Urlaub in Griechenland verbringen wollen: Das wird möglich! Ab dem 14. Mai soll es für alle EU-Bürger so weit sein, sagte Vize-Tourismusministerin Julia Zacharaki. Eine Pflicht zur Quarantäne werde es nicht geben. Allerdings muss man entweder geimpft sein oder ein negatives Coronatest-Ergebnis bei der Einreise vorlegen.

Die Lufthansa und viele andere Airlines hatten 2020 viel Kritik einstecken müssen, weil sie Ticketerstattungen für ausgefallene Flüge nur sehr behäbig bearbeiteten und auszahlten. Verbraucherschützer forderten infolge dessen, dass Flugreisen erst bei Antritt bezahlt werden sollten – und nicht bei Flugbuchung. Das aber lehnt die Lufthansa ab. In ihrem aktuellen »Politikbrief spezial« schreibt die Airline, die Vorkasse sei auf der ganzen Welt gängige Praxis und nutze Fluggesellschaften und Kunden gleichermaßen.

Kaum hatte die schleswig-holsteinische Landesregierung unter anderem Eckernförde als eine der Modellregionen für die Wiedereröffnung des Tourismus auserkoren, stehen die Telefone nicht mehr still. »Die Buchungszahlen schnellen jetzt hoch«, sagte Touristik-Chef des Ostseebades, Stefan Borgmann, gegenüber dem NDR. Ab kommenden Montag dürfen Touristen anreisen. Bis dahin ist noch einiges zu tun.

12. April: Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft zurückhaltend bei Sommerbuchungen, Tui-Chef fordert rasches Impfen

Dieser Sommer dürfte für viele Reiseveranstalter kein leichter werden – damit rechnet jedenfalls der Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft. Die Buchungen für dieses Jahr seien deutlich schlechter als die schon schlechten Zahlen vom Vorjahr, sagte deren Chef Michael Frenzel in einem Gespräch mit der »Welt am Sonntag«. Seiner Meinung nach werden die meisten Urlaubswilligen erst im Herbst wieder deutlich mehr verreisen.

Tui-Chef Fritz Joussen dagegen ist optimistischer. Wenn sich zügig immer mehr Menschen impfen ließen, dann werde das Geschäft bald anziehen. »Was ich sehe, sind einige gute Signale und Entwicklungen – in Heimat- wie Zielländern der Kunden«, sagte er.

10. April: RKI-Risikogebiets-Update, Geldgeschenke von Maltas Regierung, Modellregionen in Schleswig-Holstein starten am 19. April, Bundesverfassungsgericht zu Camping-Urlaub, Schweizer Skisaison-Fazit

Das Robert-Koch-Institut hat gestern – so wie jeden Freitag – die Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert. Kroatien, Armenien, die Ukraine und die Türkei gelten nun als Hochinzidenzgebiet. Israel ist kein Risikogebiet mehr.

In Schleswig-Holstein soll ab dem 19. April in ausgewählten Regionen wieder Tourismus möglich sein. Dazu hat die Kieler Landesregierung die Lübecker Bucht, den Kreis Nordfriesland inklusive Sylt, Büsum und in die Schleiregion mit Eckernförde ausgesucht. Die vorsichtigen Öffnungen sollen durch viele Corona-Tests abgesichert – und wissenschaftlich beobachtet werden.

Da soll noch jemand sagen, die seien nicht kreativ: Maltas Regierung will den ersten 35.000 Reisenden, die in diesem Sommer ihren Urlaub auf der Insel buchen, Rabatte von jeweils bis zu 200 Euro gewähren. Das kündigte Tourismusminister Clayton Bartolo gestern an. Allerdings ist der Rabatt an eine Mindestaufenthaltszeit und an die Kategorie des Hotels gekoppelt.

Drei Camperinnen hatten vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die Corona-Verordnung Schleswig-Holsteins geklagt. Sie wollten drei Monate in einem Wohnwagen auf der Insel Fehmarn verbringen. Daraus wird aber nichts. Das Gericht wies die Klage in einem Eilverfahren ab. 

In der Schweiz waren in den letzten Monaten bekanntlich die Skipisten geöffnet. Das fanden Politiker anderer Länder mit Blick auf das Infektionsgeschehen nicht gut. Blick, die deutschsprachige Schweizer Tageszeitung, zieht nun ein Fazit: Der Alleingang im Wintersport habe sich ausgezahlt, so das Resümee.

9. April: Briten-Reise-Start im Mai, Malta erläutert Tourismus-Comeback, Italiens Inseln als Vorreiter, Booking.com-Umfrage über Rückkehr zum Reisen

Das dürfte die Briten freuen: Ab dem 17. Mail sollen sie wieder ins Ausland verreisen dürfen, teilte Verkehrsminister Grant Shapps mit. Ab dann werde man die Länder in grüne, gelbe und rote Kategorien einteilen – je nachdem, wie es um das Corona-Impf- und Infektionsgeschehen in den Ländern bestellt sei.

Die maltesischen Inseln sollen im Sommer 2021 wieder für den Tourismus geöffnet werden. Sowohl geimpfte als auch ungeimpfte Touristen werden ab dem 1. Juni 2021 auf der Insel Malta willkommen sein. Ab Juni werden voraussichtlich achtzehn Fluggesellschaften, darunter Air Malta, während der Sommersaison die Insel anfliegen. Damit wären 70 Prozent der Flugstrecken von 2019 wiederhergestellt. Vier der Fluggesellschaften seien neu. Neben den Flugzeugen würden im Sommer auch Kreuzfahrtschiffe ihren Dienst wieder aufnehmen. Bis Ende Juni seien immerhin 34 Hafenanfahrten geplant. Die maltesische Regierung führt aktuell auch Gespräche mit der Europäischen Kommission, und hofft auf die Zulassung von »grünen« Pässen für Geimpfte, mit denen Gäste innerhalb Maltas ohne Einschränkungen reisen könnten.

Auch Italien bereitet sich auf die Rückkehr ausländischer Touristen vor. Das soll ab dem 2. Juni der Fall sein. In einem Schritt sollen die Urlauber auf kleineren Inseln wie etwa Capri, Ischia und Elba reisen dürfen.

Auch wenn uns vielleicht noch schwere Tage bevorstehen, zeigt eine neue Booking.com-Umfrage, dass der Wunsch, die Welt zu entdecken, ungebrochen ist und Reisende nach monatelangen Einschränkungen vor allem dank der Einführung von Impfstoffen gegen das Coronavirus endlich Licht am Ende des Tunnels sehen. Obwohl das Ende der Pandemie noch lange nicht erreicht sei, seien zwei Drittel der weltweit Reisenden (66 Prozent) aufgrund der Einführung der COVID-19-Impfstoffe hoffnungsvoller, 2021 reisen zu können, so das Ergebnis der Umfrage. Die gleiche Anzahl der Reisenden weltweit (66 Prozent) gibt an, dass sie sich 2021 noch mehr nach Reisen sehnen, da sie 2020 kaum reisen konnten. Befragt wurden 28.000 Reisende aus 28 Ländern und Regionen.

8. April: Maskenpflicht an Spaniens Stränden vom Tisch, Griechenlands Inseln sollen schneller Covid-frei werden, Aida sagt Mittelmeer-Kreuzfahrten im Mai ab, Alpen-Sylt- Nachtexpress startet später

Das hatte für reichlich Irritationen gesorgt: Spaniens Regierung wollte eine rigide Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit durchsetzen. So sollten auch Strand-Besucher angewiesen werden, eine Maske zu tragen. Das hatte für erhebliche Kritik in den Urlaubsregionen gesorgt. Jetzt zogen die Regierung und die 17 Regionen die Notbremse: Wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt bleibt, braucht man am Strand keine Maske zu tragen.

In Griechenland macht die Regierung Tempo beim Impfen: 1,3 der 11 Millionen Griechen haben nun eine Schutzimpfung gegen Corona erhalten. Wie in Deutschland wurden zunächst vor allem die Älteren geimpft. Nun sollen aber auch die jüngeren Griechen auf den Inseln zügig geimpft werden. Grund: Die Inseln sollen rasch Covid-frei werden, damit die in Griechenland immens wichtige Tourismusbranche bald die Sommersaison starten kann.

Die Reedereien können ihre Kreuzfahrt-Schiffe längst noch nicht so über die Weltmeere schicken, wie sie wollen. Das gilt auch für Aida. Von Mitte Mai bis Anfang Juni sollte es eigentlich übers Mittelmeer gehen. Die Reisen wurden aber heute abgesagt. Stattdessen wird die »Aidaperla« die Kanaren ansteuern. Wer die Mittelmeer-Sause gebucht hat, hat die Möglichkeit, auf den Kanaren-Trip umzubuchen, heißt es.

Mit dem Alpen-Sylt-Nachtexpress kann man prima von Sylt nach in die Alpen fahren. Normalerweise wird die Strecke ab Mitte Mai bedient. Normalerweise. Wegen Corona und der sich abzeichnenden Reisebeschränkungen im Spätfrühling wird der Start der Saison 2021 verschoben. Losgehen soll es nun erst am 15. Juli, teilte der Betreiber RDC mit.

7. April: Norwegian Cruise Line startet im Juli – für Geimpfte, ARD-Faktenfinder prüft Corona-Situation auf Mallorca, Camping- und Wohmobil-Boom – was beachten?

Die Reederei Norwegian Cruise Line wird ab dem 25. Juli wieder ihre Schiffe peu à peu auf hohe See schicken. Erste Ziele seien die Ägäis und die Karibik, teilte das Unternehmen mit. Wer allerdings nicht gegen Corona geimpft ist, schaut in die Röhre: Es sollen nur gegen Corona Geimpfte und Getestete an Bord dürfen.

Die Redaktion ARD-Faktenfinder hat die Corona-Situation auf Mallorca untersucht. Grund dafür war unter anderem die Aussage des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach, der öffentlich Zweifel an den Fallzahlen auf der Insel äußerte. Das hatte bei Gesundheitsexperten der Insel für Verstimmung gesorgt. Die ARD-Faktenfinder kommen zu dem Schluss, dass es »weiter keine Hinweise auf Trickserei« auf Mallorca gebe. 

Viele Menschen suchen seit dem Beginn der Corona-Pandemie einen Weg, trotz der Reisebeschränkungen Urlaub zu machen – und setzen auf Camping. Im Gegensatz zu den meisten anderen Unterkunftsarten waren die Campingplätze in Deutschland im Sommerhalbjahr 2020 – welches in der Tourismusstatistik die Monate Mai bis Oktober umfasst – stärker nachgefragt als im Vorjahreszeitraum: Sie verbuchten von Mai bis Oktober 2020 rund 31 Millionen Übernachtungen inländischer Gäste, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) gestern mitteilte. Das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die wachsende Beliebtheit des Campingurlaubs spiegele sich auch in den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wider. Mit einem Plus von 41,4 Prozent verzeichneten Wohnmobile bei den Pkw-Neuzulassungen den stärksten Zuwachs im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr. Wer mit dem Gedanken spielt, zum ersten Mal ein Wohnmobil zu mieten oder gar zu kaufen, der sollte einige Ratschläge beherzigen.

6. April: Polizei-Kontrollen in Mecklenburg-Vorpommern über Ostern, Oster-Test-Chaos in Spanien, Deutsche laut Umfrage für Auslandsreiseverbote, Klöckner wirbt für Bauernhof-Urlaub, Sri-Lanka-Plan für Tourismus-Comeback

Über Ostern galt in Mecklenburg-Vorpommern: Tagestourismus ist nicht erlaubt, ein mehrtägiger Urlaub schon gar nicht. Trotzdem versuchten viele Urlauber ihr Glück. Von Karfreitag bis Ostermontag kontrollierten deshalb das Ordnungsamt und die Polizei auswärtige Fahrzeuge und deren Insassen. Über 1.200 Menschen wurden wieder zurückgeschickt. 

Wer aus Spanien kommend zurück nach Deutschland reisen will, braucht nun einen negativen Coronatest. Das heißt, vor der Rückkehr muss man sich binnen 48 Stunden testen lassen. In Spanien führte das über Ostern zu Problemen. So kam es auf Mallorca zu einem Ansturm an einigen Teststationen und ausgebuchten ­Terminen. Ein deutscher Arzt nutzte die »Gunst der Stunde« und stellte falsche Testergebnisse aus. Erhebliche Termine, einen Corona-Test-Termin zu bekommen, hatten nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung viele Reiserückkehrer in Andalusien. Das lag an der Karwoche, der Semana Santa. Gründonnerstag und Karfreitag wird in Andalusien nicht gearbeitet. Für Reiserrückkehrer war es nahezu unmöglich, einen Termin in den Testzentren oder -Kliniken zu bekommen.

Eine über Ostern veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab: Fast zwei Drittel der Deutschen sind für ein Verbot von Auslandsreisen. 26 Prozent sind dagegen. Dass es tatsächlich zu einem Verbot kommt, gilt aber als unwahrscheinlich.

Urlaub auf dem Bauernhof – das könnte auch in diesem Jahr eine Alternative zur Flugreise ins Ausland sein. Dafür jedenfalls plädiert Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner: »Gerade in der Pandemie, wenn es die Umstände vor Ort zulassen, ist Urlaub auf dem Bauernhof eine gute Möglichkeit«, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Sri Lanka plant mit einem Masterplan das Tourismus-Comeback. Dazu wurden »Safe and Secure«-Hotels ausgesucht, die Touristen aus dem Ausland aufnehmen dürfen. Gleiches gilt für Incoming-Agenturen, die sich um die Touristen bei Ausflügen kümmern sollen. Die Touristen dürfen während ihres Aufenthaltes allerdings nicht mit den Einheimischen in Kontakt kommen.

3. April: RKI-Update, wie Urlauber die Osterfeiertage auf Mallorca verbringen, Rom Ostern wie ausgestorben, geimpfte US-Bürger dürfen wieder verreisen

Das Robert-Koch-Institut hat wieder eine Aktualisierung der weltweiten Risikogebiete veröffentlicht. Chile und Peru gelten nun als Hochinzidenzgebiet, Kroatien und die spanische Provinz La Rioja als Risikogebiet. Kein Risikogebiet mehr sind dagegen die Region Åland in Finnland, die Region South-West in Irland und die Region Lissabon in Portugal.

Über Ostern auf Mallorca – und, wie ist es so? Der Tagesspiegel berichtet über Urlauber, die derzeit auf der Baleareninsel ihre Osterferien verbringen. Tagsüber herrsche auf Mallorca Normalität, aber ab 17 Uhr kehre Ruhe ein, und ab 22 Uhr geht gar nichts mehr. Mehr als Fernsehgucken auf dem Hotelzimmer sei dann nicht drin.

Normalerweise erlebt die Stadt Rom an Ostern einen Besucheransturm. Doch dieses Jahr herrscht gähnende Leere. Egal ob am deutschsprachigen Pilgerzentrum, in den Vatikanischen Museen oder in den Eisdielen – nichts ist los.

Schon mehr als 100 Millionen US-Amerikaner sind gegen Corona geimpft. Mehr als die Hälfte davon sogar komplett. Und diese dürfen laut der Gesundheitsbehörde CDC wieder im In- und Ausland verreisen. Eine Quarantäne nach der Rückkehr in die USA sei nicht mehr notwendig.

1. April: Keine Maskenpflicht an Mallorcas Stränden, Kroatien: Einreise mit Impfausweis, keine Finnland-Reisen bis Ende April, Corona-Selbsttests bei Tank & Rast

Die Ankündigung hatte für reichlich Verwirrung gesorgt: An Spaniens Stränden sollte eine Maskenpflicht gelten. Nicht aber auf den Balearen. Die Regionalregierung teilte mit, dass die Regelung auf den Inseln zunächst nicht gelten werde.

Das ging schnell: Kroatien erlaubt seit heute allen Ausländern die Einreise, wenn sie gegen Corona geimpft sind. Das teilte Innenminister Davor Bozinovic gestern mit. Wer noch nicht geimpft ist, muss nicht verzagen: Auch ein negativer PCR- oder Antigentest reicht aus.

Finnland-Liebhaber müssen sich dagegen noch gedulden. Die Regierung des Landes teilte mit, dass der Einreisestopp für Ausländer zunächst bis zum 30. April gilt.

Ab sofort sind bundesweit an den rund 400 Standorten von Tank & Rast Corona-Selbsttests zum Stückpreis von 6,99 Euro erhältlich. Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte überprüften und freigegebenen Antigenteste seien zur Anwendung von Privatpersonen bestimmt und lieferten bereits nach 15 Minuten ein Ergebnis, teilte das Unternehmen mit.

31. März: Erste Urlauber auf Mallorca in Hotel-Quarantäne, Malta will ab Juni durchstarten, Ostern 2021: kein Tages-Tourismus in Cuxhaven, wie Urlauber das Beherbergungsverbot für Touristen in Mecklenburg-Vorpommern umgehen zu versuchen

Auf Mallorca verbringen derzeit viele Deutsche ihren Urlaub. Die Rede ist von über 40.000 Urlaubern während der Osterzeit. Die aber müssen seit gestern vor Abflug alle auf Corona getestet werden. Das hatte die Bundesregierung beschlossen. Und? Wie klappt es auf der Insel mit dem Testen? An den Teststationen auf Mallorca herrscht jedenfalls Hochbetrieb. Zwei Deutsche sind schon positiv getestet worden. Sie müssen sich nun auf der Insel in ein Quarantäne-Hotel begeben. Kostenlos.

Die Diskussionen über Reiseverbote und die Einführung der Testpflicht für Urlaubsrückkehrer scheinen bereits die Flugnachfrage zu senken: Easyjet teilte gestern mit, dass man die Verbindung Hamburg-Mallorca wieder aus dem Angebot genommen habe.

Auf der Mittelmeerinsel Malta laufen die Vorbereitungen auf die Sommersaison auf Hochtouren. Die Insel wolle ab Juni wieder Touristen empfangen. Das kündigte Tourismusminister Clayton Bartolo gestern an. Wer gegen Corona geimpft ist, muss keinen negativen Coronatest vorlegen. Alle anderen dagegen schon.

Auch in diesem Jahr stehen im Nordseeheilbad Cuxhaven die Oster-Feiertage im Zeichen von Corona: An Tagesbesucher werde dringend appelliert, an den Ostertagen nicht ins Nordseeheilbad Cuxhaven zu kommen. Es gelte ein Verbot für Tagestourismus in der Zeit vom 1. bis zum 5. April 2021. Ausgenommen seien Personen mit erstem Wohnsitz in Cuxhaven, Besitzer von Zweitwohnungen, Dauer-Camper und Mieter von Bootsliegeplätzen in der Stadt. Straßensperren in Duhnen und verstärkte Kontrollen sollen die Einschränkungen während der Osterfeiertage sicherstellen.

Auch Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit für Touristen tabu. Das aber hält einige nicht davon ab, trotzdem ihr Glück zu versuchen. Der Kreativität scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu werden: Vermieter auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst berichten über die skurrilsten Anfragen.

30. März: Auslandsreisen bleiben erlaubt, Testpflicht für Einreisende tritt heute in Kraft, rbb-Verbrauchermagazin: Reisebüro-Beratung in Corona-Zeiten zum Teil mangelhaft, Griechenland startet Pilotprojekte, Ärger in Italien

Die Bundesregierung, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, wollten Reisen ins Ausland wegen der Corona-Infektionsraten verbieten lassen. Doch daraus wird nichts. Die rechtlichen Hürden sind zu hoch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur gestern Abend.

Eines aber ändert sich ab heute: Alle Reisenden, die nach Deutschland fliegen wollen, müssen sich einem Corona-Test unterziehen. Die neue Vorschrift gilt unabhängig von der Corona-Lage in dem Land, aus dem jemand nach Deutschland fliegen möchte. Der Test darf höchstens 48 Stunden alt sein. Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, fordert dagegen eine drastische Maßnahme für Reiserückkehrer: »Wenn Ausgangssperren in Deutschland ein Thema sind, dann muss eine Reise ins Ausland nach der Rückkehr mit einer Quarantäne in einem Flughafenhotel verbunden sein.«

Verbraucher erwarten bei der Planung ihres Sommer-Urlaubs gerade in Pandemie-Zeiten eine verlässliche Beratung der Reisebüros. Doch den Drang nach noch mehr Sicherheit bei der Urlaubsbuchung versuchen Reisebüro-Mitarbeiter mit unseriösen Versprechungen zu erfüllen. Das hat eine Stichprobe des rbb-Verbrauchermagazins SUPER.MARKT bei Reisebüros in der Region ergeben. So empfahl ein Reisebüro für eine Pauschalreise im Sommer einen Corona-Zusatzschutz für 212 Euro und versprach damit, alle eventuellen Pandemie-Risiken, einschließlich des Reiserücktritts, abzusichern. Doch für den Fall, dass die Corona-Zahlen kurz vor Reisestart in dem Land steigen und man deshalb nicht reisen will, riet die Mitarbeiterin, sich einfach ein ärztliches Attest zu besorgen, damit die Reiserücktrittsversicherung greift. Für Roosbeh Karimi, Anwalt für Reiserecht, ist dies eine klare Aufforderung zum Versicherungsbetrug.

In Griechenland bereitet man sich auf Hochtouren auf die Sommersaison vor. Tourismusminister Haris Theoharis will diverse Pilotprojekte bereits vor dem geplanten Saisonbeginn Mitte Mai probieren, um eine reibunglose Sommersaison zu gewährleisten. Bereits am Wochenende landeten auf Kreta die ersten Urlauber aus Deutschland. Sie wohnen allerdings nicht in Hotels, sondern in Ferienwohnungen.

Auch die Italiener sollen über Ostern nicht zu Freunden oder Verwandten verreisen dürfen. Vom 3. bis 6. April gilt: Man darf die eigene Gemeinde nicht verlassen. Wohl aber darf man Urlaub im Ausland machen, wenn man negativ auf Corona getestet wurde. Diese Regelung ärgert den Hotellierverband Federalberghi enorm. »Das ist absurd, wenn man bedenkt, dass 85 Prozent der italienischen Hotels geschlossen sind«, sagte Federalberghi-Präsident Bernabo Bocca der Corriere della Sera.

29. März: Sommerurlaub-Start: Juni oder August?, Schleswig-Holsteins Tourismus-Modellregionen starten am 19. April

Wann wird es so weit sein, dass wir in diesem Jahr in den Sommerurlaub fliegen können? Das fragen sich derzeit viele Menschen. Vor allem jene, die so langsam die Reise buchen möchten. Aus der Politik kommen unterschiedliche Signale. Kanzleramtsminister Helge Braun nimmt den Spätsommer ins Visier: »Ich halte es für realistisch, dass im August Reisen wieder möglich sind. Osterurlaub ist bei den momentanen Entwicklungen schlicht nicht verantwortbar.« Optimistischer ist Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung. Er sagte der Zeit: »Bis Juni werden wir viele Menschen geimpft haben. Deshalb hoffe ich, dass wir im Sommer mehr Normalität haben. Auch in diesem Jahr wird verstärkt in Deutschland und Europa Urlaub gemacht. Davon bin ich überzeugt.« Gegenüber der BILD sagte er, er gehe davon aus, dass »Ende Juni« wieder gereist werden könne.

In Schleswig-Holstein werden am 19. April Küstenorte wieder Touristen empfangen. Das ist möglich, weil das Wirtschaftsministerium des Landes Kommunen, Kreisen, kreisfreien Städte oder regionalen touristischen Organisationen die Möglichkeit bietet, als Modellprojekt an den Start zu gehen. Bis zum 7. April können sich die Kommunen bewerben. Dann soll entschieden werden, wer am 19. April an den Start gehen darf. Verbunden ist die Öffnung mit strengen Schutz- und Hygienekonzepten.

27. März: RKI-Risikogebiets-Update, Phuket-Öffnung für Geimpfte, Mallorca-Empörung über Lauterbach, DFV und BVCD schreiben offenen Brief an Merkel, BDL zur Testpflicht vor Abflug, Dortmunder Airport zufrieden mit Sommerflugplan

Das Robert-Koch-Institut hat gestern wieder eine Aktualisierung der Risikogebietsliste vorgenommen. Wichtig für Österreich-Liebhaber: Das Bundesland Tirol wird von einem Virusvarianten-Gebiet zu einem normalen Risikogebiet heruntergestuft. Frankreich inklusive aller Übersee-Departments gilt dagegen fortan als Hochinzidenzgebiet. Erfreulich dagegen: Neben Tirol wurden Israel, Tschechien und die Slowakei herabgestuft.

In Thailand will man den Tourismus rasch wieder zum Laufen bringen. So soll ab dem 1. Juli die Insel Phuket wieder Reisende empfangen dürfen. Die Insel wurde zur Modellregion erkoren. Touristen brauchen dann keine Test mehr und müssen nicht mehr in Quarantäne. Einen Haken hat die Sache dann aber doch: Es dürfen nur gegen Corona Geimpfte kommen. 

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, seit Beginn der Corona-Pandemie ein gefragter Dauergast in Talkshows, war am Mittwochabend zu Gast bei Maischberger in der ARD. Als es um den Urlaub auf Mallorca ging, sagte Lauterbach mit Blick auf die Arbeit der Behörden der Insel: »Da wird auch noch getrickst, ich glaube da kein Wort.« Er, so Lauterbach, glaube auch den Fallzahlen nicht. Auf Mallorca haben die Äußerungen für Empörung gesorgt. »Fakten sind Fakten, das ist schon empörend, wenn sie anders dargestellt werden«, sagte Antoni Oliver, Chefbiologe des Landeskrankenhauses Son Espases, gegenüber der Mallorca Zeitung.

Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. und der Deutsche Ferienhausverband e.V. haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. In dem Schreiben nehmen die Verbände Stellung zu den kürzlich getroffenen Aussagen Merkels, dass der Begriff »kontaktarmer Urlaub« in Bezug auf Ferienwohnungen und Campingurlaub irreführend sei. Die Bundeskanzlerin hatte in der Fragestunde ausgeführt, dass der Begriff deshalb irreführend wäre, weil Familien im Urlaub weitere Kontakte hätten. »Wir können es nicht nachvollziehen, dass die Schutz- und Hygienekonzepte unserer Mitgliedsbetriebe in den laufenden Diskussionen ignoriert werden. Wir sehen aber sehr wohl die negativen Folgen unseres nun schon fünf Monate andauernden Berufsverbots«, sagte BVCD-Präsident Dr. Gunter Riechey.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat sich zur generellen Testpflicht vor Abflug bei allen Flügen nach Deutschland geäußert. »Unsere Unternehmen sind entschlossen, die Umsetzung der erweiterten Testpflicht bei weltweiten Flügen zu unterstützen und die Passagiere darüber zu informieren, dass sie vor dem Abflug ein negatives Testergebnis vorzuweisen haben«, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Aber: »Nicht an allen weltweiten Destinationen stehen den Passagieren ausreichende Testkapazitäten und Testinfrastrukturen zur Verfügung. Deswegen müssen für diese Destinationen dringend Ausnahmemöglichkeiten geregelt werden. Sonst bleiben Passagiere im Ausland zurück.«

Ab Sonntag, den 28. März, bis Ende Oktober 2021 gilt am Dortmunder Flughafen der Sommerflugplan. Gestern stellte der Airport das Flugangebot dazu vor. Sechs Airlines fliegen in der Sommersaison insgesamt 52 Städte in 27 Ländern vom Dortmund Airport aus an. Man sei mit der Angebotsvielfalt sehr zufrieden, sagte Guido Miletic, Abteilungsleiter Airport Services und Marketing. Dass die Airlines so viele Ziele im Laufe der Saison wieder ab Dortmund anfliegen wollen, zeige das große Vertrauen in den Standort. Wizz Air führt im Laufe der Saison insgesamt vier neue Ziele ein: Mallorca (ab 1. April), Sarajevo (ab 20. Mai), Marrakesch (ab 2. Juni) und Burgas (ab 10. Juni). Auch Porto wird von der Airline das erste Mal in den Sommermonaten angeflogen. Mit SKY Express nimmt sogar eine neue Airline den Flugbetrieb ab dem Dortmund Airport auf. Ab dem 23. Mai fliegt die griechische Fluggesellschaft immer dienstags und sonntags von Dortmund nach Heraklion.

26. März: Weiter Kritik an Urlaubsverbots-Vorhaben, Testpflicht für Reiserückkehrer, TUI-Chef verteidigt Mallorca-Urlaub, Tourismus-Modell-Projekte sollen bald starten, United Airlines wieder von München nach Chicago

Der Bundesverband Deutsche Tourismuswirtschaft hält nichts von den Überlegungen der Bundesregierung, Auslandsreisen vorübergehend zu verbieten. Der Generalsekretär des Verbandes, Michael Rabe, sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb, das organisierte Reisen sei nicht das Problem. Das Infektionsgeschehen passiere nicht in der »touristischen Leistungskette«, sondern im privaten Bereich. Das zeigten Zahlen aus dem letzten Sommer, die das Robert-Koch-Institut untersucht habe: »Das RKI hat keine Auffälligkeiten im Gastgewerbe und beim Reisen festgestellt in der organisierten Reise. Wo es Auffälligkeiten gab, war das Reisen in Destinationen wie Bulgarien, Kosovo etc., das einherging mit ausgedehnten Familienzusammkünften. Aber in der organisierten Reise sind solche Zahlen nicht bekannt.« Rabe forderte erneut einen Stufenplan für pandemiegerechten Tourismus. Mehr als drei Millionen Beschäftigte in Deutschland warteten auf eine konstruktive Ansage und eine Perspektive. Die werde nach wie vor nicht gegeben, so Rabe.

Damit war nach den Diskussionen der vergangenen Tage zu rechnen: Alle, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen wollen, müssen vorher auf Corona getestet worden sein. Die Regelung tritt bereits am Montag um Mitternacht (Nacht von Montag auf Dienstag) in Kraft und ist zunächst bis zum 12. Mai befristet. Offenbar ist aber noch unklar, welche Art von Tests dazu ausreichend ist.

TUI-Chef Fritz Joussen hat auf der Hauptversammlung des Konzerns mit Unverständnis auf die Kritik am Mallorca-Urlaub reagiert. Mit Blick auf die niedrige Inzidenzzahl auf der Insel sagte Joussen: »Es erschließt sich mir nicht, warum das Reisen dahin nicht möglich sein soll.« Im Übrigen sei die Insel so gut wie leer. Nur fünf Prozent aller Hotelbetten auf Mallorca seien belegt.

Immer mehr Städte und Kreise werden schon bald Modellregionen sein – dann können mit Corona-Tests und unter Einhaltung strenger Schutz- und Hygienekonzepte viele Betriebe wieder öffnen. In Schleswig-Holstein etwa soll es am 19. April losgehen. Hotels, Ferienwohnungen und Gastronomiebetriebe sind dabei.

Angesichts der nach wie vor steigenden Nachfrage im Heimatmarkt sowie für internationale Verbindungen wird United Airlines im kommenden Mai den Flugplan stark ausbauen. In diesem Zusammenhang bedient die amerikanische Fluglinie auch wieder fünfmal pro Woche mit einer Boeing 787-8 nonstop die Strecke von München nach Chicago. Die Flüge finden jeweils montags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags statt. Der erste Start ab der bayerischen Landeshauptstadt erfolgt am 7. Mai 2021.

25. März: Bundesregierung prüft Verbot von Urlaubsreisen, Algarve empfängt wieder Touristen

Die Reisen vieler Bundesbürger nach Mallorca sind Teilen der Politik weiter ein großes Dorn im Auge. Die Bundesregierung lässt deshalb derzeit prüfen, ob generell Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend verboten werden können. Besondere Kritik entzündet sich daran, dass die Bundesregierung die Balearen von der Liste der Risikogebietsliste gestrichen haben – und somit grünes Licht für Mallorca erteilt habe. Ob ein Urlaubsverbot tatsächlich kommt, ist mehr als fraglich. So gibt es Widerstand dagegen in der SPD-Bundestagsfraktion. Vor allem aber gibt es schwerwiegende verfassungsrechtliche Bedenken gegen ein solches Verbot. Daniel Wetzel, Redakteur der Welt, schrieb in einem Kommentar zu dem Vorhaben: Spätestens jetzt werde deutlich, dass die Bundesregierung »nur noch reflex- und panikartig Aktionismus vorgaukelt, ihren eigenen Beratern und Fachbeamten nicht mehr zuhört und jedes Maßgefühl verloren hat«.

Das Fremdenverkehrsbüro der Algarve in Deutschland teilte gestern Abend mit, dass »entgegen anderslautender Medienberichte Gäste entspannte Urlaubstage an der Algarve verbringen können«. Nicht alle, aber zahlreiche Hotels empfingen unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen Gäste. In Hotels und anderen touristischen Betrieben Portugals gelte das Clean & Safe -Konzept mit umfassenden Hygienemaßnahmen. Anders als viele andere Geschäfte und Einrichtungen waren Hotels im ganzen Land seit Beginn der Pandemie durchgehend für Urlaubsgäste geöffnet. Ein detaillierter Stufenplan regelt nun die Wiedereröffnung von Einzelhandel, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen. Genauere Informationen dazu gibt es hier. Urlauber aus Deutschland müssen bei der Einreise am Flughafen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, und eine elektronische Einreiseregistrierung ausfüllen. Ausgenommen sind Kinder unter 2 Jahren.

24. März: Tourismusbranche schockiert und enttäuscht über Bund-Länder-Beschlüsse, FDP will Öffnungskonzept, Mallorca schließt Gastro-Innenräume, was Ostern möglich ist

Die Tourismusbranche ist enttäuscht und verärgert über die Lockdown-Entscheidung der Bund-Länder-Konferenz. »Null erkennbare Öffnungsperspektive, stattdessen das weitere klare Abraten vom Reisen – dieser Beschluss vergrößert einmal mehr die Existenzängste wie auch den Frust in den Betrieben der Tourismusbranche«, kommentiert der Generalsekretär des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft Michael Rabe die jüngsten Bund-Länder-Entscheidungen. Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) sagte: »Ein strategischer Ansatz der Bund-Länder-Konferenz für den Deutschlandtourismus ist weiterhin nicht erkennbar. Erneut lassen Bund und Länder den Deutschlandtourismus ohne jegliche Perspektive im Regen stehen.« Der Landestourismusverband Sachsen e.V. teilte enttäuscht mit, die 194.000 Gastgeberinnen und Gastgeber in Sachsen hätten ein Recht zu erfahren, wann sie wieder arbeiten können. Viele Tourismusbetriebe kämpften seit nunmehr mehreren Monaten um die Existenz. Winfried Krag, Präsident der Reisemobil Union erklärte: »Wir sind mittlerweile nicht mehr nur enttäuscht, sondern auch verärgert über die Ignoranz, die hinter solchen Entscheidungen steht. Es gibt weiterhin keine Öffnungsperspektive für kontaktarmen Urlaub in Deutschland. Die Reisemobil Union, Dachverband der Reisemobilfahrer ist enttäuscht über die gestrigen Beschlüsse und fordert zum wiederholten Male ein differenziertes Öffnungskonzept.«

Währenddessen fordert die FDP nun ein Konzept für einen Neustart des Tourismus. Aus diesem Grund will die Bundestagsfraktion der Partei am Donnerstag dem Bundestag einen Antrag vorlegen, mit dem Ziel, die Bundesregierung aufzufordern »umgehend ein bundesweites Konzept für einen Neustart des nationalen und internationalen Tourismus vorzulegen«. Argumentationshilfe holt sich die Partei vom Robert-Koch-Institut. Das hatte jüngst festgestellt, dass Ansteckungen auf Reisen nur eine sehr untergeordnete Rolle im Infektionsgeschehen spielten.

Auf Mallorca steigen wieder die Corona-Infektionszahlen, wenn auch nur von einem niedrigen Niveau. Die Regionalregierung will aber auf Nummer sicher gehen und ordnete die Schließung der Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen an.

Wer trotz gegenteiliger Appelle der Politik mit dem Gedanken spielt, über Ostern zu verreisen, hat keine große Auswahl. Lediglich die Balearen, Teile des spanischen Festlands und Istrien in Kroatien bieten sich aktuell an. Innerdeutsch dürfte es schwer werden, weil touristische Übernachtungen derzeit überall noch verboten sind. Tagesausflüge sind dagegen möglich.

23. März: Osterurlaub beschäftigt Bund-Länder-Konferenz, Airlines wollen Mallorca-Urlauber testen, Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft kritisiert Politik, DER Touristik erweitert Flexibilität 

Bis spät in der Nacht tagte die Bund-Länder-Konferenz. Die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Merkel hatten große Probleme, sich auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen. Die Frage, ob und wie über Ostern Urlaub in Deutschland möglich sein kann, dominierte dabei überraschend stark die Diskussion. Die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt nahmen Medienberichten zufolge den Mallorca-Urlaub ins Visier. Ihr Argument: Es sei nicht nachvollziehbar, Mallorca-Reisen ohne anschließende Quarantäne zuzulassen, im Gegenzug Bürgern die Ferien im eigenen Bundesland aber zu verbieten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther pochte darauf, kontaktarmen Urlaub, etwa im Campingwagen oder in der Ferienwohnung, zu ermöglichen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich aber strikt dagegen aus, Urlaubsreisen zu ermöglichen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte anschließend: »Es ist jetzt nicht die Zeit zu reisen. Denn grenzüberschreitender Reiseverkehr birgt die Gefahr in sich, dass auch die südafrikanische Variante, die noch gefährlicher ist als die britische Variante, bei uns verbreiten könnte. Da müssen wir besonders vorsichtig sein.«

Dass die zehntausenden Mallorca-Urlauber nach ihrer Rückkehr nicht auf Corona getestet werden sollten, war der Bundesregierung ein Dorn im Auge. Sie machten offenbar Druck auf die Airlines, das zu ändern. Das Ergebnis: Lufthansa, Eurowings, Condor und TUI werden nun alle Mallorca-Rückkehrer selbst auf Corona testen. Zudem soll für alle Flüge aus dem Ausland nach Deutschland eine generelle Testpflicht vor Abflug eingeführt werden.

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) hat das Agieren der Politik scharf kritisiert. In einer vor Beginn der Bund-Länder-Konferenz veröffentlichten Mitteilung heißt es: »Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir angesichts der aktuellen Pandemiesituation morgen wieder alles komplett öffnen dürfen. Aber dass – anders als zugesagt – wieder nahezu keine Perspektiven für den Restart des Tourismus diskutiert werden sollen, sondern stattdessen weitere Verschärfungen, ist völlig unbefriedigend«, kommentiert BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel die bekannt gewordenen Beschlussentwürfe. Dass sich die politischen Maßnahmen im Wesentlichen auf Auf oder Zu beschränkten, halte der Verband für völlig unzureichend. Es sei endlich Kreativität im Umgang mit Tourismus und Freizeit erforderlich.

Die DER Touristik bietet für alle Flugpauschalreisen bereits flexible Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten an. Jetzt gibt es diese Zusatzleistungen auch für Nur-Hotelbuchungen weltweit, Rundreisen und Mietwagen-Buchungen: Wer bis zum 30. April 2021 bei Dertour, ITS, Jahn Reisen und Meiers Weltreisen eine dieser Leistungen neu bucht, kann diese bis 14 Tage vor Anreise kostenfrei umbuchen oder stornieren – ohne Angabe von Gründen und unabhängig von einer Reisewarnung. Hotels mit Eigenanreise können mit den Flexraten der DER Touristik sogar bis 5 Tage vor Anreise kostenfrei umgebucht oder storniert werden. Gültig sind diese flexiblen Regelungen für Anreisen bis zum 31.12.2021.

22. März: Debatte über Osterurlaub, Umfrage: Mehrheit will Hotelöffnungen, Kritik an Mallorca-Urlaubern, Karnevalsparty in Marseille

Die Diskussion über Osterurlaub im eigenen Bundesland hat am Wochenende erheblich an Fahrt aufgenommen. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig Holstein und Niedersachsen können sich damit nämlich anfreunden und wollen dies heute in der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel ansprechen. Allerdings soll der Urlaub nur unter Einschränkungen möglich sein: nur für Selbstversorger wie etwa Mieter von Ferienwohnungen und Campingwagen-Besitzern. Mit diesen Vorschlägen treffen die drei Ministerpräsidenten den Nerv einer Mehrheit im Land: Laut einer Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der dpa befürworten 52 Prozent der Deutschen eine Öffnung der Beherbergungsbetriebe über Ostern unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln. 14 Prozent plädieren sogar für eine Öffnung ohne Beschränkungen.

Ein anderes großes Thema, das die Gemüter zurzeit erregt, sind die vielen Menschen, die auf Mallorca ihren Urlaub verbringen (wollen). Bodo Ramelow, Ministerpräsident in Thüringen etwa, kritisierte heute Morgen im Deutschlandfunk gar die Airlines dafür, dass sie derzeit Flüge nach Mallorca anbieten. Die SPD-geführten Länder gehen heute in die Bund-Länder-Konferenz offenbar mit den Vorschlag, Mallorca-Rückreisende mit einer Test- und Quarantänepflicht zu belegen. Der FDP-Vize-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hält das angesichts der geringen Inzidenz auf Mallorca für »rechtswidrig«.

In der südfranzösischen Großstadt Marseille haben am Sonntag mehr als 6.000 Personen auf einer Straße eine riesige Karnevalsparty gefeiert – hier mit Video. Politiker und der Polizeichef verurteilen die Feier mit den Worten, dies sei verantwortungs- und rücksichtslos.

20. März: RKI-Update zu Risikogebieten, Quarantänepflicht auf der Kippe, Urlaub in Deutschland: was die Bundesländer über Ostern planen, hohe Mallorca-Nachfrage bei Schauinsland Reisen, Celebrity-Cruises-Rückkehr Anfang Juni, Winterberg will NRW-Modellregion werden

Das Robert-Koch-Institut hat gestern die neueste Liste der Risikogebiete veröffentlicht. Unterm Strich fallen die Aktualisierungen eher negativ aus. Folgende Länder gelten nun als Hochinzidenzgebiet: Bulgarien, Polen, Zypern, Uruguay und Kuwait. Risikogebiet ist nun untern anderem die Karibik-Insel Curacao. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Region Österbotten in Finnland, die Algarve in Portugal, Galicien in Spanien, die Karibikinsel St. Vincent und die Grenadinen sowie das Land Malaysia sind nun kein Risikogebiet mehr. Wichtig: Alle Änderungen gelten ab Sonntag, 00 Uhr.

Wer aus Corona-Risikogebieten zurück nach Deutschland einreist, muss anschließend in Quarantäne. Das soll sich bald ändern. Verschiedene Bundesministerien arbeiten derzeit an daran, den Flugverkehr zu beleben. Vor allem die Quarantänepflicht soll demnach weitgehend aufheben werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Entwurf eines Konzeptpapier mit dem Titel »Wiederbelebung des Luftverkehrs«.

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, über Ostern ein paar Tage Urlaub in Deutschland zu verbringen, der hat schlechte Karten. Nur wenige Bundesländer wie etwa Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt wollen grünes Licht geben für Reisen innerhalb des eigenen Bundeslandes – eine Mehrheit scheint das abzulehnen. Auch von Tagesschau.de befragte Experten sehen Osterreisen kritisch.

Auch beim Reiseveranstalter Schauinsland Reisen ist derzeit die Nachfrage nach Mallorca-Urlaubsreisen hoch. Die Oster-Buchungen seien um 100 Prozent gestiegen, berichtete das Unternehmen gestern. Man habe umgehend auf die wachsende Nachfrage reagiert und kurzfristig zusätzliche Flugkapazitäten eingekauft. Hierzu gehörten unter anderem deutschlandweite Verbindungen mit Condor, Eurowings und Tuifly sowie Zusatzflüge mit der Sundair ab Berlin, Düsseldorf, Hannover und Kassel. Rappelvoll werde es auf Mallorca aber nicht werden, sagt Andreas Rüttgers, Leiter Touristik bei Schauinsland Reisen. Die Buchungszahlen seien trotz der Verdopplung noch immer um ein Vielfaches niedriger als in einer normalen Saison, sodass die Insel immer noch sehr, sehr leer sein werde, so Rüttgers.

Die Reederei Celebrity Cruises kündigte gestern ihre Rückkehr auf See an. Lisa Lutoff-Perlo, Präsidentin und CEO des Unternehmens, sagte, dass das Schiff Celebrity Millennium ab dem 5. Juni 2021 auf der Karibikinsel St. Maarten anlegen werde. Gebucht werden könne die Kreuzfahrt ab dem 25. März.

Die Ferienregion Winterberg-Hallenberg im Sauerland will sich nach eigenen Worten als Modell-Destination für eine verantwortungsvolle touristische Öffnung in Corona-Zeiten etablieren. Dazu stehe man in engem Kontakt mit NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, teilte das Fremdenverkehrsbüro gestern mit. Die erfolgreiche Öffnung der Skilifte sowie des Einzelhandels in der vergangenen Woche sei Wasser auf die Mühlen für das ambitionierte Projekt. »Der Restart hat gezeigt, dass unsere Hygiene-Konzepte funktionieren, die Gäste sich an die Regeln halten und wir so Schutz und Sicherheit von Gästen und Einheimischen mit Öffnungs-Strategien ideal verknüpfen können«, sagen Michael Beckmann und WTW-Geschäftsführer Winfried Borgmann. Nun gelte es, auch an andere Bereiche wie die Beherbergungsbranche, die Gastronomie und Freizeitanbieter zu denken.

19. März: Weiterhin hohe Mallorca-Nachfrage bei TUI, dpa-Nachfrage: Mehrheit gegen Mallorca-Reisen, Ex-CDU-MdB hält Mallorca-Entscheidung für richtig, Sachsen-Anhalt öffnet Hotels und Ferienwohnungen zu Ostern, Airline-Verband hofft auf USA-Comeback im Sommer

Beim Reiseveranstalter TUI läuft das Mallorca-Ostergeschäft weiterhin prächtig. »Es gibt weiterhin eine deutliche Nachfrage für die neuaufgelegten Reisen«, hieß es gestern aus dem Unternehmen. Es gebe keinen besonderen Preisausschläge nach oben, trotz der hohen Nachfrage, heißt es weiter.

Viele Deutsche sehen dagegen die Oster-Reisen nach Mallorca skeptisch. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa gefragt, was die Deutschen von den Oster-Reisen nach Mallorca halten. Ergebnis: Rund zwei Drittel der Befragten lehnen das in der aktuellen Situation ab.

Der Ex-CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach verteidigt dagegen die jüngst zugelassenen Flugreisen nach Mallorca. »Wenn das Robert-Koch-Institut Mallorca nicht mehr als Risikogebiet einstuft, dann ist das in der Sache richtig, denn entscheidend ist nicht der Inzidenzwert bei uns in Deutschland, sondern im jeweiligen Zielland«, sagte er im Podcast »Die Wochentester« von »Kölner Stadt-Anzeiger« und »RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)«. »Man kann ja nicht ein Land zum Risikogebiet erklären, das faktisch kein Risikogebiet ist.« Bosbach kritisiert außerdem die Hygiene-Schutzmaßnahmen an den Flughäfen: »Ich begreife nur nicht, warum beim Aussteigen aus dem Flugzeug strikte Disziplin verlangt wird und man sich dann Nase an Nase in den Flughafenbus quetschen muss. Während die Fluggastbrücken langsam, aber sicher, Spinnweben ansetzen.« Die Aussagen von Wolfgang Bosbach könnt ihr im Podcast »Bosbach & Rach – Die Wochentester« heute ab 7 Uhr auf ksta.de/wochentester und rnd.de hören.

In Sachsen-Anhalt werden die Hotels und Ferienwohnungen über Ostern geöffnet sein – allerdings dürfen sie nur Gäste beherbergen, die in dem Bundesland wohnen. Das kündigte Ministerpräsident Rainer Haseloff in der Bild-Zeitung an. »Ich kann doch niemandem erklären, warum der gleiche Hausstand, der ohnehin zusammen wohnt, sich nicht mit den Kindern ins Auto setzen und in eine Ferienwohnung im eigenen Bundesland fahren darf«, sagte Haseloff zur Begründung.

Wann können wir endlich wieder in die USA oder nach Kanada in den Urlaub fliegen? IATA-Chef Alexandre de Juniac ist optimistisch und glaubt, dass es im Juni so weit sein könnte.

18. März: EU stellt Impfpass-Details vor, Debatte über Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer, Flixbus vor Comeback

Die EU-Kommission hat gestern ihre Pläne für die Einführung eines einheitlichen Impfpasses vorgestellt. Zum 1. Juni dieses Jahres soll er eingeführt werden – und dürfte vor allem für Urlauber wichtig werden. Allerdings herrscht in der EU noch ein großes Durcheinander mit Blick auf die Frage, was denn mit dem Impfpass möglich sein soll. Griechenland, Zypern und andere Urlaubsländer versprechen potentiellen Urlaubern Reiseerleichterungen (z.B. Wegfall der Quarantänepflicht), Deutschland dagegen lehnt das ab. Am Ende wird es wohl darauf hinauslaufen, dass jedes (Urlaubs-)Land für sich entscheidet, ob und welche Privilegien ein Impfpass-Inhaber hat.

Über Ostern dürften nach langer Zeit mal wieder viele Deutsche auf Mallorca ihren Urlaub verbringen. Dass so viele wieder in den Flieger steigen, bereitet Politikern allerdings Sorge. Wir berichteten an dieser Stelle häufig darüber. Nun wird ein neues, oder besser gesagt altes, Instrument zur Gegensteuerung aktiviert: die Testpflicht nach der Rückkehr. Die Bundesländer Niedersachsen und Bayern hatten den Pflichttest ins Gespräch gebracht. Nun unterstützt auch Außenminister Heiko Maas das Vorhaben. 

Heute in einer Woche, am 25. März, soll es so weit sein: Die Busse des Unternehmens Flixbus rollen dann wieder über Deutschlands Straßen. Bis zu 40 Ziele will Flixbus zunächst wieder anbieten, überwiegend Strecken, die eine hohe Nachfrage haben. Flixtrain, das Zugangebot, soll dagegen erst am 24. Juni wieder starten.

17. März: Verbände-Initiative im Tourismus: #PerspektiveJetzt, Laschet tritt auf die Bremse, Hotelier- und Ferienpark-Klage in Niedersachsen, TUI stockt Oster-Angebote weiter auf, Kroatien blickt optimistisch auf Pfingsten, Peru hebt Quarantänepflicht für Touristen auf

Mit einer gemeinsamen Social-Media-Kampagne appellieren der Deutsche Tourismusverband (DTV), der Deutsche Reiseverband (DRV), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), der Hotelverband Deutschland (IHA), der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), die Allianz selbstständiger Reiseunternehmen (asr), der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) und der RDA Internationaler Bustouristik Verband an die Politik, dem Tourismus endlich eine Perspektive und einen Öffnungsfahrplan zu geben. Das Prinzip »Hotels zu, Mobilität runter, Infektionen eingedämmt« funktioniere nicht, sagte Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Weiter: »Damit gibt es auch keine Rechtfertigung für das den Hotels auferlegte gesellschaftliche Sonderopfer, damit andere Wirtschaftszweige geöffnet bleiben können.«

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verbreitet dagegen wenig Optimismus. Auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf sagte er gestern, er halte es mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen für fraglich, dass die Bund-Länder-Konferenz am 22. März grünes Licht für Öffnungen in der Tourismusbranche erteilen werde.

Anders dagegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Mit Blick auf die vielen Reisenden nach Mallorca über Ostern forderte sie eine rasche Entscheidung zum Tourismus in Deutschland.

Ein Hotelier und ein Betreiber eines Freizeitparks in Niedersachsen haben dagegen die Nase voll. Sie haben gemeinsam mit Unterstützung des Dehoga-Landesverbandes Klage vor dem Oberverwaltungsgericht eingereicht. Dehoga-Landeschef Rainer Balke sagte, der Gang vor das Gericht sei das derzeit einzige Mittel, um gegen die Corona-Maßnahmen vorzugehen.

Nachdem die Buchungen für Mallorca in den vergangenen Tagen bereits doppelt so hoch waren wie im gleichen Zeitraum im Jahr 2019, hat sich TUI entschieden, das Flug- und Hotelangebot auf die Baleareninsel auszubauen. »Die ersten Flüge, der Robinson Club Cala Serena und die ersten RIU Hotels auf Mallorca sind über die letzten vier Tage bereits sehr gut gebucht, teilweise schon ausgebucht worden. Wir haben uns daher entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und bieten jetzt über 300 Hin- und Rückflüge an. Weitere sechs TUI-Häuser und Partnerhotels werden kurzfristig verfügbar sein«, sagte Marek Andryszak, Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland.

In Kroatien sind bisher nur wenige Urlauberbuchungen über Ostern eingegangen. Aber das Land lebt sehr vom Tourismus, und so laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren, sodass man davon ausgehe, dass es Pfingsten losgehen wird.

Perus Regierung hat angekündigt, dass die obligatorische Quarantäne für Reisende aus dem Ausland aufgehoben wird. Sonst hat sich allerdings nicht viel geändert; die Anforderungen für internationale Touristen, die nach Peru reisen möchten, sind die gleichen wie bis Dezember 2020. So wird ein negatives PCR-Testergebnis für Covid-19 bei der Einreise verlangt, außerdem müssen Mund-Schutz-Masken in Flughäfen und Flugzeugen getragen werden. Außerdem sollen Besucher bei ihrer Ankunft am internationalen Flughafen Jorge Chávez einen Antigen-Test machen.

16. März: Astronomische Mallorca-Flugticketpreise über Ostern, Diskussion über Mallorca-Urlauber dauert an, Gericht: Kurzarbeit kürzt Urlaubsanspruch

Seit Sonntag ist Urlaub auf den Balearen wieder möglich. Da ließen sich viele Deutsche nicht zweimal bitten und buchten ihren Urlaubsflug über Ostern, wir berichteten. Der Buchungsansturm hat allerdings seinen Preis – für alle, die noch kein Flugticket haben: Zu Ostern sind die Tickets sündhaft teuer geworden. Wir haben heute Morgen mal via Google Flights nachgeschaut. Wer von Düsseldorf am 1. April (Gründonnerstag) hin- und am 5. April zurückwill, zahlt über 800 Euro. Etwas günstiger ist es von Frankfurt.

Gestern berichteten wir bereits über verschiedene Politiker, die es angesichts des Infektionsgeschehens für einen Fehler halten, dass nun so viele Menschen nach Mallorca fliegen. Tagesschau.de sammelte weitere Stimmen ein, die in die gleiche Kerbe schlagen. Jürgen Schmude, Professor für Tourismuswirtschaft und Nachhaltigkeit an der Universität München, etwa fürchtet ein zweites Ischgl. Auch in Spanien wächst das Unverständnis über den Ansturm der deutschen Urlauber. Der Grund: Die Spanier dürfen derzeit nicht verreisen.

Wer während des Lockdowns weniger oder überhaupt nicht gearbeitet hat, wird sich vielleicht schon einmal die Frage gestellt haben, ob das wohl Auswirkungen auf den Jahresurlaub hat? Das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf hat nun darüber entschieden, wie die FAZ berichtet. Die Richter urteilten: Ja, Kurzurlaub mindert den Urlaubsanspruch.

15. März: Eurowings: Run auf Balearen-Urlaubsflieger, Diskussion über Deutschland-Urlaub, Türkei-Urlauber brauchen Einreiseformular, Warten auf Ski-Comeback in Bayern

Damit hatte Eurowings wohl nicht gerechnet: Nachdem das Robert-Koch-Institut am Freitag die Balearen und weitere Regionen in Spanien von der Risikoliste gestrichen hatte, setze ein regelrechter Buchungsansturm ein. Die Airline sprach von einer Nachfrage »in einer bisher nicht gekannten Dynamik«. Das heißt: Sehr, sehr viele wollen Ostern in den Urlaub fliegen. Eurowings legte deshalb 300 (!) Extra-Flüge zu Ostern auf. Auch beim Mutterkonzern Lufthansa klingelt wieder die Kasse: In den vergangenen zwei Wochen gingen bis zu 80 Prozent mehr Buchungen für Mallorca, 20 Prozent mehr Buchungen für die Kanarischen Inseln sowie 50 Prozent mehr für Mexiko ein, teilte die Lufthansa mit. Statt zwei wöchentlicher Flüge ab München werden nun bis zu elf wöchentliche Verbindungen nach Mallorca angeboten. Ab Frankfurt gibt es statt sechs wöchentlicher Flüge nun bis zu 20 wöchentliche Anbindungen zur Osterreisezeit. Einigen Politikern aber gefällt die Reiserei überhaupt nicht.

Während viele Deutsche also in der Osterzeit auf die Balearen fliegen, haben die Hotels in Deutschland das Nachsehen: Sie sind weiterhin geschlossen. Eine ziemlich unsinnige Regelung, finden viele. »Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben. Das wäre eine ganz bittere Botschaft«, sagte Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung.

Bereits ab heute müssen alle, die in der Türkei ihren Urlaub verbringen wollen, ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Das muss binnen 72 Stunden vor der geplanten Einreise geschehen. Das Formular auf der Website des türkischen Gesundheitsministeriums kann auch auf Deutsch ausgefüllt werden.

Während im hessischen Willingen und im sauerländischen Wittenberg die Skipisten wieder geöffnet sind, schauen Bayerns Skifahrer in die Röhre – dort ist Skifahren weiterhin nicht erlaubt. Ein Verband will das Lift-Verbot nun über den Rechtsweg kippen. Der ADAC hat auf seiner Website eine Übersicht zur aktuellen Situation in den Skigebieten in Deutschland veröffentlicht.

Auch mit Blick auf das Wetter könnte es eng werden mit dem Skifahren: Meteorologen halten es für möglich, dass nächste Woche der Frühling im Anmarsch ist.

13. März: Mallorca: Veranstalter in Startlöchern, RKI-Risikogebiets-Update, USA-Comeback im Sommer

Für viele potentielle Osterurlauber war das gestern die Nachricht des Tages: Mallorca und weitere Regionen Spaniens sind nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Die Regelung tritt morgen (14. März) in Kraft – damit steht einem Osterurlaub auf der Baleareninsel nichts mehr entgegen.

Für Reiseveranstalter ist das eine sehr gute Nachricht. TUI etwa erwartet einen sprunghaften Anstieg von Last-Minute-Buchungen zu Ostern. X3 2314 werde die Flugnummer des ersten TUI-fly-Fluges der Saison sein, der am 21. März von Hannover abheben werde, teilte das Unternehmen mit. Weitere Flüge starteten am gleichen Tag von Düsseldorf und Frankfurt. Damit eröffnet TUI fly die Saison jetzt eine Woche früher als ursprünglich geplant und wird bis zum Sommer wieder täglich ab vier deutschen Flughäfen nach Mallorca abheben.

Unterdessen bietet Konkurrent DER Touristik Gästen für Neubuchungen einen neuen Service: Wer bei den Veranstaltern Dertour, ITS und Jahn Reisen vom 16. bis 22. März 2021 eine Flugpauschalreise nach Mallorca im Reisezeitraum 27. März bis 30. April 2021 bucht, erhält den für die Hin- und Rückreise erforderlichen Test kostenlos. In Kooperation mit dem Analytik-Labor Kneißler könne der Test für die Hinreise »einfach und bequem zuhause durchgeführt werden, ein offizielles Testzertifikat inklusive«, heißt es. Sollte vor Ort noch ein Test erforderlich werden, könne der Gast diesen bei den mobilen medizinischen Teams der DER Touristik auf Mallorca durchführen. Im Handel erhältliche Selbsttests sind für die Einreise nach Mallorca derzeit nicht gültig. Akzeptiert werden derzeit ausschließlich PCR-Labortests. Diese bekommen Kunden der DER Touristik nach Hause geliefert.

Neben dieser guten Nachricht für Mallorca-Freunde hat das Robert-Koch-Institut weitere Regionen und Länder von der Risikogebietsliste gestrichen. Kein Risikogebiet sind mehr: die Region Nordjylland in Dänemark, viele Regionen in Portugal einschließlich der Azoren sowie die Bahamas. Verschlechtert hat sich dagegen die Bewertung für das Überseegebiet Guadeloupe: Es gilt nun als Risikogebiet, gleiches gilt für die Region Aland in Finnland.

In den USA scheint das große Tourismus-Comeback bevorzustehen: Weil in dem Land deutlich mehr geimpft wird als etwa in Deutschland, rechnen viele Unternehmen aus der Tourismusbranche mit einem Boom im Sommer. Die Buchungen der Kunden für den Sommer hätten deutlich angezogen, heißt es.

12. März: Innenministerium warnt vor dubiosen Einreiseanmeldungs-Websiten, Dominikanische Republik in der Corona-Krise, wie Dubai Touristen lockt, Frust im Keukenhof

Wer seit November aus einem Corona-Risikogebiet wieder nach Deutschland einreisen will, muss sich vor der Ankunft elektronisch registrieren. Dafür wurde von der Bundesregierung die Website einreiseanmeldung.de ins Leben gerufen. Windige Bauernfänger aber nutzen die Gunst der Stunde und werben auf Websiten dafür, gegen Gebühr die digitale Einreiseanmeldung zu ermöglichen. Das Innenministerium stellt klar, dass diese Website Fälschungen seien und man einen Bogen um sie machen soll.

Auch in der Dominikanischen Republik herrscht derzeit in den Touristenhochburgen tote Hose. »Es gibt zwar Konzepte, wie man Touristen sicher empfangen kann, aber das alles nutzt nichts, wenn die Heimatländer der Gäste das Reisen verbieten oder erschweren«, heißt es in einer WDR-Reportage aus dem Land.

Seit Juli schon ist Dubai offen. Das Drehkreuz am Golf lockt Touristen aus aller Welt mit maximaler Freiheit und minimalen Einschränkungen. Geschäfte, Restaurants, Museen sind offen. Keine Ausgangssperre. Keine Quarantäne. Das alles wohl auch dank eines ehrgeizigen Impfprogramms. Seit Dezember wurde schon mehr als jeder zweite Einwohner geimpft. Jetzt lockt Dubai mit Sonne, Safari, Schnäppchenpreisen und einer der höchsten Impfraten weltweit – und auch viele Deutsche kommen für das Gefühl von Freiheit. Wie es in dem Land aussieht, berichtet der ARD-Weltspiegel am kommenden Sonntag, 14. März 2021, um 19:30 Uhr.

In der vergangenen Periode hat der Keukenhof in Holland alle Vorbereitungen getroffen, um den berühmten Blumenpark öffnen zu können. Dann am Mittwoch der Schock: Trotz aller getroffener Maßnahmen darf der Park am 20. März nicht für Besucher geöffnet werden. Und das, obwohl der Keukenhof in diesem Jahr nur noch als Wanderpark geöffnet sein sollte. Geschäftsführer Bart Siemerink dazu: »Die Tatsache, dass der Keukenhof in diesem Jahr erneut nicht öffnen darf, ist für alle Beteiligten eine große Enttäuschung. Dieses Jahr sind wir vollkommen auf Corona vorbereitet und daher ist es unverständlich, dass man in jedem Park in den Niederlanden spazieren gehen darf, nur nicht im Keukenhof.« Sobald die Möglichkeit der Öffnung bestehe, werde der Keukenhof öffnen. Die Blumen im Park blühten bereits und stünden für die Besucher in den Startlöchern, heißt es.

11. März: Eurowings baut Angebote massiv aus, Forderung nach Öffnung aller Skipisten, Lüneburger Heide will Hotelgäste auf Parkplatz testen

Eurowings-Chef Jens Bischof geht davon aus, dass das Reisegeschäft schon bald wieder deutlich anziehen wird. »Ich sehe einen sprunghaften Anstieg der Buchungen, der uns jetzt für den Frühsommer und Sommer ins Haus steht«, sagte er gestern. Schon Ostern wolle Eurowings 45 Flieger in die Luft starten lassen. Das wären mehr als doppelt so viele wie jetzt.

In Willingen in Hessen ist es schon so weit, ebenso im Sauerland: Die Skilifte haben den Betrieb aufgenommen, Skifahrer tummeln sich auf den Pisten. Anderenorts schaut man aber noch in die Röhre – und das verärgert den Verband Deutscher Seilbahnen. »Wir fordern von der Politik, die Öffnung aller Seilbahnen zu genehmigen«, sagte Präsident Matthias Stauch.

In der Lüneburger Heide hat man den Osterurlaub noch nicht abgeschrieben. Dort wollen die Tourismusverantwortlichen Gäste bei Anreise auf Hotelparkplätzen auf Corona testen und und die Urlaubsmöglichkeit davon abhängig machen, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist.

10. März: Skigebiet im Sauerland wieder geöffnet, ARD-Magazin Report: kaum Corona-Kontrollen bei Einreise, Bareiß: Hausarzt-Impfungen helfen Tourismus

Besser spät als gar nicht mehr: In den Wintersportgebieten im Sauerland laufen seit gestern wieder die Skilifte. Wintersportler müssen ihre Tickets vor ihrem Besuch im Webshop kaufen und einen Termin vereinbaren. Im Angebot seien nur Tages- und Halbtagestickets, teilte der Betreiber der Lifte, das Skiliftkarussell Winterberg, auf seiner Website mit.

Wer aus sehr vielen Länder der Welt nach Deutschland einreisen will, braucht einen negativen Negativ-Test. Das liegt daran, dass viele Länder als Risiko-, Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete gelten. Aber wie wird das mit den Coronatests bei der Einreise eigentlich kontrolliert? Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz haben jetzt ergeben: ziemlich schlecht. Auch gefälschte Corona-Testergebnisse seien ein Problem.

Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, sieht mit Blick auf die geplante Einbindung der Hausärzte in die Corona-Impfungen eine verbesserte Perspektive für die Tourismusbranche. »Ab April und Mai werden die Impfungen rasant nach oben gehen. Ich denke, dass spätestens im Mai, Juni und in den Reisemonaten im Sommer sehr viele Menschen geimpft sind, auch die Risikogruppen«, sagte er am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin.

9. März: TUI: Osterurlaub auf Mallorca wohl möglich, Fiebig hadert mit Politik, Griechenland will Tourismus-Comeback im Mai, Thailands Pläne für Geimpfte, Polen zufrieden mit Gästezahlen aus Deutschland

Je länger der Lockdown, desto größer die Reiselust – davon geht Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI aus. Das Unternehmen sieht sowohl bei den Anfragen in Reisebüros als auch bei den Klicks auf der Webseite ein steigendes Interesse an Reisen. »Schnelltests, Impfungen und einheitliche Immunitätsnachweise geben uns schon bald die Reisefreiheit zurück«, sagte Marek Andryszak, Vorsitzender der TUI Deutschland Geschäftsführung zum Auftakt der ITB Now 2021. In den kommenden Wochen rechnet der TUI Deutschland-Chef mit einem Nachholeffekt für Reisen und bereitet sich mit den Teams in den Urlaubsgebieten auf einen baldigen Neustart im Tourismus vor. Allen voran auf Mallorca. »Wir kommen dem Wunsch unserer Urlauber nach und planen, TUI Gästen einen Osterurlaub auf Mallorca zu ermöglichen«, sagte Andryszak.

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes, hat sich heute morgen im Radio ernüchtert über die aktuellen Urlaubsbuchungszahlen geäußert. Die Zurückhaltung sei noch sehr groß, sagte er. Einen (Mit-) Schuldigen hat er auch: »Hier wirkt eben auch das, was Politiker teilweise absondern.«

Wann wird Griechenland wohl wieder Reisenden erlauben, in dem Land Urlaub zu machen? Regierungssprecherin Aristotelia Peloni gab gestern vor Medienvertretern einen ersten Vorgeschmack: Es läuft wohl auf den Monat Mai raus. Voraussetzung sei, dass Griechenland bis dahin die Pandemie in den Griff bekomme, so Peloni.

Auch Thailand macht Druck: Nach dem Willen der Regierung sollen gegen das Coronavirus geimpfte Urlauber ab April nur noch 7 statt 14 Tage in Quarantäne müssen. Unter Dach und Fach ist das Vorhaben allerdings noch nicht. Ab Oktober soll der Tourismus dann endgültig hochgefahren werden.

Zwar bescherte die Corona-Pandemie auch unserem Nachbarland Polen deutliche Einbrüche bei der Zahl der Touristen aus Deutschland. Dennoch kann das Polnische Fremdenverkehrsamt den von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) zur ITB Berlin NOW vorgelegten Reisedaten sehr viel Positives abgewinnen. Denn anders als viele klassische Reiseziele der Deutschen konnte Polen 2020 seinen Marktanteil sogar deutlich steigern. Positiv stimmten auch die Reiseabsichten: Mehr als 14 Prozent aller von FUR Befragten könnten sich in den nächsten drei Jahren einen Urlaub in Polen generell vorstellen oder haben bereits konkrete Reiseabsichten, teilte das Polnische Fremdenverkehrsamt mit.

8. März: Vielstimmiger Osterurlaubs-Chor, Wut auf Sylt, Corona-Ausbruch auf Werks-Kreuzfahrtschiff

Die Frage, ob in diesem Jahr ein Osterurlaub möglich sein wird, umtreibt viele Menschen. Derzeit sieht es aber nicht gut aus, glaubt man den Aussagen der meisten Politiker. Helge Braun etwa, Chef des Bundeskanzleramtes, sagte, er sei »sehr skeptisch, was Reisen an Ostern angeht«. Er erwarte erst ab Pfingsten eine deutliche Entspannung. Zurückhaltender äußerte sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: »Ich kann Ihnen darauf noch keine verlässliche Antwort geben«, antwortete er der »Rheinischen Post« auf die Frage, ob Ostern Urlaub möglich sein werde. Deutlich optimistischer dagegen ist Daniel Günther, Ministerpräsident in Schleswig-Holstein: »Derzeit gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen«, sagte er.

Auf der Nordsee-Insel Sylt brodelt es. Mehrere Vermieter von Ferienhauswohnungen, Hotel- und Restaurantbesitzer sowie Einzelhändler haben deshalb in einer gemeinsamen Erklärung scharfe Kritik an den Coronamaßnahmen geäußert. »Das Problem in der harten Realität abseits der Videokonferenzen ist, dass wir, die Gewerbetreibenden und die zahlreichen Angestellten, dieses vielfältige Versagen ausbaden müssen – und das weit über alle wirtschaftlichen und persönlichen Schmerzgrenzen hinaus«, heißt es in der Erklärung. Mit Ausnahme der Landesregierung Schleswig-Holsteins scheine die Mehrzahl der Teilnehmer an der MPK den Wirtschaftszweig Tourismus mangels Kenntnis der Risikobewertung leichtfertig abzuschreiben. »Das ist für uns nicht hinnehmbar«, heißt es weiter.

Das Kreuzfahrtschiff »Odyssey of the Seas« wurde am Wochenende von der Papenburger Meyer Werft über die Ems in Richtung Nordsee überführt – ein Riesenspektakel, nicht nur für Fans der Mega-Kreuzfahrtschiffe. Dann am Samstag der Schock: Zwei der 500 Arbeiter auf dem Schiff wurden positiv auf Corona getestet. Jetzt müssen alle 500 Arbeiter an Bord bleiben.

6. März: RKI-Risikogebiets-Update, Großbritannien verschärft Ausreisekontrollen, Koh Samui in der Pandemie

Jeden Freitag das gleiche Spiel: Das Robert-Koch-Institut aktualisiert die Liste der Corona-Risikogebiete. Zuerst die gute Nachricht: Die gesamten USA gelten nicht mehr als Hochinzidenzgebiet, sondern sind jetzt »nur« noch Risikogebiet. Ebenfalls positiv: Teile Kroatiens sind nun kein Risikogebiet mehr, u.a. Istrien. Die schlechte Nachricht: Gleich drei europäische Länder gelten nun als Hochinzidenzgebiet: Schweden, Ungarn und Jordanien. Norwegen und Griechenland sind jetzt Risikogebiete.

Noch bis Ende des Monats sind die Briten angehalten, zu Hause zu bleiben: Die strikte »Stay at Home«-Regel untersagt unter anderem Reisen ohne triftigen Grund. Daran scheinen sich aber nicht alle gehalten zu haben. Aus diesem Grund hat das Verkehrsministerium die Ausreiseregeln verschärft. Ab kommenden Montag muss jeder, der Großbritannien verlassen will, ein Formular ausfüllen. Wer dabei schwindelt und erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von 200 bis zu 6.400 Pfund rechnen.

»Ist noch jemand da?« – dieser Frage geht Spiegel Online in einem Feature über die aktuelle Situation in dem thailändischen Urlaubsort Koh Samui nach. Seit einem Jahr sind die Resorts und Strände auf den thailändischen Inseln leer. Beleuchtet werden die Fragen, wovon die Einheimischen jetzt leben und wie sich die wenigen Touristen, die da sind, die Zeit vertreiben.

5. März: WHO hält wenig von EU-Impfpass, Forderung nach kürzeren Sommerferien, DRV macht Druck auf Politik, ADAC-Studie: ein Drittel will mehr Geld für Urlaub ausgeben, Thailand erwägt zarte Öffnung, Hausbooturlaub-Boom in Masuren, Freizeitpsychologin: Warum Reisen so wichtig ist

Die EU will bald den Rahmen für die Einführung eines europäischen Impfpasses vorstellen. Damit sollen unter anderem Reisen erleichtert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht dem Vorhaben kritisch gegenüber. Hans Kluge, Regionaldirektor der WHO in Europa, sagte in einem Interview mit der WELT, es sei unsicher, wie lange nach einer Impfung eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern.

Sind etwa die sechs Wochen Schulferien im Sommer in Gefahr? Das jedenfalls lässt sich den Äußerungen von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und Ifo-Präsident Clemens Fuest entnehmen. Beide argumentieren: Nur so können die Wissenslücken nach den langen Schließungen der Schulen in den letzten 12 Monaten aufgeholt werden. Wie viele Wochen Ferienstreichung ihnen vorschwebt, sagten weder Kretschmann noch Fuest.

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), wirft der Politik einen falschen Umgang mit den Corona-Maßnahmen vor. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, die Politik auf, müsse mit ihren Appelle zum Reiseverzicht aufhören. »Organisierte Reisen sind nachweislich nicht Treiber der Pandemie – das sagen nicht wir, das sagt das RKI in einer aktuellen Studie«, so Fiebig.

Noch herrscht Zurückhaltung bei Urlaubsplänen und Reisebuchungen. Doch ein Drittel der Deutschen will in diesem Jahr wieder mehr Geld für Urlaub ausgeben als 2020. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen ADAC-Tourismusstudie, bei der rund 5.000 Menschen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Reisepräferenzen befragt wurden. Ob beim Reisen allerdings wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht wird, ist dennoch fraglich: Etwa jeder Fünfte über 40 Jahren geht nicht davon aus, im laufenden Jahr wieder verreisen zu können. Die allgemeine Zurückhaltung lässt sich am Buchungszeitpunkt ablesen: So will knapp die Hälfte der Befragten kurzfristig oder vorab gar nicht buchen.

Gestern berichten wir an dieser Stelle über eine Initiative von Reiseunternehmern in Thailand, die eine Öffnung der Grenzen für Touristen ab dem Sommer fordern. Möglicherweise tut sich aber schon früher etwas. Ab April oder Mai sollen Touristen wieder ins Land reisen dürfen. Zunächst aber nur in fünf Provinzen, darunter Phuket. Ganz so entspannt wird’s aber nicht: Erst einmal sind 14 Tage Quarantäne im Hotel angesagt. Wer nach drei Tagen ein negatives Corona-Test-Ergebnis vorlegen kann, soll sich zumindest in der Hotelanlage frei bewegen dürfen.

Unter den Bedingungen von Corona wächst die Sehnsucht nach Urlaub im eigenen Heim – ob im Ferienhaus, im Wohnmobil oder auf dem Wasser. Weil bei vielen deutschen Charterfirmen die Hausboote für die kommende Saison bereits weitgehend ausgebucht sind, blickt mancher auch ins benachbarte Polen. Dort locken die Großen Masurischen Seen im Nordosten des Landes. Doch lange warten sollte man auch dort nicht, rät Robert Kempa, Tourismus-Chef im größten Ferienzentrum Giżycko (Lötzen). Denn auch die Polen selbst seien in diesem Jahr heiß auf Ferien mit Abstand auf dem Wasser. Mehr als mehr als 80 Prozent der Boote seien bereits ausgebucht, heißt es aus der Region.

Wenn es um die Lockerung der Corona-Maßnahmen geht, steht das Thema Reisen hintenan. Dabei sei der Verzicht aufs Reisen auf Dauer extrem belastend, sagt Martina Zschocke, Professorin für Freizeitpsychologie und Freizeitsoziologie an der Hochschule Zittau/Görlitz in einem Gespräch mit WDR5. »Gerade ein langes Wochenende zu Hause ist nicht das Erholsame. Ein Kontextwechsel ist ganz wichtig«, sagt sie.

4. März: Tourismusbranche zunehmend gereizt, Ischgl cancelt Wintersaison, Ryanair-Hoffnungen auf den Sommer, Madrid lockt Touristen

Wegen des Lockdowns geht nun schon seit Monaten nichts in der Hotel- und Gaststättenbranche. Auch fehlt immer noch eine Öffnungsperspektive. Es sei nicht nur unbefriedigend, sondern auch inakzeptabel, dass die Politik der Branche weiterhin jegliche Perspektiven verweigere, sagt Michael Frenzel vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft. »Sich erst Ende März überhaupt mit dem Thema Tourismus beschäftigen zu wollen, schlimmstenfalls auch dann völlig unverbindlich, ist ein Schlag ins Gesicht unserer Unternehmer*innen und 3 Millionen Mitarbeiter*innen und macht uns fassungslos«, sagte er. Auch die Opposition bezeichnet die Regierungspolitik als »absurd«.

Derweil macht man sich in Ischgl keine Illusionen mehr: Der Tiroler Urlaubsort gab gestern bekannt, dass man die Wintersaison 2020/21 endgültig abgehakt habe. »Leider haben sich die Voraussetzungen für eine Aufnahme des grenzüberschreitenden Skibetriebs in der Silvretta Arena in den letzten Wochen sukzessive verschlechtert; angesichts des nach wie vor beunruhigenden Infektionsgeschehens, der verschärften Reiserestriktionen und der noch immer fehlenden Perspektiven für Öffnungsschritte in Gastronomie und Hotellerie ist eine Aufnahme des Skibetriebes für uns weniger denn je vertretbar. Die Entscheidung, nicht mehr in die Wintersaison zu starten, war daher alternativlos«, erklärten Markus Walser und Günther Zangerl, die Vorstände der Silvrettaseilbahn AG.

In Großbritannien laufen die Corona-Impfungen ja deutlich schneller als bei uns – ob das der Grund ist, dass Ryanair-Chef Michael O’Leary so optimistisch ist für den Sommer ist? Er gehe jedenfalls davon aus, in diesem Sommer 60 bis 70 Prozent der Passagierzahlen von 2019 erreicht werden würden. Er appellierte an die Politk, rasch Fakten zu schaffen, damit die Die Menschen ihren Sommerurlaub buchen können.

Obwohl in der spanischen Hauptstadt Madrid die Corona-Infektionszahlen hoch sind, hält das viele Touristen nicht von einem Besuch ab. Der Grund: Fast alles ist offen: Restaurants, Pubs, Kinos, Museen und andere Freizeiteinrichtungen. Vor allem Franzosen sehe man derzeit in den Straßen, heißt es.

3. März: Urlaub auf Sylt mit Test, Mallorca-Gastro wieder offen, Einreise-Chaos in Heathrow, Thailands Tourismusbranche fordert Öffnung zum 1. Juli

Wer auf Sylt Ferien machen will, soll künftig einen PRC-Test oder einen Schnelltest vorweisen müssen, der durch qualifiziertes Personal durchgeführt wurde. Das kündigte der Bürgermeister der Inselgemeinde, Nikolas Häckel, bei »19 – die Chefvisite« an. »Nicht einfach losreisen. Es wäre fatal, wenn wir einen zweiten Insel-Lockdown bekämen«, sagte Häckel. Negative Tests müssten dann spätestens beim Check-In in Hotel oder Ferienwohnung vorgezeigt werden. Danach solle eine App zur Kontaktnachverfolgung auf Sylt genutzt werden. Bürgermeister Häckel forderte den Kreis Nordfriesland und das Land Schleswig-Holstein auf, die rechtlichen Grundlagen für Einreisekontrollen durch die Bundespolizei zu schaffen.

Nach siebenwöchiger Corona-Lockdown-Zwangspause durften gestern wieder die Gastronomen auf Mallorca Gäste empfangen. Allerdings noch mit Einschränkungen: nur draußen und nur bis 17 Uhr. Die Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr bleibt weiter in Kraft.

Das läuft noch nicht rund: Kontrollen bei der Einhaltung der Corona-Testvorschriften haben in den vergangenen Tagen zu massiven Verzögerungen bei der Einreise nach Großbritannien geführt. Passagiere berichteten von mehreren Stunden Wartezeit am Großflughafen London-Heathrow. Schuld sei unter anderem, dass viele Reisende es versäumt hätten, das sogenannte Testpaket zu buchen, heißt es.

Führende Tourismusunternehmen in Thailand fordern die Wiedereröffnung der Landesgrenzen ab dem 1. Juli dieses Jahres. Die # OpenThailandSafely-Kampagne wurde gestern mit Unterstützung von über 15 großen Unternehmen gestartet, darunter YAANA Ventures, Minor Group, Asian Trails, Capella Hotels und Resorts, EXO und viele andere. Die Open Thailand Safely-Kampagne fordert die Regierung auf, eine Öffnungsperspektive in Angriff zu nehmen. Die erfolgreichen Covid-19-Impfprogramme in Europa, den USA und anderen thailändischen Quellmärkten gäben dazu Anlass, so die Argumentation.

2. März: Impfpass: EU-Kommission drückt aufs Tempo, EU-Untersuchung wegen Verbraucherrechten bei Flugausfällen, Kanzlei hält Quarantäneanordnungen für unrechtmäßig, Neustadt verbietet Mandelblüte-Ausflügler

Das geht nun flott: Die EU-Kommission will noch in diesem Monat einen Gesetzesvorschlag zur Einführung eines Impfpasses vorlegen. Mit diesem Pass sollen Geimpfte fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können. Vor allem die klassischen Urlaubsländer wie Griechenland und Spanien haben zuletzt Druck gemacht, dass der Pass schnell eingeführt werden soll.

Seit einem Jahr gibt es eine Menge Ärger mit den Airlines. Vor allem Verbraucherschutzorganisationen sprechen sogar von neuen Rekorden bei den Beschwerden zu Flugreisen – meist geht es um die Erstattung der Flugticketpreise, die zu viel zu spät oder gar nicht erfolgt ist. Nun will sich die EU-Kommission des Problems annehmen. Die betroffenen Airlines wurden aufgefordert, binnen drei Wochen Stellung zu nehmen.

Die Kölner Kanzlei Rogert & Ulbrich reklamiert, dass zigtausend Quarantäneanordnungen während der Corona-Pandemie unrechtmäßig ergangen seien. Dies begründe Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Dies betreffe insbesondere die Fälle, in denen Reiserückkehrer pauschal in Quarantäne geschickt worden seien und die Fälle, in denen eine häusliche Quarantäne nach möglichem Kontakt mit einem coronapositiv Getesteten für gesunde Menschen angeordnet worden sei.

Neustadt an der Weinstraße ist im Vorfrühling bekannt für seine Mandelblüten. Normalerweise kommen unzählige Tagesausflügler in die Region, um davon Fotos zu machen. In diesem Jahr können sie aber zu Hause bleiben: An Wochenenden und Feiertagen gilt ein sogenannten Betretungsverbot für Tagestouristen.

1. März: NRW-Hotels Ostern wieder offen?, geringe Osterurlaubs-Nachfrage in Niedersachsen, Knatsch zwischen Kiel und Schwerin wegen Einreisestopp, Scholz macht Hoffnung auf Sommerurlaub, Corona-Pauschalurlaub im Privatjet

Können die Hotels und Ferienwohnungen in NRW bis Ostern wieder öffnen? Das jedenfalls fordert NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Mit Blick auf Einzelhandel, Gastronomie und Beherbergungsbetrieben sagte er dem Handelsblatt: »In Verbindung mit den bereits bewährten Hygienekonzepten und öffentlich bereitgestellten neuen Werkzeugen zur besseren Identifizierung und Nachverfolgung von Infektionsketten lassen sich diese Bereiche im Laufe des März schrittweise öffnen, dies sollte bis Ostern auch für Ferienwohnungen und Hotels möglich sein.«

Die Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Niedersachsen stehen derweil in den Startlöchern. Viele von ihnen hoffen, dass es in den nächsten Wochen erlaubt sein wird, die Betriebe zu öffnen. Vielleicht sogar schon Ostern. Die Reisenachfragen halten sich aber noch in sehr engen Grenzen, heißt es etwa von den Ostfriesischen Inseln. Anders dagegen die Situation für den Sommer. Für Juli und August sei die Nachfrage sehr hoch.

Wer derzeit aus Freizeitgründen nach Mecklenburg-Vorpommern reisen möchte, hat ein Problem: Die Schweriner Landesregierung hat ein Einreiseverbot verhängt, auch für Tagestouristen. Das verärgert zunehmend schleswig-holsteinische Landespolitiker. »Schluss damit!«, fordert der Kieler FDP-Landtagsfraktionschef Christopher Vogt.

Die Stimmen der Experten und Politiker, die davon ausgehen, dass ein Sommerurlaub in diesem Jahr wieder möglich sein wird, werden immer lauter. Jetzt hat sich auch Vizekanzler Olaf Scholz zu Wort gemeldet. Mit Blick auf die schönste Zeit des Jahres sagte er in der Online-Talkshow der Bild-Zeitung: »Im Sommer werden zig Millionen geimpft sein, und das kann ja nicht konsequenzenlos bleiben.«

Mund-Nasen-Schutz hin oder her: Wer bald in den Urlaub fliegen will, macht sich vielleicht Sorgen darüber, dass man vielen anderen Passagieren eng an eng im Flugzeug sitzen muss. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, hat der heute an den Start gehende Schweizer Reiseveranstalter Travelcoup Deluxe ein Angebot für Besserbetuchte aufgelegt: Im Privatjet geht es zu beliebten Urlaubshotspots in Europa. Abgeflogen wird ab Frankfurt, München und Düsseldorf.

27. Februar: RKI-Risikogebiets-Aktualisierung, Travemünde offen für Tagestouristen, Norderneys Geschenk für Pfleger

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat gestern – so wie jeden Freitag – die Liste der weltweiten Risikogebiete aktualisiert. Obwohl die Coronainfizierten- und Todes-Zahlen derzeit laut WHO weltweit sinken, spiegelt sich die positive Entwicklung noch nicht in der Risikogebietsbewertung des RKI wider. Im Gegenteil: Malta gilt nun als Hochinzidenzgebiet, neue Risikogebiete sind die Region Satakunta in Finnland, die Insel La Reunion, die Region Peloppenes (Griechenland) und Kuba. Einzige Lichtblicke: St. Vincent und die Grenadinen sowie Panama sind zum regulären Risikogebiet herabgestuft worden.

Eigentlich galt bis Sonntag kommender Woche in Travemünde in Schleswig-Holstein ein Betretungsverbot für Touristen. Das Landes-Sozialministerium in Kiel fand das aber unverhältnismäßig und setzte das Verbot aus. Ab heute nun dürfen Tagestouristen nun wieder Travemünde besuchen. Touristische Übernachtungen aber bleiben weiter verboten. Wer auf die Insel Rügen will, muss sich dagegen weiter gedulden. Dort sind nur Tagestouristen erlaubt, die auch in Mecklenburg-Vorpommern leben.

Der Rotary Club Norderney rief im Dezember Bewohner der Insel mit Beherbergungsmöglichkeit dazu auf, Pflegekräften eine Woche Urlaub zu spendieren. Mehr als 120 Betriebe folgten dem Aufruf und haben 100 Corona-Pflegekräften aus Niedersachsen und NRW Gratis-Urlaub auf der Insel versprochen. Auch die Überfahrt mit der Fähre und die Kurtaxe werden erstattet. Darüber hinaus warten bei der Ankunft noch weitere Gutscheine auf die Gewinner. Zur Begründung sagte Mitinitiatorin Grit Lacalandra, man wolle den Pflegekräften außer warmen Worten und Applaus eine echte, spürbare Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringen: »Vielfach haben sich die Pflegekräfte in den letzten Wochen und Monaten aufopferungsvoll um schwer erkrankte Menschen gekümmert haben und dabei ihre eigene Gesundheit riskiert und ihre eigene Familie vernachlässigt.«

26. Februar: EU-Impfpass kommt, RKI-Studienergebnisse zu Urlaubsreisen

Wird man im Sommer als Inhaber eines Corona-Impfpass Vorteile haben? Diese Frage dürften sich viele stellen, die im Moment mit dem Gedanken spielen, im Sommer in den Urlaub zu fahren. Die Diskussion darüber hat nun mächtig Fahrt aufgenommen. Denn die EU hat gestern beschlossen, dass in den nächsten drei Monaten ein EU-einheitlicher Impfpass entwickelt werden soll. Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Österreich, Länder also, die stark vom Tourismus abhänging sind, wollen Impfpass-Inhabern Urlaubsreisen erleichtern. Deutschland ist da zurückhaltend. Schließlich, so Kanzlerin Angela Merkel, soll eine Zweiklassengesellschaft vermieden werden.

Womit wir bei der schon seit fast einem Jahr diskutierten Frage wären, wie gefährlich Reisen eigentlich in Corona-Zeiten ist? Die Tourismusbranche sagt unentwegt: sehr ungefährlich, schließlich gebe es überzeugende Hygienekonzepte in den Beherbergungsbetrieben. Virologen und Politiker sehen das oft anders. Sie halten Urlaubsreisen, sprich Mobilität, für Gift im Kampf gegen die Coronaausbreitung. Wer hat nun recht? Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat sich nun in einer Studie mit dieser Frage beschäftigt. Einige der Ergebnisse davon geben der Reisebranche gute Argumente an die Hand. 

25. Februar: Söder zu Osterurlaub, Bareiß zu Sommerurlaub, Kurz freut sich auf Sommerurlauber aus Deutschland, Tiroler Wintersportort in Quarantäne

Jetzt hat sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in die Diskussion über den Osterurlaub eingeschaltet. Dabei blieb er aber allerdings mit Blick auf Ostern vage: »Zum Urlaub möchte ich noch keine Versprechen abgeben, aber im Laufe des Jahres geht das bestimmt«, sagte er gestern in »Bild Live«. In der Sendung wurde er von Kindern befragt.

Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hat sich unterdessen optimistisch mit Blick auf den Sommerurlaub geäußert. »Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können«, sagte er der Bild-Zeitung.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz freut sich jetzt schon auf Sommerurlauber aus Deutschland. »Wir werden zur Normalität zurückkehren können und ich freue mich schon auf viele Menschen aus Deutschland, mit denen ich in Kontakt bin, die mir sagen, ja, sie wollen im Sommer endlich mal wieder ihren Urlaub in Österreich verbringen«, sagte erGleichzeitig plädiert er dafür, ähnlich wie in Israel Corona-Geimpften und Getesteten mehr Freiheiten zu geben. Auch die EU in Brüssel will den Tourismus mit Impfausweisen wieder in die Spur bringen.

Mayrhofen im Tiroler Zillertal ist bei vielen in- und ausländischen Skifahrern beliebt. Aber derzeit geht hier gar nichts mehr: Der Ort ist zu einem Corona-Hotspot geworden. Eine Woche lang müssen die Bewohner jetzt in Quarantäne. Ohne negativen PCR-Test darf niemand den Ort verlassen.

24. Februar: Diskussion über Schnelltests, Briten wollen reisen, Marokko stellt Flüge nach Deutschland ein

Könnte der Osterurlaub auf den Nordseeinseln noch klappen, wenn alle Besucher vor Betreten der Inseln einen Corona-Schnelltest machen? Das jedenfalls ist derzeit auf den Inseln im Gespräch. Politiker der ostfriesischen Inseln hatten dazu eine Unterredung mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Wie sich Niedersachsens Landesregierung dazu positionieren wird, steht aber noch in den Sternen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will seinen Landsleuten bis Ende Juni ihre Freiheiten zurückgeben. Dann spätestens sollen sämtliche Corona-Einschränkungen Geschichte sein. Das gilt natürlich auch für die Reisefreiheit. Da ließen sich die Briten nicht zweimal bitten: Bei Easyjet stiegen die Buchungen um das Dreifache, bei TUI um 500 Prozent.

Marokko hat Flüge von und nach Deutschland vorerst ausgesetzt. Grund ist die Sorge in dem Land, dass sich die Corona-Mutationen ausbreiten könnten. Die neue Regel gilt zunächst für etwas länger als drei Wochen, bis zum 21. März 2021. Gleiches gilt für Flüge von und in die Schweiz.

23. Februar: Griechenland setzt auf Geimpfte, Kuba wirbt um Impftouristen, noch wenig los in Reisebüros, Plasberg-Talk über Urlaub 2021

In der Frage, wie der Tourismus wieder in Gang kommen kann, setzt Griechenland auf gegen das Coronavirus geimpfte Urlauber. Entsprechende Abkommen mit Zypern und Israel sind schon in Arbeit. Tourismusminister Charis Theocharis sagte aber auch: »Wir wollen das Reisen natürlich nicht nur auf diejenigen beschränken, die geimpft sind.«

Wir berichteten an dieser Stelle schon ein paar Mal über Reiseveranstalter, die damit werben, im Urlaub gegen Corona geimpft werden zu können. Nun prescht sogar ein Land mit diesem Angebot vor: Kuba. In den staatlichen Medien des Karibikstaates heißt es, Ausländer könnten Urlaub und Impfung verbinden.

Wer derzeit ein Reisebüro aufsucht, um sich beraten zu lassen oder gar um eine Urlaubsreise zu buchen, dürfte eine ziemlich exklusive Beratung bekommen. Denn: Kaum jemand ist da. Darüber berichtet tagesschau.de. »Die Anfragen sind derzeit sehr gering«, so der Tenor.

In der ARD-Talkshow »Hart aber fair« ging es gestern Abend um die Frage, ob dieses Jahr Urlaub möglich sein wird. Unter anderem ging es darum, ob echter Urlaub nur mit Impfung funktionieren wird. Auch Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), nahm an der Diskussionsrunde teil.

22. Februar: Impfreise-Angebote florieren weiter, Kritik an alltours nach Impf-Ankündigung, wieder Ansturm auf Skigebiete in Polen, Schleswig-Holsteins Tourismusminister hält Osterurlaub für möglich

Weltweit florieren Reiseangeboten, in denen versprochen wird, dass sich zahlungskräftige Kunden gegen Corona impfen lassen können. Von »elitären Zirkeln und Reisebüros« ist die Rede, die entsprechende Reisen verkaufen wollen.

Der Reiseveranstalter alltours ist in den sozialen Netzwerken für seine Entscheidung kritisiert worden, ab Ende Oktober nur noch Urlauber in seinen Hotels aufnehmen zu wollen, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Unter dem Hashtag #boykottalltours riefen einige User zum Boykott des Unternehmens auf. Bei Trustpilot lag der alltours-Wert bei nur noch 1,3 (Stand: 22.2.21, 9 Uhr) . Trustpilot setzte bereits einen Hinweis ab, in dem es heißt: »Auf diesem Profil ist ein deutlicher Anstieg der Bewertungen zu verzeichnen. Obwohl wir nachvollziehen können, dass Sie Ihre Meinung zu aktuellen Themen in den Nachrichten und sozialen Medien äußern möchten, ist Trustpilot ein Ort für Feedback zu eigenen Kauf- und Serviceerfahrungen.«

Bereits letztes Wochenende kam es zu einem Riesenandrang auf Polens Skigebiete, und auch an diesem Wochenende wiederholte sich das Spiel. Tausende Ski- und Snowboarder fielen in den Wintersport Zakopane ein und nicht alle hielten sich an die Abstandsregeln. Es gab Staus, die Hotels waren ausgebucht.

Die Debatte über den Osterurlaub hat vergangene Woche vielfach die Schlagzeilen beherrscht. Schlauer war man danach freilich nicht. Die Politik ist höchst zerstritten bei dem Thema. Und was sagt Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz dazu? Er ist optimistisch: »Ich habe die Hoffnung auf einen Ostertourismus noch nicht aufgegeben«, sagte er in einem Interview mit dem Spiegel. Ein paar Tage Urlaub an der Ost- oder Nordsee halte er für möglich.

20. Februar: RKI-Risikogebiets-Update, nur noch Geimpfte in alltours-Hotels ab November, Plädoyer für differenzierten Afrika-Tourismus, Touristen-Boom in Mexiko, Osterurlaub-Buchungstipps

Das Robert-Koch-Institut hat gestern wieder die Liste der weltweiten Risikogebiete aktualisiert. Dieses Mal dominieren die guten Nachrichten: Die Karibikinsel Curacao ist kein Risikogebiet mehr, und Litauen sowie Spanien sind vom Hochinzidenzgebiet zum regulären Risikogebiet runtergestuft worden.

Gäste der alltourseigenen Hotelkette allsun müssen derzeit beim Check-in einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Gestern verkündete alltours dann einen Paukenschlag: Zukünftig soll nur noch ein Urlaub mit Corona-Impfung in den allsun-Hotels möglich sein. Das werde aber vom Verlauf der Impfungen abhängen. Die neue Regelung soll voraussichtlich ab 31. Oktober dieses Jahres gelten. »Wir wollen allen Gästen höchstmögliche Sicherheit bieten, damit sie ihren Urlaub entspannt genießen können«, sagte alltours-Inhaber Willi Verhuven.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat davor gewarnt, die Länder Afrikas wegen der Corona-Pandemie mit einem Reisebann zu überziehen. »Die 54 afrikanischen Länder dürfen nicht pauschal als Risikogebiet eingestuft werden«, sagte Müller. Vielmehr müsse man differenziert schauen, in welchen Ländern Afrikas die Pandemie im Griff sei.

Mexiko scheint in der Corona-Pandemie der große Gewinner zu sein: Einer Statistik der Welttourismusorganisation (UNWTO) zufolge war Mexiko 2020 die meistbesuchte Destination Lateinamerikas. Weltweit erreichte das lateinamerikanische Land sogar Platz 3, hinter Frankreich und Italien.

Wer derzeit noch überlegt, ob und wohin er Ostern in den Urlaub fahren kann, für den stellen sich viele Fragen: Wohin kann ich? Welches Reiseziel kann ich angesichts der Unsicherheiten riskieren? Was sollte ich bei der Buchung beachten? Lieber mit dem Reiseveranstalter oder lieber auf eigene Faust? Hermann-Josef Tenhagen und Nina C. Zimmermann erläutern im Finanztip-Podcast, worauf man jetzt beim Planen und Buchen von Reisen achten sollte.

19. Februar: Coronasicheres Hotel in Singapur, Prostitution auf Mallorca, Estland-Einreisende mit gefälschten Corona-Tests, ZDF über Osterurlaub

Ihre Gäste möglichst sicher vor einer Übertragung des Coronavirus schützen – das dürfte auch 2021 für viele Hoteliers weltweit ganz oben auf der Agenda stehen. In Singapur will man nichts dem Zufall überlassen. Dort wurde der Öffentlichkeit vorgestern ein Hotel vorgestellt, dass höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben will. Primär richtet es sich an Geschäftsreisende, die die sonst verpflichtende zweiwöchige Quarantäne umgehen wollen.

Das Lieblingsreiseziel der Deutschen, die Insel Mallorca, macht derzeit eine schwere Krise durch: kaum Touristen, kaum Einnahmen, hohe Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaftskrise trifft vor allem Frauen. Die Folge: Die Elendsprostitution auf der Insel steigt, wie Medien und Hilfsorganisationen berichten.

Das Geschäft mit gefälschten Coronatest-Ergebnissen aus dubiosen Laboren scheint für Kriminelle lukrativ zu sein. Vor einigen Wochen berichteten wir an dieser Stelle über entsprechende Machenschaften in Mexiko. Nun sind auch am Flughafen Tallinn in Estland fünf Personen mit gefälschten Corona-Testnachweisen aufgeflogen.

Fernsehtipp: Wird das noch was mit dem Osterurlaub in diesem Jahr? Dieser Frage widmet sich morgen um 17:05 Uhr der Länderspiegel im ZDF.

18. Februar: Tourismusexperte warnt vor schneller Öffnung, Iren-Schlupfloch: Tausende verreist, mehrere Pärchen in Kölner Hotel aufgeflogen

Martin Linne, Geschäftsführer der Gesellschaft für Tourismusforschung, hat in einer Analyse für die Inseln Amrum, Föhr, Sylt und Helgoland vor zu schnellen Öffnungsschritten gewarnt. Notwendig seien seiner Meinung nach Planungsvorläufe für Hotels von zwei bis vier Wochen.

Auch die Iren dürfen derzeit nicht in den Urlaub fahren. Eigentlich. Einige sind aber »besonders gewieft« und nutzen eine Gesetzeslücke aus: Reisen sind nämlich dann erlaubt, wenn sie gesundheitlich notwendig sind. Von zahlreichen Zahnarztterminen in Spanien und der Türkei ist beispielsweise die Rede. Vor Ort ist der Ärger groß, weil niemand in den Arztterminen auftaucht.

Abermals haben sich in einem Kölner Hotel Privatreisende als Geschäftsleute ausgegeben – und sind dabei vom Ordnungsamt erwischt worden. Im Stadtteil Ehrenfeld haben demnach mehrere Pärchen den Valentinstag begangen. Insgesamt 31 Verstöße gegen das Prostitutions- und Beherbergungsverbot zählte das Amt in dem Hotel am vergangenen Wochenende.

17. Februar: Bayerns Innenminister optimistisch bei Osterurlaub, NCL-Pause bis Ende Mai, Bonusprogramm-Erleichterungen, Urlaubsguru-Umfrage zu Reiseerleichterungen für Geimpfte

Auch in Bayern in die Diskussion über den Osterurlaub in vollem Gange. Nun hat sich auch Innenminister Joachim Herrmann zu Wort gemeldet. Er sagte, Osterurlaub im Inland sei »durchaus vorstellbar”, wenn Infektionen und Sterberate zurückgingen und mehr geimpft werde.

Kreuzfahrtfreunde müssen sich weiterhin gedulden: Der Kreuzfahrt-Branchenriese NCL, zu dem unter anderem die Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises gehören, gab gestern bekannt, dass es vor Ende Mai keine NCL-Schiffsreisen geben werde.

Viele Unternehmen aus der Tourismusbranche wie Airlines, Hotelketten und Mietwagenfirmen bieten ihren Kunden Bonusprogramme an. Zu den bekanntesten in Deutschland gehört etwa Miles & More. Wer ausreichend Punkte sammelt, kommt in dem Genuss einiger Vorteile. Doch seit rund einem Jahr reist kaum noch jemand. Die Folge: Bei vielen Bonusprogrammen droht ein Statusverlust. Im Zuge der Coronakrise haben viele Bonusprogramme eine Statusverlängerung oder Qualifikationserleichterung für ihre Kunden beschlossen. Das Portal travel-dealz.de hat sie in einer Übersicht zusammengestellt.

Länder wie die Seychellen und Island sowie die Airline Qantas haben bereits angekündigt, dass es deutliche Reiseerleichterungen für Geimpfte geben soll. Was denken die Deutschen darüber? Das Portal Urlaubsguru hat dazu eine Umfrage gemacht. Ergebnis: Die Mehrheit der Befragten (69 Prozent) ist der Meinung, dass Urlaub im Ausland nicht nur für Geimpfte möglich sein sollte. Als Hauptargument wird die Entscheidungsfreiheit darüber, ob man sich impfen lassen möchte, angeführt.

16. Februar: Dehoga und DTV kritisieren Kretschmer, Polizei-Bilanz in Polens Wintersportorten, TUI sieht Kreta beim Sommerurlaub vorn, Madeira lockert Einreisebestimmungen, Impfreisen weiter nicht aus der Welt

In der Debatte über den Osterurlaub in diesem Jahr hat sich jetzt auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zu Wort gemeldet. Chefin Ingrid Hartges sagte den Sendern RTL und ntv, Kretschmers Aussagen seien völlig inakzeptabel. Auch Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) ist verärgert: »Immer wieder neue Spekulationen über Öffnungstermine für den Tourismus an Ostern sind unverantwortlich. Bund und Länder sind gefordert, ihren gemeinsamen Beschluss vom Januar umzusetzen und eine einheitliche Öffnungsstrategie zu entwickeln«, sagte er.

In Polen haben am Wochenende die Wintersportorte wieder geöffnet – da ließen sich Skifahrer und Snowboarder nicht zweimal bitten. Es blieb allerdings nicht beim Skifahren. Am Abend traf man sich auf den Straßen zum Après-Ski. In Zakopane gerieten die Open-Air-Feierlichkeiten gar aus dem Ruder, die Polizei hatte alle Hände voll zu tun.

Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI rechnet in den kommenden Wochen mit vielen Sommerurlaubsbuchungen. Schon jetzt zeichnen sich erste Trends ab, teilte TUI mit. Für welche Ziele sich deutsche Urlauber am meisten interessieren, zeigten die Buchungen in den TUI-Reisebüros und auf TUI.com. Besonders auffällig: Mit Kreta, Rhodos und Kos sichern sich gleich drei griechische Inseln einen Platz in den Top 5 der beliebtesten Reiseziele.

Die Gesundheitsbehörden Madeiras haben neue Einreisebestimmungen erlassen. So dürfen ab sofort Bürger mit vollständiger SARS-CoV-2-Impfung und all jene mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Genesung von einer Corona-Infektion ohne negatives Testergebnis einreisen. Alle anderen müssen nach wie vor einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorweisen oder können sich direkt am Flughafen kostenlos testen lassen. Das Ergebnis liegt dabei innerhalb von zwölf Stunden vor.

Letzte Woche war die Rede von Veranstaltern, die schon bald ins Geschäft mit Impfreisen einsteigen wollten. Daraus wurde aber erst mal nichts, weil derzeit kein Land Impftouristen will. Christian W. Mucha, Verleger aus Österreich, will aber nicht locker lassen. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche sagte er, es hätten sich Tourismusdestinationen bei ihm gemeldet, »die die Gabe von Impfstoff als Zeichen der Gastfreundschaft nutzen, um auf das Tourismusangebot ihrer Länder international aufmerksam zu machen«.

15. Februar: Diskussion über Osterurlaub, Andrang in Polens Skigebieten, Touristen in Chalets in Bodenmais ruft Polizei auf den Plan

Trotz seit Wochen sinkender Corona-Infektionszahlen glaubt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nicht, dass Ostern (erstes April-Wochenende) wieder Urlaubsreisen möglich sein werden. »Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen. Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben«, sagte er der Bild am Sonntag. Man würde alles zerstören, was man seit Mitte Dezember erreicht habe, so Kretschmer. Kretschmers Aussage hat eine breite Debatte über den Osterurlaub entzündet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke stimmte ihm zu, Kritik gab es dagegen von
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sowie von den Linken und der FDP.

Aufatmen bei Skifreunden in Polen: Dort wurden am Wochenende kurzfristig die Skipisten wieder geöffnet. Es dauerte nicht lang und schon gab es einen Ansturm auf Hotels und Pisten. Besonders groß sei der Andrang in der Hohen Tatra im Süden Polens gewesen, meldete der Sender »TVP Info«.

Private Urlaubsreisen sind ja derzeit noch verboten. Auch in Bayern. Das hinderte aber drei Pärchen aus München, Wiesbaden und Rosenheim nicht daran, ihr Glück in einer Chalet-Anlage in Bodenmais im Bayerischen Wald zu versuchen. Dummerweise hatten sie die Rechnung ohne aufmerksame Nachbarn gemacht, die die Polizei informierten. Die Pärchen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen, ebenso der Betreiber der Anlage.

13. Februar: RKI-Update zu Risikogebieten, Trivago-Chef optimistisch bei Sommer-Reisen, Bahnverkehr-Stopp Richtung Tirol und Tschechien

Das Robert-Koch-Institut hat gestern wieder seine Corona-Risikogebietsliste aktualisiert. Ab Sonntag, den 14. Februar um 00:00 Uhr treten folgende Änderungen in Kraft: Neu als Virusvariantengebiet gelten nun Tirol, die Slowakei und Tschechien. Bahrain, die Seychellen, St. Lucia sowie St. Vincent und die Grenadinen sind nun Hochinzidenzgebiete. Als Risikogebiete gelten jetzt die Regionen Mittelfinnland und Österbotten in Finnland und die Region Westgriechenland. Die griechischen Regionen Westmakedonien sind Thessalien dagegen keine Risikogebiete mehr, ebenso wenig wie die Region Midtjylland in Dänemark.

Ob und wann wir 2021 wieder reisen können, beschäftigt derzeit viele Menschen. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hatte sich erst kürzlich mit optimistischen Prognosen für die Zeit nach Pfingsten aus dem Fenster gelehnt. Axel Hefer, Chef des Reiseunternehmens Trivago, schlägt nun in eine ähnliche Kerbe. Je näher man dem Sommer komme, desto stabiler werde die Situation sein, sagte er in »Die Stunde Null«, dem Wirtschaftspodcast von Capital und n-tv. Wer eine Fernreise plane, müsse sich aber noch gedulden.

Nichts geht mehr: Die Deutsche Bahn hat vorläufig den Zugverkehr zwischen Deutschland einerseits und Tirol und Tschechien andererseits eingestellt. Grund sind die strengeren Corona-Maßnahmen. 

12. Februar: Kritik an Impfreise-Angeboten, Corona und die Folgen für den europäischen Flugverkehr, Restaurants bedienen Camper

Einige wenige Länder der Welt sind schon weit vorangeschritten beim Impfen gegen Corona, Israel etwa. Wenn alles gutgeht, so die Hoffnung in diesen Ländern, ist man bis zum Sommer bereits durchgeimpft. Und dann? Bleiben dann etwa noch Impfdosen übrig für Ausländer? Das jedenfalls hoffen die ersten Reiseveranstalter. Sie bieten sogenannte Impfreisen an. Interessenten könnten sich bereits registrieren lassen. Aber die Angebote der Veranstalter stoßen auf Kritik. Ella Zack Solomon, Direktorin des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros für Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagte gestern: »Wir als Vertreter des Ministeriums für Tourismus des Staates Israel betonen, dass es keine Möglichkeiten für Touristen in Israel gibt, sich impfen zu lassen. Es werden keine Impfreisen angeboten.« SPD-Politiker Karl Lauterbach hält die Angebote für »unethisch«.

Die Reiserestriktionen innerhalb Europas haben immer heftigere Folgen für den Flugverkehr. Das verdeutlicht eine Übersicht des Evidence Lab genannten Datendienstes der Schweizer Großbank UBS. Demnach kann man derzeit von 702 untersuchten internationalen Routen auf mindestens 610 nur beschränkt oder gar nicht verreisen.

Not macht erfinderisch: Weil Restaurants derzeit keine Gäste in ihren Räumlichkeiten bedienen dürfen, fehlen den Inhabern Einnahmen. Was soll also tun? Der Außer-Haus-Verkauf reicht vielerorts nicht, um Gewinn zu machen. Einige Hotels und Restaurants haben ihre Parkplätze nun für Camper geöffnet. Serviert wird nun ein Wohnmobil-Dinner. 

11. Februar: Ferienhausverband kritisiert Lockdown-Pläne, Lufthansa verlängert Gratis-Umbuchungen, Impfpass-Diskussionen in Spanien

Eine Öffnung der Beherbergungsbetriebe, insbesondere der Ferienwohnungen und Ferienhäuser ab einem Inzidenzwert von unter 20 ist völlig indiskutabel, kommentiert der Deutsche Ferienhausverband die gestern durch die Medien geisternden Pläne der Bundesregierung. Demnach sollen erst im Cluster zwei mit einer Inzidenz von unter 20 innerhalb von einer Woche, touristische Übernachtungen zugelassen werden. Der Deutsche Ferienhausverband sieht in dieser Maßnahme eine akute Bedrohung, die letztendlich Masseninsolvenzen nach sich ziehen könnte. Der Neustart des Tourismus könnte damit in weite Ferne rücken.

Seit Ende August sind sämtliche Tarife von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings gebührenfrei umbuchbar. Ursprünglich galt dieses Tarifangebot für (Um-)Buchungen bis Februar. Nun wird das Angebot erneut verlängert: Sämtliche Tarife der Airlines sind nun bei einer Ticketausstellung bis zum 31. Mai 2021 beliebig oft gebührenfrei umbuchbar, wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt. Danach ist noch eine weitere gebührenfreie Umbuchung möglich.

Brauchen wir für einen Urlaub in Spanien in diesem Jahr eine Corona-Impfung? In dem Land jedenfalls wird derzeit darüber diskutiert, ob und wie wieder Touristen ab dem Frühjahr ins Land kommen können. Ein Sprecher der spanischen Botschaft sagte der Bild-Zeitung, »man arbeite an der harmonisierten Einführung von Impf-Zertifikaten gegen Covid-19«. Noch aber ist die Diskussion im Gange. Viel wird davon abhängen, ob und wie Impfungen auch gegen Ansteckungen schützen und wie schnell auf europäischer Ebene geimpft wird.

10. Februar: Verdruss im Sauerland, Kreuzfahrt-Gäste auf Gran Canaria in Quarantäne

Viel Schnee und Temperaturen deutlich unter Null: Eigentlich ideale Bedingungen für Wintersportler. Auch im Sauerland liegt derzeit viel Schnee, doch die Skigebiete dürfen nicht öffnen. Vom Andrang um den Jahreswechsel herum ist kaum noch was zu spüren. Immerhin. Langlauf, Rodeln, Ski- und Snowboardfahren ist erlaubt. Nur die Fahrt im Lift nicht. Bei den Betreibern, der Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland-Wittgenstein wächst die Verzweiflung und das Unverständnis. Die Unternehmen seien inzwischen am Limit. »Man muss uns ermögliche Einnahmen zu generieren, damit wir nicht nur auf Hilfen angewiesen sind. Zumal diese bei saisonal tätigen Unternehmen wie den Skigebieten kaum greifen«, fordert Meinolf Pape, Sprecher der Postwiesen-Liftgesellschaft Neuastenberg und Geschäftsführer des Skiliftverbands Sauerland. »Wenn nichts passiert, drohen Insolvenzen.«

Unschönes Ende für Gäste einer Kreuzfahrt auf der »Mein Schiff 2«: Sie sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun sind die vier sowie weitere Passagiere und Crewmitglieder auf Gran Canaria in Quarantäne. Die anderen Gäste, immerhin rund 1.000 Stück, konnten ihre Heimreise antreten.

9. Februar: Zypern und Griechenland drängen auf Impfpass, Österreich warnt vor Tirol, Rio in der Pandemie

Griechenland Regierungschef Kyriakos Mitsotakis macht weiter Druck: Er will, dass möglichst bald ein europäischer Impfpass eingeführt wird, der Reisen unproblematischer machen soll. Nun hat er mit dem zyprischen Staatspräsidenten Nikos Anastasiades einen weiteren Verbündeten für dieses Vorhaben gewonnen. Auch Israel, das schon ziemlich weit mit den Impfungen ist, ist in den Plan eingebunden.

Einmalige, fast schon kuriose Reisewarnung: Österreichs Bundesregierung warnt derzeit vor Reisen in das (eigene) Bundesland Tirol. Grund ist die vermehrte Ausbreitung einer südafrikanischen Coronavirus-Variante in Tirol. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, man solle »auf das unbedingt erforderliche Ausmaß« Reisen in das Bundesland vermeiden. Auch beim nördlichen Nachbarn Bayern ist man besorgt.

Rio de Janeiro ist normalerweise im Februar voll mit Touristen. Kein Wunder, in Rio ist schließlich Sommer, wenn bei uns Winter ist. Aber die Corona-Pandemie hat auch Brasiliens zweitgrößte Stadt stark verändert. Der Journalist Tom Noga war in der Metropole am Zuckerhut unterwegs und berichtet, wie die Pandemie Rio verändert hat.

8. Februar: Bareiß will keine Reise-Privilegien für Geimpfte, TUI optimistisch für Sommer, FDP-Kritik wegen Hotelschließungen

Thomas Bareiß (CDU), Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, hat sich nun auch in die Diskussion über Reiserleichterungen für Corona-Geimpfte eingeschaltet. Seiner Meinung nach soll es keine Ausnahmeregeln für Geimpfte geben: »Das würde ein Zwei-Klassen-Gefühl befördern«, sagte er gegenüber dem Business Insider. Mit Blick auf den Tourismus-Start glaubt er weiter fest an die Zeit ab Pfingsten. Allerdings glaubt er, dass die meisten Deutschen auch 2021 ihren Urlaub in Deutschland verbringen werden.

Deutschlands größter Reisekonzern TUI geht davon aus, dass der Sommer 2021 bei den Deutschen einen Reiseboom auslösen werde. Es gebe eine große Reiselust der Deutschen, sagte ein Sprecher der Bild-Zeitung. Das zeige nicht zuletzt die Auswertung der Suchdaten auf den Internet-Seiten der TUI.

Die FDP fordert rasche Perspektiven für die vom Lockdown betroffenen Unternehmen. “Ab 14. Februar muss es konkrete Öffnungen geben”, sagte der stellvertretende FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Michael Theurer der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung ahgz im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am 10. Februar. Harsch kritisierte er die Hotelschließungen. Das habe er nie verstanden, sagte Theurer. »Da gibt es in vielen Fällen hervorragende Hygienekonzepte. Die wissenschaftlichen Belege für diese konkreten Eingriffe fehlen. Staatseingriffe ohne wissenschaftliche Fundierung sind nicht verhältnismäßig.”

6. Februar: Bundesregierung erwartet Reiseboom im Sommer, Update der RKI-Risikogebiete, Hotel-Quarantäne in Großbritannien, Kanada verlängert Kreuzfahrtstopp um ein Jahr, Karneval in Venedig: Geisterstadt in der Pandemie

Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, geht davon aus, dass es im Sommer einen Reiseboom geben wird. Er glaube auch, dass es Ostern noch nicht so weit sein werde. Pfingsten sehe es schon deutlich besser aus. Reisen seien vermutlich zunächst in Deutschland und Europa wieder möglich, erst später im fernen Ausland, sagte Bareiß.

Das Robert-Koch-Institut hat gestern fünf weitere Länder als Corona-Risikogebiete mit gefährlichen Mutationen eingestuft. Demnach gilt ein Beförderungsverbot für Menschen aus Butsuana, Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe. Deutsche, die sich derzeit in diesen Ländern aufhalten, dürfen aber weiterhin zurückkehren.

Großbritannien rüstet sich weiter gegen die Ausbreitung der mutierten Corona-Varianten: Einreisende aus mehr als 30 Ländern, darunter u.a. Portugal und alle Länder Südamerikas, müssen sich ab dem 15. Februar für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben.

Schock für Kreuzfahrtliebhaber, die gern Kanada erkunden möchten: Die Regierung des Landes hat das Kreuzfahrtverbot wegen der andauernden Corona-Pandemie bis Ende Februar 2022 verlängert.

Der Karneval in Venedig wird ja häufig mit dem in Köln oder Rio de Janeiro in einem Atemzug genannt. Aber in diesem Jahr sind die Feierlichkeiten abgesagt worden – Corona hat alles zunichte gemacht. »Venedig ist momentan eine Geisterstadt«, sagt die Journalistin Petra Reski.

5. Februar: Einreise nach Schweden verschärft, Expedia-Studie: 44 Prozent nach Corona bereit, mehr für Urlaub auszugeben, ADAC: Camping-Boom 2021 unvermindert, David- Guetta-Live-Set in Dubai

Schweden fuhr in der Coronakrise bekanntlich einen ziemlich liberalen Kurs – auch mit Blick auf die Einreisen der Touristen. Damit ist es aber ab kommenden Samstag vorbei. Dann müssen alle Besucher, die nach Schweden einreisen wollen, einen negativen Coronatest vorweisen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Schule daheim, Arbeit daheim, Freizeit daheim – wer 2020 ferne Länder entdecken
wollte, dem blieben oft nur Bücher, Filme oder die eigene Fantasie. Sommer, Sonne, Strand und Meer? Für viele Menschen im letzten Jahr Fehlanzeige. Der Urlaub 2021 soll aber wieder ganz anders werden. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die »Vacation Deprivation-Studie« des Online-Reisebüros Expedia, die sich mit den Tendenzen und Einstellungen rund um das Thema Urlaub und Urlaubsverhalten befasst. Bei vielen habe die unfreiwillig lange Zeit, die sie in den eigenen vier Wänden verbringen mussten, die Reiselust neu entfacht,heißt es. Von den 68 Prozent der Befragten, die laut eigenen Angaben eine Reise-Bucketlist führen, haben ganze 44 Prozent diese Wunschliste seit der Pandemie noch einmal um einige Ziele erweitert. Knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) wäre demnach auch bereit, tiefer als geplant in die Tasche zu greifen.

Auch wenn sich die Urlauber aktuell noch mit der Reiseplanung zurückhalten, rechnet
die ADAC SE im Frühjahr mit einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Wohnmobilen und Campingplätzen. Sobald Reisen wieder möglich seien, spreche vieles für die erneute Favorisierung des individuellen, distanzbewussten Campingurlaubs, heißt es. Als bevorzugtes Reiseziel dürfte Deutschland wieder hoch im Kurs stehen. Uwe Frers, Geschäftsführer der ADAC Camping GmbH, empfiehlt auch für die kommende Saison, sich möglichst frühzeitig zu entscheiden: »Wir erwarten 2021 eine extrem hohe Nachfrage für Camping. Wir raten zur Vorabreservierung im Internet. Wer ohne Vorabbuchung losfährt, läuft Gefahr, seinen Campingurlaub auf dem Parkplatz eines voll belegten Campingplatzes zu verbringen.«

Mitten in der Cornakrise tun sich die Stadt Dubai und Nummer 1-DJ, Superstar und Produzent David Guetta die #UnitedAtHome Dubai-Edition-Show zusammen und verwandeln den Hubschrauberlandeplatz des Burj Al Arab Jumeirah in eine DJ-Bühne. Mit dem Konzert möchte David Guetta Spenden sammeln, um UNICEF und die „Education Uninterrupted”-Kampagne von Dubai Cares zu unterstützen – eine landesweite Spendenkampagne, die sich mit den Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Bildung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Wer den DJ-Auftritt live verfolgen möchte, kann dies am Samstag, dem 6. Februar 2021 um 15 Uhr MEZ kostenlos online tun: https://youtu.be/xaurMcGqZHU

4. Februar: Aus für Ryanairs Impf-Werbung, Dänemark entwickelt digitalen Corona-Impfnachweis, Umfrage: 80 Prozent wollen bessere Behandlung durch Airlines, Wirbel um Wandergruppe

Ryanair hatte im Dezember und Januar eine Werbekampagne laufen. Sie trug den Titel »Jab and Go«. Darin versprach die Airline einen unbeschwerten Sommerurlaub für alle, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Doch mit der Werbung hatte Ryanair die Rechnung ohne die britische Aufsichtsbehörde Advertising Standards Authority gemacht. Wegen Irreführung der Verbraucher muss die Airline die Werbung jetzt einstampfen.

Ein Impfpass, der dokumentiert, ob man bereits gegen Corona geimpft ist und somit mehr Freiheiten genießen kann – er spaltet derzeit die Gemüter. In Dänemark ist man schon weiter, dort soll der Impfpass im Sommer Realität werden. Damit sollen unter anderem auch Reisen erleichtert werden.

Infolge der Corona-Pandemie erwarten acht von zehn Deutschen eine bessere Behandlung und mehr Respekt ihrer Rechte –- und würden dafür sogar bei einer anderen Airline buchen. Das ergab eine Umfrage von AirHelp. Sie zeige, dass der Umgang der Fluggesellschaften mit ihren Kunden während der Pandemie einen immensen Einfluss auf die Erwartungen der Passagiere für 2021 habe, heißt es weiter. Die Nachlässigkeit der Fluggesellschaften gegenüber den Fluggastrechten könne wirtschaftliche Folgen haben: über 85 Prozent der Deutschen würden lieber mit einer Fluggesellschaft reisen, die ihre Kunden während der Pandemie fair behandelt habe. Ein Viertel der Befragten würde aus diesem Grund sogar bei einer anderen Fluggesellschaft buchen. 75 Prozent der Deutschen geben an, für eine faire Behandlung mehr für ihr Flugticket bezahlen zu wollen – jeder dritte bis zu 50 Euro mehr!

Die verschneite Winterlandschaft in den letzten Wochen lockte viele Menschen ins Freie. So auch im Donautal, wo am 16. Januar eine 14-köpfige Wandergruppe losmarschierte. Anschließend kehrte die Gruppe in eine Hütte ein. Der Ausflug blieb nicht ohne Folgen. Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen, sagte in einer Video-Botschaft auf Facebook: »Aus dieser Wanderung sind – Stand heute – bereits 25 positive Fälle hervorgegangen.« Die Empörung über die Wandergruppe ist im Kreis hoch.

3. Februar: Deutsche Tourismusverband mit Vorschlägen für Tourismus-Neustart, Niedersachen prüft Tourismus-Comeback, Dänemark bleibt bei strenger Einreiseregel, doppelte Meilen bei Miles & More 2021

Wann und wie können wir endlich wieder reisen? Darüber zerbrechen sich derzeit viele die Köpfe – auch beim Deutschen Tourismusverband (DTV). Der Verband hat nun Vorschläge unterbreitet, wie es bald losgehen könnte. Dazu hat der Verband ein Ampelsystem vorgeschlagen. So könnte in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 Tourismus ermöglicht werden.

Auch in Niedersachsen denkt man über den Tourismus-Neustart nach. Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann: »Wir müssen runter unter 50, dann haben wir auch wieder die klare Perspektive für den Tourismus.« Ein Entwurf dazu liegt offenbar schon vor, festgezurrt ist das Ganze aber noch nicht.

Urlaub in Dänemark – das geht aktuell nicht. Einreisen darf nur, wer einen triftigen Grund dazu hat. Auch auch diejenigen, die trotzdem mit dem Flugzeug einreisen dürfen, können das nur mit einem maximal 24 Stunden alten negativen Coronatest. Die Regelung wurde gestern bis Ende des Monats verlängert.

Miles & More legt in diesen Coronazeiten ein Angebot für alle Meilensammler vor: Für alle Flüge, durchgeführt von den Airlines der Lufthansa-Gruppe im Jahr 2021, werden doppelt so viele Statusmeilen gutgeschrieben wie bisher – und zwar unabhängig von der Buchungsklasse. In der First- und Business Class können Kunden jetzt auch erstmals doppelte HON-Circle-Meilen sammeln. Das geschehe automatisch, auch rückwirkend für seit 1. Januar 2021 getätigte Flüge. Es sei keine Registrierung notwendig, teilte Miles & More Team in einer E-Mail an ihre Kunden mit.

2. Februar: Stornotarife der Reiseveranstalter im Vergleich, Frankreichs Skilifte bleiben geschlossen, Portugal zieht Corona-Bilanz für 2020, Camping trotzt Corona

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, bald seinen Sommerurlaub zu buchen, wird sich vermutlich fragen: Und wie sieht das mit den Stornobedingungen aus, wenn der Urlaub wegen Corona nicht angetreten werden kann? Trotz aller Hoffnungen auf Besserung im Sommer dürfte schließlich noch so manch Unsicherheit zu umschiffen sein. Die Süddeutsche Zeitung vergleicht die verschiedenen Stornogebühren der großen Reiseveranstalter und erläutert, welche finanzielle Einbußen aus dem Reisevertrag drohen könnten.

Skifahrer in Frankreich haben weiterhin schlechte Karten: Premierminister Jean Castex kündigte gestern an, dass die Skigebiete des Landes weiter geschlossen bleiben werden. »Die gesundheitliche Situation lässt die Wiedereröffnung der Skilifte in unseren Skigebieten nicht zu«, teilte er mit. Er nannte auch keinen denkbaren Termin für die Wiedereröffnung.

Dass Portugals Tourismusbranche im Corona-Jahr 2020 litt, steht außer Frage. Aber wie heftig? Die Statistikbehörde INE in Lissabon veröffentlichte nun die Zahlen für das abgelaufene Jahr.

Deutlich besser durch die Krise kam die Campingbranche. Nach den jüngsten Schätzungen wird die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen nur etwa 5 % hinter dem Rekordjahr 2019 liegen, während die gesamte Tourismusbranche hingegen mit Einbußen von rund 40 % rechnet. Das teilte gestern der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland mit. Das Jahresergebnis 2020 nehme demnach mit über 34 Millionen Übernachtungen nach den zwei Rekordjahren 2019 und 2018 den dritten Platz der Campinggeschichte ein.

1. Februar: Bundespolizei-Kritik an Airlines, Haselhoff zu Osterurlaub, Razzia in Sankt Anton, weniger Tagestouristen im Harz

Wer in letzter Zeit aus Corona-Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen wollte, musste ein negatives Testergebnis bei der Einreise vorlegen. Daran haben sich aber offenbar eine ganze Menge Leute nicht gehalten. Das sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann gestern der Bild am Sonntag. Allein in der vergangenen Woche seien rund 600 Verstöße bei der Einreise nach Deutschland festgestellt worden, so Romann. Er übte harsche Kritik an den Airlines, die das vor Abflug hätten prüfen müssen.

Wann können wir endlich wieder in den Urlaub fahren? Im März, Ostern oder gar erst Pfingsten? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Viel hängt von der Entwicklung der Infektionszahlen und der Impffortschritte ab. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff glaubt, Ostern könne es so weit sein.

Die offenbar illegalen Aufenthalte zahlreicher junger Skifahrer aus ganz Europa in Tirol hat am Wochenende auch die Polizei auf den Plan gerufen. Bei einer Razzia in Sankt Anton und im Stanzertal stellte sie 96 Verstöße gegen die Corona-Verordnungen fest.

Die Appelle der Politik und die verstärkten Kontrollen der Behörden scheinen Wirkung entfaltet zu haben: Am Wochenende jedenfalls waren deutlich weniger Tagestouristen im Oberharz unterwegs als noch vor einigen Wochen.

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