Die Corona-Pandemie hält die Welt auch 2021 weiter in Atem. Wann können wir endlich wieder unbeschwerter verreisen? Das und vieles mehr erfahrt ihr täglich in unserem Corona-Reise-Ticker.

21. Januar: Omikron-Quarantäne: was nun gilt, Leichter reisen nach Thailand, Camping-Industrie weiter im Aufwind

Seit Mitte Januar gelten in den Bundesländern die neuen Quarantäne-Regelungen, die angesichts der Omikron-Variante den Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur verhindern sollen. Aber kaum jemand hat noch einen Überblick darüber, ob und wann man denn nun in Quarantäne muss. Das Verbraucherportal Vergleich.org hat ein Flow-Chart erstellt, aus dem ersichtlich wird, wer wie lange in Quarantäne bzw. Isolation muss. Und so sieht es aus:

Info-Grafik zur Corona-Isolation und Quarantäne

vergleich.org

Nun ist also offiziell: Thailand-Reisende müssen nach ihrer Ankunft in Zukunft nicht mehr in Quarantäne. Voraussetzung: Sie sind mindestens zweifach geimpft. In Sachen PCR-Tests gibt es allerdings eine Verschärfung der Regeln. 

Die Corona-Pandemie führt weiterhin dazu, dass sich viele Bundesbürger einen Camping- oder Wohnwagen zulegen. 2021 wurden so viele Fahrzeuge ausgeliefert wie noch nie zuvor. Das berichtete gestern der Branchenverband CIVD.

20. Januar Sorgen in Österreich, Schweiz: wieder 3G bei Einreise, Queensland-Öffnung am Wochenende, Paraguay schließt Grenze für Ungeimpfte

In den österreichischen Wintersportorten geht die Angst um, dass dieses Jahr die Saison wieder ein Reinfall wird. Grund ist die abermalige Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet durch die Bundesregierung in Berlin. Die Folge: Viele Urlauber, vor allem Familien, haben ihren Urlaub wieder storniert.

Ab kommenden Samstag müssen Geimpfte und Genesene bei der Einreise in die Schweiz keinen Coronatest mehr vorlegen. Der zweite Test vier bis sieben Tage nach der Einreise wird ebenfalls abgeschafft.

Der australische Bundesstaat Queensland will ab kommenden Samstag wieder Touristen aus dem Ausland einreisen lassen. Voraussetzung: Sie sind geimpft oder genesen. Nach Einreise muss lediglich ein Antigentest gemacht werden. Allerdings ist das Ganze nicht so einfach, wie gedacht … 

Paraguay gehörte bisher zu jenen wenigen Länder weltweit, das auch Ungeimpften die Einreise ermöglichte. Doch damit ist es nun vorbei. Nun dürfen nur noch Geimpfte rein. Zuletzt wies das Land mehr als ein Dutzend Personen am Flughafen ab, darunter auch Deutsche.

19. Januar: Keine Testpflicht mehr für Schweden-Reisende, Thailand erwägt Quarantäne-Abschaffung für Touristen, nach Öffnung: Dutzende Corona-Fälle in Südseestaat Kiribati, Mein Schiff 1 vorzeitig zurück, Urlaubspiraten-Umfrage: USA und Thailand 2022 hoch im Kurs

Schweden schafft die Testpflicht für Einreisende wieder ab. Demnach reicht es, wenn man nachweisen kann, dass man gegen Corona geimpft oder genesen ist. Die neue Regelung tritt ab Freitag in Kraft. 

Angesichts der Verbesserung der Coronasituation im Land will Thailand offenbar die Quarantäne-Regeln für Touristen wieder abschaffen. Demnach könnten geimpfte Urlauber schon ab nächsten Monat wieder quarantänefrei in das Land einreisen. Bereits morgen soll darüber entschieden werden, kündigte Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn an.

Der Südseestaat Kiribati hielt zwei Jahre lang aus Angst vor Corona seine Grenzen geschlossen. Nun landete der erste Flieger aus Fischi auf der Insel – und brachte mehrere Dutzend Positiv Getestete mit.

Die Reederei TUI Cruises hatte die Karibik-Kreuzfahrt mit der »Mein Schiff 1« wegen Corona um einen Tag verkürzt. Das Schiff ist mittlerweile in Bremerhaven angekommen. Aus Angst vor der ansteckenden Omikron-Variante will TUI Cruises in Zukunft weniger Passagiere mitnehmen. Das Unternehmen spricht von »angepassten Auslastungsgrenzen«.

Mit Beginn des neuen Jahres planen viele bereits ihre nächste Reise. Aber wohin soll’s gehen? Eine Umfrage des Online-Reiseportals Urlaubspiraten unter mehr als 1.100 Befragten bietet einen einen Ausblick auf die kommende Saison 2022. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten ziehe es demnach 2022 weiter weg. 28 Prozent hingegen wollten in Europa bleiben und vier Prozent erkundeten am liebsten das eigene Land. Sofern es die Pandemie erlaube, stünden die USA in der Umfrage auf Platz eins der beliebtesten Wunsch-Urlaubsziele für dieses Jahr. Thailand belege den zweiten Rang vor dem Klassiker Bella Italia, heißt es weiter.

18. Januar: Ryanair rechnet im Sommer mit höheren Preisen, Baden-Württemberg rechnet mit Wintereinbußen, Hochsaison in Mexiko, Volksfeste: Balearen in Sorge

Ryanair-Deutschland-Chef Andreas Gruber rechnet damit, dass die Flugticketpreise in diesem Sommer infolge der Corona-Pandemie steigen werden. »Wir rechnen für den Sommer mit einem um 25 Prozent niedrigeren Sitzplatz­angebot für die gesamte Branche. Deshalb werden in jedem Fall die Preise entsprechend steigen«, sagte er in einem Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Wegen der andauernden Corona-Pandemie geht Baden-Württembergs Landesregierung davon aus, dass der Tourismus in diesem Winter eher mau laufen wird. Viele hofften auf das Wintergeschäft, aber leider sei davon auszugehen, dass die Wintersaison von weiteren Verlusten geprägt sein werde, sagte Wirtschaftsministern Nicole Hoffmeister-Kraut.

Für Urlauber ist Mexiko derzeit leicht erreichbar. Weder werden Gesundheitsnachweise noch Testergebnisse verlangt. Entsprechend voll sei es derzeit in den Touristenhochburgen, berichtet ARD-Hörfunkkorrespondentin Anne Demmer aus dem Land.

Auf den Balearen-Inseln ist die Zahl der positiv auf Corona getesteten zuletzt in die Höhe gestiegen, die Inzidenz beträgt mehr als 1.200. Patricia Gómez, Gesundheitsministerin der Inseln, sieht das mit Sorge, zumal sich viele auf den im Januar traditionell stattfinden Volksfesten nicht mehr an die Corona-Abstands- und Hygienemaßnahmen hielten.

17. Januar: Flughafen-Frankfurt-Bilanz 2021, Airlines mit Omikron-Problemen, Hongkong streicht Transitflüge, MS-Amadea-Reise abgebrochen

Der Flughafen Frankfurt hat seine Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt. Demnach zählte der Airport insgesamt rund 24,8 Millionen Passagiere. Das sei ein Plus von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem die Fluggastzahlen infolge der Corona-Pandemie massiv eingebrochen waren. Durch die gelockerten Reiserestriktionen nach dem dritten Lockdown im Mai vergangenen Jahres erholte sich die Nachfrage deutlich. Überwiegend europäische touristische Verkehre belebten diese insbesondere während der Sommersaison. Ab Herbst kamen dann auch wieder vermehrt interkontinentale Verkehre hinzu. Gegen Ende des Jahres schwächte sich die Erholung aufgrund der neuen Virusvariante wieder leicht ab, heißt es weiter.

Mitarbeiter, die an der Coronavirus-Variante Omikron erkranken oder sich wegen einer Infektion in Quarantäne begeben müssen, machen den Airlines zu schaffen. In den USA seien bereits Hunderte Flüge ausgefallen, berichtet das Portal Aero.de. Auch in Europa bereite das Virus den ersten Airlines Probleme.

Schock für alle, die dieser Tage via Hongkong verreisen wollen: Seit gestern sind Umsteigeflüge aus rund 150 Ländern verboten, darunter auch aus Deutschland. Grund ist die Sorge vor der Coronavirus-Variante Omikron. Das Verbot soll vorerst einen Monat lang gelten.

Auch auf der MS Amadea, vielen bekannt durch die ZDF-Sendung »Das Traumschiff«, kam es zu Coronafällen – mit der Folge, dass das Schiff seine Reise abbrechen musste, berichtet das Portal kreuzfahrt-aktuelles.de. Das Schiff war auf einer 44-tägigen Reise in die Karibik unterwegs, erster Stopp dort sollte Antigua sein. Doch so weit kam es erst gar nicht …

15. Januar: Österreich wieder Hochrisikogebiet, Reiseanalyse: weltweiter Tourismus auf Niveau von 1987, Sansibar in Corona-Zeiten

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut haben fast ganz Österreich wieder zum Hochrisikogebiet erklärt. Davon nicht betroffen sind lediglich Mittelberg und Jungholz, außerdem das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Neben Österreich wurden 34 (!) weitere Länder zum Hochrisikogebiet erklärt, darunter überdurchschnittlich viele Inseln der Karibik. Insgesamt stehen nun fast 140 Länder auf der Hochriskogebietsliste. Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger kritisierte die Einstufung prompt.

Die weltweit grassierende Corona-Pandemie setzt dem Tourismus unvermindert zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) in einer Reiseanalyse. Der internationale Tourismus sei »auf dem Niveau von 1987«, heißt es. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Für 2022 seien die Aussichten sehr gut. So viele wie noch nie seit Corona wollten endlich wieder eine Urlaubsreise unternehmen.

Bei der Berichterstattung über die Auswirkungen der Corona-Pandemie richten viele Medien ihren Fokus auf Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Afrika wird hingegen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aber wie sieht es dort aus? Auf Sansibar etwa hat sich Vieles normalisiert, die Hotels sind vielerorts ausgebucht.

14. Januar: EU-Lufthansa-Scharmützel um Leerflüge, auch TUI Cruises mit neuen Booster-Regeln, Zypern nun auch mit Antigen- statt PCR-Test bei Anreise, aktuelle Thailand-Regeln, neue Kasachstan-Einreiseregeln, 2Gplus-Regel setzt Tourismusbetrieben zu

Die Europäische Union und die Lufthansa liegen derzeit im Clinch. Grund: Die Airline wirft der EU vor, sie müsse derzeit leere Flüge durchführen, um ihre Slots an wichtigen Flughäfen nicht zu verlieren. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit immer noch viele Flieger recht leer. Die EU weist die Vorwürte zurück, Ryanair-Chef Michael O’Leary spottet über die Lufthansa.

Nach Hapag Lloyd Cruises nun auch TUI Cruises: Wer auf einem Schiff der Hamburger Reederei mitfahren will, muss ab dem 23. Februar geboostert sein: »Die Booster-Impfung sollte möglichst spätestens eine Woche vor Abreise verabreicht werden«, teilte das Unternehmen mit.

Wer ab heute nach Zypern reist, benötigt zur Anreise nur noch ein negatives Antigentest-Ergebnis – egal ob man geimpft ist oder nicht. Ein PCR-Test ist nicht mehr vorgeschrieben – wohl aber nach (!) Einreise: Dann muss einer auf eigene Kosten gemacht werden. Vom PCR-Test befreit sind alle, die geboostert sind.

Auch in Thailand ging es wegen der Omikron-Coronavirus-Variante in den letzten Wochen drunter und drüber. Nachdem im Herbst die Einreisebestimmungen für Touristen gelockert wurden, gab es zuletzt wegen Omikron Verschärfungen. Nun wird wieder gelockert, zumindest für einige Regionen.

Ab Samstag, den 15. Januar 2022 gelten neue Regeln zur Einreise in die Republik Kasachstan. Darauf weist Air Astana hin, die nationale Fluggesellschaft des zentralasiatischen Landes. Demnach müssen sowohl ungeimpfte als auch geimpfte Fluggäste einen negativen PCR-Test vorweisen, der zum Zeitpunkt der Einreise nach Kasachstan nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zudem muss das PCR-Testergebnis in englischer, russischer oder kasachischer Sprache vorliegen. Für Kinder, die jünger als fünf Jahre sind, gelten diese Regeln nicht.

In immer mehr Tourismusbetrieben ist Unmut über die aktuellen 2Gplus-Regeln zu vernehmen. Viele Menschen, die schon gegen Corona geimpft sind, müssen nun vielerorts einen aktuellen Test vorlegen, wenn sie bestimmte Einrichtungen wie etwa Restaurants oder Hotels besuchen wollen. So auch im Passauer Land. Dort heißt es, die Leute blieben lieber daheim statt sich mit immer neuen Regeln auseinanderzusetzen.

13. Januar: Frankreich verschärft Corona-Regeln für Ungeimpfte, Niedersachsen verlängert Schulfahrten-Verbot, Lockdown-Ende: Landestourismusverband Sachsen erfreut, Expedia-Umfrage zu Reisetrends 2022

Wer als Ungeimpfter demnächst in Frankreich ein Restaurant besuchen oder einen Fernzug oder Flugzeug benutzen will, schaut in die Röhre: Der Senat verschärfte die Coronaregeln dahingehend, dass die 3G-Regel de facto abgeschafft wird. Aber es gibt Ausnahmen.

Kinder und Jugendliche in Niedersachsen dürfen weiterhin keine mehrtägigen Schulfahrten mit Übernachtungen unternehmen. Das entsprechende Verbot sei bis zum 4. April verlängert worden, teilte Niedersachsens Schulministerium mit. Grund sei die aktuelle Corona-Situation.

Ab morgen kann Sachsen wieder Übernachtungsgäste in Beherbergungsbetrieben empfangen. Die sächsische Landesregierung hatte dazu gestern die entsprechenden Beschlüsse verabschiedet. »Wir begrüßen diesen Schritt und hoffen, dass das Reiseland mit seiner hohen Attraktivität schnell wieder viele Gäste anziehen kann und die Wintersportgebiete die Saison gut nutzen können. Auch die Öffnung von Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur- und Freizeitgestaltung ist für das Anlaufen des Tourismus im Kultur- und Reiseland Sachsen elementar«, sagte Jörg Markert MdL, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen.

Nach den Entbehrungen seit Beginn der Corona-Pandemie möchten es sich die Deutschen im anstehenden Reisejahr so richtig gutgehen lassen. Fast jeder Dritte hat laut einer aktuellen Umfrage des Online-Reisebüros Expedia vor, sich im nächsten Urlaub selbst etwas Gutes zu tun. Fast jeder vierte Deutsche (24 Prozent) plane in diesem Jahr öfter zu verreisen als noch vor der Pandemie. 22 Prozent möchten außerdem länger am Reiseziel bleiben, um vor Ort möglichst viel zu erleben. »Beim Reisen wird es 2022 nicht mehr nur darum gehen irgendwohin zu fahren«, sagt Expedia-Sprecherin Svetlana Hirth. »Nach der langen Zeit, in der vieles nicht oder nur eingeschränkt möglich war, wollen Reisende 2022 so viel Neues wie möglich erleben – und das sowohl in Quantität als auch in Qualität.«

12. Januar: Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten nur noch mit Booster, Sachsens Hotels dürfen wieder öffnen, Kanadas Partytruppe sitzt in Mexiko fest

Wer ab Mitte Februar an einer Kreuzfahrt der Reederei Hapay Lloyd teilnehmen möchte, muss eine Booster-Impfung gegen Corona vorweisen. Das gilt für alle, deren Grundimmunisierung, also die Zweifach-Impfung, mehr als drei Monate zurückliegt. Hapag Lloyd hat unter anderem die Europa und die Europa 2 im Portfolio.

In Sachsen werden vermutlich ab Freitag wieder Hotels öffnen dürfen. Damit endet das wochenlange touristische Beherbergungsverbot in dem Bundesland. Übernachtungsgäste müssen dann geimpft sein und ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen (sog. 2Gplus-Regel). Wer geboostert ist, braucht keinen Test.

Vergangene Tage hatten wir bereits über die jungen Kanadier berichtet, die auf einem Flug von Montreal nach Cancun mächtig Party im Flieger machten – bei 30 von ihnen fiel anschließend der Coronatest positiv aus. Nun hat die Partytruppe ein Problem: Keine Airline will sie wieder zurückfliegen.

11. Januar: Corona-Inzidenz-Aufsehen um Skigebiet Flachau, Sylt-Ermittlungen nach Corona-Ausbruch, Djokovic-Einreise-Gezerre geht in nächste Runde

Im Skigebiet Flachau im österreichischen Bundesland Salzburger Land ist die Corona-Inzidenzrate extrem nach oben geschnellt: Sie wurde letzte Woche mit sage und schreibe 7.500 angegeben. Aber: Kein einziger Infizierter sei in medizinischer Behandlung, so der Bürgermeister. Ein großes Problem sei aber, dass viele Mitarbeiter in Tourismusbetrieben in Quarantäne seien.

Auch auf Sylt ist die Inzidenz in die Höhe geschossen, einige Hotels haben mittlerweile geschlossen. Aber was ist der Grund für die sehr hohe Inzidenz? Nun wurde bekannt: Auf einer Weihnachtsfeier gab es wohl Unregelmäßigkeiten bei den Impfzertifikaten, jedenfalls hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet.

Ob der Tennisweltranglistenerste Novak Djokovic an den Australian Open teilnehmen darf, steht immer noch nicht final fest. Zwar errang er gestern vor Gericht einen Sieg, Australiens Einwanderungsminister kann aber immer noch ein Veto dagegen einlegen. Problematisch scheint eine Angabe in der Gesundheitserklärung von Djokovic zu sein, in der es darum geht, ob er sich 14 Tage vor Einreise in einem anderen Land aufgehalten habe.

10. Januar: Griechenland-Einreise nur noch mit Test, Bayern: Urlauber-Ansturm auf Skigebiet, Corona-Pause auf Sylt

Griechenland hat seine Einreisebestimmungen verschärft. Wer ab heute in das Land einreisen möchte, braucht ein negatives Coronatestergebnis. Auch müssen sich Reisende vor Abflug weiterhin registrieren.

In Garmisch-Partenkirchen war am Wochenende viel los. Grund war die hohe Zahl an Wintersportlern, die in dem Ort einfielen. Davon waren nicht alle begeistert. Einige Gästen äußerten Zweifel, ob die Coronaschutzmaßnahmen eingehalten wurden, andere monierten die langen Wartezeiten.

Auf Sylt sind derzeit viele Hotels und Restaurants geschlossen. Grund ist die hohe Zahl an Corona-Infizierten auf der Insel, sie liegt bei mehr als 1.500. Einige Lokalitäten mussten nun schließen, weil offenbar viele Mitarbeiter in Quarantäne sind.

8. Januar: RKI: 38 neue Hochrisikogebiets-Länder, Ryanair zieht sich aus FRA zurück, Sauerland sieht sich für Besucheransturm gewappnet

So viele Länder wurden wohl noch nie auf einen Schlag als Hochrisikogebiete ausgewiesen: Sage und schreibe 38 (!) Länder wurden gestern vom Robert-Koch-Institut und der Bundesregierung als solche eingestuft. Darunter befinden sich Länder wie Schweden, Dubai, Israel, Kenia, Australien oder Argentinien. Die Einstufung hat vor allem für Ungeimpfte Quarantäne-Konsequenzen.

Ryanair wird künftig nicht mehr vom Flughafen Frankfurt fliegen. Ende März sei es vorbei, teilte die Airline gestern mit. Ist etwa die Corona-Pandemie daran schuld? In einem lesenswerten Artikel in der Wirtschaftswoche über das Scheitern der Iren heißt es: Nein, Ryanair habe sich auf dem größten Flughafen Deutschlands schlicht verzockt.

Im Sauerland hat es in den letzten Tagen ordentlich geschneit. Das ist gut für die dortigen Wintersportregionen – wären da nicht die Corona-Auflagen, die dem erwarteten Ansturm Grenzen setzen. Winfried Borgmann, Geschäftsführer der Winterberg Touristik, appelliert daher an potentielle Besucher, sich vorab ein Ticket für die Lifte zu besorgen.

7. Januar: Montgomery fordert Reiseverbot für Ungeimpfte, Partyexzess im Flieger erzürnt Kanadas Premier

Frank Ulrich Montgomery, Chef des Weltärztebundes, hat strikte Reisebeschränkungen für Ungeimpfte gefordert der. Nötig seien »harte Regeln, bundesweit einheitlich«, um der Ausbreitung der Omikron-Variante zu begegnen, sagte Montgomery im Videocast »19 – die Chefvisite«. Die 2G-Regel müsse »konsequent ausgeweitet werden auf andere Bereiche«, zum Beispiel auf Fernzüge. Zuletzt hatte Montgomery harte Kritik auf sich gezogen, als er Vertreter der Judikative als »Richterlein« bezeichnete.

Am 30. Dezember flog eine Gruppe junger Kanadier von Montreal nach Mexiko. Im Flieger ging es dabei hoch her, Videos zeigen eine ausgelassene Partystimmung an Bord. Nach der Landung dann der Katzenjammer: 30 der Partygäste wurden auf positiv auf Corona getestet. Die Airlines weigern sich nun, die Betroffenen wieder zurückzufliegen. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau knöpfte sich die Partytruppe vor.

6. Januar: Unmut in Sachsen, Hongkong verschärft Einreise-Möglichkeit, Australien: Einreise-Posse um Tennisstar Djoković

In Sachsens Tourismusbranche wächst der Unmut über den andauernden Lockdown. »Die Situation unserer Gastgeber ist verheerend. Das Verbot der touristischen Übernachtungen und die Sperrstunde in der Gastronomie um 20 Uhr sind existenzbedrohend. Die Verunsicherung der Mitarbeiter im Gastgewerbe ist groß, es bedarf einer Perspektive und Planungssicherheit für die Unternehmer«, fordert Axel Hüpkes, Präsident des Deshoga Sachsen. Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, sagt: »Wenn Skifahren in Thüringen oder Tschechien, Museumsbesuche in Magdeburg und Urlaubsaufenthalt an der Ostsee möglich sind – dann sollte dies auch in Sachsen mit den entsprechenden Sicherheits- und Hygieneauflagen funktionieren. Die Branche in Sachsen kämpft mit den deutschlandweit schärfsten Auflagen und braucht eine Perspektive.«

Wer aus bestimmten Ländern derzeit nach Hongkong einreisen will, schaut in die Röhre: Gestern kündigte die Regierung ein Landeverbot für Flieger aus acht Ländern an, darunter die USA und Frankreich.

Am 17. Januar beginnt in Melbourne eines der vier großen Tennis-Turniere des Jahres, die Australian Open. Auch der Weltranglistenerste Novak Djoković aus Serbien wollte daran teilnehmen. Teilnehmen dürfen aber nur Spieler, die gegen Corona geimpft sind. Djoković hat bisher nicht mitgeteilt, ob er geimpft ist oder nicht. Um ihm die Teilnahme dennoch zu ermöglichen, stellten die Veranstalter des Turniers eine Ausnahmebescheinigung aus. Das aber verärgerte die Behörden und weite Teile der Öffentlichkeit in Australien. Bei der Einreise Djokovićs kam es nun zum Eklat. 

5. Januar: Auch MS Amera muss Kreuzfahrt abbrechen, Straßenkarneval in Rio wieder abgesagt, ADAC-Reisen-Umfrage zu Camping in Coronazeiten, Tourismusexperte: Entschleunigung auch in Nach-Corona-Zeit gefragt

Und wieder ein Kreuzfahrtschiff, das wegen Coronaausbrüchen, seine Cruise vorzeitig abbrechen musste: Dieses Mal war die MS Amera betroffen. Das Schiff war auf den Kanaren unterwegs, traf aber nun fünf Tage früher als geplant in Bremerhaven ein.

Der weltberühmte Straßenkarneval in Rio de Janeiro fällt auch in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Die bunten Umzüge im Sambodrom sollen aber nach aktuellem Stand erlaubt werden.

Mehr als die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) fühlt sich mit dem Camper besser geschützt als bei Reisen mit der Bahn oder dem Flugzeug. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes INSA-CONSULERE im Auftrag von ADAC Reisen. Nicht nur die Anreise, sondern auch den Aufenthalt auf dem Campingplatz empfänden die Befragten als sicher: Für annährend die Hälfte sprächen die guten Hygienemaßnahmen während des Campingurlaubs, fast 30 Prozent setzten außerdem großes Vertrauen in das verantwortungsvolle Verhalten der Mitcamper, heißt es weiter.

Über die Frage, wohin die Reise in der Nach-Corona-Zeit führt, ist schon viel gemutmaßt, diskutiert und geschrieben worden. Nun hat sich auch Markus Pillmayer, Tourismus-Experte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München, zu Wort gemeldet: Gegenüber dem ZDF sagte er: Pauschaler Massentourismus und lange geplante Fernreisen seien – zumindest vorerst – passé. Reisende suchten mehr nach Entschleunigung und Achtsamkeit.

4. Januar: Clever reisen beobachtet immense Preissteigerungen, Coronafälle auch in St. Anton am Arlberg, Kreuzfahrtverband hält Reisen weiter für sicher, vorerst keine Thailand-Lockerungen, Israel-Reisen wieder ab 9. Januar, RKI streicht sämtliche Virusvariantengebiete

Das Reisemagazin Clever reisen! hat die Preisentwicklung der großen Reiseveranstalter analysiert. Ergebnis: Die Preise sind stark angestiegen. Das Reisemagazin hat nach eigenen Angaben stichprobenartig Preise für Urlaubsziele im Frühsommer/Sommer 2018 und die gleichen Angebote für die Urlaubssaison 2022 verglichen. Ergebnis der Untersuchung seien »Preissteigerungen von 30 bis über 60 Prozent«. Ein Grund dafür: Durch die Pandemie stünden immer noch viele Flugverbindungen und viele Hotelangebote nicht komplett zur Verfügung.

Am Wochenende war ein Ort nahe Kitzbühel betroffen, nun St. Anton am Arlberg: Auch dort sind 17 Lehrer einer Skischule positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Land Tirol drängt nun auf schärfere Maßnahmen bei den Skischulen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Ungeachtet der neuen Corona-Vorfälle auf Kreuzfahrtschiffen hält der internationale Branchenverband Clia Urlaubsreisen auf hoher See weiterhin für sicher. Clia-Geschäftsführer Helge Grammerstorf äußerte sich gestern gegenüber der dpa.

Vielerorts auf der Welt wurden die wegen der Omikron-Corona-Virusvariante beschlossenen Reiseeinschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert. Thailand geht einen anderen Weg: Dort sollen die strengen Maßnahmen weiter gelten, mindestens bis Ende des Monats.

Reisen nach Israel sind ab kommenden Sonntag, den 9. Januar, wieder möglich. Das Land werde das wegen der Omikron-Coronavirus-Variante eingeführte Einreiseverbot dann wieder aufheben. Das teilte das israelische Gesundheitsministerium gestern mit. Voraussetzung ist dann wieder, dass man geimpft oder genesen ist und nach Einreise einen (negativen) PCR-Test macht.

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben sämtliche Länder von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Profitieren können davon nun Reisende, die in Länder des südlichen Afrikas oder nach Großbritannien reisen wollen.

3. Januar: Bundespolizei-Einreisebilanz 2021, vorzeitiges Aus für deutsche Kreuzfahrtschiffe, Corona-Ausbruch bei Kitzbühel, Touristenboom auf Gran Canaria trotz hoher Inzidenz, Schleswig-Holstein-Tourismus-Chefin rechnet mit höheren Preisen 2022

Zu den Aufgaben der Bundespolizei gehörte 2021 auch, die Corona-Regeln von Einreisenden zu kontrollieren. Vor allem wurde geprüft, ob die Einreisenden geimpft, genesen oder – wenn nötig – getestet waren. Die Bilanz: Bei weniger als einem Prozent gab es Anlass zur Beanstandung.

Wegen der hohen Zahl an Coronainfizierten unter Besatzungsmitgliedern hat das Kreuzfahrtschiff Aida Nova in Lissabon seine Reise abgebrochen. Eigentlich sollte das Schiff über Silvester vor Madeira sein. Stattdessen mussten die Passagiere in Lissabon auf das neue Jahr anstoßen. Gestern dann teilte die Reederei Aida Cruises mit, dass die Reise nun beendet werde. Auch das Kreuzfahrtschiff »Mein Schiff 6« der Reederei Tui Cruises in Dubai beendete die Cruise vorzeitig. 

Im österreichischen Wintersportort Kirchberg bei Kitzbühel haben sich mehrere Skilehrer mit Corona infiziert. Da die aus den Niederlanden stammenden Infizierten anscheinend mehrere Skihütten besuchten, wurden alle Nutzer des Skigebiets von den Behörden aufgefordert, einen PCR-Test zu machen.

Hohe Corona-Inzidenz, viele Touristen – das war im Frühjahr vergangenen Jahres noch ein No-go. Auf den Kanaren scheint das dieser Tage anders zu sein. Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz mittlerweile über 1.000, die Coronaeinschränkungen sind aber weiterhin gering, berichtet die Bild-Zeitung.

Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, rechnet damit, dass Urlauber in diesem Jahr mehr Geld ausgeben müssen als bisher. Nicht nur die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel, auch die Durchsetzung der Corona-Maßnahmen seien ein Grund dafür, sagte sie.

31. Dezember: RKI: Italien, Kanada, Malta nun Hochrisikogebiete, Italien: 2G bei Einreise und in Hotels, USA-Zoff um Sicherheit auf Kreuzfahrten,  Frankreich: Ausnahme von strenger Briten-Einreiseregel, Masken-Randale im Mainzer Hbf

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben Italien, Kanada, Malta und San Marino zu Hochrisikogebieten erklärt. Grund seien unter anderem die hohen Corona-Infektionszahlen. Mauritius wurde dagegen wieder von der Liste gestrichen. Trotz der Aufnahme der drei touristischen Schwergewichte Italien, Kanada und Malta zeichnet sich am Horizont dennoch eine Entspannung der Lage ab: Ab Dienstag soll voraussichtlich kein Land der Welt mehr als Virusvariantengebiet ausgewiesen werden. 

Für Ungeimpfte wird eine Reise nach Italien immer schwerer: Ab dem 10. Januar will das Land nur noch Geimpfte und Genesene reinlassen. Auch in Hotels und Skianlagen soll ab dann die 2G-Regel gelten.

In den USA zanken sich Gesundheitsbehörden, Politiker und die Reedereien über die Konsequenzen aus den vielen Coronafällen auf den Kreuzfahrtschiffen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet vulnerablen Personen davon ab, eine Kreuzfahrt zu unternehmen. US-Senator Richard Blumenthal forderte auf Twitter gar einen drastischeren Schritt: Die Schiffe sollen ihren Betrieb einstellen.

 

Großbritannien steht in Frankreich auf der sogenannten roten Liste. Wer von der Insel kommt, muss zwingende Gründe für die Einreise nennen. De facto bedeutet dies, dass so gut wie niemand einreisen darf. Das ist aber gerade ein Problem, weil viele Briten, die im EU-Ausland wohnen, über Weihnachten oder Silvester in Großbritannien sind und nun nicht wissen, wie sie wieder zurückkommen sollen. Nun macht Frankreich bei der Durchreise eine Ausnahme. 

Wer mit der Bahn reist, muss derzeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das gilt nicht nur in Zügen, sondern auch in den Hauptbahnhöfen. Ein 58-jähriger Mann in Mainz aber sah das nicht ein. Er betrat ohne Maske das Reisezentrum der Deutschen Bahn im Mainzer Hauptbahnhof. Als er aufgefordert wurde, eine Maske zu tragen, eskalierte die Situation. 

30. Dezember: Silvester-Böller-Tourismus aus Bayern und NRW, Shopping-Tourismus nach Deutschland ärgert Hollands Regierung, Paris verschärft Corona-Regeln an Silvester, DRV blickt optimistisch auf Sommer

Nur noch einmal schlafen, dann steht Silvester vor der Tür. Alle, die es dann mit Böllern zur Jahreswende krachen lassen wollen, stehen allerdings vor einem Problem: Erstens ist das wegen Corona in diesem Jahr auf öffentlichen Plätzen wieder verboten, zweitens gibt es deshalb im Einzelhandel keine Böller zu kaufen. Böller-Fans, die nahe der Grenze wohnen, stürmen nun die Geschäfte im Nachbarland, um sich einzudecken – so etwa im österreichischen Braunau und in Belgien.

In den Niederlanden herrscht derzeit ein strenger Lockdown, unter anderem sind Geschäfte geschlossen. Das führt nun dazu, dass viele Holländer zum Shoppen nach Belgien und Deutschland fahren – was wiederum die Regierung verärgert. »Ich rufe Sie dringend dazu auf: Bleiben Sie zu Hause«, appellierte Gesundheitsminister Hugo de Jonge.

Wer zum Jahreswechsel nach Paris will, sollte nicht mit all zu ausgelassener Stimmung auf den Straßen und Plätzen rechnen. Wegen der gestiegenen Corona-Infektionszahlen hat die Stadt die Regeln verschärft. So gilt nun eine Maskenpflicht im Freien, an Feier-Hotspots wird der Konsum von Alkohol untersagt.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) rechnet für das kommende Jahr mit einem starken Sommergeschäft und erwartet, dass Reisewillige ihren aufgrund der Pandemie aufgeschobenen oder ausgefallenen Urlaub im nächsten Jahr nachholen werden. Dennoch ist die Unsicherheit groß und die vollständige Erholung der Reisebranche mit ihren rund 10.000 Reisebüros und 2.500 Reiseveranstaltern wird nach Einschätzung des Branchenverbandes noch etwas dauern: »Das neue Jahr bleibt angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie herausfordernd für die Reisewirtschaft«, bringt der Präsident des DRV, Norbert Fiebig, die Ergebnisse einer aktuellen DRV-Unternehmensumfrage auf den Punkt.

29. Dezember: Corona-Fälle auf Europa-Schiffen, Finnland: Ungeimpfte müssen draußen bleiben, Silvester-Urlauber-Andrang auf Inseln in Schleswig-Holstein

An Bord der Luxus-Kreuzfahrtschiffe Europa und Europa 2 haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Beide Schiffe waren zunächst rund um Mauritius unterwegs, anschließend ging es nach Dubai. Während die Europa ihre Reise fortsetzte, wurde die Cruise der Europa 2 abgebrochen.

Alle, die nicht gegen Corona geimpft sind, dürfen seit gestern nicht mehr in Finnland einreisen. Außerdem beschloss die Regierung, dass alle, die genesen oder geimpft sind, ab sofort auch einen negativen Coronatest bei Einreise vorlegen müssen.

Überraschend viele Bundesbürger zieht es über Silvester auf die Inseln in Schleswig-Holstein. Das berichtet der NDR. Auf den Fähren zu den Inseln herrscht großer Betrieb, die Sylt-Züge der Deutschen Bahn waren voll. Auch Hans-Jürgen Lütje, Bürgermeister auf Büsum, zeigt sich sehr erfreut.

28. Dezember: Corona-Wut auf Kreuzfahrtschiffen, Tirol schickt Dutzende Briten wieder heim

Auf mehreren Dutzend Kreuzfahrtschiffen wurden in den vergangenen Tagen Passagiere ausgemacht, die positiv auf Corona getestet wurden. Das verursachte bei Passagieren reichlich Verdruss. Einige Länder der Karibik verweigerten die Einreise, auf einigen Schiffen sollten chaotische Zustände geherrscht haben.

Das hatten sich die Urlauber aus Großbritannien wohl anders vorgestellt: Als Dutzende von ihnen am 2. Weihnachtstag am Innsbrucker Flughafen landeten, wurde ihnen anschließend die Einreise verweigert. Der Grund: Sie konnten nicht die nötigen Corona-Einreisenachweise vorzeigen. Österreich verlangt von Reisenden aus Großbritannien mittlerweile eine Booster-Impfung und einen PCR-Test bei Einreise. Viele Briten mussten daraufhin wieder die Heimreise antreten. 

27. Dezember: USA heben Einreisebeschränkungen für Reisende aus südafrikanische Staaten auf, viele Flugausfälle wegen Corona, Rückholaktion: viele Rechnungen noch nicht bezahlt, Thailand und Umweltschutz in der Nach-Corona-Zeit

Wegen der neu aufgetretenen Omikron-Coronavirusvariante hatten weltweit viele Staaten Einreisebeschränkungen oder sogar Einreiseverbote gegenüber Menschen, die aus Südafrika und anderen südafrikanischen Staaten kamen, verhängt. Unter anderem auch die USA. Aber damit ist es ab Silvester wieder vorbei: Die USA heben diese Einreise-Beschränkungen nun wieder auf. 

Über die Weihnachtsfeiertage sind weltweit viele Flüge ausgefallen. Der Grund: Das Flugpersonal meldete sich wegen Corona krank oder war von Quarantänemaßnahmen betroffen. Betroffen waren vor allem Flüge in den USA und in China. 

Rückholaktion und kein Ende: Vor wenigen Wochen berichteten wir an dieser Stelle über die Klagen von rund 150 Urlaubern, die sich gegen die Rechnungen des Auswärtigen Amtes für die Rückholaktion im Frühjahr 2020 wehrten. Nun kommt heraus: Tausende Rechnungen sind immer noch bezahlt. 

Vielerorts in Thailand herrscht immer noch Touristenflaute, unter anderem in der berühmten Maya Bay auf der Insel Phi Phi Le. Angesichts des ausgebliebenen Touristenandrangs hatte die Natur in der Region die Chance, sich nun zwei Jahre lang zu erholen. Mittlerweile haben die Verantwortlichen vor Ort ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das auch für die Nach-Corona-Zeit gelten soll.

24. Dezember: RKI: Spanien und Portugal nun Hochrisikogebiete, Lufthansa streicht 33.000 Flüge im Winterflugplan, Testpflicht bei Einreise nach Dänemark, Impfbetrugs-Tourismus in Bayern

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut haben gestern Spanien und Portugal zu Hochrisikogebieten erklärt. Auch die USA, Finnland und Zypern stehen nun auf der Liste. Österreich wurde dagegen von der Liste gestrichen. Die Liste der Virusvariantengebiete blieb unverändert.

Die Furcht vieler Reisender vor der neuen Omikron-Corona-Virusvariante zwingt die Lufthansa zur Änderung ihres Flugangebots in den kommenden Wochen. Airline-Chef Carsten Spohr sagte in einem Interview der Frankfurter Sonntagszeitung, dass im Winterflugplan 33.000 Flüge gestrichen werden müssen. Zur Einordnung: Das entspricht rund 10 Prozent des Winterangebots des Lufthansa-Konzerns.

Jetzt auch Dänemark: Unser nördlicher Nachbar hat auch eine Testpflicht für Einreisende beschlossen. Diese gilt auch für Geimpfte und Genesene. Die Regelung tritt am kommenden Montag (27. Dezember) in Kraft.

In Bayern stellen LKA-Ermittler in den letzten Wochen vermehrt einen sogenannten Impfbetrugs-Tourismus fest. Menschen aus Österreich und der Schweiz versuchten in grenznahen Apotheken mit gefälschten Impfnachweisen digitale Zertifikate in Bayern zu bekommen, so das LKA.

23. Dezember: Airlines: Normalisierung wohl nicht vor 2023, Österreich-Urlaub: Angst vor Deutschen-Stornos, Tourismusregionen im Salzburger Land: Kritik an Reisebeschränkungen, EU-Einreisen: Rückkehr des Tests, NRW-Weihnachtsmarkt-Fazit, Hotel im Sauerland sucht ungeimpfte Mitarbeiter

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, Zeit auch für die Airlines einen Ausblick ins kommende Jahr zu werfen. Obwohl die Coronavirus-Variante Omikron derzeit den Optimismus ausbremst, gehen einige Fluggesellschaften davon aus, dass das Geschäft im kommenden Sommer schon wieder ordentlich laufen werde. Andere Airlines sind verhaltener und glauben, dass das vor 2023 nichts wird. 

Vielerorts in Österreich ist die Wintersaison gestartet. Nur: So viele Urlauber wie erhofft, sind nicht da. Das liegt vor allem daran, dass viele Deutsche derzeit von einem Winterurlaub in dem Land absehen. Die Gründe liegen auf der Hand: Erst erklärte die Bundesregierung Österreich zum Risikogebiet, dann verschärfte Österreich die Einreiseregeln, auch für doppelt Geimpfte. In den Tourismusregionen ist die Stimmung im Eimer, die Furcht vor einer Stornowelle ist groß.

In Zell am See-Kaprun, Saalbach-Hinterglemm und Saalfelden-Leogang, eine der größten und bedeutendsten Tourismusregionen im Salzburger Land, will man nicht tatenlos zusehen. Dort formiert sich massive Kritik an der derzeitigen Situation. »Die Reisebeschränkung aus einigen unserer wichtigsten Herkunftsmärkte, wie im Live-Blog der Tiroler Tageszeitung angekündigt, würde de facto einem Totalausfall der Wintersaison gleichkommen«, teilte die Region auf ihrer Website mit. Sollte diese Maßnahme eintreten, riskiere man mit einer schnell getroffenen Entscheidung die wirtschaftliche Existenz der Betriebe und die Perspektive aller im österreichischen Tourismus beschäftigten Menschen, heißt es weiter.

Die Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus bereitet vielen Ländern der EU Sorge. Um die Ausbreitung auszubremsen, haben einige von ihnen nun schärfere Einreisebestimmungen erlassen. Vielerorts wird jetzt wieder ein PCR- oder Antigentest bei Einreise verlangt, unabhängig davon, ob man ungeimpft, geimpft oder genesen ist.

Im Gegensatz zu Ländern wie Thüringen, Bayern, Sachsen oder Brandenburg konnten in NRW in diesem Jahr die Weihnachtsmärkte stattfinden. So voll wie noch in der Vor-Corona-Zeit war es vielerorts natürlich nicht; die vielen Reisebusse, die normalerweise aus Holland, Frankreich, Belgien und sogar Großbritannien kamen, waren dieses Jahr nur wenig zu sehen. Dennoch sei man zufrieden. Tenor: Man ist mit einem blauen Auge davongekommen. 

Mit einer ungewöhnlichen Stellenausschreibung machte ein Hotel im Sauerland auf sich aufmerksam: Es suchte Mitarbeiter, die ungeimpft sind. Dabei gehe es auch um ein politisches Zeichen, sagte die Hotelchefin dem WDR. Der Hotel und Gaststättenverband in Westfalen äußerte sich kritisch zu der Aktion.

22. Dezember: EU-Impfzertifikat nur noch neun Monate gültig, Thailand: Hotel-Quarantäne für alle Einreisenden, Kreuzfahrt-Optimismus für 2022, USA erwägen Aufhebung der Südafrika-Restriktionen

Wer in Zukunft eine Reise unternehmen will, sollte mehr denn je darauf achten, dass sein Impfzertifikat noch gültig ist. Denn: Ohne Auffrischungsimpfung, die sogenannte Booster-Impfung, sind Impfzertifikate für Reisen durch die EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gültig. Die neue Regel tritt am 1. Februar 2022 in Kraft.

Wer nun nach Thailand reist, muss sich unmittelbar nach Ankunft in ein Quarantänehotel begeben. Geimpfte müssen zehn Tage, Ungeimpfte 14 Tage in Quarantäne. Wichtig: Die Regelung greift nicht rückwirkend. Das heißt, wer sich bereits erfolgreich registriert hat, muss nicht in Quarantäne. Die neue Regelung ist ein neuer Rückschlag für Thailands Tourismusbranche. Obwohl seit Anfang November wieder Touristen aus mehr als 60 Ländern in das Land einreisen durften, verlief das Comeback bisher schleppend: Nur wenige Touristen reisten an.

Neues Jahr, neues Glück: 2022 soll das Jahr werden, in dem die Reedereien mit ihren Kreuzfahrten wieder richtig durchstarten wollen. Aber ob das zu Beginn des Jahres gelingen wird, ist fraglich: Die Ausbreitung der Corona-Variante Omikron scheint das große Comeback auf den Weltmeeren zunächst auszubremsen.

Die Aufregung über die neue Omikron-Corona-Variante ist groß, sie bestimmt auch in unserem Corona-News-Ticker seit rund vier bis fünf Wochen einen großen Teil unseres täglichen Updates. In Südafrika versteht man die Aufregung und die Stigmatisierung des Landes indes seit Anfang an nicht, nun sinken in dem Land seit einer Woche  die Corona-Infiziertenzahlen. US-Präsident Joe Biden teilte nun mit, dass die US-Regierung erwäge, die Einreisebeschränkungen für Südafrika und andere afrikanische Staaten wieder aufzuheben.

21. Dezember: Brasilien: 2Gplus-Regelung bei Einreise, Virusvariantengebiet Großbritannien: Expertin kritisiert Bundesregierung, Flugreport 2021: Nachfrage meist noch unter Vorkrisenniveau

Nun ist es also offiziell: Wer nach Brasilien reisen will, muss entweder genesen oder geimpft sein. Darüber hinaus muss bei Einreise ein negatives Test-Ergebnis vorgelegt werden. Die schärferen Einreisebeschränkungen sind eine Folge eines Urteils des Obersten Gerichts in Brasilia.

Deutschland hat Großbritannien zum Virusvariantengebiet erklärt und strenge Einreisebeschränkungen verhängt. Wir haben gestern an dieser Stelle darüber berichtet. Für Corona-Expertin Christina Pagel aus Großbritannien kam diese Entscheidung nicht zeitig genug: »Es ist zu spät. Wenn Deutschland das vor drei Wochen getan hätte, fein«, sagte sie.

Laut einer Untersuchung des Flugpreisvergleichsportals flug.idealo.de bewegt sich die Nachfrage nach Flügen auch 2021 weiterhin unter Vorkrisenniveau. Für die meisten der in diesem Jahr gefragten Ziele stellt das Portal in der Datenauswertung eine Nachfrage fest, die spürbar unter dem Niveau von 2019 liegt. So erreichte beispielsweise Italien nicht mehr als 72 Prozent (Oktober 2021) des Niveaus von 2019, heißt es. Damit stünde es schon vergleichsweise gut da. Selbst in diesem Jahr stärker gefragte Ziele wie Zypern, Mexiko oder auch die Dominikanische Republik verzeichneten vor allem in der ersten Jahreshälfte immer noch starke Verluste. Von einer Erholung der Lage könne keine Rede sein. Die Details des Flugreports gibt es hier.

20. Dezember: Großbritannien nun Virusvariantengebiet, Corona-Politik in Großbritannien: Ryanair-Chef O’Leary teilt heftig aus, Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff, BER-Urlaubersorgen vor Abflug ins Ausland, Skiurlaub am Feldberg in Corona-Zeiten, Land- und Bauernhofportal spendet Pflegern Gratisurlaub

Schlechte Zeiten für Großbritannien-Urlauber: Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut haben das Land wegen der Omikron-Corona-Variante zum Virusvariantengebiet erklärt. Für alle, die aus dem Land einreisen, gilt nun eine zweiwöchige Quarantänepflicht. Die Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Ein Freitesten ist in dieser Zeit nicht möglich.

Ryanair-Chef Michael O’Leary ist für seine markigen Worte bekannt. Nun hat er wieder ausgeteilt. Adressat seiner heftigen Kritik: die Regierung in London – und Ungeimpfte. Er bezeichnete Regierungsvertreter als »Idioten«, die wegen der Corona-Variante Omikron eine »Massenhysterie« betrieben. Für Ungeimpfte hat er kein Verständnis – und keilte auch gegen sie aus.

Ende einer Kreuzfahrt: Auf der »Mein Schiff 4«, die rund um die Kanaren unterwegs war, wurden einige Passagiere positiv auf Corona getestet. Als das Schiff im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria war, entschloss sich die Reederei TUI Cruises dazu, die Kreuzfahrt für alle zu beenden.

Dass der kommende Weihnachtsurlaub nicht so verläuft wie geplant – diese mulmige Gefühl haben einige Reisende, die dieser Tage ins Ausland aufbrechen. Eine Sorge von Passagieren am Flughafen BER in Berlin: die Wiedereinreise.

Rund um den Feldberg im Schwarzwald haben am Wochenende viele Reisende das schöne Wetter genutzt, um ein paar Stunden oder Tage Urlaub zu machen. Es dauerte nicht lange und alle Parkplätze waren belegt. Vor allem an den Liften bildeten sich lange Warteschlangen, berichtet der SWR.

Die Gastgeber des Land- und Bauernhofportals LandReise.de spenden Pflegern eine Auszeit auf dem Land. Nach dem Motto »Urlaub statt Applaus!« möchten Gastgeber dem Pflegepersonal für den unermüdlichen Einsatz während der Pandemie danken, teilte das Unternehmen mit. Unter diesem Link können Pfleger eines der kostenlosen Urlaubsangebote der Gastgeber auswählen und ein passendes Angebot anklicken.

18. Dezember: Einreiseregeln: Österreich verschärft, Schweiz lockert, auch Sri Lanka mit neuen Einreisebestimmungen, RKI: Frankreich und Dänemark nun Hochrisikogebiete, Rückholaktion 2020: Reisende müssen Flüge zahlen, ADAC rät zur Auszahlung von Reisegutscheinen

Nicht die angenehmste Überraschung für alle, die bald nach Österreich in den Urlaub wollen und bisher »nur« doppelt geimpft sind: Sie müssen ab Montag ein negatives PCR-Test-Ergebnis bei der Einreise vorzeigen.Wer keinen PCR-Test nachweisen kann, muss nach Einreise sofort in Quarantäne. Wer dagegen geboostert ist, braucht nur seinen 2G-Nachweis.

Die Schweiz dagegen lockert die Einreisebestimmungen. Dort müssen seit Anfang Dezember alle Einreisenden ein negatives PCR-Test-Ergebnis vorlegen. Diese Regelung entfällt nun ab Montag. Dann reicht es, wenn Geimpfte ein negatives Antigen-Test-Ergebnis vorlegen.

Ab dem 1. Januar 2022 müssen alle einreisenden Passagiere nach Sri Lanka eine individuelle Gesundheitserklärung online ausfüllen und die benötigten Dokumente (Datenseite des Reisepasses, Covid-19-Impfbescheinigung, negatives PCR-Testzertifikat) vor Abflug hochladen. Das teilte die Fluggesellschaft SriLanka Airlines gestern mit. Die Einreisenden erhielten dann per E-Mail einen QR Code, der entweder auf dem Smartphone oder in ausgedruckter Form mitgeführt und vor Abflug vorgezeigt werden muss. Gemäß der Änderungen des Gesundheitsministeriums von Sri Lanka ist ein PCR-Test für die Einreise nach Sri Lanka ab sofort nur für Passagiere ab 12 Jahren erforderlich. Dieser darf vor Abflug nicht älter als 72 Stunden sein und muss in englischer Sprache vorliegen. Passagiere, die binnen drei Monaten vor Abreise von Covid-19 genesen sind, können anstelle eines PCR-Tests auch mit einem negativen Antigentest einreisen, der innerhalb von 48 Stunden vor Abflug durchgeführt worden sein muss. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, einen Nachweis ihrer vergangenen Erkrankung in Form des positiven Testergebnisses inklusive Datum in englischer Sprache mitzuführen.

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben gestern unter anderem Norwegen, Frankreich und Dänemark zu Hochrisikogebieten erklärt. Andere Länder wie etwa Estland und Lettland wurden von der Liste gestrichen.

Im Frühjahr 2020, kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie, mussten Zehntausende gestrandete Urlauber von der Bundesregierung zurückgeholt werden. Wir hatten damals darüber ausführlich berichtet. Anschließend schickte die Regierung Rechnungen an die Betroffenen, sie sollten sich an den Flugkosten beteiligen. Einige allerdings, von rund 150 Urlaubern ist die Rede, waren damit nicht einverstanden. Die Sache landete vor Gericht, das nun entschied: Die Bundesregierung durfte eine Kostenbeteiligung verlangen.

Viele Reisende, die vor Ausbruch der Corona-Pandemie eine Pauschalreise gebucht hatten, haben nach Stornierung der Reise anstelle der sofortigen Erstattung einen Gutschein vom Veranstalter erhalten. Diese Gutscheine wurden staatlich abgesichert, damit im Falle einer Pleite des Reiseunternehmens kein Kunde am Ende mit leeren Händen dasteht. Da der Gutschein zum Jahresende ausläuft, bieten einige Reiseunternehmen nun eine Verlängerung des Gutscheins über 2021 hinaus an. Hier ist nach Ansicht des ADACs Vorsicht geboten: Reisende sollten sich in solchen Fällen genau überlegen, ob sie eine Verlängerung des Gutscheins annehmen wollten oder eher auf eine Rückzahlung bestünden, die eigentlich innerhalb von 14 Tagen nach Ablauf vorgeschrieben sei. Reisekunden, die aktuell keine Verwendung für ihren Gutschein hätten, sollten laut ADAC aktiv auf eine zügige Rückzahlung der Kosten bestehen. Bei einer Verlängerung des Gutscheins entfalle die staatliche Absicherung gegen eine Insolvenz des Veranstalters, so der ADAC.

17. Dezember: Portugal verlängert strenge Einreisevorschriften, Frankreich schränkt Reiseverkehr aus Großbritannien massiv ein, Israel-Zoff wegen Einreisebeschränkungen, Ärger in Südtirol über 2G bei Italien-Einreise

Portugals Regierung hält auch nach dem 9. Januar 2022 daran fest, von allen Einreisenden einen Coronatest zu verlangen. Das kündigte gestern Ministerpräsident António Costa an. Eigentlich hätte die verschärfte Einreiseregelungen dann auslaufen sollen.

Ab morgen ist es für Menschen aus Großbritannien deutlich schwieriger, nach Frankreich einzureisen. Grund ist die Omikron-Variante des Coronavirus, die in Großbritannien weiter verbreitet sein soll als anderenorts in Europa. Touristen aus Großbritannien dürfen somit ab Samstag nicht mehr einreisen.

Eigentlich darf momentan so gut wie niemand in Israel einreisen. Das Land hatte die Einreiseregeln wegen Omikron massiv verschärft. Nun berichteten Medien in Israel, dass es wohl Ausnahmen gäbe – was eine heftige Religionsdebatte in dem Land auslöste. Unabhängig davon kommt von Tourismusvertretern Kritik daran, dass die Grenze wohl bis mindestens Jahresende geschlossen bleiben werde.

Mit Blick auf die Corona-Regeln stand Südtirol verglichen mit anderen Skiregionen bisher ganz gut da: Vielerorts war die Hoffnung deshalb groß, dass die Wintersaison erfolgreich sein werde. Doch die Nachricht, dass Italien nun von allen Einreisenden einen Coronatest verlangt, sorgt für Verdruss. Denn nun ist davon auszugehen, dass weniger Touristen aus dem Ausland in Südtirol ihren Winterurlaub verbringen werden. Marco Pappalardo von Dolomiti Superski machte heute Morgen gegenüber WDR5 denn auch aus seinem Ärger keinen Hehl.

16. Dezember: Griechenland-Einreiseverschärfung, Hausboot-Fake-Websiten-Betreiber verhaftet, Polen verschärft Corona-Maßnahmen

Nun auch Griechenland: Wer in das Land einreisen möchte, benötigt ab kommenden Sonntag ein maximal 48 Stunden altes negatives PCR-Test-Ergebnis. Die Bestimmung gilt für alle, also auch für Geimpfte und Genesene, und soll vorerst bis Ende Januar 2022 in Kraft bleiben.

Im Sommer hatten wir an dieser Stelle über eine Fake-Website berichtet, die Hausboote zum Verleih anbot. Viele Interessenten waren betroffen, die Nachfrage von Hausbooten war während der Corona-Pandemie stark gestiegen. Nun hat die Polizei einen 42-jährigen Mann aus Köln festgenommen.

In Polen dürfen seit gestern in Kinos, Theatern, Bars und Hotels nur noch 30 Prozent der verfügbaren Plätze belegt werden. Nicht gezählt werden dabei vollständig geimpfte Personen. Bisher lag die Grenze bei 50 Prozent. Discos, Clubs und Tanzlokale bleiben vorerst komplett geschlossen, in öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen nur noch 75 Prozent der Plätze belegt werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gilt nach wie vor eine Maskenpflicht. Über die neuen Regelungen informierte das polnische Fremdenverkehrsamt.

15. Dezember: Italien führt Testpflicht ein, keine Hotelquarantäne mehr in Großbritannien, Südafrika weiter erbost

Wer bisher nach Italien einreisen wollte, der musste entweder geimpft, getestet oder genesen sein. Nun hat die Regierung die Einreiseregeln verschärft. Ab jetzt muss sich jeder EU-Bürger vorher testen lassen. Diese Regelung galt bisher schon für viele Einreisende außerhalb der EU. Ungeimpfte müssen darüber hinaus in Quarantäne.

Wegen der neu aufgetretenen Coronavariante Omikron hatte Großbritannien vor einiger Zeit die Regeln für Einreisende aus elf Ländern aus dem südlichen Afrika verschärft. Diese mussten sich nach Einreise in Hotelquarantäne begeben. Damit ist es nun vorbei.

In Südafrika ist der Unmut über die in vielen Länder der Welt verfügten Einreisebeschränkungen weiterhin groß. Südafrikas Präsident beklagte sich bereits vor zwei Wochen bitter darüber, nun legte Außenministerin Naledi Pandori nach. Sie bezeichnete die Einschränkungen vieler Länder als »heuchlerisch«.

14. Dezember: Westaustralien-Öffnung Anfang Februar, Silvester-Sause in Thailand

Der Bundesstaat Westaustralien will am 5. Februar den internationalen Flugverkehr wieder aufnehmen. Bis dahin seien 90 Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Das kündigte Westaustraliens Premierminister Mark McGowan gestern an. Einreisen dürfen demnach nur Geimpfte, die sich vor und nach Einreise mittels PCR-Verfahren testen lassen. Ungeimpften droht eine vierzehntägige Quarantäne.

Thailand empfängt mittlerweile ja wieder viele geimpfte Touristen aus dem Ausland. Viele Coronaregeln in dem Land wurden mittlerweile wieder gelockert. Aber längst nicht alle. Mit Blick aufs Nachtleben etwa geht es noch streng zu. Viele Bars und Clubs sind weiterhin geschlossen, auch der Alkoholausschank ist je nach Region und Tageszeit eingeschränkt. Silvester aber soll es im ganzen Land eine Ausnahme geben.

13. Dezember: Lockdown-Ende in Österreich, Brasilien verschärft Einreiseregeln, Run auf Luxusjachten, Urlaubspiraten-Umfrage zu Reiseplänen 2022, Weißflog-Kritik an Corona-Maßnahmen

Heute nun ist der Lockdown in Österreich vorbei – jedenfalls für Geimpfte und Genesene. Lust, in den nächsten Tagen oder Wochen eine Reise in unser Nachbarland zu unternehmen? Dann sollte man sich vorher gründlich über die Coronaregeln in der jeweiligen Urlaubsregion informieren. Denn: Nicht überall endet der Lockdown gleichermaßen, es gibt regionale Unterschiede. 

Brasilien gehörte bisher zu jenen wenigen Ländern auf der Welt, in das auch Ungeimpfte relativ problemlos mit negativem PCR-Test einreisen konnten. Doch damit es nun vorbei: Brasiliens Oberster Bundesgerichtshof hat angeordnet, dass das Land die Einreisebestimmungen verschärfen muss.

Wo es Verlierer in der Corona-Pandemie gibt, da gibt es auch Gewinner. Einer davon scheint die Branche der Luxusjachten zu sein. Ihre Auftragsbücher seien zum Bersten gefüllt, berichtet der Spiegel.

Für das nächste Jahr planen viele Deutsche eine Fernreise. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Online-Reiseportals Urlaubspiraten unter mehr als 1.100 Befragten. Demnach ziehe es mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten nächstes Jahr weiter weg. 28 Prozent hingegen wollten in Europa bleiben und vier Prozent am liebsten (weiterhin) im eigenen Land. Sofern es die Pandemie erlaubt, stünden die USA in der Umfrage auf Platz eins der beliebtesten Wunsch-Urlaubsziele für das kommende Jahr, heißt es weiter.

Ex-Skispringer Jens Weißflog hat die Anti-Corona-Maßnahmen in Sachsen kritisiert. Grund sind die aktuell geschlossenen Skipisten und Hotels. Der 57-jährige Hotelier äußerte sich in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung.

11. Dezember: DRV: Schwelle für Übernachtungs- und Reiseverbote wird erhöht, RKI-Update zu Hochrisikogebieten, keine Stornowelle in Schleswig-Holstein

Der Bundestag hat gestern das neue Gesetz zur Stärkung der Impfprävention und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verabschiedet. Damit gelten nach dem Ende der pandemischen Lage neue Regeln. Der Deutsche Reiseverband (DRV) begrüßt diese Entscheidung: »Mit dem neuen Gesetz kann ein Bundesland künftig keine touristischen Übernachtungen und Busreisen mehr verbieten. Auch die Schließung von Reisebüros gehört damit der Vergangenheit an. Einschränkungen in diesen Bereichen kann es demnach nur noch unter Mitwirkung des Bundes geben. Diese Entscheidung begrüßen wir sehr. Sie sorgt für ein höheres Maß an Verhältnismäßigkeit und Rechtssicherheit und dürfte zu einer angemessen differenzierten Risikobetrachtung im Bundesvergleich führen. «

Erfreulich Mitteilung vom Robert-Koch-Institut: Gleich mehrere Länder, darunter Rumänien, die Philippinen und der Iran, sind von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen worden. Im Gegenzug wurde kein einziges Land neu auf die Liste gesetzt.

Manch einer schaute mit Blick auf die neue Coronavirus-Variante und die seit Wochen recht hohen Coronainzidenz-Zahlen mit Sorge auf den Inlandstourismus. In Schleswig-Holstein ist man derzeit beruhigt, die Buchungslage über Weihnachten und zwischen den Jahren sei stabil, berichtet eine Sprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein.

10. Dezember: Österreich: vielerorts Eröffnung der Skigebiete, Umfragen: Bundesbürger wollen Weihnachten weniger reisen

Nun ist es offiziell: Der Lockdown in Österreich endet am Wochenende. In vielen Skigebieten steht man daher in den Startlöchern. Am Montag etwa wird St. Anton am Arlberg/Tirol in seinem Skigebiet in die Wintersaison starten. »Wir sind dankbar und können es kaum erwarten, endlich wieder unsere größte Leidenschaft ausleben zu dürfen – nämlich die, Gastgeber zu sein«, sagt Martin Ebster, Tourismusdirektor von St. Anton am Arlberg. Geöffnet ist ausschließlich für geimpfte und genesene Personen. Nicht nur das Skigebiet, auch Hotellerie, Gastgewerbe sowie alle öffentlichen Verkehrsmittel können nur mit gültigem 2G-Nachweis genutzt werden. In Österreich gilt zudem eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen.

Die Weihnachtsfeiertage sind seit jeher ein beliebter Anlass, um zu Verwandten und Freunden zu fahren. So auch in diesem Jahr. Oder doch nicht? Eine aktuelle Umfrage der Direktversicherung DA Direkt zeigt: Knapp 60 Prozent werden in diesem Jahr eher weniger reisen. Nur rund ein Viertel der Bundesbürger ist zum Feiern jeweils am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag außerhalb des eigenen Wohnortes unterwegs. Am Heiligabend sind es nur 17 Prozent. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt der ARD-DeutschlandTrend. Demnach planen sieben von zehn Befragten auch in diesem Jahr, familiäre Kontakte und Besuche zu begrenzen.

9. Dezember: Inlandstourismus: deutlich mehr Übernachtungen im Oktober, Coronatest-Ärger in Großbritannien

Im vergangenen Oktober verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 43,3 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 30,3 Prozent mehr als im Oktober 2020. Somit lagen die Übernachtungszahlen nur noch 5,1 Prozent unter dem Niveau vom Oktober des Vorkrisenjahres 2019.

Großbritannien hat ja jüngst die Einreiseregeln wieder verschärft. Mittlerweile muss vor Einreise und spätestens zwei Tage nach Einreise ein Test gemacht werden. Das gilt auch für die Briten. Viele von ihnen beschwerten sich mittlerweile über die Abzocker-Preise und den schlechten Service diverser Teststationen. Das hat nun auch die Regierung auf den Plan gerufen. 

8. Dezember: TUI erwartet großes Comeback im Sommer 2022, Spahn: wohl keine Reisebeschränkungen mehr in EU, Lockdown-Ende in Österreich naht, Bayerns Skigebiete nun doch mit 2G, Finanztest zu Reiserücktrittsversicherungen, Impf-Appell von HolidayCheck, Krisengewinner Privatjets, ZDF-Doku über Kreuzfahrt in der Pandemie

Wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron ist in vielen Ländern derzeit die Stimmung im Eimer. Die vielerorts erlassenen Einreisebeschränkungen vergrätzen die Touristen. Kein gutes Omen für 2022, oder? Beim Touristikkonzern TUI sieht man das anders. Deren Chef Fritz Joussen geht nicht nur von einer baldigen Verbesserung der Lage aus. Er rechnet für den kommenden Sommer sogar mit einem Buchungsniveau wie 2019.

Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn geht nicht davon aus, dass es innerhalb der EU Reiseeinschränkungen geben wird. Das sagte Spahn gestern in Brüssel.

In Österreich dürfte der Lockdown in wenigen Tagen wieder vorbei sein. Am kommenden Sonntag soll es so weit sein. Das kündigten Bundeskanzler Karl Nehammer und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gestern an. Allerdings dürfen die Bundesländer mit Blick auf regionale Einschränkungen weiterhin ein gewichtiges Wörtchen mitreden – und entsprechende Regeln erlassen.

Die andauernde Kritik an den strengen Coronaregeln in Bayerns Skigebieten zeigt offenbar Wirkung: Künftig sollen dort nun die verpflichtenden Tests für Geimpfte und Genesene wieder entfallen.

Wer in Corona-Zeiten eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat, wähnt sich womöglich auf der sicheren Seite. Ein Irrtum. Das hat nun die Stiftung Warentest in der Januarausgabe von »Finanztest« herausgefunden. Zwar wird der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung empfohlen, allerdings sollte man genau hinschauen, bei wem man sich versichert. Nur drei Versicherer erhielten die Note »sehr gut«.

Viele große Unternehmen beteiligen sich derzeit an der Kampagne #ZusammenGegenCorona. Darin wird dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Auch HolidayCheck ist dabei. »Als Touristik-Unternehmen appellieren wir an alle UrlauberInnen: Nehmt die Verantwortung, die Ihr als Reisende habt, ernst und vergesst nicht: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger Chancen geben wir dem Virus. Und desto größer sind die Chancen auf einen unbeschwerten Urlaub im nächsten Jahr«, sagte Georg Ziegler, Director Brand, Content und Community bei HolidayCheck.

Gibt es in der Corona-Pandemie überhaupt irgendeinen Gewinner in der Tourismusbranche? Oh ja, berichtet die FAZ: Wenn irgendwas gerade boomt in der Luftfahrt, dann die sogenannten Business Jets. Sie erlebten einen »ungeahnten Boom«. 

Die Adventszeit an Land, mit festlich geschmückten Weihnachtsmärkten und Glühwein, kann vielerorts wegen der steigenden Corona-Inzidenzen nicht stattfinden. Alternativen sind gefragt – wie zum Beispiel eine Kreuzfahrt von Hamburg nach Zeebrügge. Wer geimpft, genesen und getestet ist, kann sich dort einbuchen, inklusive Weihnachtsmarkt, Eislaufbahn und Adventsbacken. Die ZDF.reportage: Advent auf hoher See – Kreuzfahrt in der Pandemie« am Sonntag, 12. Dezember 2021 um 18 Uhr, begleitet Gäste, Mannschaft und Entertainment-Crew und erfährt, welche Herausforderungen ein solcher Adventsausflug in Zeiten von Corona mit sich bringt.

7. Dezember: Schärfere Einreiseregeln in Großbritannien, Bahn: Schaffner kontrollieren nun auch auch 3G-Regel, Südafrikas Präsident hadert mit Reisebeschränkungen, Aktionsbündnis Tourismusvielfalt kritisiert Reiseeinschränkungen

Großbritannien hat abermals seine Regeln für Einreisende verschärft. Ab heute muss jeder, der in das Land einreisen will, einen negativen Corona-Test vorweisen. Dies kann ein PCR-, aber auch ein Antigentest sein.

Wer mit der Bahn fahren will, muss getestet, genesen oder geimpft sein. Die sogenannte 3G-Regel gilt seit zwei Wochen für öffentliche Verkehrsmittel. Kontrolliert haben das bisher private Sicherheitsdienste, hin und wieder gemeinsam mit der Bundespolizei. Ab morgen sollen nun die Schaffner diese Aufgabe mit übernehmen. 

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa ist derzeit nicht gut auf die internationale Staatengemeinschaft zu sprechen. Grund sind die Reiseeinschränkungen, die viele Länder wegen der neuen Omikron-Variante gegen Südafrika und andere Länder beschlossen haben. »Diese Beschränkungen sind eine unfaire Diskriminierung unseres Landes und unserer Schwesterstaaten«, sagte Ramaphosa.

Das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt (ATV) hat sich kritisch zu den Reiseeinschränkungen geäußert, die einige Länder jüngst wegen der neue Coronavirus-Variante beschlossen haben. Die Reiserestriktionen sorgten für große Verunsicherung beim Endverbraucher, sagte ATV-Sprecher Michael Buller. Dies habe »auf die globale Touristik gerade jetzt zur Hauptbuchungszeit massive wirtschaftliche Folgen«.

6. Dezember: Österreich verkürzt Impfzertifikat-Gültigkeit, Verkehrsminister in spe rät von Weihnachtstrips ab, Swiss-Ärger mit Hongkong, Existenzsorgen in bayrischen Skigebieten

Wer in diesem Jahr zu den Ersten gehörte, die sich gegen Corona haben impfen lassen, sollte achtgeben, wenn er oder sie nach Österreich reist. Denn: Die Regierung hat die Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate von zwölf auf neun Monate gesenkt.

Volker Wissing wird in der neuen Ampelregierung neuer Bundesverkehrsminister werden. Am Wochenende ließ er schon mal aufhorchen, es ging um die Reiserei rund um Weihnachten. Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen fände er es gut, wenn man »Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause« verbringen und auf Reisen verzichten würde.

Hongkong hat letzte Woche die Einreisebestimmungen massiv verschärft. Heftig betroffen davon sind auch die Crews der Airlines. Sie müssen sich u.a. mehreren PCR-Tests unterziehen und dürfen während ihres Aufenthalts ihr Hotelzimmer nicht verlassen – für die Airline Swiss ist das völlig inakzeptabel. Kurzerhand kappte sie die Verbindungen nach Hongkong. Auch die Lufthansa zieht Konsequenzen.

In Bayerns Skigebieten gelten strenge Coronamaßnahmen. So darf nur auf die Pisten, wer geimpft oder genesen und wer aktuell getestet ist. Das sorgt für reichlich Verdruss – und Ängste: Die Seilbahnbetreiber von Berchtesgaden bis Oberstdorf fürchten um ihre Existenz, sollte auch diese Wintersaison wieder so mies ausfallen wie die vergangene.

4. Dezember: Hochrisikogebiete: Schweiz und Polen nun dabei, Schweiz-Einreise nur noch mit PCR-Test, Ischgl-Pisten wieder geöffnet, Quarantäne für Schiff »Hamburg« in Argentinien aufgehoben

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben gestern fünf Länder zu Hochrisikogebieten erklärt, unter anderem unsere Nachbarländer Polen und die Schweiz. Thailand dagegen wurde von der Liste gestrichen.

Wer in die Schweiz reisen möchte, benötigt ab sofort ein negatives PCR-Test-Ergebnis. Die Regelung gilt auch für Genesene und Geimpfte. Das hat die Schweizer Bundesregierung gestern bekanntgegeben. Davon ausgenommen sind unter anderem Einreisende, die aus Grenzregionen kommen, also aus Bayern und Baden-Württemberg.

Nach anderthalb Jahren Pause rollen in Ischgl wieder die Skilifte. Allerdings hielt sich der Andrang wegen des Lockdowns stark in Grenzen: Hotels und Gastronomiebetriebe sind weiter geschlossen. Während der gesamten Wintersaison gilt in Ischgl ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Glück gehabt: Auf dem Kreuzfahrtschiff »Hamburg« wurde nun doch kein Coronafall an Bord festgestellt. Die argentinischen Behörden erteilten dem Schiff daraufhin die Erlaubnis, in den Hafen von Puerto Madryn einzulaufen.

3. Dezember: InfratestDimap-Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Hotelschließungen ab, Studie: Aufhebung aller pandemiebedingten Restriktionen erst 2024, Indien verschärft Einreiseregeln

InfratestDimap hat im Auftrag des ARD-DeutschlandTrends die Deutschen nach ihrer Meinung zu den aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen befragt. Viele wünschen sich schärfere Maßnahmen. Aber nicht überall: Eine Mehrheit der Bürger lehnt ein Verbot touristischer Übernachtungen (56 Prozent) ab. Noch mehr sind gegen die Schließung von Restaurants (65 Prozent).

Die Pandemie und ihre Folgen für das Reiseverhalten haben den Tourismus schwer getroffen. Aber wann wird es wieder besser? Dazu hat die Unternehmensberatung Robert Berger nun eine Studie vorgestellt. Das Ergebnis: In den kommenden Jahren sei bereits mit einer Erholung zu rechnen, die in China und den USA 2022 einsetzen werde. Für Europa werde erwartet, dass sich die Nachfrage nach Langstreckenreisen bis 2025/2026 stabilisiert. Gestützt auf die Markttrends und die Ergebnisse ihrer Umfragen entwickelten die Roland-Berger-Experten eine Marktprognose, die von einer »neuen Normalität« mit Aufhebung aller pandemiebedingten Restriktionen im Jahr 2024 ausgeht.

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, nach Indien zu reisen, sollte sich das zweimal überlegen. Denn: Indiens Regierung hat die Regeln für Einreisende verschärft. Neben einem negativen PCR-Test, der vor Einreise gemacht werden muss, muss nun ein weiterer PCR-Test bei Ankunft in Indien im Flughafen gemacht werden. Bis das Ergebnis vorliegt, darf man den Airport nicht verlassen – innerindischer Anschlussflug hin oder her. Anschließend geht es in eine siebentägige Quarantäne, die erst am achten Tag nach Einreise durch einen weiteren PCR-Test beendet werden kann …

2. Dezember: USA- und Frankreich-Einreiseregeln werden verschärft, Schweiz: Sorge um Weihnachtsgeschäft, Japan-Rückzieher wegen Flugbuchungen, Ischgl: Zivilrechtsklagen abgewiesen

Die USA wollen fortan die Regeln für Einreisende verschärfen. Künftig soll der Coronatest, der vor Abreise gemacht werden muss, nur noch 24 Stunden alt sein dürfen (bisher 72 Stunden). Ob die Regeln gar noch schärfer werden, steht noch nicht fest. In der Diskussion stünden auch Quarantäneauflagen für Einreisende. Beschlossen ist das aber noch nicht. Auch in unserem Nachbarland Frankreich werden die Regeln für Einreisende verschärft. Wer als Ungeimpfter rüberwill, muss nun einen PCR-Test vorweisen.

Die neue Coronavariante Omikron sorgt vielerorts in der Welt für Unruhe. So auch im Schweizer Tourismus. Dort berichtet der Verband Hotelleriesuiss von einer »Welle von Stornierungen«. Auch bei Veranstaltern wächst die Sorge, dass die neuerlichen Einreisebeschränkungen das Weihnachtsgeschäft verhageln könnte.

Wegen der Omikron-Variante hatte Japan gestern die Airlines gebeten, bis Dezember keine Flugbuchungen mehr für Reisen in das Land zu erlauben. Dafür gab es mächtig Kritik. Nun ruderte die Regierung wieder zurück.

Im März vergangenen Jahres stand der Tiroler Wintersportort Ischgl im Rampenlicht, als sich dort viele Menschen mit Corona infizierten. Seitdem tobt in Österreich ein Kampf darüber, wer dafür verantwortlich ist, auch vor Gericht. Vor einigen Wochen wurden die Strafrechtsverfahren gegen Verantwortliche bereits eingestellt, nun wurden auch die ersten Zivilrechtsklagen vor dem Landgericht Wien abgewiesen.

1. Dezember: Hongkong schließt Grenze für Reisende aus Deutschland, WHO: Kritik an Einreisebeschränkungen und Empfehlung für Risikogruppen, Fidschi-Inseln öffnen, Corona sorgt für Verdruss bei Kreuzfahrten, Südafrika-Experte zu Tourismus, Reinhold Messner besorgt über Südtirols Reputation

Die neu bekannt gewordene Coronavariante Omikron verursacht weitere Reiseeinschränkungen – nun auch in Hongkong. Wer sich in den letzten 21 Tagen in Deutschland aufgehalten hat, darf grundsätzlich ab morgen nicht mehr nach Hongkong einreisen. Weitere Details hat das Auswärtige Amt auf seiner Website. Das teilte die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Reisende aus Deutschland sind längst nicht die Einzigen, die betroffen sind.

Die Weltgesundheitsorganisation hat sich in der Zwischenzeit äußerst kritisch zu den neuerlichen pauschalen Reisebeschränkungen geäußert. Auf der anderen Seite empfiehlt die WHO Menschen mit Vorerkrankungen und Personen über 60, derzeit auf Reisen zu verzichten.

Die Fidschi-Inseln halten unterdessen an ihrer für heute angekündigten Aufhebung des Einreisestopps fest. Regierungschef Frank Bainimarama will am Flughafen persönlich die ersten Reisenden aus dem Ausland empfangen.

Gestern sollte ein Kreuzfahrtschiff von TUI nach 20 Monaten Coronapause in den Hafen von Kapstadt einlaufen. Doch die neue Variante Omikron machte einen Strich durch die Rechnung. Einige Passagiere traten gar die Heimreise an. Auch auf dem Kreuzfahrtschiff »Hamburg« sorgt Corona für Ärger. Dem Schiff wurde das Einlaufen in den Hafen von Puerto Madryn in Argentinien untersagt.

Südafrika steht derzeit international am Pranger. Grund ist die neu aufgetretene Coronavariante. Die neuerlichen Einreisebeschränkungen sind nach den Worten des Südafrika-Experten Joachim Lüdemann schlimmer als hierzulande angenommen.

Bergsteiger-Legende Reinhold Messner hat sich in einem Gespräch mit der dpa besorgt über das Image Südtirols und die Auswirkungen auf den Tourismus geäußert. Grund sind die – im inneritalienischen Vergleich – hohen Corona-Inzidenzahlen der Region.

30. November: Strenge Auflagen für Südafrika-Rückkehrer, Quarantäne-Brecherin kritisiert niederländische Behörden, Ferienwohnungsverband mischt sich in Impfpflicht-Debatte ein, leichter Abwärtstrend bei Winterurlaubsbuchungen, was Jugendliche bei Schulaufenthalten im Ausland nun beachten sollten, Phillipinen und Australien verschieben Grenzöffnung

Wer dieser Tage aus Südafrika heimkehrt, muss sich auf Ungemach gefasst machen: Zunächst müsse direkt nach der Einreise an den Airports in Frankfurt und München ein PCR-Test gemacht werden, anschließend gehe es unabhängig vom Ergebnis in Quarantäne, so ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

Wir haben gestern an dieser Stelle über ein junges Paar aus Spanien und Portugal berichtet, das aus Südafrika zurückkehrte und sich der Anordnung der niederländischen Behörden widersetzen wollte, in Quarantäne zu gehen. Nun erhob die Portugiesin schwere Vorwürfe gegen die niederländischen Behörden. Sie seien »wie Hunde behandelt worden«, sagte sie. 

Der Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern hat sich ür die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen. Auch in den eigenen Reihen will Verbandsvorsitzender Daniel Rousta gegen Mitglieder vorgehen, die nicht geimpft seien.

In Deutschland werden derzeit etwas weniger Winterurlaubsreisen gebucht. »In den ersten beiden Novemberwochen ist bei den Neubuchungen bereits ein leichter Abwärtstrend erkennbar«, teilte das Analyse-Unternehmen TDA heute morgen mit. Angesichts der hohen Coronazahlen rechnet TDA damit, dass der Reisebranche womöglich erneut schwierige Wintermonate bevorstünden.

Viele Jugendliche wollen derzeit wieder raus in die Welt. Das Interesse an Schulaufenthalten im englischsprachigen Ausland ist groß, die Plätze mancherorts begrenzt. Darauf weisen die Carl Duisberg Centren aktuell hin. In den USA, Kanada, Irland und Großbritannien sei der Alltag dem vor der Pandemie inzwischen recht ähnlich. Allerdings stünden der großen Nachfrage in Deutschland weniger Gastfamilien und Programmbetreuer im Ausland gegenüber. Viele Familien und vor allem Schulen seien bei der Aufnahme von internationalen Schülern vorsichtiger geworden oder die eigene finanzielle Situation habe durch die Pandemie verschlechtert – die Plätze seien rar. Wer entschlossen sei zu reisen, sollte sich deshalb bis Jahresende für die Ausreise 2022 bewerben, empfehlen die Carl Duisberg Centren.

Weiter in der Warteschleife: Wer demnächst auf die Philippinen reisen möchte, muss sich weiter in Geduld üben. Die für den 1. Dezember angekündigte Öffnung der Grenze für Touristen aus dem Ausland wird verschoben. Auch Australien, das für ausländische Studenten seine Grenze wieder öffnen wollte, hat den Termin verschoben.

29. November: Wut in Amsterdam-Schiphol, Paar flüchtet aus Quarantäne-Hotel und will türmen, Israel, Marokko und Japan machen Grenzen dicht, Großbritannien nur noch mit PCR-Test, Katerstimmung in Südafrika, 3G-Kontrollen bei der Bahn

Wie wir bereits an dieser Stelle am Samstag berichtet haben, hat die in Südafrika entdeckte Coronavariante namens Omikron in vielen Ländern der Welt Besorgnis ausgelöst. So auch in den Niederlanden, wo am Freitagabend zwei Maschinen aus Südafrika landeten. Die insgesamt 600 Passagiere wurden nach der Landung isoliert und in einen großen Raum gebracht, wo sie getestet werden sollten. Allerdings gab es erhebliche Probleme bei der Organisation des Procederes, was zu verstörenden Szenen und großer Wut unter den Passagieren führte.

Die Personen, die positiv getestet wurden, mussten anschließend in Quarantäne. Einige mussten dazu in ein speziell zur Verfügung gestelltes Hotel einziehen. Doch ein Pärchen aus Spanien und Portugal fand das nicht so toll und versuchte, nach Spanien zu fliegen. Den Behörden fiel der Fluchtversuch auf. Sie stoppten den Versuch – erst im Flieger. 

Israel hat wieder seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Grund ist die in Südafrika entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus. Die neue Regel ist bereits gestern Abend in Kraft getreten. Auch Japan schloss sich diesem Schritt an. Marokko geht noch einen Schritt weiter und lässt gar keine Flieger aus dem Ausland mehr landen.

Großbritannien dagegen lässt ab sofort nur noch Reisende ins Land, die bis zum Ende des zweiten Tages nach ihrer Einreise einen PCR-Test gemacht haben. Bis dahin müssen sie sich in Quarantäne begeben – unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht.

Kommen wir auf das Land zu sprechen, das derzeit im Fokus der weltweiten Corona-Diskussion steht: Südafrika. Dort wurde die Variante Omikron entdeckt. Viele Länder haben mittlerweile Einreisen aus dem Land untersagt oder mit Quarantäne-Auflagen belegt. Für den Tourismus in Südafrika ist das kurz vor Beginn der Hauptsaison eine Katastrophe. Entsprechend ist die Stimmung.

Bei der Bahn gab es seit Einführung der 3G-Regel am vergangenen Mittwoch rund 80.000 Kontrollen. Dabei wurden lediglich 40 Personen des Zuges verwiesen, weil sie keinen entsprechenden Nachweis mit sich führten. Das berichtet die Bild am Sonntag. 

27. November: Besorgnis über neue Coronavariante, RKI: neue Virusvariantengebiete, Philippinen-Öffnung am 1. Dezember, Skifahren in Corona-Zeiten

Die in Südafrika entdeckte Coronavariante B.1.1.529 hat massive Folgen für alle, die derzeit im südlichen Afrika ihren Urlaub verbringen. Zahlreiche Länder, unter anderem die USA und die der EU, haben Einreisebeschränkungen für Reisende aus der Region erlassen. Im Fokus stehen Einreisende aus Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Swasiland, Südafrika und Simbabwe. Das Vorgehen ist dabei unterschiedlich. Einige Länder haben Flugverbote erlassen, andere wollen nur noch ihre eigenen Staatsbürger einreisen lassen.

Im Zuge dessen haben das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung die Länder des südlichen Afrikas als neue Virusvariantengebiete ausgewiesen. Dies betrifft die Länder Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. Neue Hochrisikogebiete gibt es keine. Dafür wurden unter anderem São Tomé und Príncipe und Singapur von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen.

Die Philippinen wollen bereits Mitte kommender Woche (1. Dezember) wieder Touristen aus dem Ausland einreisen lassen. Das kündigte Karlo Nograles, Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte, gestern gegenüber Medienvertretern an. Einreisende aus 157 Ländern profitieren davon. Die Touristen müssen gegen Corona geimpft sein und sich vor Abflug auf Corona testen lassen.

Wer bald in den Skiurlaub fahren will, muss sich mit Blick auf die Reisevorbereitung auf Ungemach gefasst machen. Grund sind die vielen Corona-Maßnahmen, die die Länder in den Alpen erlassen haben. Kaum einer blickt noch durch. Während Bayern auf den Skipisten auf 2G-plus und Österreich auf 2G setzen, verzichtet die Schweiz auf G-Regeln, jedenfalls auf den Skipisten. Wir haben zusammengetragen, was derzeit in den Skigebieten der Alpenländer gilt.

26. November: EU-Kommission: Impfung soll nur noch neun Monate gültig sein, Südafrika-Flugverkehr stark eingeschränkt, Portugal-Einreise: Test wieder Pflicht, Düsseldorfer Weihnachtsmarkt: Reisebus-Schwund, Karnevalszoff im Rheinland, Skilifte in Winterberg öffnen

Wer im nächsten Jahr als Geimpfte:r eine Reise unternehmen will, sollte sich bei Zeiten darüber informieren, ob das Impfzertifikat noch gültig ist. Denn möglicherweise wird die EU empfehlen, dass das Zertifikat seine Gültigkeit verliert, wenn die letzte Impfung mehr als neuen Monate zurückliegt.

In Südafrika ist eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht. Sie trägt den Namen B.1.1.529. Einige Experten sind höchst beunruhigt, weil die Variante erheblich ansteckender und die bisher verabreichten Impfstoffe möglicherweise nicht mehr so wirksam dagegen sein sollen. Großbritannien hat nun die Konsequenzen gezogen und sämtliche Flugverbindungen aus dem südlichen Afrika gekappt. Sechs Länder sind betroffen. Auch Deutschland handelte mittlerweile: Die Airlines dürfen ab morgen nur noch deutsche Staatsbürger einfliegen.

Wegen der gestiegenen Zahl der Coronainfizierten hat Portugal seine Einreisebestimmungen verschärft. Ab 1. Dezember müssen alle, die mit dem Flieger einreisen, ein negatives Corona-Test-Ergebnis vorlegen, also auch Geimpfte und Genesene.

Wenn im Rheinland im Advent die Weihnachtsmärkte geöffnet haben, sieht man in den Innenstädten Kölns und Düsseldorfs viele Reisebusse von Nah und Fern. Viele Touristen aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien reisen extra für die Weihnachtsmärkte an. Und in diesem Jahr? Die Rheinische Post hat in Düsseldorf nachgefragt und fand heraus: Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 haben sich bisher deutlich weniger Reisebusse angemeldet.

Es sind nur noch weniger als drei Monate, dann steht auch schon der Karneval 2022 vor der Tür. Aber kann der dann so gefeiert werden, wie erhofft oder – je nach Perspektive – wie befürchtet? In Düsseldorf meint man: nein! Dort wurde der Rosenmontagszug auf den Mai verschoben. Die Rosenmontagszugabsage kam 40 Kilometer weiter südlich in Köln gar nicht gut an. Auch in Aachen und Bonn ist man Medienberichten zufolge not amused. Dort will man am Zug festhalten. Mittlerweile hat die Karnevalsposse auch die NRW-Staatskanzlei erreicht.

In der Region Winterberg und Hallenberg im Sauerland startet am Wochenende die Winter-Ski-Saison. Bereits morgen werden am Poppenberg mit dem 8er-Sessel sowie im Skigebiet Rauher Busch mit dem 4er-Sessel die ersten Skilifte den Betrieb aufnehmen. In den vergangenen Tagen liefen dafür die Schneeerzeuger, zudem wird in der Nacht zum Samstag mit weiteren Schneefällen gerechnet. Es gilt die 2G-Regel. Das heißt, nur vollständig Geimpfte und Genese haben die Möglichkeit, sich am Wochenende die Skier unterzuschnallen und in den Lift zu setzen.

25. November: DER Touristik optimistisch für 2022, IHK: Trend zu individuellen Reisen bleibt, Ischgl: Strafverfahren eingestellt, Radio-Tipp: Tourismus in der Eifel nach Corona

Die veränderte Corona-Lage in Deutschland und der Lockdown in Österreich beeinflusst derzeit die Buchungseingänge beim Touristikkonzern DER. »Unsere Reservierungssysteme wirken einmal mehr wie ein Seismograf«, sagte Ingo Burmester, Zentraleuropachef des Unternehmens. Mit der veränderten Corona-Lage und den neuen Maßnahmen hätten sich die Buchungseingänge seit einigen Tagen etwas abgeschwächt. Die Menschen warteten aktuell noch ab, so Burmester. Mit nachhaltig negativen Effekten rechnet Burmester jedoch nicht, da die vergangenen Monate gezeigt haben, dass sich positive Entwicklungen, wie die Öffnung von Reiseländern, unmittelbar und förderlich auf die Nachfrage auswirken. »Die Phase der Zurückhaltung wird nur kurz sein. Die Menschen sehnen sich gerade nach der langen Zeit mit vielen Einschränkungen nun umso mehr nach Reisen und Urlaub, und sie werden ihn dort verbringen, wo es möglich und sicher ist.«

Welchen Einfluss die Corona-Pandemie in Zukunft auch unsere Reisen haben wird, darüber haben sich bereits viele Zeitgenossen den Kopf zerbrochen. Die einen glauben, wenn die Pandemie vorbei ist, wird wieder alles so wie früher sein. Andere meinen, die Pandemie werde die Art unseres Reisen nachhaltig verändern. So auch die Industrie- und Handelskammer (IHK). Sie geht davon aus, dass es auch in Zukunft eine hohe Nachfrage nach Individualurlauben geben werde. 

Der Corona-Ausbruch im Tiroler Wintersportort Ischgl im Spätwinter 2020 wird keine strafrechtlichen Folgen für die Entscheidungsträger vor Ort haben. Das teilte gestern die Staatsanwaltschaft Innsbruck fest. Scharfe Kritik an der Entscheidung übte der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV).

Die Eifel hat sich seit Beginn der Pandemie zu einer beliebten Urlaubsregion entwickelt. Die, die in der Region vom Tourismus leben, freut das natürlich. Andere dagegen sind von den vielen Touristen genervt. Wie könnte der Eifel-Tourismus aussehen, der allen in Zukunft gerecht wird? Darüber diskutiert WDR 5 heute Abend um 20 Uhr vor Ort live mit Betroffenen.

24. November: EU will keine neuerlichen Reisebeschränkungen, Neuseelands bleibt bis Spätfrühling dicht, Ischgl öffnet Skipisten, Seilbahn-Branche »entsetzt« über 2Gplus-Regel, Bahn will 3G in Stichproben kontrollieren, Gerichtsurteil zu Storno einer Yacht in Corona-Zeiten

Vielerorts wächst die Angst, dass es schon bald wieder in der EU zu Reisebeschränkungen kommen könnte. Das aber soll nach dem Willen der EU verhindert werden. Sie will ein einheitliches Vorgehen gewährleisten. Dabei geht es unter anderem um die Klärung der Frage, ob und ab wann Reisende eine Auffrischungsimpfung gemacht haben müssen.

Wer in den nächsten Wochen oder Monaten gern nach Neuseeland reisen würde, muss sich weiter in Geduld üben: Vor Mai 2022 dürfte das nichts werden. Das sagte Neuseelands Minister Chris Hipkins. Schon jetzt ist klar: Nur wer gegen Corona geimpft ist, wird einreisen dürfen.

Lockdown hin oder her: Im Tiroler Wintersportort Ischgl sollen am 3. Dezember die Ski- und Snowboardpisten geöffnet werden. Für Touristen dürfte ab dann allerdings die Anreise noch nicht unbedingt lohnen, denn Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben bleiben wegen des Lockdowns noch mindestens bis zum 12. Dezember geschlossen. Auch in Kitzbühel will man bald die Pisten öffnen.

Matthias Stauch, der Präsident des Verband Deutscher Seilbahnen, hat sich entsetzt über den Beschluss der bayrischen Regierung geäußert, die 2Gplus-Regel in den Skigebieten anzuordnen: »Das ist der Todesstoß für uns«. Aus Sicht des Verbandes seien die Maßnahmen »absolut unverhältnismäßig«. Der Verband fordert von der Politik, Skibetrieb unter 2G-Bedingungen zu ermöglichen, »denn sonst fahren Wintersportler stattdessen nach Österreich zum Skifahren«.

Wer mit der Bahn fährt, muss nun entweder genesen, gestestet oder geimpft sein. Aber wie wird das kontrolliert? Jetzt teilte die Deutsche Bahn: Nicht die Fahrkartenkontrolleure, sondern ein Sicherheitsdienst wird das machen, und zwar stichprobenartig. Doch die Sache hat einen gewaltigen Haken.

Die Corona-Pandemie beschäftigt immer wieder die Gerichte in Reiserechtsfragen. So nun auch das Landgericht München. Dort ging es um eine Klage eines Mannes, der im Februar 2020 seinen für den August des Jahres geplanten Urlaub auf einer Yacht stornierte. Es ging dabei um mehr als 16.000 Euro Kosten. Das Gericht lehnte die Klage des Mannes ab.

23. November: Weihnachtsmärkte: Was nun wo gilt, TUI optimistisch für 2022, Ausgangssperre auf Guadeloupe, Kenia will Impfpflicht für Einreisende aus Europa, USA warnen vor Reisen nach Deutschland, Working Holiday in Australien in Kürze wieder möglich

Vielerorts haben nun wieder die Weihnachtsmärkte in Deutschland geöffnet. Aber längst nicht überall: In Bayern und Sachsen wurden sie wegen der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen vergangene Woche abgesagt, in Brandenburg und in Stuttgart gestern. Anderenorts will man es versuchen. Fast überall gilt mittlerweile 2G, mancherorts sogar eine Maskenpflicht.

Der Reisekonzern TUI ist optimistisch, dass 2022 das Reisegeschäft wieder richtig gut laufen wird. Hubert Kluske, Vertriebschef für Deutschland, geht gar davon aus, dass man im kommenden Jahr wieder das Niveau von 2019 erreichen werde. Trotz des Lockdowns in Österreich habe man auch die Wintersaison noch nicht abgeschrieben.

Auf der Karibikinsel Guadeloupe brodelt es: Wochenlang gab es heftige Ausschreitungen und Plünderungen. Grund sind die Corona-Maßnahmen, die die französische Regierung verhängt hat, sie gelten auch im Überseegebiet Guadeloupe. Mittlerweile hat Paris Einsatzkräfte auf die Insel geschickt, zudem wurde eine Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 5 Uhr verhängt.

Wer bald von Europa aus nach Kenia in den Urlaub fliegen will, muss gegen Corona geimpft sein. Die neue Regelung soll nach dem Willen der Regierung kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, in Kraft treten. Damit wäre Kenia das erste Land Afrikas, das nur noch Geimpften die Einreise erlauben würde.

Wir berichten an dieser Stelle häufig – meist jeden Samstag – darüber, welche Länder das Robert-Koch-Institut als Hochrisikogebiet neu aufweist oder welche es herabstuft. Dass aber auch Deutschland ins Visier anderer Länder gerät, darüber wird eher selten berichtet. Genau das aber ist gestern passiert: Die USA warnen ihre Bürger davor, nach Deutschland zu reisen. »Reisen Sie angesichts von Covid-19 nicht nach Deutschland«, heißt es in einem veröffentlichten Reisehinweis des Ministeriums.

Ab dem 1. Dezember 2021 können vollständig geimpfte Working Holiday Maker aus der ganzen Welt wieder in Australien arbeiten und zu diesem Zweck einreisen. Die neue Regelung gilt für berechtigte Visuminhaber, einschließlich Working Holiday Maker Visa (subclass 417) und Work and Holiday Visa (subclass 462). Tourism Australia Regional General Manager Continental Europe Eva Seller sagte, man hoffe, dass junge Menschen die neuen quarantänefreien Reisemöglichkeiten nutzen würden, um Australien zu erkunden, hier zu arbeiten und gleichzeitig Lebenskompetenzen für ihre Zukunft zu sammeln.

22. November: 3G-Kontrolle bei der Bahn, Bareiß rechnet mit Impfpflicht, verhaltener Start in Wintersaison an der Zugspitze, Übernachten in Deutschland: was nun wo gilt

Die neue 3G-Regel für Nutzer von Bus und Bahn sorgt weiter für Diskussion – und stellt vor allem die Verkehrsunternehmen vor organisatorische Probleme. Die Bahn etwa hat bisher noch nicht mitgeteilt, wie sie die 3G-Regel umsetzen will. Das aber will sie Anfang dieser Woche tun. Das wird auch Zeit, denn nach dem Willen der Politik soll die 3-Regel bei Bus und Bahn bereits am Mittwoch in Kraft treten.

Thomas Bareiß, der noch Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, hat sich in die Diskussion über die Einführung einer Impfpflicht eingeschaltet. Sein Standpunkt: Die Impfpflicht werde sich früher oder später nicht vermeiden lassen. 

Am Wochenende haben die Pisten an der Zugspitze wieder geöffnet. Es war der Auftakt in die Winter-Ski-Saison 2021/22. Dabei waren deutlich weniger Skifahrer unterwegs als sonst zum Saisonauftakt. Eine Vermutung: die fehlenden Touristen.

Wer derzeit ungeimpft ist und bald ein paar Tage Urlaub in Deutschland machen will, sollte sich vorab tunlichst informieren, ob er oder sie überhaupt noch aufbrechen soll. Denn: Immer mehr Bundesländer haben auch für Beherbergungsbetriebe die 2G-Regel eingeführt. In Sachsen und in ein paar Kreisen in Bayern sind Hotels sogar für Touristen derzeit komplett geschlossen.

20. November: Hochrisikogebiet-Update des RKI, Bangen in Österreichs Skiorten, Israel rät von Reisen nach Deutschland ab

In seinem wöchentlichen Update der Hochrisikogebiete hat das Robert-Koch-Institut gestern Belgien, die Niederlande, Irland und Griechenland herabgestuft. Sie gelten fortan als Hochrisikogebiete. Costa Rica und ein paar lateinamerikanische Länder wurde dagegen von der Liste gestrichen.

Nun ist es offiziell: Österreich geht ab Montag wieder in den Lockdown. Wir haben gestern morgen darüber berichtet. Wegen der nun erfolgenden Zwangsschließung der Hotels für Touristen verschiebt sich der Saisonstart in den Winterskigebieten Österreichs. Denn: Touristische Reisen nach Österreich sind während des Lockdowns nicht möglich. Die Regierung peilt an, den Lockdown spätestens am 12. Dezember wieder zu beenden. In den Skigebieten macht sich Zweckoptimismus breit, der Lockdown soll wenigstens die zweite Saisonhälfte retten.

Wegen der gestiegenen Corona-Inzidenzzahlen wird Israelis geraten, nicht mehr nach Deutschland zu reisen. Das gab das israelische Gesundheitsministerium bekannt. Deutschland wurde von der Liste der »gelben« Länder auf die der »orangenen« Länder gestuft.

19. November: Medien: Komplett-Lockdown in Österreich kommt, was die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz für Reisende in Deutschland bedeuten, Ski-Comeback an der Zugspitze, 2G-Regel in Tschechien, Katerstimmung im Bahnhofsbuchhandel

In Österreich wird derzeit über einen kompletten Lockdown diskutiert, also auch für Geimpfte. Davon betroffen sollen sämtliche Freizeiteinrichtungen sein, also vermutlich auch Hotels und Gastronomie. Derzeit beraten die Bundesregierung und die Landeshauptleute (vgl. mit Ministerpräsidenten in Deutschland, die Red.) am Tiroler Achensee über schärfere Maßnahmen, wie sie bereits in Oberösterreich und Salzburg gelten. Mehrere Medien, u.a. die Presse, Kronen Zeitung, Kleine Zeitung und das Portal Österreich, meldeten heute morgen, dass der komplette Lockdown bereits beschlossen sei und am Mittag verkündet werden soll.

Gestern tagte wieder einmal die Ministerpräsidentenkonferenz unter der noch amtierenden Bundeskanzlerin Merkel. Zentraler Beschluss ist die Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich, auch Hotels sind davon betroffen. Das heißt, Ungeimpfte dürfen dann nicht mehr in Hotels übernachten. Die Regel soll dann angewandt werden, wenn die sogenannte Hospitalisierungsrate den Wert 3 übersteigt. Einige Bundesländer wie etwa Baden-Württemberg, Bayern und Berlin haben sie jetzt schon eingeführt, NRW will bald folgen.

Rund anderthalb Jahre lang war wegen Corona tote Hose auf den Skipisten an der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg. Nun geht es wieder los: Heute startet die Skisaison 2021/22 an der Zugspitze. Wer auf die Pisten will, muss aber wegen der in Bayern geltenden 2G-Regel geimpft oder genesen sein.

Und noch einmal 2G: Auch in unserem Nachbarland Tschechien gilt ab kommenden Montag die 2G-Regel, auch für die Gastronomie und Hotels. Das teilte Ministerpräsident Andrej Babis gestern mit.

Über einen großen Verlierer der Corona-Krise wurde in den letzten anderthalb Jahren wenig berichtet: die Bahnhofsbuchhändler. Aber auch sie sind stark betroffen, besonders die in den großen ICE-Pendlerbahnhöfen. In Hauptbahnhöfen der Großstädte lägen die Umsätze in den Verkaufsstellen des Bahnhofsbuchhandels aktuell bei 35 Prozent unter dem Referenzjahr 2019, an Flughäfen betrage der Rückgang teilweise mehr als 50 Prozent, teilte der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler mit.

18. November: Landgerichtsurteil zu Reiserücktritt, Sri-Lanka-Öffnung: so funktioniert die Einreise, Stornierungswelle in Hotel und Gastronomie, ADAC bemängelt Hygiene bei der Bahn in Corona-Zeiten

Die Sorge vieler Urlauber vor einer Reise in Corona-Zeiten beschäftigt immer wieder die Gerichte. So auch das Landgericht in Oldenburg. Dort ging es um ein Paar, das im Frühjahr 2020 eine Busreise nach Südtirol nicht mehr antreten wollte – obwohl das Robert-Koch-Institut noch keine Reisewarnung aussprach. Wie das Gericht urteilte, erfahrt ihr hier. 

Sri Lanka im Indischen Ozean ist wieder für internationale Touristen geöffnet. Und so sehen derzeit die Einreisedetails aus: Reisende, die spätestens 14 Tage vor der Ankunft ihre zweite Impfdosis erhalten haben und innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen, gelten als vollständig geimpft. Diese Reisenden können die Insel ohne Quarantänezeit erkunden und sind von der obligatorischen COVID-19-Versicherung vor Ort befreit. Vollständig geimpfte Reisende, die von nicht oder nicht vollständig geimpften Kindern zwischen 12 und 18 Jahren begleitet werden, müssen bei der Ankunft am Flughafen einen PCR-Test machen. Kinder unter 12 Jahren benötigen keinen PCR-Test. Reisende, die noch nicht geimpft oder nur teilweise geimpft sind, können ebenfalls in das Land einreisen, müssen allerdings dem auf helloagain veröffentlichten Verfahren folgen.

Vielerorts in Deutschland gilt nun im Freizeitbereich die 2G-Regel. Das heißt, nur wer genesen oder gegen Corona geimpft ist, darf noch rein. Das gilt auch für die Gastronomie. Dort ist man allerdings wenig begeistert. Hotelier Haakon Herbst, Präsidiumsmitglied im Deutschen Hotel und Gaststättenverband (Dehoga) in NRW, sagte, die »Stornos hageln im Moment nur so rein«. Auch im Skiort Garmisch-Partenkirchen in Bayern beklagen Wirte und Hotelmanager Stornierungen.

Ein sauberes, gepflegtes Umfeld ist für viele Reisende auf dem Weg und im Urlaub wichtig. Erst recht in Corona-Zeiten. Wie sieht es aus bei der Bahn? Um zu überprüfen, wie gut die Qualität von Bahnreisen auf Fernstrecken ist, hat der ADAC im vergangenen Sommer seine Tester 30-mal durch Deutschland fahren lassen. Ein Aspekt war die Hygiene. Dort sieht der ADAC deutlichen Verbesserungsbedarf: In zwölf Zügen (43 Prozent) gab es eine auffällige Keimbelastung, neun Proben waren sogar potenziell gesundheitsgefährdend. Zwar waren die Toiletten optisch sauber, Türklinken und Toilettenbrillen aber dennoch keimbelastet. »Hier muss die Bahn nach Ansicht des Clubs dringend nachbessern. Gründlichere Reinigungen der Toiletten, aber auch das zuverlässige Bereitstellen von Hygienebeuteln und in Pandemiezeiten vor allem von Desinfektionsmitteln sollten Bahnfahrende erwarten dürfen«, heißt es weiter.

17. November: Ampelparteien erwägen 3G-Regel auch auf Inlandsflügen, Österreich-Einreise für Ungeimpfte nur noch mit PCR-Test, Rückholaktionskosten landen vor Gericht

In den letzten Tagen berichteten wir bereits über die Pläne der Ampelparteien, in Bus und Bahn die 3G-Regel einzuführen. Aber nicht nur dort: Wie gestern bekannt wurde, soll die Regel auch für Inlandsflüge gelten.

Österreich verschärft weiter die Anti-Corona-Maßnahmen: Gestern Abend beschloss die Regierung, dass bereits ab kommenden Montag Einreisende, die bisher nicht gegen Corona geimpft sind, ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen müssen. Ein Antigentest reicht dann nicht mehr aus.

Im Frühling 2020 holte die Bundesregierung mit gecharterten Flugzeuge zahlreiche Urlauber zurück, die wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie in ihren Reiseländern unfreiwillig festsaßen. Das verursachte eine Menge Kosten, weshalb die Regierung den Betroffenen eine Rechnung für die Rückholaktion schickte. Die meisten Urlauber haben mittlerweile bezahlt. Aber nicht alle. Einige haben Klage gegen die Kostenbeteiligung erhoben.

16. November: 2G-Regel in Berlin und Brandenburg, erneute Debatte über 3G bei Bahn, was Österreich-Urlauber nun wissen sollten, Ethikrat-Mitglied fordert Reisebeschränkungen für Ungeimpfte

Wer als Ungeimpfter eine Städtereise nach Berlin unternehmen will, sollte sich das derzeit zweimal überlegen. Denn ab heute gilt in Berlin und im umliegenden Brandenburg eine recht strikte 2G-Regel. Zwar sind Beherbergungsbetriebe wie Hotels davon ausgenommen, aber im Alltag wird Ungeimpften der Zugang zu vielen Freizeitattraktionen wie etwa Stadtrundfahrten, Restaurants, Theater oder Museen versagt.

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut haben Österreich am Wochenende zum Hochrisikogebiet erklärt, wir haben darüber berichtet. Aber was bedeutet das nun konkret für alle, die dort bald ihren Urlaub verbringen möchten? Dürfen sie stornieren? Gibt es Unterschiede bei Individual- und Pauschalreisetouristen? Die Antworten fallen nicht so eindeutig aus, wie noch zu Beginn der Pandemie …

Kommt sie nun doch, die 3G-Regel für alle, die mit der Bahn fahren wollen? Vor ein paar Monaten diskutierte die Bundesregierung bereits darüber, verwarf die Idee allerdings wieder. Nun will die künftige Ampelkoalition die 3G-Regelung für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr einführen. Das heißt, nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf die Bahn nutzen. Der noch amtierende Verkehrsminister Andreas Scheuer lehnt das Vorhaben weiter ab, auch andere Experten äußern sich kritisch.

Wolfram Henn, Mitglied im Deutschen Ethikrat, erregte gestern mit einer drastischen Forderung Aufsehen: Er forderte, Reisebeschränkungen für Ungeimpfte innerhalb der EU. Dies könne an Flughäfen kontrolliert werden.

15. November: Optimismus in Deutschlands Skigebieten, A380-Comeback bei Airlines

Trotz der Debatten über immer schärfere Anti-Corona-Maßnahmen herrscht in den Skigebieten hierzulande Zuversicht, dass die Wintersaison 2021/22 stattfinden kann. Am kommenden Freitag (19. November) startet etwa an der Zugspitze die Saison. Dort sieht man sich mit Abstands- und Hygienemaßnahmen sowie der Einhaltung der 2G-Regeln gut gerüstet. Auch anderenorts setzt man darauf, dass in dieser Wintersaison alles besser wird als im vergangenen Jahr.

Totgesagte leben länger: Zu Beginn der Corona-Pandemie schien das Aus für den Mega-Jumbo A380 endgültig besiegelt zu sein. Denn welche Fluggesellschaft benötigte seinerzeit noch einen Flieger mit so vielen Sitzen? Doch nun erlebt der A380 ein Comeback. Immer mehr Airlines setzen den Flieger wieder ein.

13. November: RKI-Hochrisikogebiets-Update, Frankreich verschärft Einreiseregeln, Impfzertifikatsprobleme bei Booster-Impfungen

Gestern haben wir an dieser Stelle bereits darüber berichtet: Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben Österreich – bis auf ganz wenige Ausnahmen – zum Hochrisikogebiet erklärt. Auch Ungarn, die Tschechische Republik und Laos sind betroffen. Gestrichen von der Liste wurden dagegen die USA.

Wer nicht gegen Corona geimpft ist, muss ab sofort bei der Einreise nach Frankreich ein negatives PCR- oder Antigentest-Ergebnis vorlegen, das – und das ist die Neuerung – nicht älter als 24 Stunden alt ist. Bisher war es es möglich, mit einem bis zu 72 Stunden alten Testergebnis einzureisen.

Wer eine sogenannte Booster-Impfung vornehmen lässt, sollte diese eigentlich korrekt in der CovPass-App angezeigt bekommen. Dies scheint aber nicht bei allen der Fall zu sein, berichtet der Spiegel. Stattdessen wird das Zertifikat für die Auffrischungsimpfung als ungültig angezeigt – mit entsprechenden Problemen bei der Einreise in andere Länder. Die gute Nachricht: Das Problem lässt sich relativ leicht beheben.

12. November: Österreich wieder Hochriskikogebiet, Thailand: Weiter Warten auf Touristen, Frust bei Uganda-Einreise, Mietwagen-Verleiher Sixt im Aufwind

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung werden Österreich wieder zum Hochrisikogebiet erklären. Das berichtet die Tagesschau. Grund sei die hohe Corona-Inzidenzzahl. Sie beträgt derzeit 760. Konsequenzen müssen vor allem Ungeimpfte fürchten: Sie müssen nach ihrer Rückkehr in Quarantäne. Für den Tourismus in Österreich ist die neuerliche Hochstufung kurz vor Beginn der Wintersaison eine denkbar schlechte Nachricht. Viele Tourismusbetriebe, allen voran die Hotels, befürchten eine Wiederholung der schlechten Wintersaison des vergangenen Jahres.

Seit dem 1. November ist es für Geimpfte aus mehr als 60 Ländern wieder möglich, nach Thailand zu reisen. Doch von einem Ansturm kann keine Rede sein. In der Hauptstadt Bangkok wartet man immer noch auf Touristen, berichtet die ZEIT. Ein Grund für das Ausbleiben seien die hohen bürokratischen Hürden, die Einreisende bewältigen müssen.

Wer derzeit nach Uganda einreisen will, muss sich auf Ungemach gefasst machen. Grund ist die Vorgabe der Regierung, dass bei Einreise am internationalen Flughafen Entebbe ein PCR-Test gemacht werden muss – und zwar unabhängig davon, ob man geimpft ist oder nicht. Doch das scheint nicht so recht zu funktionieren. Passagiere müssten stundenlang im Flughafen in einer Wartehalle auf ihr Ergebnis warten, andere hätten nie ein Ergebnis mitgeteilt bekommen, berichtet die taz.

Beim Mietwagen-Verleiher Sixt laufen die Geschäfte derzeit rosig. Das Unternehmen erzielte nun sogar das beste Quartal der Firmengeschichte. Ein Grund dafür: immer mehr Urlaubs- und Geschäftsreisende sind unterwegs.

11. November: Kreuzfahrt-Ärger über Auswärtiges Amt, DTV fordert einheitliche Corona-Regeln, Berlin-Besucher-Zahlen gestiegen

In der Kreuzfahrtbranche dürfte man derzeit nicht besonders gut auf das Auswärtige Amt zu sprechen sein. Grund: In seinen vorgestern auf der Website aktualisierten Corona-Hinweisen warnt das Außenministerium nun vor der Teilnahme an Kreuzfahrten – insbesondere vor jenen, die Stopps in ausländischen Häfen im Programm hätten.

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen und der Diskussion über Gegenmaßnahmen hat der Deutsche Tourismusverband einen Appell an die Politik gerichtet. Geschäftsführer Norbert Kunz forderte Bund und Länder auf, schnellstmöglich ein einheitliches und nachvollziehbares Regelwerk zum Umgang mit der Pandemie für den Herbst und den Winter zu vereinbaren. »Es darf nicht wieder einen Flickenteppich unterschiedlichster oder widersprüchlicher Regelungen geben. Auf keinen Fall darf es zu einem weiteren Lockdown kommen«, sagte er.

In diesem Sommer ist nun auch der Städtetourismus wieder in Schwung gekommen. Wie aus den aktuellen Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht, zog die Zahl der Besucher in der Hauptstadt im Juli und August wieder deutlich an.

10. November: Veranstalter: Reisewarnung wegen Corona oft kein Rücktrittsgrund mehr, Dänemark führt wieder 3G-Regel ein, Weihnachtsmarkt-Absagen in Sachsen und Thüringen

Wer in den letzten anderthalb Jahren seine gebuchte Pauschalreise wegen einer Corona-Reisewarnung des Auswärtigen Amtes storniert hatte, konnte das häufig ohne Stornierungskosten machen. Die Reiseveranstalter waren recht kulant. Damit aber scheint es nun vorbei zu sein. Die Veranstalter sind mittlerweile strenger geworden, so einfach ist die Sache mittlerweile nicht mehr.

Vor zwei Monaten hob Dänemark alle Maßnahmen gegen Corona auf. Nun geht es wieder einen Schritt zurück: Wer Restaurants, Diskotheken oder Bars besuchen will, muss nachweisen dass er oder sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet ist.

Die Weihnachtsmärkte sollen ja in diesem Jahr wieder stattfinden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, vielerorts sind die Stände bereits aufgebaut. Aber nicht überall ist man noch so optimistisch wie vor einigen Wochen. Grund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. Die ersten Kommunen in Sachsen und Thüringen haben nun die Reißleine gezogen und ihre Märkte abgesagt.

9. November: Weitere Details zur 2G-Regel in Österreich, New York: Warten auf Europäer hat ein Ende, Israel: Gruppenreisende ohne Booster-Impfung, Airport Frankfurt: Passagierverkehr erholt sich deutlich

Seit gestern gilt in Österreichs Gastronomie, Hotelbetrieben, Nachtgastronomie, Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen sowie in Seilbahnen die 2G-Regel (»geimpft, genesen«). Damit sind Corona-Tests jeglicher Art (sowohl PCR- als auch Antigen-Tests) grundsätzlich nicht mehr als Eintrittsnachweise zulässig. Aber: Für den 2G-Nachweis gilt eine Übergangsfrist von vier Wochen. In diesem Zeitraum gilt die Erst-Impfung in Kombination mit einem PCR-Test als Eintrittsnachweis – somit bedarf es in der Übergangsfrist noch keiner Vollimmunisierung. Wer bereits sehr früh gegen Corona geimpft wurde, etwa im Spätwinter dieses Jahres, muss ebenfalls achtgeben, denn: Die Gültigkeit der Impfzertifikate reduziert sich auf neun Monate ab erfolgter Vollimmunisierung (bisher 12 Monate). Danach braucht es eine weitere Dosis (meistens die dritte) für ein gültiges Zertifikat. Es gilt eine Übergangsfrist von drei Wochen. Außerdem ist künftig in Handel, Museen und Büchereien das Tragen einer FFP-2-Maske verpflichtend.

In der Millionenmetropole New York war gestern bei allen, die vom Tourismus leben, die Erleichterung groß: Endlich besuchen wieder Touristen aus Europa und anderen Ländern die Stadt. ARD-Korrespondentin Antje Passenheim hat sich zum Touristenmagnet Times Square begeben und Einwohner der Stadt nach der Wiederkehr der Touristen aus dem Ausland befragt.

Israel hat derzeit recht strenge Corona-Einreiseregeln. Einreisende müssen unter anderem eine Booster-Impfung vorweisen, wenn zum Zeitpunkt der Ausreise mehr als sechs Monate nach der Zweitimpfung vergangen sind. Diese Regel wird nun für Gruppenreisende aufgehoben. Allerdings gelten immer noch recht aufwändige Coronatest-Regeln in der ersten Woche des Israel-Aufenthalts.

Das Fluggastaufkommen am Flughafen Frankfurt lag in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei rund 15,8 Millionen Passagieren. Dies entsprach einem Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 lag der Rückgang bei 70,8 Prozent. Im Verlauf des Jahres habe sich das Passagieraufkommen aber deutlich erholt und habe zwischen Juni und September bei rund 45 Prozent des Vorkrisenniveaus gelegen, teilte der Flughafen Fraport heute Morgen mit.

8. November: USA-Comeback: was Einreisende nun beachten müssen, Ski-Saison in Österreich, Bulgarien und Frankreich unter Corona-Bedingungen, Schwarzwald-Tourismus im Herbst im Aufwind

Heute ist es so weit: Die USA öffnen ihre Grenzen für Touristen. Allerdings ist die Einreise mit zahlreichen Auflagen verbunden. Welche genau das sind, haben wir in unserem Artikel zu dem Thema aktualisiert.

In wenigen Wochen startet in vielen Alpenorten die Winter-Ski-Saison. Mittlerweile haben einige Länder Corona-Regeln aufstellt. Während in Frankreich an Skiliften und bei sonstigen Ansammlungen eine Masken- und Abstandspflicht gelten soll, ist in Bulgariens Skigebieten noch kein Regelwerk erlassen worden. In Österreich, wo seit heute in vielen Freizeiteinrichtungen die 2G-Regel gilt, sieht man der Wintersaison mit gemischten Gefühlen entgegen.

In den Tourismusbetrieben des Schwarzwalds herrscht derzeit Zufriedenheit. Grund – man ahnt es schon – sind die Gästezahlen. Das Geschäft im Herbst deutlich besser als im vergangenen Corona-Jahr – und hat sogar die Erwartungen übertroffen, berichtet der SWR. Für Verwirrung unter den Gästen sorgen allerdings die unterschiedlichen 2- und 3G-Regelungen.

6. November: Österreich führt 2G-Regel ein, RKI-Risikogebiets-Update: gute Nachrichten für Karibikurlauber, Costa Rica will 1G, Hawaii-Einreise mit Fallstricken, Delta Air Lines: 450-Prozent-Nachfrageplus

Harte Zeiten für Ungeimpfte, die in Österreich Urlaub machen wollen: Ab kommenden Montag dürfen in unserem Nachbarland nur noch Geimpfte und Genesene viele Bereiche des öffentlichen Lebens nutzen. Dazu zählen unter anderem Hotels, Bars und Restaurants. Die Wiener Bundesregierung begründet den Schritt damit, dass die Corona-Infektionszahlen so stark gestiegen seien.

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben gestern einige Länder aus der Karibik von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen, darunter Kuba, Jamaika, St. Lucia und Aruba. Aber das sind längst nicht alle. 

Costa Rica scheint das erste Land der Welt zu werden, das nur noch Geimpften die Zutritt zu Hotels, Restaurants, Bars und anderen Örtlichkeiten erlauben will. Ab dem 8. Januar soll die neue Regelung in Kraft treten. Für Touristen bedeutet das de facto, dass sie geimpft sein müssen, um in dem lateinamerikanischen Land Urlaub zu machen. Heftige Kritik an dem Vorgehen übte die Tourismusbranche; sie befürchtet einen Imageschaden des Landes.

Ab Montag sind wieder touristische Reisen in die USA erlaubt. Etwas komplizierter aber gestaltet sich das Einreiseprocedere für alle, die nach Hawaii fliegen wollen. Der Aloha State hat nämlich eigene Einreiseregeln aufgestellt. Sie beeinhaltet eine Quarantänepflicht, die für Europäer recht kompliziert zu umgehen ist. Das soll nun anders werden. Wer ab 8. November als Europäer über das US-Festland (z.B. via San Francisco oder Los Angeles) einreist, muss aber trotzdem noch etwas beachten.

Nach der Ankündigung der Öffnung der US-Grenzen zum 8. November nach 20 Monaten Corona-Zwangspause verzeichnete Delta Air Lines einen massiven Anstieg der Nachfrage. Innerhalb von sechs Wochen nach der Bekanntgabe seien die Buchungszahlen um 450 Prozent im Vergleich zu den sechs Wochen vor der Ankündigung gestiegen, teilte die US-Fluggesellschaft mit. Am 8. November erwarte Delta gar eine Auslastung von rund 100 Prozent der internationalen Flüge und ein anhaltend hohes Passagieraufkommen in den darauffolgenden Wochen.

5. November: Barcelona sortiert sich neu, Luftverkehr in Deutschland nimmt weiter zu, Tourismusverband Sachsen pocht auf 3G

Wie viele andere beliebte Metropolen Europas wurde auch Barcelona schwer von der Corona-Krise getroffen: Die Touristen blieben aus, Betreiber von Hotels, Restaurants, Souvenirläden und Sehenswürdigkeiten klagten über immense Umsatzausfälle. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Vielen Bewohnern Barcelonas war es ganz recht, dass endlich Ruhe einkehrte. Die vielen Touristen in der Stadt waren in der Vor-Corona-Zeit nämlich ein großes Problem. Zwar wünschen sich viele nun wieder die Rückkehr der Touristen, ganz so voll wie vor der Krise soll es aber nicht mehr werden.

Nach dem deutlichen Aufwärtstrend in den Sommermonaten setzt sich das Wachstum des Luftverkehrs in Deutschland im Herbst fort. Nachdem der Verkehr im September mit 199.401 Flügen nahezu auf dem Niveau des Vormonats gelegen hatte, ließen die in den meisten Bundesländern im Oktober liegenden Herbstferien die Nachfrage nach Flugreisen deutlich ansteigen. Insgesamt zählte die DFS Deutsche Flugsicherung im Oktober 208.414 Flüge unter ihrer Kontrolle. Damit wurde schon zwei Drittel des Verkehrsaufkommens von 2019 erreicht.

Beim Landestourismusverband Sachsen ist man derzeit not amused. Grund sind die Pläne der Landesregierung, eine 2G-Regel für Innenbereiche von Gastronomie, Veranstaltungen/Feste sowie Kultur-und Freizeiteinrichtungen anzuwenden. »An die Bevölkerung wird damit ein falsches Signal gesendet. Es wird suggeriert, dass nur Ungeimpfte Infektionsträger sind«, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Der Tourismusverband fordert die Beibehaltung der 3G-Regel mit der Möglichkeit, die 2-G-Regel optional anzuwenden, sowie den Ausbau einer kostenfreien Testinfrastruktur.

4. November: Bali schraubt an der Quarantäne-Zeit, Untersuchung: Thailand-Urlaub günstiger

Auf Bali dürfen mittlerweile wieder Touristen aus 19 Ländern ihren Urlaub verbringen, Deutschland ist allerdings noch nicht dabei. Wie berichtet wird, sind allerdings bisher nur wenige gekommen. Nun ändert die Regierung die Einreiseregeln: Geimpfte müssen nun nicht mehr fünf, sondern »nur« noch drei Tage nach Ankunft in Quarantäne.

Laut einer Analyse des Flugpreisvergleiches flug.idealo.de ziehen die Buchungsanfragen für Flugreisen nach Thailand nach der Aufhebung des Einreisestopps für Geimpfte wie erwartet an. Vor allem Bangkok und Phuket sind über den Jahreswechsel gefragt. Ein Grund dürften auch die günstigen Flugpreise sein. Zum Zeitpunkt der Datenabfrage am 1. November seien Flüge nach Phuket bis zu sechs Prozent günstiger als vor der Pandemie, nach Bangkok sogar bis zu 12 Prozent günstiger, so Idealo.

3. November: Argentinien wieder offen, Curaçao: keine Testpflicht mehr für Geimpfte, Mallorca: Quarantäne nach Yoga-Kurs-Besuch, Lufthansa mit Sommer-Gewinn

Nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause hat Argentinien wieder seine Grenzen für Touristen aus dem Ausland geöffnet. Man sei zurück in der Normalität, sagte Verkehrsminister Alexis Guerrera. Wer nun nach Argentinien möchte, muss gegen Corona geimpft sein und mittels PCR-Test negativ auf Corona getestet sein.

Gute Nachricht für alle, die gegen Corona geimpft sind und demnächst auf der Karibikinsel Curaçao Urlaub machen wollen: Wenn sie länger als zwei Wochen vor Abreise vollständig geimpft wurden und dies mit dem digitalen Corona-Zertifikat nachweisen können, sind sie von einem Corona-Test vor der Abreise und dem Antigen-Test am 3. Tag nach Ankunft in Curaçao befreit.

Auf Mallorca sind rund 30 Personen nach Besuch eines Yoga-Kurses in Quarantäne geschickt worden. Bei den Betroffenen handelt es sich überwiegend um Ausländer, sagte Gesundheitsministerin Patricia Gómez.

Gestern berichteten wir an dieser Stelle über die schwarzen Zahlen bei Ryanair, heute gab auch die Lufthansa bekannt, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen: Die Airline teilte ein überraschend gutes Quartals-Ergebnis mit. Ein Grund: Die Ticketbuchungen lägen mittlerweile bei 80 Prozent des Vorkrisenniveaus.

2. November: RKI: Slowakei nun Hochrisikogebiet, Reiselust der Deutschen steigt wieder, Virologe Kekulé kritisiert 2G-Reise-Regeln , Flughafenverband ADV fordert international einheitliche Einreiseregeln, Ryanair mit Quartalsgewinn, Easyjet bedient wieder Köln-Berlin, Israel-Comeback am 1. November mit erheblichen Auflagen, ASI Reisen führt 2G-Regel bei Kleingruppenreisen ein

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben am Freitag die Slowakei zum Hochrisikogebiet erklärt, Israel wurde dagegen von der Liste gestrichen.

Die Deutschen haben immer mehr Lust, wieder zu verreisen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC Deutschland. Demnach seien 44 Prozent in diesem Jahr bereits verreist, 34 Prozent wollen dies in den kommenden sechs Monaten tun. Die Corona-Pandemie scheint mit Blick aufs Verreisen bei vielen Bundesbürgern zunehmend ihren Schrecken zu verlieren – was aber nicht bedeutet, dass die Angst vor Maßnahmen wie etwa einer Quarantäne verschwunden ist.

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich kritisch zu den 2G-Einreiseregeln einiger Länder geäußert. Vor allem Kinder seien die Leidtragenden einer solchen Regelung, sagte er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Flugreisenden rät er, während der Reise eine FFP-Maske zu tragen.

Ralph Beisel, Chef des Flughafenverbandes ADV, fordert von der Politik weltweit einheitliche Einreiseregeln. Angesichts der bevorstehenden Öffnung der US-Grenzen sagte Beisel: »Der aktuelle Flickenteppich an Einreisebestimmungen sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch darüber hinaus, lahmt die lang ersehnte Erholung. Untermauert werden sollte dies durch die Grundsätze des uneingeschränkten Reisens für Geimpfte und die Akzeptanz von Testprotokollen für diejenigen, die dies nicht sind.«

Durch die vielerorts aufgehobenen Reisebeschränkungen geht es auch für die Fluggesellschaften wieder aufwärts. So auch beim Billigflieger Ryanair. Gestern stellten die Iren ihre neue Quartalszahlen vor, erstmals seit Beginn der Corona-Krise verzeichnet Ryanair wieder einen Gewinn. Dennoch rechnet Firmenchef Michael O’Leary mit einem harten Winter.

Wegen der Corona-Pandemie hatte sich der britische Billigflieger Easyjet fast komplett aus dem innerdeutschen Markt zurückgezogen. Nun kommt die Airline zurück, wenn auch vorerst nur auf einer Strecke: der zwischen Köln und Berlin. Bis zu zweimal täglich wird die Strecke ab Dezember wieder bedient.

Wir haben an dieser Stelle bereits vor einiger Zeit berichtet, nun ist es offiziell: Israel ist seit gestern wieder für den Individualtourismus geöffnet. Mittlerweile sind auch die Einreise-Anforderungen bekannt: So dürfen nur Geimpfte und Genesene einreisen – und selbst wer hierzulande als geimpft gilt, muss achtgeben: Die letzte Impfung darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht länger als 180 Tage her sein. Ist das aber der Fall, ist eine dritte, auch »Booster« genannte Impfung nachzuweisen. Die Einreise darf ausschließlich über den Flughafen Ben Gurion erfolgen. Damit nicht genug: Vor Abreise müssen alle Reisenden einen PCR-Test machen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Nach der Landung am Flughafen Ben Gurion (die Einreise ist nur über diesen Airport erlaubt), wird dann nochmals ein PCR-Test durchgeführt. Bis zum Ergebnis bleiben die Einreisenden »isoliert, höchstens 24 Stunden«.

Immer mehr Reiseveranstalter führen die 2G-Regel bei ihren Gruppenreisen ein. Wir haben vergangene Woche ausführlich darüber berichtet. Nun folgt der nächste: Auch ASI Reisen, Spezialist für Aktiv- und Erlebnisreisen, führt mit Abreisezeitpunkt 1.12.2021 eine 2G-Regelung auf seinen Kleingruppenreisen ein. Reisende müssen zukünftig bei Buchung eine verbindliche Bestätigung über ihren Impf- oder Genesenenstatus zum Reisebeginn abgeben, teilte das Unternehmen mit. »Sowohl die Organisation der Tests für (einzelne) Gäste als auch der daraus resultierende Zeitaufwand, der sich auf den Reiseverlauf niederschlägt, machen den reibungslosen Ablauf dann nicht mehr möglich«, heißt es zur Begründung.

29. Oktober: Costa Rica möchte 1G-Regel einführen, Gastronomen und Hoteliers in Bulgarien protestieren gegen 3G-Regel, Kreuzfahrtschiff bricht nach Corona-Ausbruch Donau-Reise ab

Ab 8. Januar möchte Costa Rica im ganzen Land die 1G-Regel einführen, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Konkret bedeutet das: Restaurants, Hotels und Nationalparks dürfen nur mit Impfnachweis besucht werden. Auch für die Teilnahme an Gruppenaktivitäten muss man ab Januar 2022 dann seinen Impfnachweis vorzeigen. Ab dem 1. Dezember soll eine Übergangsphase starten, in der die Betreiber nicht-essentieller Einrichtungen, wie Hotels und Restaurants, selbst über 2G oder 1G entscheiden dürfen. Das karibische Land ist vom Auswärtigem Amt derzeit als Hochrisikogebiet eingestuft.

In Bulgarien sind Gastronomen und Hoteliers erneut auf die Straße gegangen und haben gegen die 3G-Regel protestiert. Diese war vor und einer Woche verhängt worden. Das Land steckt mitten in der vierten Coronawelle und kämpft gegen zunehmenden Neuinfektionen. Trotzdem demonstrierten Mitarbeiter und Betreiber von Lokalen und Hotels in zahlreichen Städten wie Sofia, Plowdiw oder Warna gegen die Schutzmaßnahmen, die die Regierung zur Eindämmung des Coronavirus verhängt hatten. Bulgarien ist EU-Schlusslicht was Impfungen betrifft. Nur rund 20 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Die Passagiere einer Donau-Kreuzfahrt mussten in Wien alle von Bord, da von 170 Gästen 80 positiv auf Corona getestet wurden. Das Flusskreuzfahrtschiff kam aus Passau und wurde nun unter Quarantäne gestellt. Die Passagiere sind in Bussen auf dem Weg zurück nach Deutschland – natürlich aufgeteilt in Gesunde und positiv getestete.

28. Oktober: Thailand: Appell an Nachbarländer, Reiseveranstalter noch lange nicht aus Krise, Corona-Test-Buchung über Lufthansa-Website

Thailand wird nächste Woche wieder seine Grenzen für Touristen aus dem Ausland öffnen. Wir haben an dieser Stelle bereits darüber berichtet. Andere Länder in der Region zögern danach noch – das finden die Thailänder nicht so gut. In einem Appell fordert Thailands Regierung die Nachbarstaaten nun auf, dem Beispiel zu folgen und bald wieder Touristen ins Land zu lassen.

Die vergangenen anderthalb Jahre sind nicht spurlos an den Reiseveranstaltern vorbeigegangen. Noch immer ächzen sie unter den Verwerfungen, die die Corona-Krise mit sich brachte. Obwohl der Sommer wieder ganz gut für sie lief, beträgt der Umsatzrückgang gegenüber 2019 fast 70 Prozent. Viele Befragte aus der Reisebranche rechnen damit, dass erst 2023 wieder das Niveau von Vor-Corona erreicht werden sein wird.

Das Testen auf eine akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bleibt auch weiterhin eine Voraussetzung für die Einreise in viele Länder der Welt. Eurofins, ein Unternehmen für klinische Diagnostik, und die Lufthansa Group Airlines (Austrian Airlines, Lufthansa und SWISS) bieten Reisenden deshalb ab sofort die Möglichkeit, direkt bei der Buchung eines Fluges über die Lufthansa Group Airlines Webseiten (austrian.com, lufthansa.com und swiss.com) einen Corona Antigen- oder PCR-Test zu buchen. Flugreisende können sich unter anderem in Deutschland oder an Flughäfen in Ibiza, Bilbao, Valencia, Barcelona und Palma de Mallorca testen lassen. Weitere Stationen in Europa würden demnächst folgen, teilte die Lufthansa mit.

27. Oktober: USA-Einreise: Kinder unter 18 ohne Impfung, Frankfurter Flughafen mit vielen Winterziel-Comebacks, Studie zu Urlaub 2022: Knapp die Hälfte der Deutschen noch verunsichert, Kuckucksuhren-Verkaufseinbruch

Ab dem 31. Oktober 2021 gilt am Flughafen Frankfurt (FRA) der neue Winterflugplan. In der Wintersaison bieten 83 Fluggesellschaften Passagierflüge zu weltweit 244 Reisezielen in 92 Ländern an, teilte der Airport heute mit. Insbesondere die Grenzöffnung der USA für geimpfte und zusätzlich getestete ausländische Gäste ab 8. November 2021 sorge für ein stark wachsendes Angebot, heißt es weiter.

Die USA haben unter anderem ihre Einreisebestimmungen für Minderjährige konkretisiert. Demnach müssen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geimpft sein, um in das Land einreisen zu dürfen – und das ist nicht die einzige Ausnahme, die es von der Pflicht zum Nachweis einer Impfung gibt.

Die Corona-Krise scheint einigen Deutschen noch tief in den Knochen zu sitzen. So nimmt sich beinahe die Hälfte der Bundesbürger (48 Prozent) vor, zuerst die Entwicklungen der Corona-Krise abzuwarten, bevor an eine Urlaubsbuchung 2022 gedacht wird, wie eine aktuelle Studie des Versicherungsmanagers Clark zeigt. Obwohl vor der Pandemie viele gern auf Frühbucherangebote eingegangen sind, haben nur 17 Prozent der Befragten der Clark-Studie bereits einen Urlaub für 2022 geplant. Zu groß sei die Sorge, auf die schon gebuchte Reise verzichten zu müssen und dennoch auf den Kosten sitzen zu bleiben, heißt es weiter.

Die Corona-Pandemie hatte viele Verlierer, besonders die Tourismusbranche ächzte unter den Verwerfungen. Dabei traf es auch Branchen, die man auf den ersten Blick nicht auf den Schirm hat im Zusammenhang mit Corona und Tourimus: die Hersteller von Kuckucksuhren etwa. Die Produktion ging um mehr als 50 Prozent zurück. Einer der Hauptgründe: die fehlenden Touristen (im Schwarzwald).

26. Oktober: Wie Reiseveranstalter mit Ungeimpften umgehen, Einreiseregel-Hin-und-Her in Tunesien, Bahn: Zugangebot steigt wieder

Der Winter steht vor der Tür, und manch einer spielt mit dem Gedanken, in den Urlaub zu fliegen. Für Geimpfte und Genesene stehen die Türen vierlerorts mittlerweile wieder weit offen – wer aber noch nicht gegen Corona geimpft ist, für den bleiben manche Länder verschlossen. Daraus haben nun einige Reiseveranstalter Konsequenzen gezogen: Sie lassen Ungeimpfte (bald) nicht mehr mitfahren. Wer als Ungeimpfte an Gruppen-Rundreisen teilnehmen möchte, hat besonders schlechte Karten.

Wieder einen Schritt zurück: Tunesien fordert ab morgen von allen Einreisenden ab 12 Jahren wieder einen PCR-Test bei Einreise. Erst vor weniger als 14 Tagen hatte das Land die Testpflicht für Geimpfte aufgehoben.

Seitdem die Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland deutlich gelockert worden sind, geht es auch bei den Fahrgastzahlen der Bahn wieder deutlich aufwärts. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen: Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember werden wieder mehr Züge durchs Land rollen. Auch Weihnachten will die Bahn gewappnet sein.  

25. Oktober: England: Schnelltest reicht, USA-Reisen: Höhere Preise erwartet, A-380-Comeback in Düsseldorf

England macht die Einreise nun etwas leichter: Wer gegen Corona geimpft ist, muss nun keinen (teuren) PCR-Test nach der Einreise machen. Seit gestern reicht es, wenn man einen Schnelltest macht. Den darf man allerdings nicht irgendwo machen, sondern nur an einem von den Behörden zertifizierten Test-Centern. Die neue Regel gilt zunächst nur für England. Es wird aber erwartet, dass Wales, Nordirland und Schottland bald nachziehen.

Nachdem die USA angekündigt haben, ab dem 8. November wieder Touristen ins Land einreisen zu lassen, rechnen Reiseveranstalter mit höheren Preisen für den nächsten US-Urlaub. Das berichtet das Portal Reise vor 9. Grund sei die stark gestiegene Nachfrage und Angebotsengpässe. Der Tipp: rechtzeitig buchen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie, also seit März 2020, ist am Düsseldorfer Flughafen kein A380 mehr gelandet. Damit ist es seit Samstagabend wieder vorbei: Mit einer Wasserfontäne hieß die Flughafenfeuerwehr den Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates willkommen. Ab sofort wird der A380 die Strecke von und nach Dubai sechsmal pro Woche bedienen. »Die Freude über die Rückkehr des Airbus A380 ist groß. Wir haben den Anblick des Superjumbos auf unserem Vorfeld in den vergangenen Monaten sehr vermisst«, sagte Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens.

23. Oktober: Kroatien wieder Corona-Hochrisikogebiet, Thailand-Öffnung: Reisende aus 46 statt aus 10 Ländern dürfen nun rein, Übernachtungszahlen: Schleswig-Holstein im August wieder auf 2019-Niveau

Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut haben gestern wieder die Liste der Hochrisikogebiete aktualisiert. Wenig erfreulich: mit Kroatien und Bulgarien wurde zwei Länder aus der EU wieder zu Hochrisikogebieten erklärt, unter den Fernreisezielen traf es Singapur.

Thailand macht nun Tempo: Nachdem die Regierung des Landes vor einigen Wochen ankündigte, Reisende aus 10 Ländern ab dem 1. November die Einreise wieder zu ermöglichen, wurde die Zahl der Ländern nun massiv ausgeweitet: Touristen aus insgesamt 46 Ländern dürfen nun rein.

In den Beherbergungsstätten und auf den Campingplätzen Schleswig-Holsteins sind im August dieses Jahres 1,179 Millionen Gäste angekommen. Damit ist das Gästeaufkommen gegenüber dem August des Vorjahres um 3 % gestiegen. Im Vor-Corona-August 2019 kamen mit 1,180 Millionen Übernachtungsgästen nahezu gleich viele Gäste in das nördlichste Bundesland. »Nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie und den vielen Monaten der Schließung ist die aktuelle Entwicklung sehr positiv zu bewerten. Wir freuen uns für unsere Betriebe über das gute Sommer-Geschäft und die vielen Gäste, die nach Schleswig-Holstein gekommen sind, um hier Urlaub zu machen«, sagte Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz.

22. Oktober: Israel-Öffnung am 1. November, Madagaskar ab 6. November

Nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause wird Israel wohl ab dem 1. November wieder Touristen aus dem Ausland empfangen. Wie in mittlerweile vielen Ländern auch, müssen Einreisende gegen Corona geimpft oder von Corona genesen sein. Weitere Details stehen noch aus, die Entscheidung über die Öffnung muss noch final von der Regierung bestätigt werden.

Auch in Madagaskar bereitet man sich auf die Wiederkehr ausländischer Touristen vor. Wie das Schweizer Portal Out Travel berichtet, sollen ab dem 6. November zunächst nur wenige Flieger aus Europa auf dem Flughafen in der Hauptstadt Antananarivo landen dürfen. Wer einreist, muss vor und nach Ankunft einen PCR-Test machen. Informationen darüber, ob Einreisende geimpft sein müssen, liegen derzeit nicht vor.

21. Oktober: Marokko macht dicht, Ischgl-Lehren aus 2020

Böse Überraschung für alle, die in den nächsten Wochen nach Marokko in den Urlaub fliegen wollen: Das Land hat überraschend den Flugverkehr nach Deutschland untersagt. Grund: die nach Meinung der Marokkaner zu hohen Corona-Infektionszahlen hierzulande. Die Kappung der Flieger gilt »bis auf Weiteres«.

Der Wintersportort Ischgl war im Spätwinter 2020 international in den Schlagzeilen, als sich dort viele Urlauber mit dem Coronavirus infizierten – und es anschließend in ihrer Heimat verbreiteten. Viele Vorwürfe wurden damals gegen die Verantwortlichen laut, ein erster Prozess lief bereits in der Angelegenheit. In der kommenden Wintersaison soll nun alles besser werden – durch ein umfangreiches Anti-Corona-Maßnahmen-Paket.

20. Oktober: Flughafen Frankfurt-Hahn insolvent, Kuba-Öffnung im November, Australiens Einreiseregeln erreichen Tennisprofi-Szene

Die Corona-Pandemie setzte weltweit den Flughäfen schwer zu: Überall brachen die Passagierzahlen drastisch ein. Vielerorts geht es nun wieder aufwärts, aber noch immer leiden viele Airports. Einen hat es besonders hart getroffen: den Flughafen Frankfurt-Hahn. Er hat gestern Insolvenz angemeldet.

Kuba wird ab dem 15. November wieder den Tourismus im Land hochfahren. Das kündigte Tourismusminister Juan Carlos García gestern auf einer Pressekonferenz in Havanna an. Wer nach Kuba reisen will, sollte gegen Corona geimpft sein. Denn: Ein PCR-Test und eine Quarantäne nach Einreise ist für Geimpfte nicht mehr nötig. Wer nicht geimpft ist, muss ein negatives Ergebnis eines höchstens 72 Stunden alten PCR-Testes vorlegen. Auf die Frage, wie hoch die Einbußen in den vergangenen anderthalb Jahren waren, antwortete Garcia nicht, sagte aber, dass »jede kleine Abnahme der touristischen Aktivität eine große Wirkung für ein Land wie Kuba hat«.

Noch dürfen Touristen aus dem Ausland nicht nach Australien reisen, aber das Ende der coronabedingten Abschottung naht. Aber schon jetzt ist eine Debatte über die Einreiseregeln entbrannt. Grund ist die Aussage von Dan Andrews, Premierminister des Bundesstaates Victoria. Er kündigte an, dass nur gegen Corona Geimpfte ins Land werden reisen dürfen. Andrews adressierte seine Aussage an die Teilnehmer des Tennis-Grand-Slam-Turniers Australian Open, die ab Mitte Januar in Melbourne ausgetragen werden. Der Weltranglistenerste Novak Djoković ist von der Ankündigung alles andere als begeistert …

19. Oktober: Thailand-Einreise: noch offene Detailfragen, Australien-Öffnung weiter unklar, Israel-Furcht vor Varianten

Ab 1. November will Thailand wieder Touristen empfangen. Zunächst allerdings nur aus fünf Ländern, Deutschland ist dabei. Doch noch sind einige Details offen. Die genauen Regeln werden derzeit ausgearbeitet.

Das Hin und Her in Sachen Tourismus-Comeback in Australien geht in die nächste Runde. Tourismusminister Dan Tehan sagte nun in einem Gespräch mit einem TV-Sender, er könne sich vorstellen, dass Weihnachten wieder Touristen aus dem Ausland Australien besuchen könnten. Premierminister Scott Morrison trat aber wenig später auf die Bremse. Für alle, die bald nach Australien wollen, heißt es daher: abwarten.

In Israel sollen Ende des Jahres wieder Touristen ins Land reisen dürfen. Sollen. Denn hinter der Öffnung stehen weiter Fragezeichen. Schon in der Vergangenheit kündigte das Land die baldige Öffnung der Grenze an, machte dann aber doch wieder einen Rückzieher. Grund: In Israel ist die Furcht vor eingeschleppten Coronavirus-Varianten durch Touristen groß.

18. Oktober: RKI-Risikogebiets-Update: Entwarnung für Tunesien und Marokko, Skandinavien: Maskenpflicht in Fliegern weg, Delta-Airlines-Comeback im Dezember, Miles & More korrigiert Umbuchungsmöglichkeit bei Meilenschnäppchen, Herbstferien-Andrang in Mecklenburg-Vorpommern

Gute Nachrichten für alle, die im Herbst nach Marokko, Tunesien, Sri Lanka oder die Fitschi-Inseln reisen wollen: Alle Länder sind am Freitag vom Robert-Koch-Institut von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen worden.

Innerhalb Skandinaviens müssen Fluggastpassagiere in Zukunft keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Darauf haben sich die vier Airlines SAS, Norwegian, Widerøe und Flyr geeinigt.

Ab 8. November dürfen Touristen aus vielen Ländern, darunter Deutschland, ja wieder in die USA reisen. Dadurch wird die Einreise in die USA für viele ausländische Staatsangehörige zum ersten Mal seit 18 Monaten wieder möglich. Delta Airlines wird aus diesem Grund wieder ab dem 14. Dezember 2021 die Verbindung von Frankfurt am Main nach New York-JFK wieder aufnehmen. Nach einer pandemiebedingten Aussetzung der Flüge zum zweitgrößten deutschen Flughafen wird Delta im Dezember auch nach München zurückkehren: Ab 14. Dezember wird die bayerische Landeshauptstadt zunächst viermal wöchentlich wieder an das Drehkreuz der Fluggesellschaft in Atlanta angebunden.

Das Lufthansa-Meilensammelprogramm Miles & More bietet monatlich sogenannte Meilenschnäppchen an. Damit kann man für deutlicher weniger Meilen als üblich Freiflüge buchen. Gezahlt werden müssen dann nur die Steuern und Gebühren. Allerdings ist der angebotene Reisezeitraum eng umrissen. Änderungen und Stornierungen waren vor Ausbruch der Corona-Pandemie nicht möglich. In der Coronazeit ging das dann aber doch. Wer z.B. ein Meilenschnäppchen für einen Flug in die USA im Januar buchte, konnte das Ticket anschließend umbuchen und erst im Sommer fliegen. Nun ist damit Schluss. Seit dem 14. Oktober hat Miles & More die Umbuchungsregeln wieder geändert.

Auch in diesem Herbst scheinen viele Deutsche ihren Urlaub in der Heimat zu verbringen. So auch in Mecklenburg-Vorpommern. Dort herrscht derzeit reger Betrieb, viele Touristen sind zu Besuch. So viele, dass die Regionalzeitung Nordkurier bereits fragt: Gibt’s überhaupt noch Zimmer?

16. Oktober: USA-Start am 8. November, Indien-Öffnung am Mitte November

Wer vor hat, noch im November in die USA zu fliegen, kann nun endlich zur Tat schreiten: Ein Sprecher des Weißen Hauses teilte gestern endlich das Datum mit, ab wann geimpfte Touristen wieder in das Land reisen dürfen: am 8. November.

Und noch ein Land, das wieder Touristen aus anderen Ländern einreisen lässt: Indien. Los geht es ab sofort für Reisende, die ein Ticket für einen »Charterflug« haben, ab dem 15. November dann für alle, die individuell einreisen. Die Voraussetzungen zur Einreise sind ähnlich wie in den USA: Man muss geimpft sein und einen Corona-Test vor Einreise machen.

15. Oktober: Tunesien schafft Testpflicht für Geimpfte ab, Personalmangel in Brandenburg

Wer bisher als Geimpfter nach Tunesien in den Urlaub flog, musste dennoch bei Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen. Damit es ab morgen (16. Oktober) vorbei. Dann müssen nur noch Ungeimpfte ein entsprechendes Testergebnis vorliegen. Was für alle geblieben ist: die Pflicht zum Ausfüllen des Einreiseformulars.

Die wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Maßnahmen haben dem Tourismus schwer zugesetzt. Wir haben an dieser Stelle unzählige Male darüber berichtet. Seit Ende des Lockdowns aber ziehen die Geschäfte vielerorts wieder an: den vielen Touristen sei Dank. So auch in Brandenburg. Besonders gut läuft es derzeit in den Herbstferien. In der Region Oder-Spree etwa gibt es kaum noch Übernachtungsplätze. Doch so rosig wie vor Corona ist die Situation in vielen Tourismusbetrieben noch nicht. Der Grund: Personal fehlt.

14. Oktober: Thailand-Öffnung am 1. November für Deutsche, Touristen-Ebbe auf Bali nach Öffnung, Ryanair-Kunden: Ärger wegen Ticketerstattungen

Thailands Regierung hat seine Tourismus-Comeback-Pläne weiter konkretisiert. So dürfen ab dem 1. November wieder gegen Corona Geimpfte aus Deutschland das Land besuchen. Die Regelung soll für Touristen aus mindestens neun weiteren Ländern gelten, darunter für jene aus den USA. Allerdings müssen sich auch Geimpfte zweimal einem PCR-Test unterziehen, vor Einreise und nach der Ankunft.

Bali, die wohl populärste Urlaubsinsel Indonesiens, hat seit heute wieder den internationalen Flughafen geöffnet. Somit können wieder Urlauber aus zunächst 19 Ländern die Insel wieder besuchen. Deutschland ist nicht darunter. Aber am ersten Tag gleich die große Ernüchterung: Von Touristen weit und breit nichts zu sehen.

Die Fluggesellschaft Ryanair macht in Großbritannien und Irland derzeit Schlagzeilen wegen eines ungewöhnlichen Vorgehens. Was ist passiert? Während der Corona-Pandemie konnten einige Flüge nicht starten, die Kunden blieben auf den Kosten für die Tickets sitzen. Weil Ryanair diese nicht erstattete, stornierten einige Kunden die Abbuchung von der Kreditkarte wieder. Als sie nun am Flughafen auftauchten und wieder mit Ryanair abheben wollten, erlebten sie eine unangenehme Überraschung

13. Oktober: Immer mehr los am Frankfurter Flughafen, Urlaubsvorbereitung: was Corona-Tests jetzt kosten

Im September zählte der Flughafen Frankfurt rund 3,1 Millionen Fluggäste. Gegenüber dem sehr schwachen Vergleichsmonat des Vorjahres entsprach dies einem Plus von 169,1 Prozent. Grund für die positive Entwicklung waren weiterhin Reisen von Touristen, teilte der Flughafenbetreiber Fraport heute mit. Wie bereits im Monat August wurde annähernd die Hälfte des Vorkrisenniveaus erreicht – dem steht allerdings immer noch ein sattes Minus von 54 Prozent gegenüber September 2019 gegenüber.

Trotz sichtbarer Erfolge im Kampf gegen die Coronapandemie verlangen viele Urlaubsländer weiterhin von Touristen bei Einreise einen negativen Coronatest. Vor allem Ungeimpfte müssen ihn vorlegen, in einigen Urlaubsländern aber auch bereits Geimpfte. Einige Länder verlangen sogar einen PCR-Test, der deutlich teurer als ein Antigentest ist. Letztgenannte sind bekanntlich seit dem 11. Oktober nicht mehr gratis. Die Frage, die sich nun viele stellen, die einen Coronatest machen müssen: Wie viel muss man derzeit dafür auf den Tisch legen? Grob gesagt lässt sich sagen: Wer an seinem Wohnort einen Antigentest machen kann, kommt am günstigsten davon. Wer dagegen kurz vor Abflug am Flughafen einen PCR-Test macht, zahlt am meisten.

12. Oktober: Corona beschleunigt Trend zur kurzfristigen Buchung, Thailand: Quarantäne für geimpfte Reisende entfällt – PCR-Tests bleiben, Fiji-Öffnung im Dezember, American Airlines nimmt weitere Deutschland-Flüge auf

Urlaubsreise für den Herbst schon gebucht? Falls nicht: Damit ist man in guter Gesellschaft. Denn: Immer mehr Deutsche buchen ihre Urlaubsreise ziemlich kurzfristig. Veranstalter oder Fluggesellschaften müssen deswegen besonders flexibel sein. 

Dieser Schritt war erwartet worden: Thailand streicht die bisherige Quarantänepflicht für gegen Corona geimpfte Touristen. Die Regelung gilt allerdings in einem ersten Schritt nur für Einreisende aus sogenannten Niedrigrisikoländer. Deutschland gehört dazu. Dennoch müssen weiterhin vor und nach Einreise PCR-Tests durchgeführt werden. 

Das Inselparadies Fiji öffnet sich ab Dezember für internationale Besucher. Erlaubt wird dies allerdings nur Geimpften aus einem Land der »Grünen Liste« (definiert als Länder mit hohen Impfraten und niedrigen positiven Testergebnissen, darunter: Deutschland und die Schweiz) und ein negativer PCR-Test, der weniger als 72 Stunden vor der Ankunft in Fiji durchgeführt wurde. Auch ungeimpfte Kinder unter 18 Jahren können frei reisen, sofern sie von einem geimpften Elternteil oder Erziehungsberechtigten begleitet werden. Weitere Mehr zu den länderspezifischen Reisebestimmungen gibt es unter Corona-Infos auf der Website von Tourism Fiji.

American Airlines wird ab Ende Oktober wieder weitere Flüge in die USA anbieten. Ab dem 31. Oktober wird die Strecke Frankfurt-Charlotte und ab dem 17. Dezember die Verbindung München-Charlotte wieder durchgeführt, teilte die Fluggesellschaft mit. Derzeit bietet American Airlines nur die Strecke von Frankfurt nach Dallas an.

11. Oktober: Was Flugreisende jetzt beachten sollten, Abflug-Chaos am BER, Flightright beklagt erneut Erstattungspraxis vieler Airlines, Insel Wangerooge hebt Testpflicht für Ungeimpfte auf, USA akzeptieren WHO-Impfstoffe, russischer Impftourismus nach Serbien

Vielerorts haben die Herbstferien schon begonnen, der ein oder andere wird nun mit seiner Familie in den Urlaub fliegen. Wer unabhängig von den Schulferien losdüsen kann, will sich vielleicht im November oder Dezember noch ein paar Tage in der Sonne gönnen. An Angeboten mangelt es derzeit nicht, nahezu alle Urlaubsländer in Europa erlauben wieder die Einreise, die USA ziehen schon bald nach. Generell gilt in diesem Herbst (und wohl auch noch längere Zeit danach): Wer gegen Corona geimpft, hat mit Blick auf die Hürden, die es vor der Einreise, aber auch bei der Rückkehr, zu nehmen gilt, beste Karten.

Wer bisher als Ungeimpfter auf die Insel Wangerooge wollte, musste vorher einen Corona-Schnelltest machen. Damit es ab heute vorbei. Der zuständige Kreis Friesland hob die Pflicht dazu auf. Dafür gibt es zwei Gründe.

So hatten sich viele Berliner und Brandenburger den Start in die Herbstferien-Urlaub sicher nicht vorgestellt: Am Flughafen BER herrschten am Samstag »chaotische Zustände« bei der Abfertigung der Check-ins. Ob das allein an den aufwändigeren Kontrollen wegen der erforderlichen Corona-Nachweisen gelegen hat, ist allerdings fraglich. Die BZ berichtet, seit Monaten gäbe es »lange Schlangen«. 

In der Coronazeit stieß die Praxis zahlreicher Airlines, das Geld für ausgefallene Flüge nicht oder viel zu spät zu erstatten, übel auf. Die Fluggesellschaften gelobten Besserung. Viel passiert scheint aber nicht zu sein. Wie die Welt am Sonntag gestern berichtete, hätten diverse Fluglinien erneut nur einen Bruchteil der Tickets für ausgefallene Flüge der Sommersaison erstattet. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen des Flugrechteportals Flightright.

Wer bald eine Reise in die USA unternehmen möchte, muss gegen Corona geimpft sein. Fraglich war allerdings in den letzten Wochen, ob die USA alle Impfstoffe akzeptieren, die von der WHO anerkannt sind. Ein – wenn auch sehr kleines Fragezeichen – stand bei dem Impfstoff von Astrazeneca. Nun stellten die USA klar, welche Impfstoffe akzeptiert werden. 

Russland hat ja einen Impfstoff gegen Corona entwickelt, Sputnik V. Das Problem: Viele Länder der Welt akzeptieren den nicht. Ein Problem für viele Russen, die verreisen wollen. Nun haben sich hunderte Russen nach Serbien begeben, wo sie ein Vakzin gespritzt bekamen, dass international deutlich anerkannter ist, etwa der Impfstoff von Biontech.

9. Oktober: Tourismus in Deutschland deutlich im Aufwind, RKI-Hochrisikogebiets-Update: Baltikum betroffen

Aufatmen bei allen, die in der Tourismusbranche in Deutschland arbeiten: Es geht wieder deutlich aufwärts. Und das lässt sich mittlerweile auch an den Zahlen ablesen: Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Übernachtungen in Deutschlands Beherbergungsbetrieben gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 56,1 Millionen. Das ist nur noch rund drei Prozent weniger als 2019, vor Corona. Es sind vor allem die Touristen aus dem eigenen Land, die die Zahlen in den beliebten Reisezielen wie etwa an der Küste oder in den Alpen nach oben treiben. In den Städten sieht es zwar auch deutlich besser aus, dort ist die Aufholjagd aber längst nicht so erfolgreich: In Berlin etwa gab es im August 45,8 Prozent mehr Übernachtungen als im August 2020, aber noch deutlich weniger als in den Jahren vor der Corona-Krise.

Wie jeden Freitag hat das Robert-Koch-Institut gestern die Liste der Hochrisikogebietsliste aktualisiert. Kurz, aber unvollständig zusammengefasst: Estland und Lettland tauchen nun in der Liste auf, die französischen Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy und St. Martin sowie Indonesien nicht mehr.

8. Oktober: Urlaub in Herbstferien: Was wo derzeit in Europa gilt, ADAC-Sprecher: Reiselust der Deutschen nimmt zu, Bangkoks Wolkenkratzer wieder geöffnet, Indien-Öffnung ab Mitte November, Chile hebt Quarantäne für geimpfte Einreisende auf

Wer in den Herbstferien ins europäische Ausland verreisen möchte, stellt sich vermutlich die Frage, wie unkompliziert das denn sein würde. Nun, es kommt drauf an. Generell gilt: In vielen Ländern Europas hat sich die Corona-Situation entspannt. Das heißt aber nicht, dass überall die gleichen Einreise- und Alltagsregeln gelten. Ganz im Gegenteil: Jedes Land kocht sein eigenes Süppchen. Hier gibt es eine Übersicht, was derzeit in den populärsten Urlaubsländern Europas gilt.

In Nordrhein-Westfalen starten heute die Herbstferien. ADAC-Nordrhein-Sprecher Thomas Müther rechnet daher am Wochenende mit vielen Staus. Das liege auch daran, dass viele Deutsche nach dem langen Lockdown und dem teilweise noch unsicheren Sommer nun im Herbst wieder Urlaub machen wollen: »Das Sicherheitsgefühl nimmt zu«, sagt er.

Es ist eine der Hauptattraktionen in Bangkok: die Aussichtsplattform im Wolkenkratzer King Power Mahanakhon. Während der Corona-Pandemie war sie geschlossen, ab heute ist sie wieder geöffnet.

Lust auf Strandurlaub in Goa? Das ist bald wieder möglich, denn Indien kündigte gestern an, dass man ab dem 15. Oktober wieder Touristenvisa ausstellen werde. Details darüber, ob man geimpft und/oder getestet sein muss, sind derzeit noch nicht bekannt.

Chile hebt die Quarantäne für Reisende auf, die nach dem »vollständigen Impfschema geimpft« sind und einen negativen PCR-Test im Land vorweisen können. Das Staatssekretariat für öffentliche Gesundheit wies darauf hin, dass die Impfbescheinigung vor jeder Reise auf der Website yomevacuno.cl beantragt werden muss und nicht über Reisebüros erhältlich ist. Es dauert zwei Wochen, um dieses Dokument zu erhalten. Außerdem müssen Reisende eine Krankenversicherung abgeschlossen haben, die die Kosten für medizinische Hilfe, Krankenhausbehandlung und Rückführung während des Aufenthalts im Land abdeckt, einschließlich der Deckung von Kosten, die durch Covid-19 entstehen. Die Mindestdeckung für Gesundheitsleistungen muss 30.000 US-Dollar betragen. Die Versicherungsbescheinigung muss der eidesstattlichen Erklärung des Reisenden vor der Einreise in das Land beigefügt werden.

6. Oktober: Australien bleibt 2021 dicht, Thailand lockert weiter, Wie Mecklenburg-Vorpommern auf den Herbst setzt

Australien wird nun doch nicht in diesem Jahr wieder Touristen ins Land lassen. Das sagte gestern Premierminister Scott Morrison. Einzige Ausnahme seien qualifizierte Zuwanderer und Studenten. Sie sollen ab November ins Land dürfen. Wann genau 2022 wieder Touristen aus dem Ausland nach Australien reisen dürfen, sagte Morrison allerdings nicht.

Seit Anfang Oktober haben es vollständig geimpfte Reisende leichter, Thailand zu bereisen. Die Einreisebestimmungen wurden durch verkürzte Quarantänezeiten weiter gelockert: Ab sofort können vollständig geimpfte Reisende nach einer nur noch sieben Nächte dauernden Quarantäne durch das gesamte Land reisen. Ausnahmen sind Phuket, Koh Samui sowie Teile von Phang-nga und Krabi, die im Rahmen der Sandbox-Modelle komplett quarantänefrei zu bereisen sind. Zugelassen sind Impfstoffe von AstraZeneca, Sinovac, Biontech-Pfizer, Johnson & Johnson, Moderna, Sinopharm und Sputnik V. Auch eine Einreise mit einer Kreuzimpfung ist möglich. Dabei muss die Impfung mindestens 14 Tage vor Einreise stattgefunden haben. Zwei RT-PCR-Tests sind weiterhin verpflichtend vor Ort durchzuführen, jeweils am Ankunftstag sowie an Tag 6 oder 7. Kinder unter 18 Jahren, die nicht geimpft sind, müssen in Begleitung einer geimpften Person reisen, damit jene vereinfachenden Regelungen auch für sie gelten. Für nicht oder nicht vollständig geimpfte Reisende gilt eine Quarantänezeit von zehn Nächten bei Einreise per Flugzeug, beziehungsweise 14 Nächten bei Einreise über Land.

Vielerorts wurde ja schon in Deutschland eine Bilanz dieses Corona-Jahres gezogen. Dabei war in den ersten Monaten dieses Jahres überall eins zu hören: ein Alptraum. Kein Wunder, die Lockdown-Maßnahmen und die anschließende Bundesnotbremse legten den Tourismus in Deutschland still. Seit dem Frühsommer geht es aber aufwärts, vor allem bei den Destinationsklassikern an der Küste und in den Alpen. Aber auch Ferienregionen wie etwa die Eifel profitierten in diesem Sommer von dem Bedürfnis vieler Deutscher, in diesem Jahr noch mal Urlaub im eigenen Land zu machen. Nun steht der Herbst vor der Tür. In Mecklenburg-Vorpommern blickt man verhalten positiv auf die Jahreszeit. Das ergab nun eine Umfrage des Landestourismusverbandes unter mehr als 350 Unternehmen, darunter Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sowie rund 90 Freizeitanbieter. Demnach hat sich die wirtschaftliche Lage seit dem Spätsommer weiter entspannt und ist so gut wie nie im Pandemiegeschehen. »Die Stimmung in der Branche ist verbessert, aber alles andere als euphorisch. Die Unternehmer bauen darauf, auch in den kommenden Monaten ohne weitere Rückschritte arbeiten zu können. Die 2G-Regelung wird als Wahlmöglichkeit begrüßt, wenn mit ihr wesentliche Beschränkungen fallen«, sagte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Bezüglich der 2G- oder 3G-Regelung zeichnet sich folgendes Bild: Jeder dritte Beherberger (35 Prozent) und sogar jeder zweite Freizeitanbieter möchte die Wahl haben, sich entweder für die 2- oder für die 3G-Regel entscheiden zu können.

5. Oktober: Lufthansa: Hohe Nachfrage nach Sonnenzielen im Herbst, neue Einreiseregeln in England, Rio de Janeiro hofft auf normalen Karneval

Die Deutschen scheinen nach dem Sommer auch im Herbst Lust auf Urlaub in der Sonne zu haben. Die Nachfrage nach Flügen zu Sonnenzielen sei jedenfalls auch für die anstehenden Herbstferien ungebrochen, berichtet die Lufthansa. Der Oktober zeige nach dem August den höchsten Anstieg von Buchungen zu europäischen Sonnenzielen. Deshalb baut die Airline ihr Flugprogramm zu beliebten Sonnendestinationen weiter aus. Mehr als 80 zusätzliche Flüge vom Frankfurter Rhein-Main Flughafen und über 50 zusätzliche Flüge aus München seien geplant, heißt es weiter.

Wer geimpft ist und einen Trip nach England unternehmen möchte, für den gibt es gute Nachrichten: Der bisher obligatorische Coronatest vor Einreise entfällt. Allerdings muss spätestens zwei Tage nach Einreise ein teurer PCR-Test gemacht werden. Für Ungeimpfte sind die Einreiseregeln noch strenger. 

In wenigen Monaten ist es schon wieder so weit: Der Karneval steht dann vor der Tür. Auch in den brasilianischen Metropolen scharren sie schon mit den Hufen. Aber wird das was 2022? Letztes Jahr fielen die Feierlichkeiten ja der Pandemie zum Opfer. Eduardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro, ist jedenfalls gewillt, 2022 einen Anlauf zu wagen. Grund sei die hohe Impfrate in der Stadt.

4. Oktober: RKI-Hochrisikogebiets-Update, Erfahrungsbericht aus Thailands Pilotprojekt-Insel Phuket

Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag wieder die Hochrisikogebietsliste aktualisiert. Dieses Mal war die Liste der Aktualisierung überschaubar. Viel ist nicht passiert: Belarus, El Salvador, Litauen und Rumänien tauchen neu in der Liste auf, Mosambik wurde gestrichen.

In Thailand läuft ja derzeit immer noch das Tourismus-Comeback-Pilotprojekt namens Sandbox. Damit will das Land wieder mehr Touristen ins Land holen. Der bürokratische Aufwand ist allerdings nicht ohne, weshalb sich die Zahl der Besucher noch in Grenzen hält. Aber wie läuft das eigentlich vor Ort? Der Journalist David Pfeifer hat es für die Süddeutsche Zeitung getestet.

2. Oktober: Kein 3G in Zügen der Bahn, nach Kündigungsdrohung: mehr United-Mitarbeiter lassen sich impfen, Spekulationen über Australien-Öffnung Ende 2021, Malta lockert Einreise-Regeln weiter

Vor einigen Wochen stand sie in der Bundesregierung zur Debatte: die 3G-Regel in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn. Vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte viel Sympathie für die Idee, nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete mitfahren zu lassen. Nun ist der Vorschlag endgültig vom Tisch: nicht umsetzbar, heißt es.

Die Drohung der Fluggesellschaft United Airlines, allen Crew-Mitarbeitern zu kündigen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, zeigt offenbar bei einigen Wirkung: Wie das Unternehmen nun mitteilte, habe sich rund die Hälfte der betroffenen 593 Mitarbeiter bereit erklärt, sich nun doch impfen zu lassen.

Wird Australien nun doch noch in diesem Jahr seine Grenze für Touristen aus dem Ausland öffnen? In Medienberichten ist davon die Rede, dass dies vor Weihnachten geschehen könnte. Einreisende müssen dann vollständig geimpft sein. Allerdings werde die Öffnung nicht für Besucher aus allen Ländern der Welt in Erwägung gezogen. In einem Pilotprojekt sollen zunächst nur Touristen aus bestimmten Ländern einreisen dürfen.

Bereits seit einigen Monaten erlaubt Malta vollständig mit EMA-zugelassenen Covid19-Impfstoffen geimpften Personen die Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sofern die letzte Impfabgabe mehr als 14 Tage vor Einreise verabreicht wurde. Auch Kreuzimpfungen gelten als offiziell anerkannt. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen werden nun noch weitere Regeln gelockert: Nach den ab dem 1. Oktober gültigen Einreisebestimmungen dürfen einmal geimpfte Genesene nun ebenfalls ohne die Pflicht zur Quarantäne in das Land reisen. Hierbei wird eine anerkannte Impfstoffbescheinigung, die eine Dosis eines von der EMA zugelassenen Impfstoffs belegt, plus die Genesung von COVID-19, ebenfalls akzeptiert. Die Genesung darf dabei nicht länger als sechs Monate vor Reisebeginn zurück liegen.

1. Oktober: Erstattungen: Airlines lenken ein, Frankfurter Airport appelliert: sorgfältige Reisevorbereitung weiter unerlässlich, Ausblick auf den Corona-Winter 2021/2022, Experte rechnet mit Pilger-Ansturm auf Jakobsweg 2022

In der Corona-Pandemie war es eine Katastrophe: die Erstattungspraxis vieler Airlines bei gestrichenen Flügen. Etliche Kunden, die betroffen waren, ärgerten sich über die Fluggesellschaften, die nicht, viel zu spät oder in Form von Gutscheinen die gestrichenen Flüge erstatteten. Jetzt haben sich Verbraucherschützer, Airlines und die EU-Kommission zusammengesetzt und vereinbart, dass in Zukunft vieles besser werden soll.

Hessen und einige andere Bundesländer starten bald in die Herbstferien. Viele Reisende zieht es wieder per Flugzeug in die Ferne. Wie schon im Sommer rät der Flughafenbetreiber Fraport dringend zu einer sorgfältigen Reisevorbereitung: »Diese ist wegen der vielfältigen Corona-Sonderregelungen besonders wichtig. Dennoch kann es in Tagesspitzen an entscheidenden Prozessstellen wie dem Check-in und der Sicherheitskontrolle sowie bei der Ein- und Ausreise zu Wartezeiten kommen«, teilte Fraport mit. Davon seien phasenweise auch die Gepäckausgabe bei der Reiserückkehr betroffen. Infektionsschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsgebot und Handhygiene würden unverändert gelten.

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, im kommenden Winter einen Ski- oder Snowboardurlaub zu unternehmen, dürfte sich die Frage stellen, unter welchen Corona-Bedingungen das wo erlaubt ist. Hier gibt es einen Überblick, was in Österreich, Frankreich, Italien, Tschechien, Österreich und den Skigebieten Deutschlands möglich ist.

Wegen der Corona-Pandemie waren auch auf dem Jakobsweg in den letzten anderthalb Jahren deutlich weniger Menschen unterwegs als sonst. Das dürfte sich nächstes Jahr wieder ändern. Jakobsweg-Kenner und Buchautor Francisco Contreras rechnet sogar damit, dass 2022 so viele Pilgerer wie noch nie auf dem Jakobsweg unterwegs sein werden.