Mallorca ächzt unter den Touristenmassen. An einigen Stränden sind die Mallorquiner besonders genervt. Im Visier der Einheimischen: die vielen Mietwagen, die die Zugänge zu den Stränden blockieren. Nun greifen die Behörden durch. Mallorcas Parkplatzprobleme am Strand sollen gelöst werden. Text: Katharina Käufer

Parksituation ist ein Problem

1,84 Millionen Touristen besuchten letztes Jahr im Juli das beliebte Urlaubsziel auf den Balearen – eine Rekordzahl für Mallorca. Dass nicht alle Mallorquiner über die Besuchermassen erfreut sind, ist nachvollziehbar. Nicht nur die überfüllten Städte und Strände sind ein Problem – vor allem die Parksituation an beliebten Stränden.

'Mallorcas Parkplatzprobleme am Strand: Blechlawinen unterwegs

James W Copeland/Shutterstock.com

An den Naturstränden »Cala S’Almonía« und »Caló des Moro« spitzte sich die Situation besonders zu. Die Küsten liegen im Süden der Insel und gehören zur Gemeinde Santanyí. Dort wird nun durchgegriffen. Bürgermeister Llorenç Galmés sagte der spanischen Zeitung »Diario de Mallorca« zufolge, dass es rund um die Strände zu voll geworden sei. Allein 1.200 Knöllchen wurden im letzten Sommer an diesem Ort verteilt.

Shuttle-Busse sollen helfen

Durch vier verschiedene Zufahrten, teilweise serpentinenartig und eng, gelangen die Urlauber normalerweise zu den Stränden – und parken die Zufahrten zu. Die Folge: Anwohner haben Schwierigkeiten, nach Hause zu kommen. Sogar Rettungskräfte haben sich schon über die Parkzustände beschwert.

Seit diesem Monat sind einige Strandzufahrten auf der Baleareninsel nun für Autos gesperrt. Einheimische, Motorrad- sowie Fahrradfahrer und Fußgänger dürfen problemlos passieren. Auch Menschen mit Behinderung sind von der neuen Sperr-Regelung ausgenommen. Andere Urlauber müssen zukünftig Shuttle-Busse benutzen, wenn sie zu den populären Stränden wollen.

Strand Es Trenc im Süden Mallorcas

Ppictures/Shutterstock.com

An dem Naturstrand »Es Trenc« im Norden der Insel konnte die Verkehrssituation in der Hochsaison schon letztes Jahr verbessert werden – ebenfalls durch einen Shuttle-Bus. Auch in »Cala Varques« an der Ostküste wird über einen solchen Schritt in diesem Sommer nachgedacht. Weitere Projekte sind für 2018 schon geplant; darunter im Norden der »Faro de Formentor« und im Westen der »Port de Valldemossa« sowie der »Sa Calobra«.

Nicht überall herrscht Massentourismus

Stefan Loiperdinger, Herausgeber des Magazins »Mallorcas schöne Seiten«, rät zur Gelassenheit und zu Alternativen: » Die Massenstrände sind natürlich überlaufen. Aber das weiß man doch. Wer dann trotzdem hingeht, mag das ja wohl auch. Wer sich dagegen ein bisschen umschaut und auch mal ein paar Meter zu Fuß geht, findet selbst im Sommer noch Strände, die nicht überlaufen sind. Cala Tuen zum Beispiel oder Cala Murta bei Formentor

dbolle/Shutterstock.com

Es gebe einige Strände an allen Küsten, die nicht überlaufen sind. Loiperdinger empfiehlt einen Blick in die Ausgabe 2017 seines Magazins. Wer das Magazin gelesen hat, dürfte wohl schon bald nichts mehr vom Thema »Mallorcas Parkplatzprobleme am Strand« hören …

 

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