Auch wenn es schwerfällt: Wer auf Mauritius urlaubt, sollte sich unbedingt ein paar Tage von den Traumstränden losreißen, denn neben Postkartenstränden birgt die Insel wahre Naturwunder. Wir stellen die Sehenswürdigkeiten auf Mauritus vor. Text: Ulrike Klaas

Ein Duft nach Lamm, Hähnchen, Auberginen vermischt sich mit exotischen Gewürzen. Es ist Wochenende, und dies bedeutet für die Mauritianer: Picknickzeit. Der Strand von Mont Choisy liegt im Norden der Insel und ist von Palmen und Filao-Bäumen umgeben.

Mont-Choisy-Strand auf Mauritius

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So haben es sich Oma, Opa, Tante, Onkel, Brüder und Schwestern auf ihren Picknickdecken im Schatten des Filao-Wäldchens gemütlich gemacht, schwatzen, was die Woche an Erlebtem hergibt, während die Kinder im Wasser toben.

Die 1865 Quadratmeter große Insel im Indischen Ozean ist ein wahres Strandwunder. Ellenlange, paradiesisch schöne weiße Strände mit Korallensand und tolle Buchten mit kristallklarem, türkisgrünem Lagunenwasser ziehen sich rund um die Insel, die komplett von einem Riff umspült ist wie ein Spiegelei vom weißen Dotter. 200 Kilometer Länge misst die Küste, wovon stolze 170 Kilometer Sandstrand ausmachen.

Die schönsten Strände sind im Norden

Die Schönheiten unter den Stränden? Die befinden sich im Norden. Wer Abgeschiedenheit sucht, findet nur wenige Kilometer entfernt von Grand Baie seine Strandperle: Der Dorfstrand von Péreybère ist klein, aber fein, lebhaft, aber nicht überfüllt. Eingerahmt von Klippen und umsäumt von Palmen, ist die geschützte Bucht vor allem für Schwimmer ideal. Ein paar Schritte entfernt vom Strand liegt das Café Peréybère, wo sich die Körpertemperatur mit einem warmen Vanilletee, einem typischen Getränk auf Mauritius, runterkühlen lässt.

Auch nicht verpassen sollte man einen Sonnenuntergang am Trou aux Biches, einem der schönsten Strände des Eilandes im Nordwesten, wo die Sonne glutrot am Horizont verschwindet. Tagsüber baden hier zumeist Familien, denn das Wasser ist relativ flach, und in nur 50 Metern vom Ufer erreicht man das Koralleriff – bestens geeignet für Schnorchler, die sich ihrer Sache noch nicht sicher sind.

Beach Trou aux Biches, Mauritius

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Und die Surfer? Die findet man an der Westseite von Mauritius, an der Tamarin-Bucht. Die türkisblaue Lagune liegt im Schatten der Rivière-Noire-Berge und ist durch die Trichtermündung des  Rivière Noire in zwei Teile geteilt. Hier schlägt das Wasser quasi das ganze Jahr über hohe Wellen. Allerdings sollten Mauritius-Urlauber unbedingt über die Traumstrände hinaus schauen, denn das Eiland bietet viel mehr als Sonnenbräune und Wassersport. Es ist bekannt für erstklassige Hotels, exzellente Gastronomie und luxuriöse Spas. Wer auf Mauritius urlaubt, tut dies stilvoll. Wie im Fünf-Sterne Resort Le Touessrok im Norden der Insel oder im Telfair im Süden. Und Luxus bedeutet auch Inselgolf vom Feinsten.

Links der Ozean, rechts grüne Berge

Der wohl schönste Platz der Insel gehört zum Le Touessrok. Den auf der Îles des Cerfs angelegten 18-Loch-Platz hat Golflegende Bernhard Langer entworfen. Lavafelder, Feuchtbiotope und die Mangrovenwälder wurden gekonnt in den Platz integriert.

Mauritius bietet eben Natur pur – von versteckten Wasserfällen hin zu tierreichen Wäldern. Fährt man die Küstenstraße im Süden in Richtung Westen, zieht das immer gleiche unverändert schöne Panorama am Fenster vorbei: links der blaue Ozean zerklüftet von kleinen niedlichen Buchten, rechts grüne Berge hinter weiten Zuckerrohrfeldern. Und über allem thront der 556 Meter hohe Morne Barbant, das Matterhorn Mauritius’. Schließlich erstreckt sich märchenhaft schön und jede Wanderung wert der Black River Gorges Nationalpark mit seinen dichten Wäldern, tiefen Schluchten und Wasserfällen.

Black River Gorges Nationalpark,Mauritius,Affen

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Wer allerdings das Inselmaskottchen in den Regenwäldern zu Gesicht bekommen möchte, kann sprichwörtlich warten, bis er schwarz wird.

Faszinierendes Vulkangestein

Der flugunfähige Vogel Dodo ist bereits Ende des 17. Jahrhunderts ausgestorben. Ein anderes Naturphänomen ist allerdings noch heute im Nationalpark sichtbar: Terres de Couleurs. Als hätte ein Maler die Erde in Farben getaucht, erstrahlt das Vulkangestein je nach Sonnenstand in Gelb, Rosa, Orange bis Dunkelrot. Frühmorgens und am späten Nachmittag, wenn das Sonnenlicht weich die Landschaft erhellt, schimmert die farbige Erde besonders schön. Ein Naturwunder, das Geologen bis heute nicht erklären können. Nicht weit entfernt ist ein anderes Spektakel zu bewundern: der Wasserfall von Chamarel, der sich mit Brausen und Toben rund atemberaubende 90 Meter in die Tiefe stürzt.

Der Nationalpark ist perfekt für ausgedehnte Wanderungen und spannende Mountainbiketouren. Ebenso bunt ist das Essen auf Mauritius: chinesisch, indisch, thailändisch, japanisch, französisch und kreolisch. Eben multikulti. Wie die Insel auch. Fährt man durch die Dörfer, sieht man rot gestrichene Tante-Emma-Läden von chinesischen Händlern neben grünweißen Moscheen, Kirchen aus dunkelrotem Lavagestein und Hindu-Tempeln mit Figuren, Ornamenten und überladener Fassade, die in allen möglichen Bonbonfarben schimmert. Unbedingt probieren: zart geräucherte, hauchdünne Scheiben vom Marlin, dem mauritischen Lachs, Palmherzsalat und natürlich Curry in allen Variationen. Ein aufregendes Geschmackserlebnis! Wie Mauritius selbst!

Info. MPTA Tourism Office, Tel.: +49 (89) 23 66 21 834 E-Mail: mauritius@aviareps.com, www.tourism-mauritius.mu

 

 

 

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