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Trotz zahlreicher Sehenswürdigkeiten ist der US-Bundesstaat für viele Reisende noch ein echter Geheimtipp. Denn egal, ob du auf der Suche nach trubeligen Städten oder nach atemberaubender Natur bist: An der US-Pazifikküste findest du beides. Wir wissen, was du auf keinen Fall verpassen solltest.

Die bunte Mischung aus ursprünglicher Natur und urbanem Leben macht Oregon zu einem Ziel für eine Reise, das gleichermaßen für Entdeckungen, Abenteuer und Entspannung steht. Im Norden Oregons zum Beispiel, da lockt Cannon Beach, eine pittoreske Gemeinde mit Kunstgalerien und betörend schönen Meeresaussichten. Im Vulkangebirge der Kaskaden in der Mitte des Staates versteckt sich eine einzigartige Berglandschaft mit tiefen Schluchten, Wasserfällen, gletscherbedeckten Berggipfeln und kristallklaren Seen.
Ein schmaler Wasserfall läuft über eine rote Klippe und in einen Waldsee. Zwischen den Bäumen scheint die Sonner hervor.

Foto: danesprintship/Shutterstock.com

Für Abenteuerliebhaber eignet sich der Osten Oregons mit Wild-West-Atmosphäre und Action pur bei einer Wildwasserfahrt, Mountainbike-Tour oder einer Schussfahrt durch meterhohen Pulverschnee. Im Süden des Landes ist es der Mix aus landschaftlichen und kulturellen Raritäten, der fasziniert – allen voran der azurblaue Crater Lake im gleichnamigen Nationalpark, der tiefste See der USA. Der um den Krater führende Rim Drive hält spektakuläre Aussichtspunkte bereit. Aber der Reihe nach. Hier verraten wir, was Urlauber in Oregon gesehen haben sollten.

Roadtrip auf dem Pacific Coast Scenic Byway in Oregon

Oregons Pazifikküste ist 584 Kilometer lang und einfach nur sensationell schön. Wirklich! Hier wartet am und neben dem Highway ein sensationeller Ausblick nach dem anderen. Manche Touristen kommen kaum voran, weil sie hinter jeder Ecke halten und Fotos schießen.
Luftaufnahme es Pacific Coast Scenic Byway in Oregon; links dichter Wald, durch den die Straße führt, rechts der Pazifik.

Foto: MattL_images/Shutterstock.com

Wer runter zum Meer will, kann dies überall tun. Per Gesetz wurde sichergestellt, dass jeder Zentimeter Küste für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Privatgrundstücke, die keiner betreten darf, gibt es hier also nicht.
Der Pacific Coast Scenic Byway verläuft entlang der US-Route 101 und beginnt in Astoria. Er endet südlich von Brookings und führt dabei an vielen Wundern der Natur vorbei: Tillamook Rock, Ecola State Park, Cape Perpetua, Oregon Dunes, Arch Rock, Harris Beach und insgesamt elf Leuchttürme. Die Fahrzeit beträgt zehn bis zwölf Stunden.

Wandern an der Küste: Die Cape Perpetua Scenic Area und der Amanda’s Trail

Wenn es darum geht, die schönste Wandertour an Oregons Küste zu finden, ist es schier unnötig, die berühmte Nadel im Heuhaufen zu suchen. Das Cape Perpetua Scenic Area und vor allem der Amanda’s Trail in der Nähe von Yachats sind nämlich sehr nah dran. Benannt nach Amanda De Cuys, erinnert der Weg an die Umsiedlung der indigenen Coos, Lower Umpqua und Siuslaw in diesem Gebiet. Am Cape Perpetua Stone Shelter führt eine moderate Wanderung entlang der felsigen Küste zum Aussichtspunkt. Wanderer können mit etwas Glück sogar Wale beobachten, die an der Küste vorbeiziehen. Die Gezeitenbecken des alten Schildvulkans und die Landzungen aus Lavagestein sind auch ein großartiges Fotomotiv.
Zwei Menschen in Outdoorkleidung wandern auf einem Weg durch einen dichten Wald.

Foto: Travel Oregon

Portland, Oregon: Die heimliche Hauptstadt

Portland, Oregons größte Stadt (aber nicht die Hauptstadt), ist in den Augen vieler Kenner etwas Besonderes. Warum? Nun, die Stadt kokettierte schon immer damit, die Heimat für all jene zu sein, die es alternativer mögen. Hier ist einfach alles eine Nummer lässiger und entspannter als im Rest der USA.

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Wer außerhalb des Hochsommers nach Portland kommt, sollte regenfeste Kleidung nicht vergessen. Hier regnet es nämlich fast doppelt so häufig wie vielerorts bei uns. Das hält die Einwohner Portlands jedoch nicht davon ab, hinauszugehen und die Natur zu genießen. Und das in einem gemütlichen Tempo – von Hektik ist hier keine Spur. So lässt sich auch der Urlaub viel besser genießen!

Die Innenstadt von Portland, Oregon, liegt im Licht der aufgehenden Sonne; Drohnenaufnahme mit dem Fluss im Vordergrund.

Foto: Scott Flathouse/Shutterstock.com

Die Orientierung in Portland ist einfach: Die Burnside Street teilt die Stadt in Nord und Süd, der Willamette River in West und Ost. So entstehen vier Quadranten, in denen Besucher sich leicht zurechtfinden. Wer die Unterschiede der Stadtteile einmal näher betrachtet, wird feststellen, dass es im Osten der Stadt sehr viel entspannter und ruhiger zugeht als im wuseligen Westen. Kunstliebhaber sollten sich im nordöstlichen und südwestlichen Quadranten umschauen, während im Südosten und Nordwesten zahlreiche Boutiquen und Restaurants angesiedelt sind.

Naturliebhaber besuchen den Washington Park. Der Stadtpark westlich des Zentrums lockt mit Wanderwegen, dem Oregon Zoo, dem Kindermuseum, dem Portland Japanese Garden und dem International Rose Test Garden mit über 10.000 Rosensträuchern.

Der Japanische Garten in Portland

Foto: brownBuhnny/Shutterstock

Wo es in Portland das beste Essen gibt

Ein Auto braucht es übrigens nicht in der Stadt. Auf einer Gesamtlänge von 290 Kilometern wird Portland von zahlreichen Radwegen durchquert. Wie wäre es also mit einer Sightseeing-Tour auf dem Fahrrad? Für einen Zwischenstopp eignet sich einer der zahllosen Food Trucks in der Stadt. Die Imbiss-Laster stehen zur Mittagszeit überall herum und verkaufen frisch zubereitete Gerichte aus der ganzen Welt. Vegan und vegetarisch sind hier keine Fremdwörter – im Gegenteil: Die Portländer sind ernährungsbewusst. Deshalb gibt es viele Restaurants mit entsprechender Auswahl auf der Karte. Natürlich gibt es auch genügend Restaurant-Optionen für Fleischliebhaber. Schweinebauch wird hier sehr gern aufgetischt. Zuweilen gibt es den auch auf Süßgebäck in der ein oder anderen Bäckerei. Wer die Gelegenheit hat, sollte auf jeden Fall den Saturday Market besuchen. Nicht zuletzt, um ein Souvenir zu ergattern. Mehr Infos auf www.portlandsaturdaymarket.com.

Vor einer Reihe an Food Trucks in einer sommerlichen Allee stehen zahlreiche Menschen in mehreren Schlangen an.

Foto: Hrach Hovhannisyan/Shutterstock.com

 

Walbeobachtung in Depoe Bay

Das Beobachten von Walen gehört zu den populärsten Unternehmungen während einer Reise nach Oregon. Das gesamte Jahr über können einige hundert Grauwale vor der 584 Kilometer langen Küste beobachtet werden. Eine gute Adresse dafür ist Depoe Bay. In der Küstenstadt finden Besucher das Depoe Bay Whale Watching Center. Besonders im Sommer und Herbst tummeln sich in der Bucht viele Grauwale auf der Jagd nach Garnelen. Wer möchte, kann sich von den Mitarbeitern des Centers Tipps für die Walbeobachtung geben lassen. Es gibt auch die Möglichkeit, Ferngläser auszuleihen. Außerdem bietet das Center eine beheizte Aussichtplattform im Inneren des Gebäudes. Falls es draußen mal zu sehr stürmen sollte, lassen sich von hier aus Buckel-, Orca- und Blauwale aus der Ferne beobachten.

Ein Buckelwalkalb springt aus dem Wasser und lässt sich mit dem Rücken auf die Wasseroberfläche fallen.

Foto: MPRshots/Shutterstock.com

Wer das nötige Kleingeld hat, kann auch einen Wal während eines Rundfluges aus der Vogelperspektive beobachten. Möglichkeit zum Fliegen gibt es etwa in Florence, Bandon oder North Bend.

Natur pur im Crater Lake National Park und am Upper Klamath Lake

Einst unruhig, gefährlich und unberechenbar. Heute still, idyllisch und bildschön: Vor über 7.000 Jahren brodelte der mächtige Mount-Mazama-Vulkan dort, wo sich heute der Crater Lake National Park befindet. Der See, Crater Lake, ist so besonders, dass Oregon ihn sogar auf seiner Vierteldollarmünze abbildet. Nach seinem großen Ausbruch und dem darauffolgenden Einsturz bildete sich der mit 594 Metern tiefste Kratersee der USA – das Herzstück des Crater Lake Nationalparks. Seit Tausenden von Jahren ist das 741 Quadratkilometer große Areal Inspirationsquelle für Menschen aus der ganzen Welt. Kein Ort sonst auf der Welt kombiniert einen tiefblauen See, strahlende Felswände mit über 600 Metern Höhe und zwei bildschöne Inseln mit einer bedeutenden Vulkangeschichte. Super schöne Ausblicke gibt es von der Rim Road, einer rund 50 Kilometer langen Straße, die um den Krater führt.

Der Crater Lake in Oregon liegt im roten Licht der Abendsonne.

Foto: Md Nasir Uddin/Shutterstock.com

Ein weiterer Höhepunkt in der Gegend ist der Upper Klamath Lake, eines der reichhaltigsten Süßwasserökosysteme der westlichen USA. Mit dem Auto dauert es rund eine Stunde vom Crater Lake. Der See ist etwa 32 Kilometer lang und 13 Kilometer breit. Damit ist er der größte Süßwassersee nach Fläche in Oregon. Jahr für Jahr lockt der der Upper Klamath Lake Millionen von Zugvögeln an. Am Nordufer befindet sich das Upper Klamath National Wildlife Refuge. Das ist ein Schutzgebiet für Wasservögel und andere Wildtiere.

Wandern im Lewis and Clark National Historical Park

Der Lewis and Clark National Historical Park wird vom Long Beach in Washington und dem Cannon Beach in Oregon eingerahmt. Mit dem Ecola State Park, dem Fort Stevens State Park und der Sunset Beach State Recreation Area befindet sich in Oregon auf den Spuren des wohl bekanntesten Entdeckerpaares ein Eldorado für Naturfreunde. Kilometerlange Wanderwege durch historische Wälder, ein dichter Regenwald sowie die direkte Lage an der Pazifikküste machen das Naturschauspiel perfekt. Die Region diente wegen ihrer fantastischen Landschaft bereits als Kulisse für Filme wie »Die Goonies«, »Gefährliche Brandung«, »Der Kindergarten Cop« und »Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen«.

Apropos Cannon Beach: Die pittoreske Gemeinde ist mindestens einen Zwischenstopp wert. Was dort wartet? Kunstgalerien und betörend schönen Meeresaussichten!

Zwei Menschen in Wanderkleidung laufen auf einem Weg durch eine Dünenlandschaft. Im Hintergrund liegt eine Pazifikbucht, aus der mehrere Felsen herausragen.

Foto: Leigh Trail/Shutterstock.com

Oregon Dunes National Recreation Area

Höhepunkt der Oregon Coast ist die Oregon Dunes National Recreation Area, ein Stück Sahara in den USA. Auf einer Länge von 64 Kilometern erstrecken sich bis zu 150 Meter hohe Dünen von Coos Bay nach Florence. Scheinbar endlose Wanderwege locken in das eigenwillige Gebiet, das sich auch mit Dune Buggies gut erkunden lässt. Im Besucherzentrum in Reedsport erhalten Interessierte Informationen, Ausstellungen und Beratung.

Drohnenaufnahme einer weitläufigen Sanddüne, aus der mehrere Waldstücke herausragen.

Foto: btgrubbs28/Shutterstock.com

Radfahren auf dem Crooked River Canyon

In Oregon existieren insgesamt 18 Scenic Bikeways. Noch recht neu ist der Crooked River Canyon Scenic Bikeway in Zentral-Oregon. Diese Route wird als mittelschwer eingestuft, erstreckt sich auf 60 Kilometer und führt von der historischen Stadt Prineville nach Bend und zurück. Dabei folgen Radfahrer dem Crooked River, vorbei an Weidelandschaften mit Lama- und Rinderfarmen bevor die Tour anschließend durch den gleichnamigen Canyon mit seinen aufragenden Basaltklippen führt. Wer genauer hinsieht, wird während der Tour mit etwas Glück sogar Hirsche, Reiher und Steinadler zu Gesicht bekommen.

Ein Mann in Sportkleidung fährt auf einem Fahrrad über eine schmale Brücke aus Baumstämmen in einem dichten Wald.

Foto: CSNafzger/Shutterstock.com

Toll ist auch der Cascading Rivers Scenic Bikeway. Er ist allerdings nicht für Anfänger geeignet (Schwierigkeitsgrad: fordernd). Er hat eine Länge von 114 Kilometern und durchstreift die Regionen Mt. Hood und Columbia River Gorge. Eine Tour empfiehlt sich zwischen Frühling und Herbst. Während der Radtour geht es an den Flüssen Clackamas und Breitenbush – umgeben von purer Natur.

Wandern am Mount Hood

Der Skiort Timberline Lodge am Fuße des Mount Hood ist Ausgangspunkt für verschiedene Wanderwege. Einer von ihnen verläuft in einer Runde von sieben Kilometern vorbei am Zigzag Canyon. Zur Silcox Hut gelangen Wanderer auf einer etwa drei Kilometer langen, dafür etwas steileren Strecke. Wer es etwas anstrengender mag, sollte den 20 Kilometer langen Rundwanderweg zum Paradise Park nehmen. Der Pacific Crest Trail verläuft zu einem Teil rund 64 Kilometer über die Höhenzüge der Kaskadenkette durch die Three Sisters Wilderness Area. Das eher anspruchsvolle Gelände zwischen McKenzie und Santiam Pass (Länge: etwa 32 Kilometer) belohnt den schweißtreibenden Trek mit großartigen Ausblicken auf die Vulkanlandschaft.

Alle, die weniger Zeit haben, sollten den Rundweg um den Trillium Lake nutzen, der in etwa einer Stunde zu bewältigen ist und spektakuläre Ausblicke auf den Berg bereithält.

Der einsame Mount Hood in Oregon spiegelt sich im Sonnenaufgang in der Oberfläche des Trillium Lake.

Foto: Andrew W./Shutterstock.com

Mammutbäume und Wein in Oregon

Der Forest Grove im Tualatin Valley macht seinem Namen alle Ehre: Mit seinen vielen baumgesäumten Straßen ist es die Heimat des größten Mammutbaums in Oregon, zu finden auf dem Privatgrundstück Hinman House. Besucher finden in der Region viele Brauereien, Brennereien und Cideries im Umland. Der Tualatin Valley Scenic Bikeway führt durch die Region, vorbei an Weinbergen und Milchviehbetrieben, bevor er weiter nördlich auf den Banks-Vernonia State Trail trifft. Von hier aus können Urlauber den urbanen Kern Portlands, das Weinland Oregons, den Tillamook Forest und die Nordküste des Staates erkunden.

Yamhill Valley, eine der führenden Weinregionen Oregons, liegt nur etwa eine halbe Autostunde von Portland entfernt. Nicht umsonst gilt der hier angebaute Pinot Noir als einer der besten der Welt. Die beste Gelegenheit, den Winterblues zu vertreiben, ist eine Weinprobe auf einem der lokalen Weingüter. Hier können Gäste bei einem guten Tropfen in der Stube entspannen und mit dem Eigentümer über den besten Jahrgang fachsimpeln.

Roseburg: Was für Naturliebhaber

Roseburg, größte Stadt des Umpqua-Valleys, ist ein recht populäres Ziel für Kunst- und Kulturfans. Aber auch Abenteurer zieht es in das Städtchen im Süden Oregons. Entlang des North Umpqua Wild and Scenic Rivers können Fliegenfischer die Angel auswerfen und Mountainbiker die grünen Wälder entdecken. Wanderer dagegen knöpfen sich gern Rogue-Umpqua Scenic Byway vor. Unterwegs locken sagen und schreibe 15 Wasserfälle.

Wer in einen Ausflug in die Geschichte Roseburgs unternehmen will, sollte sich einen Besuch des Douglas County Museums und der umliegenden sechs überdachten Brücken nicht entgehen lassen. Feinschmecker können die lokalen Aromen der Restaurants probieren, die Teil des Great Umpqua Trails sind. Alternativ besuchen kulinarisch versierte Touristen auf dem Trail Bauernmärkte, probieren Oliven und Olivenöl auf der River Ranch, Weine auf dem Abacela-Weingut oder naschen in Tomaselli‘s Pastry Mill & Café köstliche Backwaren.

Die Stadt Roseburg in Oregon im Herbstlicht, mit der Drohne aufgenommen.

Foto: Manuela Durson/Shutterstock.com

Leuchttürme: Cape Blanco und Heceta Head

Was wäre Oregon ohne die berühmten Leuchttürme? Elf Stück befinden sich an Oregons 584 Kilometer langer Küste. Einige der Leuchttürme können besichtigt werden, andere müssen von außen bewundert werden. Instagram-tauglich sind sie aber alle! Rekordverdächtig zum Beispiel ist Cape Blanco in der Nähe von Port Orford. Mit rund 78 Metern über dem Meeresspiegel ist Cape Blanco der Leuchtturm mit der höchsten Brennebene in Oregon; zudem ist er der älteste durchgehend operierende sowie der westlichste des Staates. Die Region um den Leuchtturm eignet sich auch fantastisch zur Wildtierbeobachtung.

Luftaufnahme es Leuchtturms am Cape Blanco in Oregon; der weiße Leuchtturm steht einsam auf einer Landzunge, rechts davon liegt eine Pazifikbucht.

Foto: Manuela Durson/Shutterstock.com

Einer der bekanntesten Leuchttürme Oregons ist Heceta Head, der nach dem spanischen Entdecker Don Bruno de Heceta benannt wurde. Nördlich des Städtchens Florence liegt der Leuchtturm auf einem Felsvorsprung rund 45 Meter über dem Wasser. Mit seiner Geschichte, der romantischen Atmosphäre und dem fantastischen Ausblick gehört er zu den meistbesuchten Leuchttürmen des Landes.

Der Turm selbst ist rund 17 Meter hoch, im Jahr 1894 wurde er zum ersten Mal beleuchtet. Das Licht von Heceta Head ist das stärkste an der Oregon Coast, es kann noch in über 30 Kilometer Entfernung gesehen werden. Um zum Leuchtturm zu gelangen ist eine kleine Wanderung von einem knappen Kilometer nötig.

Ausflug in die Wallowa Mountains und zum Hells Canyon

Wunderschöne Seen wie der Wallowa Lake, markante Gipfel, weitläufige Ranches und ursprüngliche Wildnis dominieren die Szenerie der Wallowa Mountains im äußersten Nordosten Oregons und machen sie während einer Reise nach Oregon zu einem beliebten Ziel für Outdoor-Fans und Abenteuerlustige. In der Region finden sich verlassene Geisterstädte wie Sumpter, Cornucopia und Homestead, aber auch der Künstlerort Joseph, der als Ausgangspunkt für Erkundungen dient. Von Joseph aus führt der Hells Canyon Scenic Byway direkt zu einer der spektakulärsten Schluchten Nordamerikas, der Hells Canyon. Er erstreckt sich über etwa 250 Kilometer entlang des Snake Rivers entlang der Grenze zwischen Oregon und Idaho. Die Schlucht ist bis zu 15 Kilometer breit und weist steile Basaltformationen auf.

Ein breiter Fluss schlängelt sich im Abendlicht durch einen grün bewachsenen Canyon.

Foto: vagabond54/Shutterstock.com

Große Teile der Berge gehören zum Wallowa-Whitman National Forest, mit der Eagle Cap Wilderness als größtem Wilderness-Gebiet Oregons, das schneebedeckte Gipfel, Canyons und Gletscherseen umfasst. Hier sind unter anderem Puma und Schwarzbär heimisch.

Urlaub auf der Ranch während der Reise nach Oregon

Am Lagerfeuer mit echten Cowboys – oder »Buckaroos«, wie sie in dieser Gegend meist genannt werden – hat der Stress keine Chance. Vor allem, wenn sie ihre Lieder singen und Geschichten erzählen. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, beim Urlaub auf einer Dude Ranch, Horse Ranch oder Working Cattle Ranch.

Zwei Cowboys treiben eine Herde Rinder auf einer staubigen Straße Richtung Horizont. Durch die dichte Wolkendecke brechen einige Sonnenstrahlen.

Foto: Bob Pool/Shutterstock.com

Dort können Gäste aber nicht nur reiten, sondern auch Cowboysportarten wie Hufeisen- oder Lassowerfen nachgehen. Oft sind die Gäste zudem eingeladen, anzupacken – ob beim Viehtrieb oder bei der Reparatur eines Weidezauns. Die meisten Gästeranches sind während der sommerlichen Hauptsaison im Vollbetrieb geöffnet und bieten im übrigen Jahr ein – auch witterungsbedingt – eingeschränktes Programm.

Da die Zahl der Gästezimmer sehr begrenzt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig zu buchen. Meist gibt es Pauschalangebote mit sechs oder sieben Übernachtungen. In den meisten Fällen sind sämtliche Mahlzeiten im Preis inbegriffen, denn dort, wo die Ranch liegt, stehen selten Restaurants – und schließlich gehört die deftige Hausmannskost auch zum authentischen Ranch-Erlebnis dazu.

Oregon mit den »Why Guides« erkunden

Und zum Schluss eine gute Nachricht für alle, die Oregon nur ungern auf eigene Faust bereisen möchten. Auf einer geführten Tour mit einem »Why Guide« lässt sich Oregon hervorragend erkunden. Dabei handelt sich es zertifizierte, lokale Guides, die Touristen die vielfältigen Landschaften, charmanten Städte und die wilde Natur Oregons zeigen. Die Vorteile für Touristen liegen auf der Hand: Die Guides sorgen für die passende Ausrüstung während des Ausflugs und die Möglichkeit, Gegenden zu besuchen, die ohne Begleitung durch Einheimische tabu wären. Last but not least stellen sie einen reibungslosen Tourenablauf sicher. Wer sich mit Oregons »Why Guides« – einer Reihe an unabhängigen, lokalen Ausrüstern und Reiseführern– eine Tour unternimmt, dem begegnet nicht nur Professionalität, sondern auch Liebe zur Heimat, Naturverbundenheit und ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt. Mehr Informationen auf www.traveloregon.com.

Oregon: Guide Phil Soller mit Besuchern im Wald

Foto: Travel Oregon

Reise nach Oregon: Tipps für den Flug

Wer von Deutschland aus eine Reise nach Oregon unternimmt, landet meist am Portland International Airport (PDX). Der Flughafen liegt günstig nordöstlich des Stadtzentrums von Portland, mit direktem Zugang über die MAX Red Line Light Rail und die wichtigsten Autobahnen. Wer nach der Ankunft erst einmal Portland besuchen möchte, kann mit dem Zug bequem ins Zentrum fahren. Die Züge verkehren alle 15 bis 20 Minuten. Die Fahrt dauert rund 30 Minuten und kostet etwa drei Dollar. Die Station befindet sich im Flughafengebäude nahe der Gepäckausgabe.

Der Airport wurde 2024 umfassend renoviert. Riesige Fenster durchfluten die Halle mit Licht, während Bäume und Pflanzen Oregons Nähe zur Natur zeigen. Hingucker ist ein riesiges Kunstwerk namens »Extraordinary Windows«. Es zeigt wechselnde Bilder aus der Region auf zwei 36 Meter breiten Videowänden.

Von Mai bis September geht von Frankfurt aus eine Direktverbindung bis nach Portland. Der Flug dauert etwa zehn bis elf Stunden.

Abflughalle im Airport Portland, Oregon

Foto: Ema Peter Photography