Wer auf der Suche nach einem attraktiven und noch relativ unbekannten Reiseziel in den USA ist, der sollte sich Oregon mal näher anschauen. Was es zu entdecken gibt? Landschaftliche Schönheiten entlang der 584 Kilometer langen Pazifikküste, Berge und Seen, Nationalparks, Weingüter und Cowboy-Feeling auf einer Ranch. Wir verraten, was ihr in Oregon gesehen haben solltet.

Hi Portland!

Portland, Oregons größte Stadt, ist in den Augen vieler Kenner etwas Besonderes. Warum? Nun, die Stadt kokettierte schon immer damit, die Heimat für all jene zu sein, die es alternativer mögen. Hier ist einfach alles eine Nummer lässiger und entspannter als im Rest der USA.

Straßenszene in Portland

Jamie Francis/ www.travelportland.com

Die Orientierung in Portland ist einfach: Die Burnside Street teilt die Stadt in Nord und Süd, der Willamette River in West und Ost. So entstehen vier Quadranten, in denen man sich leicht zurechtfindet. Wer die Unterschiede der Stadtteile einmal näher betrachtet, wird feststellen, dass es im Osten der Stadt sehr viel entspannter und ruhiger zugeht als im wuseligen Westen. Kunstliebhaber unter euch sollten sich im nordöstlichen und südwestlichen Quadranten umschauen, während der Südosten und der Nordwesten zahlreiche Boutiquen und Restaurants zu bieten hat.

Ein Auto braucht ihr übrigens nicht in der Stadt. Auf einer Gesamtlänge von 290 Kilometern wird Portland von zahlreichen Radwegen durchquert. Wie wäre es also mit einer Sightseeing-Tour auf dem Fahrrad? Für einen Zwischenstopp solltet ihr unbedingt beim Cafe de Crepe Food Cart halten, wo es köstliche Crepes und Smoothis gibt!

Cafe de Crepe Food Cart on Mississippi Avenue in Portland

Rob Finch/ www.travelportland.com

Unser Tipp: Schaut mal beim Saturday Market, der auch sonntags geöffnet hat, vorbei. Hier findet ihr ziemlich einzigartige, handgemachte Souvenirs.

Crater Lake National Park

Einst unruhig, gefährlich und unberechenbar. Heute still, idyllisch und bildschön: Vor über 7.000 Jahren brodelte der mächtige Mount-Mazama-Vulkan dort, wo sich heute der Crater Lake National Park befindet. Nach seinem großen Ausbruch und dem darauffolgenden Einsturz bildete sich der mit 594 Metern tiefste Kratersee der USA – das Herzstück des Crater Lake Nationalparks. Seit Tausenden von Jahren ist das 741 Quadratkilometer große Areal Inspirationsquelle für Menschen aus der ganzen Welt. Kein Ort sonst auf der Welt kombiniert einen tiefblauen See, strahlende Felswände mit über 600 Metern Höhe und zwei bildschöne Inseln mit einer bedeutenden Vulkangeschichte.

Mann im Crater Lake National Park

Kal Loftus

Lewis and Clark National Historical Park

Der Lewis and Clark National Historical Park wird vom Long Beach in Washington und dem Cannon Beach in Oregon eingerahmt. Mit dem Ecola State Park, dem Fort Stevens State Park und der Sunset Beach State Recreation Area bietet Oregon auf den Spuren des wohl bekanntesten Entdeckerpaares ein Eldorado für Naturfreunde. Kilometerlange Wanderwege durch historische Wälder, ein dichter Regenwald sowie die direkte Lage an der Pazifikküste machen das Naturschauspiel perfekt. Die Region diente wegen ihrer phantastischen Landschaft bereits als Kulisse für Filme wie »Die Goonies«, »Gefährliche Brandung«, »Der Kindergarten Cop« und »Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen«.

Apropos Cannon Beach: Ihr solltet in der pittoresken Gemeinde zumindest einen Zwischenstopp einlegen. Was euch erwartet? Kunstgalerien und betörend schönen Meeresaussichten!

Paar bei Sonnenuntergang mit Feuerstelle am Strand

Jordan Steranka

Oregon Dunes National Recreation Area

Höhepunkt der Oregon Coast ist die Oregon Dunes National Recreation Area, ein Stück Sahara in den USA. Man mag es kaum für möglich halten, aber auf einer Länge von 64 Kilometern erstrecken sich bis zu 150 Meter hohe Dünen von Coos Bay nach Florence. Endlose Wanderwege locken in das eigenwillige Gebiet, das sich auch mit Dune Buggies gut erkunden lässt.

Oregon Dunes

KennStilger47/Shutterstock.com

Radfahren auf dem Crooked River Canyon

In Oregon existieren insgesamt 17 Scenic Bikeways. Noch recht neu ist der Crooked River Canyon Scenic Bikeway in Zentral-Oregon. Diese neue Route wird als mittelschwer eingestuft, erstreckt sich auf 60 Kilometer und führt von der historischen Stadt Prineville nach Bend und zurück. Dabei folgen Radfahrer dem Crooked River, vorbei an Weidelandschaften mit Lama- und Rinderfarmen bevor die Tour anschließend durch den gleichnamigen Canyon mit seinen aufragenden Basaltklippen führt. Wer genauer hinsieht, wird während der Tour mit etwas Glück sogar Hirsche, Reiher und Steinadler zu Gesicht bekommen.

Cascading Rivers Scenic Bikeway

Russ Roca

Toll ist auch der Cascading Rivers Scenic Bikeway. Er ist allerdings nicht für Anfänger geeignet (Schwierigkeitsgrad: fordernd). Er hat eine Länge von 114 Kilometern und durchstreift die Regionen Mt. Hood und Columbia River Gorge. Eine Tour empfiehlt sich zwischen Frühling und Herbst. Ihr  passiert während der Radtour die Flüsse Clackamas und Breitenbush – umgeben von purer Natur.

Wandern am Mount Hood

Der Skiort Timberline Lodge am Fuße des Mount Hood ist Ausgangspunkt für verschiedene Wanderwege. Einer von ihnen verläuft in einer Runde von sieben Kilometern vorbei am Zigzag Canyon. Zur Silcox Hut gelangt man auf einer etwa drei Kilometer langen, dafür etwas steileren Strecke. Wer ihr es etwas anstrengender mögt, solltet ihr euch den 20 Kilometer langen Rundwanderweg zum Paradise Park vornehmen. Der Pacific Crest Trail verläuft zu einem Teil rund 64 Kilometer über die Höhenzüge der Kaskadenkette durch die Three Sisters Wilderness Area. Das eher anspruchsvolle Gelände zwischen McKenzie und Santiam Pass (Länge: etwa 32 Kilometer) belohnt euch mit großartigen Ausblicken auf die Vulkanlandschaft.

 

Blick auf den Mount Hood vom Trillium Lake aus

somchaij/Shutterstock.com

Weinprobe im Yamhill Valley

Yamhill Valley liegt nur etwa eine halbe Autostunde von Portland entfernt – und ist eine der führenden Weinregionen Oregons. Nicht umsonst gilt der hier angebaute Pinot Noir als einer der besten der Welt. Sicher habt ihr schon mal eine gute Flasche beim Rotwein-Händler eures Vertrauens gesehen und vielleicht sogar probiert. Die beste Gelegenheit, den Winterblues zu vertreiben, ist eine Weinprobe auf einem der lokalen Weingüter. Hier könnt ihr euch bei einem guten Tropfen in der Stube entspannen und mit dem Eigentümer über den besten Jahrgang fachsimpeln.

Leuchttürme: Cape Blanco und Heceta Head

Was wäre Oregon ohne die berühmten Leuchttürme? Elf Stück befinden sich an Oregons 584 Kilometer langer Küste. Einige der Leuchttürme können besichtigt werden, andere kann man sich nur von außen ansehen! Instagram-tauglich sind sie aber alle! Rekordverdächtig zum Beispiel ist Cape Blanco in der Nähe von Port Orford. Mit rund 78 Metern über dem Meeresspiegel ist Cape Blanco der Leuchtturm mit der höchsten Brennebene in Oregon; zudem ist er der älteste durchgehend operierende sowie der westlichste des Staates. Die Region um den Leuchtturm eignet sich auch fantastisch zur Wildtierbeobachtung.

Leuchtturm Cape Blanco

aceshot1/Shutterstock.com

Einer der bekanntesten Leuchttürme Oregons ist Heceta Head, der nach dem spanischen Entdecker Don Bruno de Heceta benannt wurde. Nördlich des Städtchens Florence liegt der Leuchtturm auf einem Felsvorsprung rund 45 Meter über dem Wasser. Mit seiner Geschichte, der romantischen Atmosphäre und dem fantastischen Ausblick gehört er zu den meistbesuchten Leuchttürmen des Landes.

Der Turm selbst ist rund 17 Meter hoch, im Jahr 1894 wurde er zum ersten Mal beleuchtet. Das Licht von Heceta Head ist das stärkste an der Oregon Coast, es kann noch in über 30 Kilometer Entfernung gesehen werden. Um zum Leuchtturm zu gelangen muss man eine kleine Wanderung von einem knappen Kilometer unternehmen.

Urlaub auf der Ranch

Der Stress aus der Heimat ist vergessen, wenn du dich in Vollmondnächten ans Lagerfeuer setzt und echten Cowboys – oder »Buckaroos«, wie sie in dieser Gegend meist genannt werden – lauscht, wie sie ihre Lieder singen und Geschichten erzählen. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, beim Urlaub auf einer Dude Ranch, Horse Ranch oder Working Cattle Ranch.

Cattle Ranch in Paulina, Oregon

Bob Pool/Shutterstock.com

Dort kann man aber nicht nur reiten, sondern auch Cowboysportarten wie Hufeisen- oder Lassowerfen nachgehen. Oft sind die Gäste zudem eingeladen, anzupacken – ob beim Viehtrieb oder bei der Reparatur eines Weidezauns. Die meisten Gästeranches sind während der sommerlichen Hauptsaison im Vollbetrieb geöffnet und bieten im übrigen Jahr ein – auch witterungsbedingt – eingeschränktes Programm.

Da die Zahl der Gästezimmer sehr begrenzt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig zu buchen. Meist gibt es Pauschalangebote mit sechs oder sieben Übernachtungen. In den meisten Fällen sind sämtliche Mahlzeiten im Preis inbegriffen, denn dort, wo die Ranch liegt, stehen selten Restaurants – und schließlich gehört die deftige Hausmannskost auch zum authentischen Ranch-Erlebnis dazu.

 

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?