Wer Kalifornien besucht und einmal eine Auszeit vom Trubel in San Francisco oder Los Angeles braucht, sollte einen Trip nach Santa Cruz unternehmen. Santa Cruz? Noch nie gehört? Wir verraten, was man in dem bezaubernden kalifornischen Städtchen unternehmen kann.

Wer noch nie von Santa Cruz gehört hat: Die Stadt hat knapp 65.000 Einwohner und liegt rund 100 Kilometer südlich von San Francisco im gleichnamigen County, dem Santa Cruz County. Die Küstenregion ist bekannt für ihre Riesenmammutbäume und darüber hinaus ein ziemlich populärer Hotspot für Surfer. Was ihr in der Region bei einem Tagesausflug erleben könnt, ist eine coole Mischung aus Fun in den Wäldern, am Strand und typisch amerikanischem Lifestyle. Aber der Reihe nach …

Erst mal Frühstücken

Wenn ihr morgens oder vormittags in Santa Cruz eintrudelt, habt ihr bestimmt Hunger. Ein gutes Frühstück musss her. In der familiengeführten Greenlee‘s Bakery werden schon seit 1924 Cupcakes, Cookies und Eclairs hergestellt. Schön und gut, aber berühmt ist die Bäckerei für das »Cinnamon bread« – ideal für alle unter euch, die ein süßes Frühstück mögen. Im Caffe Frascati in Downtown San Jose kommt dagegen Italien auf die Teller, dank Kaffeekreationen wie in Rom und knusprigen Paninis. Wenn ihr Langschläfer seid, dann kommt ihr dagegen in der Deluxe Eatery auf eure Kosten. Hier frühstückt ihr im Vintage-Stil.

Santa Cruz Beach Boardwalk: Vergnügungspark am Meer

Habt ihr euch kulinarisch gestärkt, geht es weiter zum Santa Cruz Beach Boardwalk. Das ist ein Vergnügungspark, der sich direkt am Strand befindet. Er wurde bereits 1907 eröffnet. Was euch hier geboten wird, sind klassische Spielautomaten, Minigolf, Geisterbahnen, Fahrgeschäfte für Adrenalinjunkies und ein historisches Karussell. Das Highlight ist der »Giant Dipper«, die historische Holz-Achterbahn von 1924, die sogar schon den ein oder anderen Filmauftritt hatte, unter anderem in »Sudden Impact – Dirty Harry kommt zurück«, »The Lost Boys« und »Dangerous Minds – Wilde Gedanken«.

Santa Cruz Beach Boardwalk

Visit San Jose

Das Coole an dem Park: Der Eintritt ist frei – ihr könnt entweder an den einzelnen Fahrgeschäften zahlen oder euch den Tagespass für alle Fahrgeschäfte kaufen (ab 39,95 US-Dollar). Wer keine Lust auf Fahrgeschäfte hat, kann natürlich auch einfach nur flanieren und die Atmosphäre auf sich wirken lassen. Auch zum Mittagessen ist der Beach Boardwalk ideal. Allerdings weniger für Feinschmecker. Vielmehr gibt es deftiges US-Food, darunter »corn dogs«, Truthahnschenkel oder auch Pommes frites mit einer Extraportion Knoblauch.

Mit der Lokomotive zu den Mammutbäumen

Wie eingangs schon erwähnt, ist die Region Santa Cruz berühmt für Mammutbäume. Die sollte man sich daher bei einem Besuch unbedingt einmal ansehen. Vom Beach Boardwalk könnt ihr mit einer historischen Eisenbahn losdüsen. Die Lokomotive transportierte einst Holzstämme als Baumaterial an die Küste. Heute bezaubert sie Besucher als Panoramaeisenbahn mit teils offenen Waggons.

Roaring Camp Railroads

Kenny Karst

Unterwegs erzählen die Schaffner in historischen Wilder-Westen-Kostümen Geschichten aus der Vergangenheit der Region und bieten Informationen über die Mammutbäume und ihr Ökosystem. Ziel der circa einstündigen Fahrt ist Roaring Camp, der Nachbau eines alten Holzfällerlagers aus den 1880er Jahren. Vor allem Kinder kommen hier auf ihre Kosten, beispielsweise bei der Vorführung des Hufschmieds, beim Kerzen gießen oder Gold waschen.

Ein weiteres Highlight ist die einstündige Rundfahrt mit einer der historischen Dampflokomotiven auf den Gipfel des Bear Mountain: Nicht nur die Mammutbäume begeistern Besucher, auch das Dampfen und Pfeifen der Lok sorgt für Spaß. Weitere Informationen zu saisonalen Öffnungszeiten, Zügen, Fahrplänen und Ticketpreisen (ab 29 US-Dollar für Erwachsene) findet ihr hier.

Action im Mount Herman Adventures

Wenn ihr die Mammutbäume nicht nur vom Boden aus bewundern möchtet, dann seid ihr im Waldabenteuerpark Mount Herman Adventures am richtigen Ort. Dort steht euch der Kletterpark »Sequoia Aerial Adventure«, die Ziplining »Redwood Canopy Tour« und die »Discovery Grove«, speziell für Kinder, zur Verfügung. Dabei könnt ihr die Baumriesen sowohl aus nächster Nähe als auch in schwindelnder Höhe kennenlernen.

Ziplines im Mount Hermon Adventures Abenteuerpark

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Besonders cool sind die Ziplines, auf der zweistündigen Tour kommt ihr in den Genuss von gleich sechs dieser Drahtseil-Rutschen in unterschiedlichen Höhe und Länge  – teilweise über 45 Meter hoch und mehr als 100 Meter lang. Zwei Hängebrücken zum Balancieren und Selfies schießen gibt es auch.

Ein Paradies für Surfer

Wenn ihr lieber eure Zeit am Meer und in den Wellen verbringen möchtet, dann bleibt ganz einfach in Santa Cruz – denn hier war einer der Geburtsorte des Surfsports auf dem US-Festland. Drei hawaiianische Prinzen, die hier auf einer Militärbasis stationiert waren, ließen sich 1885 Surfbretter bauen – geboren war das Wellenreiten. Der berühmte Surfer Jack O´Neill erfand hier den Neoprenanzug, um in kaltem Wasser länger surfen zu können.

Santa Cruz ist einer der Geburtsorte des Wellenreitens.

Sundry Photography/Shutterstock.com

Einer der besten Spots für fortgeschrittene Surfer – oder auch Besucher, die nur zusehen möchten, sind Steamer Lane und Pleasure Point Beach. Anfänger sind am Cowell Beach neben dem Santa Cruz Wharf am besten aufgehoben. Einen Einblick in die Surf-Geschichte der Region erhaltet ihr im Santa Cruz Surfing Museum, der in einem ehemaligen Leuchtturm am West Cliff Drive untergebracht ist.

Die Küste von Santa Cruz ist rau - und bietet beste Vorraussetzungen zum Surfen.

Sundry Photography/Shutterstock.com

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