»If you’re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair«, sang einst Scott McKenzie. Ganz so hippielastig ist es in der kalifornischen Großstadt zwar heute nicht mehr. Von seinem alternativen Charme hat San Francisco aber nichts verloren. Unser Tipps und unsere liebsten Sehenswürdigkeiten für eine Reise nach San Francisco. 

Mit dem Bus zu den Sehenswürdigkeiten in San Francisco

Big Bus Tours ist einer der großen Anbieter von Busrundfahrten durch die City. Die Touren werden im Hop-on-Hop-off-Modus angeboten. Das heißt, man kann ein- und aussteigen, wo und wann man möchte. Wer sein Hotel in der Innenstadt hat, kann zum Beispiel zum Hilton Hotel oder zum Union Square South gehen und dort ein Ticket kaufen. Die Busfahrt führt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, u.a. am Alamo Square, dem Golden Gate Park, der Golden Gate Bridge, Chinatown, dem Cruise Terminal, Fisherman’s Wharf und vielen mehr. Online gibt es Tickets ab 65,70 Dollar.

Die Fahrt mit dem Bus ist eine gute Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden viel von der Stadt zu sehen. Am Aussichtspunkt an der Golden Gate Bridge sollte man unbedingt aussteigen. Das ist ein Muss für jeden Besucher der Stadt – ein besseres Foto von San Francisco dürfte einem kaum gelingen. Auf dem Parkplatz am North Vista Point trudeln im Minutentakt die Touristenbusse ein, um die Besucher ein- und auszuladen. Der Platz eignet sich hervorragend, um Fotos zu schießen und ein Picknick einzulegen.

Touristen machen eine Bustour über die Golden Gate Bridge, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in San Francisco

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Wer möglichst viele Attraktionen erleben will, sollte sich den San Francisco CityPASS besorgen. Der Pass inkludiert u.a. eine 3-Tages-Nutzung der Cable Cars sowie Gratis-Eintritt in der California Academy of Sciences, des Aquarium of the Bay, eine Schiffsfahrt mit Blue & Gold Fleet Bay Cruise Adventure sowie freien Eintritt im Exploratorium oder im Young Museum and Legion of Honor.

Geld sparen beim Museums-Besuch in San Francisco

Kunstbegeisterte lieben San Francisco und die Museumslandschaft der City by the Bay. Doch mehrere Museumsbesuche können bei einer Reise ganz schön ins Geld gehen. Nicht jedoch, wenn man vorausplant und genau hinschaut. Gleich fünf Museen der Stadt sind am ersten Dienstag im Monat kostenlos.

Dazu gehören Highlights wie das de Young Museum im Golden Gate Park, das mit seiner Architektur, seinem Garten und den umfassenden Ausstellungen beeindruckt, darunter amerikanische Kunst aus dem 19. Jahrhundert und Kunstobjekte aus Afrika und der Südsee. Das Legion of Honor Museum überzeugt nicht nur mit seinen epochenübergreifenden Ausstellungen, sondern auch mit einem tollen Blick auf die Golden Gate Bridge, die Marin Headlands und den Pazifischen Ozean.

Zeitgenössische Kunst, Performances und Filme gibt es im Yerba Buena Center of the Arts. Und im Museum of Craft and Design wird das Kunsthandwerk gefeiert. Die jüdische Identität steht im Mittelpunkt der Filme, Musik und Kunstobjekte, die es im Contemporary Jewish Museum zu entdecken gibt. Kleiner Tipp: Auch das SFMOMA, die California Academy of Sciences und das Exploratorium öffnen ihre Türen von Zeit zu Zeit kostenfrei für ihre Besucher – die genauen Daten recherchiert man besten vorab online.

California academy of Sciences

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Music Hall of Fame Gallery

Ob Westküsten-Hip-Hop, Thrash Metal oder die Klänge des Summer of Love: In der San Francisco Music Hall of Fame Gallery treffen viele Musikgenres zusammen. Die Ausstellung würdigt rund 90 der berühmtesten Bands, Künstler und Musiklegenden der San Francisco Bay Area. Auf zwei Etagen können Besucher viele, auf Aluminium bedruckte Fotos und unzählige Instrumente bewundern. Hinzu kommen viele handgeschriebene Hommagen von Musik-Kennern, unter anderem von Ben Fong-Torres (Rolling Stone Magazine), Emma Silvers (KQED) und Joel Selvin (SF Chronicle). Auch eine Audiotour wird angeboten.

Die San Francisco Music Hall of Fame Gallery ist Teil des Music City Hotel, in dem jedes der 36 Zimmer anders aussieht und passend zum Thema »Musik« eingerichtet ist.

Die Galerie liegt in der Bush Street im Stadtteil Nob Hill und hat täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet (von Freitag bis Sonntag sogar bis 20 Uhr).

Klasse für sich: der Golden Gate Park

Er hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets verändert, gilt aber immer noch als einer der schönsten Orte in San Francisco: der Golden Gate Park. Als Zufluchtsort nach dem Erdbeben von 1906, als Treffpunkt während des Summer of Love und als offener Ort für alle, Bewohner wie Besucher. Mit seinen 4,1 Quadratkilometern gilt er als einer der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt. Er ist sogar größer als der Central Park in New York. Der rechteckige angelegte Park wurde in den 1860er Jahren von William Hammond Hall geplant.

Blick auf den Golden Gate Park in San Francisco bei Sonnenaufgang

Rich Hay

Künstliche Wasserläufe, ein Wasserfall und Seen schaffen eine naturnahe Szenerie und haben aus dem Golden Gate Park bis heute ein begehrtes Freizeitmekka für die Städter geschaffen. Für die Versorgung der Gewässer wurde 1902 sogar eigens eine holländische Windmühle gebaut. Der Park beherbergt einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in San Francisco, darunter das imposante de Young Museum, den Japanischen Garten mit Teehaus, den San Francisco Botanical Garden, das Conservatory of Flowers sowie die California Academy of Sciences.

Mit der Fähre zur ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz

Ein Muss für jeden San-Francisco-Besucher ist die ehemalige Gefängnisinsel Alacatraz. Als Alcatraz 1907 von der Armee offiziell als Festung aufgegeben wurde, dauerte es fast 30 Jahre, bis Alcatraz als Bundesstrafanstalt wiedereröffnet wurde (1934). Von den mehr als 1.500 Insassen, die auf der Insel ihre Strafe abbüßten, waren nur wenige berüchtigte Namen, u.a. Al »Scarface« Capone.

Die Kosten für die Unterhaltung des Gefängnisses stiegen im Laufe der Jahre dermaßen in die Höhe, dass sich US-Generalstaatsanwalt Robert F. Kennedy 1963 entschloss, Alcatraz zu schließen. Heute gehört die Insel zu den Nationalparks am Golden Gate. Rund ein Dutzend Mal am Tag düsen die Ausflugsschiffe von Alcatraz Cruises Richtung Insel. Dort kann man allein die Insel erkunden oder sich einem der Guides anschließen. Los geht es am Pier 33, die erste Tour startet um 8:45 Uhr morgens.

Das Alcatraz Gefängnis auf einer Insel vor San Francisco

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Ein Besuch in Chinatown gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm. Das riesige Viertel, in dem rund 100.000 Chinesen wohnen, erstreckt sich über 18 Häuserblöcke. Es locken viele Geschäfte, in denen man typisch chinesische Gewürze, Arzneimittel, Porzellan, Antiquitäten und Souvenirschnickschnack kaufen kann. Einen Einblick in die religiöse Kultur bietet der einzigartige Ma-Tsu Temple in der Beckett Street. Außerdem empfehlenswert: ein Besuch der Golden Gate Fortune Cookie Factory, in der man dabei zusehen kann, wie die typisch chinesischen Glückkekse produziert werden.

Frische Brise und Rummel am Fisherman’s Wharf

Wer einfach nur spazieren gehen und das besondere Flair der Stadt genießen möchte, sollte Kurs auf die San Francisco Bay nehmen. Das Hafenviertel, auch Fisherman’s Wharf genannt, erstreckt sich von der Van Ness Avenue im Westen bis zur Kearny Street im Osten. Die meisten Touristen zieht es zum Pier 39, ein fast schon disneyhaftes Potpourri aus Restaurants, Souvenirläden und Kirmes-Attraktionen.

Fisherman's Wharf, Pier 39, in San Francisco

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Dort erwartet Besucher u.a. ein Flugsimulator, in dem man San Francisco aus einer anderen Perspektive erleben kann. »The Flyer – San Francisco« ist das erste Flying-Theater, das Filme im 3D-Format auf eine große Leinwand projiziert. Gezeigt werden bekannte Sehenswürdigkeiten in San Francisco wie die Golden Gate Bridge, der Coit Tower, die Lombard Street, Chinatown und der nahegelegenen Redwood National Forest.

Seit Neustem gibt’s in der Gegend auch ein Riesenrad: Das SkyStar Fisherman’s Wharf Observation Wheel liegt direkt am Wasser vor Pier 43. Es ist 46 Meter hoch, bietet 36 Gondeln und dreht täglich von 10 bis 22 Uhr seine Runden.

Riesenrad in San Francisco

Sky Star

Psychodelischer Ort: Magowan’s Infinite Mirror Maze

Auf dem Kopf stehend durch eine verquere Welt wandeln lautet das Motto im Magowan’s Infinite Mirror Maze. Das ist ein Spiegellabyrinth, das durch Schwarzlicht zum Leuchten gebracht wird. Laut SF Weekly ist es »der wohl psychodelischste Ort, den man legal innerhalb der Stadtgrenzen erreichen kann«. Den verwirrenden, mit Neonfarben beleuchteten Säulen und Bögen kann sich niemand entziehen. Mit ausgestreckten Armen wird durch das Labyrinth gestolpert, kreischend und kichernd findet man sich manchmal kopfüber im eigenen Spiegelbild wieder, während Tanzmusik aus den 80er Jahren aus den Lautsprechern dringt.

Teuer ist es auch nicht: Für nur fünf Dollar Eintritt seid ihr dabei. Das Magowan’s Infinite Mirror Maze findet man in einem unscheinbaren Gebäude am Pier 39.

Magowans unendliches Spiegellabyrinth im Pier 39. Gewölbte Türöffnungen und Säulen bilden die Grundlage für dieses bunte Spiegellabyrinth für Erwachsene und Kinder.

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Ab in die Cable Cars!

Was wäre ein San-Francisco-Besuch ohne die Fahrt mit den berühmten Cable Cars? Allerdings sollte man nicht dem Irrtum erliegen, dass man mit den Straßenbahnen die ganze Stadt durchqueren kann. Es gibt nämlich nur drei Linien, die heute noch fahren: die Powell-Mason (59), die Powell-Hyde (60) und die California Street (61).

Die California-Street-Linie verläuft von Ost nach West entlang der California Street. Sie startet an der Market Street/Ecke Drumm Street, zwei Blocks westlich des Ferry Building (Embarcadero) und fährt durch den Financial District und durchs Viertel Nob Hill. Die Fahrt endet an der Van Ness Avenue.

Cable Car in San Francisco

Amogh Manjunath

Die beiden anderen Cable-Car-Linien, Mason und Hyde, starten an der Powell Street/Market Street. Beide Linien fahren in Nord-Süd-Richtung, durchqueren den Union Square, erklimmen Nob Hill, und fahren auf der Powell Street vier weitere Blocks am westlichen Rand von Chinatown entlang nach Norden. Nach der Abbiegung in die Jackson Street trennen sich die Linien.

Die Mason-Linie verläuft entlang der Mason Street nach Norden. Dabei streift sie das Viertel North Beach. Endziel ist die Taylor Street/Bay Street nahe Fisherman’s Wharf. Die Hyde-Linie folgt der Jackson Street (Washington Street in der anderen Richtung) vier weitere Blocks, um die Hyde Street zu erreichen, und biegt dann nach Norden ab. Es geht vorbei an Geschäften und Restaurants im Viertel Russian Hill. Oben angekommen passiert die Cable Car die Lombard Street. Es bieten sich wunderschöne Ausblicke, unter anderem nach Alcatraz. Anschließend geht es hinunter in den Aquatic Park.

Wie man sich denken kann, sind die Cable Cars bei Touristen sehr beliebt, weshalb es zuweilen zu längeren Wartezeiten an den jeweiligen Haltestellen kommen kann. Das sollte man bei der Planung einkalkulieren.

Die Cable Cars verkehren täglich zwischen 7 Uhr und 23 Uhr. Eine Fahrt kostet derzeit acht Dollar. Wer vorhat, öfters mit den Bahnen durch die Stadt zu tuckern, sollte sich den »All-Muni Pass« für 13 Dollar besorgen. Damit kann man unbegrenzt mit den Cable Cars, den historischen Straßenbahnen der F-Linie, Stadtbahnen (Muni und Muni Metro) und Bussen fahren.

Natur erleben im Presidio

San Francisco hält viele Parks zum Spazieren und Chillen bereit. Der Presidio an der Nordspitze der Halbinsel ist eine der größten Grünflächen der Stadt. Früher war hier das Militär zu Hause. Heute ist das Areal ein populäres Erholungsgebiet.

Presidio in San Francisco

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Das 56.000 Quadratmeter große Areal bietet malerische Aussichtspunkte mit einem atemberaubenden Blick auf die Golden Gate Bridge und die Stadt, Wanderwege, Picknickplätze sowie Gärten und Wiesen mit 180 verschiedenen einheimischen Pflanzen. The Outpost – ein zwei Hektar großer Naturspielbereich – bietet Spielelemente, die Elemente des Presidio widerspiegeln und aus umgestürzten Baumstämmen, Felsbrocken und anderen natürlichen Materialien gebaut wurden.

Kostenlose Stadtführungen mit Free SF Tour

Die Free SF Tour-Crew besteht aus Einheimischen, die Besucher auf verschiedene Spaziergänge durch die Stadt begleiten – und das gratis.

Die »Morning SF Tour« wird jeden Tag um 10 Uhr angeboten. Sie umfasst den größten Teil der Innenstadt, einschließlich Union Square, wo die Tour beginnt, Chinatown, Financial District und Ferry Terminal, wo die Tour endet. Besucher können sich auf viele unterhaltsame Fakten und einen kurzweiligen Spaziergang freuen, bei dem es um Geschichten über Orte, Menschen sowie historische und aktuelle Ereignisse geht.

Mann und Frau sitzen auf Baumstamm im Dolores Park, San Francisco

Fran

Die Tour »Mission/Castro Hidden Stories« findet donnerstags, freitags und samstags jeweils um 14 Uhr statt und führt durch zwei beliebte Stadtteile von San Francisco vor: Mission District und Castro. Beide Viertel gelten heute als Trend-Viertel. Ein erfahrener Guide führt Besucher an viele Orte, die bei Einheimischen beliebt sind, etwa zum Mission Dolores Park, zum Castro Theatre und zur Clarion Mural Alley. Die Tour startet an der Mission Dolores Basilica und endet an der Castro Metro Station.

Mittwochs um 14 Uhr schließlich wird die »Italian Love Tour« angeboten. Sie startet an der St. Peter and Paul Cathedral, führt durch das Viertel North Beach und endet am Powell & Hyde Cable Car Turnabout. Highlight der Tour ist die Lombard Street, die weltberühmte Zickzack-Straße im Viertel Russian Hill.

Die Dauer jeder Tour liegt zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Wer sicher sein will, dass der Wunschtermin verfügbar ist, sollte im Voraus online buchen. Die Guides verdienen ausschließlich an den Trinkgeldern der Teilnehmer. Weitere Informationen gibt es auf der Website von Free SF Tour.

Ausflug ins Weinanbaugebiet Napa Valley

Von San Francisco aus erreicht man nach knapp einer Stunde Autofahrt Napa Valley: Das Weinanbaugebiet liegt im gleichnamigen Napa County. Das etwa 50 Kilometer lange und nur wenige Kilometer breite Tal ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete der Welt. Mit über 150 Restaurants, 125 Unterkünften, diversen Outdoor-Aktivitäten, Kunstgalerien und Events bietet es jedoch viele Freizeitangebote und Food-Erlebnisse.

Für ein Weinerlebnis lohnt sich ein Besuch der Gegend zwischen Oakville und Rutherford, die übersät ist mit über 60 verschiedenen Weingütern. Das Angebot reicht von kleinen, persönlichen Boutique-Weingütern bis hin zu den namhaften Größen der Branche. Hier kann man an einem Wein nippen, während man durch einen Skulpturenpark flaniert oder ein edles Schlückchen direkt aus dem Fass ergattern. Braucht man eine Pause von den Trauben, gibt es auch die Möglichkeit, Olivenöl zu verkosten.

Ausblick aus einem Weingut auf das Weinanbaugebiet in Napa Valley

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In der Cabernet-Saison zwischen November und April legt sich eine ruhigere, intime Atmosphäre über das Tal. Bei milden Temperaturen könnt ihr einem gemütlichen Kurzausflug schlemmen, in Spas entspannen und vielleicht sogar den einen oder anderen Winzer und Künstler persönlich kennenlernen.

Unterwegs in Castro und auf der Lombard Street

San Francisco hat eines der größten und verrücktesten Schwulenviertel der Welt: Castro. Epizentrum ist die Gegend an der Kreuzung 18th Street und Castro Street. Wer keine Lust hat, nachts die Gegend unsicher zu machen, kann auch ohne Probleme tagsüber durchs Viertel schlendern. Dabei laufen einem garantiert einige bunte Paradiesvögel über den Weg.

Ein weiteres Muss: die Lombard Street auf dem Russian Hill.  Seit 1922 schlängelt sich die weltberühmte Straße als Einbahnstraße in acht Kurven 145 Meter lang bergab. Die auffällig rot gepflasterte Strecke ist dabei nur auf dem Weg nach unten befahrbar. Bis zu 350 Fahrzeuge pro Stunde nutzen die einspurige Straße. In vielen davon sitzen Touristen. Wer zu Fuß die Straße begehen will, kann sie in beide Richtungen benutzen.

Lombard Street in San Francisco

BradeCollum

Mitbringsel. So verrückt die Stadt ist, so verrückt sind auch die Mitbringsel. Wie wäre es zum Beispiel mit einem ausgestopften und kostümierten Eichhörnchen oder einer Mumien-Maus aus dem Shop Gaxton Gate? Neben kuriosen Tierpräparaten gibt es hier auch Kinderbücher, Deko-Artikel, Seifen und mehr. Auch in Chinatown lässt es sich prima Jagd auf Souvenirs machen.

Chinatown in San Francisco

Braden Collum

Oder wie wäre es mit einer Perücke für Onkel Alfred? Die gibt es bei Cliffs Variety im Castro District, zusammen mit Kostümen, Tiaras, Strümpfen, Spielkonsolen und Heimwerkerartikeln. Das 80 Jahre alte Traditionsgeschäft ist ein Sammelsurium an allem, was man braucht und nicht braucht. Und schließlich für Mama vielleicht der Duft San Franciscos als Kerze? Die gibt es bei Scents of San Francisco mit verschiedenen Duftnoten je nach Stadtteil.

Top-Restaurants in San Francisco

Restaurants. Die San Francisco Bay Area hat einige Restaurants, die bereits mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Zu den Restaurants gehören das Atelier Crenn (San Francisco), das Benu (San Francisco), The French Laundry (Yountville), das Quince (San Francisco) und das Single Thread (Healdsburg).

Eine unserer liebsten Sehenswürdigkeiten in San Francisco ist die ausgezeichnete Sterneküche, zum Beispiel im SingleThread

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George Chen, Inhaber und Chefkoch des ehemals legendären Betelnut im Marina District, zählt zur Koch-Prominenz in San Francisco. Mit Eight Tables wagte er etwas Neues und kreierte einen Esstempel im Stil der chinesischen Haute-Cuisine »shifan tsui«. An den acht Tischen werden ausschließlich exquisite Luxusmenüs serviert. Die Atmosphäre erinnert an einen privaten Elite-Club.

Im True Laurel steht hingegen die Bar im Mittelpunkt, wo Kreationen wie »Prata-Tat«, »Golden Child« und »Lightning in a Bottle« serviert werden – dekoriert mit frischen Bio-Zutaten wie Rhabarber, Sellerie und Co versteht sich. Dazu gibt es ein Tasting-Menü aus passenden Speisen – allesamt verspielte Versionen von Comfort Food-Klassikern wie Ramen, Baked Potatoe und Dungeness Crab. Die kleine Cocktail-Bar mit Restaurant liegt in San Franciscos hippen Mission District und ist seit Ende Dezember 2017 geöffnet. Was das Design angeht, so orientiert sich der Laden am Industrial-Trend und lockt die Gäste mit einer Mischung aus Beton, knalligen Blau- und Gelb-Tönen sowie grobem Holz. Inhaber David Barzelay und Bar-Chef Nicolas Torres sind durch ihr erstes Projekt Lazy Bear bereits bestens bekannte Gesichter der Gastro-Szene San Franciscos.

Gericht serviert in einem Sternelokal in San Fracisco

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Food-Trucks in San Francisco

Keine Lust auf edle Restaurants? Wie wäre es mit einem Essen vom Food Truck? Davon gibt es in San Francisco jede Menge. Die Auswahl reicht von Hummerrollen über Köstlichkeiten aus El Salvador zu Pizza, indischen Snacks und mexikanisch-philippinischer Fusionsküche. Zu den Legenden unter den Trucks zählt Del Popolo, der frisch gebackene Holzofen-Pizza verkauft. Aunt Vicky dagegen nimmt Hungrige mit auf eine Reise in die Südsee. Ihre Küche fusioniert hawaiianische und asiatische Geschmäcker, herauskommen knusprig frittiertes Hähnchen, Pork Sliders und süße Hawaii Rolls.

Wer sich erst vor Ort entscheiden möchte, in welchen Winkel der Welt man beim Essen reisen möchte, schaut bei einem der Food-Truck-Märkten in San Francisco vorbei. Zu den bekanntesten zählt Off The Grid, der regelmäßig im Presidio und in Fort Mason stattfindet. Beim SoMa StrEat Food Park rotieren die Verkäufer regelmäßig, so dass bei den Gästen immer etwas Anderes auf dem Teller landet.

Italienische Pizza in Holzofen zubereitet

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Naschkatzen sollten unbedingt den Original Ghirardelli Chocolate & Ice Cream Shop am Ghirardelli Square in San Francisco besuchen. In dem historischen Gebäude feiert das Geschäft Ghirardellis seine Geschichte als US-amerikanischer Schokoladenpionier. Das Erbe des Unternehmens reicht bis in die 1850er Jahre zurück. Hingucker ist eine große fließende Schokoladenwand, ein 5,7 Meter hohes »G« des historischen Ghirardelli-Schildes der Marke, eine Nachbildung der Seilbahn von San Francisco. Auf der Speisekarte stehen 15 verschiedene Eisbecher, darunter Ghirardellis berühmter Hot Fudge Sundae.

Was man in San Francisco unterlassen sollte

Besser nicht …

… auf billige Übernachtungspreise hoffen. Die Hotelpreise in San Francisco sind ziemlich gesalzen. Selbst auf der Lombard Street, wo sich Dutzende Hotels im Zwei- und Drei-Sterne-Segment befinden, bekommt man selten ein DZ für weniger als umgerechnet 100 Euro.

… bei einer Fahrt mit dem Cable Cars wild herumturnen. Manche Fahrer und Kontrolleure sind zwar recht nachsichtig, aus eigenem Interesse sollte man sich aber tunlichst vorsichtig an Bord bewegen.

… qualmen, wo es einem gefällt. Die Nichtraucherschutzgesetze in Kalifornien sind streng. So muss man sich meist 20 Feet (sechs Meter) von Gebäudeeingängen entfernen, um zu rauchen. In den Parks von San Francisco ist Rauchen auch verboten, ebenso auf Straßenfesten.

… verdutzt dreinschauen, wenn von »Karl« die Rede ist. Denn damit ist der berühmt-berüchtigte Nebel in San Francisco gemeint. »Karl« hat mittlerweile eine sagenhafte Fancommunity von mehr als 277.000 Instagram-Followern!

Blick auf Golden Gaten Bridge im Nebel

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Hotel-Tipps für San Francisco

Unterkunft. San Francisco Marriott Marquis, 780 Mission Street, San Francisco, Kalifornien 94103. Wer gut und zentral in San Francisco übernachten möchte, sollte einen Blick auf das Vier-Sterne-Hotel Marriott Marquis werfen. Es befindet sich nur 300 Meter vom zentralen Union Square – also mitten in der Stadt – und ist ein ziemlich großer Bunker. Das 133 Meter in den Himmel ragende Hotel hat 1.500 Zimmer im Angebot. Wer Sport machen möchte, kann sich in dem sehr großen Fitness-Studio des Hotels austoben (leider keine Sauna). Morgens lockt ein opulentes Frühstücksbuffet. Sensationell gut ist die Aussicht von der View Lounge im obersten Stockwerk.

Eindrücke des San Francisco Marriott Marquis

www.instagram.com/sfmarriottmarquis/

Eine Alternative ist das Hotel Bijou, ein charakteristisches Traditionshotel. Das Boutique-Hotel bietet 65 recht große Zimmer. Das Besondere des Hotels ist das stilvolle Art-Deco-Design, das Reisende zurück in die Roaring Twenties transportiert. Zum Entspannen steht Gästen ein In-Room-Spa-Service mit Massageanwendungen zur Verfügung. Wer noch mehr Erholung sucht, bucht das Wellness-Package, das den Fokus auf Meditation und Atmung legt. Das hoteleigene Restaurant Gibson bietet Live-Fire-Cooking, ein ausgesuchtes Menü mit regionalen Gerichten sowie gut gemixte Drinks.

Tipps zur Anreise nach San Francisco und zum Wetter

In San Francisco dominiert ein relativ mediterranes Klima. Richtig kalt wird es nie. Richtig heiß aber auch nicht. Das ganze Jahr über pendeln die Temperaturen zwischen 14 und 24 Grad. Selbst im Dezember kann es vorkommen, dass die Sonne scheint und es bis zu 17 Grad warm wird. Die Sommermonate Juni bis September sind obendrein nahezu niederschlagsfrei. In den Wintermonaten kann es abends und nachts sehr frisch werden. Pullover und Jacke dürfen dann im Reisegepäck nicht fehlen.

Ein gültiger Reisepass ist unabdingbar, der Pass muss mindestens bis zum Tag der Ausreise gültig sein. Deutsche Staatsangehörige, die sich maximal drei Monate in den USA aufhalten werden, können am Visa Waiver Program teilnehmen. Dazu muss spätestens 72 Stunden vor dem Abflug online eine Genehmigung über Esta beantragt werden. Diese kostet mittlerweile 21 US-Dollar. In der Regel erhält man die Genehmigung wenige Minuten später per E-Mail. Anschießend steht einer Reise nach San Francisco nichts mehr im Wege.

United Airlines fliegt täglich ab Frankfurt/Main nonstop zum San Francisco International Airport (Abflug 13:20 Uhr in Frankfurt, Ankunft um 16:05 Uhr in San Francisco; im Sommerflugplan sogar zweimal täglich). Auch ab München wird die kalifornische Stadt täglich angeflogen (Abflug 11:55 Uhr, Ankunft um 14:55 Uhr in San Francisco). Ein Hin- und Rückflug in der »United Polaris Business Class« auf der genannten Strecke ist ab 2.500 Euro plus Steuern buchbar. Weitere Informationen gibt es hier.

Das offizielle Fremdenverkehrsamt der Stadt bietet viele Infos und Tipps für einen Aufenthalt in der Stadt.