Was sollte ein Hotel haben, um bei den Promis auf der Top-Wunschliste zu landen? Wir haben uns im »The Mark Hotel« in New York umgesehen, das ganz oben auf der Beliebtheitsskala positioniert ist … Text: Ulrike Klaas

Die Lobby ist für große Auftritte wie geschaffen. Der schwarz-weiß gestreifte Marmor glänzt, denn er ist poliert wie das Parkett eines Opernballs. Links die Bar, eingetaucht in gelb-, pinken- und orangefarbenes Licht, mit Sesseln im Kuh-Animal-Print. Pop pur, als hätte man die Kulisse eines Baz-Luhrmann-Films betreten.

The sitting area of the lobby of The Mark Hotel, NYC

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Erst Recht, wenn Prominente wie Oprah Winfried, Anna Wintour, Russell Crowe, Marc Jacobs, Katie Holmes oder Novak Djokovic durch die Lobby huschen.

Insbesondere zur Fashion Week oder einer Benefizgala des Metropolitan Museum of Art ist es als Normalsterblicher schwierig, ein Zimmer zu ergattern. Doch auch an einem stinknormalen Mittwoch ist der Gast geneigt, nach den VIPs Ausschau zu halten. Ob im Restaurant von Jean-Georges Vongerichten, wo stets die Crème de la Crème aus Film, Fernsehen, Mode, Kunst und Wirtschaft speist, oder im Fitnessraum, in dem sich Sportstars auf dem Laufband fit halten.

Kein Promi kommt über die Lippen

Doch wer gerade tatsächlich gerade im The Mark die Nachtruhe sucht, das ist schwer herauszufinden. Denn das Personal plaudert nicht. Ganz im Gegenteil. Diskretion ist eine Tugend im The Mark Hotel. Und genau das ist einer der Gründe, warum sich die Promis hier die Klinke in die Hand geben und sich wohlfühlen.

Dass jede Klinke im Fünf-Sterne-Haus von keinem Geringeren als Jacques Grange, einem der weltweit führenden Interieur-Designer ausgesucht wurde, wird nicht unerheblich dazu beigetragen haben, dass das The Mark nicht bloß ein Hotel unter vielen in New York ist. 2009 hat der Designer, der schon das Heim von Prinzessin Carolin von Monaco oder Valentino mit dem gewünschten Flair eingerichtet hat, dem Hotel ein komplett neues Antlitz verliehen.

A daytime view of the atrium entrance to The Mark Hotel, NYC

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Und hat dabei Feingefühl bewiesen. Die Art-Déco-Architektur des 1927 erbauten Gebäudes aus Kalk- und Backstein wurde mit einem modernen avantgardistischen Stil geschmückt. Das zeigt sich auch in den 100 Zimmern und 50 Suiten.

Ein Stil, der alle Geschmäcker zusammenbringt – von der Chanel-tragenden Ehefrau bis hin zu Sportlern wie eben Djokovic oder Design-Ikonen wie Marc Jacobs. Das markante schwarz-weiß gestreifte Muster findet sich nicht nur in der Lobby, sondern begrüßt die Gäste bereits davor. Auf dem Gehweg steht ein Wägelchen mit Blumen dekoriert geschützt durch ein schwarz-weiß gestreiftes Dach auf dem in großen Lettern prangt: The Mark.

 Auf gute Nachbarschaft!

Was den Promis noch wichtig ist? Die Lage. The Mark liegt nur drei Gehminuten vom Central Park entfernt, in bester Nachbarschaft und sehr zentral, aber dennoch so weit außerhalb an der Madison Avenue, dass die Hektik Manhattans kaum zu spüren ist.

Apropos Central Park: Ist ein »Lunch to go“ für den Park erwünscht? Bitte sehr! Die Schuhe sind etwas dreckig geworden? Im hauseigenen Shoe Shine Kiosk von John Lobbs werden sie aufpoliert. Keine Lust, um für einen Friseurtermin das Hotel zu verlassen? Es reicht, den Lift zu nehmen und geradewegs in den Salon des New Yorker Starfriseurs Frédéric Fekkai zu spazieren. Das The Mark bietet einen Fünf-Sterne-Service der Wünsche erfüllt, die bisher nicht geäußert wurden.

Die größte Hotelsuite der USA

Das mögen natürlich auch die Promis, auch wenn diese nicht, wie man vermuten könnte, die größte und somit eine der teuersten Penthouse-Suiten der Welt buchen. The Mark Hotel ist eben für alle Gäste gewappnet. Auch für diejenigen, die fünf Schlafzimmer benötigen, einen eigenen Flügel, eine Bibliothek und das Prachtstück einer 2.500 Quadratmeter großen Dachterrasse mit Sicht auf die Upper East Side.

Mark Five Bedroom Suite Master Bed

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Sonnenaufgang über dem Central Park inklusive. Selbstverständlich hat die Superluxus-Suite einen privaten Aufzug. Kostenpunkt für die größte Suite der USA: umgerechnet rund 73.000 Euro pro Nacht zur teuersten Buchungszeit wie Ferien oder Festivals.

War das nicht gerade Nicole Kidman, die durch die Lobby schritt? Kann sein. Aber im The Mark würde niemand um ein Selfie bitten oder darüber tuscheln. Ganz bestimmt nicht.

The Mark Hotel 25 Avenue 77th Street, New York, 10075. www.themarkhotel.com. Der Ab-Preis für ein Zimmer liegt bei € 450 die Nacht.

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