Zeitlose Uhren-Ikonen

1. Lange 1 von A. Lange & Söhne2. Navitimer B01 von Breitling3. Monaco von Tag Heuer4. Meister Pilot von Junghans5. Speedmaster Racing von Omega6. Porsche Design Timepieces von Monobloc Actuator

Diese Uhren sind Ikonen der Zeitmessung. Seit Jahrzehnten. Ihre Gestalter verkniffen sich modische Gimmicks, sondern konzentrierten sich auf Funktionalität und klare Designsprache. Wir wagen die Behauptung: Die zeitlosen Uhren gelten auch in 50 Jahren nicht als altmodisch.

1 | Die Legende: Lange 1 von A. Lange & Söhne

Diese Uhr ist zweifelsohne das Gesicht der Marke A. Lange & Söhne. Mit ihr startete vor 25 Jahren die Wiedergründung der traditionsreichen Glashütter Manufaktur. Nicht zuletzt aus diesem Grunde pflegen die Glashütter ihre Legende mit großem Bedacht. Weder die Gehäusegröße (38,5 mm) noch das charakteristische Zifferblatt mit den dezentral angeordneten Anzeigen und dem Lange-eigenen Großdatum wurde in den letzten 25 Jahren verändert. Seit 2015 jedoch tickt in der Lange 1 das neu konstruierte Uhrwerk Kaliber L.121.1, in dem auch die hauseigene Spirale zum Einsatz kommt. € 32.300

2 | Inbegriff der modernen Fliegeruhr: Navitimer B01 von Breitling

Dies ist wahrscheinlich die erste Smartwatch der Welt, obwohl sie durch und durch mechanisch ist. Zur Navigation – daher auch der Modellname – von Flugzeugen konstruierte Breitling einen kreisförmigen unter Glas liegenden Rechenschieber. Indem man den Glasrand  dreht, lassen sich mathematische Dreisatzaufgaben lösen und so beispielsweise Durchschnittsgeschwindigkeit, Steig- und Sinkflugrate kalkulieren. So wurde sie für viele Piloten – und solche, die es gerne wären – zum Inbegriff der modernen Fliegeruhr. Echte Mechanikfans bevorzugen den Navitimer mit dem Manufakturkaliber B01, das perfekt in das 43-Millimeter-Edelstahlgehäuse passt. € 7.400

3 | Hollywoodreifer Bestseller: Monaco von Tag Heuer

Vor 50 Jahren war diese Uhr geradezu revolutionär. Zum einen war sie bei ihrer Lancierung im März 1969 einer der ersten Chronographen mit Automatikwerken, den heute legendären Kalibern 11 und 12. Auch das rechteckige und dennoch wasserdichte Gehäuse war eine technische Meisterleistung. Berühmt wurde die Monaco am Arm von Steve McQueen, der diese Uhr 1970 im Rennfahrer-Epos »Le Mans« trug. Seither hat sich viel getan. Die Monaco wurde zwischenzeitlich eingestellt. Um sie stilgerecht wiederaufleben zu lassen wurde ein neues Kaliber 11 konstruiert – mit der charakteristischen Aufteilung Krone links, Chronographen-Drücker rechts. Heute ein Bestseller von TAG Heuer. € 5.250

Wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert

4 | Dienstuhr für Piloten: Meister Pilot von Junghans

Als die damals junge Bundeswehr 1955 eine Dienstuhr für ihre Piloten suchte, stand Junghans buchstäblich Gewehr bei Fuß – und durfte prompt auch liefern. Bis 1964 produzierten die Schramberger den Chronographen (38 mm) mit der typischen achteckigen Drehlünette. Angetrieben wurde diese Uhr vom Junghans-eigenen Handaufzugwerk Kaliber J88 mit aufwendiger Schaltradsteuerung. Mit dem Militär hat Junghans nichts mehr am Hut, eigene mechanische Uhrwerke baut man in Schramberg auch nicht mehr – aber dafür technisch hochwertige Zeitmesser zu sehr angemessenen Preisen. Dazu zählt auch der 2016 vorgestellte Chronograph Meister Pilot, der mit einem Durchmesser von 43,3 Millimeter etwas größer als sein Vorbild ist. € 2.240

5 | Ein Glücksfall:  Speedmaster Racing von Omega

Diese Uhr feierte 2019 Jubiläum: Die Omega Speedmaster wurde zwar schon 1965 von der NASA zur offiziellen Dienstuhr ernannt, Aufsehen erregte sie aber erst als sie am Arm der Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin sie auf dem Mond landete. Fürs Marketing von Omega ist die Mondlandung ein Glücksfall, weshalb zu nahezu jedem Jahrestag einer NASA-Mission ein Sondermodell der Moonwatch lanciert wird. Dabei gerät völlig in Vergessenheit, dass die Speedmaster ursprünglich als Uhr für Rennfahrer konzipiert war. Dem trägt die Speedmaster Racing Chronometer Rechnung, die dank einer Hemmpartie aus Silizium auch magnetfeldresistent ist. € 7.900

6 | Rasantes Design: Porsche Design Timepieces von Monobloc Actuator

Die gestalterische Grundlage dieses Chronographen legte von Prof. Ferdinand Alexander Porsche, dem gestalterischen Vater des legendären Porsche 911. Denn er beschränkte sich eben nicht nur auf Autos, sondern designte auch eine ganze Reihe von fortschrittlichen Uhren, die von Marken wie IWC in Lizenz gefertigt wurden. Seit 2014 ist Porsche Design Timepieces ein eigenständiger Uhrenhersteller, der das gestalterische Erbe von F.A. Porsche pflegt. Die Entwürfe stammen nach wie vor im Porsche Design Studio in Zell am See, die Uhren werden jedoch in eigenen Ateliers in Solothurn gebaut. Der Monobloc Actuator, selbstverständlich im Titangehäuse, ist eine gestalterische wie technische Evolution des historischen Titanchronographen. € 6.450

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