Eine Reise ans Tote Meer ist ein besonders Naturerlebnis – und gut für die Gesundheit. Das Wasser des tiefst gelegenen Sees der Welt ist zehnmal so salzig wie das des Atlantiks, es lindert Rückenleiden und Hauterkrankungen. Während das Westufer zu Israel und dem palästinensischen Westjordanland gehört, ist das Ostufer Teil Jordaniens.

Die Grenze zu überqueren ist möglich, aber mühsam. Die nahegelegene Allenby-Brücke zwischen Jericho und Jordanien ist für internationale Touristen passierbar, allerdings nicht mit dem Auto. Außerdem muss vorher ein Visum beantragt werden. Wer ans Tote Meer will, sollte sich also vorher überlegen, von wo aus er anreist.

Tipps zur Anreise ans Tote Meer

Anreise. Flüge nach Israel sind meist bedeutend preiswerter als nach Jordanien. Neben Lufthansa und El Al fliegt Germania seit Start des Winterflugplans auch von Nürnberg aus nach Tel Aviv. Ryanair hat seit kurzem Direktflüge von Düsseldorf-Weeze nach Eilat im Programm – direkt ans Ufer des Toten Meers.

Die Fluggesellschaft Royal Jordanian bietet Direktflüge von Deutschland in die jordanische Hauptstadt Amman an. Die Strecke hin und zurück ab Frankfurt kostet in der Nebensaison etwa 540 Euro. Deutlich preiswerter wird es bei British Airways mit Umstieg in London. Flüge gibt es hier bereits ab 380 Euro.

Das Tote Meer erreicht man am besten per Mietwagen. Die Autofahrt von Amman dauert nur eine Stunde – wenn man es wagt, sich durch den wuseligen Straßenverkehr zu manövrieren. Alle großen internationalen Mietwagenfirmen sind vertreten. Alternativ fahren auch Taxis ans Tote Meer, die Preise sind erheblich günstiger als in Europa. Von Tel Aviv aus braucht man über Jerusalem und das Westjordanland etwa zweieinhalb Stunden mit dem Mietwagen. Hier empfiehlt sich der lokale israelische Anbieter Eldan, der meist preiswerte Tarife anbietet.

Autofahrt zum Toten Meer

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Übernachten am Toten Meer

Unterkunft und Wellness. Die Naturzerstörung am Toten Meer ist am jordanischen Ufer weniger sichtbar. Internationale Luxusketten wie Hilton, Marriott und Kempinski unterhalten an der Küste nahe der Bundesstraße 65 Hotels mit privaten Stränden und direktem Wasserzugang. Das älteste unter ihnen ist das inhabergeführte, mit vier Sternen ausgezeichnete Dead Sea Spa Hotel. Es wurde bereits 1990 gebaut, verfügt über 265 Gästezimmer, ein hauseigenes Spa, mehrere Restaurants und eine medizinische Einrichtung. Ein Standard-Doppelzimmer kostet auf Schnäppchenportalen ab 89 Euro.

Auf der israelischen Seite ist die Auswahl geringer. Hier ist vor allem das Ein Gedi Hotel zu empfehlen. Es bietet 166 moderne Zimmer mit eigenem Bad sowie Zugang zum Hotel-Spa. Der Besuch im Ein Gedi Sea of Spa am Toten Meer ist für Hotelgäste kostenfrei, ein Shuttlebus bringt Sie vom Hotel dorthin. Ein Doppelzimmer kostet ab 200 Euro pro Nacht, in der Nebensaison gibt es Sonderangebote ab 92 Euro.

Subtropisches Klima

Klima & Reisezeit. Das Klima am Toten Meer ist subtropisch. In den Monaten Juli und August kann es recht heiß werden, die maximalen Temperaturen betragen im Mittel 32 Grad. Mit Regen ist in der Sommerzeit kaum zu rechnen. Wer die hohen Temperaturen schlecht verträgt, kann aber auch in der Winterzeit ans Tote Meer reisen. Die Wassertemperaturen betragen zu dieser Jahreszeit meistens noch immer um die 20 Grad.

Aktivitäten. Wer eine Abwechslung zu Schwebebädern im Toten Meer und Wellness im Spa sucht, sollte auf der israelischen Seite im Naturreservat Ein Gedi mit seinen Palmen, Balsamsträuchern und Wasserfällen vorbeischauen. Der Naturpark gilt als einer der schönsten Israels. Besucher können neun verschiedenen Wanderwege erkunden. Doch Vorsicht: In Herbst und Winter gelten kurze Öffnungszeiten. Der Eintritt kostet 27 Israelische Schekel für Erwachsene (6 Euro) und 14 Israelische Schekel für Kinder (3 Euro). Informationen unter www.touristisrael.com

Wasserfall in Ein Gedi

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Auf jordanischer Seite ist es nur eine kurze Fahrt zur Baptism Site of Jesus Christ. Von der russisch-orthodoxen Kirche bis zum Kloster haben sich um den kürzlich zum Unesco-Weltkulturerbe erklärten Ort Religionsgemeinschaften angesiedelt. Hier in Bethanien, am Fluss Jordan, soll Jesus die Johannestaufe empfangen haben. Touren in das israelisch-jordanische Grenzgebiet sind nur unter Aufsicht möglich, ein Ticket kostet 12 jordanische Dinar (15 Euro).

Nicht weit bis zur Felsenstadt Petra

Wer das Tote Meer auf jordanischer Seite weiter südlich fährt, erreicht nach drei Stunden Fahr die antike Felsenstadt Petra. Der Weg führt über eine entlegene Bergstraße, von den Gipfeln hat man einen fantastischen Ausblick auf das Tote Meer. Petra wurde bereits 1985 ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Die Grabtempel der Stadt wurden direkt aus dem Fels gemeißelt, sie gelten als einzigartiges Kulturdenkmal. Ein Tagesticket kostet 50 jordanische Dinar (62 Euro).

Essen und Trinken. Neben dem Hotelrestaurant gibt es im israelischen Ein Gedi lediglich den Speisesaal im Kibbuz. Eigentlich ist der nur für Anwohner zugänglich. Mit etwas Verhandlungsgeschick kann man jedoch für einen Preis von umgerechnet 14 Euro am Mittag- oder Abendessen teilnehmen und lokale Gerichte kosten.

Auf jordanischer Seite gibt es außerhalb der großen Hotels lediglich die lokalen Restaurants in den Dörfern am Südausläufer des Toten Meers. Für wenige Euro kann man hier einfache arabische Küche probieren. Wer ein paar Worte Arabisch spricht, ist im Vorteil: Englisch wird hier kaum gesprochen.

Essen in Jordanien

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Preishandel in Jordanien

Preise aushandeln. Während in Israel die Preise in Restaurants und Geschäften meist fix sind, kommt man in Jordanien kaum ohne Verhandlungsgeschick aus. Bestellen Sie auf keinen Fall in Restaurants, Supermärkten oder Cafés, ohne sich vorher nach dem Preis zu erkundigen. Auch Taxifahrten können Sie im Vorfeld aushandeln. Allerdings sind die Fahrer in Jordanien verpflichtet, den Taxameter einzuschalten. Darauf sollten Sie unbedingt bestehen.

Persönlicher Tipp. Denken Sie daran, Badeschuhe aus Plastik mitzunehmen. An der Küste bilden sich Salzkristalle, die sehr scharf und spitz sein können. Wer sich die Fußsohlen blutig schneidet, hat keine Freude – das Salzwasser brennt selbst in kleinen Wunden wie Feuer.

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