Was sehen Deutschland-Fans vor ihrem inneren Auge, wenn sie sich die ideale Metropole für einen Kurztrip ausmalen? Sehr wahrscheinlich Berlin. Und was, wenn sie sich das ideale Hotel dazu ausmalen? Angesichts der riesigen Hotelauswahl in der Hauptstadt sehr wahrscheinlich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Redakteur Frank Störbrauck kommt mit einem Klassiker um die Ecke: das Hilton Hotel am Gendarmenmarkt.

Ich war schon oft in Berlin. Sehr, sehr oft. Ich kann meine Besuche in der deutschen Hauptstadt schon gar nicht mehr an den Fingern zählen. Es muss mehrere Dutzende Male gewesen sein. Eines aber, das hat sich bis heute nie gelegt: die Vorfreude, wieder in der Stadt zu sein. Denn Berlin ist aufregend. Inspirierend. Und, wenn man mal ehrlich ist, die einzige kosmopolitische Stadt in Deutschland.

Berlin-Panorama bei Nacht

Stefan Widua

Da liegt es auf der Hand, dass die Auswahl an Hotels in der Stadt riesig ist. Wer auf den einschlägigen Hotelportalen nach einer Unterkunft in Berlin sucht, bekommt mehrere Hundert Vorschläge ans Herz gelegt. Es muss also ein Filter her. Aus dem Hostel-Alter bin ich raus, und auf eine Garni-Unterkunft am Rande der Stadt kann ich auch verzichten. Eines der führenden Häuser Berlins, im Herzen der Stadt, befindet sich am geschichtsträchtigen Gendarmenmarkt, gleich neben dem Deutschen Dom: das Hilton Hotel am Gendarmenmarkt. Das klingt gut. Das könnte passen!

Chillige Sounds in der riesigen Lobby

Vom Zoologischen Garten düse ich in nur 13 Minuten mit der U2 zur Haltestelle Stadtmitte. Die liegt praktischerweise direkt vor dem Hotel. Besser geht’s nicht! Dann mal hinein in die gute Stube. Es ist Samstag, früher Nachmittag. In der riesigen Lobby ist nur wenig los. Lauschige Lounge-Sounds schwingen durch die Halle, auf den opulenten Sesseln und Sofas der Hotelbar lümmeln sich ein paar Geschäftsleute und betagte Damen und gönnen sich einen Tee oder Kaffee.

Öffentliche Chill-Area im Hilton Hotel am Gendarmenmarkt

Hilton

Das exklusive Fashionbrand Sovrano hat in der Lobby eine kleine Dependance, ebenso der Galerist Frank Krüger und ein Souvenir- und Zeitschriftenshop.

Der Check-in verläuft fix und professionell, sogar das Zimmer ist trotz meines frühen Erscheinens schon hergerichtet. »Mit Blick auf den Dom«, verspricht der Rezeptionist verheißungsvoll, als er mir die Zimmerkarte überreicht. Hui, einschlummern und aufwachen und dabei auf den Deutschen Dom blinzeln – das hat doch was, denke ich, schnappe mir das Zimmerkärtchen, und flitze auch schon los zu den Aufzügen.

Ich freue mich aufs Zimmer und den Blick auf den Dom wie ein kleines Kind, das gerade von den Eltern den Besuch des Christkinds in Aussicht gestellt bekommen hat. Im Schweinsgalopp ziehe ich den Koffer vom Aufzug über den tigergemusterten Teppich, schiebe die Zimmerkarte in den Schlitz und eile ins Zimmer. Ich habe keinen Blick für das große Boxspringbett, für den edlen Schreibtisch aus Glas, für die schicke Designlampe; stattdessen stürze ich zur bodentiefen Fensterfront, schiebe die schweren Vorhänge zur Seite und reiße die Tür zum französischen Balkon auf und – yeah – da ist er, der Dom, in all seiner Schönheit. Hilton meint es heute gut mit mir.

Ausblick aus dem Zimmer des Hilton Hotel am Gendarmenmarkt

Frank Störbrauck

Foto-Exzesse auf dem Gendarmenmarkt

Vor dem Dom postieren sich einige Touristen. Wobei: Einige ist leicht untertrieben. Dutzende werden im Viertelstundentakt von den Sightseeing-Bussen auf dem Bürgersteig vor dem Gendarmenmarkt ausgespuckt. Einige stürzen förmlich aus den Bussen heraus, im Schlepptau die Begleitung, die einen doch bitteschön Instagram-tauglich in Szene zu setzen hat. Andere stehen nur da – und staunen. Wer Berlin besucht und sich die Sehenswürdigkeiten vorknöpft, kommt an diesem historischen Platz nicht vorbei. Der Gendarmenmarkt gehört neben Brandenburger Tor, Reichstag, Fernsehturm und Berliner Mauer zu den absoluten Must-sees der Hauptstadt.

Nachdem ich eine Viertelstunde dieses Schauspiel beobachtet habe, gehe ich auf kleine Entdeckungstour durch das Hotel. Man muss dazu sagen: Klein und idyllisch ist dieses Hilton nicht. Ganz und gar nicht. 601 Zimmer und Suiten beherbergt das Haus. Da sich aber vor allem unter der Woche viele Geschäftsreisende in dem Hotel aufhalten, ist es am Wochenende deutlich lauschiger. Das merkt man auch im hauseigenen Health Club & Spa, wo ein Fitnessraum, Massageräume, ein Swimmingpool sowie eine Dampf- und Trockensauna auf erholungsbedürftige Gäste warten. Kaum ein Gast zu sehen. Wunderbar!

Swimmingpool im Hilton Hotel am Gendarmenmarkt

Hilton

Genau die richtige Atmosphäre, um sich von den Strapazen der Anreise zu erholen und sich von der Spa-Dame einen Cocktail am Pool servieren zu lassen, finde ich …

Riesenandrang in der Executive Lounge

Auf dem Rückweg zum Zimmer begegne ich Uli Kloeditz. Sie ist an diesem Wochenende die gute Fee des Hauses. Wenn also einmal ein kleines Problem im Hotel für Ungemach sorgen könnte, kommt sie zum Einsatz. Und im besten Fall natürlich zu einem Zeitpunkt, wo (noch) kein Gast davon Wind bekommen hat. Heute wirkt sie easy going und nimmt sich für einen neugierigen Gast wie mich Zeit. Ein Plausch mit den Gästen, der geht schließlich immer. Da der Abend immer näher rückt und ich so langsam ein Häppchen, vielleicht auch zwei, verspeisen könnte, erkundige ich mich nach einem Essenstipp. »Unsere Executive Lounge sollten sie sich auf jeden Fall einmal ansehen. Zum Abendessen empfehle ich unser Mark Brandenburg Restaurant«, gibt sie mir mit auf den Kulinarikweg.

Als ich am Abend in der Executive Lounge auftauche, trifft mich fast der Schlag. Normalerweise chillt man hier, verabredet sich, arbeitet, isst einen Happen oder genießt einfach ein wenig die Atmosphäre. Normalerweise.

Hilton Hotel am Gendarmenmarkt: Executive Lounge

Hilton

Jetzt aber nicht. Obwohl die Lounge stolze 350 Quadratmeter groß ist, man sich also am Wochenende eigentlich ganz gut ein ruhiges Plätzchen suchen könnte, komme ich mir vor wie in einem wuseligen Ameisennest. Und das aufgebaute Buffet ist die Ameisenkönigin. Dazu muss man wissen: Ab halb sechs am Abend pimpt die Food- und Beverage-Abteilung die Lounge für vier Stunden mächtig auf. Rot- und Weißwein gibt es dann, Hochprozentiges, Bier, Suppen, Salate, eingelegtes Gemüse, Snacks und Canapés. Und das alles für lau. Die VIP-Kundschaft des Hauses (vorwiegend Hilton-Diamond-Mitglieder und Suiten-Gäste) lässt sich da anscheinend nicht zweimal bitten …

Exzellenter Service im Restaurant Mark Brandenburg

Deutlich entspannter lässt es sich auf der anderen Seite der Lobby dinieren: im Restaurant Mark Brandenburg.

Restaurant Mark Brandenburg im Hilton Hotel am Gendarmenmarkt

Hilton

Eines gleich vorweg: Der Service in dem Restaurant ist herausragend. Das Personal erkundigt sich gleich nach dem Lieblingssitzplatz, flitzt in Windeseile bei Wünschen herbei, serviert freundlich und flott Getränke und Mahlzeiten und steht kenntnisreich bei der Weinauswahl zur Seite. So soll es sein. Und auch beim Essen gibt es nichts zu mäkeln.

Feldsalat mit gebackenem Ziegenkäse

Frank Störbrauck

Der Feldsalat mit Ziegenkäse und Birne schmeckt erntefrisch, das Simmentaler Rinderfilet aus Brandenburg mit grünem Spargel, Sauce Bernaise und Ofenkartoffel mit Käse überbacken zergeht auf der Zunge – liegt mir aber auch anschließend so schwer im Magen, dass ich dankend auf ein Dessert verzichte und nur noch aus dem Restaurant rolle. Aber bis zu meinem Zimmer ist ja nicht weit. Auf den Dom-Blick vor dem Einschlafen freue ich mich jetzt schon.

Infos. Hilton Hotel am Gendarmenmarkt, Mohrenstraße 30, 10117 Berlin, DZ ab rund 120 Euro pro Nacht. Mehr Infos und Buchung hier.

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