Reggae-Musik, Sandstrände, grüne Landschaften und Meer, soweit das Auge reicht: Für all das steht Jamaika. Ian Fleming, Schöpfer der Kultfigur James Bond, liebte die Insel über alles. Heute können Fans des berühmten Autors auf dessen Spuren wandeln.

Es war das Jahr 1944, der Zweite Weltkrieg war noch im Gange, da verschlug es Ian Fleming nach Jamaika. Er war dort im Zuge einer Konferenz für den militärischen Geheimdienstes British Naval Intelligence Department tätig. Der damals 36-Jährige war so beeindruckt von der Insel, dass er sich in sie verliebte und immer wieder zurückkehrte.

Kaffeeplantage in den Blue Mountains in Jamaika

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Die Idee zum Namen seiner Hauptfigur James Bond hat ebenfalls ihren Ursprung auf Jamaika. Dort lernte Ian Fleming während eines weiteren Aufenthalts einen amerikanischen Ornithologen kennen: James Bond. Denn: Ian Fleming war ein begeisterter Vogelbeobachter. Zu seinen Lieblingsbüchern gehörte das Bestimmungsbuch »Birds of the West Indies« – geschrieben von dem Ornithologen James Bond. Als dieser zusammen mit seiner Frau 1964 Fleming in Jamaika besuchte, zeigte er sich amüsiert über die Verwendung seines Namens. Im Jahr 1952 schrieb Ian Fleming schließlich den ersten Roman der James-Bond-Saga auf Jamaika: Casino Royale.

Kultstatus: die Oracabessa Bay

Der erste Film der James-Bond-Reihe trug allerdings den Namen »James Bond 007 jagt Dr. No«. Der Film spielte 1963 auf der Karibikinsel. Am Oracabessa Beach im Nordosten der Insel wurden einige Szenen des Films gedreht.

James Bond Beach auf Jamaika

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Dieser Ort war kein Zufall. Fleming baute sich hier bereits 1946 eine Villa. »Goldeneye« nannte er sie. An einem kleinen Schreibtisch in der Villa schrieb er ein Dutzend James-Bond-Romane.

Der Oracabessa Beach, der mittlerweile James Bond Beach heißt, war indes nicht der einzige Ort auf Jamaika, der als Kulisse für James-Bond-Filme diente. Etliche Orte wurden zu Schauplätzen bekannter Kinoszenen, etwa der Dunn’s-River-Wasserfall, an dem Sean Connery das erste Bond-Girl Honey Ryder (gespielt von Ursula Andress) kennenlernte.

Dunn's River Wasserfall auf Jamaika

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Zwei weitere James-Bond-Filme wurden in der Nähe der Stadt Oracabessa gedreht: »Leben und sterben lassen« und »James Bond jagt Dr. No«.

Die Green Grotto, ein auch für Touristen erschlossenes System von Tropfsteinhöhlen an der Nordküste Jamaikas, ist der Schauplatz vieler unterirdischer Szenen in »Leben und sterben lassen«. Auch mehrere jamaikanische Hotels dienten in James Bond-Filmen als Drehorte. Das Zimmer, in dem Bond einst die Nacht mit Rosie Carver verbrachte, ist heute »Cottage 10« im Half Moon Resort bei Montego Bay.

Zurück nach Jamaika für den neuesten James-Bond-Film

Für den neuesten Film der James-Bond-Saga wurde erneut Jamaika als Drehort gewählt, mehr als 50 Jahre nachdem der erste Film gedreht wurde. »Keine Zeit zu sterben«, der dieses Jahr in die Kinos kommt, ist der 25. Film, der auf Ian Flemings Spionageromanen basiert. James Bond hat den Geheimdienst verlassen und genießt ein ruhiges Leben auf Jamaika, bis sein alter Freund Felix Leiter ihn besucht und um Hilfe bittet. »Keine Zeit zu sterben« wurde in Port Antonio, Kingston und Ocho Rios gedreht. Der Film zeigt auch das Golden Eye Estate – das Anwesen, das einst Ian Fleming auf Jamaika gehörte.

James-Bond-Feeling im Sandals Royal Plantation

Besonders gerne hielt sich Ian Fleming auch im Sandals Royal Plantation auf, wegen der lässigen Eleganz und des authentisch jamaikanischen Ambientes. Das Boutique-Resort überzeugt nämlich mit luxuriösen Suiten mit spektakulärem Meerblick, erstklassigem Butler-Service und fünf Gourmet-Restaurants.

Gäste der Sandals und Beaches Resorts können sich währen ihres Urlaubs auf Jamaika dank der vielen inkludierten Aktivitäten ebenfalls wie James Bond fühlen: von actionreichem Wasserskifahren, über die Erkundung der Unterwasserwelt (bis zu zwei Tauchgänge pro Tag sind für PADI-qualifizierte Taucher inklusive), bis zur Expedition im Regenwald. Am Abend lockt ein optionales Candlelight-Dinner am Strand (gegen Aufpreis buchbar).

Wakeboarder in der Karibik

Sandals Resort

Bei Sonnenuntergang können sich Gäste ihren Cocktail im James-Bond-Stil an der Overwater-Bar im Sandals South Coast oder Sandals Montego Bay gönnen. Wer sich wie Sean Connery fühlen möchte, bucht eine Tour mit Island Routes Caribbean Adventure Tours (gegen Aufpreis). So kann man zum Beispiel die Dunn’s River Falls entdecken.

Alternative im Süden: das Sandals South Coast

Mit acht Sandals und Beaches Resorts ermöglicht es die jamaikanische Hotelgruppe Touristen, alle Küsten und Strände der Insel zu entdecken. Das Sandals Montego Bay wurde als erstes Resort vor 40 Jahren gegründet. Mittlerweile ist es zu einer Institution auf der Insel geworden. Wer lieber den Süden Jamaikas erkunden möchten, entscheidet  sich für das Sandals South Coast. Dort lockt ein Aufenthalt in einem der Over-the-Water-Bungalows.

Sandals South Coast - Dutch Village Crystal Lagoon

Sandals Resorts

Im Sandals Ochi, Sandals Montego Bay und Sandals South Coast können sich Verliebte ihr Eheversprechen in der Over-the-Water-Hochzeitskapelle (gegen Aufpreis buchbar) geben.

Beste Zeit für eine Reise nach Jamaika

November bis April ist die beste Zeit, um Jamaika zu besuchen. Das tropische Klima bietet aber das ganze Jahr über milde Temperaturen, die im Hochland (Blue Mountains) fallen können.

Noch sind Flugreisen von Deutschland nach Jamaika schwierig. Noch. Doch schon bald sieht es besser aus. Ab Mai nämlich wird Condor mittwochs und samstags ab Frankfurt nach Jamaika fliegen. Im Juli folgt Edelweiss ab Zürich und im November Eurowings ab Frankfurt.