Im Advent stehen Besinnlichkeit und Vorfreude aufs Fest bei Groß und Klein an erster Stelle. Glitzernde Lichtdekorationen, Weihnachtslieder, Kekse, Glühwein und Punsch sorgen alle Jahre wieder für eine einzigartige Stimmung, unabhängig von Wetter und Witterung. Weihnachtsmärkte haben auch in Italien seit vielen Jahren Tradition. Hier unsere Top 5.

Ritten bei Bozen – rollender Adventsmarkt mitten am Berg

Zum zehnten Mal rollt in diesem Jahr das historische Christbahnl auf dem Ritten zwischen Oberbozen und Klobenstein hin und her. Jeden Nachmittag erfreuen Weihnachtskonzerte in der Bahn und an den Haltestellen die Erwachsenen, während die Kinder beim Marionettentheater ihren Spaß haben. An den Ständen gibt’s Handwerksprodukte wie selbstgefertigte Pantoffeln, Mützen und Socken, und dank Schlutzkrapfen, warmem Apfelsaft, Glühwein & Co. ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Jugendliche auf dem Weihnachtsmarkt in Ritten

Tourismusverein Ritten/Marco Corriero

Ein besonderes Highlight ist der Rittner Bauernadvent, der in Klobenstein am 8. Dezember stattfindet und mit allerlei bäuerlichen Leckereien und einem Konzert der Rittner Alphornbläser lockt. Die Bläser sind begleiten übrigens auch die Alpenländische Adventswanderung, die mit Fackeln und Laternen am Abend des 8. Dezember von Oberbozen startet. Es macht Spaß, mit der ganzen Familie durch Pulverschnee zu stapfen und sich mit den Kleinen zu freuen, dass nun bald das Christkind kommt.

Mailand – oh, wie schön ist Weihnachten!

In Mailand reicht die Weihnachtsmarkttradition bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ab Anfang Dezember sind an vielen Ecken der Modemetropole Weihnachtsmärkte mit bunt dekorierten Holzbuden aufgebaut, zahlreiche Straßen festlich beleuchtet. Kinderaugen bringt vor allem der große traditionelle Markt »Oh beji, oh beji« rund um das Castello Sforzesco zum Leuchten, dessen Ursprung bis in das Jahr 1288 zurückgeht.

Sein Name stammt aus der Zeit, als Papst Pio IV Giannetto Castiglione nach Mailand kam und Süßigkeiten mitbrachte, um die Feindseligkeit der Mailänder zu besänftigen und die glücklichen Kinder »Oh Belli! Oh Belli!« (»Oh, wie schön, oh wie schön!«) riefen. Noch heute sind die Kleinen von den vielen süßen Leckereien und den Spielen fasziniert, während sich die Erwachsenen bei Punsch, heißen Maroni und dem traditionellen Weihnachtskuchen Panettone auf Weihnachten einstimmen.

Weihnachtsbaum in Mailand vor dem Dom

ShinKaji/Shutterstock.com

Neapel – Politik und Poesie in der Krippenstraße

In der Via San Gregorio Armeno haben Weihnachtskrippen immer Saison. So kann man hier das ganze Jahr über fantasievollste Ausstattung für Neapels traditionelle Weihnachtskrippe, die »Presepi«, kaufen, von Engeln an durchsichtigen Fäden über Hirten, Esel und Jesuskindchen bis zu Bäuerinnen mit Weidekörben voller Tomaten und Caciocavallo-Käse. Und nicht nur das.

In Neapel ist es eine besondere Tradition, dass auch Karikaturen von Politikern, VIPs und Comicfiguren Platz in der Krippe finden. In der Vorweihnachtszeit erstrahlt die enge Gasse in besonders üppigem Lichterglanz und verwandelt sich in den größten Weihnachtsmarkt der Stadt, der nicht nur Krippen, sondern auch Schoko-Leckereien und knallbunte Christbaumkugeln anbietet. Ein Schauspiel, das man nicht versäumen sollte, ist das Krippenspiel (Presepe vivente), das mehrmals in der Adventszeit auf der Piazza San Gaetano stattfindet.

Wachsfigur in Neapel im Advent

DinoPh/Shutterstock.com

Bologna – Historischer Markt der Heiligen Lucia

Bologna ist  die Heimat vieler atmosphärischer Weihnachtsmärkte, die von Ende November bis zum Dreikönigstag Adventsstimmung verbreiten. Der schönste ist sicher der Markt der Heiligen Lucia unter den Lauben, nahe der Kathedrale Santa Maria dei Servi.

Er hat eine jahrhundertealte Tradition und ist für die Bolognesi in der Adventszeit ein Muss: traditionelle Krippen, glitzernde Christbaumkugeln, Holzspielzeug, Weihnachtsgebäck sowie kulinarische Spezialitäten wie Piadine (reich belegte Fladenbrote), klassische Mortadella-Panini und Zamponewurst erfreuen große und kleine Weihnachtsfans. Ein besonderes Highlight für Freunde historischer Weihnachtskrippen: In der Kirche werden Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert vom berühmten Bologneser Krippenkünstler Giorgetti Daniele weihnachtlich ins Szene gesetzt.

Turin – Lichtermeer und Multikulti-Markt

Im Advent geht von Turin ein ganz besonderer Zauber aus. Lichtkunstwerke, die sogenannten Luci d’Artista, von Künstlern aus ganz Italien tauchen die Altstadt in der Vorweihnachtszeit in ein stimmungsvolles Lichtermeer. Und auf dem Weihnachtsmarkt im charakteristischen Viertel Borgo Dora geht es alle Jahre wieder Jahr kunterbunt zu. Neben typischen Torineser Leckereien wie Cremini al Gianduja oder der obligatorischen heißen Schokolade Bicerin gibt es hier Spezialitäten aus aller Herren Länder. Rund 150 Handwerkskünstler aus Russland, Finnland oder Japan bieten ihre Kreationen feil, von Schmuck über Schnitzereien bis hin zu handgemachten Lederwaren.

Und wer es doch etwas traditioneller liebt, sollte der dem einhundert Jahre alten Krippenladen in der Via delle Orfane in einen Besuch abstatten und die vielen handgefertigten Figuren, Buden und Details bestaunen.

Weihnachtsmarkt in Turin

Stefy Morelli/Shutterstock.com

Informationen und Termine zu diesen und weiteren Weihnachtsmärkten in Italien gibt es hier.

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