Bunter Luxus in Singapur

1. Marina Bay Sands2. Gardens by the Bay3. The Shoppes at Marina Bay Sands4. Koon Seng Road5. Haji Lane6. Boat Quay7. Raffles Hotel8. Little India9. Chinatown10. Ice Kachang11. Business Class 12. Menü in der Business Class

Singapur ist modern, luxuriös und grün. Hier reihen sich hippe Wolkenkratzer an urbane Grünflächen, unzählige Luxus-Kaufhäuser und Rooftopbars erobern die Herzen der Menge. Unsere Eindrücke der Luxus-Metropole. Text & Fotos: Linda Ruckes

1. Die Ikone der Stadt: das Marina Bay Sands

Postkarten, Reiseführer, Souvenirs – sie alle schmückt das Bild dieser Architektur-Ikone. Denn was wäre die Stadt, und was wäre ein Besuch der Metropole ohne ein Foto des Marina Bay Sands? Bekannt ist das Hotel vor allem für seinen Infinitiy-Pool, der über die Stadt wacht. Zugang ist nur Hotelgästen gewährt, trotzdem stellt er – mit hoher Wahrscheinlichkeit – eins der beliebtesten Fotomotive des Stadtstaates dar.

Um einen besonders schönen Schnappschuss des Wahrzeichens zu erhaschen, lohnt sich ein Besuch in die Gardens by the Bay, die sich unmittelbar vor dem Hotel befinden. Doch nicht nur der Fotos wegen lohnt sich ein Besuch.

2. Bunte Riesenbäume in den Gardens by the Bay

Ein Garten der Extraklasse: Auf 101 Hektar künstlich erschaffenem Boden thront nun eine riesige Grünanlage. Flower Dome und Cloud Forrest laden ein zu einer tropisch-floralen Reise um die Welt. Ein absoluter Blickfang sind aber die sogenannten Supertrees. 18 Riesenbäume, die bis zu 50 Meter in die Höhe ragen. Dank der auf den Baumkronen angebrachten Solarzellen erzeugen die Giganten sogar elektrische Energie. Ein 128 Meter langer Skywalk verbindet zwei dieser Bäume miteinander und lädt zu einem Spaziergang in 22 Meter Höhe ein. Es ergibt sich ein tolles Panorama!

Von der Dachterrasse des Marina Bay Sands hat man einen sehr guten Blick auf die Gardens by the Bay. Hier lässt sich wunderbar die Garden Rhapsody bestaunen, eine Licht- und Soundshow die jeden Abend um 20:45 Uhr stattfindet. Dann werden die Riesenbäume in bunte Lichter getaucht. Eine einmalige Show!

3. Wo der Luxus wohnt: The Shoppes at Marina Bay Sands

Singapur steht für Luxus. Neben erstklassigen Hotels und angesagten Rooftop-Bars findet man auch jede Luxuskette der Welt in der Metropole wieder. Auf der Orchard Road gehen die verschiedenen Einkaufshäuser quasi ineinander über, so dass sie zu einem gewaltigen Shoppingareal verschmelzen. Nicht weniger luxuriös, dafür ein wenig ruhiger lässt es sich in den Shoppes at Marina Bay Sands einkaufen. Selbst mit leerem Geldbeutel kann man hier wunderbar verweilen.

Der französische Luxushersteller Louis Vuitton setzt der singapurianischen Luxus-Erfahrung noch das Krönchen auf: Mitten im Singapore River, gleich vor den Shoppes at Marina Bay Sands, schwimmt nämlich ein Louis-Vuitton-Lädchen auf einem eigenen kleinen Inselchen vor sich hin. Nach dem Flagshipstore auf der Champs-Élysées in Paris ist das übrigens der größte Store der Welt!

4. Bunte Einfamilienhäuser statt luxuriöse Wolkenkratzer

In Singapur trumpfen nicht nur teure Luxusketten und moderne Wolkenkratzer auf, auch die Peranakan-Kultur ist typisch für das multikulturelle Singapur. Im 15. Jahrhundert haben sich chinesische Händler auf der malaiischen Halbinsel niedergelassen und Familien gegründet. Es entwickelte sich eine neue kulturelle Mischung, die heute sowohl kulinarisch als auch architektonisch das Stadtbild prägt. Vor allem im Osten der Stadt, im Viertel Katong, blüht die Peranakan-Kultur.
So bunt und einzigartig wie einst die Mischehen, sind auch die architektonischen Bauten dieser Kultur. Schlendert man zum Beispiel über die Koon Seng Road, springt einem diese Reihe an kunterbunten Häusern sofort ins Auge. Ihre pastellfarbenen Anstriche und die liebevoll verschnörkelten Details stellen einen starken Kontrast zu den sonst so gradlinigen und modernen Hochhäusern Singapurs dar. Absolut fototauglich!

5. Haji Lane – alternativ, hipp und cool

Ein Geheimtipp ist die bunte Gasse im Arabischen Viertel schon lange nicht mehr. Auf der Haji Lane tummeln sich nicht nur Touristen, nein, die Haji Lane ist eine der angesagtesten Ecken in Singapur geworden. Und trotzdem ist sie so schön, so authentisch. Egal zu welcher Tageszeit, ob morgens, mittags oder abends, auf der Haji Lane ist immer was los. Hier findet man lokale Mode-Labels, kleine individuelle Boutiquen, Kunstgalerien und schicke Cafés. Kein Wunder, dass sich hier die alternative Szene der Stadt rumtreibt. Abends kann man in einer angesagten Bar sitzen und Live-Musik lauschen und tagsüber bummelt man sich durch die bunten Geschäfte. Ein Ort zum Verweilen!

6. Am Boat Quay steppt abends der Bär

Doch nicht nur die Haji Lane erwacht nachts zum Leben. Gegen Abend verwandelt sich auch die Gegend um Clark und Boat Quay in einen bunten Treffpunkt für Partyfreudige aller Art. Am Südufer des Singapore River liegt Boat Quay, ein historischer Kai in dessen ehemaligen Geschäfthäusern sich heute unzählige Restaurants, Bars und Kneipen niedergelassen haben. Auch am Clarke Quay steppt abends der Bär, wenn sich die Jugendlichen in den Pubs und Discotheken versammeln. Zugegeben, die Sicht auf die Skyline der Stadt ist auch wirklich verzückend.

7. Ein Singapore Sling ist Pflicht!

Bei einem Besuch in Singapur ist das Schlürfen eines Singapore Slings ein Muss! Um 1915 soll der besagte Cocktail an der Long Bar des Raffles Hotels entstanden sein. Nicht verwunderlich, dass der Longdrink heute als Aushängeschild des Hotels dient. Ananassaft, Grenadine und Orangenlikör zieren die Rezeptur des Cocktails, den man auch heute noch an der Long Bar des Hotels genießen kann (oder besser gesagt sollte).

8. bunt, bunter, Little India

Wer dachte, dass das Arabische Viertel mit seiner bunten Haji Lane bereits ein Farbfeuerwerk liefert, der war noch nicht im indischen Viertel Singapurs unterwegs. Am besten lässt sich Little India zu Fuß erkunden, indem man sich einfach von dem Treiben der Gegend leiten lässt – dabei stets der Nase nach. Denn hier verzaubern keine sensationellen Bauten, sondern die typische Indien-Erfahrung: überfüllte Straßenstände, die süße Leckereien und bunte Trachten anbieten. Gelbe Blumenkränze und farbenfrohe Tempel, die das Viertel schmücken. Und dann dieser Geruch nach frischen, exotischen Gewürzen, der einen auf Schritt und Tritt verfolgt.

9. In Chinatown zeigt sich Singapur von seiner anderen Seite

Einer der Hauptanziehungspunkte der Stadt liegt südlich des Singapore Rivers: Chinatown. Der Charme des Viertels lässt sich auch hier am besten zu Fuß erkunden. Enge und chaotische Gassen, überfüllte Straßenstände und kitschige Winkekatzen an jeder Ecke – irgendwie bildet die Gegend ihren ganz eigenen Charakter und passt so gar nicht in das sonst so aufgeräumte und organisierte Singapur. Doch vielleicht ist es genau das, was das Viertel ausmacht.

10. Statt Reis mit Bohnen gibt hier Eis mit Bohnen

Wer auf edle Restaurants und luxuriöse Fünf-Gänge-Menüs verzichten kann, der sollte in einem der vielen Hawker Zentren speisen. Dabei handelt es sich um halboffene, überdachte Gebäude, in denen sich viele verschiedene Garküchen befinden. In der Mitte sind einfache Sitzgelegenheiten platziert – ein riesiger Food Court sozusagen. Neben malayischer, thailändischer, chinesischer und vietnamesischer Küche, wird natürlich auch typisch singapurianisches Essen angeboten. Dabei sollte man sich von der Ästehtik der Garküchen nicht abschrecken lassen. Das Essen ist wirklich günstig und unheimlich lecker! Nun ja, die Nachspeise Ice Kachang trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber welcher Europäer würde auch auf die Idee kommen, Eis mit Kondensmilch und roten Bohnen zu essen?

11. Fliegen kann so schön angenehm sein …

So schön Singapur auch ist, die Anreise kann ganz schön zähfließend sein. Ganze 12 Stunden dauert allein der Direktflug von Frankfurt nach Singapur. Wir hatten das Glück, die Business Class von Singapore Airlines testen zu dürfen. Unser Fazit: Wir sind begeistert. Schließlich zählt die Business Class der Fluggesellschaft zu einer der besten der Welt. Ein unglaublich freundlicher und persönlicher Service, die einem jeden Wunsch von den Lippen ablesen. 12 Stunden Flug sind bei dem Angebot an Musik und Film und dem geräumigen Sitzplatz kein Problem mehr.

12. … und lecker!

Bei dem Gedanken an Flugzeugessen springt man normalerweise nicht in die Luft. Auf dem Flug von Frankfurt nach Singapur aber haben wir ganz neue Seiten der Flugzeugküche kennengelernt. Ein schmackhaftes Vier-Gänge-Menü, das selbst erprobte Foodies überzeugt. Ach ja, über den Wolken lebt es sich so wirklich grenzenlos und unbeschwert.

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