Einmal im Leben zieht es jeden nach Singapur. Auf einer Reise nach Asien zumindest kommt man an der südostasiatischen Metropole kaum vorbei. Ob als kurzer Zwischenstopp, oder auch für einen längeren Aufenthalt: Neben Luxus, Sauberkeit und Verboten ist die Stadt auch für ihre ausgezeichnete Küche und als fabelhaftes Shoppingparadies bekannt.

Einreise. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Reise nach Singapur kein Visum. Es reicht ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Bei der Einreise erhalten Deutsche eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 90 Tage.

Anreise. Ab Deutschland fliegt Singapore Airlines zweimal täglich von Frankfurt a.M. , einmal täglich von München und dreimal wöchentlich von Düsseldorf nonstop nach Singapur. Hin- und Rückflug ab 699 € inkl. aller Steuern und Gebühren (Stand 12/2017).

Währung. In Singapur zahlt man mit Singapur-Dollar. Der aktuelle Kurs liegt bei rund 1,60 SGD (Stand 12/2017). Es kann fast überall mit Kreditkarte bezahlt werden, selbst bei kleinen Beträgen. Ansonsten gibt es in der ganzen Stadt Geldautomaten, an denen man mit der Kreditkarte (und meistens auch mit EC-Karte) Singapur-Dollar abheben kann. Etwas Bargeld dabei zu haben lohnt sich aber trotzdem, falls mal keine Kreditkarte akzeptiert wird. Dies könnte zum Beispiel in Garküchen oder an kleinen Straßenständen der Fall sein.

Do you speak English?

Sprache. Die offiziellen Sprachen von Singapur sind Malaiisch, Englisch, Chinesisch sowie Tamil. Da Singapur lange Zeit eine britische Kronkolonie war, spricht quasi jeder Englisch. Vor allem im Geschäftsleben und auch im Alltag dominiert Englisch.

Linda Ruckes

Reisezeit und Klima. Jahreszeiten wie in Europa gibt es in Singapur nicht. Die Temperaturen schwanken das ganze Jahr über zwischen 26 und 28 Grad. Das Klima ist aufgrund der nahen Lage zum Äquator immer tropisch-feucht. Die trockenere Phase zwischen März und September wird gerne als Hauptreisezeit bezeichnet, aber prinzipiell muss jeden Monat mit Regen gerechnet werden. Bei der Hitze kann das aber ein Segen sein …

Kult-Hotel, Kult-Cocktail

Übernachtung. Raffles Hotel. Das im Kolonialstil erbaute Hotel zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Das Grandhotel wurde nach Sir Thomas Stamford Raffles, dem Gründer Singapurs, benannt. Prominente Gäste wie Michael Jackson und Queen Elizabeth II. checkten hier schon ein. 1887 eröffnete das Hotel mit 10 Zimmern. Über die Jahre hinweg wurde der Grundriss des Hotels stetig geändert. 1987 wurde das Raffles Hotel von der Regierung sogar zum Nationaldenkmal erklärt.

Bekannt ist das Hotel auch für den berühmten Singapore Sling. Der rosarote Cocktail wurde um 1915 in der Bar des Hotels von einem chinesischen Barmann erfunden. Seitdem gilt er als eine Art Nationalgetränk des Landes. Ein Besuch der 13 Meter langen Long Bar darf daher bei keinem Singapur-Aufenthalt fehlen! 1 Beach Road, Singapur 189673, +800 1 7233537 (gebührenfrei), +65 6337 1886

Capella Singapore. Auf der vorgelagerten Freizeitinsel Sentosa Island befindet sich das Capella Singapore. Ankunft und Check in lassen einen in die Vergangenheit reisen, bevor man dann in die Zukunft eintaucht. Zwei britische Kolonialgebäude aus den 1880er-Jahren zieren den Eingang, dahinter offenbart sich den Besuchern ein architektonisches Prachtstück: 111 luxuriöse Unterkünfte beherbergt das Fünf-Sterne-Domizil von Stararchitekt Sir Norman Foster. Vier Außenpools laden zum Plantschen ein, der benachbarte Sentosa-Club zu einer Partie Golf. Sportlich wird es auch beim Power-Shopping in den Straßen Singapurs. Nach einem anstrengenden Tag voller Shopping und Sightseeing kann man sich im hauseigenen Spa verwöhnen zu lassen. 1 The Knolls, Sentosa Island, Singapur 098297,  +65 6377 8888

Das Lieblingshobby der Singapurianer: Essen!

Restaurants. Corner House. Mitten in den Botanischen Gärten steht ein prachtvolles englisches Landhaus, das nicht nur durch seine schlichte und moderne Einrichtung besticht, sondern mit Essen, das für eine Geschmacksexplosion sorgt. Chefkoch Jason Tan zaubert außergewöhnliche Gerichte auf den Teller, die sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugen. Das Corner Haus liegt ein wenig versteckt zwischen all den tropischen Gewächsen, doch wirkt die ruhige Lage nach einem langen Tag in der Stadt wie eine Oase für die Sinne. 1 Cluny Road, E J H Corner House, Singapore Botanic Gardens, Singapur 259569, +65 6469 1000

Linda Ruckes

Maxwell Food Centre. Eine der größten Leidenschaften der Singapurianer ist definitiv essen. Und an kaum einem Ort lässt es sich authentischer speisen als im Maxwell Food Centre. Das quirlige Hawker-Centre bietet schmackhafte asiatische Küche für kleines Geld. Bei der riesigen Auswahl an unterschiedlichen Garküchen ist für jeden etwas dabei – von frisch gepressten Säften bis zu typisch singapurianischen Gerichten wie Hainan Chicken Rice oder Laksa. Ersteres ist ein einfaches Gericht, das mit gekochtem oder gebratenem Huhn und Reis serviert wird. Gurke, Koriander und eine scharfe Soße runden das Gericht ab. Laksa ist eine Art Nudelsuppe, die auf der Basis von Kokosmilch und Chili hergestellt wird. Es gibt viele verschiedene Interpretationen der Suppe, häufig findet man sie aber mit Fisch, Krabben und Gemüse. 1 Kadayanallur St, Singapur 069184

The Banana Leaf Apolo. Wen im Viertel Little India der kleine Hunger überkommt, der sollte ein Mittagessen im The Banana Leaf Apolo einplanen. Hier wird einem leckere indische Küche zu angenehmen Preisen serviert. Der Teller wird durch ein Bananenblatt ersetzt, Besteck durch die Hände – und schon kann man die Aromen der indischen Küche genießen.

Chin-Chin!

Bars. CÉ LA VI Club Lounge. Ausgehen und Cocktails schlürfen gehört zu Singapur wie der Pubbesuch zu Großbritannien. Und gäbe es einen besseren Ort, als das Marina Bay Sands, die Hotelikone der Stadt, die von der Skyline Singapurs nicht mehr wegzudenken ist? Von der CÉ LA VI Club Lounge genießt man einen einzigartigen Blick über die Stadt: vor einem der wohl berühmteste Infinity-Pool der Welt, dahinter werfen sich die Marina Bay und das glamouröse Finanzviertel in Pose. Das hat seinen Preis: 20 Singapore Dollar kostet der Eintritt in die Bar, die im Nachhinein aber mit einem Getränk verrechnet werden. Die Aussicht ist das Geld definitiv wert, und die Cocktails schmecken vorzüglich. 1 Bayfront Avenue, Singapur 018971, +65 6508 2188

Linda Ruckes

1-Altitude. Wer lieber den nächtlichen Blick auf das Megahotel genießen möchte, der sollte sich die 1-Altitude Bar merken. Der Ausblick über die Stadt ist auch hier natürlich nicht umsonst: Um die 25 Singapur-Dollar kostet der Eintritt, ein Getränk inklusive. Aber auch hier lohnt sich die Investition, denn oben angekommen genießt man einen fantastischen 360-Grad-Blick über die Dächer der Stadt. Kamera nicht vergessen, das gibt wirklich tolle Schnappschüsse! 1 Raffles Place (Former OUB Center), Singapur 048616, +65 6438 0410

Trinkgeld. Von manchen Restaurants und Hotels in Singapur wird üblicherweise 10% Trinkgeld berechnet. Trotzdem ist für guten Service weiteres Trinkgeld üblich.

Eine Sehenswürdigkeit jagt die nächste

Sehenswürdigkeiten. Chinatown, Little India & Kampong Glam. Singapur ist multikulti. Zwar leben die Kulturen heutzutage nicht mehr ganz so separiert wie früher, trotzdem schimmert in den ethnischen Vierteln der ursprüngliche Charakter der Stadtteile noch durch. Rund um die Serangoon Road in Little India fühlt man sich wahrhaftig nach Klein-Indien versetzt: Exotische Gerüche begleiten die Besucher auf einem Spaziergang vorbei an Ständen mit gelben Mangos, kunterbunten Stoffen und liebevoll geflochtenen Blumenkränzen.

Ein paar Straßen weiter gelangt man in das arabisch-malaiische Viertel der Stadt. Die Araber waren eine der ersten Handelspartner des alten Singapurs und haben bis heute das malaiische Stadtviertel geprägt. Orientalische Stoffe und Lampen zieren die Geschäfte und statt Curry wird einem Schawarma und Falafel geboten. Im Herzen von Kampong Glam thront die Sultanmoschee mit ihrer goldenen Kuppel, die stets über das Viertel zu wachen scheint. Gleich neben der Moschee befindet sich der frühere Sultanspalast, in dessen Gemäuern heute das Malay Heritage Centre logiert.

Linda Ruckes

Ein Spaziergang zwischen Kultur und Moderne

Kitschige Winkekatzen begrüßen einen bei der Ankunft in Chinatown. Wo sich einst das frühere Handelszentrum befand, reihen sich heute typisch chinesische Verkaufsstände aneinander. Neben Glückskeksen, gebratenen Nudeln und Co. verfolgt einen der Duft von Durian. Die stachelige Lieblingsfrucht Südostasiens ist für uns Europäer doch etwas eigenartig. Das liegt nicht nur an dem strengen Geruch, sondern auch an dem speziellen Geschmack, den manche Leute aber als besonders schmackhaft beschreiben.

Marina Bay. Marina Bay ist der jüngste Stadtteil von Singapur, der durch die Landaufschüttung der letzten Jahre entstanden ist. Nicht nur das Marina Bay Sands, sondern auch viele weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe. So kann man nach einer Fahrt auf dem Singapore Flyer die Marina Bay entlang spazieren und passiert dabei das Marina Bay Floating Stadium und die wie eine Durian aussehenden Esplanade – Theatres on the Bays. Die Bucht gibt einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt frei. Außerdem lohnt sich ein Besuch in den Gardens by the Bay, die noch hinter dem Marina Bay Sands liegen. Die gigantische Parkanlage verzaubert mit riesigen Gewächshäusern und überdimensionalen Bäumen. Jeden Abend um 20:45 Uhr findet hier die Garden Rhapsody statt, eine einmalige Farb- und Lichtshow.

Shoppingparadies – Traum aller Frauen

Shopping. Singapur ist das Shoppingparadies schlechthin. Nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische lieben Einkaufen.

Orchard Road. Die größte und wohl bekannteste Einkaufsstraße der Stadt ist die Orchard Road. Hier gehen diverse Einkaufszentren ineinander über. Fündig wird dort jeder. Aber die Orchard Road ist vor allem für die vielen Luxusmarken bekannt. Ein besonderer Hingucker ist das ION, das insbesondere Nobelmarken beherbergt.

Marina Bay und Raffles Hotel Arcade. Teuer und edel geht es auch in der Raffles Hotel Arcade oder den Shoppes by the Bay zu.

Bugis Junction. Bei jungen Leuten ist vor allem das Bugis Junction sehr beliebt. Nahe der Arab Street trifft man auf die erste Einkaufsstraße Singapurs. Dort findet man die neuesten Trends zu günstigeren Preisen.

Chinatown, Little India, Arab Street. Alternative Geschäfte findet man in den ethischen Viertel der Stadt. In den Gassen von Chinatown, Little India und Kampong Glam werden nicht nur Gewürze, Schmuck und Souvenirs verkauft, sondern auch Kunsthandwerk. Leider sind trotzdem viele Geschäfte speziell auf Touristen ausgerichtet.

Haji Lane. Kleine Boutiquen und Cafés findet man auf der Haji Lane mitten in Kampong Glam. Die wohl kleinste Gasse der Stadt lockt mit alternativen Schmuck-, Interior- und Modegeschäften. Da kann man schonmal die Zeit vergessen …

Linda Ruckes

Teure Klamotten als Mitbringsel? Iwo!

Souvenirs. The Heritage Shop. Historische Souvenirs aus Singapurs Vergangenheit findet man im Antiquitätenladen The Heritage Shop in der Jalan Sultan.

Kim Choo Gallery. Typisch für Singapur ist auch die Peranakan-Kultur, eine chinesisch-malaysische Mischkultur. Bunte Andenken der Peranakan gibt es in der Kim Choo Gallery. Neben Schmuck, Stoffen und sonstigen Souvenirs kann man hier auch die berühmten Kim Choo Nyonya Dumplings probieren. Knallbunte und ungewöhnliche Süßwaren warten hier ebenfalls darauf, verköstigt zu werden.

Singapore Sling. Mehr Singapur geht nicht. Der Singapur Sling ist längst über die Grenzen des Landes bekannt. Volljährige Freunde würden sich sicher über eine Flasche des Kult-Cocktails freuen.

The Cookie Museum. Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Mitbringsel? Wieso bringen Sie den Liebsten also nicht typisch singapurianische Kekse mit? Im The Cookie Museum kann man Plätzchen kaufen, die etwa nach Durian oder Chili Crab schmecken.

Laksa Paste. Ja, in Singapur dreht sich vieles ums Essen. Der Begriff Laksa sollte einem jeden Singapur-Besucher bei einem Aufenthalt über den Weg laufen. Die Nudelsuppe wird aus Kokosnussmilch, Krabbenpaste, Zitronengras und Laksa-Blättern gekocht. Das Gericht stammt aus der Peranakan-Küche und eignet sich daher prima als Andenken. Laksa Paste gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen.

Verbotsschilder statt Graffitis?

Besser nicht. Singapur ist bekannt für seine vielen Verbote und Strafen. Tatsächlich zieren so einige Verbotsschilder die Stadt.

Kleidung. Beim Besuch von Moscheen und Tempeln sollte man auf angemessene Kleidung achten. Vor dem Betreten auch unbedingt daran denken, die Schuhe auszuziehen! Ansonsten hat man mit kurzer Kleidung in Singapur keine Probleme.

Abfall. Tatsächlich ist Singapur eine sehr saubere Stadt. Geldstrafen drohen schon bei einem achtlos hingeworfenen Papierschnipsel. Also Mülleimer aufsuchen und der Geldstrafe entgehen.

Kaugummi. Das wohl bekannteste Verbot in Singapur ist das Kaugummikauen. Tatsächlich darf man in der Öffentlichkeit nur Kaugummi kaufen, wenn man ein Rezept vorm Arzt vorweisen kann. Doch wurde das Kaugummiverbot etwas gelockert, so ist das Einführen von Kaugummis für den privaten Gebrauch erlaubt. Auf die Straße spucken sollte man die Kaugummis aber auf keinen Fall!

Rauchen. In Singapur herrscht ein absolutes Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Restaurants und Bars. Bei Verstoß kann es auch hier zu hohen Geldstrafen kommen. Zudem dürfen maximal 17 Zigaretten eingeführt werden. Diese werden bei der Einreise einzeln gestempelt (sic!). Wird man in Singapur beim Rauchen einer Zigarrette ohne Stempel erwischt, kann es also teuer werden. Besser also die Zigarretten in Singapur kaufen. Diese sind etwas teurer als bei uns (Packung derzeit ca. 7 €).

Essen & Trinken. Nicht nur das Rauchen, sondern auch essen und trinken ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Bahnsteigen strengstens verboten.

Drogen. Schon die kleinste Menge von Drogen, ob Herstellung, Besitz, Ein- oder Ausfuhr, kann in Singapur hohe Haftstrafen – oder sogar die Todesstrafe – zur Folge haben.

LGBT. Zwar ist einvernehmlicher Sex unter Männern in dem Stadtstaat noch strafbar, dennoch gibt es in der Stadt eine lebendige Schwulenszene.

Unser Motto: spazieren gehen

Persönlicher Tipp. Singapur unbedingt zu Fuß erkunden. Nicht von der Größe der Stadt einschüchtern oder vom Bus- und Metrosystem verführen lassen. Erst zu Fuß lassen sich die Dimensionen und die Strukturen der Stadt wirklich erkennen. Sehenswertes gibt es an jeder Ecke. Und man wird feststellen: Die Stadt ist kleiner als man denkt.

Infos. Singapore Tourism Board, c/o Singapore Centre, Bleichstrasse 45, 60313 Frankfurt, Tel: (49-69) 920 7700

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