Einen Cocktail in der Hand, der Blick über die Kräne am Hafen, dahinter ragt der schneebedeckte Olymp empor. Im Rücken der Rooftop-Pool und die Stadt, die sich an die Hügel schmiegt und in der untergehenden Sonne leuchtet. Das The MET zeigt seinen Gästen Thessaloniki von der schönsten Seite. Redakteurin Marie Tysiak war zu Besuch in dem Designhotel.

Vor meiner Visite in Griechenlands zweitgrößter Stadt hatte ich so manches über die Provinzhauptstadt mit ihrem weißen Turm gehört. Entweder schienen die Leute diese Stadt und ihren »authentisch griechischen Charme« zu lieben – oder um jeden Preis zu meiden. Doch ich war neugierig geworden auf die 325.000-Einwohner Großstadt am Ägäischen Meer. Sie ist das Tor nach Chalkidiki, die in drei gezackte Landzunge im Osten, die bekannt ist für ihre traumhaften Buchten und Strände. Dort wollte ich einige sonnige Tage im Mai verbringen und so kam ich schließlich auch nach Thessaloniki. Sind es die Tage wert?

Das The MET von Design Hotels liegt mit Blick über die Stadt und Hafen.

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Beim abendlichen Landeanflug wirkt Thessaloniki hinter dem kleinen Flugzeug-Fenster wie eine wahllose Ansammlung von schäbigen Plattenbauten. Doch wie sich bei meinen Streifzügen durch die Schluchten dazwischen herausstellen sollte, lebt die Stadt von innen heraus. Wie ich entdecken sollte, nisten sich in Ladadika in den alten Gebäuden hippe Bars und Restaurants ein, die köstliche Meeresfrüchte und griechischen Wein zu untertriebenen Preisen verkaufen. An den Plastiktischen treffen sich Studenten auf ein Bier, typisch südländisch stets die Fluppe in der Hand. Bärte scheinen hier nie aus dem Trend zu kommen und doch wirken alle Menschen auf ihre persönliche Art unglaublich stylisch.

Das The MET Hotel in Thessaloniki allein lohnt die Reise in Griechenlands zweitgrößte Stadt.

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Mein Domizil: Das The MET Hotel am Stadtrand.

Die Straße des 26. Oktobers, der Namenstag des Stadtheiligen Demetrios, führt hinterm Hafen entlang, die Gebäude wirken heruntergekommen und unbewohnt. Hier soll eines der schicksten Unterkünfte Thessalonikis liegen? Zugegeben, die Lage ist für ein Fünf-Sterne-Design-Hotel ungewöhnlich. Mit unserem Mietwagen biegen wir in die geräumige Einfahrt des The MET Hotel ab. Die schwarz-weiße Fassade sieht von nahem keineswegs aus wie die restlichen Plattenbauten der 1950er. Damals schossen sie in der rasant wachsenden Stadt in die Höhe. Die Berge im Norden und das Meer im Süden zwangen zu der Schandtat, es gab einfach keinen Platz. Diese Fassade nicht. Modern schwingen sich die gläsernen Balkone an der Häuserfront des The MET Hotels entlang, von dort den Blick aufs Meer, die weite Promenade oder auf die Stadt in den Hängen der Hügel freigebend.

 

Das The MET von Design Hotels ist ein Inbild Thessalonikis selbst.

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Als wir wenig später aus dem Fahrstuhl treten, der das hoteleigene Parkhaus mit dem Hoteleingang verbindet, ist mir spätestens klar: Das The MET Hotel ist ein Inbild Thessalonikis selbst. Von außen dominieren eckige Formen in maximal schwarz-weiß, während die Stadt und auch das Gebäude von Innen lebt. Die Hotellobby des 2010 eröffneten Designhotels strahlt. Zwar hält sich auch hier fast alles in schwarz und weiß, doch gedrängt ist hier nichts. Ganz im Gegenteil. Weitläufig erstreckt sich die Lobby in alle Richtungen, alles scheint zu glänzen. Stilvolle Tupfer sind die Gemälde und Fotografien moderner Kunst, die über den gemütlichen Lounge-Sesseln hängen. Überall im Hotel lässt sich Kunst entdecken. Da sind zum Beispiel die Wörter, die digital auf die Hotelflure projeziert werden oder das große Bild des deutschen Fotokünstlers Ralph Baiker, das die Eingangshalle schmückt.

Im Innenhof des Design Hotels The MET steht ein verschmolzener Porsche aus den 30er Jahren.

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Das »Signature-Piece« des Hotels steht im Innenhof.

Dort harmoniert die einrahmende Fassade perfekt mit dem kleinen »Urban Garden«. Abends stylisch leuchtend, tagsüber sonnengeflutet, ist die hölzerne Terrasse bestückt mit Sofas und Sesseln, auf der sich einheimische Business-Männer mittags eine Tasse Latte Macciato gönnen. Und in seiner Mitte, dramatisch in Szene gesetzt: das verschmolzene Dach eines hell-blauen Porsche aus den 1940ern, Teil der Auto-Parodie Kunstserie des österreichischen Künstlers  Erwin Wurm.

Das The MET Hotel in Thessaloniki allein lohnt die Reise in Griechenlands zweitgrößte Stadt.

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Wir checken ein und nehmen den Aufzug nach oben. Nach oben ist immer gut – denn das bedeutet Aussicht! Wir werden nicht enttäuscht: Sogleich werden die Polsterstühle auf den Balkon verfrachtet, der Willkommenswein eingeschenkt. Ein Sonnenuntergang begrüßt uns in Thessaloniki, der selbst den Plattenbauten zu unseren Füßen einen Zauber verleiht.

Das The MET Hotel in Thessaloniki allein lohnt die Reise in Griechenlands zweitgrößte Stadt.

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Erst danach bleibt Zeit, das Zimmer zu inspizieren. Schlicht und doch stylisch, gemütlich und doch gehoben. Bereits froh, den Schritt nach Thessaloniki gewagt zu haben, schlummern wir nach einem köstlichen asiatischen Abendessen im Chan Restaurant des Hotels in den großen, weichen Betten ein. Ich bin gespannt auf morgen – und was Thessaloniki sonst noch für Überraschungen bereithält. Wir sollten nicht enttäuscht werden.

Das The MET von Design Hotels ist ein Inbild Thessalonikis selbst.

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Über Nacht zum Thessaloniki-Fan

Als uns der Hotel-City-Shuttlebus 24 Stunden später wieder vor dem Hotel ausspuckt, muss ich bekennen: Ich bin auf der Thessaloniki-Fanseite!

Ja, es gibt viele Plattenbauten und ja, die Sehenswürdigkeiten beschränken sich auf ein paar römische Ausgrabungen, einen Turm aus dem Mittelalter, einige prunkvolle Kirchen und eine Festungsanlage, doch die Menschen wissen es zu genießen und zu schlemmen, zum Beispiel auf dem Dach des Electra Palace Hotels beim Mittagessen mit Blick auf den Aristoteles-Platz, in den unzähligen Cafés und Bars des Ladadika Distrikts oder bei köstlichem Fisch und griechischem Wein in den kleinen Tavernen an der alten Festung. Von hier reicht der Blick über die Stadt und weit hinaus aufs Meer mit dem schneebedeckten Olymp am Horizont – ist das die griechische Authentizität, von der meine Tante mir mit leuchtenden Augen erzählt hat?

Vom Dach des The MET der Design Hotels in Thessaloniki genießt man eine unglaubliche Aussicht.

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Die Füße sind platt vom Stadtbummel.

Wie schön, dass das schicke Spa mit seiner Jacuzzi Abhilfe verschafft. Nach meiner anschließenden Hot-Stone-Massage möchte ich gar nicht mehr raus aus dem weichen Bademantel. Dabei mag ich doch heute unbedingt noch den Balkonblick gegen den von der Skybar samt Dachpool eintauschen – das Juwel des Hauses! … Hach.

Zwei Tage später besteige ich wieder den Mietwagen in der Tiefgarage, um nun den Weg nach Chalkidiki anzutreten, die kommenden Tage im türkis-blauen Ägäischen Meer zu schwimmen, gegrillten Squid zu kosten und am Strand die Seele baumeln zu lassen. Und denke mir »Wie überraschend schön die Zeit in Thessaloniki war!«. Sind es die vielen Cafés? Liegt es an der passenden Begleitung? Am strahlenden Sonnenschein? Dem Segen der Götter des nahen Olymps? Ich bin sicher, dass The MET Hotel ist nicht ganz unschuldig daran.

Das The MET Hotel in Thessaloniki allein lohnt die Reise in Griechenlands zweitgrößte Stadt.

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The MET Hotel, Buchung über DESIGN HOTELS. Adresse: 26th Oktovriou Str. 48, 54627 Thessaloniki. 212 Zimmer, DZ ab 135 Euro die Nacht.

 

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