In den USA gibt es derzeit 59 Nationalparks, vornehmlich im Westen des Landes. Sie sind für Besucher eine wunderbare Gelegenheit, Flora und Fauna der USA zu entdecken. Wir haben euch einmal fünf hübsche Nationalparks herausgesucht, die besonders besuchenswert sind. Text: Isabell Krüger

Ein kleiner Tipp vorweg für alle, die vorhaben, mehrere Nationalparks in den USA zu besuchen: Wir empfehlen euch den Annual Pass. 80 US-Dollar kostet er und ist gültig für bis zu vier Erwachsene, die in einem Auto unterwegs sind. Damit habt ihr eine ein Jahr lang gültige Flatrate für alle Nationalparks der USA erworben.

Dry-Tortugas-Nationalpark, Florida

Die Dry Tortugas sind eine unbewohnte Inselgruppe, rund 112 Kilometer westlich von Key West. Die insgesamt sieben Inseln wurden 1513 von Juan Ponce de León entdeckt, daraufhin hat er sie nach den vielen Schildkröten benannt, die er dort beobachten konnte. Später wurde das »Dry« ergänzt – als Erinnerung daran, dass es auf der Insel kein Trinkwasser gibt.

Strand im Dry Tortugas Nationalpark in Florida

Jorge Moro/Shutterstock.com

Der Park liegt zu fast 99 Prozent unter Wasser und ist besonders für die schönen Korallenriffe und das klare blaue Wasser bekannt – ein idealer Ort zum Schnorcheln. Hier findet ihr das drittgrößte zusammenhängende Korallenriff der Welt. Großflächige Seegraswiesen, viele von Mangroven umgebene Inseln und das Riff bieten über 6.000 verschiedenen Arten von Meerestieren einen Lebensraum.

Auch bei Sportfischern und Kajakfahrern ist das 1992 zum National Park ernannte Gebiet beliebt, das vom spanische Seefahrer Ponce de León im Jahre 1513 entdeckt wurde. Das hier befindliche Fort Jefferson war zu Zeiten Abraham Lincolns ein Militärgefängnis und ist heute einer der Anziehungspunkte im Dry Tortugas National Park.

Dry Tortugas Fort Jefferson

Andy Newman, Florida Keyys News Bureau

Ihr seid hier mitten in der Natur; eine touristische Infrastruktur gibt es nicht. Somit keine Geschäfte, Restaurants oder Hotels. Immerhin: Das Campen ist erlaubt. Wie lange, das hängt davon ab, wie ihr anreist. Benutzt ihr die Fähre oder das Wasserflugzeug, dann dürft ihr maximal drei Nächte campieren. Habt ihr allerdings ein eigenes privates Boot dabei, dann dürft ihr bis zu 14 Tage dort übernachten. Das Campen ist dort ein unglaubliches Erlebnis. Stellt euch vor, unter einem klaren Sternhimmel zu schlafen, weit weg vom Lärm der Zivilisation. Ihr hört nur den Klang des Meeresrauschens.

Nun, was kostet der Spaß? Erwachsene zahlen für sieben Tage 15 US-Dollar, für unter 16-Jährige ist der Eintritt kostenfrei.

Tipp: Mit der Fähre Yankee Freedom III  kommt ihr von Key West aus dorthin. Für Erwachsene kostet die Fahrt 175 US-Dollar, für Kinder 125 US-Dollar pro Person. Noch spektakulärer ist die Anreise per Wasserflugzeug mit Key West Seaplane Adventures mit Blick auf die grünen Landflecken im Blau des Ozeans.

Lake-Clark-Nationalpark, Alaska

Der Lake-Clark-Nationalpark liegt im Südwesten des US-Bundesstaates Alaska an der Westflanke der Aleutenkette.

Der Park ist nicht an das Straßennetz angeschlossen. Ihr könnt nur per Flugzeug oder Boot anreisen. Im Naturpark selbst bewegt ihr euch entweder zu Fuß oder ihr fahrt mit dem Kanu oder Kajak durch die Wildnis.

Lohnend ist der Lake Clark, er ist 64 Kilometer lang. Er ist somit der längste See in der Umgebung.

Lake Clark in Alaska

Jesse Hasup/Shutterstock.com

In dem Park gibt es zwei aktive Vulkane, den Mount Redoubt und den Mount Iliamna.

Was ihr in dem Park unternehmen könnt? Angeln, wandern, zelten, Kajak- und Schlauchbootfahren. Es werden auch Tagesausflüge zum Bärenbeobachten angeboten. Apropos Bären: Etwa 70 Meilen südwestlich von Anchorage liegt die Bear Mountain Lodge, am Rande des Lake Clark National Park, der eine ungewöhnlich hohe Dichte an Braunbären verzeichnet. In rustikalen Cabins wird genächtigt.

Zwei Grizzlybären im Lake-Clark-Nationalpark in Alaska

Andrea Tombolato/Shutterstock.com

Ihr könnt auch bei einer Flightseeing-Tour zur Wildtierbeobachtung mitmachen. Ihr merkt schon: Der Park ist besonders für naturbegeisterte Rucksacktouristen geeignet.

Der Eintritt zum Park ist kostenlos.

Hawaiʻi Volcanoes Nationalpark, Hawaii

Der Hawaii Volcanoes National Park  liegt im Südosten des US-Bundesstaats Hawaii. Ganz besonderes ist der Kīlauea-Vulkan. Warum? Seine Lavamassen fließen direkt ins Meer. Der Riese lässt sich bestens vom Boot auf dem offenen Ozean aus oder bei einem Helikopterflug beobachten. Zu sehen, wie die feuerrote Lava in das Wasser gleitet, die See zum Kochen bringt und schließlich zu einer zischenden Fahne aus Rauch verpufft – das ist schon ein spektakulärer Anblick.

Kilauea Volcano, Hawaii Volcanoes National Park, also known Kilauea Smile

Benny Marty/Shutterstock.com

Aber auch, wenn ihr gerne wandern oder campen geht und etwas Außergewöhnliches sehen wollt, dann ist das der Park perfekte Ort für euch!

Island of Maui, Hawaii

Joe West/Shutterstock.com

Der Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 10 US-Dollar pro Person. Dann dürft ihr euch sieben Tage lang in dem Park aufhalten. Wenn ihr mit dem Auto anreist, zahlt ihr sogar nur 20 US-Dollar – egal, wie viele Leute im Auto sitzen.

Virgin-Islands-Nationalpark, Amerikanische Jungferninseln

Der Virgin-Islands-Nationalpark liegt im Karibischen Meer in der Nähe von Puerto Rico. Diesen Nationalpark könnt ihr ebenfalls nur mit der Fähre oder dem Flugzeug erreichen.

Trunk bay on St John island, US Virgin Islands

BlueOrangeStudio/Shutterstock.com

Was euch auf der Insel erwartet? Buchten mit glasklarem Wasser, weiße Sandstrände und eine tropische Landschaft. Dort könnt ihr angeln, schwimmen,  schnorcheln, wandern, mit dem Boot fahren und Lichtbildervorträge besuchen. Außerdem könnt ihr historische Ruinen, viele Pflanzenarten sowie Vogel- und Meerestierarten entdecken.

Echter Leguane auf den Amerikanische Jungferninseln

George Burba/Shutterstock.com

Wenn ihr an einen Besuch der Insel denkt, solltet ihr ein paar Tage einplanen. Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist riesig. Über die Insel verteilt gibt es viele Hotels und Campingplätze.

Grand Canyon Nationalpark, Arizona

Der Grand Canyon Nationalpark liegt im US-Bundesstaat Arizona – und gehört zweifelsohne zu den wohl bekanntesten US-Nationalparks. Das hat einen guten Grund: Der Anblick des Grand Canyons lässt die meisten Besucher sprachlos zurück – deshalb steht steht das Wunder der Natur bei vielen als »Once-in-a-Lifetime-Experience« ziemlich weit oben auf der Bucketlist.

Grand Canyon Arizona

Sonaal Bangera

In diesem Jahr feiert der Park seinen 100. Geburtstag. Am 26. Februar 2019 wird die Gründung pompös gefeiert und das Jubiläumsjahr mit vielen Events eingeläutet.

Der Park ist in zwei Schluchten unterteilt: den North Rim und den South Rim. Der North Rim hat von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet, ist jedoch schwerer zu erreichen. Er liegt höher als der South Rim und bietet eine enorme Pflanzenvielfalt.

Der South Rim ist dagegen leichter zu erkunden, insbesondere mit Blick auf die Wanderwege. Noch zwei Vorteile: Der South Rim hat das ganze Jahr über geöffnet. Und Helikopterflüge sind hier erlaubt.

Was könnt ihr unternehmen? Wandern, radfahren oder während eines Rundflugs die Aussicht genießen.

Hinweis für Wanderer: Trinkwasser ist nur am North Kaibab Trail und am Bright Angel Trail verfügbar.

Für Übernachtungen innerhalb des Grand Canyons benötigt ihr einen sogenannten Permit, für eine Tagestour braucht ihr keinen. Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Grand Canyon Village. Dieses Dorf liegt innerhalb des Nationalparks. Dort gibt es auch verschiedene Geschäfte zum Einkaufen.

Luxuszelt zum Übernachten im Grand Canyon

Under Canvas

Ihr bezahlt 15 US-Dollar Eintritt pro Person. 25 US-Dollar, wenn ihr mit einem Auto anreist – da spielt es keine Rolle, wie viele Personen im Auto sitzen. Der Eintritt ist ebenfalls sieben Tage gültig.

 

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