Kilometerweite Canyons, Temperaturen von bis zu 40 Grad, staubtrockene Böden: Das haben viele im Sinn, wenn sie an den US-Bundesstaat Arizona denken. Dabei hat Arizona viele grüne Oasen, in denen man Nationalwälder, Seen und unberührte Natur entdecken kann. Diese fünf Orte in Arizona sind unerwartet grün.

Planschen in Fossil Creek

Wo liegt’s? Rund zwei Stunden Fahrt mit dem Auto von Phoenix entfernt, in der Nähe der Städte Strawberry und Pine. Der Zugang erfolgt über die Forest Road 708 an der Arizona State Route 260 östlich von Camp Verde.

Warum hin? Die kleinen Bäche, Wasserfälle und Naturpools sind eine wunderbare Gelegenheit, um im Wasser zu baden, schwimmen, schnorcheln oder Kajak zu fahren. Wer mag, kann auf vier ausgewiesenen Wanderwegen die Natur genießen und seltene Tiere beobachten. Der Bach und seine Ufer sind die Heimat von etwa 200 Arten von Vögeln, Säugetieren, Reptilien und Amphibien.

Wasserfall in Fossil Creek

Jacob Eberspacher/Shutterstock.com

Wo übernachten? Wer in der Umgebung kein Hotel oder BnB buchen will, kann auch an ausgewiesenen Stellen in Fossil Creek campen.

Was noch? Vom 1. April bis 1. Oktober benötigt man eine im Voraus anzufordernde Zugangserlaubnis. Diese kann man einen Monat vor dem geplanten Trip online beantragen.

Panoromaaussicht auf dem Joshua Tree Forest Parkway

Wo liegt’s? Los geht die Reise in Wikieup. Das ist rund zwei Stunden Autofahrt von Phoenix entfernt. Von Wikieup geht es dann entlang der US-Route 93 in den Süden Richtung Wickenburg.

Warum hin? Wegen der Josua-Palmlilie natürlich! US-Baumexperten werden nun natürlich einwenden: Moment mal, die wächst doch vor allem im Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien. Ganz richtig, aber auch in Arizona ist das bis zu 15 Meter hohe imposante Gewächs zu bestaunen. Eingebettet ist der Joshua Tree in der für Arizona so typischen Wüstenlandschaft samt Saguaro-Kakteen.

Joshua Tree Forest Parkway in Arizona

US 60/Joshua Forest

Wo übernachten? In der Region findet ihr vor allem Hotels im Zwei- bis Drei-Sterne-Segment, auch viele Ketten sind vertreten.

Was noch? Man sollte sich unbedingt Zeit nehmen, um die wunderbare Landschaft fotografisch festzuhalten. Unterwegs bieten sich fantastische Fotomotive am Joshua Tree Parkway.

Wandern im Coconino National Forest

Wo liegt’s? Nur 14 Meilen außerhalb der Stadt Flagstaff – der Stadt, die als Tor zum grandiosen Grand Canyon gilt. Von Phoenix aus erreicht man den Coconino National Forest in knapp anderthalb Stunden.

Warum hin? Der Nationalwald lockt mit einmaligen Naturspektakeln. Allen voran mit den ikonischen roten Felsen von Sedona. Das sind nicht die einzigen Superlative: Hier findet man den größten zusammenhängenden Ponderosa-Kiefernwald der Welt und die höchsten Berggipfel Arizonas. Im Winter kann man hier prima Skifahren, Snowboarden oder Rodeln. Wer im Sommer kommt, kann auf Dutzenden ausgewiesenen Wegen wandern oder sich auf ein Mountainbike schwingen. Lohnend auch: eine Paddeltour über den Marshall Lake.

Coconino National Forest Arizona

Patrick Jennings/Shutterstock.com

Wo übernachten? Hilton und Marriott haben in Flagstaff ihre Häuser, für rund 200 Euro pro Nacht fürs DZ seid ihr dabei. Wer es luxuriöser mag, kann sich ein eigenes Luxusapartment oder gar ein eigenes Haus mieten. Die Auswahl an eigenen Unterkünften in und rund um Flagstaff ist riesig – aber auch recht teuer.

Was noch? Vorsicht im Frühsommer. Dann ist die Waldbrandgefahr recht hoch. In der Vergangenheit kam es zwischen Mai und Juli immer mal wieder vor, dass der Park deshalb komplett gesperrt wurde.

Picknick im Madera Canyon

Wo liegt’s? Ganz im Süden Arizonas, nicht weit von Tucson. In 45 Autominuten erreicht man von dort den Madera Canyon.

Warum hin? Die Stadt Tucson ist ein Muss für jeden Arizona-Besucher, allein schon wegen der üppigen Kakteen-Landschaft in der Umgebung und der leckeren mexikanischen Küche, die euch hier serviert wird. Im Sommer kann es dann aber schon einmal sengend heiß werden und man sehnt sich nach Abkühlung. Und genau die gibt es im Madera Canyon. Ein schattiger Wald mit sprudelndem Bach und allgegenwärtigen Vogelgesang laden ein zu einem idyllischem Picknick. Wer mehr Bewegung will, kann eine Tageswanderung durch die Gegend unternehmen.

Madera Canyon Arizona

Joel Hensler/Shutterstock.com

Wo übernachten? Campingplätze werden nach dem Prinzip »Wer zuerst kommt, mahlt zuerst« vergeben. Es gibt auch drei nahe gelegene Unterkünfte: Santa Rita Lodge, Madera Kubo Cabins und Chuparosa B&B.

Was noch? Ein kleiner Betrag wird fällig, wenn man den Park betreten will: fünf Dollar für den Tages- und 10 Dollar für den Wochenpass.

Camping im Prescott National Forest

Wo liegt’s? Von der Metropolregion Phoenix aus fährt man etwas weniger als zwei Stunden mit dem Auto Richtung Nordwesten.

Warum hin? Die natürliche Schönheit des Prescott National Forest – Berggipfel, klare Seen und Flüsse, einzigartige Tierwelt – bietet eine Kulisse für unzählige Unternehmungen im Freien. Der Wald bietet fast 450 Meilen an malerischen Wegen zum Wandern, Reiten oder Mountainbiken. Am Rande des Waldes befindet sich die Lynx Lake Recreation Area. Das ruhige Gewässer ist ein hervorragender Ort, um eine Kajaktour zu unternehmen und dabei die Umgebung auf sich wirken zu lassen.

See im Prescott National Forest in Arizona

Leslie Key

Wo übernachten? Wer im Park übernachten möchte, für den stehen Campingmöglichkeiten das ganze Jahr über zur Verfügung. Wer etwas mehr Annehmlichkeiten möchte, kann eine historische Hütte mieten. In Prescott empfiehlt sich das Vier-Sterne-Haus Prescott Pines Inn B&B.

Was noch? Weitere Geheimtipps in der Region sind unter anderem der Goldwater Lake oder Willow Creek.