Wer nach Zypern fliegt, landet meist in Larnaka. Nikosia – auch Lefkosia genannt – wird oft links liegen gelassen. Schade. Denn die Hauptstadt des Landes bietet einige hübsche Sehenswürdigkeiten. Wir verraten, was man in Nikosia gesehen haben sollte.

Nikosia oder Lefkosa, wie die Hauptstadt Zyperns auf Türkisch heißt, ist eine geteilte Stadt. Allerdings kann man sich zwischen dem türkischen Nord- und dem griechischen Südteil problemlos mit einem Personalausweis bewegen. Wer durch die City flaniert, wird feststellen, dass der Südteil moderner und der Nordteil orientalischer anmutet – sein quirliger Basar, die renovierte Karawanserei oder die Hauptmoschee Selimiye lassen daran keinen Zweifel.

Ledra Street in Nikosia

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Hoteltipps in Nikosia

Das Royiatiko Hotel liegt zentral in der Altstadt, nur ein paar Meter abseits der Ledra-Straße. Der Vorteil: Bis in die Innenstadt ist es nur einen Katzensprung. Und über die »Grenze« in den türkischen Teil Nikosias gelangt man auch sehr schnell. Trip-Advisor-Reisende schätzen hier die gut ausgestatteten und sauberen Zimmer und das großartige Frühstück zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem gibt es direkt hinter dem Hotel einen kostenlosen bewachten Parkplatz für das Auto.

Gelegen nach der Grenze ist das Golden Tulip Nicosia Hotel and Casino das einzige einer internationalen Kette, das im Nordteil Nikosias liegt. Reisende finden hier einen 1.300 Quadratmeter großen Poolbereich, inklusive Wellness, Spa und türkisches Bad. Neben einem hauseigenen Friseur, einer Boutique und einem Juwelier gibt es auch ein Businesscenter – allerdings mit PCs mit türkischer Tastatur, was für manch einem Reisenden eine Herausforderung ist. Das Hotel ist Gewinner der TripAdvisor Travellers‘ Choice für Hotels, Kategorie Luxushotels.

Pool im Golden Tulip Nikosia

TripAdvisor

Das Semeli ist ein inhabergeführtes Boutique-Hotel und liegt im Geschäftsviertel von Nikosia, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum und den wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten entfernt. Es bietet 62 Zimmer, von Standardzimmern bis Suiten. Viele Reisende schätzen hier den freundlichen und professionellen Service, das sehr gute Frühstück und die moderne Ausstattung, mit einem gut funktionierenden W-LAN.

Auch im Asty-Hotel kümmert sich ein Familienbetrieb um das Wohl der Gäste und wartet mit einigen Extras auf, die größtenteils kostenfrei sind, wie: Snacks und Getränke, Fahrradverleih, Minigolf oder Sonnenbaden auf dem Hoteldach. Das Stadthotel liegt ca. zwei Kilometer vom Zentrum entfernt, nahe der Universitäten. Die Altstadt mit ihrer venezianischen Stadtmauer erreicht man in 20 Minuten zu Fuß oder in gut zehn Minuten mit dem Fahrrad. Das Hotel ist zudem Gewinner der TripAdvisor Travellers‘ Choice Awards für Hotels, Kategorie Schnäppchenhotels.

Lecker essen in Nikosia

Im »Cook-Shop« schwingt Evagoras Hadjipavlou den Kochlöffel. Der gebürtige Zypriote hat in den USA seine Kochkünste gelernt und neue Rezepte und Techniken mit nach Hause gebracht. Heute hat er sein eigenes Cateringunternehmen und gibt Kochkurse, wenn er nicht an neuen Rezepten bastelt. Fazit einer griechischen Reisenden: »Cook-Shop ist mit Abstand eines der besten Restaurants in Nikosia. Gut gemacht, schmackhafte Teller und super Service!«

Übersetzt bedeutet der Name »Piatsa Gourounaki«  so viel wie »Treffen von kleinen Ferkeln«, selbiges Tier ist auch im Restaurantschild zu sehen. Dabei bietet das Lokal eine breite Palette an griechischen Gerichten vom Holzkohlegrill, inklusive Lamm- oder Huhn-Gerichte. Wichtiges Credo: frische, qualitativ hochwertige Zutaten aus der Region – angefangen beim Brot über Olivenöl bis hin zu Gemüse und Fleisch.

Piatsa Gourounaki in Nikosia

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Was wäre Griechenland ohne Fisch? Eine gute Adresse für Meeresgetier ist laut Reise-Community die Fischtaverne »Pyxida«, die seit vielen Jahren mit einheimischen Fischern zusammenarbeitet, darauf legt Küchenchef Petros Georgiou und sein Team wert.

Relaxing time💙

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Besucher schätzen vor allem »Meze«, das ist ein typisch zypriotischer Querschnitt durch alle kulinarischen Spezialitäten des Landes, meist unterscheidet man zwischen Meze, die hauptsächlich aus Fleisch oder Fisch bestehen.

Reise in die Vergangenheit am Famagusta-Tor

Sage und schreibe 4,5 Kilometer lang ist die venezianische Stadtmauer von Nikosia. Sie allein ist schon eine Entdeckung für sich. Besuchen sollte man unbedingt das Famagusta-Tor. Es handelt sich um eines der drei alten Stadttore.

Famagusta-Mauer in Nikosia

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Sacred Temple Of Virgin Mary Faneromenis

Sie ist eine der größten Kirchen in Nikosia und wurde 1872 innerhalb der Stadtmauern gebaut: die Faneromeni-Kirche. Das Innere der Kirche weist noch Spuren der Geschichte auf: So sind im Marmorausoleum im östlichen Teil der Kirche die Reliquien der Bischöfe und Priester enthalten, die am 9. Juli 1821 durch die Osmanen hingerichtet wurden. Gegenüber der Kirche befindet sich die Faneromeni-Schule, eine der traditionsreichsten akademischen Einrichtungen Zyperns.

Zypernmuseum, Byzantinische Museum, Kunstgalerie

Einmal Zypern in Gänze erleben? Klar, man kann mit dem Auto die ganze Insel umkurven und sich alles ansehen. Oder aber man besucht das Zypernmuseum in Nikosia. Es zeigt die Geschichte des Landes, von der Jungsteinzeit bis zur frühbyzantinische Epoche. In den Sammlungen werden Keramik-, Schmuck- und Bronzegegenstände sowie Skulpturen und Münzen gezeigt.

Ebenfalls einen Besuch wert ist das Byzantinische Museum und die Kunstgalerie.

Byzantinische Museum in Nikosia

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Es bietet die größte Sammlung byzantinischer Kunst in Zypern. Rund 200 Ikonen sind zu sehen, die meisten vom 9. bis 19. Jahrhundert. Highlight sind die aus dem 6. Jahrhundert stammenden Mosaiken der Panagia-Kanakaria-Kirche. Die Kunstgalerie dagegen zeigt in vier Sälen eine Sammlung repräsentativer Werke der abendländischen Kunst. Darunter viele Werke griechischer und zypriotischer Maler.

G. Leventis Gallery

Vor rund 50 Jahren kam dem Geschäftsmann Anastasios George Leventis die Idee, die Höhepunkte von über 400 Jahren europäischer Kunst und Geschichte unter einem Dach zu präsentieren: angefangen bei Gemälden, Aquarellen und Drucken und Zeichnungen bis hin zu Stilmöbeln und Gegenständen.

Ausstellungsstück in der A.G. Leventis Gallery in Nikosia in Zypern

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Heute umfasst die Galerie drei Einheiten: die Pariser Sammlung, die bedeutende europäische Künstler vom 17. bis zum 20. Jahrhundert präsentiert; die Griechische Sammlung mit Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts; und die Cyprus Collection mit der ersten Generation zypriotischer Künstler, geboren zwischen 1884 und 1930. »Das Museum ist ein leuchtendes Beispiel dafür, was ein Mensch erreichen kann – ein toller Ort, nicht nur um der Hitze zu entkommen«, so das Fazit eines Reisenden.

Agios-Ioannis-Kathedrale

»Die sieht ja aus wie eine Festung«, raunte schon so mancher Besucher, als er vor der Agios-Ionnis-Kathedrale stand. In der Tat. Die 1662 von Erzbischof Nikiforos erbaute Kirche vermittelt aufgrund der starken Stützmauern den Eindruck, dass es sich um eine Festung handelt. Die schönen Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert zeigen Szenen aus der Bibel sowie die Auffindung des Grabes von Apostel Bamabas in Salamis dar.

Agios-Ioannis-Kirche in Nikosia

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Jeden Montag brechen Interessierte in Lefkosia auf zu einer begleiteten Tour durch die Stadtviertel Kaimakli und Pallouriotissa. Einen Einblick in die Geschichte der Stadt erhalten Besucher immer donnerstags bei der Tour »Discover the old Lefkosia and its walls«. Die Tourismusorganisation Zypern bietet die Touren in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Touristenführer Zyperns und der jeweiligen Stadtverwaltung an. Die Reiseführer in Zypern haben eine umfassende Ausbildung absolviert und sind staatlich geprüft. Die Stadtspaziergänge erfolgen in englischer Sprache. Treffpunkt ist soweit nicht anders angegeben am Büro der jeweiligen Touristen-Information um 10 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung im Tourist-Büro notwendig. Es empfiehlt sich, Tage, Uhrzeiten und Treffpunkt vorab rückbestätigen zu lassen, weil diese sich kurzfristig ändern können.

Mikrobrauerei

Zypern ist ein altes Weinland. Wer hätte daher gedacht, dass man hier auch Mikrobrauereien finden kann? Die Pivo-Mikrobrauerei nahe der Grenzmauer zum Beispiel bietet einige Signaturbiere, wechselnden saisonalen Sorten sowie eine kleine Auswahl an Brauhausküche an. Viele Reisende loben die nette Atmosphäre.

Wahrzeichen auf dem Land: Moni Maxaira

Gelegen im malerischen Tal des Machairas-Gebirges und ungefähr eine Stunde von Nikosia entfernt, befindet sich dieses gleichnamige Kloster. Es bietet sich an für alle, die mal einen Tagesausflug machen wollen.

Moni Maxaira in Zypern

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Es gehört zu den berühmtesten Klostern Zyperns und beherbergt die sagen- und legendenumwobene Ikone der Panagia (der Heiligen Jungfrau Maria) von Machairas, die im 8. Jahrhundert von einem Einsiedler nach Zypern gebracht wurde und bis zu seinem Tode in einer Höhle versteckt hielt – so heißt es. Auch heute leben Mönche in dem Kloster, darunter auch viele junge Glaubensmänner, wie ein Reisender feststellte. Besonders sonntags und an warmen Sommertagen kommenden Einheimische und Urlauber gern an diesen Ort, umgeben von dichten Wäldern.

Diese Tipps wurden mit freundlicher Unterstützung von TripAdvisor zusammengestellt.

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