Los Angeles ist an der Westküste das, was New York an der Ostküste der USA ist: unbestrittene Mega-Metropole der Region. Faszinierend ohne Ende, klar. Aber auch ungeheuer wuselig. Angst, verloren zu gehen? Nicht mit unserer kleinen, aber feinen Auswahl an Sehenswürdigkeiten in der Stadt – was man in Los Angeles gesehen haben sollte! Text: Isabell Krüger und Frank Störbrauck

Was auch immer man sucht, im zwar stressigen, aber eben auch ziemlich glamourösen Los Angeles findet ihr es: sonnige Strände, außergewöhnliche Museen und Galerien, einzigartige und dennoch bezahlbare Geschäfte zum Einkaufen, Bars, Nachtclubs, Themenparks, Film-Studios und ganz schön viele Prominente auf einen Haufen. Ihr könnt hier Wochen damit verbringen, Stadtteile wie Downtown, Silver Lake, Hollywood, Studio City und Venice zu entdecken – nur, um ein paar zu nennen. Oder auch West Hollywood – der Stadtteil, in dem die Schwulenszene beheimatet ist und in dem vor allem eins gilt: Party. Ach ja, und sehen und gesehen werden. Natürlich. Aber das gilt für ganz L.A. …

Bar in West Hollywood

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Hollywood! Stars! Sternchen!

Habt ihr Lust, Hollywood-Feeling zu erleben? Dann nichts wie hin zu dem Universal Studios Hollywood Park in Los Angeles. Die Studios sind ideal, um Drehorte von bekannten Filmen, darunter viele Klassiker wie »King Kong« und »Zurück in die Zukunft«, zu sehen.

Eingangstor Universal Studios Hollywood

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Der Park besteht aus drei Teilen: Drehstudio, Themenpark und Studiotour. Fast & Furious-Supercharged, the Simpsons Ride, The Wizarding World of Harry Potter sind die Namen einiger Attraktionen. Ein-Tages-Tickets gibt es ab 109 US-Dollar. Wer keine Lust auf langes Anstehen hat, sollte sich das »Front of the line«-Ticket kaufen. Die VIP-Tickets sind ab 299 US-Dollar pro Person zu haben. Dieses Ticket beinhaltet einen VIP-Führer, privaten VIP-Speisesaal sowie den Zutritt zu Bereichen, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Der Park öffnet meist um neun oder zehn Uhr.

Vor den Toren der Universal Studios Hollywood liegt der Universal CityWalk mit mehr als 30 Geschäften, 30 Restaurants, sechs Nachtclubs, Live-Unterhaltung im Freien, einem Kino mit 19 Sälen und einem modernen Konzertsaal. Im »5 Towers« gibt es das ganze Jahr über kostenlose Veranstaltungen.

Walk of Fame und Oscar-Feeling im Dolby Theatre

Ebenfalls ein Muss in Hollywood: der Walk of Fame, ca. zwei Kilometer ist er mittlerweile lang. Mittlerweile wurden mehr als 2500 Berühmtheiten aus der Entertainment-Branche mit Sternen auf dem Bürgersteig  verewigt. Vor dem Gebäude des Grauman’s Chinese Theatre verewigen sich ebenfalls viele Stars der Entertainmentbranche mit Hand- und Schuhabdrücken.

Walk of Fame in Los Angeles

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Habt ihr euch schon mal gefragt, wo die Oscar-Verleihungen stattfinden? Im Dolby Theatre, das direkt neben dem Hollywood Boulevard liegt. Ein kleiner Tipp: Am Wochenende wimmelt es nur von den Touristenmassen, fahrt am besten unter der Woche am Vormittag dorthin. Während der Führungen bekommt ihr den Zuschauerraum, eine VIP-Lounge und eine echte Oscar-Trophäe zu sehen.

Noch immer nicht genug von Hollywood & Co.? Dann auf ins Hollywood Museum, wo ihr euch auf vier Stockwerken viele Kostüme und Requisiten aus zahlreichen Blockbustern ansehen könnt.

Apropos Fame: Hollywood, Stars und Sternchen – Stars wie Victoria und David Beckham, Sylvester Stallone, Paris Hilton, Robbie Williams, Christina Aguilera, Johnny Depp wohnen dort. Oder haben dort zumindest ein Ferienhaus. Man gönnt sich ja sonst nichts …

Hollywood Sign: Das müsst ihr einfach fotografieren!

Das Hollywood Sign diente anfangs als Marketingidee, doch mittlerweile ist es die Sehenswürdigkeit schlechthin in Los Angeles. Man kommt gar nicht umhin, ein Foto davon zu knipsen! Nun werdet ihr euch vermutlich fragen: Wo positioniere ich mich am besten vor den weltberühmten Schriftzug? Klar, man kann den Schriftzug von vielen Orten der Stadt aus sehen. Aber das heißt noch lange nicht, dass euch auch ein gutes Foto gelingt. Dazu müsst ihr nämlich näher ran.

Ein guter Ort ist zum Beispiel der Parkplatz des Griffith Observatorys (siehe unten). Gute Fotos gelingen auch auch auf dem Canyon Lake Drive, gebt am besten ins Navigerät die Adresse 3109 Canyon Lake Drive ein. Hinter der Ausfahrt »Mulholland Highway – Canyon Lake Drive« findet ihr einen prima Aussichtspunkt mit Blick auf den Lake Hollywood und den Schriftzug.

Wenn ihr an den Schriftzug ganz nah ranwollt, und ein Foto von der Rückseite machen wollt, wird es leider etwas aufwändiger. Denn: Ihr müsst einen ordentlichen Fußmarsch absolvieren. Welche Routen sich empfehlen, wie lange ihr unterwegs seid und was es sonst noch zu beachten gilt, könnt ihr hier nachlesen.

Frau mit Hund auf Weg, im Hintergrund Hollywood-Sign

Roberto Nickson

Formidable Aussicht vom Griffith Park aus

Vom Griffith Park aus hat man eine wunderbare Aussicht auf Los Angeles und auf den Hollywood-Schriftzug. Im Park befindet sich die Griffith-Sternwarte, das Gene Autry Western Heritage Museum, Travel Town mit einigen alten Lokomotiven, mehrere Golf- und Tennisplätze und der Los Angeles Zoo. Der Eintritt und die Öffnungszeiten variieren bei allen Attraktionen.

Das Griffith Observatorium ist eine weiße Kuppel, die 1935 errichtet wurde. Dem einen oder anderen von euch dürfte das Gebäude vielleicht aus einem berühmten Spielfilm bekannt vorkommen. Ganz richtig: Hier wurde eine bekannte Szene des Blockbuster »Denn sie wissen nicht was sie tun« mit James Dean gedreht (1955).

Das Observatorium hat drei Hauptabteilungen: das Planetarium, das Laserium und die »Hall of Science«. Gesteinsbrocken vom Mars, Mond und von Meteoriten, ein Modell des Hubble-Teleskops und vieles mehr gibt es dort zu sehen.

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Griffith Observatory and Los Angeles city skyline

Der Eintritt für die Anlage und das Observatorium ist normalerweise kostenlos, es sei denn, ihr wollt eine Show im Planetarium besuchen. Dann kostet der Eintritt sieben US-Dollar für Erwachsene und drei US-Dollar für Kinder. Das Parken kostet vier US-Dollar pro Stunde. Es lohnt sich, zwischen dem späten Nachmittag und dem frühen Abend dorthin zufahren. Dann habt ihr die Sicht  auf Hollywood und seine Hills, das Hollywood Sign und, wenn das Wetter gut ist, auch auf Downtown. Es ist spektakulär, aus knapp 350 Metern Höhe die Lichtkulisse von Los Angeles zusehen. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, doch meistens hat es von 12:30 bis 22 Uhr geöffnet.

Wenn man nach dem Besuch noch etwas essen oder trinken möchte, kann in das Restaurant im Observatorium »At the End of the Universe« gehen. Von dort aus habt ihr weiterhin eine unglaubliche Sicht über Los Angeles bis hin zum Pazifik.

Der Los Angeles Zoo liegt ebenfalls im Griffith Park. Der Zoo wurde 1966 eröffnet. Dort könnt ihr euch über 1200 Tiere in etwa 350 Arten aus der ganzen Welt angucken. Es lohnt sich ebenfalls auf den Botanische Garten und die verschiedenen Shows im Zoo einen Blick zu werfen. Der Zoo hat von Montag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt liegt zwischen 13 und 21 US-Dollar.

Beverly Hills: Mekka der Reichen und Schönen

Beverly Hills ist eine Stadt im Los Angeles County in Kalifornien. In der reichsten Gegend in ganz Südkalifornien leben viele Hollywood-Stars. Die Stadt ist bereits Drehort vieler US-Serien gewesen. Egal, wo man hinguckt, in keinem anderen Stadtviertel ist der Reichtum der High Society so präsent wie hier. Ihr seht pompöse Villen und Luxus-Schlitten und mit etwas Glück trefft ihr auf den ein oder anderen Star. In der Luxus-Einkaufsstraße Rodeo Drive sind Geschäfte von internationalen Modemarken wie Giorgio Armani, Gucci, Dolce & Gabbana und Prada. The Rodeo Collection ist eines der teuersten Einkaufszentren, davon befinden sich mehrere in der Passage. Wir empfehlen euch, selber durch die Stadt zufahren ohne einen Reiseführer. Dann könnt ihr die bemerkenswerten Autos, Villen und Gärten erkunden.

Rodeo Drive in Beverly Hills

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Lässig am Strand in Venice Beach chillen

Venice Beach ist ein etwa 4,5 km langer Sandstrand. Der Strandabschnitt schließt südlich an den Strand von Santa Monica an.

Promenade in Venice Beach

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Der Stadtteil ist bekannt für die bunte Strandzene, die vielen Straßenkünstler und Skater. Aber auch Sportler lieben Venice Beach. Ihr werdet hier – vor allem Nachmittag, frühen Abend und am Wochenende – sehr viele Skater, Biker, Surfer, Jogger und Schwimmer sehen.

Skater vor Zuschauern am Venice Beach in LA

Travis Yewell

Der vermutlich schönste Ort in L.A.: Santa Monica

Viele Touristen, die Los Angeles schon einmal besucht haben, sagen anschließend: Santa Monica ist einer der schönsten, wenn die gar der schönste Ort in Los Angeles. Ihr solltet also unbedingt hier einmal vorbeischauen. Plant am besten einen ganzen Tag ein. Der Stadtteil gehört, wenn man es genau nimmt, nicht mehr zu Los Angeles. Das Städtchen liegt 25 Kilometer westlich von Downtown und ist vor allem bekannt für seinen tollen 5,5 Kilometer langen Strand. Der Strand diente bereits als Drehort für viele Filme und Serien. Weiter weg vom Strand findet ihr ein schönes Einkaufsviertel mit vielen Restaurants, Bars und Boutiquen.

Nehmt euch am besten ein Badetuch mit, fläzt euch in die Sonne, geht surfen, spielt Beach-Volleyball – oder beobachtet das bunte Treiben. Später dann könnt ihr euch Fahrrad mieten und ein paar Runden auf dem Marvin Braude Coastal Bike Trail drehen. Lohnenswert ist auch ein Besuch des Santa Monica Pier, wo das berühmte Riesenrad steht. Na, wie wäre es mit einer Runde auf dem Riesenrad? Das Riesenrad ist übrigens zu Hause in einem kleinen Vergnügungspark, in dem ihr euch auf einigen Fahrgeschäften vergnügen könnt!

Santa Monica Pier

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Hochkarätige Kunst im Getty Center

Ihr liebt Museen und Kunst? Dann nichts wie hin zum Getty Center, hoch oben in den Bergen von West Los Angeles. Dort könnt ihr euch tolle europäische Meisterwerke, ornamentale Kunst und Fotografie ansehen. Das Schöne: Ihr zahlt keinen Dollar Eintritt – ein Geschenk des Philanthropen J. Paul Getty. Auch auch das Außengelände ist eine Augenweide. Die Springbrunnen, die seelenruhig vor sich hinplätschern, pittoreske Gartenlauben und der von Robert Irwin entworfene Central Garden schaffen eine wunderbare Atmosphäre. Obenderein könnt ihr hier super Aussichten zum Mount Baldy bis hin zur Insel Santa Catalina genießen!

Malibu – wo die Reichen wohnen

Habt ihr euch schon mal gefragt, wo die Stars wohnen, um Ruhe zu haben? In Malibu. Dort leben viele Reiche fern des Trubels und dem Lärm der Metropole. Malibu ist eine Küstenstadt, die nordwestlich von Los Angeles liegt. Bekannt ist sie aus US-Serien wie Baywatch oder Two and a Half Men. Leider wütete im November vergangenen Jahres ein heftiges Feuer in dem Stadtteil. Zahlreiche Prominenten waren davon betroffen.

Entgegen einer weitverbreiteten Meinung könnt ihr auch dort auch an den Stränden aufhalten; es handelt sich um keine Privatstrände der Reichen und Promis.

Strand in Malibu

Andre Benz

Wir empfehlen euch im Landesinneren die Santa Monica Mountains anzugucken. Von dort aus bekommt ihr eine tolle Aussicht auf den Pazifik und auf Malibu. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist eine der schönsten Universitäten der Welt: die Pepperdine University. Die exklusive Universität hat eine tolle Lage. Sie bietet eine schöne Aussicht, denn sie liegt direkt am Hügel mit Meerblick von allen Seiten.

City Hall, Walt Disney Concert Hall und Arts District in Downtown

Los Angeles besitzt kein richtiges Zentrum – das denken die meisten. Aber Downtown, südöstlich von Hollywood und 20 Meilen von der Küste enfernt, kann man durchaus Zentrum nennen – auch wenn in manchen Straßen dort ab dem späten Abend so gut wie tote Hose herrscht. Wir meinen: Wenn ihr sehr viel Zeit in Los Angeles habt, könnt ihr euch Downtown mal ansehen. Ansonsten könnt ihr euch das Businessviertel sparen!

Es gibt dort ein paar Touristenattraktionen, so zum Beispiel den Wolkenkratzer City Hall der Staatsverwaltung. Was auch lohnt: der Bahnhof Union Station. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Walt Disney Concert Hall. Dort spielt das Los Angeles Philharmonic Orchestra und man sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf die einzigartige Architektur des Gebäudes werfen.

Walt Disney Concert Hall

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Wer noch Zeit und Lust hat, kann sich außerdem noch Little Tokyo, Chinatown und den Arts District ansehen. In dem Kunstviertel lockt besonders das Museum of Contemporary Art (MOCA Grand). Hier könnt ihr vor allem Kunstwerke ab den 1940er-Jahren bestaunen.

Wer sich hier abends vergnügen möchte, sollte Kurs auf den South Park rund um das LA Live nehmen, wo ihr viele Restaurants, Bars und Theater findet.

Was für Junge und Junggebliebene: Disneyland in Anaheim

Ein weiterer Freizeitpark ist das schon 1955 eröffnete Disneyland in Anaheim. Der Park bietet Attraktionen für die ganze Familie. Die bekanntesten Attraktionen für Jung und Alt sind: the Pirates of the Caribbean Ride, the Haunted Mansion, Indiana Jones Adventure: Temple of the Forbidden Eye und Mickey’s Toontown. Im Sommer 2019 soll das Star Wars Land – Star Wars: Galaxy’s Edge – eröffnen. Wenn man sich bis zum Abend sich im Park vergnügt bekommt man sogar das Feuerwerk mit. In der Hochsaison, im Sommer also, findet das Feuerwerk häufiger statt, als im Herbst oder Winter.

Mädchen Riesenrad Mickey Mouse Disneyland Anaheim

Clayton Cardinalli

Nun, was kostet der Spaß? Die Preise steigen jährlich. Tickets gibt es ab 10 Jahren für 104 bis 149 US-Dollar. Doch die Preise unterscheiden sich je nach Besuchstag und Saison. Genauso wie die Öffnungszeiten. Normalerweise öffnet der Park in der Hauptsaison gegen 9 Uhr und schließt gegen Mitternacht. Der Ansturm ist riesig ihr solltet euch vorher über ein nahgelegenes Hotel und über die Parksituation informieren.

Falls ihr besonders coole Panorama-Fotos von Los Angeles schießen wollt, solltet ihr diesen Artikel lesen.

 

 

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