Dass Museen nicht unbedingt langweilige Ansammlungen historischer Gegenstände sein müssen, wissen wir. Doch diese Sammlungen sind absolut abgefahren! Wie wäre ein Besuch im Museum für eklige Essgewohnheiten oder dem Museum für schlechte Kunst? Das neue Buch »Schräge Museen« zeigt ganz schön skurrile Sammlungen rund um die Welt.

 Schattenmuseum, St. Petersburg, Russland 

Auf den ersten Blick beeindruckt das »Muzey Teney« wenig. Doch was aussieht wie ein paar verbogene Drähte, etwas Müll oder wahllos geschmolzenes Blei muss nur ins richtige Licht geworfen werden. Denn dann enthüllen ihre Schatten wahre Meisterwerke. Na, wer erkennt den spanischen Meisterkünstler?

Im Schattenmuseum in Sankt Petersburg muss die Kunst nur im richtigen Licht erscheinen.

Shadow Museum/Julia Metelskaya

Museum of Failures, weltweit, gestartet in Los Angeles, USA

Na, das sieht Mister President aber gar nicht gern: sein Gesicht im »Museum of Failures«. Sein Brettspiel ist eines der 100 Versager-Produkte, welche die Wanderausstellung umfasst. Auch mit dabei: fettfreie Pringles, ein Fahrrad aus Plastik und viele andere Erfindungen großer Namen, denen der Erfolg vergönnt war.

Das »Museum of Failure« ist eines der schrägen Museen, die das neue Buch im Dumont Verlag vorstellt.

Museum of Failure/Sandra H. Gao

Dackelmuseum, Passau, Deutschland

Schon Loriot pflegte zu sagen: »Ein Leben ohne Dackel ist möglich, aber sinnlos.« Für alle, die ebenso denken oder sich einfach nur an dieser kuriosen Sammlung erfreuen, lohnt ein Besuch bei den Dachshundliebhabern Seppi und Oliver in Passau. Sie haben ihrem Kitsch und Nippes rund um den Dackel ein eigenes Museum gewidmet. Wer noch nicht genug von den Dackeln hat, der ist bei der jährlichen Dackelparade (gerne mit Vierbeiner) herzlich willkommen. Hausmeister Krause lässt übrigens grüßen.

Im Dackelmuseum in Passau kommen Liebhaber der Kultvierbeiner voll auf ihre Kosten.

Dackelmuseum

Disgusting Food Museum, Malmö, Schweden

In Malmö lädt das »Disgusting Food Museum« Mutige ein, sich durch die kuriosesten und schaurigsten Delikatessen der Welt zu staunen, riechen und teils auch probieren. Auf dem »Speiseplan« stehen zum Beispiel Ochsenpenis, Fledermaussalat oder die stinkende Durianfrucht. In den Räumen eines ehemaligen Schlachthauses aus dem Jahre 1904 möchte der Wissenschaftler Dr. Samuel West mit den 80 verschiedenen Speisen aus aller Herren Länder zeigen, wie sehr unser Ekelgefühl von unserer kulturellen Prägung abhängt. Zudem wird der übermäßige Fleischkonsum kritisch beleuchtet und aufgezeigt, wie beispielsweise auch Insekten eine wichtige Proteinnahrung für den Menschen sein können.

Mehr Infos zum Museum findet ihr hier.

Na guten Appetit – im »Disgusting Food Museum« in Malmö.

Disgusting Food Museum

Trickeye Museum, Soeul, Südkorea

Andere Länder, andere Sitten: In Südkorea geht man zum Abhängen ins Museum. Das hat nämlich 12 Stunden geöffnet und ist spannender als jedes Café. Auch fürs erste Dates ist das »Trickeye Museum« super, denn bei den vielen Gemälden, die beim Fotografieren wie 3-D wirken, kommt man sich garantiert näher. Mitmachen erwünscht!

Das Trickeye Museum in Korea dient Paaren als Date – ganz schön schräg.

Trickeye Museum

 

In diesem Bildband finden sich 100 der schrägsten Museen auf der Welt.

DuMont

Info

Diese und andere schräge Museen weltweit und vor der Haustür findet ihr in dem Buch »Schräge Museen. Eine Reise zu den skurrilsten Sammlungen der Welt« von Jana Duran neu im Dumont Verlag erschienen. 100 Museen auf 128 Seiten, 14,95 Euro.

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