Touristen weiß Seattle zu überzeugen: Der betörend schöne Lake Washington im Osten und der majestätische Mount Rainier am Horizont bieten dem Besucher ein Panorama wie aus dem Bilderbuch. Aber in der Stadt selbst locken natürlich auch einige Sehenswürdigkeiten. Wir verraten, was man in Seattle gesehen haben muss.

Pike Place Market

Anlaufstelle für viele Besucher in Seattle ist der im Herzen der Stadt gelegene und europäisch daherkommende Pike Place Market. Das ist ein rund 100 Jahre alter öffentlicher Markt, auf dem frisches Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch, aber auch Kunsthandwerk und Antiquitäten verkauft werden. Ein beliebtes Motiv für einen Schnappschuss ist die bronzene Schweinestatue von Rachel, dem Maskottchen des Marktes. Wer anschließend vor lauter Leckereien den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, hier ein Kulinariktipp: Bei Jensen’s Old Fashioned Smokehouse kommt der Fang des Tages binnen 24 Stunden vom Boot über die Räucherei des Hauses fangfrisch auf die Teller der All Water Seafood & Oyster Bar.

Public Market in Seattle

CrackerClips Stock Media / Shutterstock.com

Klebrige Angelegenheit: die Gum Wall

Falls ihr euch vor Betreten des Pike Place Markets gefragt habt: Was ist das denn für eine Sauerei an der Wand? Nun, es handelt sich um die Gum Wall – ein riesiges »Kunstwerk« aus mehr als einer Million gekauten Kaugummis. Was es damit auf sich hat? Besucher eines Theaters sind daran »schuld«. Während sie 1993 in der Schlange warten mussten, klebten sie aus Langeweile Kaugummis an die Wand. Heute zählt die »Gum Wall« zu einer der unhygienischsten Sehenswürdigkeiten der Welt. Auf der 16,5 Meter breiten und 2,5 Meter hohen Fläche kleben auch kleine Kunstwerke wie ein Heiratsantrag aus der speichelbesetzten Masse. Wer sich also einmal als Kaugummi-Künstler ausprobieren möchte, nur zu!

gum wall in seattle

Taylor Rooney

Blickfang Space Needle

Nicht weit entfernt vom Pike Place Market locken der Aussichtsturm Space Needle, das Seattle Aquarium, das Rock’n’Roll Museum of Pop Culture und das Seattle Art Museum (SAM). Ganz schön viele Hotspots auf engem Raum. Auch wenn das Space Needle natürlich ein Muss für jeden Fotoliebhaber ist, solltet ihr euch auch die Museen anschauen.

Space Needle in Seattle

Visit Seattle

Das SAM ist rein äußerlich schon ein Hingucker. Die beeindruckenden markanten Fassaden werden im Dunkeln in Neonfarben angestrahlt. Vor dem Gebäude ist die Riesen-Skulptur »Hammering Man« zu sehen. Im Museum selbst sind unter anderem Werke von Jackson Pollock und Andy Warhol zu sehen. Nicht nur das: Es werden auch viele Werke europäischer, asiatischer sowie mesoamerikanischer und indianischer Künstler gezeigt.

Falls ihr anschließend noch Zeit und Lust habt, empfiehlt sich ein Besuch dieser Museen: das Museum of Glass mit Ausstellungsstücken von Dale Chihuly, das Burke Museum of Natural History and Culture, das Museum of Flight und das Pacific Science Center.

Alternatives Feeling in Capitol Hill

Wenn ihr in Seattle zu Besuch seid, solltet ihr unbedingt auch einmal in Capitol Hill vorbeischauen. Das ist ein ziemlich alternativer, hipper und schwul-lesbischer Stadtteil. Hier ist einfach alles eine Spur lässiger als im Rest der Stadt, darüber hinaus auch – wen überrascht es? – das angesagteste Viertel für alle Freunde gepflegter Partys. Wer tagsüber zu Besuch ist, sollte den Volunteer Park und das Seattle Asian Art Museum besuchen, durch die Straßen bummeln oder sich einfach nur in ein Café setzen und das bunte Treiben auf der Straße beobachten. Sehen und gesehen werden hat schließlich auch was …

Zebrastreifen in Regenbogenfarben Capitol Hill Seattle

ascade Creatives / Shutterstock.com

Fotoexzess auf der Fähre!

Vor der Skyline Seattles tuckern täglich viele Fähren in die weite Welt. Viele von ihnen transportieren natürlich auch schnöde Fracht. Auf einigen könnt ihr aber auch mitfahren. So starten von der Seattle Waterfront aus Schiffe nach Bremerton auf der Olympic-Halbinsel und nach Bainbridge Island.

An schönen Sommertagen nutzen viele Einwohner Seattles das Wassertaxi, um über die Elliott Bay zum Alki Beach zu fahren. Von hier aus habt ihr einen super Blick auf Seattle. Aber unabhängig davon, ob ihr ein Wassertaxi oder eine Fähre benutzt: Während der Fahrt bieten sich tolle Gelegenheiten für Schnappschüsse von Seattles Skyline und dem Hafen sowie der Landschaft des Puget Sounds.

Blick von einer Fährenfahrt bei Seattle

Aaron Dowd

Hinter die Kulissen von Boeing schauen

Nicht nur Luftfahrtexperten wissen: Seattle ist die Heimat von Boeing. Warum also nicht mal beim Boeing-Werk nördlich von Seattle vorbeischauen? Im Rahmen einer rund viereinhalb Stunden dauernden Tour könnt ihr die 28.000 Quadratmeter große Luftfahrt-Galerie besuchen, ein eigenes Verkehrsflugzeug entwerfen und Flugzeuge in verschiedenen Stadien der Montage besichtigen. Verschiedene Anbieter organisieren die Tour zu Boeing, die Anreise erfolgt mit einem Minibus, während euch der begleitende Reiseleiter über die Geschichte des amerikanischen Nordwestens und der Boeing Company informiert. Die Boeing Factory Tour ist ab umgerechnet rund 70 Euro buchbar.

Ausflüge in die Umgebung Seattles

Ihr habt ganz Seattle abgegrast! Chapeau! Nicht schlecht! Wie wäre es, auch einmal die Umgebung Seattles zu erkunden? Der Touranbieter EverGreen Escapes beispielsweise hat einige Ausflüge im Angebot. Die Olympic Adventure Tour bietet an sechs Tagen neben der Olympic Peninsula Panoramaaussichten auf die Hurricane Ridge, Besuche der Kalaloch-, Rialto- und Ruby-Strände sowie des Lake Quinault und Lake Crescent. Ihr könnt durch den malerischen Hoh Rainforest und durch die Stadt Forks – Handlungsort der berühmten Twilight-Triologie von Stephenie Meyer – spazieren.

Hoh Rainforest in Washington

Tobin Akehurst/Shutterstock.com

Bei der Washington’s Wild Five Tour im Mt. Rainier National Parks gibt es einiges, was das Herz jedes Naturliebhabers begeistern dürfte: Wasserfälle, Gletscher, Wildblumen und Sonnenaufgänge. Von hier aus geht es weiter zum Olympic National Park – wandern oder einen Spaziergang am Strand genießen sind ein absolutes Muss – und schließlich zu den San Juan Islands. Mit etwas Glück können auch Orcas live beobachtet werden.

Orcas in San Juan Islands in Washington

Monika Wieland Shields/Shutterstock.com

Die letzten beiden Highlights bilden der North Casacades National Park mit dem Spitznamen »Amerikanische Alpen« und das Mt. St. Helens National Monument – ein beeindruckender Vulkan mit Blick in den Krater.

Lust auf noch mehr US-Westküste? Dann schaue doch mal hier, was man in Kalifornien und in Oregon gesehen haben sollte.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?