London calling! Die britische Hauptstadt rangiert Jahr um Jahr unter den meistbesuchtesten Städten in Europa, und das nicht ohne Grund. Und durch seine zahlreichen unterschiedlichen Stadtteile ist ein Ausflug dorthin jedes Mal etwas anders. Du planst gerade deinen ersten Trip? Wir kennen die coolsten Viertel in London. Eine Übersicht.
Family and Friends – Wembley
In den letzten 20 Jahren hat sich wohl kein Ort in London so grundlegend verändert wie Wembley – so sehr, dass Besucher in den vergangenen Jahren bei jedem Besuch etwas Neues erwarten konnten. Anstoß für den Wandel war der Abriss und Neubau des ikonischen Wembley Stadions. Nach und nach hat sich das Viertel angepasst und mit der Zeit entstand eine coole, junge Nachbarschaft. Heute stehen hier außergewöhnlich schicke Studentenwohnungen neben modernen Penthäusern mit Dachgärten.
Vom Bahnhof aus geht es auf einer breiten Straße in Richtung Stadion und Arena. Dabei kommt man am hippen Boxpark vorbei, einer Street Food-Halle mit Essen aus aller Welt. Ab und zu finden hier Events statt, wie Bollywood-Kino-Nächte, Vintage-Märkte oder Partys mit Live-Musik.
Etwas schicker geht es in der Rooftop-Bar im Wembley-Hilton (hier geht es zur Website) zu. Die Espresso-Martinis sind ein Muss, ebenso wie die fantastische Aussicht. Shopaholics können ihr Geld in der Wembley Outlet Mall lassen. Obwohl sie nicht Londons größte Mall ist, ist sie definitiv eine der schönsten. Wer mit Kindern unterwegs ist, gönnt sich danach eine Pause auf dem Wembley Stadium Playground. Der hölzerne Kletter- und Abenteuer-Spielplatz liegt mitten in der Fußgängerzone und ist einzigartig in London. Am besten kombinieren Besucher den Wembley-Aufenthalt mit einem Fußballspiel, einem Konzertbesuch oder vielleicht Disney on Ice.

Foto: Maksym Fesenko/Shutterstock.com
Hip, Hipper – Hackney
Hackney besteht aus den Hipster-Vierteln Shoreditch, Hoxton und Dalston. Wer die Tube an der Shoreditch Highstreet verlässt, wird von Eindrücken überwältigt. Abrissreife Häuser und Hinterhöfe sind die Leinwände für lokale Street Art-Künstler, während sich im Hintergrund die Skyline der Londoner City abzeichnet.
Junge Damen in knalligen Kunstpelzjacken schließen ihre Vintage-Stores auf und die Ureinwohner Shoreditchs, die Bengalen, tätigen ihre Einkäufe. Auf der Brick Lane finden sich die Stores junger britischer Designer und natürlich jede Menge Secondhand-Kleider, versteckt in Kellern und Markthallen.
Aber auch die Kulinarik wird in Hackney zelebriert. Direkt an der Old Street Station liegt das »Shoreditch Grind«, ein Café, das einer übergroßen, schwarzen Keksdose ähnelt. Zum sogenannten Dirty Chai gibt es den obligatorischen Egg and Avocado Toast. Mittags probieren Foodies sich am besten durch das vielfältige Street-Food-Angebot oder machen es sich in einem indischen Restaurant am Ende der Brick Lane gemütlich. Ausklingen kann der Tag bei einem Bar-Crawl im Boxpark Shoreditch oder bei einem Sterneessen im edlen Grillrestaurant »Brat«.
Leben wie die Queen – Westminster/Mayfair
Zentraler als Westminster geht es eigentlich nicht mehr. Von hier aus sind die bekanntesten Wahrzeichen Londons fußläufig zu erreichen. Wie wäre es mit einem Besuch beim Premierminister in der Downing Street 10 oder einer Besichtigung des Buckingham Palace? Wenn die britische Flagge weht, ist der König übrigens nicht daheim, sondern auf einem seiner Landsitze. Den Palast dürfen Besucher im Sommer besichtigen, übernachten leider nicht. Macht nichts, eine Nacht im altehrwürdigen Claridge’s ist fast genau so gut. Das glamouröse Hotel im Art-déco-Stil hat in über 200 Jahren Hotelgeschichte Filmdiven, Royals und den ganzen Rest der High Society beherbergt.
Auch sonst wird es nicht weniger royal! In der Nachbarschaft befindet sich neben Fortnum & Mason, dem Lebensmittelhändler der Krone, auch der königliche Winzer Berry Bros & Rudd. Alternativ wird über die Oxford- und Bond Street gebummelt und die Modeläden unsicher gemacht.
Danach geht es ins Ritz (hier geht’s zur Website), um den legendärsten Afternoon Tea der Stadt zu genießen. Zwischen Gold und Stuck verkosten die Londoner Ladys leckere Fingersandwiches, Scones und Törtchen. Ganz wichtig: Fascinator nicht vergessen!
Do it for the Gram: Chelsea und Belgravia
Hier ist zu Hause, wer Rang und Namen hat. In Belgravia und Chelsea wohnt Londons High Society. Im Schatten des Buckingham Palace entführen Adressen wie Eaton Place und Sloane Square uns in längst vergangene Zeiten. Hier stolzierten einst die viktorianischen Damen auf begrünten Plätzen mit feudalen Brunnen und präsentierten die neueste Mode.
Bis heute hat sich nicht viel geändert. Wer gesehen werden will, muss nach Chelsea. Auf der Sloane Street finden sich große Name von Chanel bis Versace, und die King Street birgt das ein oder andere kulinarische Highlight. Der absolute In-Place ist die Patisserie »Peggy Porschen Cakes«. Der Eingang des quietschrosafarbenen Cafés ist mit Blumen umrankt, und im Schaufenster türmen sich allerlei Leckereien. Kein Wunder, dass es sich um einen von Londons beliebtesten Instagram-Spots handelt.
Auch ein Lunch im »The Ivy« ist Pflicht. Das Blumenmeer an der Hausfassade lässt es schon erahnen: Hinter der Eingangstür tut sich eine fast magische Welt auf – ein verträumter Wintergarten mit Palmen, Farnen und Kissen im Vintage-Stil und ein plätschernder Steinbrunnen. Vorbei an den pastellfarbenen Stadthäusern, für die Chelsea so berühmt ist, geht es zum Ausruhen ins Egerton House (hier geht’s zur Website). In den Hotelzimmern mit floralen Brokatvorhängen und Himmelbetten dürfen sich Gäste wie die Queen höchstpersönlich fühlen!
Rock ’n’ Roll Lifestyle – Camden/ Primrose Hill
In Zeiten von Amy Winehouse war Camden der coolste Ort der Stadt. Der punkige Markt mit seinen extravaganten Häuserfassaden ist zwar immer noch einen Abstecher wert, aber tagsüber meist zu überfüllt.
Am Abend ist Camden dafür der ideale Ort zum Feiern. Am besten beginnen Rock- und Punk-Fans mit einem Snack am Kanal oder mit brasilianischen Tapas und Cocktails bei »Made in Brasil« in der Inverness Street.
Auf den Spuren britischer Rockstars geht es danach zum »Good Mixer« gegenüber oder ins »Hawley Arms«. In den typisch englischen Pubs tummeln sich Musiker und Künstler in extravaganten Outfits. Bekannte Bands trifft man eher im Electric Ballroom oder im Keller von The Underworld an.
Nach nur ein paar Minuten zu Fuß wartet in Primrose Hill das absolute Kontrastprogramm. Hier wohnten und wohnen Promis wie Kate Moss, Sienna Miller, Gwyneth Paltrow und Jude Law in pastellfarbenen, viktorianischen Stadtvillen.
Sonntags ist »The Queens« die perfekte Adresse für einen klassischen »Sunday Roast« in entspannter Atmosphäre. Wer es schicker mag, sollte Michael Nadras Restaurant am Regents Kanal besuchen. Eins ist sicher: Der Abend sollte grundsätzlich auf dem Primrose Hill enden. Besonders im Sommer tummeln sich hier jede Menge Londoner, die auf Picknickdecken das abendliche Lichtermeer der Stadt bewundern.
Weitere Infos zu London?
Londons Viertel sind so vielfältig wie die Musikgeschichte der Stadt. Und wer auf den Spuren von James Bond in London wandeln möchte, einmal hier entlang. Sehenswürdigkeiten Off-the-beaten-Path verraten wir hier.
Häufige Fragen zu London
Wann ist die beste Reisezeit für London?
Die beste Reisezeit für London ist zwischen Mai und September. In diesen Monaten sind die Temperaturen mild und viele Parks stehen in voller Blüte. Auch zahlreiche Festivals und Veranstaltungen finden im Sommer statt.
Welche Sehenswürdigkeiten sind in London ein Must-see?
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Big Ben, der Buckingham Palace und die Tower Bridge. Auch das London Eye und das British Museum sind sehr beliebt. Viele Museen in London können sogar kostenlos besucht werden.
Wie bewegt man sich am besten in London fort?
Am einfachsten reisen Besucher mit der London Underground, auch »Tube« genannt. Ergänzt wird das Netz durch Busse und Züge, die fast alle Stadtteile verbinden. Für Touristen lohnt sich oft eine Oyster Card oder das Bezahlen per Kreditkarte.











