Die Inkastätte Machu Picchu zu erwandern ist ein besonderes Erlebnis. Doch ist der ursprüngliche Inka Trail häufig früh ausgebucht. Daher werden zunehmend alternative Routen angeboten: Zwei der spektakulärsten sind der Salkantay und der Lares Trek.

Eine Wanderung auf dem Inka Trail nach Machu Picchu – das wollen sehr viele Reisende, die Peru besuchen.  Doch ist der traditionelle Trail seit Jahren immer früher ausgebucht, und die Kosten steigen stetig. Um die Route zu entlasten und den Touristen Alternativen bieten zu können, sind neue Wanderwege entstanden. Zwei der landschaftlich interessantesten Routen sind der Salkantany Trek und der Lares Trek.

Salkantay Trek

Benannt nach dem mit 6.271 Metern höchsten Gipfel der Kordillere, wurde der Salkantay Trek vom National Geographic Adventure Travel Magazine zu einem der 25 besten Treks weltweit gekürt. Zweite Wahl ist er damit längst nicht mehr. Der Trek ist für alle geöffnet. Es gibt keine Beschränkungen,  Genehmigungen sind nicht notwendig. Der Wanderweg führt von Mollepata bei Cusco nach Machu Picchu durch die gleiche Gegend wie der Inka Trail, vorbei an schneebedeckten Mehrtausendern und durch tropische Regenwälder.

Salkantay Trek in Peru

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Die Wanderung ist je nach Kondition und Programm in drei bis fünf Tagen zu bewältigen und ideal für diejenigen, die auf der Suche nach Abenteuer und Einblicken in die lokale Kultur in kleinen Gruppen sind. Insgesamt werden knapp 2.000 Höhenmeter bewältigt. Knackpunkt ist der 4.600 Meter hohe Pass über den Salkantay, zu Deutsch der »wilde Berg«. Als Rastplätze und Nachtlager dienen Zeltplätze und Camps entlang des Weges.

Salkantay Lagune Peru

Marquess Kilian Beck/Shutterstock.com

Während an den ersten Tagen die Höhe und die vor allem nachts niedrigen Temperaturen dem Wanderer zu schaffen machen können, geht es nach der Bewältigung des Passes hinunter in Richtung tropischer Regenwald.  Dort werden die Temperaturen wärmer und die Vegetation dichter. Neben formidablen Aussichten und Inka-Stätten wartet unterwegs auch die eine oder andere heiße Quelle, die müden Knochen Erleichterung verspricht. Die Wanderung endet in Aguas Calientes, von dort aus geht es mit dem Bus oder zu Fuß hinauf zur Inkazitadelle Machu Picchu.

Aguas Calientes in Peru

Aguas Calientes/Shutterstock.com

Lares Trek

Der Lares Trek ist eine empfehlenswerte Alternative für Reisende auf der Suche nach authentischen Begegnungen fernab von ausgetretenen Touristenpfaden. Das dreitägige Trekking startet im Heiligen Tal, beispielsweise in Pumahuanca, und endet im Dorf Lares. Von hier aus geht die Reise mit Bus und Zug weiter nach Machu Picchu.

Auf dem Programm stehen nicht nur schweißtreibende Tagestreks, auch Inkastätten und indigene Dörfer werden besucht, und der Guide teilt gern sein Wissen zur einheimischen Flora und Fauna.

Person hält Blatt einer Coca-Pflanze auf dem Lares Trek in Peru vor die Kamera

IntoTheWorld/Shutterstock.com

Neben verschiedenen Vogelarten werden auch der hasenartige Viscacha und der Andenfuchs häufig gesichtet.

Während der erste Tag am anspruchsvollsten ist, gilt Tag zwei als der landschaftlich spektakulärste. Der Weg führt vorbei an schneebedeckten Gipfeln, die weit in den Himmel ragen, dazu tiefe, stille Bergseen und Einheimische in farbenfrohen Trachten. Beim Besuch eines typischen Dorfes erfährt der Wanderer viel über den Alltag in den Anden und den Anbau lokaler Produkte wie Quinoa oder Tarwi.

Landschaft Lares Trek in Peru

pelargonia/Shutterstock.com

Der aufmerksame Besucher merkt schnell, dass große kulturelle Unterschiede zwischen beiden Seiten des Passes bestehen. Auch der Lares Trek endet mit einem entspannenden heißen Thermalbad, bevor es auf nach Machu Picchu geht.

Machu Picchu in Peru

Anton_Ivanov/Shutterstock.com

Beide Treks können bei den meisten deutschen Reiseveranstaltern gebucht werden. Wer ungern zeltet und ein komfortableres Lodge Trekking bevorzugt, findet bei Mountain Lodges of Peru ein passendes Angebot.

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