Oslo ist Norwegens Vorzeigestadt – eine Stadt, die man einmal in seinem Leben besucht haben sollte. Zu entdecken gibt es eine Menge: Weltklassekunst in Museen und Galerien, Spitzenrestaurants und Natur, die zum stundenlangen Wandern einlädt. Wir verraten, was man in Oslo gesehen haben sollte.

Oslo ist seit mehr als 200 Jahren Norwegens Hauptstadt. Seit dem Jahre 1814, um genau zu sein. Aus diesem Grund sind in der Stadt sehr viele bedeutende Kulturinstitutionen des Landes beheimatet. Allen voran die Nationalgalerie. Sie beherbergt die größte Kunstsammlung skandinavischer und internationaler Kunst, darunter Edvard Munchs berühmtes Gemälde »Der Schrei«. In der Dauerausstellung könnt ihr außerdem zahlreiche norwegische und ausländische Gemälde und Skulpturen vom 19. Jahrhundert bis heute bestaunen. Manko für alle, die 2019 nach Oslo reisen wollen: Die Nationalgalerie ist aktuell geschlossen. Grund ist der bevorstehende Umzug auf das Gelände des ehemaligen Westbahnhofs.

Wahrzeichen Opernhaus am Hafen

Das Opernhaus gehört zu Oslo wie der Dom zu Köln – ein absolutes Muss für alle, die Oslo besuchen. Das einem treibenden Eisberg nachempfundene Gebäude ist aufgrund seiner Architektur schon einen Besuch wert. Markant ist die weiße, eckige Fassade des Prachtbaus am Hafen. 2008 wurde es eröffnet – und gilt heute als Wahrzeichen der Stadt. Wer Zeit hat, sollte an einer der Führungen durch das Haus teilnehmen. Oder abends ein Konzert oder eine Ballettaufführung besuchen. Wer dazu keine Zeit und Lust hat, sollte dem Opernhaus zumindest »aufs Dach steigen«. Von hier oben habt ihr einen wundervollen Blick auf die Stadt.

Oper in Oslo

VisitOSLO/Didrick Stenersen

Toller Ausblick von der Skisprungschanze

Apropos Ausblick: Für eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt solltet ihr die Skisprungschanze und das dazugehörige Holmenkollen-Skimuseum besuchen. Es handelt sich um das älteste Skimuseum der Welt. Präsentiert wird die 4.000-jährigen Geschichte des Skilaufens. Die interaktive Aufmachung macht einen Besuch auch für Kinder unterhaltsam. Zwei Tipps: Am lohnendsten ist der Besuch bei schönem Wetter. Dann könnt ihr den Ausblick auf Oslo so richtig genießen. Und wer nicht lange anstehen möchte, sollte frühmorgens oder abends kommen.

Holmenkollen in Oslo aus der Luft

VisitOSLO/NLE Film

Oslo mit dem Fahrrad erkunden

Klar, ihr könnt Oslo bequem zu Fuß erkunden. Die Stadt ist nicht besonders groß, die Entfernungen halten sich in Grenzen. Oder ihr benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn ihr allerdings gern mit dem Drahtesel unterwegs seid, solltet ihr die Stadt (auch) mit dem Fahrrad entdecken. Viele Hotels haben Leihräder im Angebot. Super auch: die Leihräder von »Oslo City Bike«. Das Unternehmen hat unter anderem Tages- und Drei-Tages-Abos im Angebot. Damit könnt ihr an über 100 Stationen, vorwiegend in der City (aber nicht nur), euch ein Leihrad schnappen und losdüsen.

Fahrradfahrer in Oslo am Meer

Leonard Rb

Eine tolle Fahrradroute ist die entlang der Hafenpromenade. Sie verbindet die Stadt von Ost nach West und hat eine Länge von neun Kilometern. Ihr könnt während der Fahrradtour einige der bekanntesten Gebäude Norwegens erkunden – so zum Beispiel das Osloer Opernhaus, das Astrup-Fearnley-Museum und den Bjørvika Barcode, eine Reihe von zwölf schmalen Hochhäusern in schwarz-weiß, deren Optik an einen Strichcode erinnert.

Wohnhäuser in Oslo

Siarhei Plashchynski

Wandern am Akerselva

Oslo ist eine ziemlich grüne Stadt. Das liegt nicht nur an der Natur, sondern auch am Engagement der Osloer. Aus diesem Grund hat die Stadt in diesem Jahr den Titel »European Green Capital 2019« verliehen bekommen. Dabei reicht das Spektrum der Ökoprojekte von der übergeordneten Stadtplanung bis hin zu Details bei Architektur, Naturschutz oder der Förderung von Elektromobilität.

Wenn ihr Oslos Natur einmal entdecken möchtet, solltet ihr den Wanderweg entlang des Flusses Akerselva aufsuchen. Der Trail beginnt am Maridalsvann-See und führt durch das Stadtzentrum.

Hen Lovisa's House in Oslo

VisitOSLO/Didrick Stenersen

Der Fluss mäandert vorbei an industriegeschichtlichen Bauwerken, Wasserfällen, Angelplätzen und Wald, dem Vaterland-Park, bis er an der Oper in den Oslo-Fjord mündet.

Einkaufen in Oslo: Das sind die besten Shoppingmeilen

Zum Shoppen besucht ihr am besten das zentral gelegene »Paleet« – es ist eines der Modehäuser der Stadt schlechthin. Lange Zeit diente das Gebäude als Residenz für das norwegische Königshaus. 1990 öffnete das Warenhaus zum ersten Mal seine Türen. Ihr findet hier Mode- und Lifestylegeschäfte, Bars, Cafés und Restaurants.

Zu den interessanten Einkaufsvierteln Oslos gehören darüber hinaus das Stadtzentrum am Karl-Johans-Tor, Majorstuen mit den Fußgängerzonen Bogstadveien und Hegdehausgsveie, Frogner, Bygdøy Allé und Grünerløkka.

Paar vor einem Schaufenster in Oslo

VisitOSLO/Heidi Thon

Spitzengastronomie im »Maaemo«-Restaurant

Auch in Sachen Kulinarik hat Oslo einiges in petto. Das »Maaemo« (altnordisch für »Mutter Erde«) ist das erste und einzige Restaurant Norwegens, dem drei Sterne vom Guide Michelin verliehen wurden. Hier könnt ihr norwegische Spezialitäten aus qualitativ hochwertigen Bio-Zutaten speisen. Chef Esben Holmboe Bang serviert manchmal sogar Gerichte, die ohne Besteck serviert werden. Das, so der Sternekoch, ergänze die Intimität. »Für mich hat das Essen mit den Händen etwas Poetisches und Schönes«, so Esben Holmboe Bang. Auch mit Blick auf die Inneneinrichtung lohnt ein Besuch des Gourmettempels: Die Möbel sind aus Holz, Schwarzweißfotos dienen als Dekoration.

Essen im Restaurant Maaemo in Oslo

VisitOSLO/Anders Husa – andershusa.com

Wer sich am Abend eher einen Drink gönnen möchte, sollte die »Voksenåsen Bar & Terrace« besuchen. 500 Metern über dem Meeresspiegel gibt es eine beeindruckende Aussicht inklusive.

Street-Art in Brenneriveien und Tøyen

Oslos Top-Location für Street-Art-Fans ist der Stadtteil Brenneriveien. »In Oslo genießt man eine große Vielfalt an Urban Street-Art, alles von Graffitis über Schablonenbilder und Wandmalereien. Brenneriveien ist Norwegens erste Adresse für Street-Art und auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier begann alles in den 90er-Jahren. Heute ist das gesamte Gebiet wie eine sich ständig verändernde virtuelle Kunstgalerie. Die Gegend von Tøyen im zentral-östlichen Teil von Oslo ist eine bunte Zugabe», sagt Martin Berdahl Aamundsen, norwegischer Autor, der eine Reihe von Büchern über Street-Art in Norwegen geschrieben hat.

Street Art Tøyen

VisitOSLO/Tord Baklund

Stilvoll übernachten im Amerikalinjen

Mitte März hat das Amerikalinjen eröffnet. Es liegt ziemlich zentral, gleich gegenüber dem Osloer Bahnhof. Das Boutique-Hotel, das an ihrem ehemaligen Hauptsitz einer der größten norwegischen Reedereien huldigt, ist ein echtes Schätzchen.

Badezimmer im Hotel Amerikalinjen

Hotel Amerikalinjen

Woher der Name Amerikalinjen kommt, werdet ihr euch vielleicht fragen. Nun, die Amerikalinjen unterhielt im 20. Jahrhundert einen regelmäßigen Passagier- und Frachtverkehr über den Atlantik in die USA. Viele Details aus der Anfangszeit des Gebäudes, das 1919 gebaut und zum 100-jährigen Jubiläum nun zum Hotel wurde, haben Bestand. So wurden zum Beispiel die Treppenhäuser, Gänge und Zimmer in ihren Originalmaßen übernommen. Neue Glaskuppeln in zahlreichen Zimmern stammen aus der Produktion der Firma Hadeland Glassverk, die schon die Glasarbeiten auf den Passagierdampfern der Reederei ausgeführt hatte.

Und sonst? Oslo ist beschaulich – und leider nicht ganz billig

Zum Schluss der Ehrlichkeit halber ein paar Worte zur Größe der Stadt und zu den Kosten. Oslo ist nicht London. Nicht Paris und auch nicht Berlin. Will sagen: Norwegens Hauptstadt ist recht beschaulich. In der Stadt leben rund 650.000 Menschen. Zum Vergleich: Das sind etwas mehr als in Essen und etwas weniger als in Frankfurt. Wer Wert auf ein ausschweifendes Nachtleben legt, sollte seine Reise nach Oslo also auf ein Wochenende legen.

Außerdem ist ein Besuch der Stadt teuer. In Rankings, die sich mit den Lebenshaltungskosten der Metropolen beschäftigen, taucht Oslo regelmäßig in den Top 20 auf.  Das beginnt bei den Kosten für die Übernachtung und reicht bis zum Besuch eines Restaurants oder der Bestellung eines Bieres. Mit ein paar Kronen im Reiseportemonnaie kommt man in der Stadt also nicht weit.

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