Eine Urlaubsreise mit einem der spektakulärsten Luxuszüge der Welt – wer träumt nicht davon? Eine Fahrt mit dem El Tren Al Andalus durch Andalusiens Natur oder dem Belmond Royal Scotsman durch Schottlands Weite wäre 2021 doch ideal, um die Corona-Zeit gedanklich endgültig hinter sich zu lassen. In diesen fünf Luxuszügen dürfte das kein Problem sein. Sie gehören zur Crème de la Crème der Reisen auf Schienen.

El Tren Al Andalus

Der El Tren Al Andalus wurde 1929 für die englische Königsfamilie gebaut. Sie reiste von Calais in Nordwestfrankreich an die Côte d’Azur. Aber das war einmal. Heute ist der Luxuszug von Sevilla über Granada nach Córdoba unterwegs. Sein opulentes Interieur kann sich sehen lassen. Die edlen Stoffen harmonieren vorzüglich mit dem dunklem Holz. Manch einer fühlt sich in dem Zug gar wie in einem Prachtbau aus der Belle Époque.

Luxuszug El Tren Al Andalus

Ameropa

In vier Salonwagen könnt ihr feine Haute Cuisine oder einen Cocktail an der Bar zu euch nehmen. Sieben klimatisierte Schlafwagen mit 32 Suiten und vier Salon-Waggons mit Restaurant, Bar und Teesalon stehen für eine Erlebnistour bereit. Der First-Class-Zug nimmt euch von Sevilla mit zu den andalusischen Schätzen des Unesco-Welterbes. Dazu zählen die historischen Ortskerne von Cordoba und Baeza, der Alhambra und die Generalife-Gärten in Grenada sowie das größte Naturschutzgebiet Europas nahe Sanlucar. Während der Zwischenstopps stehen Stadtbesichtigungen, Weinverkostungen und Erkundungen der Umgebung auf dem Programm. Der El Tren Al Andalus bietet zusätzlich eine neue Stecke bis nach Portugal an. Die Fahrt geht von Sevilla nach Porto oder umgekehrt.

Venice-Simplon-Orient-Express

Der Venice-Simplon-Orient-Express ist zweifelsohne eine rollende Legende. Er gilt als einer der bekanntesten Züge der Welt – und das schon seit 1883. Schon damals bot der Zug einen Luxus der einzigartig war. Für die Menschheit war das seinerzeit eine völlig neue Verbindung von Reisen und Schlafen. Heute könnt ihr in dem Zug eintauchen in die Welt der 1920er Jahre. Der Zug trieft nur so vor historischem Charme. Das sieht man unter anderem an dem eleganten Art-déco-Interieur, viel Kristall und edlem Holz. Definitiv einer der luxuriösesten Arten, durch Europa zu reisen.

Aufenthalswaggon im Venice Simplon-Orient-Express

Helen Cathcart

Die 17 Waggons aus den 1920er und 1930er Jahren wurden nach dem Vorbild der »Goldenen Zwanziger« restauriert. So findet ihr feinstes Holz und luxuriöse Kunst-Verarbeitungen vor. Es gibt drei Speisewagen an Bord. Es versteht sich von selbst, dass jedes seinen eigenen Charme hat. So existieren edle Glasarbeiten von René Lalique, dem Schmuck- und Glaskünstler des Art Déco und des Art Nouveau. Hinzu kommen Intarsien, kunstvolle Holz-Einarbeitungen. Hingucker sind auch die Vertäfelungen aus schwarzem Lack, die asiatisch anmuten. Wer lieber Pianomusik hört, natürlich live zelebriert, begibt sich in den Bar-Wagen. Dort könnt ihr bei einem Kaffee oder einem Gin Tonic mit den übrigen Mitreisenden plauschen und nebenbei das Panorama genießen.

Golden Eagle Arctic Explorer

Eine Fahrt mit dem Golden Eagle Arctic Explorer – mehr Russland geht eigentlich nicht. Schließlich verspricht eine Fahrt mit diesem Zug einen höchst interessanten Gegensatz zwischen Russlands Städten und den Landschaften der Polarkreise. Die Wagen des Luxuszuges bieten euch ein eigenes Badezimmer. Allerhöchsten Komfort gibt es in der Imperial Klasse. Sie gilt als luxuriöseste Klasse an Bord.

Luxuszüge der Welt: Artic Explorer

Ameropa

Die Fahrt des Golden Eagle Arctic Explorer führt über Murmansk nach Kirkenes in Nord-Norwegen. Dort wird euch garantiert der sternenklare Nachthimmel mit seinen Nordlichtern begeistern. Während des Blicks in die Sterne erfahrt ihr von einem Astronomen, was es mit dem Himmelspektakel auf sich hat. Wem das zu dröge ist und wer stattdessen lieber ein bisschen Action haben möchte, kann auch eine Schneemobilsafari oder Schlittenfahrt mit Huskys unternehmen. Alles möglich.

Ebenfalls auf dem Programm steht die Visite eines Schneehotels. Es befindet sich außerhalb von Kirkenes. Neben einem Welcome Drink gibt es eine Führung durch das außergewöhnliche Hotel.

Eishotel in Russland

NevraArts 2

Und das sollet ihr euch nicht entgehen lassen. Denn Kunst wird in dem Eishotel großgeschrieben. Viele Eisskulpturen und Malereien von lokalen und internationalen Künstlern legen davon Zeugnis ab.

Herzstück des Golden Eagle Arctic Explorer ist der Wagen, in dem sich das Restaurant befindet. Hier könnt ihr erstklassige Menüs genießen. Nicht umsonst trägt der Zug den Beinamen »Verwöhnzug«.

Belmond Royal Scotsman

Der Belmond Royal Scotsman gehört in die Regie der imposantesten Nostalgiezüge der Welt. Von Edinburgh über Glasgow und entlang der West-Highland-Linie führt der Luxuszug euch mitten durch die  Landschaft Schottlands. Der Zug rattert vorbei an Tälern, Seen, Mooren und Bergen und Schlössern und Dörfern. Die Strecke zählt zu einer der landschaftlich schönsten der Welt.

Wie wäre es mit ein wenig Harry-Potter-Feeling? Davon ist nämlich etwas zu spüren, wenn ihr das Glenfinnan-Viadukts überquert. Klingelt es? Nein. Gut, wir helfen nach: Der Hogwart-Express überquerte nämlich diese Passage.

Die Majestät unter den Luxuszügen, die sogar von Queen Elizabeth II. persönlich ausgezeichnet wurde, bietet historische Speisewagen, ein »Observation Car« mit Bar und offener Veranda sowie eine Bibliothek. Die luxuriösen Kabinen sind mit wertvollem Mahagoni-Holz ausgestattet.

Kabine im Belmond Royal Scotsman

Adam Parker Photographer

Entspannung bietet euch der Spawagon mit vielen Möglichkeiten, um euch richtig verwöhnen zu lassen. Zur Nachtruhe hält der Belmond Royal Scotsman auf einem Sondergleis oder im Bahnhof. Der Zug hat Platz für insgesamt 40 Passagiere. Die Dauer der Reise bestimmt ihr. Es werden Fahrten über wahlweise drei, vier oder fünf Tage angeboten. Auch das Ausflugsprogramm könnt ihr euch individuell zusammenstellen. Adrenalin-Junkies haben die Wahl zwischen Wildwasser-Rafting, Paragliding oder Quadfahren. Wer es traditionell schottisch mag, der geht golfen, Tontaubenschießen, Kanufahren auf Loch Ness oder amüsiert sich bei einem Whisky-Tasting.

Glacier Express – Excellence Class

Vor 90 Jahren, am 25. Juni 1930, ging der Glacier Express zum ersten Mal auf Reise. Der damalige Paradezug schaffte die Fahrt von Zermatt nach St. Moritz in rund elf Stunden. Zum Vergleich: Heute benötigt er nur noch rund acht Stunden. Damals brachte ihm das den Ruf als »langsamsten Schnellzug der Welt« ein. Auch heute ist die Fahrt mit dem Glacier Express durch die Landschaft der Schweiz ein unvergessliches Erlebnis. Nicht nur das: Auf viele Gäste wirkt die Reise sehr entschleunigend. Während der Zugfahrt durch die Berge geht es durch 100 Tunnel, enge Kurven und 300 Brücken. Dabei habt ihr genug Gelegenheiten, die Panoramaaussicht zu genießen. Highlight hier ist Ausblick auf die Rheinschlucht zwischen Ilanz und Reichenau, die auch als Schweizer Grand Canyon bekannt ist.

Excellence Class im Glacier Express

Stefan Schlumpf

Passend zum 90-jährigem Jubiläum erhalten die 1. und 2. Klasse des Glacier Express eine komplette Rundumerneuerung. Als Vorzeigemodell dient dabei die Glacier Express Excellence Class. Sie findet bereits seit März 2019 großen Anklang. Im Stil der Premium-Klasse werden nun auch die beiden anderen Wagenklassen mit edlen Holzverkleidungen, modernem Entertainment-System und redesignten Sitzplätzen aufgewertet. Große Neuerung sind zwei per Knopfdruck zu öffnende Panoramafenster, die Platz für entspiegeltes Fotografieren und Filmen bieten. Ein Concierge sorgt für das Wohl der maximal 20 Fahrgäste – vom Empfang über den Service der Speisen bis zum passenden Drink an der Bar. Inkludiert ist ein exquisites Fünf-Gänge-Menü, das mit frischen und vorwiegend lokalen Produkten direkt an Bord zubereitet wird.

Lust auf eine Reise in einem der Luxuszüge? Der Veranstalter Ameropa hat sie im Programm.